Als Raito dieses Mal aus dem Schlaf aufschreckte, spürte er den harten Boden seines Zimmers unter sich und setzte sich verwirrt auf. Scheinbar hatte er sich aus dem Bett gerollt – das würde auch erklären, warum er geträumt hatte, selbst aus dem Fenster zu fallen. Er seufzte leise und drückte sich vom Boden ab, setzte sich auf den Rand seines Bettes, als sein Blick an einem kleinen Stofftier hängen blieb.

Eigentlich hatte er den Schäferhund für Sayu gekauft... aber am Ende hatte er ihn doch behalten und seiner Schwester etwas Anderes geschenkt. Am besten wäre es wohl, wenn er ihn wegwarf. Es wäre zwar schade um das Geld, aber was sollte es.

Er stand mit einem seufzen auf fischte den Stoffhund vom Boden und warf ihn auf sein Bett, ehe er in Richtung Badezimmer ging. Es war Samstag, also war Schule angesagt... Aber etwas Anderes hatte er heute nicht vor. Wie hieß es so schön? Am Ende seiner Schöpfung ruhte Gott?

Gut, er hatte nur sechs statt sieben Tage gebraucht, aber trotzdem stand sein Plan nun perfekt in allen Details. Nichts stand ihm mehr im Weg, nichts würde ihn davon abhalten Ray penbar umzubringen.

Rein gar Nichts.

Morgen würde Penbar sterben.

Den ganzen Tag hatte Raito versucht nicht mehr an Penbar und seinen Plan zu denken. Er hatte ausspannen wollen; und doch waren immer wieder Traumfetzen durch seine Gedanken gegeistert. Um sich abzulenken hatte er sogar das Angebot einiger Klassenkameraden angenommen, abends mit ihnen wegzugehen. Trotzdem entkam er Penbar scheinbar nicht.

Denn in dem Club, in dem er sich momentan mit seinen Bekannten befand, saß der Agent keine drei Tische weiter in engen, schwarzen Klamotten und hatte ihnen den Rücken zugewandt...

Ray..."

Raito war zu Ray an den Tisch getreten und hatte sich leicht zu ihm vorgeneigt, als der Andere überrascht aufblickte.

Raito? Was-... was machst du denn hier?"

Er konnte die Überraschung in Rays Augen lesen. Scheinbar hatte Ray wirklich nicht mit ihm gerechnet.

Ich bin mit ein paar Freunden hier... kann ich mich zu dir setzen?", fragte er lächelnd und setzte sich dem Anderen gegenüber, ohne auf eine Antwort zu warten Die bekam er auch gar nicht, denn Ray nippte nur an seinem Drink, beachtete Raito kaum. Genau das störte Raito. Sehr sogar.

Ray... Was ist los?"

Doch Ray antwortete nicht, trank nur sein Glas leer und winkte den Kellner her, um sich ein neues zu bestellen. Das gefiel Raito so ganz und gar nicht... Irgendetwas stimmte nicht.

Raus mit der Sprache – was ist los??"

Langsam hob Ray seinen Blick von seinem Glas und sah Raito an.

Ich werde Morgen sterben."

Ach ja? ... Woher weißt du das?", wollte Raito nur gefasst wissen und musterte Ray nachdenklich. Hatte der Andere irgendwie von seinen Plänen erfahren? Rays Blick ließ das vermuten... und auch seine Antwort bestätigte das.

...weil ich von dir getötet werde..."

Raito schluckte trocken und nickte dann aber nur etwas.

Gut... wenn du das glaubst... Dann sollte ich vielleicht nicht hier sein, mh? Wer sitzt schon gerne mit seinem Mörder an einem Tisch?"

Er machte Anstalten aufzustehen, doch Ray hielt seine Hand fest und zog ihn zurück.

So entkommst du mir nicht Raito... Du bleibst hier bei mir..."

Mit einem Ruck riss sich Raito von dem Anderen los und stand auf.

Und wie willst du mich am gehen hindern?"

Statt zu antworten erhob sich Ray ebenso, warf etwas Geld für die Drinks auf den Tisch und sah Raito herausfordernd an.

Vielleicht kann ich dich nicht am gehen hindern, aber ich kann dafür sorgen, dass du mich nicht so leicht los wirst.", sagte Ray ruhig und ergriff Raitos Handgelenke, drückte ihn nach hinten. Plötzlich war eine Wand da, gegen die Raito gepresst wurde und der Club um sie herum war verschwunden.

