Kapitel 90:

„Würdest du mir einen Gefallen tun Jan?" ‚Wow, ganz andere Töne.' Ich war sprachlos, so kannte ich ihn gar nicht. „Natürlich, wenn du mich darum bittest." Er lächelte mich sanft an. „Bitte sag mir was gestern Abend und heute Morgen mit dir los war?" Ich sah ihn überrascht an, und musste mir ganz schnell etwas ausdenken, ich meine, ich hätte ja kaum sagen können, Ach weist du Seph, ich wollte dich mal ein wenig ä wird mich killen.

„Weist du Sephiroth, ich…..ich musste über vieles Nachdenken was….. in der letzten Zeit so passiert ist." Ich sah dabei nach links runter auf das restliche Besteck, welches ich nicht benutzte. Er stand auf und kniete sich neben mich, dann legte er seine Hand auf meine Wange, damit ich ihn in die Augen sah. „Das nächste Mal, bitte sag mir was dich bedrückt. Ich will nicht das du noch einmal so auf mich reagierst." ‚Ich will nicht das du noch einmal so auf mich reagierst? Was soll das denn bitteschön heißen?' Ich sah ihn irritiert an. Ich stand auf und ging in die Küche um abzuwaschen, oder ich hätte ihn eine gescheuert. „Nicht so auf mich reagieren! Das darf ja wohl nicht war sein." Ich knallte die Tür zum Wohnzimmer zu und wollte mich ans Werk machen, die Betonung hier liegt bei wollte.

Ich ging wieder raus, und auf ihn zu, während er mich anlächelte. „Komm mal her mein Freund." Ich winkte ihm mit dem Zeigefinger zu mir runter, und dabei ein schönes Lächeln auf den Lippen. Er befolgte meine Anweisung, kam zu mir und beugte sich zu mir runter. Ich sah ihm kurz in die Augen, dann packte ich ihn am rechten Ohr und zog ihn hinter mir her in die Küche.

„Das wird alles sauber gemacht!!! Ich will morgen früh eine ordentliche, blitzblanke Küche haben, wo man sich im Fußboden spiegeln kann!!!! HABEN WIR UNS VERSTANDEN!!!!!!" Ich machte ihm regelrecht Feuer unterm Hintern. „Du bist ja schlimmer als mein Bruder!!!!" Damit ging ich wieder aus der Küche raus und ließ ihn dort alleine stehen. „Das glaub ich doch einfach nicht!!!" Ich hätte ihm wirklich eine Batzen können. „Ich gehe in mein Quartier!!! Und wehe es ist morgen zum Frühstück nicht sauber, dann kannst du was erleben!!" Ich verließ die Wohnung, wie er es anstellt war mir egal, und wenn er sämtliche Soldier hier dafür einteilt. „Ich werde diesen Schweinestall nicht aufräumen!!!" Damit stieg ich zähneknirschend in den Lift.

Ich öffnete die Tür zu unserem Quartier und machte zu Cloud lediglich eine Gestik, die besagt das er mich unter keinen Umständen ansprechen soll. Danach ging ich ins Bad, machte mit Bett fertig und ging nörgelnd schlafen, während Cloud vor sich hin kicherte. Ich schaute zu ihm und musste dann auch lachen, eigentlich war es ja doch ziemlich witzig, vor allem da ich ihn jetzt oben alleine gelassen habe. Ich stand auf und legte mich zu den kleinen mit ins Bett, der wieder seine Arme um mich legte, und erzählte ihm von den eigentlich doch ganz schönen Abend, mit dem nicht ganz so tollen Happy End. Wir lachten noch einige Zeit, und ich ging zurück in mein Bett, wo ich dann auch einschlief.

Als ich aufwachte sah ich zwei grüne Augen und……Wow, noch mal zurück auf Anfang. Als ich aufwachte sah ich zwei grüne Au….Wenn schon dann will ich blaue verdammt! „Sephiroth? Was machst du hier?" Er lag gerade neben mir im Bett. „Schlafen." „Mit offenen Augen?" „Ich bin schon etwas länger wach." „Ah ja." Ich schaute über ihn drüber. „Und wo ist Cloud?" „beim sauber machen." Er kuschelte sich an mich, während ich kurz überlegte. „Du meinst jetzt aber nicht bei dir, oder?" „Doch. Genauso wie 5 andere Rekruten auch. Immerhin wolltest du doch das es sauber ist." Ich ließ mich seufzend zurück ins Kissen fallen. „Aber doch nicht das du Cloud morgens um…" Ich schaute wieder über ihn drüber hinweg zu meinem Wecker, und ließ mich dann wieder nach hinten fallen. „Morgens um halb 5 aus dem Bett scheuchst." Er kuschelte sich noch mehr an mich. „Ich wollte aber mit dir alleine sein." „Du bist schlimmer als jedes Kleinkind, weißt du dies?" „Ich freue mich nur das du wieder du bist." Ich musste lächeln. „Na gut, aber du wirst dich nachher bei Cloud für die Hilfe bedanken, haben wir uns verstanden?" „Wenn du mich bis zum Appell hier schlafen lässt, gerne." ‚Naja, dieses eine mal wird mich schon nicht umbringen.' „OK" Ich ließ ihn mich zu sich ziehen, und schlief noch die restliche Stunde bis zum aufstehen mit ihm in meinem Bett.

Als mein Wecker klingelte, lag Seph immer noch neben mir und sah mich an. Ich stieg über ihn drüber hinweg und begab mich ins Bad um mich fertig zu machen, allerdings auch hier Türabschließen nicht vergessen. Als ich wieder rauskam lag er immer noch. „Willst du nicht aufstehen?" „Ist gerade gemütlich." Ich rollte nur mit den Augen. „Ein toller General." Damit ging ich aus dem Zimmer raus. Draußen auf dem Gang wahren schon ein paar Rekruten und auch Reno und Rude die gerade rauskamen, und mir zu wanken. Ich wartete auf sie, und wir gingen gemeinsam zum Frühstück, bzw. wollten dies, doch kurz nach dem wir weitergingen, öffnete sich nochmals meine Quartiertür, und die beiden dachten natürlich Cloud würde rauskommen, weswegen Reno schon anfing zu winken, in seiner Bewegung aber inne hielt, als er sah wer es wirklich ist. Genauso wie nun alle anderen auch haben sie gesehen wie er freudestrahlend aus meinem Zimmer kam, auf mich zu kommt, und mir einen Kuss auf die Wange gab. Danach verschwand er die Treppe runter, während Reno und Rude mich zum Fahrstuhl zogen, um den Blicken auszuweichen. Wer jetzt aber denkt Reno tat dies aus Nächstenliebe, nein.

Im Lift quetschte er mich erst mal richtig aus. Jedesmal wenn die Tür zu einem anderen Stockwerk aufging, brüllte er die neuen Fahrgäste so an, das diese gleich draußen blieben, damit er hier seine Ruhe hatte. Ich ließ mich davon aber nicht beirren, sondern lächelte. Als wir unten ankamen gingen wir zusammen zur Kantine, endlich brauchte ich mal wieder nicht zu kochen, da die Küche anscheinend noch nicht sauber war, sonst währe Cloud nämlich schon längst im Zimmer gewesen. Reno versuchte immer noch mich zum reden zu bringen, ich hielt kurz an, und sagte ihm dann das Seph lediglich in unserem Zimmer kontrolliert hat. Danach fragte er mich noch was mit dem Kuss war, was ich als Dankeschön für das gestrige Mittagessen ausgab. Er war zwar nicht ganz überzeugt, ich sagte ihm aber wenn er mir nicht glaubt, solle er Seph selbst fragen. Damit gab er sich dann doch zufrieden.

Wir gingen in die Kantine und holten uns unser Frühstück. Ich setzte mich zu Reno und Rude an den Tisch, die anderen schienen sich langsam an meine Gegenwart zu gewöhnen, denn sie schauten mich nicht mehr ganz so entgeistert an. Nachdem wir fertig waren machten wir uns auf den weg zum Appell, draußen verabschiedete ich mich noch von den beiden.

