Hier das nächste Chap, zwar nicht wirklich vor Weihnachten, aber immerhin...
ah ja... das Chap ist ungebetat daher: alle Fehler gehen auf meine Kappe
Ich wünsche euch allen noch frohe Weihnachten & einen guten Rutsch ins neue Jahr!!!
Eure Sandrija
Kapitel 7: Der Windigo
Severus suchte noch einmal durch die weiten Glastüren nach draußen zum dahinter liegenden See blickend seine Angelrute und den Spinnerkasten. Granger war noch immer auf dem Steg und zeigte absolut keine Absicht hineinzukommen. Die letzten Stunden war sie entweder gesessen, rastlos herumgewandert oder hatte mit extremer Vehemenz Steine ins Wasser geworfen. Snape widerstrebte es, sie zu stören, allerdings hatte er Lust auf Fisch zum Abendessen und er hegte den Verdacht, dass er heute noch ein anderes Maul als sein eigenes zu stopfen haben würde. Er schlenderte zum Steg hinunter und war dabei laut genug, dass Granger ihn kommen hören konnte.
„Es stört Sie doch nicht den Steg zu teilen, oder Granger?", fragte er nach, als er hinter ihr stand.
Hermine, die im Moment mit überkreuzten Beinen und ihre Knie umschlungen da saß, starrte ihn lediglich mit offener Verwunderung an. „Sie fischen? Wie ein Muggel?"
Severus stellte den Spinnerkasten ab, öffnete ihn und suchte nach etwas, das er als Köder verwenden konnte. „Ich habe es von Lawford gelernt.", antwortete er mit einem Achselzucken.
„Aber alles, was Sie tun müssten, wäre mit Ihrem Zauberstab zu wedeln und 'Accio Fische' zu sagen und sie würden aus dem Wasser heraus auf Sie springen."
„Exakt und deswegen bevorzuge ich es auf Muggelart zu erledigen. Ich brauche keine Horde von Fischen um ein Abendessen für zwei Personen zu haben."
Hermine erfasste die Schlussfolgerung sofort; ihre Wangen färbten sich Pink und sie machte Anstalten sich zu erheben. „Ich wollte nicht so lange bleiben. Sie müssen mir kein Essen zu machen."
„Ich weiß, dass ich nicht muss. Setzen Sie sich und seien Sie still oder Sie verschrecken die Fische."
Sie setzte sich wieder, während sie beobachtete, wie Snape einen glänzenden, schwarzen Gummiwurm an den Haken band. Er zog seinen Zauberstab, deutete auf den Wurm und murmelte „Odorus Hirudonae", dann warf er die Leine hinaus auf den See.
„Was für eine Art von Zauber war das?", fragte Hermine. „Ich kenne ihn nicht."
„Ich habe ihn selbst gemacht. Wörtlich übersetzt bedeutet er 'Geruch eines Blutegels'. Die Fische hier scheinen Blutegel ziemlich zu mögen."
„Wieso verwenden Sie nicht einfach einen echten Blutegel?"
„Weil ich mir die echten Blutegel für meine Zaubertränke aufhebe."
„Oh." Sie dachte darüber nach. „Sie verwenden Blutegel in Ihrem insektenabweisenden Trank?"
„Nein. Ich verwende Blutegel in einigen meiner Zaubertrank Versuchsreihen."
„Versuchsreihen?", erkundigte sich Hermine misstrauisch.
„Ich habe verschiedenste. Im Moment arbeite ich an einem Tonikum, das, wenn es angewandt wird, die Zerstörung des Knochenmarks, was mit nervtötender Regelmäßigkeit geschieht, verringern wird. Wie Sie sich sicher bewusst sind, sind die Preise für Anregungsmittel zur Verbreitung aufgrund geringer Gewinne an Knochenmark in die Höhe geschossen." Snape holte langsam die Leine ein. Er blinzelte in Hermines Richtung und sah, wie sie ihn anstarrte. „Oder haben Sie vielleicht gedacht, dass ich mich wieder an den Dunklen Künsten versuche?"
