Hallo ihr Lieben, es geht weiter. Aber bevor ich beginne, möchte ich noch etwas loswerden:
1.) Bei dem folgenden Chap sind die Plot-Bunnys mit mir durchgegangen. Sie haben mich hinterrücks angefallen und ich konnte mich nich wehren. Das Chap ist ein wenig...nennen wir es einfach "überdreht".
2.) Das folgende Kapitel enthält mehr oder weniger detailierte, erotische Handlungen, man könnte es beinahe Sex nennen. Wer das nicht lesen kann/will/soll/darf, überspringt bitte das letze Drittel einfach.
Allen anderen viel Spaß und immer dran denken: Ein Review tut nicht weh, und ich beiße auch nur im Notfall ;-)
Lucy the Ripper: Danke, freut mich, dass es dir gefällt. Gefummelt und geküsst wird, versprochen ;-)
attack09: Ja, irgendjemand muss Sev halt dabei behilflich sein, seine dunkle Seite zu bekämpfen, auch wenn es uns nicht gefällt ;-) Hast du dem Adler einfach mal eine Dose Cola light unter den Schnabel gehalten? Ich bin mir fast sicher, dass es Sev war, er aber nur nicht gestört werden wollte. Und ich denke, wir können es ruhig Hinterteil nennen, schließlich ist ja alles andere auch aus Federn, da brauch man eine differenzierung. Viel Spaß beim lesen.
mrs.spookieness: Joar, mir auch ;-) Du kannst gespannt sein. Wie erwähnt, es ist anders. Lehn dich zurück und genieß die Show.
madame minuit12: Tja, Jahrelange erfahrung, würde ich sagen ;-) Ich glaube, die Todesfee war nötig, um Harry noch ein wenig zu triezen. Sie kann halt doch nicht komplett verbergen, wo ihre Wurzeln liegen. Viel Spaß.
Hexchen: Der arme Severus wird in nächster Zeit noch mehr zu fauchen bekommen. Wenn wunderts, bei der Brut? Freut mich, dass es dir gefällt. Hoffentlich gefällt es dir weiter. Viel Spaß.
Blue April: Durcheinander? Ja, in der Tat, das hat sie von mir ;-) Unrealistisch? Ein wenig vielleicht. Freut mich aber, dass sie dir trotzdem gefällt. Viel Spaß beim nächsten Chap.
Kapitel 7: Alles dauert länger, als man glaubt. Danke, Mr. Murphy!!!
Die Halle war innen noch pompöser, als es von außen den Anschein machte. Mannshohe Kürbisse standen da, wo sich sonst der Lehrertisch befand und bildeten eine der wenigen Lichtquellen. Die Haustische waren durch unzählige kleinere, runde Tische ersetzt worden, die sich um eine große, eckige Tanzfläche positioniert hatten. Von der verzauberten Decke regnete es alle erdenkliche Süßigkeiten, die von begeisterten Erst- und Zweitklässlern aufgesammelt wurden. An den Wänden prangten die Wappen der Häuser, dazwischen schwebten Kerzen, die schwarzes und orangenfarbenes Licht verteilten. Vor den Kürbissen war ein Büffet aufgebaut, dass sich einmal quer über die Breitseite der Halle zog.
Es schien, als hätte sich jeder einzelne Mauerstein herausgeputzt, um sich von seiner besten Seite zu zeigen.
Gefesselt von dem Anblick, der sich ihnen bot, liefen Todesfee, Einhorn und beide Vampirellas zu dem Tisch, den Harry und die anderen ausgesucht hatten.
Victoria holte ihren Zauberstab aus dem schwarzen Band unter ihrer Brust hervor, zielte auf Hermine und murmelte etwas vor sich hin.
„Was war das?" wollte Lavender wissen.
„Ich hab genau gemerkt, dass du das warst" zischte Hermine über ihre Schulter und warf der Freundin böse Blicke zu.
„Mach dich locker Mine. Ich bin eine Todesfee, deine Blicke können mich nicht umbringen."
Etwas leiser sagte die Schwarzhaarige dann, an Lavender gerichtet: „Ich hab ihren Rock ein wenig kürzer gemacht. Nur zu ihrem Schutz, damit Ginny sie nicht verflucht. Sie ist wirklich unglaublich gut, was den Flederwichtel angeht."