Kapitel 91:

Cloud schien immer noch nicht fertig zu sein, denn er stand nicht an seinen Platz. Jetzt bekam ich richtig Mitleid, immerhin musste er indirekt wegen mir Sephs Küche sauber
machen. Ändern konnte ich es jetzt leider auch nicht mehr. Jedenfalls rief der Schreihals uns wieder zu, das hieß, Still gestanden, Haltung annehmen und ordentlich aus der Wäsche schauen. Na gut, das dritte nicht unbedingt. Jedenfalls gingen unsere beiden Ausbilder an uns vorbei. Als Zack mich nach Cloud fragte, deutete ich lediglich auf Seph, woraufhin er mich fragen ansah, aber dann weiter gehen musste.

Wir liefen mal wieder los, dieses mal ohne irgendwelche Komplikationen. Als ich am ziel ankam war ich sogar unter 50 Minuten was mich riesig freute. Ich ging dieses mal in Sephs Zimmer um mir ein schönes Schaumbad zu gönnen bis dir nächste Stunde anfängt.

Ich ging also nach oben, und öffnete dann die Tür zu dem von mir eingerichteten Zimmer. Ich dachte natürlich das sämtliche Rekruten bereits fertig währen mit der Küche, denn so lange durfte dies ja nun nicht dauern. Tja, sind eben Männer. Als ich summend reinkam, und gleich Richtung Schlafzimmer ging um mir meine anderen Sachen raus zu holen, schauten mich natürlich alle Rekruten an, erstens weil sie dachten Seph wäre zurück gekommen, und zweitens weil ich gerade schnurstracks dabei war auf dem Weg zum Schlafzimmer mich auszuziehen. Als Cloud sich dann allerdings Räusperte, wo ich gerade bei der Hose war, drehte ich mich zu den 6 Rekruten, einschließlich meinem Zimmerkammeraden.
„Hey, schöner Tag heut, nicht?" Ich ging schneller ins Schlafzimmer, obwohl ich eigentlich lieber rausgehen hätte sollen, was ich natürlich erst merkte als ich im Schlafzimmer war, ich meine es ist doch etwas komisch wenn ich nun mit anderen Sachen rauskomme als ich reinging, vor allem da mein Oberteil gerade auf der Couchlehne liegt.

Nach kurzer zeit klopfte es an der Schlafzimmertür, und als ich sie öffnete stand Cloud davor, den ich auch gleich rein zog. „Seit ihr immer noch nicht fertig?" Er sah mich nun verdutzt an. „Ach schon gut." Ich ging zum Kleiderschrank und holte mir erst mal seufzend ein paar andere Sachen raus, und auch gleich ein paar für Cloud, der nämlich ziemlich verschmiert war, und ich wollte nicht mal wissen von was. Ich legte die Sachen aufs Bett, während Cloud sich schon dankend auszog, und zum Bett ging um die Sachen zu nehmen.
Ich zog mir noch schnell die Hose aus, und wollte mich auch gleich wieder anziehen, als ich ein Kissen ins Gesicht geschleudert bekam. Ich schaute auf die andere Bettseite, wo der kleine Lachend drauf lag. „Die Rache für die Küche." „Oh du."
Ich schnappte mir mein Kissen und donnerte es ihm entgegen, woraufhin er es mir wieder zurückschmiss, danach schleuderte ich beide auf ihn. Kurz danach entfachte eine richtig schöne Kissenschlacht mit uns beiden auf dem Bett. Als wir fertig waren ließen wir uns fallen, ich mich nach hinten, und Cloud sich nach vorne das er über mir lag. Wir lachten noch ausgiebig.

Nach kurzer Zeit sah ich nur wie Cloud auf einmal von mir, mit einer Hand, hochgenommen wurde. Ich schaute ihm etwas überrascht nach, bis ich merkte wer ihn gerade anknurrte. Er ließ den kleinen los, der noch schnell seine Sachen nahm und aus dem Schlafzimmer verschwand. Nachdem er draußen war, schleuderte ich Seph noch ein Kissen zu. „Das ist dafür das du mir den Spaß genommen hast." Damit ließ ich mich wieder nach hinten fallen. „Ich habe dir den Spaß genommen?" Ich wendete mein Blick zu der doch etwas gereizten Stimme und schaute Seph an, während er zu mir kam und sich auf mich setzte.

Ich seufzte kurz. „Geh runter von mir." Er ließ sich nach vorne fallen, und nahm meine Arme dabei mit. „Ach, ich soll also runter während andere auf dich drauf dürfen?" Ich schaute ihn verwirrt an, bis ich merkte was er meinte. Ok, es sieht ja auch ulkig aus wenn Cloud und ich nur in Boxershorts aufeinander liegen, und dann auch noch wenn das ganze Bett total zerwühlt ist. Ich musste dabei Lachen, während er mich nun ärgerlich ansah. „Du verstehst das total falsch Seph, also geh bitte runter." Ich lächelte ihn an und sah in seine Augen. „ich verstehe es also falsch?" „Ja." Ich sah ihn immer noch lächelnd an.
Er richtete sich wieder auf, und ließ meine Arme los. Dann stand er auf, was ich kurz danach auch machen wollte, doch als ich mich aufrichten wollte, griff er nach mir und drehte mich einfach um, nur um sich gleich danach wieder auf mich zu legen, dabei wieder meine Arme nach oben. „Du gehörst mir, vergiss das nicht. Wenn ich nochmal jemand anderes als mich mit dir im Bett erwische, werde ich ihn, egal wer es ist, umlegen. Haben wir uns verstanden?" Ich musste kurz schlucken und nickte dann nur. Er stand auf und ging aus dem Zimmer raus, ich blieb noch kurze zeit so liegen um erst einmal zu verdauen was er gerade sagte.

Nachdem ich mich wieder fasste stand ich auf, nahm meine anderen Sachen und ging ins Bad um noch schnell zu duschen, und gleich danach zum Training.

Kapitel 92:

Jetzt hatten wir mal wieder Dienstag, das hieß Waffenkunde, und das heißt wiederum, das ich mich schön an die hinter Wand schlafen legen kann, was ich auch tat, allerdings dieses mal vollkommen alleine, denn alle anderen Rekruten kauerten sich vor mir in die Ecke. ‚Also so langsam wird es aber peinlich Jungs. Armer Shinra Konzern bei solchen zukünftigen Soldier.' ich konnte nur mit dem Kopf schütteln. Aber wenigstens Cloud setzte sich neben mich. Wir quasselten noch ein wenig, wobei ich ihm auch berichtete was Seph mir sagte, und er mir gleich zu verstehen gab das ich nicht mehr in sein Bett krabbeln soll. Nun schaute ich bedrückt zum Boden, wobei er Lächelte und mich in den Arm nahm, denn immerhin hat er davon nichts gesagt.

Nachdem wir aus unserem schönen Traumland wieder zurück kamen, machten wir uns auf zur Mittagspause, ich natürlich wieder alleine zu Sephs Küche um ihm etwas zu kochen.
Ich versuchte einen kleinen Auflauf zu kreieren. Ich muss jedenfalls sagen, das ich mich so langsam mit den Zutaten hier auskenne, und auch schon weiß wie manches fast genauso schmeckt wie andere Sachen bei uns, z.B. habe sie hier eine rötlich aussehende Birne, die genauso schmeckt wie bei uns die Kartoffeln, ich fragte mich nun auch, ob sie auch in der Erde angebaut werden, aber dies war ja nun egal, also rein damit in die Auflaufform. Ein schöner Kartoffelauflauf.

Ich merkte nicht mal wie ich hier zur Hausfrau mutierte, fehlt wirklich nur noch das ich ihm die Sachen wasche. Während er nun seine 30 Minuten im Ofen verbringt ging ich mir etwas anderes anziehen, wieder mal einen schönen schwarzen Anzug, immerhin will man ja als Diener gut aussehen.

