Harry wimmerte, als sie ihn mit dem Rücken an die dreckige Wand hingen, aber wenigstens verzichteten sie auf die Nägel. Schlaff hing er in den Ketten. Doch suchte er Lupins Blick, bevor dieser raus gebracht hatte und schaffte sogar noch ein glaubhaftes, aufmunterndes Lächeln. ‚James wäre stolz auf dich!'
Kapitel 7
Dumbledore saß in der Küche des Ordens und legte seufzend den Tagespropheten auf den Tisch. Wie erwartet hatte die Erkenntnis von Voldemorts Rückkehr Ministerium und Volk des Weiteren verschont. Haarsträubende Geschichten von ihm und Harry standen weiterhin in oberster Stelle der Zeitung. Nun kam auch noch dazu, dass man ihm seine Position im Zaubergamot aberkannte und da er keinen Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste fand, eine schreckliche Person des Ministerium aufhalste. Dolores Umbridge, erste Untersekretärin des Ministers, abscheulicher Charakter, keine Ahnung von dem Fach und treu dem Ministerium und seinen Handlungsweisen ergeben.
Das heißt die Schüler würden dieses Jahr keinerlei brauchbaren Stoff in Verteidigung gegen die dunklen Künste lernen. Fudge hatte Angst, dass er, Dumbledore, eine private Armee aus seinen Schülern machen würde, um ihn zu stürzen und die Position des Ministers einzunehmen. Dabei hatten die Kinder gerade in diesen Zeiten einen ordentlichen Unterricht dringen nötig.
Ein weiteres Problem war, dass sie sich nun eine passende Erklärung für Harrys Abwesenheit in der Schule ausdenken mussten. Denn wenn die Zaubereigesellschaft davon erfahren würde, würden weitere verrückte Unwahrheiten über Harry verbreitet, um die Wahrheit zu verbergen und Fudge würde noch misstrauischer werden. Dies war auch der Grund, warum der Orden nicht noch weitere Auroren als Hilfe für Harrys Rettungsaktion bekommen konnten. Sie würden eh nicht helfen.
‚Harry...' Was hatten sie nicht schon alles versucht, um ihn und Remus Lupin aus den Klauen Voldemorts zu bekommen! Doch es war alles vergebens gewesen. Als einziges blieb ihnen die Gewissheit, dass Harry noch am Leben war, denn ansonsten hätte Voldemort es sicher schon an die große Glocke gehangen. Aber sie waren den beiden mittlerweile einen kleinen Schritt näher gekommen.
Snape hatte zwar noch keine Möglichkeit gehabt zu Harry zu gelangen, jedoch meinte er verstärkten Andrang in die Kerker zu erkennen. Allerdings stufte der Tränkelehrer dies nicht als positiv ein. Er meinte, wenn Potter wirklich in den Kerkern und auch der Grund für den verstärkten Andrang in die Folterkammern war, dann sollten sie doch lieber wünschen, dass er tot sei. Der Schulleiter überlegte noch, ob er die anderen mit dieser Neuigkeit belasten sollte.
Die Burg Voldemorts war nahezu uneinnehmbar. Sie lag mitten in einem Gebirge, weswegen man nur aus einer Richtung herankommen konnte ohne auffällige Besen zu nutzen. In dieser einen Richtung grenzte ein Fluss an die Burg, den man nur mit Hilfe einer Brücke überqueren konnte, da sich im Wasser Aquatoxia befanden.
Die Geschöpfe der Finsternis hatte Voldemort selbst erschaffen und niemand konnte sagen, wie sie nun genau aussahen. Sicher war nur, dass sie mit ihren Fangarmen jegliche Objekte aus der Luft in die Tiefe des Flusses zogen. Wer einmal in ihren Fängen war, wurde nie wieder gesehen. Und hinein und raus apparieren ging nicht, da Antiapparierschilde die Festung schützten. Man konnte lediglich über die Brücke, durch den schwer bewachten Haupteingang hinein gelangen. Schlechte Chancen also.