Als Hermine sich setzte, erkannten alle, was Victoria mit „ein wenig kürzer" gemeint hatte. Ein gutes Stück über dem Knie endete das schwarze Stück Stoff und erinnerte so eher an einen breiten Gürtel.
„War der eben auch schon so kurz" erkundigte sich Fred leise, als er seiner Begleitung den Stuhl zurecht schob.
„Wieso" fragte die unschuldig.
„Nur so."
„Meine lieben Schülerinnen und Schüler."
Albus Dumbledore, Schulleiter und Süßigkeitenjunky, hatte sich erhoben und in altern Manier seine Arme weit ausgebreitet, als wolle er die ganze Halle umarmen, mitsamt Lehrern und Kürbissen.
„Ich begrüße euch herzlich zu unserem Fest. Ich freue mich, dass ihr wie jedes Jahr Kreativität beweist, was eure Verkleidungen angeht. Ich will euch nicht mit viel Gerede langweilen…"
„Warum tust du es dann?" schoss es Severus durch den Kopf. Er räusperte sich und blickte wieder betont interessiert zu seinem Brötchengeber.
„... deswegen auch nur ein paar Worte."
„Das kennen wir ja. Zwei Stunden später." Manchmal hatte selbst ein Tränkemeister seine Gedanken nicht unter Kontrolle.
„Wir feiern heute das erste Halloween nach dem Sieg über den dunklen Lord."
Hermine, Victoria, Lavender und Jasmin sahen vorsichtig zu Ginny, die ein einziges, lautloses Wort formte: Flederwichtel.
„Wir feiern heute die Geschöpfe der Nacht, das Mystische, das Zauberhafte und ein klein wenig auch uns selber. Genießt den Abend, nehmt die Ereignisse, wie sie auf euch zukommen, tut vielleicht sogar Dinge, die ihr sonst nicht tun würdet. Lasst euch treiben von der Musik, der Nacht und der Freude am Leben. Ein neues Zeitalter ist angebrochen und wir wollen es Willkommen heißen. Vergesst die Sorgen und Ängste der Vergangenheit und blickt in die Zukunft."
Euphorischer Applaus wurde laut.
„Liegt es an mir oder hat der Alte uns gerade aufgefordert, gegen sämtliche Schulregeln sowie Sitte und Anstand zu verstoßen?" fragte Ron über den Beifall seiner Mitschüler hinweg.
„So wie Hooch und Flitwick kichern, ganz bestimmt" lachte Harry. „Schau dir deinen Onkel an Vic. Der ist kurz davor, auf Dumbledore einen Unverzeihlichen abzufeuern."
Heiteres Lachen am Tisch.
„Oh oh." George stellte das Lachen abrupt ein. „Onkel im Blutrausch auf 12 Uhr. Viel Glück Bruderherz. Ich sammel deine Knochen auf, versprochen."
In der Tat stampfte der dunkle Mann zielstrebig auf den Tisch der Freunde zu und Hermine hatte das Gefühl, dass er noch gefährlicher als sonst aussah.
„Ganz ruhig" grinste Victoria in die Runde. „Rettung naht."
Kurz bevor der Professor den Tisch erreicht hatte, betrat Remus Lupin die Bühne von Link, ergriff den Slytherin am Unterarm und zog ihn, wild Gestikulierend in eine andere Richtung.
„Remus hat mir versprochen, Onkel Severus auf Abstand zu halten. Es ist doch wirklich von Vorteil, einen Rumtreiber als Patenonkel zu haben."
„Wenn man was davon hat auf jeden Fall" knurrte Harry, grinste dabei aber.
„Hey" die Todesfee hob abwehrend die Arme. „Selbst dran Schuld wenn du dir den verrücktesten von allen aussuchen musst. Jetzt brauchst du auch nicht mehr rumzuheulen."
„Du hast dir besagten Chaoten als Vater ausgesucht" antwortete Harry hinterhältig.
„Und was hab ich davon? Ich bin bei Severus, „ich bin so ein böser Todesser" Snape aufgewachsen. Ganz toll."
„Wenn du nicht gleich deinen vorlauten Mund hältst, kann ich dir gerne zeigen, WIE böse ich werden kann."