Nachdem das Essen fertig war, begab ich mich wieder einmal damit zum anderen Gebäude, natürlich durften die Blicke der anderen dabei nicht fehlen. „Was denn? Noch nie einen Sklaven bei der Ausübung seiner Pflicht gesehen?" Schnauzte ich ihnen zu, damit begab ich mich ins andere Gebäude und fuhr mit den Lift nach oben. Als ich rauskam sah ich schon wieder Anna, sie gleich auf mich zu kam und mich fragte was gestern mit mir los war, wobei ich lächeln musste. Ich sagte ihr das ich mich nur verschluckt hatte, und dadurch schnell raus rannte. Als sie dies hörte war sie sehr erleichtert. Ich ging nun weiter zu meinem Besitzer.

„Das letzte Abendmahl wird serviert, möge der Herr dich segnen und Beschützen." Damit stellte ich ihm das Essen vor die Nase. „Abendmahl? Der Herr?" Ich sah ihn überlegend an, winkte dann aber ab. Ich stellte ihm noch einen Teller mit Besteck hin, und setzte mich dann wieder auf meinen Lieblingssessel. Jedenfalls schien ihm mein Essen zu schmecken, wenigstens etwas Gutes.

„Weist du Seph, ich hatte mir vorhin so überlegt, das ich wirklich bald als deine Ehefrau durchgehen kann." Als ich das sagte schien er sich leicht an seinem Essen zu verschlucken, fasste sich dann aber wieder. „Wie kommst du darauf? Immerhin bist du keine Frau." Ich lächelte leicht, und lehnte mich nach vorne, meinen Kopf auf meinen Händen abstützen, und etwas unschuldig aussehen. „Und was währe wenn ich eine Frau währe?" Er sah mich mit hochgezogener Augenbraue an, musste dann aber lächeln. „Ich würde dich vor den Traualtar ziehen, und jeden Scheidungsanwalt in der Gegend umbringen. Reicht dir das als Antwort?" Ich sah ihn überrascht an, und musste dann lächeln. „Das ist aber nicht sehr romantisch." „Dies soll es auch nicht. Es soll nur seinen Zweck erfüllen." „und der währe?" Er sah mich wieder lächelnd an. „Bis das der Tod euch scheidet!" „Ja, dies war klar. Wie ich einst sagte, ich der Diener du der Herr." „Das sagtest du?" Ich lächelte ihn wieder zu und winkte ab.

Nachdem er mit dem Essen fertig war nahm ich die Sachen wieder an mich und ging zur Tür. „Jan." ich drehte mich noch einmal zu ihm um. „Warum fragst du mich eigentlich so etwas?" Ich Lächelte ihm zu. „Weil ich wissen wollte wo ich bei dir bin." Damit verließ ich sein Büro, und machte mich wieder auf den Weg zu Sephs Zimmer um abzuwaschen. Ich verabschiedete mich noch von Anna.

Als ich wieder oben war, aß ich noch schnell den Rest auf, als mein Mittagessen. Fürs nächste Mal nahm ich mir vor, das ich mir als erstes auftu. Danach begab ich mich an die Spüle. Als ich fertig war legte ich mich noch kurz auf die Couch und sah noch etwas Fern bis zur nächsten Stunde.

Kurz bevor ich los musste zog ich mich noch schnell um, und schmiss erst mal meine ganzen dreckigen Sachen in die Waschmaschine, jetzt brauchte ich wenigstens nicht mehr ständig in die Reinigung laufen.

Auf den Weg nach draußen begegnete ich dann auch noch Reno und Rude, denen ich noch kurz grüßte. Ich ging dann nach draußen und machte mich auf den Weg zur Halle um meinen Mittagsschlaf zu halten. Als ich zum Tor schaute, sah ich jemanden der mir ein Lächeln aufs Gesicht zauberte. Ich wank ihm zu, und lief auch gleich zu ihm. Als er es merkte lächelte er mir ebenfalls zu. Ich warf mich regelrecht in seine Arme und kuschelte mich richtig an ihn fest, wobei die Soldiers beim Tor uns nur Fassungslos dabei zu sahen. „Ich habe dich so sehr vermisst! Du weist ja gar nicht was dies hier für ein Irrenhaus ohne dich ist!" Er drückte mich noch fester an sich.

Kapitel 93:

Ich lag nun seit langem Mal wieder in Vincents Armen, mit einer der wenigen Vernünftigen Menschen hier. „Vinc, ich hab dich so vermisst." „Ich dich auch." Ich ließ ihn nach kurzer Zeit los und sah ihn in die Augen. „Ich muss jetzt erst einmal zu Sephiroth." „Och, wieso denn?" Ich machte einen kleinen Schmollmund. „Weil ich ihm etwas sagen muss." „Na gut." Ich ging mit meinem kleinen Schmollmund zur Seite und ließ ihn passieren. Er lächelte mich noch an. „Wenn du möchtest kannst du mit kommen." „Darf ich wirklich?" Ich sah ihn voller Euphorie an. Er nahm mich am Handgelenk und ging mit mir zu Sephs Büro.

Als wir oben ankam wollte er erst von Anna durchgelassen werde. Ich zog ihn dann aber mit mir mit, und öffnete die Tür selbst. „Du hast Zugang?" „Jep, bin sein Assistent geworden. Habe doch gesagt ist ein Irrenhaus seit dem du nicht mehr da bist." Ich lächelte ihn an, und wir gingen immer noch Händchenhaltend in sein Büro. Zu meiner Überraschung war Zack ebenfalls schon da, als sie uns beide sahen, knurrten sie perfekt im Rhythmus. Vinc ging zu dem leeren Sessel und setzte sich drauf, wobei ich mich dann auf seinen Schoss setzte. Er legte seine Arme um meine Hüfte und lächelte mich sanft an, während ich mich an ihn kuschelte, immerhin hat er mir sehr gefehlt. „Würdest du uns bitte aufklären warum wir uns hier versammelt haben. Und außerdem, Jan, dort ist ein freier Stuhl, also setzt dich gefälligst darauf." „Ich stimme Seph voll und ganz zu." Ich sah sie beide mit Schmollmund an. „Ich habe Vinc aber vermisst und will die Zeit nachholen." Er zog mich wieder zu sich, was den beiden wieder ein knurren entlockte.

„Ich bin hier weil Präsident Shinra möchte, das wir uns Morgen in Junon einfinden um ihn nach Costa del Sol zu eskortieren. „Und wieso müssen dafür Soldier hin? Dies ist doch die Aufgabe der Turks." „Dies Stimmt, es ist auch nur eine Bitte von ihm. Ich werde jedenfalls heute Nacht aufbrechen." „Dann wünschen wir dir viel Spaß, wa Seph?" Er nickte Zack zu. „Kann ich dann mit dir mit Vinc?" Ich sah ihn flehend in die Augen. „Natürlich." Er gab mir einen Kuss auf die Stirn. „Wann geht's los?" kam es gleich im Chor von den beiden. Wir schauten sie nun etwas verwundert an. Vinc zuckte dann aber mit den Schultern. „Ich will um 2 Uhr Morgenfrüh los, damit ich pünktlich dort bin, für den Fall das etwas Unvorhersehbares passieren sollte." Ich nickte ihm lächelnd zu und schmiegte mich wieder an ihn. „Gut, dann Morgenfrüh um 2 Uhr beim Parkplatz." Wir verließen danach alle wieder Sephs Büro, da er nun schnell ein paar Sachen vor der Abfahrt klären musste.