Lass mich los..."

Raitos Stimme war gefährlich leise, während er versuchte sich aus Rays Griff zu befreien. Doch Ray war eindeutig stärker als Raito.

Zwing mich dazu", hauchte Ray leise in Raitos Ohr und begann an selbigem zu knabbern. Sofort wandte Raito den Kopf zur Seite, entzog sich den Lippen des Anderen und funkelte ihn an.

Finger weg!", fauchte er und stemmte seine Arme erneut gegen Rays Griff. Zwecklos.

Raito presst die Lippen aufeinander. Er musste kühl und logisch denken... Ray war ihm körperlich überlegen, also musste er ihn überlisten. Nur dachte es sich so schwer, wenn einem plötzlich weiche, volle Lippen neckend über den Hals wanderten. Für einen kurzen Moment ließ Raitos Gegenwehr nach und sofort nutzte Ray diese Schwäche aus. Er zog Raito von der Wand weg und schob ihn in Richtung Bett.

Doch schon wich Raito Rays Lippen wieder aus und versuchte erneut von dessen Händen los zu kommen. Aber anders als er hatte Ray gerade alles feste im Griff. Raito fluchte leise und griff zu einem ungewöhnlich drastischen Mittel: Er versuchte Ray ein Knie in den Bauch zu rammen. Aber auch das fing der Ältere ab.

Ehe Raito es sich versah, landete er auf dem bett. Unter Ray.

Erneut fluchte Raito, winkelte die Knie an, um Ray zu treten, doch dafür vernachlässigte er seine Arme sträflich. So bemerkte er das kühle Metall, dass sich plötzlich um seine Handgelenke schmiegte, erst als es ‚Klick' machte. Raitos Augen weiteten sich und er riss die Arme nach oben, starrte auf die Handschellen, die Ray ihm angelegt hatte. Sein Dank war ein Tritt in Richtung Rays Magengegend, der leider verfehlte und Ray nur ein Lachen entlockte.

Du entkommst mir nicht Raito...", sagte Ray mit einem leisen Schnurren in der Stimme. Er kniete sich über Raito, packte mit einer Hand die Kette zwischen Raitos Handgelenken und drückte sie mitsamt den Armen nach oben. Wieder wollte Raito sich wehren, doch das ging mit gefesselten Händen schlecht. Und außerdem hinderte ihn noch etwas Anderes daran: Rays weiche Lippen, die die seinen eroberten.

Zuerst wollte er den Kuss brechen, doch er konnte nicht. Rays Lippen schmeckten so süß... und dass Ray auch noch anfing mit der freien Hand seinen Körper zu erkunden, machte das ganze nicht besser. Nur zu deutlich spürte er, wie Rays Finger über seine Seite glitten und sich sanft nach oben arbeiteten. Sie nahmen sein Hemd mit sich, entblößten seinen Oberkörper und berührten dabei jeden Zentimeter Haut dessen sie habhaft werden konnten.

Atemlos schnappte Raito nach Luft und erschauderte, als er eine zweite Hand auf seinem Körper spürte. Es dauerte einen Moment, bis ihm klar wurde, was das hieß.

Die Kette klirrte leise, als Raito seine Arme zu sich zog und sie um Rays Hals legen wollte – eher um ihn zu erwürgen denn etwas anderes. Doch Ray hatte darauf gewartet, schälte Raito gänzlich aus seinem Hemd, so dass selbiges nun auf der Kette der Handschellen hing. Grinsend neigte er sich unter Raitos Armen hindurch und sah ihm in die Augen. Wieder hatte er Raito die Bewegungsfreiheit genommen.

Glaub nicht, dass du dich so einfach befreien kannst...", flüsterte Ray leise und strich mit seinen Händen über Raitos Brust, brachte ihn mit seinen Fingern zum aufkeuchen. „Du gehörst mir..."

Raito biss sich auf die Unterlippe, um ein weiteres aufkeuchen zu verhindern, als Ray sich wieder tiefer neigte und mit seinen Lippen über Raitos Brust zu wandern begann.

Ray wollte Raito hören, wollte hören, dass es ich gefiel so berührt zu werden. Sanft biss er Raito in eine seiner Brustwarzen und spürte zufrieden, wie der Andere zusammenzuckte und ungewollt aufkeuchte. Raito zerrte an seinen Ketten, die um Rays Hals lagen, aber es war zwecklos. Er war Rays Gefangener. Ob er wollte, oder nicht.

