Innerhalb der nächsten Woche ging es Remus nur langsam besser. Seine körperliche Schwäche musste er auskurieren wie eine echte Grippe. Tonks kümmerte sich so gut es ging, um ihn, ohne dabei ihre Aufgaben als Aurorin zu vernachlässigen. Sie sah Abends nach ihm und schlief an seiner Seite. Die Verletzungen, die er sich während seiner Verwandlung zufügte heilten besser als erwartet. Vermutlich ein Nebeneffekt seines Werwolfblutes.

Tonks hatte es ernst gemeint als sie sagte, dass sie ihn liebte. Mit Remus fühlte sie sich nicht mehr ganz so wie ein Freak. Sie lag neben ihm an diesen Morgen. Sie sahen sich mit verschlafenen Augen an. Tonks streichelte ihn zärtlich über die Brust. Es musste nicht immer Sex sein, manchmal reichte es wenn sie nur beieinander lagen und sich sanft berührten. Sie genoss Remus' Intimitäten genauso wie wenn sie sich wild liebten. Er küsste sie sanft, nahm sie in die Arme und streichelte ihren Rücken. Tonks ließ sich fallen und gab sich seinen Zärtlichkeiten hin. Sie schloss genießend die Augen, spürte wie seine Finger über ihre Brustwarzen strichen.

Als Aurorin musste sie immer taff sein und immer genauso viel einstecken wie sie austeilte. Jemanden zu haben, der ihr wenigstens für ein paar Stunden diese Last von den Schultern nahm machte sie glücklich.

Ihre gegenseitigen Steicheleinheiten sorgten bei ihr für eine tiefe Zufriedenheit. Sie küssten sich zärtlich. Tonks führ mit den Fingern über Remus' Bartstoppeln und durch sein Haar. Nackt lagen sie hier unter ihrer Decke. Tonks vergrub ihr Gesicht in seiner Schulter. Ein Teil von ihr wurde wieder wild, wollte das er mehr tat als sie nur zu berühren. Sie spürte wie aus dem wohligen Gefühl ein verlangendes Brennen zwischen ihren Beinen wurde.

Ihre Hände nahmen sein schlaffes Glied und sie massierte es genüsslich. Remus seufze unter ihren verlangenden Berührungen.

Ja, Tonks wollte bei Remus sein, mit ihm Sex haben, sich ganz in ihm verlieren. Sie schlang ihr Bein um seine Hüfte und ließ ihn sanft von der Seite in sie eindringen. Genüsslich seufze sie, schloss die Augen, während sich ihr Unterleib im langsamen Rhythmus seiner Stöße rekelte. Tonks umarmte ihn, drückte ihn nah an sich, um seinen Körper auf dem ihren spüren zu können. Leise begann sie zu stöhnen. Remus küsste ihre Brüste und nahm ihre harten Warzen in den Mund. Sie nahm seinen Kopf in ihre Hände und küsste ihn leidenschaftlich. Tonks spürte Remus' heißen, erregten Atem auf ihrer Haut. Seine Stöße in sie wurden fester. Sie presste die Beine zusammen um ihn stärker spüren zu können. Tonks wollte ihn so sehr. Sie schloss die Augen und umklammerte Remus' Rücken. Sie presste ihn an sich und glitt mit ihren Fingern seine Taille entlang. Tonks biss sich vor Lust auf die Lippen.

Remus nahm ihre Schenkel und drehte sie auf den Rücken. Er baute sich über ihr auf, küsste sie lustvoll, knabberte an ihren Ohren und biss zärtlich in ihren Hals. Er legte seine Stirn auf die Ihre und sah ihr fest in die Augen, während er schneller wurde.

„Ja, oh ja.", stöhnte Tonks. „Hör nicht auf!"

