VII.
Das Buch, das sie Deegan abgenommen hatten, war ohne Zweifel ein ganz besonderes Buch. Cisco und Caitlin untersuchten das Buch zusammen mit Curtis, der ganz „zufällig" in StarLabs vorbei sah, während Diggle sich bei Argus zurückmelden musste und sie wieder verließ. Und während all dem war Oliver immer noch Barry und Barry immer noch Oliver.
„Alles in allem könnt ihr froh sein, dass ihr Hitzeunterdrücker und Brunfthemmer nehmt", meinte Kara dazu, „Ansonsten wäre das hier noch verwirrender als ohnehin schon ist."
„Aber ich habe keine …." Oliver verstummte und wandte sich Barry zu. „Nimmst du normalerweise Hitzeunterdrücker?", wollte er von dem ehemaligen Alpha wissen.
„Natürlich nicht. Ich bin mit einem Alpha verheiratet", erwiderte Barry.
„Aber ich habe keine genommen, seit ich du bin! Ich habe nicht einmal daran gedacht! Oh, mein Gott, all der Stress! Jeden Moment könnte meine Hitze ausbrechen!", erkannte Oliver und geriet offensichtlich in Panik.
Barry seufzte. „Ollie, ganz ruhig. Denkst du wirklich, Iris hätte ihren Ehemann gemeinsam mit einem Alpha eingesperrt, wenn sie nicht vorgesorgt hätte?", wandte er ein, „Die haben uns mit dem Kaffee nicht nur betäubt, sondern auch mit Unterdrückern und Hemmern gefüttert. Oder was denkst du, warum bei dir bisher noch keine Pre-Hitze-Symptome aufgetreten sind? Und das trotz all dem Stress? Oder warum ich nicht gleich in Brunft geraten bin, als wir in Gotham überfallen wurden?"
Oliver schien darüber nachzudenken. „Du hast recht", meinte er dann, „Irgendwie habe ich darüber nie nachgedacht. Ich meine, mein Zyklus war immer unregelmäßig, und Omegas lösen bei mir eigentlich so gut wie nie Brunft aus, weil ich selten welche treffe, die gerade eine Hitze erleiden, also … war das meine letzte Sorge."
„Nun, es war eine meiner ersten", gab Barry zurück, „Aber wie gesagt, meine Frau hat vorgesorgt."
Oliver wirkte über diese Offenbarung auch nicht besonders begeister. Ohne sein Wissen unter Medikamente gesetzt zu werden, war ihm offenbar auch nicht besonders recht. Barry hingegen war es auf jeden Fall lieber als die Alternative. Dabei erinnerte e er sich an noch etwas, das sie besprechen mussten. „Kara, kannst du uns für ein paar Minuten alleine lassen?", bat Barry seine Freundin deswegen.
„Klar, ich wollte mich sowieso noch mit Iris austauschen. Über … alles, was es so Neues gibt", meinte der Omega und ging dann hinüber zu Barrys besorgt wirkender Ehefrau, die Cisco, Curtis, und Caitlin bei ihren Untersuchungen des Buches zusahen.
Oliver sah Barry fragend an. „Als ich diesem Gas ausgesetzt war, da hab ich Adrian Chase gesehen", erklärte dieser langsam.
„Ich habe den Reverse-Flash gesehen", meinte Oliver, „Offenbar halten uns sogar die Chemikalien dieser Welt für den anderen."
„Die Dinge, die er gesagt hat…." Barry unterbrach sich. „Ich weiß ja, dass du viel durchgemacht hast, Oliver, aber ich dachte nicht, dass dich das alles so sehr mitgenommen hat. So sehr, dass du … so wenig von dir selbst hältst."
Oliver zuckte die Schultern. „Ich weiß nicht, wovon du sprichst", behauptete er.