Während Zack zurück zu seiner Trainingseinheit ging, half ich Vinc ein paar seiner Sachen von seiner 1 ½ Wöchigen reise in sein Zimmer zu tragen. Nachdem ich fertig war ließ ich mich auf sein Bett vor Erschöpfung fallen. „Du hättest mir ruhig sagen können, das dort Waffen und nicht Kleidung drinnen ist. Kein Wunder das dies so schwer war." Er musste Lächeln und kam auf mich zu. „Willst du wirklich mit? Es ist wird kein Urlaub." Ich sah ihn in die Augen, während er sich gerade über mich beugte. „Mit Seph ist es nie Urlaub, das kann ich dir sagen." Nun musste er lachen und legte sich neben mich. Ich kuschelte mich an ihn, während er mir den Nacken kraulte. „Du solltest schlafen, damit du heute Nacht wach bist." Ich lächelte ihn an. „Ich habe den ganzen Morgen geschlafen, immerhin ist unser Lehrer die perfekte Schlaftablette." „Waffenkunde." „Du kennst ihn also auch." „Leider." Wir mussten kurz lachen. Nach seiner doch sehr langanhaltenden Kraulaktion schlief ich dann doch in seinen Armen ein.

Als ich aufwachte lag ich alleine im Bett. Ich richtete mich auf und sah auf den Wecker. „Scheiße, ich muss das Essen noch vorbereiten!" Ich sprang raus, und lief zu Seph ins Zimmer, um schnellstmöglich noch etwas zu zaubern. Und das gerade auch rechtzeitig. Ich machte uns ein ganz schnelles Essen, einfaches Bauernfrühstück, aus den restlichen Gemüse, das ich für den Auflauf nahm. Er setzte sich an den Tisch, und ich servierte das essen, danach setzte ich mich ihn gegenüber und ließ es mir schmecken. „Das einzige was jetzt noch fehlt währe Ketchup." Er sah mich nachdenklich an. „Was ist denn dieses Ketchup?" Ich schaute zu ihm hoch. „Ach nur eine Art Soße aus einem Gemüse." Damit wendete ich mich meinem Essen wieder zu.

Nachdem wir fertig waren, begab ich mich wieder schnell zum abwaschen, und packte dann meine Sachen. Als ich gerade dabei war meinen kleinen Koffer zu packen wurde ich von hinten geschnappt und vorne weg aufs Bett geschmissen. „Seph! Was soll das? Ich muss noch zu ende packen." Er legte sich wieder auf mich. „Es tut mir leid, aber ich brauche es jetzt einfach, immerhin, wer weiß wann wir das nächste mal Zeit haben, oder wieder kommen." „Hä?" Er fing an meinen Hals zu küssen. „Das ist doch jetzt nicht dein ernst. Ich habe jetzt keine Lust, also geh runter von mir. Außerdem bist du zu schwer für mich." „Keine Sorge, ich werde dich schön verwöhnen." „Darum geht es doch gar nicht." Ich versuchte mich umzudrehen. „Na gut, dann also auf die schnelle Tour." „Was denn für eine schn… IEEHHH!...Hey, lass deine Pfoten von meiner Hose! Ich will nicht!...Sag mal, hörst du schwer?" Er zog mir mit einem Ruck die Hose samt Shorts aus. „Ich will wenigstens noch einmal in dir kommen bevor wir los fahren." „Es ist mir egal was du wi...AAAHHHHHH!!!" Ehe ich mich versah drang er schon in mich ein, und nahm sich einfach was er wollte. Seinen stöhnen wurde immer lauter. Irgendwann fing er dann an mich mit seiner Hand zu verwöhnen, was mir gut gefiel, und ich mich nicht währte.

Nachdem wir fertig waren ließen wir uns nach vorne fallen. „Ich sagte doch schon mal du bist zu schwer." Er lächelte und stand auf. „Beeil dich mit dem packen." Ich schmiss ihn noch schnell ein Kissen entgegen. „Beeil dich!! Wer hat mich denn abgelenkt?" Ich zog mich wieder an, und packte schnell zu Ende, danach ging ich nochmal duschen und zog mir andere Sachen an. Als ich fertig war brachte ich meinen kleinen und süßen Koffer nach unten. Wir bereiteten uns noch mal schnell auf die Abfahrt vor, sprich die Sitzplätze wurde ausgeknobelt, und es konnte los gehen.

Kapitel 94:

„Ich sitz lieber vorn." „Und ich würde lieber hinten sitzen." „Dann tauschen wir einfach." „Na dann macht es für mich keinen Sinn mehr hinten zu sitzen." Ich lehnte mich eingeschnappt zurück. Die Sitzverteilung sah wie folgt aus, Vinc am Steuer, Zack daneben und Seph und ich hinten.
„Ihr benehmt euch wie kleine Kinder." Ich drehte mich übelgelaunt zu Seph. „Du bist doch hier das absolute Kleinkind." „Wie war das?" „Du hast mich schon verstanden." „Vergiss nicht mit wem du hier sprichst." „Ach, jetzt auf einmal. Pass mal au….." „Jetzt ist da hinten aber Ruhe oder wir fahren auf der Stelle zurück und schmeißen sämtliche Soldier hier aus." Ich schaute zu Vinc nach vorne mit einem Hundeblick. „Auch Rekruten?" Er lächelte. „Nein, nur Soldier." Ich lächelte ihn an, während die anderen beiden ihn anknurrten.

Nachdem Vinc ein Machtwort sprach, und damit drohte nur mit mir alleine weiter zufahren waren die beiden mucksmäuschenstill. Es war mal wieder so langweilig, außerdem zu früh am Morgen, obwohl ich am Tag dank unserer Schlaftablette geschlafen hatte, war ich dennoch ziemlich müde. Mir fielen immer wieder die Augen zu. Seph legte seinen Arm um mich und zog mich zu sich, so das mein Kopf auf seinen Schoss landete, wo ich es mir auch bequem machte und die Augen ganz schloss.

Als wir eine kleine Pause einlegten wollten sie mich eigentlich nicht wecken, aber dadurch das irgendein behämmerter an uns Vorbeigefahren ist, der dachte ein kleines Hupkonzert zu veranstalten müssen, war ich nun doch wach. Ich streckte mich und drehte mich um, so das ich nun nach oben in Sephs Augen schaute, während er mich ansah.
„Wo sind wir?" Er lächelte kurz, während ich mich aufrichtete. „Wir sind noch 2 Stunden von Junon entfernt." „Noch so lange?" Ich schaute nach draußen und erkannte die gleiche Raststätte wie damals.
„Das weckt Erinnerungen." Er zog mich zu sich. „Wenn du möchtest, lass ich diese Erinnerung gerne wieder aufleben." Er strich mir dabei dir Harre nach hinten, woraufhin ich mich von ihm weg drehte, und ausstieg. Ich ging nun selbst in diese Art Raststätte.

„Hey na, ausgeschlafen?" „Mehr aufgehört." Ich setzte mich neben Vinc, der rechts von Zack am Tresen saß. „Was gibt es denn hier schönes?" „Nur Kaffee zum wachbleiben. Möchtest du auch einen?" „Nein danke, ich hasse das Zeug, alleine es schon zu riechen ist fürchterlich für mich."
Ich sah mich ein wenig um. Es waren ungefähr 10 Tische hier drin, wo allerdings nur 3 weitere Personen saßen. Dann gab es noch die Theke mit einer Kaffeemaschine und Tassen darauf. Ansonsten gab es noch eine kleine Tür zur Küche, und eine weitere zu dem WC-Bereich. ‚Nicht sehr hygienisch, Toilette gleich neben Küche. Bei uns währe sicher schon das Gesundheitsamt gekommen.' Mir huschte wieder ein Lächeln über meine Lippen.

Nachdem die beiden fertig waren gingen wir wieder raus, wo Seph schon auf uns wartete. Wir nahmen wieder unsere Plätze ein. „So, noch 2 Stunden Fahrt. Wollen wir nicht was spielen?" Ich fragte einfach mal in die Runde rein, erntete aber nichts außer ein paar Blicken. „Na gut, dann spiele ich eben mit mir selbst." Nun hatten sie ihre Blicke noch mehr auf mich gerichtet. „Das war anders gemeint als es klang!" ‚Männer' Ich konnte nur mit dem Kopfschütteln.