Sie schlang ihre Beine um seine Hüfte und gab sich seinen Bewegung vollends hin. Remus hockte sich vor sie hin und bugsierte ihren Hintern vor sich. Er drückte ihre Beine auseinander und massierte ihre Schamlippen mit der Hand. Tonks stieß einen Lustschrei aus und hielt sich am Geländer des Bettes fest, während Remus tiefer in sie stieß. Er stöhnte und legte die Hände auf ihren Bauch, um sie weiter nach unten zu drücken. Seine Finger verkrampften sich. Tonks nahm seine Hände. Sie sahen sich einander an während sie ihren Höhepunkt erreichten. Ihr beider Stöhnen erstarb und Tonks setzte sich auf. Einmal mehr umarmte sie Remus, legte ihren Kopf auf seine Schulter streichelte ihn über den Rücken. Sie saßen noch lange Minuten da und genossen den Augenblick.

„Ich liebe dich.", sagte Remus und küsste sie.

Tonks erwiderte seinen Kuss und lächelte ihn an. Sie spürte wie er seinen Penis langsam aus ihr zurückzog. Nass und klebrig schmiegte er sich an ihren Bauch. Tonks war glücklich. Einfach nur glücklich. Sie genoss den Sex mit Remus einfach so wie er war, völlig unverblümt. Es brauchte keine prüde verhüllten Worte dazu.

Tonks erhob sich von seinem Schoß. Remus erhob sich ebenfalls und umarmte sie von hinten. Er war etwas größer als sie und so lehnte sie ihren Kopf einfach nach hinten an seine Schulter. Sie nahm seine Hände und drehte sich zu ihm um. Remus strich ihr ihre zerzausten Haare aus dem Gesicht und küsste sie.

„Wir können das nicht die ganze Zeit tun.", sagte Tonks.

„Warum eigentlich nicht?", fragte Remus.

„Denk an dein Alter.", stichelte Tonks.

„Das ist mir gerade herzlich egal.", antwortete Remus. „Ein bisschen mehr hiervon verträgt der alte Werwolf sicherlich."

Tonks lachte, suchte sich ihre Sachen zusammen und zog sich an. Sie und Remus hatten heute eh Dienst im Grimmauldplatz. Da mussten sie ohnehin eine Pause einlegen.

Sie frühstückten gemeinsam und apparierten dann ins Hauptquartier des Ordens. Ein deutlich missmutiger Sirius Black erwartete sie dort.

„Lasst ihr euch auch mal wieder blicken.", sagte er.

„Wir … ähm … hatten zutun.", antwortete Remus.

„Eine bessere Ausrede habt ihr beiden nicht?"

„Ich fürchte nicht.", sagte Tonks.

„Was ist los?", fragte Remus, um vom Thema abzulenken.

„Nichts, das ist ja das Problem.", entgegnete Sirius. „Zumindest bei mir. Bei euch scheint ja ganz schön was los zu sein."

Remus verdrehte die Augen, doch Tonks musste kichern.

„Siehst du, die Frau weiß was ich meine.", sagte Sirius.

„Sirius ...", begann Remus, doch sein Freund schnitt ihm das Wort ab.

„Dass es hier mittlerweile alle wissen ist dir schon klar?"

„Und wenn schon?", entgegnete Tonks.

„Oh, mich geht es ja nichts an, was ihr beiden alles so miteinander treibt … oder wie ..."

„Sirius, komm zum Punkt!", ermahnte ihn Remus.

„Ich bin nur derjenige, der die Beschwerden weiter gibt."

„Wer hat sich beschwert?", wollte Tonks wissen.

„Das übliche. Eine junge Aurorin hat was mit einem alternden Werwolf und ob das gut für die Moral ist."

„Mad-Eye? Ich töte ihn!", sagte Tonks ernst.

Sirius hob nur entschuldigend die Hände.

„Tonks, lass ihn. Ich hab mir sowas schon gedacht.", antwortete Remus. „Ich bin ja sowieso nur hier, um auf Tatze aufzupassen."

„Als ob jemand auf mich aufpassen müsste!", ereiferte sich Sirius. „Mad-Eye ist eben sehr konservativ, was sowas angeht. Kann man nicht ändern. Mir ist das ja gleich."