Da war sie, die Stimme, die Erstklässer in Tränen ausbrechen ließ, Zweitklässler zu Bettnässern und selbst erfahrene Abschlussschüler zu Zweitklässlern machte.
Severus hatte Lupin abschütteln können und sich an seine Nichte angeschlichen.
„Hallo Professor" grüßte die Nichte erschrocken. „Hat Professor Lupin Sie gefunden? Er wollte etwas Wichtiges mit Ihnen besprechen."
„Netter Versuch Victoria" zischte der dunkle Mann und selbst der Tisch schien vor ihm zu weichen. „Ich konnte ihn Professor Dumbledore aufschwatzen und wollte dann doch mal sehen, was du so treibst."
„Nichts Professor. Ich sitze hier, trinke Punsch und halte mich, wie immer, an die Anweisungen des Schulleiters."
„Verdammt. Geht's noch? Dass will ein aufgebrachter Giftmischer bestimmt nicht hören."
Der Onkel beugte sich noch ein wenig näher zu seiner Nichte.
„Das Kleid war, meiner Erinnerung nach, länger als jetzt. Hatte es nicht eine Schleppe? Wieso ist es jetzt Knielang?"
„Ich hab es ein wenig abgeändert" versuchte Victoria es vorsichtig, „Sir?"
„Weasley" herrschte der Professor laut und alle vier, auch Ginny, zuckten zusammen.
„Ja, Professor Snape" antwortete Fred sicher.
„Entweder versteckt er echt gut, dass ihm der Arsch gerade auf Grundeis geht, oder er hat wirklich keine Schiss vor ihm."
„Ich habe Sie im Auge Weasley" knurrte Snape. „Ein Fehler und Sie werden nie wieder etwas essen oder trinken können, dass Sie nicht eigenhändig zubereitete haben. Und selbst dann wäre ich an Ihrer Stelle vorsichtig. Verstanden?"
„Laut und deutlich Professor Snape. Keine Sorge, ich halte meine Hände da, wo sie hingehören. Genießen Sie den Abend und seinen Sie unbesorgt."
„Ich warne Sie Weasley, werden Sie nicht zu frech. Sonst verlassen Sie diese Welt schneller, als Sie um Gnade flehen können."
„Sicher Sir. Viel Spaß noch."
Todesserblick, wehende Robe, Severus Snape Abgang.
Victoria konnte sich gerade noch verkneifen zu klatschen.
„Oh man Fred" höhnte sein Zwilling. „Da hast du dir aber was eingebrockt. Wir hatten zwar vor, dieses Jahr ein Denkmal zu bekommen, aber eins, unter dem steht „Hier liegen die sterblichen Überreste des Narren, der es wagte, Snapes Prinzessin anzugrabschen" sollte es nicht werden."
„Ich bin nicht seine Prinzessin" giftete Victoria und schickte böse Blicke.
„Und ich habe sie nicht angegrabscht, aber was nicht ist, kann ja noch werden."
„Du hast dem Professor versprochen, deine Hände da zu lassen, wo sie hingehören" erinnerte Jasmin lachend.
„Wer sagt denn, dass sie nicht auf den Hintern der kleinen Todesfee gehören?"
Wieder hallte Dumbledores Stimme durch die Menge:
„Die Tanzfläche ist eröffnet."
Sogleich ertönten schnelle Rhythmen und einige Schüler folgten begeistert der Aufforderung.
Auch Ginny, Hermine, Lavender, Victoria und Jasmin zogen ihre Partner freudig auf die Tanzfläche.
3 schnelle Lieder später erbarmte sich der imaginäre D.J und stimmte langsamere Klänge an.
„Auf die Gefahr hin, dass mich gleich ein Cruciatus trifft" witzelte Fred, „darf ich auch um diesen Tanz bitten?"
„Keine Sorge" lachte die Schwarzhaarige und schlang die Arme um seinen Hals, „er hätte viel zu viel Angst vor meiner Rache. Ich kann ziemlich unfreundlich werden, weißt du?"
„Das kann ich mir gut vorstellen."
Gelangweilt ließ Severus seinen Blick durch die Halle gleiten. Er verabscheute Halloween, da konnte der Schulleiter noch so oft versuchen, es schön zu reden. Der einzige Tag, den er mehr hasste, war Valentinstag.
