Was willst du von mir?" fragte ich ihn.

Er schwenkte seinen Kopf nach recht. Es war so als wollte er mir sagten, dass ich ihm folgen sollte. Er drehte sich um und ging nur ein paar Schritte in den Wald. Sollte ich ihm wirklich folgen?? Seine Anziehungskraft erleichterte mir meine Entscheidung. Ich folgte ihm.

Wir gingen immer tiefer in den Wald. Wenn dieser Wolf mich hier alleine lässt, würde ich nie mehr hier raus kommen. Aber irgendwie war es schon absurd, dass ich einem Wolf hinterher laufe. Doch die Neugier war größer, als der Verstand. Wie lange sind wir schon gelaufen? Es kommt mir vor wie eine Ewigkeit.

Plötzlich blieb er stehen und drehte sich zu mir um. „Was willst du von mir? Warum hast du mich hier hergeführt?" wollte ich von dem wunderschönen schneeweißen Wolf wissen. Doch er heulte den Mond an. Seit wann kann man hier in Forks den Mond sehen? Ich sah zum Mond und vollkommen unerwartet drang eine wunderschöne Frauenstimme in meinen Kopf: „Du musst erst alles erkennen, bevor ich dir deine Fragen beantworten kann." Dann war ich allein.

Was soll ich erkennen? Wem gehörte diese Stimme? Wo ist dieser schneeweiße Wolf hin? Ich verstand überhaupt nicht, was gerade passiert war. Ich stand bestimmt eine halbe Stunde hier einfach nur rum und rätselte. Mit einmal Mal fiel mir etwas ein. Wie komme ich hier wieder raus. Ich bin viel zu tief im Wald um allein herauszufinden.

Hier stehen zu bleiben, nütz mit nicht fiel. Also versuchte ich mein Glück und ging in die Richtung, aus der ich glaube, gekommen zu sein. Ich hätte beim Hinlaufen mehr auf meine Umgebung achten sollen. Schoss es mir durch den Kopf. Das hätte mir aber bestimmt auch nicht viel gebracht. Denn in diesem Wald sehen alle Bäume gleich aus.

Nach langer langer Zeit raschelte irgendetwas neben mir. Ich machte einen kleinen Sprung zur Seite und landete auf den Boden. Dabei entfuhr mir ein Schrei. Edward kam zu mir mit einem halb belustigtem und halb besorgtem Blick. „Es tut mir leid, dass ich dich erschreckt habe." Lächelte er, doch dann wurde seine Miene ernst. „Doch was hast du abends allein mitten im Wald zu suchen? Alice hat gesehen, wie du hier herumirrst." Sollte ich ihm sagen, dass ich einen Wolf gefolgt bin und dann eine beruhigende Stimme gehört habe? Ich weis es nicht. Doch ich entschied mich ein Teil zu erzählen. „Ich habe einen Wolf gesehen und es sah so aus, als sollte ich im folgen." Seine Miene verfinsterte sich. Er war wütend. „ Du bist einem WOLF hinterher gelaufen. Bella, hast du den Verstand verloren." Darauf wusste ich selbst keine Antwort.

Nach einer kurzen Weile der Stille sprach Edward: „Komm, ich bringe dich nach Hause." Er half mir auch und schlagartig lächelte er mich mit seinem schiefen Lächeln an. Wie nicht anders zu erwarten wurde ich rot. „Warum lächelst du auf einmal?" fragte ich ihn. „ Ich habe dir doch erzählt, das Vampire gerne Laufen. Jetzt werde ich dir zeigen, wie wir laufen." Lächelte er mich an. Blitzschnell war ich auf seinem Rücken und er rannte los.

Rennen kann man das eigentlich nicht nennen eher fliegen. Ich konnte meinen Augen nicht trauen, als wir nur Millimeter an den Bäumen vorbei rasten. Wir hatten nur ein paar Minütchen gebracht um zu Charlies Haus zu kommen. Ich hätte alleine bestimmt einen Monat gebraucht. Doch Edward ließ mich nicht runter, sonder sprang auf einen Baum und dann in mein Zimmer. Erst da durfte ich von seinem Rücken runter.

Doch anstatt stehen zu bleiben, setzte ich mich erstmal auf den Fußboden. Mir war so schwindlig, das ich kaum bemerkt habe wie er sich auf mein Bett setzte. Edward sah mich belustigt an. Nach einem kurzen Moment ging es mich schon etwas besser. Das sah wahrscheinlich auch Edward. Denn erhob ich hoch und setzte mich auf seinen Schoß und legte meinen Kopf auf seine Brust. „War wohl etwas zu schnell für dich." Stellte er kichernd fest. Ich schaute zu ihm auf und bemerkte, dass mein Kopf nur wenige Zentimeter von seinem entfernt war.

Mein Blick glitt von seinen vollen Lippen zu seinen flüssig goldenen Augen. Ich versank in ihnen. In meinem Zimmer war es still, bis auf meinen Herzschlag der sich weiter erhöhte. Langsam neigte er seinen Kopf zu mir runter. Als sich unsere Lippen trafen, hätte jemand eine Atombombe neben mir zünden können und ich hätte es nicht mitbekommen. Alles um uns herum war vergessen.

Ich kann dieses Gefühl nicht beschreiben. Ich könnte explodieren vor Glück. Unsere Lippen lösten sich erst voneinander, als ich Luft holen musste. Bevor ich meinen Verstand wieder hatte, sagte ich: „Ich liebe dich" Edward legte seine Lippen noch einmal auf meine. Dieser Kuss war leidenschaftlicher und drängender als der Erste. „Bella, du bist mein Leben." Flüsterte er mir ins Ohr. Ich war so glücklich, als ich das hörte. Wir saßen noch eine Weile so da, bis Edward meinte, dass ich schlafen gehen sollte. Nachdem ich mich bettfertig gemacht habe, schlief ich in seinen Armen ein. Ich träumte von Edward.

Am nächsten Morgen wachte ich auf und niemand lag neben mir. Ich sah mich um und bemerkte Edward auf meinem Schaukelstuhl. Ich war glücklich, dass es kein Traum war. „Morgen" sagte ich lächelnd. „Guten Morgen, mein Engel" Erwiderte Edward und breitete die Arme aus. Also platzierte ich mich wieder auf seinen Schoß und er schlang die Arme um mich. Nach einer Weile fiel mir urplötzlich etwas ein, was ich vergessen habe.

Charlie! Hat er bemerkt, dass ich nicht da war? „Was hast du plötzlich?" fragend sah er mich an. „Hat Charlie etwas bemerkt, dass ich überhaupt nicht da war?" erwiderte ich. „Nein, er hatte einen Notfall und ist erst heute früh gekommen. Du brauchst dir um Ihn keine Sorgen zu machen." Erleichter seufzte ich. Edward machte dann auch los. Er musste sich umziehen und den Volvo holen, da wir gemeinsam zu Schulen fahren.