Barry schüttelte den Kopf. „Mir ist schon klar, dass du nicht darüber reden willst. Und ich weiß, dass ich dich nicht so gut kenne wie andere, aber eines weiß ich mit Sicherheit: Du bist kein Mörder, Oliver. Du bist nicht wie Chase oder wie der Führer, du bist besser als sie. Was wir tun, ist nicht immer leicht, und ja, es fordert manchmal Opfer. Keiner weiß das besser als ich. Aber du solltest nicht die Schuld für alles, was in deinem Leben passiert ist, bei dir suchen. Auch andere Menschen treffen Entscheidungen nicht nur du. Dass Felicity dich verlassen hat, hat nichts mit dir zu tun, und alles mit ihr", meinte er.
„Offensichtlich hat es doch alles mit mir zu tun. Selbst Iris ist dieser Meinung. Und vielleicht war es besser, dass sie gegangen ist, immerhin könnte das ihr Leben retten", gab Oliver zurück.
„Denkst du wirklich, dass es nur auf diese beiden Möglichkeiten hinausläuft? Zu sterben oder dich zu verlassen? Du hast immer noch John. Du hast immer noch Curtis", meinte Barry und deutete in die Richtung des großgewachsenen Omegas.
„Aber nicht wirklich. Ich hatte sie schon lange verloren, bevor ich mich entschieden habe ins Gefängnis zu gehen, und das zu recht. Sie haben mich angesehen und erkannt, was ich bin. Was du nicht sehen willst. Und das gefällt mir ja ganz gut, aber eines Tages wirst du mich ansehen und wirst sehen, was alle anderen bereits erkannt haben, und dann wirst auch du mich verlassen", behauptete Oliver.
Barry schnaubte. „Das ist Blödsinn", erklärte er, „eines kann ich dir versichern, ich lasse meine Freunde nicht im Stich. Falls du also nicht vorhast vollkommen durchzudrehen und reihenweise unschuldige Leute zu ermorden, werde ich weiterhin zu dir stehen. Und selbst, wenn du das doch tun solltest, selbst dann würde ich vielleicht immer noch zu dir stehen. Solange wir beide da sind, werde ich dich nicht verlassen."
„Mhm", meinte Oliver, „Ja, die Halluzination von Thawne hat so etwas erwähnt. Geht es um diese Schlagzeile aus der Zukunft? Die Zukunft kann man verändern. Sie wurde schon mal geändert, erinnerst du dich? Iris lebt, oder etwa nicht? Du hast ihr Schicksal verändert."
Barry seufzte. „Ich glaube, und darüber habe ich schon mal mit Ray und den anderen gesprochen, dass es Dinge gibt, die man ändern kann, und andere Dinge, die man nicht ändern kann, die fixe Punkte in der Raum-Zeit sind, die einfach geschehen müssen, egal was man tut", gab er sie, „Und du weißt ja, dass ich immer versuche das Positive an allen zu sehen und in eine Zukunft zu blicken, die die beste aller Welten präsentiert, aber, was wenn ich mich irre, was wenn manches einfach nicht gut ausgehen kann?"
Oliver blickte ihn nachdenklich an. „Ist es das, was Joe gemeint hat? Was ist los, Barry? Wie hast du Nora enttäuscht?", wollte er wissen.
Barry konnte es nicht sagen. Nicht, nachdem er Oliver gerade versprochen hatte immer an seiner Seite zu sein. „Ich habe nur Angst sie immer zu enttäuschen, egal was ich tue", erklärte er, „Jedes Mal, wenn ich denke, dass ich das Schlimmste hinter mir habe und endlich mein Happy End bekomme, werde ich eines Besseren belehrt."
Oliver nickte. „Ich weiß, auch du hast viel durchgemacht. Ich vergesse das manchmal und tue so als wäre dein Leid nichts im Vergleich zu meinen, aber in Wahrheit habe ich das immer am Meisten an dir bewundert, Barry, dass du all diese Tragödien erlebt hast, und trotzdem immer noch positiver Mensch geblieben bist. Dass du im Grunde deines Herzen immer noch ein Optimist bist. Du und Kara, ihr könnt das. Weiter an das Gute glauben, während ich …. jeden Glauben daran vermutlich in der Sekunde verloren habe, als …."