Jetzt muss dieser senile alte Narr auch noch diese Schnulzen aus dem Keller kramen. Das wird ja immer besser. Noch genervter als sowieso schon, setzte er seinen Rundblick durch die Halle fort, um jedem, der seine Hand auch nur einen Millimeter über die Anstandsgrenze bewegte, eine saftige Strafe aufzubrummen.
Angestrengt suchte er nach seiner Nichte und diesem verabscheuungswürdigen Weasley.
Wieso müssen die Spieler der Hausmannschaften auch unbedingt jedes Jahr in ihren Trikots auflaufen? Es ist so schon nicht leicht, die Chaoszwillinge auseinander zu halten, wenn nicht gar unmöglich. Aber jetzt laufen hier gleich 10 (A/N: Spieler plus Ersatzspieler) dieser rot-goldenen Augenbeleidigungen herum.
Ah, da sind sie ja. Verdammt, dieser Lüstling hat seine Hände genau auf erwähnter Grenze. Ein kleines Stück noch und du bist fällig. Ich könnte ihm den Hals umdrehen, so dämlich wie er grinst. Und meine saubere Nichte hat nichts Besseres zu tun, als sich gegen ihn zu drücken und den Kopf auf seine Schulter zu legen.
Nicht aufregen Severus, nur nicht aufregen. Du kannst bestimmt irgendwo deine Wut ablassen. Irgendwer benimmt sich IMMER daneben.
Da drüben steht Potter, das Balg, das den dunklen Lord gestürzt hat. Ich müsste ihm eigentlich dankbar sein, aber soweit kommt es noch. Und er tanzt mit der kleinen Weasley, die ihn schon seit Jahren so anhimmelt. Da ist im Moment noch keine Strafarbeit zu holen, also weiter. Der andere Zwilling und eine Ravenclaw, interessant, interessant. Gleich mal speichern für später. Oh, und Miss Neunmalklug in den Armen des Adlers. Dankbar sollte sie mir sein. Und er auch, so gut, wie der Bücherwurm heute aussieht.
Potter-Balgs bester Freund geht also mit dieser schrecklichen Brown, der ich ständig Kitschhefte abnehmen muss. Hätte mich auch gewundert, wenn er etwas Anständiges abbekommt.
Longbottom und das Großäugige Mädchen aus Ravenclaw, dass passt doch perfekt. Der Trottel und das Irre Ding. Sollte man ein Musical draus machen.
Was ist denn so in meinem Haus los? Malfoy mit Parkinson, Zabini mit Bullstrode, Grabbe mit Goyle, alles beim Alten also. Sehr schön, meine kleinen Schäfchen, macht den guten Onkel Severus stolz.
Apropos Onkel, was gibt's neues an der Nichten-Front? Alles wie gehabt.
Verdammt Weasley, provozier mich nicht, schieb deine Hände einen Mikrometer weiter und ich.mach.dich.fertig.
Fred hatte den Professor für Zaubertränke die ganze Zeit über genau beobachtet. Er schien nur darauf zu warten, dass er einen Fehler machte. Umso mehr vergnügte es den sadistischen Weasley, den Professor zu provozieren. Jedes Mal, wenn der dunkle Mann in grimmig fixierte, hob er seine Finger und wackelte ihm freudig zu.
„Gleich kommt Dampf aus seinen Nasenlöchern" dachte er schadenfroh.
Die Halloween-Feier verlief, alles in allem, wie solche Abende eben verliefen.
Fred und George, die den Titel „Zwillinge Infernale" nicht umsonst trugen, hatten die Bowle mit einigen Flaschen Feuerwhisky aufgepeppt. Sämtliche Erst- und Zweitklässer mussten mit einer Schokoladenvergiftung in den Krankenflügel gebracht werden. Kurz darauf folgten die Dritt- und Viertklässer, die offensichtlich zuviel von der Bowle intus hatten. Man konnte es ihnen nachsehen, sie hatten noch keine Ahnung, welches Ausmaß die Verfeinerung der Zwillinge haben konnte. Einzig die Schüler ab dem fünften Jahrgang erlebten, wenigstens teilweise oder schemenhaft, das Ende der Feier.