Als ich raus sah, dachte ich noch einmal über alles hier nach, und dachte auch darüber nach was wohl zu Hause vor sich geht. „Ob sie sich Sorgen machen?" Ich wollte eigentlich in Gedanken sprechen, gab es dann aber leise von mir. „Alles in Ordnung Jan?" Ich schreckte auf und sah ihn Zacks nachdenkliches Gesicht. „Es ist nichts." Ich lächelte ihm zu, woraufhin er sich wieder umdrehte.

„Vielleicht solltest du noch etwas schlafen." Ich drehte mich zu Seph. „Du willst doch nur das ich mich wieder in deinen Schoss fallen lasse." Ich sah wieder nach vorne. „Sonst hat es dich auch nicht gestört."
Ich drehte mich nun etwas zornig um, da ich doch schon etwas gereizt war, einmal weil es viel zu früh war, und zweitens weil ich eben an meine Familie dachte. „Was heißt denn hier sonst auch nicht? Denkst du ich habe mich vorhin und das erste mal freiwillig von dir durchficken lassen!!"
Ich schrie ihn an, was ich hätte lieber nicht machen sollen, denn dadurch wanderte Zacks blick gleich auf uns, allerdings wieder mit diesem nervösen Zucken in den Augen. Genau so wie Vinc durch meine Reaktion, und durch das was ich sagte, sich ebenfalls erschrocken zu uns drehte, und dabei das Lenkrad einschlug. Ich sah zu den beiden nach vorne und riss die Augen auf. „Vorne!!!!" Was das einzige war, was ich noch rausbrachte, bevor mir schwarz vor Augen wurde.

Kapitel 95:

„Ah, verdammt!" Ich fasste mir an den Kopf, denn ich hatte fürchterliche Kopfschmerzen. Ich merkte das ich in einem Bett lag. Erst dachte ich mir das ich vielleicht in einem Krankenhaus liege, wegen dem Unfall den wir hatten, doch als ich langsam meine Augen öffnete sah ich mich um. Kurz danach schloss ich sie wieder, nur um sie erneut zu öffnen. Ich schrak auf und sah mich um. Dann fasste ich mir wieder an die Stirn wegen den Schmerzen. „Verdammt, doch nur ein Traum."

Als ich aufwachte erkannte ich das ich in meinem Zimmer war, immerhin standen hier mein Schreibtisch an der linken Wand, sowie mein Kleiderschrank neben der Tür zu einem anderen Zimmer, die links neben dem Schreibtisch ist. Dann noch eine Kommode gleich am Fußende von meinem Ein -Mann-Bett, das rechts von der Tür zum Flur steht, wobei die Tür genau rechts vom Kleiderschrank ist, und mein kleiner Nachtisch am Kopfende.
Mein Bett stand genau an der rechten Zimmerwand. Und dann noch mein Fenster das genau gegenüber von meinem Bett war, wo man eine hervorragende Aussicht auf die rosa Hauswand unserer Nachbarn hat, die Ironie lässt mich auch hier nicht im Stich.

Ich stand seufzend auf und wollte erst einmal nach unten gehen. Ich lebe mit meiner Familie in einem kleinen 77 m² Wohnflächen Haus, mit 2 Stockwerken und Keller, so wie mit einem kleinen Hof nach hinten, wo noch 2 Scheunen, und eine Garage stehen. Die drei Schlafzimmer von uns sind alle im Obergeschoss, während Badezimmer, Küche, Esszimmer und Stube im Erdgeschoss sind. Der Keller ist lediglich für Tiefkühltruhe, und früher für die Kohle zum Heizen gewesen.

Ich wusste zwar nicht wie ich herkam, auch nicht wie ich in meinem kurzen rot-weis gestreiften Nachthemd kam, aber ich denke, da eh alles nur ein Traum war, sollte ich mir darüber keine Gedanken machen. Bestimmt hatten sie mich nach dem Volleyballtraining nach Hause gebracht, und ich habe mich vielleicht unbewusst umgezogen.

Ich ging ins Bad und schaute erst mal auf die kleine Uhr im Fensterbrett, die uns immer schön Anzeigte wie spät es ist, wie viel Grad wir es drinnen und draußen haben, und welcher Tag heute ist. Ihre Anzeige stand auf 6:37Uhr, 18°C im Bad und schon 23,2°C draußen, so wie 20.05.2008 (Datum nehm ich einfach weil es mir so gut gefällt *g*hat nämlich jemand Geburtstag der mir sehr doll am Herzen liegt.)

„Ach Mist." Das hieß das ich fast 1 Monat nur in einer Nacht träumte, und auch schon gleich zur Schule muss. Ich zog mich also schnell um. Da es heute schön warm wird, jedenfalls hoffte ich dies als ich den Wolkenfreien Himmel schaute, zog ich mir mein kurzes Jeanskleid an. Danach wollte ich mir noch schnell meine Haare machen, trauerte jetzt natürlich den anderen schönen langen hinterher, und hätte Alex am liebsten wiedermal eine gescheuert. Das der kleine so wie so noch nicht auf war, wunderte mich, sonst schmeißt er mich immer gegen 16:15Uhr raus, da er schon um 7Uhr los muss, und ich erst 7:30Uhr.

Ich ging nun also aus dem Bad, bog nach links Richtung Küche. Als ich zum Kühlschrank ging, schaute ich nach links zum Esszimmer, und sah meinen kleinen Bruder auf einen Stuhl sitzen, und auf meine Couch starren.
Warum meine Couch? Ganz einfach. Mam, Dad, und Alex gucken in der Stube, da ich mich für ihre Serien nicht interessiere, habe ich es mir im Esszimmer bequem gemacht, und mir eine kleine Ecke eingerichtet, natürlich durfte der kleine auch mal mit mir zusammen das Fernsehprogramm auswählen, und wir schauten etwas gemeinsam, aber ansonsten war ich schon froh über meine Ruhe.

Ich ließ mich erst einmal davon nicht stören und machte mir mein Frühstück. Das hieß ich holte mir die Packung Milch aus dem Kühlschrank, ging dann am Ofen und am Herd vorbei zu einem Schrank wo unsere Schüsseln drinnen standen, holte mir eine raus, beugte mich nach unten, öffnete einen kleinen Eckschrank wo meine Cornflakes drinnen sind, und machte mir mein Frühstück.

„Musst du dich nicht langsam fertig machen." Ich ging auf den kleinen zu und wollte mich an den Esstisch setzten. „Psst, sonst weckst du ihn noch auf." Ich wunderte mich und ging noch näher ran, blieb dann aber neben dem Esstisch stehen und schaute geschockt auf mein kleines Sofa, und hätte dabei beinahe meine Schüssel fallen gelassen.

Kapitel 96:

Ich stellte die Schüssel schnell auf den Tisch, und rannte aus der Küche gleich nach links in die Stube, dort an der Schrankwand vorbei und schaute auf unsere Eck-Couch und bekam den Mund nicht mehr zu. Mein kleiner Bruder folgte mir. „Gehören die drei nicht zu dir? Jedenfalls lagen sie heute Morgen als ich aufstand alle hier. Also die beiden schwarzhaarigen hier, und dieser große der aussieht wie… naja…dieser Typ aus deinem Lieblingsfilm im Esszimmer." Ich währe am liebsten wieder umgekippt, fasste mich dann aber. „Alex, bitte geh schon mal zur Schule." „Was, aber ich muss doch erst in 10 Minuten los." Ich schaute ihn an, wenn ich eines in der anderen Welt gelernt habe, dann war es perfekt zu knurren, was ihn auch glich Beine machte.