„Ich habe nicht geglaubt - ich meine das ist großartig.", stammelte sie. „Ich weiß, dass es immer ein Problem war, genug Knochenmark zu bekommen. Ich habe nicht erwartet, dass sie an etwas arbeiten, dass so - "
„- menschenfreundlich ist?", beendete Severus ihren Satz. Er stellte die Spule ein und warf die Leine wieder aus. „Das mag Sie jetzt vielleicht überraschen, Granger, aber ich habe eine meterlange Liste an Projekten, für die ich Jahre brauchen werde, bis ich sie durch bin. Das sind Dinge, die ich immer schon machen wollte, für die ich während des Unterrichts aber nie Zeit hatte."
„Darf ich Sie etwas fragen?"
Snape warf ihr einen erstaunten Blick zu, dann wandte er seine Aufmerksamkeit wieder der Angelrute zu. „Bis jetzt hat Sie doch auch nichts von ihren Fragen abgehalten."
Hermine wurde wieder rot. „Ich habe mich lediglich gefragt... Wieso, da Sie doch offensichtlich Zaubertränke so mögen, waren Sie in Hogwarts so erpicht darauf, Verteidigung zu unterrichten?"
„Wieso haben Sie eine Meistergrad Zertifizierung in Zauberkunst gemacht, nachdem Sie doch bereits eine in Zaubertränke bekommen hatten?"
„Weil ich das Fach genauso gern mochte, wie Zaubertränke."
„Damit haben Sie ihre Antwort. Es sei denn, natürlich, Sie bevorzugen den öffentlich angenommenen Glauben, dass ich unbedingt Kinder in Schwarze Magie einführen und sie auf die Seite Voldemorts bringen wollte."
Severus Snape hatte einen Scherz gemacht. Außerdem war es ein Scherz, der dazu führte, dass er sich über sich selbst lustig machte. Die Welt musste wirklich auf ihren Untergang zugehen, dachte Hermine, es sei denn, dieser ganze Tag entsprang nur ihrer Fantasie. Snape, bemerkte sie, warf ihr nun misstrauische Blicke zu.
„Was ist los? Sind habe ich drei Köpfe bekommen?"
„Nein. Es ist nur, dass Sie anscheinend einen Sinn für Humor entwickelt haben."
„Was bedeutet, dass Sie anhand dieser Wendung der Ereignisse entweder einfach erschrocken oder vor Schock sprachlos sind. Was ist es, Granger?"
„Weder noch. Es - ähm - passt Ihnen eigentlich ziemlich gut. Vielleicht hatte Mr. Lawford letztendlich doch recht, was Sie betrifft."
„Oh? Auf welche Art? Dass es mir ein Leichtes ist, ihn beim Pokern zu schlagen?"
Was gab es dazu zu sagen? Dass Severus Snape mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit doch ein anständiger Mensch war? Hermine wurde von ihren Beobachtungen abgehalten, als ein Ruck an Snapes Angelschnur seine Aufmerksamkeit darauf richtete seinen Fang einzuholen.
„Ich hab´ einen.", murmelte er Sekunden später, als er einen ziemlich großen Nordhecht auf den Steg zog.
Sie beobachtete, wie er geschickt den Haken aus dem Maul des Fisches entfernte, wieder den Blutegel-Geruchszauber sprach und die Leine wieder hinaus ins Wasser fallen ließ. „Sie sind sehr gut dabei. Mein Vater liebte es zu fischen, obwohl er sicherlich länger gebraucht hatte, um etwas zu fangen."
„Fischen hat einen gewissen Reiz, wenn man Zeit hat, sich ihm zu widmen."
„Dad versuchte sich jedes Jahr eine Woche von der Klinik frei zu nehmen, um einfach nur zu fischen. Es hat Mum verrückt gemacht, weil sie nicht so der Outdoortyp war. Eigentlich", sagte Hermine und lächelte bei der Erinnerung, „war Dad nicht wirklich gut im Angeln. Aber er dachte, er wäre es." Wieder ernüchtert betrachtete sie die kleinen Wellen auf dem Wasser, die sich über den See verteilten. „Da wäre noch etwas, dass ich Sie gerne fragen würde."
Severus seufzte. „Granger, sind Sie durch irgendeinen Zufall mit einer Frage auf Ihren Lippen geboren worden?"