Malfoy und Zabini provozierten einen Streit zwischen Gryffindor und Slytherin, als sie Ginny Weasley einige Federn in Brusthöhe ausrupften, was sofort ihre Brüder und Harry auf den Plan rief.
Grabbe und Goyle, keiner konnte später noch genau sagen, wo sie her kamen, stürzten sich lallend in die Menge und fanden sich kurz darauf, von Fred und George festgenagelt, auf dem kalten Steinboden wieder.
Die Zwillinge nutzten die Gelegenheit, ihre neuste Erfindung an Malfoys Leibaffen auszuprobieren.
Während den hirnfreien Slytherin Warzen an allen erdenklichen Körperstellen wuchsen, lieferte sich Draco, Harry, Blaise und Ron einen, auf ihren Alkoholpegel zurückzuführenden, mädchenhaften Faustkampf, der lautstark von den anderen Schülern angefeuert wurde.
Ginny ließ eine exklusive Auswahl wüster Beschimpfungen fallen, die selbst die Zwillinge aufhorchen ließ.
Der Kampf spitzte sich, soweit das, besoffen wie die Schläger waren, noch möglich war, immer mehr zu.
Keiner konnte mehr sagen, wessen Fuß in welchem Gesicht hing, ob die Slytherin mehr einsteckten oder die Gryffindor.
Hermine hatte, sich ihrer Aufgabe als Vertrauensschülerin durch den Alkoholnebel hindurch bewusst, anfänglich versucht, die Streitenden auseinander zu halten, entging knapp einem Schlag unter die Gürtellinie, wurde von Roger Davis mit den Worten: „Ich will mich da nicht auch noch einmischen müssen" aus Gefahrenbereich und Großer Halle heraus gezogen.
Die Rangelei wurde schließlich von den Hauslehrern McGonagall und Snape beendet.
„Jetzt ist aber Schluss mit dem Unsinn" rief McGonagall wütend. „Benehmen Sie sich gefälligst wie zivilisierte Menschen."
„Das sind Gryffindor, verehrte Kollegin" erinnerte Snape honigsüß, „die können sich nicht wie Menschen verhalten, wie zivilisierte schon gar nicht."
Wütendes Gemurmel von Seiten der Löwen folgte sofort.
„Weil Ihnen jahrelang vorgelebt wurde, wie sich Tiere verhalten" antwortete die Professorin kalt, „von Ihren Slytherin, verehrter Kollege."
Wieder Gemurmel, diesmal aus der Schlangengrube.
„Potter" zischte der Tränkemeister wütend, „nehmen Sie sofort Ihre Faust aus Mr. Malfoys Gesicht oder es hagelt Nachsitzen."
„Und Sie Mr. Zabini" setzte die Professorin nach, „lassen sofort Mr. Weasleys Hals los. Anderenfalls können Sie sich auf Strafarbeiten in Hülle und Fülle gefasst machen."
„20 Punkte von Gryffindor, wegen tätlichen Angriffs auf Mitschüler."
„20 Punkte von Slytherin aus dem gleichen Grund."
Aus der Masse wurden, erst schwach, dann immer drängender, Rufe laut, die ein Duell forderten.
„Jetzt ist Schluss" entschied Minerva McGonagall und wand sich wieder den Schülern zu.
„Sie gehen jetzt alle ins Bett. Sofort und ohne Umwege. Und Sie, Mr. Weasley, nehmen auf der Stelle Ihr Knie von Mr. Grabbes Hals runter."
Fred erhob sich nur widerwillig.
„Das gleiche gilt auch für Sie, anderer Mr. Weasley. Runter mit dem Knie. Mr. Goyle soll atmen können."
„Wozu?" flüsterte George beim aufstehen. „Ob Sauerstoff an sein Hirn gelangt oder nicht, macht keinen Unterschied."
Ron, Harry, Fred und George schnappten sich ihre Begleiterinnen, um sie in ihre Gemeinschaftsräume zu bringen. Vor der Großen Halle trennten sich Jasmin und George von den anderen.
„Ich komm gleich nach" rief George zum Abschied.
„Vielleicht" setzte Jasmin lachend hinzu und zog den dreckig grinsenden Zwilling hinter sich her.
„Na, da ist wohl die Erste dem Flederwichtel entkommen" stellte Lavender lachend fest.
