Die Personen und Orte gehören Stephenie Meyer.

Die Originalstory ist von It Is Your Butterfly.

Kapitel 7

Herr im Himmel! Ich hatte wirklich gedacht, dass Angela ein guter Ersatz sei, aber sie hatte ein unglaubliches Chaos in meinem Computer veranstaltet, es waren sogar einige Archive abhanden gekommen. Ich musste unseren Informatiker Mike anrufen, damit er mir half, die Archive wiederherzustellen.

Ich verbrachte den lieben langen Tag damit, das Desaster wieder in Ordnung zu bringen, was mich davor rettete mit Alice und Jessica zu reden, ich hatte noch immer keine Idee, was ich ihnen sagen sollte. Ich rief sie an und erklärte ihnen die Situation und ließ mir dann was aus der Cafeteria bringen. Manchmal war es ein großer Vorteil, die Sekretärin vom Chef zu sein.

Aber das alles war nicht mit dem zu vergleichen, was Edward Cullen mit mir spielte. Er ging Heute bei Carlisle ein und aus und ich musste mich jedes mal darauf konzentrieren, ihn nicht an zu starren, was verdammt ermüdend war. Ich brauchte Stunden, um meinen Computer wieder einigermaßen in Ordnung zu bringen, den Rest musste Morgen Mike machen. Es war schon wieder sehr spät geworden, aber da ich in die Wohnung von dem Monster musste, nahm ich mir Zeit und würde das ab jetzt immer tun.

Ich ging in den Raum in dem der Kopierer stand und machte noch einige Kopien für Carlisle. Ich war endlich allein und war jetzt etwas entspannter.

„Da arbeitet jemand wieder lange..." Ich versteifte mich, als ich diese Stimme hörte.

„Ja." War das einzige was ich dazu sagte, ohne mich zu ihm um zudrehen. Gott sei Dank, machte ich gerade die letzte Kopie, ich drehte mich um und ging mit gesenktem Kopf direkt zur Tür.

„Entschuldigung." Sagte ich, als er nicht aus dem Weg ging und biss regelrecht die Zähne zusammen, damit ich den Sohn des Chefs nicht an schrie. Ich musste mir einen neuen Job suchen...das war sexuelle Belästigung. Obwohl, wenn man es von außen betrachtet, sah es bestimmt ganz harmlos aus.

Edward machte einen Schritt zur Seite und ließ mich vorbei, ich ging direkt in Carlisles Büro und legte die Papiere auf den Schreibtisch, als ich mich umdrehte, holte ich erschrocken Luft. Edward saß auf dem Sofa, wie war er so schnell dahin gekommen?

„Du fühlst dich wirklich unwohl in meiner Gegenwart..." Sagte er schmunzelnd.

„Ja...brauchen sie noch etwas?...Ich gehe jetzt."

„Du gehst spät, arbeitest du immer so lange?" Wollte er wissen, ich schüttelte den Kopf und sah ihn zum ersten Mal an. Er war unglaublich attraktiv, aber in dieser Liga sollte ich nicht spielen, dass war zu gefährlich. Er war eine gefährliche Einladung.

„Gibt es einen Grund, warum du spät nach hause kommen willst? Ich habe heute Morgen gesehen, dass man dich gebracht hat, mein Vater scheint dich gut zu bezahlen." Sagte er.

„Das geht sie nicht an! Wie ich sehe, brauchen sie nichts weiter." Er schloss die Augen und spannte seine Kiefermuskeln an, so als ob er sich auf irgendetwas konzentrieren würde. Ich ging ohne ein weiteres Wort zur Tür.

„Ich habe dir nur eine Frage gestellt..."

„Und ich habe geantwortet, es geht sie nichts an Mr. Cullen." Er lächelte.

„Du kannst mich Edward nennen."

„Das wäre nicht korrekt Mr. Cullen."

„Ich versuche mich nur mit dir zu unterhalten, warum bist du so schwierig?" Fragte er und ich musste lächeln.

„Tut mir Leid, aber ich muss jetzt gehen..." Ich wollte gehen, doch das Telefon auf dem Schreibtisch schellte und zu meinem Missfallen, ging Edward ran.

„Ja...später..." Er hörte einen Moment zu und sagte dann. „Ja, sie ist hier, ich gebe dich weiter."