„Als was?", wollte Barry wissen.
„Als mein Vater vor meinen Augen einem anderen Crewman, der mit uns im Rettungsboot saß, erschossen hat um unsere Chancen auf Rettung zu verbessern. Und seit dem scheint jedes Mal, wenn ich mir erlaube doch noch an eine bessere Zukunft zu glauben. das nächste Schreckliche zu passieren", schloss Oliver, „Und ein Omega zu sein hat das nicht geändert, nicht in meinem Inneren. Ich warte schon jetzt auf den nächsten Tiefschlag."
„Deswegen muss man die Gegenwart genießen, weil man nie weiß, was als nächstes kommt", meinte Barry, „Vielleicht ist es das, was uns beide voneinander unterscheidet. Wir beide haben Angst vor der Zukunft, aber ich lasse mich davon nicht beherrschen, zumindest meistens nicht. Ich konzentriere mich nicht darauf, was ich verloren habe, sondern darauf, was ich in meinem Leben immer noch habe. Und auch du hast Gutes in deinen Leben. Du hast deine Schwester, und deine Freunde, und bald wirst du auch wieder William haben. Du brauchst keine Felicity um glücklich zu sein. Und Watson ist nicht dein Ende, sie ist nur eine Zwischenstation. Ich habe immer daran geglaubt, dass der Arrow ein wahrer Held ist, und das tue ich noch. Du wirst uns alle retten, Oliver, du wirst schon sehen."
„Barry! Oliver! Es geschieht schon wieder!", rief Cisco, und alle eilten zu der Dimensionsöffnung, die sich öffnete. Die anderen hatten rech gehabt, der Mann dahinter war ein Flash, und er sah aus wie Jay Garrick (und damit wie Barrys Vater), nur dass sein Kostüm nicht stimmte.
„Endlich, endlich konnte ich euch erreichen. Der Monitor, das Buch", keuchte er. Doch er war schon wieder am Flackern und Verschwinden.
„Oliver", wandte sich Barry an den Omega, „Du musst ihn holen und zu uns ziehen."
Oliver sah ihn an, als würde er an seinem Verstand zweifeln. „Soll das ein Witz sein?", empörte er sich, „Ich weiß nicht einmal, wie das gehen soll! Wally…."
„Ist mit Ralph auf Patrouille. Selbst bei seiner Geschwindigkeit könnte sich die Öffnung wieder schließen, bis er hier ist", meinte Iris streng, „Tu es."
„Ich weiß, dass du es kannst", betonte Barry.
Oliver seufzte. „Einfach in die Speed Force rennen, und von dort nimmst du ihn mit. Hierher", wies Barry ihn an. Oliver schien immer noch seine Zweifel zu haben, tat aber wie ihm geheißen worden war. Gerade in dem Moment, als das Abbild des anderen Flash wieder verschwand. Sie warteten ein paar Sekunden lang nervös ab, und dann…. standen Oliver und der andere Flash wieder vor ihnen.
„Jay, bist du das?", wollte Caitlin wissen.
Der Flash, den Oliver mitgebracht hatte, trug einen roten Anzug im Stil von Barrys Anzügen, doch aus anderem Material. Er war ein Omega, so viel war offensichtlich, aber er war nicht Jay Garrick von Erde-3. „Entschuldigung", meinte Cisco und nahm sich genetisches Material von ihm.
„Dad?", fragte Barry zögernd.
Der Flash schüttelte den Kopf. „Mein Name lautet Barry Allen", erklärte er, „Ich bin hier her gekommen um euch zu warnen. Vor diesem Buch." Er deutete auf das Buch, das immer noch vor Curtis lag. „Und vor seinem Besitzer."