„Die Zweite" korrigierte Victoria. „Hermine ist schon seit einiger Zeit mit Roger verschwunden. Ich bin mir sicher, dass sie keine Viecher in ihren Haaren haben will."
Kaum war der Gemeinschaftsraum betreten, stürzte sich Ginny auch schon in die Arbeit. Sich selbst wollte sie schließlich keinen Fluch aufjagen.
Sie zerrte Harry, der nicht wirklich Gegenwehr aufbringen wollte, in eine abgelegene Ecke des Gemeinschaftsraumes und von beiden ward nichts mehr gehört.
„Habt ihr eine Ahnung, wo Padma ist?" fragte Lavender unschuldig.
„Ich glaube, sie lässt sich von Dean das Schloss zeigen. Ich kann nachsehen gehen, wenn du willst" bot Ron höfflich an. „Und wenn dieser Lüstling sich an ihr vergeht, dann…"
„Lass uns in meinem Schlafsaal nachsehen, ob sie da ist" schlug das Einhorn mit belegter Stimme vor und zog Ron in Richtung Treppen.
„Meine Güte, die Mädels von heute haben es ja echt eilig. Zu meiner Zeit war das noch ganz anders" erklärte Fred gespielt empört.
„Jetzt tu mal nicht so. Du warst gerade mal ein halbes Jahr nicht hier. Soviel kann sich gar nicht geändert haben."
„Etwas hat sich schon geändert" hauchte der Weasley und rückte näher an Victoria.
„Ach ja, und was soll sich geändert haben?"
„Hier laufen nicht mehr so viele hübsche Dinger durch die Gegend wie zu meiner Zeit."
Die Schwarzhaarige zog einen Schmollmund und rückte von Fred weg.
„George hat gemeint, dass sie Anzahl der Leckerbissen aufgestockt worden sein muss. Ich empfinde das ganz anders.
Die Lücke zwischen beiden wurde immer größer.
„Irgendwie finde ich die alle langweilig. Denen fehlt es einfach an Reiz."
Mittlerweile hätte Hagrid locker zwischen die beiden gepasst.
„Anwesende schließe ich da allerdings aus."
Victoria verharrte in ihrer Bewegung. Prüfend sah sie sich in dem dunklen Raum um, konnte aber außer Ginny kein anderes weibliches Wesen entdecken.
„War das jetzt ein Kompliment" fragte sie deswegen unsicher.
„Wonach hat es sich denn angehört?" schnurrte der Rotschopf.
„Nach einer billigen Anmache" stellte die junge Snape fest.
„Oh, dann anders: Du raubst mir den Atem Baby."
„Das merk ich. Dein Hirn bekommt keinen Sauerstoff mehr."
„Und Blut auch nicht. Das wird wo anders gebraucht."
„Das war jetzt aber wirklich billig."
„Kannst du nicht mal 5 Minuten die Klappe halten?"
„Zwing mich doch."
Victoria konnte seine Präsenz mit jeder Faser, nein, IN jeder Faser ihres Körpers spüren. Er war mit jedem Satz näher gerückt und ihre Oberschenkel berührten sich jetzt. Langsam, viel zu langsam, bewegte sich seine Hand auf ihre Wangen zu, streichelte zärtlich darüber und hinterließ eine prickelnde Spur auf ihrer Haut.
Die Hand verstärkte ihren Griff an Victorias Kopf und übte dort leichten Druck aus. Sie hielt aufgeregt die Luft an, als ihre Lippen sich den seinen immer weiter näherten, sie seinen warmen Atem spüren, ihn schon fast schmecken konnte.
Als sich die Lippen endlich trafen, jagten tausend kleine Blitze durch ihren Körper, schlossen sich im Magen zu einem gewaltigen Gewitter zusammen, dass sich schließlich in ihrem Unterleib entlud.
Der Kuss, anfänglich noch zart und unschuldig, wurde immer wilder und leidenschaftlicher, vier Hände mischten sich in das Zungenspiel ein und wanderten über Stoff und Fleisch.
Fred erkundete, was sich unter Victorias Kleid befand, diese wiederum stellte Nachforschungen über den verbleib des erwähnten Blutes an.