In diesem Moment öffnete sich die Tür zur Küche und Mr. Weasley, Tonks, Moody, Molly und Sirius traten ein. Alle schweigend, mit finsteren Gesicht und in manchen Fällen gerötete Augen. Doch am traurigsten war es, wenn man in das Gesicht von Sirius schaute. Innerhalb der wenigen Tage waren erschreckend viele graue Haare in seiner schwarzen Mähne aufgetaucht, was nicht mal Askaban geschafft hatte. Nachdem er seiner Familie den Rücken gekehrt hatte, hatte er im Grunde nur noch Peter, James, Remus und Lily.
Dann hatte sich der eine Freund, Peter als Verräter heraus gestellt, James und Lily waren gestorben und er selbst war in Askaban gelandet. Nun hatte er seinem Leben einen neuen Sinn gegeben: mit seinem alten, besten Freund an seiner Seite, sich um Harry zu kümmern und damit seine Pflicht als Pate zu erfüllen. Nun waren Harry und Remus in den Fängen Voldemorts und damit so gut wie tot.
Doch auch Tonks sah nicht viel besser aus. Dumbledore hatte schon länger die Vermutung gehabt, dass der Animagus eine Schwäche für Lupin hatte. Und dieser erwiderte diese Zuneigung deutlich, doch waren sie nicht zusammen. ‚Sicherlich will er Tonks keinen Werwolf zumuten.' Und der Schulleiter schüttelte leicht den Kopf. ‚Erstmal müssen Harry und Remus überhaupt da raus geholt werden, ehe ich mir darüber Sorgen machen kann.'
„Du wolltest uns sprechen, Albus?" Mrs. Weasley sah ihn gespannt an. Und in diesem Moment traf der Dumbledore seine Entscheidung. Er konnte ihnen diese Information nicht vorenthalten. Aber er würde versuchen, sie so angenehm wie möglich zu überbringen. Dumbledore sah auf und blickte direkt in die Augen von Sirius.
Pure Verzweiflung spiegelte sich darin, so dass seine Entscheidung fast ins Schwanken geraten wäre. „Es ist nicht viel, aber wenn wir uns Harrys und Remus´ Rettung mit kleinen Schritten nähren, ist das immer noch besser als gar nichts. Snape vermutet, dass die beiden in den Kerkern der Burg gefangen sind, in der sich Voldemort die meiste Zeit aufhält."
Entsetztes Keuchen war die Reaktion, da jeder wusste wie unmöglich ein Eindringen in die Burg war und außerdem hatten sie alle schon die grauenvollen Geschichten gehört, die in den Tiefen von Voldemorts Kerkern geschehen sollten. Schließlich knurrte Mad Eye: „Vermutet er das oder weiß er es?" „Er ist sich ziemlich sicher", antwortete Dumbledore. „Und wieso ist er sich nicht ganz sicher?" Sirius sah ihn mit ausdruckslosem Gesicht an.
„Nun, er hat sie noch nicht gesehen, aber es gibt deutliche Hinweise, dass sie sich da unten befinden." Der Anführer des Ordens schloss für einen kurzen Moment die Augen. Das war ziemlich deutlich gewesen. Das Erbleichen der Mitglieder und das verzweifelte Schluchzen Mollys, bestätigte ihm das alle verstanden hatten.
„Und was ist mit Remus?", fragte Tonks verzweifelt. Der Schulleiter schüttelte nur den Kopf. „Wir haben keine Ahnung", antwortete er leise.
Vor der Küchentür im Hauptquartier rollten fünf Jugendlich schnell ihre Langziehohren wieder ein und rannte in das Zimmer der Zwilling. Dort angekommen konnte Hermine sich nicht mehr halten und fing an haltlos zu schluchzen. Ron sank kraftlos auf das Bett und Ginny hielt sich an den kreideweißen Fred und George fest. Harry wurde brutalst gefoltert. Und sie konnten nichts dagegen tun, vielleicht würden sie ihn nie wieder sehen.
Eine angespannte Stille legte sich auf das Hauptquartier des Orden des Phönix. Die Jugendlichen blieben schweigend vor sich hinbrütend in ihren Zimmern, während der Orden still Pläne schmiedete. Nicht einmal Kreacher wagte es noch zu stören.
