Kapitel 7 für euch! Viel Spaß beim lesen :-)

Alle schauten sorgenvoll auf, als ein Kopf zum Vorschein kam.

„Elijah, Rebekah, Kol ihr seid es wirklich."
Die drei Urvampire waren sprachlos.

Klaus stand in der anderen Ecke des Raumes.
Er sank auf die Knie und es rollte eine Träne über seine Wange.
„Das ist unmöglich!" sagte er.
„Das kann nicht sein. Er ist nicht hier, oder?" stammelte er.

„Klaus!" Der Neuankömmling stürmte auf ihn zu und umarmte ihn.
„Ich habe dich so vermisst! Hast du mich auch vermisst?" fragte er.

Klaus drückte ihn fest an sich und hielt dann sein Gesicht zwischen den Händen.
Er lächelte ihn an: „Ja das habe ich, Henrik, das habe ich!"

„Ist Finn auch hier?" fragte der Junge. „Nein, Henrik, er macht eine lange Reise zusammen mit Mutter und Vater!" sagte Klaus etwas bedrückt.

Henrik blickte zu Boden. Klaus überlegte einen Moment und sagte dann: „Weißt du, Henrik, Amia, da drüben, hat dich hierher gebracht und wenn sie es erlaubt dann darfst du bei uns bleiben?"

Klaus schaute sie fragend an.
Er hatte Angst, dass Henrik jede Sekunde wieder verschwinden würde!
Doch Amia nickte ihm zu. „Die Natur hat sich entschieden. Henrik kann jetzt für immer bei euch bleiben!"

„Ich darf bei euch bleiben?" fragte Henrik voller Begeisterung.
„Solange du willst, kleiner! Geh jetzt zu deinen Geschwistern und begrüße sie.
Amia, Rania kommt bitte mit mir" sagte er. Sie folgten ihm in die Bibliothek.

Sie setzten sich. „Ich weiß nicht wie ich euch danken kann. Ich stehe zu tiefst in eurer Schuld."

„Du wirst uns ein Versprechen geben!" sagte Amia.

Er schaute sie an. „Was ist es?"

„Du darfst keine Hexe mehr dazu benutzen schwarze Magie auszuführen!" sagte sie bestimmt.

Er überlegte. Er hatte jetzt so vieles zu verlieren was ihm wichtig geworden war. Er hatte seit einer Woche nicht mehr an Macht und Einfluss gedacht. Das war ihm noch nicht einmal aufgefallen.
Es war ihm regelrecht egal was außerhalb seiner Familie passierte. Und außerhalb seiner Freunde, fügte er hinzu.

„Ich verspreche es euch!" sagte er ehrlich.

„Wirst du dein Versprechen brechen, werden wir alles zerstören was dir wichtig ist!" sagten die Hexen.

„Ich habe verstanden!" Er wusste, dass sie das sagen mussten. Viel zu oft hatte er selbst so gehandelt und sie wussten, dass sein Versprechen früher nichts wert war wenn er seine Meinung geändert hatte.

„Ist er ein Vampir?" fragte Klaus die Beiden. „Nein, er wurde getötet, bevor ihr alle verwandelt wurdet und war im Reich der Toten. Er war nicht auf der anderen Seite gefangen, er starb normal" erklärte sie.

„Ihr werdet ihm vieles erklären müssen, auch die neue Zeit! Ihr solltet ihn erst verwandeln wenn er Erwachsen ist."
„Ja, natürlich." Sie erhoben sich. „Ich danke euch nochmals."

„Wir werden in Kontakt bleiben!" sagten die Hexen als sie die Villa Verliesen. Amia stieg in das Auto und ließ das Fenster herunter.
„Beschütze was dir lieb ist nicht mit Waffen sondern mit dem Herzen, Klaus!"

Der Wagen startete und Klaus blickte ihm nach. Er konnte nicht immer noch nicht fassen was passiert war. Langsam ging er nach innen.

Elijah und Kol hatten den Sarg nach unten geschafft. Alles sah wieder wie vorher aus, aber nichts war mehr so.

Rebekah saß mit Henrik bei den anderen Mädchen und erzählte ihm etwas. Er lachte. Klaus zog sich das Herz zusammen als er das sah. Er hatte nochmal die Chance es richtig zu machen und das wollte er jetzt auch tun.

Caroline blickte nachdenklich aus dem Fenster.
„Sie sitzen jetzt schon seit Stunden da draußen. Es wird langsam dunkel. Wir sollten ihn vielleicht ins Bett bringen" schlug sie vor.