„Wieso muss diese verdammte Quidditschkleidung nur aus so vielen Teilen bestehen" murmelte sie ungehalten gegen Freds Lippen und spürte, wie er schmunzelte.
„Beschwer dich bei Dumbledore, der will, dass wir gut verpackt sind, wenn wir uns auf die Besen schwingen und in den Quidditschkrieg ziehen."
„Ich beantrage gleich Morgen, dass ihr in Zukunft nackt spielt."
Victoria schaffte es, immer weiter durch die Montur des Weasleys vorzudringen. Schließlich hatte sie es geschafft. Ihre fahrigen Finger glitten über seinen nackten, vom Quidditsch gestählten, Bauch und entlockten ihm ein Stöhnen.
Seine Hand wanderte kontinuierlich ihren Oberschenkel hoch, schob ihr Kleid mit sich und stoppte erst kurz vor feindlichem Terrain.
Die andere Hand lag, bisher bewegungslos, an ihrem Kopf, entschied sich aber im gleichen Moment, ihre Schultern und alles, was darunter lag, zu erkunden.
Er biss ihr leicht in die Zunge, als ihre Hand das gesuchte Blut entdeckte. Vorsichtig glitt sie in seine Hose und rieb über seine Erektion in ihrer Hand. Erst langsam, dann immer schneller.
Die Hand, die zeitweise Bewegungslos zwischen ihren Beinen verharrt hatte, nahm das Spiel wieder auf und wanderte unter den störenden Slip.
Jetzt war es Victoria, die an sich halten musste, Fred nicht die Zunge abzubeißen.
Wie lange sie sich danach gesehnt hatte, ihn wieder zu küssen, ihn zu berühren, seinen Duft einzuatmen. Es war ihr wie eine Ewigkeit vorgekommen. Einen kurzen Moment lang schaltete sich ihr Hirn wieder ein, schalte sie eine inkonsequente Närrin.
Nagender Zweifel beschlich sie, prophezeite ihr, dass sie es bereuen würde, dass er sie wieder fallen lassen würde, sie nur eine von vielen für ihn war.
Sie verdränge die leise Stimme in ihrem Kopf, die sich Wundersamerweise nach Severus anhörte, in die hinterste, schalldichteste Ecke ihres Kopfes, als sie Freds Blick auffing.
Seine Augen leuchteten, waren voller wärme und hatten den Schalk, denn sie so sehr an ihm mochte, trotzdem nicht verloren.
Strahlendes Grün riss die letzten Bruchstücke ihrer Mauer des Widerstandes, die sie in den letzten Wochen aufgebaut hatte, endgültig nieder.
Victoria fühlte, wie sich etwas in ihrem Bauch anhäufte, für das es keinen Namen gab und darauf wartete, endlich heraus gelassen zu werden.
Keiner der beiden schien noch daran zu denken, dass sie nicht alleine waren. Beinahe Willenlos gaben sie sich einander hin, trieben sich gegenseitig auf die Spitze, rissen den anderen mit.
Sie spürte, wie sich seine Muskeln anspannten und beschleunigte ihre Bewegungen noch einmal.
Haltlos zog er sie näher zu sich, seine Zunge drang fast brutal in ihren Mund ein, sein Atem wurde immer schneller und unregelmäßiger.
Dann ran die verräterische Feuchtigkeit seines Höhepunkts ihre Hand hinab und sie verlangsamte das Tempo.
Auch bei ihr war der Knoten, der ihren Unterleib dominierte, kurz vor der Explosion.
Sie krallte sich an Fred fest, griff nach seiner Hand und drängte ihn, schneller zu werden. Zärtlich strich er ihr über die Haare und die Wangen.
Ihr Stöhnen wurde von seinen Lippen aufgenommen, eingesaugt und nicht wieder freigelassen.
„Wow" hauchte sie, nachdem sich ihre Atmung wieder beruhigt hatte.
„Dem kann ich nur zustimmen. Und Snape kann sich nicht mal beschweren."
Die Schwarzhaarige kuschelte sich an den Zwilling, legte die Beine auf das Sofa und warf ihm dann einen fragenden Blick zu.
Lachend gab er ihr einen Kuss auf die Stirn. „Meine Hände waren genau da, wo sie hingehören, oder wie siehst du das?"