* * * *
Harry wurde mit voller Macht gegen die Steinwand geschleudert, wo er schlaff zu Boden rutschte und kraftlos liegen blieb. Die Zellentür knallte zu. Müde schaute der Junge auf und sah wie die Fesseln Lisa freigaben. Eine Sekunde später erschien je ein Teller mit einem üppigen Essen vor den beiden. Besorgt schaute das Mädchen Harry an: „Schaffst du es?" Der Junge nickt und fing an mit zittrigen Händen zu essen. Da begann auch Lisa.
Drei Tage war Harry nun schon hier. Und inzwischen hatte sich ein Tages Rhythmus eingestellt. Jeden Morgen, die Uhrzeit wussten beide nicht, wurden sie dadurch geweckt, dass sie auf den Boden klatschten, da die Ketten sie freigaben. Harry war zwar schon immer wach, da seine Traumbilder ihm nur wenig Schlaf gönnten. Dann hatten sie zehn Minuten Zeit um zu essen. Der Junge der lebt war völlig baff gewesen, als er das üppige Essen gesehen hatte.
So viel hatte er nicht bei den Dursleys bekommen. Es gab Hühnchen mit Kartoffeln, Soße und Salat, dazu ein Glas Wasser, welches sich immer wieder neu auffüllte, sobald es leer war. (Später, als Harry festgestellt hatte, dass es immer das gleich gab, war er nicht mehr so begeistert gewesen.)
Lisa erklärte ihm daraufhin dass Voldemort einen Zauber ausgesprochen hatte, so dass jeden Tag zu den gleichen Uhrzeiten, in jeder Zelle fünf von diesen Tellern erschienen und zehn Minuten später wieder verschwanden. „Das Problem, warum viele Gefangene so mager sind, liegt nicht am Nahrungsmangel, sondern daran, dass sie nicht in der Lage sind zu essen. Und nachholen kann man das es nicht! Im Grunde nochmal eine fiese kleine extra Folter."
Schon bald hatte Harry festgestellt, wie Recht sie damit hatten. Denn nach den zehn Minuten wurden sie, wie von Geisterhand wieder zurück an die kalte Wand geschleudert und gefesselt. Den restlichen Tag über hingen sie nur herum und erzählten sich gegenseitig aus ihren Leben. Meistens jedoch erzählte Harry, da Lisa immer traurig wurde wenn sie von dem Ihrigen erzählte. Am liebsten redete sie über ihren Garten. „Er ist nicht so übermäßig groß, aber wunderschön. Jede Menge Wiese mit Büschen und Sträuchern in allen Farben. Ein großes Blumenbeet und einen Steingarten. Meine Mum liebte Blumen, sie saß oft Stunden im Garten und überlegte, welche Blume sie wohin setzten sollte."
Sie lachte leise. Ein kleines Kräuterbeet mit Schnittlauch, Dill, Zitronenmelisse und vielen anderen Gewürzen für die Küche. Wir hatten auch einen kleinen Teich mit einer mini Holzbrücke drüber. Mit zwei Schritten hattest du sie überquert. Und dahinter ein riesiger Bambusstrauch…" Stundenlang beschrieb sie ihn, bis Harry ein haargenaues Bild hatte, welcher Busch wo stand, welcher Grashalm wie groß war…
Zwischen den Gesprächen wurde Harry immer aus seiner Zelle geholt und in eine andere gebracht, wo die Todesser ihn dann endlos folterten. Da man durch den Cruciatus-Fluch zu schnell den Verstand verlor und man sich dabei nicht ganz so gut abreagieren konnte, unterlag der Junge den Schmerzen von diesem Fluch nur noch seltener.
Dafür verprügelten die Todesser ihn jetzt voller Kraft und traten auf ihn ein. Außerdem liebten sie es, ihn durch Raum fliegen und dann gegen die Wände klatschen zu lassen. Deswegen konnte Harry auch nur noch schwer atmen und hustete nicht selten Blut, schließlich blieben die Rippen bei so was nicht ganz unverschont. Dann gab es, wohl gegen Abend, wieder eine Mahlzeit.