Diesmal schaffte sie es jedoch nicht, amüsiert zu sein. „es ist etwas, dass ich mich ständig gefragt habe, seitdem meine Eltern ermordet -"
„Ihre Eltern wurden von Todessern getötet", stimmte Snape rundheraus an, „und Sie wollen wissen, ob ich etwas damit zu tun hatte."
Es kam Hermine in den Sinn sich zu fragen, ob der Mann gerade Legilimentik verwendet hatte. Ihre Eltern waren während ihres letzten Jahres auf Hogwarts Opfer des Krieges geworden, wichtige Ziele aufgrund deren Tochters intellektueller Tapferkeit, deren Muggelgenen, sowie deren enger Freundschaft mit Harry Potter. Der anfängliche Bericht, der von Auroren am Ende des Krieges zusammengetragen worden war, hatte zu verstehen gegeben, dass der Angriff auf Hermines Zuhause von jemand namens Baldwin angeführt worden war, aber das hatte sie nicht davon abgehalten sich zu wundern ob Snape ihn nicht vielleicht die ganze Zeit ermutigt hatte. Die Eltern des Schlammblutes, Baldwin... Sprich doch bitte einen Cruciatus in meinem Namen, okay?
Sie nickte stumm, als sie ihre Erinnerungen wieder in das schwarze Loch, in dem sie sie gefangen hielt, zurückdrängte.
Severus schüttelte seinen Kopf. „Sie kennen die Antwort aus meiner Verhandlung. Ich habe mich versteckt, Granger. Ich war nicht in der Position meine Anwesenheit bei Überfällen auf Muggelgemeinden zur Schau zu stellen."
„Natürlich." Hermine schämte sich beinahe die Frage ausgesprochen zu haben. Sie hatte die Antwort gewusst, aber die nagenden Zweifel ihres fünfzehnjährigen Selbsts hatten sie dazu gebracht zu fragen.
Er kontrollierte die Angelschnur, dann wandte er sich wieder zu ihr. „Wenn es Ihnen irgendein Trost ist, ich weiß, dass, wenn sie - die Todesser - einen Angriff geplant hatten, die Meisten keine Ahnung hatten, wohin sie gehen werden, oder wer beteiligt war. Ein oder mehrere Portschlüssel wurden benutzt, um dorthin zu gelangen, und jede Person würde einzeln heraus apparieren."
„Ich verstehe."
„Ich habe Ihre Eltern nicht getötet, Hermine.", fügte Snape weich hinzu.
„Ich weiß. Ich meine, ich habe gehört - " Sie schluckt schwer. „Ich danke Ihnen für Ihre Ehrlichkeit."
Genau in diesem Augenblick, bemerkte Severus einen weiteren Zug an der Angelschnur. Nach einem kurzen Kampf holte er den zweiten Nordhecht, dieser war noch ein wenig größer als der erste, ein.
„Abendessen.", verkündete er und hielt den sich wie verrückt windenden Fang und den mittlerweile bewegungslosen ersten Fisch hoch.
„Sie müssen mir kein Essen machen, wissen Sie. Ich sollte jetzt gehen."
„Sie hatten für diesen Abend bereits andere Pläne?" Snape hob eine Augenbraue.
„Nein, aber -"
„Wenn Sie sich Sorgen wegen meiner Kochkünste machen, dürfte ich vielleicht ausführen, dass ich nach all den Jahren immer noch am Leben bin?"
Ein freundlicherer, humorvollerer Severus Snape. Hermine gab es auf zu versuchen, diese die Erde erschütternde Verwandlung zu durchschauen. „Ich wäre begeistert Ihr Abendessen zu teilen", räumte sie die Niederlage ein.
„Ich werde es Sie wissen lassen, wenn das Essen fertig ist. Und wenn ich Sie wäre, würde ich ein wenig insektenabwehrenden Trank nehmen, es sei denn Sie möchten bei lebendigen Leib gefressen werden. Zu dieser Tageszeit sind hier die meisten Mücken." Mit diesen Worten ging Severus zur Hütte zurück.