Nachdem ich mir sicher war, das er das Haus verließ, musste ich mir überlegen wie ich nun weiter vorgehe. Ich atmete erst einmal tief durch und weckte dann den vernünftigsten von allen, in der Hoffnung das er einigermaßen gelassen bleibt. Ich rüttelte sacht an Vinc Schulter. Als er langsam seine Augen öffnete sah ich in seine, wobei ich merkte das er anfing zu stutzen. Er richtete sich dann auf, und hielt sich mit einer Hand den Kopf, womit ich darauf schloss, das er wie ich vorhin verdammt schmerzhafte Kopfschmerzen hat. Ich bat ihn ruhig zu sein, um erst einmal Zack nicht aufzuwecken, so konnte ich mich erst einmal um einen kümmern.

Ich bat ihn mir zu folgen, was er auch tat.
Ich ging mit ihm zusammen in mein Zimmer und setzte mich auf mein Bett, während er sich auf meinen Stuhl vor dem Schreibtisch setzte und mich ansah.
„Wenn ich richtig rate, bist du Jenni Sievers." Ich schaute ihn erstaunt an. „Woher weißt du das?" Er musste lächeln, kam auf mich zu und setzte sich neben mich. „Ich sagte doch, ich bin ein sehr guter Beobachter." Ich lächelte ihn auch an. „Ja, und du hast mir bis heute noch nicht gesagt was du beobachtet hast." Er legte seinen Arm um meine Schulter und zog mich zu sich. „Ich habe gemerkt das du nicht der bist, für den du dich ausgabst. Es passte alles nicht zu der Gestalt die man vor einem sah." Ehrlich gesagt verstand ich kein Wort davon. „Als du dann noch den anderen Namen angegeben hattest, konnte ich mir so einiges erklären, allerdings nicht wie es zusammenpasst." „Bis eben." Stieg ich nun mit in die Unterhaltung ein. Er lächelte. „Dennoch würde ich gerne wissen wo wir hier sind." „Bei mir." Er sah mir genau in die Augen. „Bei dir?" „Tja."

Ich stand auf drehte mich zu ihm, und breitete meine Arme aus. „Willkommen in Deutschland." Ich machte eine kleine Verbeugung, wobei er lächelte. „Dies passt besser zu dir." „Was?" Ich schaute wieder zu ihm. „Dieser Körper." Ich sah an mir runter. „Ach so." Ja stimmt ja, schon wieder ganz vergessen das ich wieder in meinem normalen Mädchenkörper bin. Ich wurde ein wenig rot um die Nase und kratzte mir leicht verlegen meinen Hinterkopf. „Na gut. Jetzt ist nur die Frage wie ich es den anderen beiden klar mache." Jetzt setzte ich mich an meinen Schreibtisch und dachte nach, während Vinc aufstand und nach unten ging. Ich folgte ihm einfach.

Zu erst gingen wir zu Zack, und weckten diesen. Als er die Augen öffnete schaute er uns beide entgeistert an. „Vincent und…." Als er mich sah stockte er. Dann richtete er sich langsam auf, allerdings auch mit höllischen Kopfschmerzen. ‚tja, wir wollen sie ja nicht nur für mich alleine pachten.' dachte ich mir lächelnd. „Wo sind wir?" Ich seufzte kurz und setzte mich neben ihn.
„Bei mir." Er drehte sich zu mir und sah mich musternd an. „Und du bist…. Jans Zwillingsschwester?" Als er dies so unschuldig sagte konnte ich einfach nicht anders als zu lachen. „Hä?" Vincs Lippen zierte dabei auch ein kleines Lächeln. „Dies ist Jan, nur leider in seiner…bzw. in ihrer Welt." Ich zeigte ihm ein Victory –Zeichen und lächelte ihm zu, während er mich entgeistert ansah.
„Wow, nochmal von Anfang. Wo sind wir hier." Ich atmete ein mal tief durch und stand auf, dann drehte ich mich zu ihm, zwinkerte Vinc kurz zu, und breitete meine Arme wieder aus. „Willkommen im wunderschönen Deutschland." Und machte wieder eine kleine Verbeugung. „Bei mir war es nur Deutschland." Ich lächelte Vinc an. „Das war ja auch ironisch gemeint." „Wieso?" „Weil ich eure Welt besser finde." Damit war diese Unterhaltung auch beendet. Zack sah uns zwar immer noch entgeistert an, wir erklärten ihm dann aber alles, wo ich den beiden auch gleich sagte, wie ich zu ihnen kam, und alles andere auch.

Nach dem ich mit meiner Erklärung fertig war, verstand Zack es zwar immer noch nicht ganz, aber er merkte wenigstens das ich wirklich Jan bin, bzw. war. (einfach kompliziert.)
Eigentlich fehlte jetzt nur noch einer, wie ich es ihm allerdings beibringen sollte, ohne dass er mich gleich killt, wusste ich nicht. Bei Zack und Vinc hatte ich mir ja eine hohe Überlebenschance ausgerechnet, bei ihm lag sie unter 5%, aber wir mussten dies ja tun, also machte ich mich auf den Weg ins Esszimmer.

Kapitel 97:

„Vielleicht sollten wir ihm nicht sagen das sie eigentlich er ist, also, ich meine das er jetzt sie….oh man, das ist mir viel zu hoch." „Dann frag mich mal die das durchmachen musste. Ihr habt wenigstens noch eure alten Körper." Und das fand ich absolut unfair, warum musste ich dort als Kerl durch die Gegend laufen. Gerecht währe es gewesen, wenn die hier als Frauen aufgewacht währen. Allerdings fragte ich mich auch immer noch wie sie überhaupt herkamen, und warum hier nur ein Tag verging, nicht das wenn sie zurück kehren dort bereits Jahre verstrichen sind. Ah, ich machte mir schon wieder viel zu viel Gedanken.
„Was sollten wir ihm denn sonst sagen? Glaubst du nicht er wird es merken?" „Mit Sicherheit." „Siehst du." Damit war es beschlossene Sache und wir gingen ins Esszimmer.

„Und ausgerechnet auf meinem Lieblingssofa." Ich schüttelte nur den Kopf. „Deins?" Ich drehte mich zu Zack. „Mein Lieblingsplatz um Abends Ruhe zu haben." Damit wendete ich mich nun Seph zu, und kniete mich vor ihm.
Ich bewegte ihn sanft an der Schulter. „Hey, aufwachen." Er öffnete langsam seine Augen, wobei er sie gleich wieder zusammenkniff. ‚Und wieder einer mit Kopfschmerzen. Hoffe nur habe genug Aspirin im Haus.'

Er öffnete sie erneut, und sah mir in die Augen. „Jan?" Ich lächelte ihn an, schüttelte dann aber mit dem Kopf. „Jenni." Damit stand ich auf, wobei er sich aufrichtete. Als er hinter mich sah, bemerkte er Zack und Vinc, die sich auf die Stühle beim Tisch setzten, und uns anschauten. Ich ging zu ihnen und setzte mich vorsichtshalber neben Vinc, bzw. versteckte mich hinter ihm.

„Wir sind nicht mehr auf Gaia." ‚Oh, das hätte man aber auch vorsichtiger sagen können Vinc.' Ich versteckte mich noch mehr hinter ihm. Er sah uns fragend an, stand auf und sah sich um. „Wo ist Jan?!" Und das mit einem wundervollen Befehlston. Zack räusperte sich kurz, und zeigte dann etwas zögerlich auf ein 1,73m großen weiblichen Teenager, mit Rubin-rote Haare und Blauschwarzen strähnen, die ihr bis zu den Schultern gingen, und ein kurzes blaues Jeanskleid trug. Er sah mich verwirrt an, wobei ich nun in die Küche ausweichte.

Ich kochte ihnen erst einmal einen Kaffee, das war das einzige was ich machen konnte. Als ich dabei auf die Küchenuhr sah, bemerkte ich das ich schon in 15 Minuten los muss, sonst würde ich zu spät kommen, und das hieße wieder Nachsitzen, wenn man kein Ärztliches Attest vorweist, und ich konnte ja kaum zum Arzt gehen, ich meine was soll ich sagen. Ja, schönen guten Tag. Ich bin hier weil die Charaktere von FFVII bei mir im Esszimmer Kaffee trinken. der würde mich doch in die Klapse einweisen.