Langsam tasteten sich Rays Hände Raitos Oberkörper hinab und erforschten ihn Stück für Stück. Raitos Haut brannte dort wo Ray ihn berührte, kaum gekühlt durch die sanften Küsse die Ray auf seiner Brust verteilte. Er leckte sich leicht mit der Zunge über seine trockenen Lippen, spürte fast sofort wieder, wie sich Rays Lippen auf die seinen pressten und ihn fordernd küssten. Seine Gegenwehr erlosch zusehends.

Stattdessen öffnete er einladend seinen Mund und lehnte sich Rays Berührungen entgegen. Sein Körper erbebte unter den Streicheleinheiten und Liebkosungen, die ihm Ray zuteil werden ließ, während dessen Hände sich weiter nach unten arbeiteten und schließlich auch den letzten Rest störenden Stoffes an Raito entfernten. Wieder entlockten Rays sanfte Hände Raito ein Aufkeuchen, indem sie neckend über seine Oberschenkel glitten und brachten ihn sogar dazu leise zu stöhnen.

Raito konnte das leichte Grinsen auf Rays Lippen regelrecht schmecken als dieser sich etwas von ihm löste und sachte begann an seinem Ohrläppchen zu knabbern.

Willst du dass ich aufhöre Raito...?", hauchte Ray sanft und leckte mit seiner Zungenspitze über Raitos Ohrmuschel. Raitos Antwort bestand aus einem leisen Keuchen und dem Klirren der Ketten, die sich enger um Rays Hals zogen und ihn somit wieder in Raitos Blickfeld beförderten. Den darauf folgenden Kuss erwiderte Ray lächelnd. Scheinbar sollte er doch weitermachen. Und dieser Forderung kam er nur allzu gerne nach.

Wieder begann er über Raitos Hals zu knabbern, genoss den leicht salzigen Geschmack von dessen Haut. Seine Hände verwöhnten den Körper der sich unter ihm räkelte sanft, bis er sie für einen Moment zurückzog.

Raito murrte leise, als Ray aufhörte ihn zu berühren und erntete dafür ein leises Lachen. Nur Augenblicke später waren Rays Hände wieder da – ebenso wie seine Lippen, die sich tiefer über Raitos Bauch arbeiteten. Er erbebte unter den sanften Fingerspitzen, die über seinen Bauch wanderten und ausgiebig seine Oberschenkel erkundeten, ehe sie sie sanft anhoben, damit Raito dien Beine anzog. Wieder löste sich Ray einen Moment von Raito und Raito beobachtete den Älteren, der sich wieder zu ihm neigte und ihn sinnlich Küsste. Wann hatte Ray sich noch mal ausgezogen...? Ach, es war egal. Viel wichtiger war das Gefühl von Rays Lippen auf den seinen. Leise seufzte er in den Kuss und strich mit seinen Fingern, soweit es die Handschellen zuließen, über Rays Schultern. Er spürte Rays Hände, die sich auf seine Hüfte legten und ihn festhielten und zuckte dann leicht zusammen, als Ray ohne Vorwarnung in ihn eindrang. Raito stöhnte gegen Rays Lippen und krallte seine Finger in dessen Schultern. Ihm verschwamm für einen Moment die Sicht, doch das störte nicht weiter, ließen seine Gefühle doch sowieso alles was sonst noch um ihn herum war verschwinden. Er spürte Rays Atem kühlend auf seiner heißen Haut, als dieser sich aus dem Kuss löste und wieder Raitos Hals neckte, während er sich langsam in ihm zu bewegen begann. Wieder stöhnte Raito heiser auf und klammerte sich an Ray, legte den Kopf genießend in den Nacken. Rays Lippen und sein heißer Atem verpassten ihm eine Gänsehaut, doch gleichzeitig hatte er das Gefühl vor Hitze zu verbrennen. Keuchend begann er sich den Stößen des Anderen entgegen zu drängen, nahm ihn tief in sich auf. Er wollte Ray näher sein, wollte mit ihm enger verbunden sein, wollte eins mit ihm sein. Rays Stöhnen an seinem Ohr jagte einen wohligen Schauer durch seinen Leib und als er auch noch dessen Hand an seiner Erregung spürte, war es schon bald um ihn geschehen: Er kam heftig und krallte sich an den Anderen, spürte wie auch Ray sich in ihn ergoss. Leise keuchend suchte er blind nach Rays Lippen, verband sich auf diese Weise erneut mit ihm...