„Du hast Recht, er ist bestimmt erschöpft" sagte Rebekah.
„Ich werde ihm noch ein Brot richten. Er wird hungrig sein" sagte Bonnie.
„Wir brauchen noch ein Zimmer für ihn" sagte Katherine.
„Stimmt, ich werde Klaus fragen ob es irgendwo noch eines gibt und Henrik in die Küche schicken!" sagte Caroline.

Caroline machte sich auf den Weg in den Garten.
Sie hatte ihn noch nie zuvor so gelassen und glücklich gesehen.

„Wir werden am Wochenende eine Party für dich veranstalten. Was hältst du davon?" fragte er seinen kleinen Bruder.
„Au ja!" er fiel Klaus um den Hals.

„Hallo Ihr beiden" sagte Caroline. „Hi Care, Klaus wird für mich eine Party machen!" „Wow, das ist ja toll! Aber jetzt solltest du rein gehen. Bon hat dir etwas zu essen gemacht. Und dann wird es Zeit fürs Bett!" sagte sie.
„Och nö!" schmollte Henrik.
„Morgen ist auch noch ein Tag und du willst doch am Wochenende fit sein für dein Fest, oder?" fragte ihn Klaus und zwinkerte ihm zu.
Er drückte seinen großen Bruder und seine neue Freundin noch einmal und rannte ins Haus.
„Wir feiern eine Party" schrie er als er in die Küche kam.

Klaus und Caroline lächelten. „Er liebt dich!" sagte sie bevor sie darüber nachdachte. Er sah ihr tief in die Augen. „Ja!" sagte er nur.
Verlegen blickte sie auf den See.
„Wirst du bleiben? Ich meine zum Fest! Naja, begleitest du mich?" stotterte er. Sie lächelte ihn an. „Ja, gerne, danke!"
„Wo soll Henrik schlafen?" fragte Caroline und überbrückte damit die Stille.
„Wir werden wohl etwas zusammenrutschen müssen. Es gibt nur 10 Schlafzimmer." Er brauchte sie wohl kaum zu fragen, ob sie mit ihm das Zimmer teilen würde, deshalb sagte er: „Rebekah und Stefan könnten sich ein Zimmer teilen, dann könnte er in Stefans Zimmer schlafen."
„Ich werde ihn fragen" sagte sie, drehte sich um und ging ins Haus.

Die Haushälterin servierte das Abendessen. Alle saßen um den großen Tisch im Esszimmer. Henrik schlief bereits.

„Ich denke wir können auf einen gelungen Tag anstoßen" sagte Elijah.
Alle erhoben ihr Glas. „Auf Familie und Freunde" sagte Klaus.

„Wir werden am Wochenende Henrik zu ehren ein Fest ausrichten, Rebekah würdest du das organisieren?" fragte er.
„Natürlich" freute sich Rebekah. „Ihr werdet mir doch helfen, Mädels?" fragte sie in die Runde.
Sie schauten sich verstohlen an. Klaus bemerkte es. „Wir werden hier noch einige Zeit bleiben, bis Henrik sich ein wenig an alles gewöhnt hat. Ihr seid natürlich alle eingeladen" sagte er. „Auf das Fest ebenso, wie noch eine Weile hier zu bleiben" setzte er hinzu.

„Also Mädels helft ihr mir?" wiederholte Rebekah ihre Frage.
„Na klar" sagte Katherine. „Das werden wir! Danke Klaus" sagte Elena.

Nach dem Abendessen versammelten sie sich im Wohnzimmer. „Ich kann nicht glauben, dass wir unseren kleinen Bruder wieder haben!" sagte Rebekah.
„Er ist wirklich erstaunlich" sagte Caroline. „Er interessiert sich ebenso für Kunst wie du, Klaus" sagte sie.
„Wirklich? Das wusste ich nicht" sagte er. „Er hat sich deine Bilder ganz genau angesehen und versuchte vorhin mit Block und Bleistift einiges zu zeichnen. Er hat Talent! Er war wirklich gut" sagte Caroline und freute sich über sein Leuchten in den Augen.

„Wo willst du das Fest eigentlich feiern?" fragte Elena.
„Hier im Haus ist ein kleiner Saal der in den anderen Teil des Gartens führt. Wir werden ein paar alte Freunde und Bekannte einladen. Rebekah du kennst diejenigen die unserer Familie nicht schaden wollen?"
„Ja, natürlich" stimmte sie zu. „Ich werde morgen ein paar Einladungen versenden."