Seph setzte sich zu den anderen beiden an den Tisch, wo Vinc versuchte es ihnen beiden noch einmal plausibel genug zu berichten was vor gefallen ist, und was mit mir ist, wobei ich stehend bei der Kaffeemaschine nur mit gesenktem Blick den Kopf schütteln konnte. Nachdem der Kaffee durch war, brachte ich ihnen die Kanne, und gleich darauf die Tassen.
Seph sah mich mit hochgezogener Augenbraue an, und scannte mich regelrecht, während ich immer noch mit Blick nach unten wieder aus dem Esszimmer verschwand, dieses mal allerdings in mein Zimmer um meine Schulbücher zu holen, und sie in meine Tasche zu stecken. Als ich gerade dabei war sie aus dem Fach meines Schreibtisches zu holen, bemerkte ich das meine Tür aufgemacht wurde.

Als ich mich umdrehte sah ich Seph wie er an der Tür gelehnt stand. Ich rollte nur kurz mit den Augen, und nahm noch schnelle mein Englisch Buch, dann schloss ich die Tasche und drehte mich wieder zu ihm. Er sah mich immer noch nur an. „Was? Willst du vielleicht ein Bild?" Ich wollte an ihm vorbei, als er sich vor mich stellte. „Du bist also wirklich Jan?" Ich seufzte nur, und schaute ihm in die Augen. „Lass mich durch, habe noch was zu erledigen." Damit schob ich ihn zur Seite und ging die Treppe runter.
Auf halber Strecke blieb ich dann stehen, und drehte mich freudestrahlend um. „Du weist schon, das ab jetzt der Vertrag null und nichtig ist. Immerhin wurde er mit dem Namen Katsu Masaru, und nicht Jenni Sievers unterschrieben." Ich zwinkerte ihm nochmal kurz zu, und ging dann wieder zurück ins Esszimmer. Seph kam gleich nach.

„So, jetzt hört mal gut zu." Ich sah alle drei an, die ihre Blicke auf mich richteten. „Ich muss jetzt zur Schule. Ich will das ihr das Haus nicht verlasst. Verstanden?" „Wir sollen hier warten? Und wie lange? Ich rechnete kurz die Stunden aus. „Ungefähr 7 ½ Stunden, dann müsste ich eigentlich wieder hier sein." Als ich das sagte sah mich Zack nur mit weiten offenen Augen an.
„Wir kommen mit." „Ihr bleibt hier. Und das gilt vor allen für dich Seph!" Er kam auf mich zu und sah mich überreizt an. „Du glaubst doch wohl nicht das ich hier solange rumsitze!" „Von mir aus kannst du es dir auch auf dem Hof in der Hollywoodschaukel gemütlich machen. Hauptsache ihr verlasst nicht das Grundstück!"

Wir knurrten uns gegenseitig an, bis Zack dazwischen sprach. „Jep, dies ist unser Jan, der einzige der sich traut so mit ihm zu reden." Ich schaute lächelnd zum schwarzhaarigen. „Tja, Angewohnheiten kann man eben schwer ablegen. Also, wie gesagt ihr bleibt hier. Könnt von mir aus Fernseher gucken, oder euch ein Buch nehmen, genug stehen ja hier rum." ‚Dank meiner Mutter.'
Ich ging damit aus dem Esszimmer Richtung Flur.

Kapitel 98:

„Jan!" Ich drehte mich um. „Was ist denn?" ‚Wow wow, stop. Jetzt reagiere ich auch noch auf den Namen.' Ich schaute Seph wütend an. „Jenni! Hier Jenni!" Er sah mich nun Lächelnd an, was mich zum stutzen brachte. „Du hast doch etwas vor, oder?" Er kam auf mich zu und legte seine arme um meine Hüfte. „Egal, ob Jan, oder Jenni, du gehörst immer noch mir."
Ich sah ihn mit hochgezogener Augenbraue an. „Das hättest du wohl gern?! Ich habe jetzt wirklich keine Zeit dafür. Ich darf nicht zu spät kommen, sonst könnt ihr bis Sonnenuntergang auf mich warten."

Ich wollte mich von ihm losreißen, was er leider nicht zuließ. „Ich will mitkommen, und sehen wie meine zukünftige Lebt." Ich sah ihn erschrocken ins Gesicht. „Was?" „Erinnere dich an unser Gespräch." „Aber, aber das war doch nur gelabere." Er lächelte mich weiter an, woraufhin ich nur mit dem Kopf schüttelte. „Du kannst nicht mit, ich meine du würdest nicht mal als 18 Jähriger durchgelassen, wie willst du dann in die 12. Klasse?" „Ich werde mir was einfallen lassen." ‚Nein, ich muss mir was einfallen lassen.'
„Ok, aber, das Schwert bleibt hier, und du brauchst andere Klamotten, sonst bist du gleich Tod." Er schaute mich irritiert an, woraufhin ich nur abwinkte. Ich hatte wirklich keine Zeit mehr, es sei denn ich würde laufen.

Ich seufzte, und rannte die Treppe schnell nach oben, dann flitzte ich gleich wieder runter, schnappte mir Sephs Arm und zog ihn ins Bad. „Ausziehen!" Er sah mich erschrocken an. „Was ist nun? Ich habe keine Zeit!" Er machte was ich sagte. Ich gab ihm danach ein paar Sachen von meinem Vater. Eine schwarze Stoffhose, und ein schwarzes T-Shirt, was Besseres konnte ich in der schnelle nicht raussuchen, außerdem war es das einzige was ihn einigermaßen passen konnte.

Als er fertig war, schaute ich ihn noch einmal genau an, wenigstens konnte er jetzt als normaler Mensch durchgehen, wenn man ihm noch ne Sonnenbrille und einen Hut verpasst, dafür hatte ich nur leider keine Zeit.
Ich kam mit ihm wieder aus dem Bad, und verabschiedete mich noch schnell von den anderen beiden, die uns nun eifersüchtig hinterher sahen. Ich schnappte Sephs Arm und zog ihn aus der Haustür. Als wir auf der Straße standen schaute er sich erst einmal um, während ich die Tür zuschloss. ‚Sicher ist Sicher.' damit drehte ich mich um, rollte kurz mit den Augen, und schnappte ihm an Arm, dann lief ich los.

Ich musste richtig Gas geben um es noch zu schaffen. Jetzt merkte ich ebenfalls, dass dies wieder ein anderer Körper war, vor allem hätte ich kein so kurzes Kleid tragen sollen. „Verdammt, ich hasse laufen!!" „Machst du dies jeden Morgen?" „Nur wenn Wesen aus einer anderen Welt bei mir auftauchen." Ich rannte einfach weiter ohne ihn zu beachten, mehr dafür Sorge tragen, das mir nicht etwas zu weit nach oben rutschte.

Als ich durch die halbe Stadt lief, bemerkte ich schon ziemlich viele Blicke auf uns gerichtet, und konnte mir genau denken wem die galten. Ok, ich würde auch schauen wenn ein Mann mit solch langen Haaren, und dann noch solch einer Farbe durch die Stadt liefe, und dann auch noch so gut gebaut. Oh man, ich glaube ich muss hier wirklich aufpassen nicht von irgendwelchen Weibern die Augen ausgekratzt zu bekommen.

Als wir endlich 12 Minuten später ankamen, war ich absolut alle, während er nicht mal schneller Atmete. Jedenfalls hatte es noch nicht geklingelt, das hieß ich konnte mich wenigstens beim reingehen akklimatisieren. Ich ging also durch das Schultor, auf den Hof, und sah auch gleich sämtliche Blicke auf meinen Begleiter gerichtet, und wünschte mich schnellst möglich nach China. Ich legte einen Schritt zu, dabei den Blick nach unten gerichtet. Seph schaute die anderen ebenfalls an, allerdings mit dem selben gefühlslosen Ausdruck wie sonst auch immer. ‚Das kann was werden.'