„Es ist für dich, ein gewisser Jacob." Jacob? Und warum unterhielt er sich mit ihm? Ich nahm ihm den Hörer ab.

„Hallo?"

„Miss Bella." Das war, ohne Zweifel, Jacob.

„Ich komme gleich runter. Tut mir Leid, dass du so lange warten musstest."

„Das ist nicht schlimm, ich wollte nur wissen, ob sie geflüchtet sind, oder so."

„Nein, Jane hat mir klar gemacht, dass das besser nicht passiert."

„Gut...und Danke." Dieses Danke war sehr ernst gemeint.

„Bis gleich." Ich legte auf.

„Isabella..." Ich reagierte nicht, ich war viel zu sehr damit beschäftigt, an den Ort zu denken, an den ich gleich zurück musste. „Isabella!" Sagte er wieder und räusperte sich laut.

„Was hältst du von diesem Büro? Du bist eine Frau und hast bestimmt einen viel besseren Geschmack, als mein Vater und ich zusammen." Machte er Scherze, oder verlor ich jetzt wirklich den Verstand. Und warum musste ich jetzt wider an meinen Traum denken? Nervös biss ich mir auf die Lippen und er grinste.

„Eh...mein Geschmack ist bestimmt um einiges schlechter als ihrer." Sagte ich, er zog die Stirn kraus und ich wurde immer nervöser, ich musste jetzt hier raus. „Ich muss jetzt wirklich gehen, man wartet auf mich."

„Aber Bella..." Ich sah ihn fragend an. „Eh...was denkst du über den...Schreibtisch?" Er strich mit seiner Hand langsam über das dunkle Holz. Ich schloss die Augen und sah mich wieder in meinem Traum, auf diesem Schreibtisch und seine Hände auf meinen Beinen. Was war nur mit mir los?

„Komm..." Er lächelte mich an, als ob er irgendetwas wissen würde. „Fühle selber.." Ohne Vorwarnung nahm er meine Hand und legte sie auf das Holz. Erstaunt stellte ich fest, wie kalt seine Hand war, aber die Heizung war auch vor einer Weile ausgegangen. Eigentlich sollte ja niemand mehr hier sein.

„Ja..." Ich hatte keine Ahnung was ich sagen sollte und zog meine Hand von seiner weg.

„Gefällt dir diese Art Holz?" Gott! Ich konnte mich nicht konzentrieren, ich sah ihn nur dämlich an. Was verstand ich den schon von Holz?

„Ja..." Sagte ich wieder und wich seinem Blick aus, während er langsam näher kam. „Ich muss jetzt gehen." Murmelte ich.

„Ich weiß..." Flüsterte er mir ins Ohr, er war viel zu nah. Ich war zwischen ihm und dem Schreibtisch eingeklemmt, es war genau wie in meinem Traum.

„Ich...muss...muss..."

„Gehen, ich weiß." Er legte seine Hand auf meine Hüfte, ich legte meine Hand auf seine und wollte sie weg schieben, als er seine andere Hand zur Hilfe nahm und mich auf den Schreibtisch setzte.

„Nein..." Schaffte ich es zu sagen. Er legte seine Stirn gegen meine und sah mich an, als ob ich seine Beute wäre und ich hatte nichts besseres zu tun, als mich wie eine zu verhalten.

„Ich hab gemerkt, wie du in meiner Nähe reagierst Isabella..." Er war genauso arrogant wie das Monster und das gefiel mir gar nicht. Ich schob ihn weg und sprang von Schreibtisch. Wie war ich dahin gekommen? „Nicht.." Er griff nach meiner Hand und wollte mich aufhalten. Ich sah ihn an und schüttelte den Kopf.

„Ich kann nicht." Er sah mich amüsiert an.

„Und warum kannst du nicht? Musst du etwa jemandem treu sein?" Ich sah ihn nachdenklich an und nein, ich musste dem Monster nicht treu sein, aber ich musste mich auch nicht wie eine Schlampe benehmen. Mir stiegen die Tränen in die Augen, als ich merkte, dass ich mich richtig einem Menschen...einem Monster gegenüber benahm, dessen Gesicht ich noch nie gesehen hatte und dessen Namen ich nicht wusste.