„Er ist ein kosmisches Wesen, das sich der Monitor nennt, auch wenn das nicht sein Name ist. Er testet Welten. Er hat meine Welt getestet, doch wir haben versagt. Dieses Buch, man nennt es das Buch des Schicksals. Mit ihm kann man die Realität umschreiben", erklärte der andere Barry Allen.
„Mhm", machte Cisco indessen, der sich die Datenanalyse des genetischen Materials ihres Gastes ansah, „Allen-DNS kann ich bestätigen. Ansonsten sind das Interessanteste die Marker seines Heimatsuniversums. Harry würde das hier lieben. Dieser Barry Allen hier kommt aus keiner der uns bekannten 53 Welten. Was erklären könnte, warum es so schwer für ihn war uns zu erreichen."
„Moment. Ich bin verwirrt", wandte Kara ein, „Habt ihr nicht gesagt, es gibt nur diese 53 Welten. Plus andere Dimensionen, die zwar zum Multiversum gehören, aber eben keine Dimensionen im Sinne unserer beiden Heimatdimensionen sind?"
„Nein, das Multiversum ist unendlich", erklärte Barry, „Keiner weiß, wie viele Dimensionen es gibt."
„Ja, das hast du mir damals, als wir uns kennengelernt haben, erklärt, aber letztes Jahr hat Dr. Wells gesagt, dass es nur 53 Paralleldimensionen gibt", widersprach Kara.
„So hat er das zwar nicht gesagt, aber …. Wartet mal….!" Cisco bemalte ihre durchsichtige Denkwand mit einem Stift. „Wie Barry gesagt hat, ist das Multiversum unendlich, aber … wir befinden uns hier in einem Cluster von 53 nahezu identischen benachbarten Universen. Aufgrund der geographischen Nähe, wenn ihr so wollt, und der Ähnlichkeit dieser Welten können wir zwischen diesen Welten ohne größere Probleme hin und her reisen. Dieser Barry Allen hier kommt aber aus einem anderen Cluster benachbarter Universen, die weiter drüben liegen, etwa hier. Deswegen stammt er von einer Erde, ist ein Speedster, hat Zugang zur Speed Force und all das, konnte uns aber nicht so leicht erreichen." Er malte entsprechende Kreise mit darin befindlichen kleineren Kreisen auf und dann eine Verbindung zwischen ihnen, die wohl die Speed Force darstellen sollte.
„Meine Erde heißt Erde-90", bot der andere Barry Allen an, dem das Alles genauso neu zu sein schien wie ihnen.
„Das ist …. alles sehr kompliziert", meinte Kara.
„Und es spielt keine Rolle", sagte der andere Barry Allen, „Was eine Rolle spielt ist der…."
In diesem Moment kam Sherloque hereingestürmt und drehte den Fernseher auf. In einer Sondersendung war ein dunkelhäutiges seltsam gekleidetes Wesen auf den Straßen von Central City zu sehen. „C'est lui", meinte er.
„Das ist er!", bestätigte der andere Barry Allen, „Der Monitor. Wir müssen ihn aufhalten, bevor er eurer Welt das gleiche antut wie meiner. Ich bin der Letzte, alle anderen sind tot."
„Ich informiere Wally und Ralph", meinte Iris.
„Kara, kannst du mich mitnehmen?", wandte sich Barry an den weiblichen Omega. „Klar", meinte dieser, und die anderen beiden Speedster waren bereits losgerannt. „Ich hätte uns alle einfach hinbreachen können, das wisst ihr schon, oder?", maulte Cisco noch, während die Kryptonierin mit Barry in ihrem Armen los flog. Zeit denjenigen zu konfrontieren, der hinter all dem steckte.
Dieser Monitor war eine beeindruckende Gestalt, das musste man ihn lassen. Er roch …. Nun Oliver konnte nicht wirklich sagen, wonach er roch, nur dass er anders roch als alle anderen Wesen, die er jemals zuvor getroffen hatte. Selbst die Dominators, die immerhin Außerirdische gewesen waren, hatten immer noch nach den drei sekundären Geschlechtern gerochen, doch der Monitor, nun er roch einfach anders.