Ich ging ins Hauptgebäude, dicht von ihm gefolgt, und von Blicken bombardiert. Und das schlimmste, der nächste Klassenraum liegt in der 3 Etage, das heißt ich muss einmal quer durch Gebäude, und dann 3 Treppen mit dem hoch.

Nachdem ich dies auch überlebt hatte, schaute ich kurz zurück, und konnte sehen wie sich eine ganze Menge unten versammelte, und uns hinter her sah. Ich schluckte nur kurz, und ging dann weiter. „Da hast du mir was schönes eingebrockt." Er sah mich fragend an.
„Ab jetzt werden mich bestimmt alle fragen warum ich mit dir in die Schule kam." „Dann sagst du ihnen einfach das du mir zeigen wolltest wie dein Tag aussieht. Ist doch nichts dabei." ‚Nichts dabei? Der hat gut reden, er muss ja auch nicht erklären warum er mit dem Typen rumläuft der aussieht wie Sephiroth, nein, bitte entschuldige. Der Sephiroth ist!' Ich wurde in Gedanken immer wütender.

Dann kamen wir endlich zum Raum, in den wir rein gingen. Hier gab es 20 Tische und 40 Stühle. Ich setzte mich auf meinen Platz ganz hinten ans Fenster, und Seph sich gleich neben mich. Nun hatte ich auch die Aufmerksamkeit der ganzen Klasse, deren Kinnladen bereits den Boden wischten. Man konnte schon richtig schön ihr Getuschel hören.
„12 Jahre versucht nie Aufmerksamkeit zu erregen." Er sah mich verwirrt an, wobei ich nur den Kopf schüttelte. Ich holte meine Englisch Sachen raus, den dies war das erste Fach. Nun musste ich mir auch ausdenken was ich zu ihm sage, oder sollte ich es mit der Wahrheit versuchen?

Kapitel 99:

Jedenfalls kam schon unsere Lehrerin Frau Schräber rein. Wie wir es leider gewohnt sind, standen wir alle auf, wobei Seph mich nur mit einer hochgezogenen Augenbraue ansah. Dann folgte die morgendliche Begrüßung, wie ich es hasse! Dann setzten wir uns wieder, wobei ich mit den Augen rollte. „Musst du das immer machen?" Ich schaute ihn nur an. „Good Morning class." Als sie anfing englisch zu sprechen schaute Seph sie entsetz an, und fragte mich dann ob sie irgendeine Macke hätte, was natürlich unsere Lehrerin mitbekam.

„Who are you?" Er schaute sie fragen an, woraufhin sie ihn mahnend ansah. ‚Das kann heiter werden.' „He is an observer" War das einzige was mir gerade einfiel, ob es richtig war oder nicht wusste ich nicht, da ich ne absolute Niete in Englisch bin. „And what?" „What?" Sie schaute mich nun mahnend an. „My performance." Sie sah mich immer noch komisch an, nickte dann aber und ging zurück. Für den Moment konnte ich durchatmen. Hatte nun allerdings wieder die Blicke von allen, einschließlich Sephs auf mich richten. „Was hast du gesagt?" „Hä? Keine Ahnung, irgendetwas."

Ich versuchte die Stunde so gut wie möglich hinter mich zu bringen. Wurde aber ständig von ihr aufgerufen um irgendwelche Fragen zu beantworten, deren Bedeutung ich nicht mal wusste, weswegen ich irgendetwas vor mich hin erzählte.

Nach dem sie Stunde endlich vorbei war, freute ich mich richtig. „Da ist mir Waffenkunde um einiges lieber." „Mir auch." Ich sah ihn an, und bemerkte das er sich ständig Notizen gemacht hat. „Was hast du dir denn aufgeschrieben?" „Nur ein paar Wörter die du vor dich hin sagtest." Als ich ihn über die Schulter sah wollte ich ihm den Zettel gleich aus der Hand reißen. „Das sind keine Alltagswörter, die brauchen dich nicht zu interessieren!" „Ich weiß, dies hatte ich schon an deiner Betonung vernommen, weswegen ich sie mir aufschrieb und nachgeschlagen habe, dann weiß ich wenigstens was du so zu mir sagst." Ich hätte dieses beschießen Wörterbuch in fetzten reißen können.

Nachdem Frau Schräber den Raum verließ drehten sich gleich alle zu uns um, und versammelten sich um unseren Tisch, woraufhin ich eigentlich nur weg rutschen wollte, aber von einigen aufgehalten wurde. Der Rest bedrängte Seph mit etlichen Fragen. Wo er herkommt, wie er heißt, was er hier macht, und warum er mit mir hier sei. Ich hätte denen allen bei dieser Frage an die Gurgel springen können, was interessiert die denn das.
Allerdings wurde ich von einem kleinen Rest nun von ihm weg gedrängt, und selbst ausgequetscht. „Sag mal Jenni, wie heißt den der heiß Typ bei dir?" „Nun sag doch schon." „Gib mir gefälligst seine Nummer." „Mir auch." ‚Oh man, wie ich diese Weiber hasse. Nur schönes Aussehen, heiße Typen und Geld im Auge, und nichts in der Birne.'
Ich hasse solche Mädels, die können einen echt auf die Nerven gehen. „Der kann doch mit dir gar nichts anfangen." „Stimmt. Die ist doch so zurückhaltend das es weh tut." ‚Warum ich mich nur vor euch zurück ziehe?'

Mir wurden diese Fragen zu dämlich, weswegen ich sie alle samt anknurrte, und sie von mir quietschend reis aus nahmen. Ich konnte bei dem anblick nur lächeln, und dann wollen sie etwas von Seph? Die würden bei dem doch am ersten Tag Tod umfallen, wenn sie schon vor mir fliehen.

Ich ging nun auf die Truppe zu die um ihm drum stand. Ich wollte zwar immer zu ihm durch, aber leider haben die hier alle kein gutes Benehmen. Aber dies war auch nicht mehr wichtig, da es Seph nämlich selbst zu blöde wurde, er aufstand, und allen einen schönen mörderischen Blick schenkte, woraufhin sie gleich wie kleine Kinder zurück zu ihren Mamis liefen. Ich lächelte ihn an und bat ihn mit mir zu kommen, was er auch tat.

Ich ging mit ihm in einen leeren Raum, der etwa 5 Klassen weiter war, hier beginnt der Unterricht meist erst ab Mittag. Ich schloss die Tür hinter uns, da schon wieder ziemlich viele draußen vor der Tür standen, und etwas von ihm wollten.

„Bitte setz dich." Ich setzte mich selbst auch auf einen der Plätze, wobei er sich mir gegenüber hinsetzte. Ich atmete einmal tief durch, und sah ihn dann in die Augen. „Es gibt bei uns ein Spiel, es heißt Final Fantasy VII." Er schaute mich interessiert an, was vielleicht an meiner Betonung lag. „Jedenfalls gibt es in diesem besagtem Spiel eine Figur, die, ja……" Ich wusste nicht so ganz wie ich das sagen sollte. „Eine Figur die, was?" Er sah mich nun neugierig an. Ich atmete noch einmal tief durch und hoffte das er nicht ausflippt. „Die genauso aussieht wie du, und ebenfalls Sephiroth heißt." Ich versuchte es erst einmal so, bevor ich sage das seine Welt überhaupt nur ein Spiel bei uns sei.

Er sah mich ungläubig an. „Ok, kurz gesagt. Die Welt in der ihr lebt, die für euch die reale ist, ist für uns hier nichts weiter als eine Welt von Final Fantasy, was so ziemlich jeder kennt, und dadurch auch den Charakter Sephiroth, und sie ihn natürlich alle Cool finden, allerdings wie man eben gesehen hat auch angst haben." Nun hoffte ich das er nicht ganz so dermaßen ausflippen wird.