„Weine nicht." Sagte er kalt und ließ meine Hand los.

„Das geht dich alles nichts an, ich kenne dich nicht, du bist seltsam und machst mir Angst. Ich gehe jetzt und komm mir nicht hinterher..." Sagte ich schnell und rannte zur Tür. Er kam mir nicht nach, ich schnappte mir meine Tasche und rannte zum Treppenhaus.

Ich war relativ schnell unten, da ich nicht aufhören konnte zu rennen und auch meine Tränen versiegten nicht. Als ich ins Auto stieg, zuckte Jacob erschrocken zusammen, er hatte mich nicht kommen sehen.

„Miss Bella! Ich hab sie nicht gesehen...tut mir Leid." Ich nickte nur. „Geht es ihnen gut? Haben sie ich weh getan?" Ich sah ihn an, als ob der der dümmste Mann der Welt sei.

„Dein geschätzter Chef hat mich entführt, er ist ein Monster, von dem ich nicht mal den Namen weiß und keine Ahnung habe wie er aussieht und ich benehme mich ihm gegenüber auch noch wie ein anständiger Mensch...Natürlich geht es mir schlecht Jacob!" Ließ ich meinem Frust freien Lauf.

„Tut mir Leid Miss Bella." Ich sagte nichts und kurze Zeit später schellte mein Telefon. Es war eine mir unbekannte Nummer.

„Hallo?" Fragte ich vorsichtig in den Hörer.

„Heute kannst du ruhig schlafen."

„Bist du das?" Fragte ich erschrocken.

„Natürlich bin ich das, es ruft dich sonst kein Mann an Isabella!"

„Verdammtes Monster!" Seine Stimme hörte sich durch das Telefon anders an.

„Fang nicht an, ich hab nicht die passende Laune dafür. Ich rufe nur an um dir zu sagen, dass du heute ruhig schlafen kannst und das ein Paket für dich in deinem Zimmer liegt. Es ist für den Ball Morgen." Er legte einfach auf.

„Psychopath." Murmelte ich, aber er hatte wenigstens dazu herabgelassen, mir zu sagen, dass ich eine ruhige Nacht haben würde.

Als wir an dem Belmont House ankamen, stieg ich aus,ohne mich von Jacob zu verabschieden. Ich ging direkt zu den Treppen, zog meine Schuhe aus und ging langsam die Treppen herauf, oben angekommen, setzte ich mich auf die Letzte Stufe. Ich konnte nicht glauben, dass das alles mir passierte, ich musste dringend eine ernsthafte Konversation mit dem Typen führen. Wie stellte er sich das alles vor? Glaubte er, dass er ab jetzt mein ganzes Leben bestimmen könnte.

Außerdem war da noch dieser Edward Cullen, was für ein Problem hatte der mit mir? Er war seltsam, aber er war so attraktiv, dass ich mich in seiner Nähe nicht konzentrieren konnte. Aber ich denke nicht, dass er mich noch mal besuchen würde, bei dem Drama was ich Heute veranstaltet hatte.

Seufzend stand ich auf und ging in diese unglaubliche Wohnung. Alle Lichte waren an und es roch lecker, ich ging in die Küche, dort stand ein abgedeckter Teller, an dem eine Notiz lehnte.

Du muss Hunger haben, war ein langer Tag.

Ich blieb mit dem Zettel in der Hand stehen, diese Notiz war von ihm, sie war nicht unterschrieben und der einzige der mich in diesem Haus duzte, war er. Ich nahm den Deckel vom Teller, es war ein großes Stück Apfelkuchen und eine Tasse Kaffee. Ich stellte meine Tasche ab und genoss es, meinem Körper etwas Zucker zu gönnen.

Als ich fertig war stellte ich den Teller und die Tasse ins Spülbecken, suchte einen Schwamm und das Spülmittel und spülte ab, was ich benutzt hatte. Ich würde für einen das bisschen Geschirr keinen Spülmaschine benutzen. Zufrieden nahm ich meine Tasche und ging in das Zimmer.

Ich machte das Licht an und seufzte, der Psychopath hatte recht, es lag ein Paket auf dem Bett. Es war violett,mit einer großen weißen Schleife. Neugierig machte ich sie auf.

