Chapter 7: „Cold"

„Was zum Teufel ist DAS?" rief Ginny an diesem Abend, als sie im Gemeinschaftsraum am schwarzen Brett einen Zettel entdeckte.

Eilig gesellten sich die meisten Gryffindors zu ihr und begutachteten ihren Fund.

„Was meinst du? Da hängen zwei Zeitungsarktikel am schwarzen Brett, das ist doch nichts neues." meinte Hatsumomo und verschränkte die Arme.

„Der Artikel hier." sagte Ginny und zeigte auf den Rechten.

Hatsumomo zog misstrauisch eine Augenbraue hoch. „Bla Bla Bla... morgen wird die Uhr umgestellt,... bla bla bla...Ich weiß wie man Krämpfe während der Periode lindert, vielen Dank!"

Ginny schlug sich vor die Stirn. „Verdammt noch mal, doch nicht den!"

Hatsumomo begann also den besagten Artikel zu lesen

„Bitte was? Wieso wussten wir davon nichts?"

„Wovon denn überhaupt?" riefen nun die anderen gespannt.

„Dass hier ein Ball stattfindet..." murmelte Hatsumomo, denn sie wusste direkt, was das für sie bedeutete: Da musste sie natürlich mit Harry hingehen, denn genau das war der letzte Tag der Wette.

Sie schüttelte enttäuscht den Kopf und zog sich in die hinterste Ecke des Gemeinschaftsraumes zurück.

Konnte der nicht verlegt werden? Denn dann hätte sie unter Garantie nicht Harry gewählt, sondern... ja wen eigentlich? Sie war sich da eigentlich überhaupt nicht mehr schlüssig. Wen wollte sie wirklich?

..::~::..

Es herrschte geschäftiges Treiben zwei Tage vor dem bevorstehenden Fest. Hatsumomo selber wusste zwar nicht genau wofür, aber der Rest dafür umso besser. Es ging mal wieder um den Austausch der Kulturen und zu diesem Anlass wurden die Zauberschulen Beauxbatons und Durmstrang auf ein rauschendes Fest eingeladen. Hatsumomo jedenfalls interessierte das kein bisschen, sie war nämlich vollkommen mit ihrem Outfit beschäftigt, dass sie an dem bevorstehenden Ball tragen wollte.

Harry indes war sich sicher, dass er Hatsumomos Herz an diesem Abend zurückgewinnen würde. Er war sich sicher, dass irgendetwas sie noch bei ihm hielt, so dringend brauchte sie das Geld sicher nicht, ihre Eltern gaben ihr immer genügend Taschengeld. Sie musste ihn einfach nur lieben.

Oliver Wood war auch ziemlich gespannt auf den Ball, aber nur aus dem einen Grund, dass er seine Wette gewinnen wollte, denn dann stand ihm eine himmlische Nacht mit Draco bevor. Er würde sich anstrengen, wie nie in seinem Leben. Hatsumomo war ihm dabei zwar nicht ganz egal, aber sein Hauptaugenmerk ruhte auf Draco.

Draco ging es eigentlich nur um Hatsumomo, für ihn waren jedoch Wettschulden, Ehrenschulden, deswegen konnte sich Wood auf eine heiße Nacht gefasst machen, er würde so oder so seinen Spaß haben.

Snape und Lupin waren so in ihren Wettstreit verbissen, dass sie kaum noch miteinander sprachen und wenn doch, dann stritten sie im Lehrerzimmer, dass die Fetzen flogen.

Alles in allem Bombenstimmung...

..::~::..

Zwei Tage vor dem Ball machte Hatsumomo sich auf den Weg nach Hogsmeade, um noch den letzten Schliff an ihr Outfit zu legen. Auf dem Weg dorthin vergrub sie die Hände in den Hosentaschen und starrte verbissen auf die Straße. Sie wollte nicht verlieren, nicht gegen Hermine, aber andererseits wollte sie die Gelegenheit nutzen, Alkohol, romantische Stimmung, ein perfekter Rahmen für ihr Vorhaben. Nur wen betraf es? Sie wusste nicht, was sie tun sollte... Draco, oder Oliver?

„Verdammt, kannst du nicht aufpassen?"

Ohne es zu merken, hatte Hatsumomo einen Passanten umgerannt.

„Oh, tut mir leid!" rief sie, hob ihren Blick und erstarrte. Sie hatte natürlich genau Draco Malfoy erwischt, der sie jetzt grinsend ansah.

„Da habe ich ja auf meinem Weg die Richtige erwischt."

Hatsumomo lächelte. „Leider führt mein Weg in die andere Richtung."

„Muss ja nicht sein."

„Doch, weil ich nach Hogsmeade muss." Sie glaubte so etwas, wie Bedauern in seinem Blick zu erkennen.

„Nun, vielleicht muss ich ja auch noch einmal hin." Draco nahm sie am Arm und verschwand mit ihr in Richtung Hogsmeade.

Hermine hatte die beiden ungesehen beobachtet. Das war vielleicht ihr letzte Chance, irgendetwas herauszubekommen, falls Hatsumomo Harry betrog.

Langsam und betont leise schritt sie hinter Hatsumomo und Draco in sicherer Entfernung hinterher.

..::~::..

Hatsumomo stand an diesem Abend vor dem Spiegel und versuchte sich an einigen Frisuren, als plötzlich Hermine das Zimmer betrat.

„War der Nachmittag heute schön?" fragte sie betont freundlich.

Hatsumomo drehte sich um und sagte genau so freundlich: „Sehr schön, danke der Nachfrage."

„Du warst mit Draco in Hogsmeade nicht wahr?"

„Wieso?"

„Nur so, Harry fand das nicht sehr schön, Man sollte doch eigentlich annehmen, dass du deinen Freund mit nimmst, wenn du dir deine süßen, kleinen Dessous kaufst." Jegliche Freundlichkeit war aus Hermines Stimme gewichen und ihre Augen strahlten Kälte und Hass aus.

„Nun..." sagte Hatsumomo spitz. „Du bist wirklich eifersüchtig wie mir scheint. So alleine, Hermine? Keiner will dich? Aus dir spricht der pure Neid. Und da ich die Auswahl habe, kann ich es mir leisten einen Kerl nach Hogsmeade zu begleiten ohne ihm gleich an die Wäsche zu gehen. Danke, mein Tag war wirklich schön!"

Damit marschierte sie an Hermine vorbei und griff nach ihren Zigaretten, die neben der Tür lagen.

„Es ist noch nicht vorbei, Mandragoran." zischte Hermine spitz.

„Wie du meinst!" sagte sie monoton und schlug die Tür hinter sich zu.

„Oh nein, noch lange nicht..."