Oliver, Barry, Kara, Caitlin, Cisco, Ralph, Wally, und der andere Barry Allen-Speedster standen dem Monitor gegenüber. „Wer bist du, und was willst du von uns?!", wollte Oliver von dem Mann, der laut dem fremden Speedster Monitor genannt wurde, wissen.
„Mein Name lautet Mor Novu, und ich bin auf der Suche nach Champions. Eine große Krise wird kommen, die letzte große Krise, die das Ende von allen bedeuten kann", erklärte der Monitor, „Nur diejenigen, die würdig sind, sind in der Lage uns alle zu retten. Bisher habt ihr euch als würdig erwiesen, doch der Test ist noch nicht vorbei." Und mit diesen Worten erschien das Buch, das Buch des Schicksals, das eigentlich in StarLabs war und sich unter Bewachung von Curtis, Iris, und Sherloque befand, in den Händen von Mor Novu.
„Nein!", rief der fremde Flash aus, „Ich werde nicht zulassen, dass du dieser Erde antust, was du meiner Welt angetan hast!" Und dann stürzte er auf Mor Novu zu. Oliver war sich ziemlich sicher, dass der einzige andere, der seinen Angriff sehen konnte, Wally war, aber so schnell der Angriff erfolgte, so schnell war er auch wieder vorbei.
„Eines muss ich dir lassen, Barry, du gibst nicht so leicht auf", seufzte Mor Novu und machte eine wegwerfende Handbewegung, und im nächsten Moment schien sich der ältere Speedster in Nichts aufzulösen.
„Nein!" Dieser Schrei war von Olivers Barry gekommen.
Mor Novus kalter Blick traf ihn, und Oliver stellte sich schützend vor seinen Barry. Diesen würde er nicht auch noch auslöschen. „Euer Test geht in die nächste Runde!", verkündete er und im nächsten Moment erschien neben ihm John Deegan, der überaus verwirrt wirkte.
„Was?", murmelte der Beta, und Oliver konnte nicht anders als sich über die Unfairness dieser ganzen Geschichte zu ärgern. Sie hatten das Buch bereits gehabt! Sie hatten Deeagn besiegt! Doch nun sollte alles umsonst gewesen sein!
„Ich gebe dir noch eine Chance", erklärte der Monitor Deegan, „Das letzte Mal hast du in zu kleinen Kategorien gedacht. Und zu unspezifisch. Du wollest, dass derjenige, dessen Leben sich am grundlegendsten von dem des Flashs unterscheidet zum Flash wird. Doch das warst nicht du, es war Green Arrow, weil sein Leben und das vom Flash viele Gemeinsamkeiten besitzen, sie aber vollkommen anders auf die Dinge, die ihnen widerfahren, reagieren. Was du also tun musst ist nicht mehr abstrakt zu denken sondern eindeutig. Versuch es also noch einmal, und denk dieses Mal größer." Und mit diesen Worten drückte er Deegan das Buch wieder in die Hände.
„Haltet ihn auf!", rief Oliver und rannte los, genau wie Wally, doch Deegan hatte das Buch bereits aufgeschlagen, und sie stellten fest, dass sich keiner von ihnen vom Fleck rühren konnte. Die beiden Speedster hingen mitten im Laufen fest, während alle andern wie angewurzelt da standen, mit Ausnahme von Kara, die losgeflogen war, und nun unbewegt in der Luft hing als würde sie schweben.
Und dann veränderte sich Deegan. Der Beta, der nun das Buch in den Händen hielt, sah nicht mehr aus wie der dürre zerzauste John Deegan, nein, er war das Ebenbild von Clark Kent, nur dass sein Superman-Anzug schwarz war und nicht blau, gelb, und rot.
Oliver konnte Kara entsetzt keuchen hören, und dann … war sie auf einmal verschwunden. Genau wie wenigen Momente später Wally, Ralph, Cisco, und auch Caitlin.