Elijah wandte sich an Klaus. „Wie gedenkst du Henrik zu schützen?" „Was meinst du?" fragte Klaus. „Elijah hat Recht, er ist nicht wirklich sicher als Mensch" sagte Elena.

„Ich könnte ihm einen speziellen Ring machen" schlug Bonnie vor.
„Danke Bonnie!" sagte Klaus. „Das wäre sehr nett von dir, aber wir sollten damit noch etwas warten, bis du wieder zu Kräften gekommen bist!" fügte er hinzu.
„Außerdem sollte wir ihm Eisenkraut unter das Essen mischen" sagte Rebekah.
„Wir werden überlegen ob wir noch mehr tun können, vielleicht fällt uns morgen etwas ein" sagte Elijah.

„Ich werde nach oben gehen" sagte Bonnie. „Geht es dir gut?" fragte Katherine besorgt. „Ja, danke, ich bin nur etwas müde."
„Ich werde dich begleiten" sagte Kol. Die anderen schmunzelten amüsiert und erwarteten eine Zurechtweisung. „Danke Kol!" sagte Bonnie jedoch nur und er folgte ihr.
„Es werden anscheinend noch Wunder wahr!" sagte Rebekah.
„Ich sehe nochmal kurz nach Henrik und gehe dann auch ins Bett! Kommst du mit, Stefan?" „Ja, schlaft gut alle zusammen"
„Wartet, wir kommen auch mit" sagte Katherine und zog Damon mit nach oben. „Bin ja schon da" sagte Damon. „Gute Nacht" sagten die Freunde.

Nun waren nur noch Elijah, Elena, Caroline und Klaus im Wohnzimmer.
Elijah schaute Gedankenverloren in das lodernde Feuer.

„Ist alles o.k. mit dir, Elijah?" fragte Elena.
„Ja, ich kann nur noch immer nicht fassen was heute alles passiert ist. Ich dachte wir sehen Henrik nie wieder!"

„Wir sollten also eurer Mutter danken, dass sie uns alle töten wollte" sagte Caroline. Elijah und Klaus lachten. „Ja du hast Recht, Love" sagte Klaus.

„Wir sollten auch ins Bett gehen" sagte Elena zu Caroline. „Wir müssen morgen schließlich Rebekahs Anweisungen befolgen. Die Männer schmunzelten.
„Wenn Rebekah sich etwas vornimmt dann kann sie sehr genau sein" sagte Klaus. Genau wie Caroline, dachte er sich im Stillen.

„Lasst uns hochgehen." Die Männer standen ebenfalls auf und machten sich auf den Weg nach oben.
„Gute Nacht ihr beiden" verabschiedete sich Elena im ersten Stock. Sie gingen den Gang entlang. Vor ihrer Türe blieb Elena stehen.
„Gute Nacht Elijah!" „Schlaf gut, Elena" sagte Elijah, kam einen Schritt näher, lehnte seinen rechten Arm neben ihren Kopf und flüsterte ihr ins Ohr. „Ach und nur falls du es willst! Ich gehe jetzt unter die Dusche!" Dann verschwand er mit einem unverschämten Grinsen im Gesicht. Elena war so konfus das sie nichts erwidern konnte. Schnell schloss sie die Türe hinter sich!

„Soll ich dir noch ein Bad einlassen, Sweetheart?" fragte Kol nachdem er Bonnie in ihr Zimmer gebracht hatte. Diese sagte verwundert: „Ja, danke!"
Er verschwand kurz im Bad und kam dann wieder in Bonnies Zimmer. „Brauchst du noch etwas?" „Nein, ich denke nicht" sagte Bonnie.
„Gut dann werde ich mal gehen, Träum Süß, Sweetheart!"
„Kol?" sagte Bonnie und er drehte sich noch einmal in der Türe. „Ja?" „Danke!" „Immer zu ihren Diensten, Madam!" Er war wirklich süß, dachte Bonnie und ging in das Bad.

Kol ging in sein Zimmer, schenkte sich einen Scotch ein, zog sein Shirt aus und setzte sich in den Sessel. Er hörte das Doppelschloss des Bades schließen. Als er hörte wie sie das Bad wieder verließ und sich ins Bett legte ging er beruhigt schlafen.

Seit wann machte er sich so viele Gedanken wie es anderen ging.
Bonnie ist bezaubernd, dachte er. Er würde sie beschützen, egal was kam, nahm er sich vor.

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