„Nein, mir ist es nicht gleich.", sagte Tonks. „Ich bin doch nun kein Teenager mehr!"

„Im direkten Vergleich mit Mad-Eye sind wir ja alle Teenager.", entgegnete Sirius.

Tonks ärgerte das ungemein. Remus steckte die Hände in die Hosentaschen und sah zu Boden. Natürlich betrübte es ihn. Sie hatten kein großes Geheimnis daraus gemacht, doch es ging die anderen einfach nichts an.

„Dann kannst du wem auch immer ausrichten, dass es ganz allein meine Sache ist mit wem ich Schlafe oder nicht!", sagte Tonks.

Remus sah auf und öffnete den Mund. Er hätte es sicher nicht so explizit ausgedrückt, doch Tonks war nicht auf den Mund gefallen. Dieses Stadium hatte sie mit ihren Eltern schon hinter sich. Sie würde diese Diskussionen ganz bestimmt nicht noch einmal mit Mad-Eye führen, egal wie sehr er sich als Glucke aufführte.

„Und Mad-Eye kannst du sagen: Wenn er damit nicht aufhört zeige ich ihm mal wie ich meinen rechten Haken trainiert habe!"

„Tonks, meine Gute, so kenn' ich dich ja gar nicht.", sagte Sirius ernsthaft eingeschüchtert.

„Da hast du mich noch nicht richtig kennengelernt.", erwiderte Tonks und stampfte die Treppe hinauf.

Sie brauchte etwas Zeit, um sich von ihrem Gefühlsausbruch zu erholen und machte Zielübungen auf die Wichtel auf dem Dachboden. Remus kam nach einer Weile nach oben. Offenbar hatte er das Gespräch mit Sirius noch weiter geführt.

„Hier bist du.", sagte er und schloss die Tür hinter sich. Er lehnte sich mit dem Rücken dagegen. „Warum regt dich das so auf?"

„Weil wir nichts und niemanden eine Erklärung schuldig sein sollten.", entgegnete Tonks und schoss auf einen der Wichtel im Dachgebälk.

„Ich weiß.", sagte Remus.

„Kannst du dich etwa daran gewöhnen?", fragte Tonks. „An die Blicke? Das heimliche Getuschel? Daran wie sie mit einem umgehen?"

Remus sah nur zu Boden und sagte nichts. Tonks hörte auf mit ihren Zielübungen und wandte sich zu ihm um. Er sah ihr nicht in die Augen.

„Wir haben uns dafür nicht zu schämen, sondern die anderen.", sagte sie zu ihm.

Remus nickte ihr zu.

„Weißt du, das erinnert mich an ganz andere Zeiten.", sagte er. „Sirius hat es sicher nie jemanden erzählt, aber, nun ja, er stand noch nie auf Frauen."

Tonks stutzte. Sie brauchte einen Augenblick um Remus' Gedankengang zu folgen.

„Sirius? Ehrlich? Der Frauenheld?", fragte sie sichtlich verwirrt.

„Eine Rolle, die er ziemlich gut beherrscht, aber zwischen ihm und Mädchen ist nie was gelaufen. Sie waren nur seine besten Freundinnen. Er stand mal eine Zeit lang auf James, wenn ich mich richtig erinnere."

„Warum verstellt er sich dann?", fragte Tonks.

„Warum wohl?", sagte Remus. „Ich finde es großartig wie du mich verteidigst, Tonks, aber das ist ein Kampf den wir nicht gewinnen können. Diese Menschen werden nie etwas anderes als ihre eigene, festgefahrene Meinung akzeptieren. Ich schätze, wir können auch nicht mehr zurück."

„Ich will auch gar nicht zurück, Remus.", sagte Tonks und umarmte ihn.

Sie hatte ehrliche Wut auf all die spitzen und giftigen Zungen hinter ihrem Rücken. Sollten sie doch alle zur Hölle fahren! Tonks liebte diesen Mann, diesen Werwolf! Daran war nichts mehr zu ändern. Und sie würde sich nicht verstellen, nur damit die Intoleranten in Ruhe schlafen konnten.