„Das muss ein Witz sein." Ich nahm das Kleid aus dem Paket und hielt es hoch. „So was kann ich nicht anziehen...das ist unmöglich." Ich legte das Kleid wieder in das Paket, nahm es vom Bett und bracht es in diesen enormen Kleiderschrank.

„Idiot..." So würde ich bestimmt nicht auf den Ball gehen...Stop, ich würde gar nicht auf diesen Ball gehen.

Der Maskenball war das Ereignis des Jahres, es waren alle wichtigen Leute der Stadt eingeladen, Politiker, einflussreiche Geschäftsleute, die reichsten Familien der Stadt nahmen daran teil und wie es aussah, jetzt auch Vampire. Ich hatte nicht vor mich in die Höhle des Löwen zu begeben, mir reichte ein Monster.

Es war schon fast zehn und mein Handy schellte, es war natürlich Alice und ich ging nicht ran. Ich hatte noch immer keine Ahnung, was ich meinen Freundinnen sagen sollte. Gott sei Dank lebte meine Mutter weit weg und hatte von meiner neuen Situation noch nichts mitbekommen, ihr würde ich nicht so leicht ausweichen können.

Ich machte mich fürs Bett fertig, obwohl ich jetzt gar nicht mehr müde war. Ich ging zu den großen Fenstern und zog die Vorhänge zurück, damit das Licht von draußen rein kam und bewunderte die Aussicht. Was zum Teufel sollte ich nur den Mädels sagen?

Entschlossen ging ich zum Bett, legte mich darauf und sah an die Decke. Ich war viel zu unruhig um zu schlafen, das hier war nicht mein Bett, nicht mein zu hause. Mit geschlossenen Augen versuchte ich zu schlafen, als ich leise Musik hörte, die unglaublich entspannend war.

Ich stand auf und ging aus dem Zimmer, da blieb ich einen Moment stehen, um zu hören, von wo die Musik kam. Sie kam aus einem Raum, der am anderen Ende der Wohnung liegen musste. Ich ging vorsichtig den langen Flur entlang, ich wollte nicht gegen irgendein Möbelstück stoßen und auf die Nase fallen. In diesem Teil der Wohnung war es stockdunkel, ich tastete nach einem Lichtschalter und machte das Licht an.

Ich blieb vor einer breiten Tür stehen, von dort kam die Musik und jetzt hörte ich, dass in diesem Zimmer jemand Klavier spielte und die Musik nicht aus einer hochmodernen Anlage kam. Ob er...?

Ich nahm all meinen Mut zusammen und drückte die Türklinke herunter und nichts passierte. Ich versuchte es noch mal mit beiden Händen, aber die Tür bewegte sich nicht, der Sauhund hatte abgeschlossen. Warum wollte er nicht, dass ich ihn sehen? Das war unfair und dumm!

„Sei kein Feigling!" Rief ich und rüttelte an der Tür, aber die gab nicht nach und er spielte weiter. Idiot, es war ihm völlig egal, dass ich hier draußen war.

„Mach dich lieber nützlich und überlege dir eine Ausrede, warum du mich hier festhältst Bastard!" Rief ich und die Musik hörte auf, dass reichte dazu aus, dass mich mein Mut verließ. Wie von der Tarantel gestochen, rannte ich zurück in das Zimmer, knallte die Tür hinter mir zu und legte den Riegel vor. Hier war es hell, das war zu meinem Vorteil.

Ich legte mich ins Bett, versuchte mein rasendes Herz zu beruhigen und zu schlafen,was mir eine Stunde später auch gelang.

Der Wecker weckte mich und ich streckte mich genüsslich, ich hatte das erste Mal seit Tagen, ruhig und entspannt geschlafen. Mit geschossenen Augen tastet ich ach dem Wecker und hatte ein Stück Papier in der Hand. Ich machte die Augen auf und sah, dass es eine Notiz von „Ihm" war.

Bis Montag kannst du deinen Freundinnen sagen, dass du eine Überraschung für sie hast, mehr nicht. Das wird ja wohl nicht so schwer sein.

„Idiot!" Murmelte ich, dann stand ich auf und machte mich für einen neuen Tag fertig. Heute war der große Maskenball, zu dem ich gehen sollte, aber nicht wollte. Schon gar nicht in dem Kleid, dass der Bastard für mich ausgesucht hatte.