An diesem Tag war es besonders schlimm gewesen. Es schien als würden die Todesser panisch werden. Die Foltermethoden wurden immer grässlicher und wenn er wieder aufstand oder eine ironische Bemerkung abgab, schrieen sie wütend auf und machten noch brutaler weiter.
Bei einer der vielen Flugstunden von Mauer zu Mauer hatte sich der Junge das Genick gebrochen, konnte allerdings, dank der Schnelligkeit Malfoys noch überleben, da dieser es ihm innerhalb einer Sekunde wieder geheilt hatte. Die Schreie des verantwortlichen Todessers hatten laut durch die Burg gehallt, als dieser sich vor seinem Meister rechtfertigen musste.
Einer seiner „Aufpasser" war auf die glorreiche Idee gekommen, dass man ja auch Eisenstangen statt Fäuste benutzen könnte und musste die natürlich gleich ausprobieren. Harry musste eine Stunde lang ertragen, wie das harte Ende der Stange seinen Körper zerschrammte, seine Knochen brach und seinem Bein eine unschöne Fleischwunde zufügte. Das letzte was er sah, war ein helles Blitzen, dann erst wurde er durch die Bewusstlosigkeit erlöst. Allerdings wacht er wieder auf, als man ihn zurück in seine Zelle warf.
Nun lag er halb tot hier und mühte sich ein wenig Wasser zu trinken und schluckte ein paar Bissen Fleisch hinunter, aber schon kurz darauf merkte er, dass das ein Fehler gewesen war und übergab sich direkt auf seinen Teller. Angeekelt schob er diesen weg und sah entschuldigend zu seiner Freundin hinüber. „Tut mir leid, aber ich glaube mein Körper verträgt das nicht. Die Prozedur heute war etwas anstrengender als gewöhnlich." Tränen standen in den Augen seiner Zellengefährtin. Sie kam auf ihn zu und drückte ihn fest (wie es in deinem Zustand ging) an sich.
Schließlich kroch Harry Richtung Wand, schaffte es aber nicht, sich hinzustellen. Lisa half ihn, sich an die Stelle zu lehnen, an der seine Fesseln waren und stellte sich selbst unter ihre. So wurden sie beide einfach nur in die Luft gehoben und nicht mit voller Wucht gegen die harte Steinwand geschleudert, als sich die Fesseln wieder um sie legten. Auf Essen hatte Lisa eh keinen Appetit mehr, weil ein unangenehmer Geruch von Harrys „Mahlzeit" ausging. Doch nachdem die Essensteller wieder verschwunden waren, verflüchtigte sich dieser auch wieder.
Eine Weile lang hingen sie schweigend neben einander, jeder mit seinen Gedanken beschäftigt. Harry versuchte in Gedanken alle möglich Zaubersprüche, Zaubertrankzutaten, und deren Wirkungen durchzugehen, um sich von seinem schmerzenden Körper abzulenken, was sich allerdings als alles andere als leicht heraus stellte. Die Peitschwunden auf seinem Rücken waren noch immer nicht verheilt.
Immer wenn sich Grind bildete, wurde er von der Steinwand wieder aufgerieben, so dass die Wunden mittlerweile vollkommen vereitert waren. Doch statt ihn zu heilen, fügten die Todesser ihm nur immer neue Wunden zu. Jeder Knochen schmerzte, aus seiner frischen Fleischwunde am Oberschenkel floss das Blut sein Bein hinab und sein Kopf wurde von einer fetten Platzwunde geziert. An gebrochene Rippen wollte Harry gar nicht denken- Also, es war nah zu unmöglich an etwas anderes zu denken. Außerdem schwand langsam sein Bewusstsein. ‚Wahrscheinlich sterbe ich eh bald an zu hohem Blutverlust!'
Es war bitterkalt in den Zellen. Sein T-Shirt hatte er ja schon am zweiten Tag verloren und seine Hose bestand nur noch aus Fetzten. Schuhe hatte er schon lange keine mehr. So hing der Junge zitternd an der Wand und siechte langsam vor sich hin. Lisa bekam Panik.