Während es ein angenehmer Zeitvertreib war, Fisch auf Muggelart zu fangen, war es das Putzen der Fische sicher nicht. Snape hatte Lawford lediglich einmal dabei beobachten müssen, wie er Schuppen schabte und das Filet-Messer handhabte, bevor er entschied, dass man manche Dinge doch besser mit Magie erledigte. Ein paar kurze Bewegungen seines Zauberstabes waren genug, um die zwei Fische zum Kochen bereit zu machen.
Ein Feuer in etwas, das Lawford Weberkessel nannte, anzuzünden war ebenfalls eine mühsame Arbeit, wenn es auf Muggelart gemacht wurde. Nur zehn Minuten nachdem er zur Hütte zurückgekommen war, hatte Severus den Nordhecht zum Schwärzen auf den heißen Grill gelegt; der einzige Grund,warum es so lange gedauert hatte, war das Zubereiten eines Salates als Beilage. Er wollte Hermine gerade sagen, dass das Essen fertig war, als sie humpelnd in die Hütte stürmte und sich auf Kopf und Rücken schlug.
„Sie sind hinter mir her!", jammerte sie, während sie ihre Hände um den Kopf schlang. „Ein Mückenschwarm! Sie haben mich den ganzen Weg vom Steg bis hierher verfolgt!"
Severus seufzte, als er schnell die drei Mücken mit seinem Zauberstab erledigte. „Das war doch kaum ein Schwarm. Da waren nur drei."
„Es waren mehr. Ich weiß, dass es mehr waren.", protestierte Hermine.
„Gehen Sie sich waschen und dann setzen Sie sich zu Tisch, Granger. Abendessen ist fertig."
Hermine humpelte ins Badezimmer und wusch sich Gesicht und Hände, wobei sie sich genug Zeit ließ die paar Insektenstiche, die jetzt an ihrem Hals erschienen, zu betrachten. „Diese Viecher sind boshaft.", murmelte sie, als sie sich zu Tisch begab.
Snape setzte sich ihr gegenüber. „Haben Sie jemals vom Windigo gehört?"
„Nein. Was ist das?"
„Hier oben gibt es viele indianische Legenden und eine erzählt die Geschichte des Windigo. Vor vielen Jahren - viele Monde, wie sie sagen würden - begannen die Leute des Stammes, der hier im Wald lebte, zu verschwinden, wenn sie sich vom Lager entfernten. Ein kleines Mädchen, das von diesen Ereignissen in Angst versetzt wurde, fragte seinen Großvater, wer oder was für das Verschwinden verantwortlich sein könnte und er erzählte ihr, dass es der Windigo war - ein böser Geist, der die Form von Bäumen und Steinen und allem, was im sonst noch im Wald gefunden werden konnte, annehmen konnte. Schließlich entwickelte sie einen Plan, wie man den Windigo in eine tiefe Grube locken und töten konnte. Der Plan war erfolgreich und die Kreatur wurde gefangen, jeder Dorfbewohner spendete ein Stück glühende Kohle, um sie in die Grube zu werfen und das Wesen bei lebendigem Leib zu verbrennen. Als er starb, schwor der Windigo immer wieder zurückzukommen, um Rache zu nehmen. Und dann verbrannte er zu feiner Asche und wurde mit dem Wind davon geweht."
„Die Dorfbewohner waren überglücklich, weil der Windigo fort war. Aber im nächsten Sommer kehrte seine Asche zurück und immer, wenn sie jemanden berührte, stach und verbrannte sie diesen und ließ einen roten Punkt zurück. Somit hatte der Windigo seine Rache bekommen."
„Die Mücken!",rief Hermine aus.
„Genau." Snape schob eine Schüssel mit Reis zu ihr. „Bedienen Sie sich."
Die einfache Mahlzeit aus wildem Reis und war köstlich, befand Hermine. Seit dem Mittagessen war bereits viel Zeit vergangen - tatsächlich konnte sie sich kaum an den Anfang des Tages erinnern, da er bereits ein Leben lang zurückzuliegen schien. Während sie aß sprach Severus über seine Zaubertrankprojekte und Hermine stellte fest, dass sie den Mann letztendlich doch respektierte. Zusätzlich fühlte sie sich in der Hütte und in seiner Gesellschaft seltsam wohl and diese Offenbarung war erstaunlich.
„Stimmt etwas nicht?" Snape spürte, dass er ihre Aufmerksamkeit verloren hatte.
