Bones hat ein Geheimnis. Ein Geheimnis welches durch den neuesten Fall mit Booth aufgedeckt wird.

7. Der Terrorist

Tempe saß auf ihrem Himmelbett, die Luft um sie herum inhalierend. Der vertraute, wohltuende Duft von Hogwarts füllte ihr Gehirn mit einem großen Gefühl der Erfüllung. Es war so lange her. Schnell zog sie die Vorhänge zu und lies sich rückwärts auf das Bett fallen. Nach ein paar Sekunden holte sie das Geschenk hervor. Der Spiegel beschlug sich und Fionas Gesicht erschien. Tempe sprang überrascht auf. "Fiona?"

Fionas Gesicht grinste sie an. "Hey, Entschuldigung, ich konnte heute Morgen nicht sprechen." Tempe rollte sich so, dass sie auf ihrem Bauch la, ihre Ellenbogen stütze sie am Bett ab und ihr Kinn lag in ihren Händen.

"Wurde er mit einem Protean Zauber verzaubert?"

Fiona lachte bei der Frage. "So etwas ähnliches. Es wird uns reden lassen, ohne dass es jemand weiß. Wir können immer noch Freunde sein. Und wenn es in der Klasse Projekte gibt können wir die zusammen machen. Solange ich dich Brennan nenne und du mich Bones und wir uns nicht anmerken lassen, dass wir Freunde sind, können wir immer noch welche sein.

Tempe runzelte die Stirn. "Fiona,"

"Nein, wirklich Brennan. Ich hab das alles ausgearbeitet."

Tempe beendete ihren Gedanken. "Das wird nicht ewig gut gehen, Fiona"

"Natürlich nicht Brennan!", Fiona lachte. "Nur bis wir etwas Magie gelernt haben und uns schützen können." Tempe nickte abwesend, als Fiona die Verbindung zu ihrem Spiegel unterbrach. Es war in diesem Augenblick, indem sie eine seltsame Verbundenheit zu ihrem Nachnamen entwickelte.

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"Du-weißt-schon-wer ist ein Terrorist. Er hatte Anhänger, die als Todesser bekannt waren. Sie töten jeden, der ihrer Meinung nicht zustimmte. Fiona stimmte nicht zu. Sie war eine der ersten die im zweiten Krieg verschwand. Eigentlich, wussten wir nicht einmal, dass der zweite Krieg angefangen hatte als sie verschwand. Cynbie, Alden und ich dachten zuerst sie macht einen Urlaub, ohne uns etwas zu sagen. Sie hat solche Sachen öfters gemacht."

Booth starte sie nur an. "Okay, ich glaub ich will die lange Version. Aber jetzt hab ich keine Zeit. Ich hatte offiziell vor einer halben Stunde Feierabend. Ich muss Parker abholen. Hab ihn über das Wochenende."

Tempe nickte. "Dann werde ich es dir am Montag sagen?", schlug sie vor.

Booth nickte, zögerte und schüttelte dann den Kopf. "Nein, warum kommst du nicht mit und isst etwas mit Parker und mir. Du kannst den Rest auf den Weg zu ihm erklären. Komm schon Tempe, du musst dich ein bisschen entspannen."

Tempe protestierte halbherzig. "Ich muss arbeiten", sagte sie schwach.

Booth schüttelte den Kopf über sie. "Nein, musst du nicht. Du kannst nicht richtig arbeiten wenn du dich nicht auch mal entspannst. Du wirst mit Parker und mir essen."

"Ich will nicht stören."

"Du wirst nicht stören. Komm schon."

Sie wusste, dass Booth erst gehen würde wenn sie zustimmte. "Okay. Und Booth?"

Er schaute sie an, als ob er sei warnen wollte zu protestieren. Sie tat es nicht. "Du darfst niemanden über die Magie erzählen. Es würde uns ruinieren. Wir sind noch nicht bereit für diese Welt. Wenn jemand etwas über uns herausfinden würde, wären wir dem Untergang geweiht." Ihre Augen waren ernst, als sie ihn praktisch anbettelte.

"Ich verspreche es", erleichterte Booth ihre Sorgen und sie lächelte. "Und nun komm schon. Ich bin spät dran."

Booth zerrte sie praktisch raus aus ihrem Büro. Angela beäugte sie misstrauisch, als sie sich hastig verabschiedeten und zum Auto gingen.

"...Dunkle Lord - jemand der jeden töten will, der Nicht-Zauberer mag. Sie verwenden Magie um zu töten und schrecken vor nichts zurück. Das Magische Strafverfolgungs Büro und die Auroren - sozusagen FBI Agenten - gibt es vor allem um sie zu ergreifen", erklärte Tempe sorgfältig als sie um eine Ecke bogen.

"Ich verstehe immer noch nicht, was das mit unserem Fall zu tun hat", Booth war erstaunlich ruhig, seine Augen auf den Verkehr gerichtet, während er zuhörte.

"Fiona stimmte der Meinung von Du-weißt-schon-wem nicht zu. Er befahl seinen Anhängern sie und viele andere, die auch anderer Meinung waren, zu töten. Alle bekannten Todesser wurden angeklagt und verhaftet, aber wir fanden nie die Grabstätten. Dieser Fall ist für unsere Welt sehr bedeutend, denn den Körper zurück zubringen bedeutet für viele Familien Frieden. Außerdem hilft es zu verstehen, was mit ihnen passiert ist."