„Harry, du musst jetzt wach bleiben! Wenn die Fußabtreter von Tom kommen und sehen wie es dir geht werden sie dich heilen! Sie dürfen dich nicht sterben lassen."
„M..mir ist s..so k…k..kalt!" Tränen standen dem Mädchen im Gesicht. „Hörst du die Vögel zwitschern? Wenn wir sie hier unten hören können, müssen sie schon gewaltig laut sein! Wahrscheinlich gab es grade einen gewaltigen Regen und jetzt kommt grade die Sonne raus und wärmt alles mit ihren warmen Strahlen." Lisa schloss die Augen und Harry erkannte, dass sie versuchte, sich das eben erzählte vorzustellen. Er versuchte ebenfalls Vögel zu hören, doch da war nichts. Sie waren sicher sehr tief unter der Erde und Lisas Vögel zwitscherten nur in ihrer Einbildung.
Sie öffnete wieder die Augen, schüttelte traurig den Kopf und meinte noch: „Ich kann es mir nicht mehr vorstellen. Ich habe vergessen, wie draußen ist." Schweigen. „Wenn ich doch nur einmal noch die Sonne sehen könnte. Wie ihre hellen Strahlen, sanft durch das Blätterdach fallen. Ihre Wärme auf meiner Haut spüren..."
Vor Harrys Augen verschwamm alles und er schloss sie, damit Lisa es nicht sah. Sie tat ihm so leid, und er wünschte ihr so sehr, dass er letzter Wunsch in Erfüllung gehen würde, dass er als Ausgleich sein restliches Leben hier drinnen verbringen würde. Doch es war aussichtslos.
Dann fiel ihm etwas ein und als ob er nie etwas anderes vorgehabt hätte, flüsterte Harry: „Öffnen!" Auf seiner blutverkrusteten und dreckverschmierten Brust bewegte sich etwas und das Medaillon schwebte vor sein Gesicht und Lisa starrte ihn verwundert an. „Bild eins!"
Ein Bild von Ron, Harry und Hermine in der ersten Klasse im Gemeinschaftsraum erschien. Hermine über einer Pergamentrolle, wie sie eifrig schrieb und Harry und Ron beim Schachspielen. Unnötig zu sagen, dass der erstgenannte verlor. Eine leise, wunderschöne Melodie, die Harry aber nicht kannte, fing an zu spielen. Da kam dem Jungen noch eine Idee. „Vergrößern!" Das Amulett wuchs, aber nicht so sehr, dass das Mädchen auch was sehen konnte. „Größte Stufe!", probierte Harry. Da erschien vor ihnen eine kleine Leinwand mit dem Bild und auch die Melodie wurde lauter.
„Das sind Ron und Hermine. Es ist in der ersten Klasse im Gemeinschaftsraum aufgenommen wurden. Frag mich aber nicht von wem. Bild zwei!" Dieses Mal war Harry beim Quidditch zu sehen, wie er den Schatz hinterher jagte, ein paar rasante Manöver machte und schließlich den Schnatz in die Finger bekam. „Hierzu muss ich wohl nichts sagen", meinte er und musste grinsen. Es waren insgesamt zwanzig Bilder.
Von Sirius und Harry, nur von Sirius, Ron und Hermine, die Weasleys, Dumbledore, wie er gerade Gryffindor den Quidditchpokal überreichte und noch jede Menge andere lustige oder einfach nur schöne Bilder aus den letzten Jahren. Einen heißeren Lachanfall bekam Harry, bei dem Bild von Ron in seinem Festumhang. Doch das Lachen verging ihm schnell, als er Blut vor sich auf den Boden spuckte. Lisa hatte es zum Glück nicht gesehen.
Zum Schluss kamen noch Bilder von seinen Elter und ihm.
Das Medaillon klappte zu und die Melodie verstummte. Harry fühlte sich seltsam, halb unendlich glücklich, halb schrecklich traurig. Aber auf alle Fälle war er froh es zu haben. Die Bilder hatten ihn wunderbar von seinem Zustand abgelenkt und er hoffte, dass es Lisa auch so ging.
Dann hörte er ein leises Schluchzen. „Lisa?" Keine Reaktion. "Lisa! So sag doch was! Was ist los?"