„Nein, überhaupt nicht. Es ist nur so, dass Sie-", sie suchte nach den richtigen Worten, "- so gut in diese Umgebung zu passen scheinen."
„Wie bitte?"
„Sie gehören hierher." Hermine deutete zum See, der so ruhig wie Glas im verschwindenden Licht des Tages lag. „Es ist so, als ob Sie hier sein müssen. Besonders wenn man Sie von den Legenden der Indianer erzählen hört." Farbe stieg in ihren Wangen hoch. „Als ich Sie gestern in der Früh aus dem Nebel auftauchen sah, schien es fast so, als ob Sie ein Ojibwa Krieger wären - Ihr langes schwarzes Haar über Ihren Schultern und in Ihrem Kanu aus einem Birkenstamm sitzend."
Severus verschluckte sich fast an seinem Fisch. „Können Sie noch romanhaftere Dinge erzählen, Granger?"
Sie grinste. „Natürlich fand die Illusion ein eher rasches Ende, als ich sah, dass das Kanu aus Aluminium war."
Snapes Schultern bebten vor Lachen. „Bei Merlins Bart", brummelte er und bedeckte seinen Mund mit einer Serviette. „Ich hätte Sie dort draußen lassen sollen."
„Hat der See heilende Eigenschaften? Mr. Lawford erzählte mir, dass die Ojibwa daran glauben."
„So wie ich auch. Die Indianer haben tatsächlich einen großen Hang zu natürlicher Magie."
„Natürliche Magie?", fragte Hermine.
„Vielleicht ist Magie das falsche Wort. Es ist keine Magie in dem Sinne, wie Sie oder ich es verstehen, sondern eine starke Verbundenheit zur Erde und zur Natur. Der Gedanke von Tränken, zum Beispiel, ist für sie nichts Neues oder Fremdes. Sie haben schon lange verschiedenste Stärkungs- und Heilmittel gebraut und die Zutaten tendieren dazu, ähnlich zu sein."
„Ich verstehe.", sagte sie nachdenklich. „Denken Sie, irgendjemand - jemand, der eine Hexe oder ein Zauberer ist - hat jemals eine Studie durchgeführt, um die zwei zu vergleichen?"
„Sie sind doch diejenige, die beim kanadischen Ministerium arbeitet.", führte Severus aus. „Ich denke, es sollte Ihnen nicht all zu schwer fallen, die Antwort zu finden."
„Hmm." Hermine trank einen Schluck von dem Wein, den ihr Snape mit dem Abendessen angeboten hatte. So eine Studie wäre interessant; zum ersten Mal seit Jahren, lebten ihre Gehirnzellen bei dem Gedanken an etwas, das es wert war, es zu lernen, auf. Als das Abendessen vorüber war, freute sie sich beinahe schon darauf, morgen arbeiten zu gehen.
Sie bot an noch zu bleiben und Snape mit dem Geschirr zu helfen; es war reine Formalität, weil es kaum Zeit brauchte, das Geschirr mit Hilfe von Magie zu waschen, und Hermine bezweifelte, dass sich der Enthusiasmus des Mannes, was Mugglefischen anging, sich nicht auf Muggelhausarbeit erstreckte. Wie erwartet, lehnte Severus den Vorschlag ab.
„Ich sollte nach Hause gehen, schätze ich.", sagte sie und fühlte sich plötzlich hilflos und schüchtern. „Ich kann Ihnen gar nicht genug für das Abendessen danken - und für alles andere, -"
Snape zuckte die Achseln. „Nicht der Rede wert. Ich war froh über die Gesellschaft."
Irgendwie schien es, als sollte noch etwas gesagt werden, aber Hermine hatte weder Ahnung was, noch wusste sie wie Severus Snape bei einer Flut von Komplimenten von ihr reagieren würde. Letztendlich nahm sie einen tiefen Atemzug und sagte: „Darf ich jetzt apparieren?"
„Natürlich. Die Sprüche waren den ganzen Nachmittag aufgehoben. Sie hätten gehen können, wann immer Sie wollen."
Und das bedeutete jetzt was? Hermine nickte lediglich und lächelte. „Nochmals danke."
Mit einem Knall disapparierte sie.