Booth schien die Informationen erst zu nehmen. "Also, das ist was das MAIM Project ist. Denn, ich muss dir sagen Bones. Es ist ein nicht sehr nettes Wort."(Ü/N:maim bedeutet im Deutschen so viel wie verstümmeln. Also heißt es hier sozusagen das Verstümmelungs Projekt)

Tempe lachte unerwartet. "Ich weiß. Er steht für Magische Hilfe für die Untersuchung der Muggel(Ü/N: Magical Aid to the Investigation of Muggel), eigentlich sollte es Magische Hilfe für Muggel Untersuchungen heißen(Ü/N:Magical Aid to Muggel Investigation), aber man dachte das klingt zu sehr nach Mama."

"Und sie denken MAIM ist besser?" Booth klang skeptisch.

Tempe zuckte mit den Schultern. "Wir sind nicht gerade für exzellente Abkürzungen bekannt, obwohl ein paar ziemlich gut sind. Wir sind eine isolierte Gesellschaft."

Booth verdrehte die Augen und sagte sarkastisch:"Ich seid eine isolierte Gesellschaft. Jetzt verstehe ich. Das erklärt alles."

"Ich denke es erklärt viel", entgegnete Tempe verletzt. "Wie, warum ich deine Anspielungen auf die Pop-Kultur nicht verstehe. Ich bin in einer anderen Welt aufgewachsen, Booth."

"Ich hab es nicht so gemeint", Booth seufzte. "Können wir nicht eine Pause einlegen?"

Tempe stimmte zu und Booth stieg aus dem Auto aus.

"Parker Spiel nicht mit deinem essen", erklärte Booth seinem Sohn, als er ihn beobachtete wie er den Broccoli unter den Tisch warf, als er dachte sein Vater sieht ihn nicht. Parker schmollte und legte den Broccoli zurück auf den Teller. Tempe musste sich dabei ein Lächeln verkneifen.

Booth drehte sich um, um kurz mit ihr zu reden. Sie schüttelte ihren Kopf und sagte:"Entschuldigung, was?"

Booth grinste, als er sah wo ihre Aufmerksamkeit war. Er wiederholte sich zwischen zwei Bissen. "Was machst du morgen?"

"Ich hab überlegt Cynbie und Alden zu besuchen. Ihnen erzählen, dass wir Fiona gefunden haben. Mit meinen Patenkindern spielen", sie zuckte mit den Schultern.

Booth Mund fiel sozusagen auf, Parker kicherte. "Papi, esse nicht mit offenem Mund!", rief er.

Er schloss seinen Mund abrupt und beendete seinen bissen. "Du hast Patenkinder? Ich dachte du willst keine Kinder, und das du nicht an Gott glaubst."

"Nur weil ich selbst keine Kinder haben will, heißt das nicht, dass ich Kinder nicht mag. Und Patenkinder zu haben, ist dort wo ich herkomme ein bisschen anders. Es gibt nur eine Patentante oder Patenonkel für die ganze Familie, und es gibt keine wirkliche religiöse Bedeutung. Es ist als hätte man einen Extra Elternteil. Wir haben uns diesen Begriff aus eurer Welt geliehen. Wirklich, es ist nicht das gleiche."

Booth nickte. "Oh."

"Wollen du und Parker mitkommen?", lud sie die beiden ein. "Emmett ist ungefähr in Parkers Alter."

Booth zögerte einen Moment. "Wo ist das?"

Tempe sah plötzlich ein bisschen verlegen aus. "England, ich schätze dann nicht. Emmett und Parker leben nicht mal in derselben Welt, oder im selben Land. Entschuldigung, es war eine dumme Idee. Mach dir keine Sorgen darüber." Aber gerade als sie fertig geredet hatte, verschwand der Broccoli von Parker Teller mit einem hörbarem Plop Geräusch.

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"Hi Mami, hi Papi", begrüßte Tempe ihre Eltern mürrisch.

Matthew sah sie streng an. "Tempe, wir haben dich seit Weihnachten nicht mehr gesehen. Ich würde denken, du könntest ein bisschen netter zu uns sein. Wir sind deine Eltern."

"Was auch immer."

Matthews und Christine tauschten feierliche Blicke aus. "Tempe, wir denken, dass du für so lange Zeit so weit weg von uns bist, ist keine gute Idee. Du bist seit drei Jahren auf Hogwarts und wir denken, dass es das Beste wäre, wenn du ab nächstes Jahr auf die Agnes Sampson gehen würdest. Wir haben dich dort angemeldet und sie haben sie akzeptiert. Wir werden heute Abend deine Anmeldung bei Hogwarts widerrufen."

Tempes Mund fiel auf. "Ihr könnt das nicht machen!"

"Wir können, Temperance, und wir werden. Du geratest außer Kontrolle. Jedes Mal wenn wir dich sehen, was nicht sehr oft ist, bist du launisch, weil wir dich zu einer schlechten Zeit erwischt haben oder du hast ein Spiel in fünf Minuten oder du gehst in dieses Dorf. Wir kennen dich kaum noch, Temperance. Bei der Agnes Sampson kommst du jede Nacht nachhause und wir werden diese Probleme nicht mehr haben. Und was ist überhaupt mit deinem Bruder? Du hast seit zwei Jahren fast kein Wort mehr mit ihm gesprochen, aber davor wart ihr gute Freunde. Nein Temperance, das muss aufhören. Und es fängt hier und heute damit an."

"Ich hasse euch!", schrie Tempe sie an, machte sich aber nicht die Mühe zu protestieren. Ihre Eltern hatten ihre Entscheidung getroffen. Stattdessen, saß sie still auf der Rückbank des Autos und kaum das sie zuhause war ging sie in ihr Schlafzimmer und begann zu weinen.