Und dann war auf einmal Deegan verschwunden, samt Buch, genau wie der Monitor.
Oliver sah sich um und erkannte, dass er einzige, der noch neben ihm stand, Barry war. Doch er trug nicht mehr sein Green Arrow-Outfit. Und Oliver trug nicht mehr den Flash-Anzug. Sie beide waren im selben Outfit gekleidet: In schwarzen Lederhosen, Lederjacken, mit schwarzen Halstüchern. Warum sehen wir aus wie Biker?, wunderte sich Oliver. Dann fiel es ihm auf: Barry roch wieder nach Omega. Nicht mehr nach Alpha.
„Barry! Du bist wieder du!", stellte Oliver fest.
„Ja, ich …" Der Omega verstummt und stolperte fast über seine eigenen Füße. „Mein Speed ist immer noch weg", stellte er fest und schnupperte dann in Olivers Richtung. „Zumindest bist du wieder ein Alpha", meinte er.
Dass sie wieder die richtigen Geschlechter hatten, sollte ihnen zumindest ein kleiner Trost sein, aber in Wahrheit fühlte Oliver keine Erleichterung in sich aufsteigen, sondern nur neue Sorgen. Er wurde das Gefühl nicht los vom Regen in die Traufe gekommen zu sein. Was immer Deegan mit der Realität angestellt hatte, es musste mehr sein als sich selbst zu Supermans Ebenbild zu machen und ihnen Biker Outfits zu verpassen.
„Oh, mein Gott, das sind die Zwillinge!", rief eine Stimme hinter ihnen, die Oliver erstaunt vertraut vorkam, und von der er eigentlich angenommen hätte, dass er sie nie wieder hören würde. Malcolm Merlyn stand gesund und munter hinter ihm, trug eine Polizei-Uniform, und zielte mit einer Pistole auf Oliver und Barry. „Ihr seid verhaftet! Keine Bewegung!", bellte er.
Barry hob die Hände. „Das ist alles ein Missverständnis", begann er, doch in diesem Moment trat Ricardo Diaz, ebenfalls in Polizeioutfit, neben Malcolm und verkündete: „Bist du verrückt? Der Befehl lautet bei Sichtung töten!" Nun von Diaz war so eine Einstellung wohl zu erwarten, egal in welcher Realität.
„Und wenn wir uns ergeben?", schlug Barry vor, während Oliver seine Muskeln anspannte.
Diaz seufzte. „Tja, wenn ihr euch ergebt … erschießen wir euch trotzdem", meinte er trocken, und begann auch schon zu schießen.
Oliver riss Barry aus der Schussbahn und zerrte den Omega hinter sich her, während auch noch Malcolm damit begann auf sie zu schießen, und während sie davon liefen, fiel Olivers Blick auf ein riesiger Fahndungsplakat mit seinem und Barrys Gesicht darauf. Ja, Deegan hatte mit der Realität definitiv mehr angestellt, als sich zu Supermans Ebenbild zu machen und ihnen Biker-Outfits zu verpassen.
A/N: Damit beginnen wir den dritten Teil des Crossovers. Und ja, Diaz hat doch noch einen Auftritt bekommen, dafür kein Joe, einfach weil ich ihn, glaube ich, in meinem Verse bisher noch nie in den Fics selbst erwähnt habe, also wozu ihn jetzt einbauen?
Und ja, das Multiversum. Ursprünglich sprachen sie von unendlichen Universen. Dann in den letzten zwei Staffeln oder so begannen sie mit dem New 52-Unsinn und reduzierten die Anzahl der Paralleluniversen auf 53. Aber, wie mein Bruder so schon gefragt hat, wie kann der Old Man Barry von Erde-90 stammen (die so heißt weil das die Erde ist auf der die 90'er Jahre „Flash"-Serie spielt), wenn es nur 52-Erden plus Erde-X gibt?
Was mit Kara passiert ist, erfahrt ihr das nächste Mal.
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