Er konnte nicht mehr. Noch 3 Stunden bis zum Haloweenball und Slytherin selbst sollte ihn seinen Schlangen zum Fraß vorwerfen, wenn er wusste, wie er es überhaupt so lange ausgehalten hatte, ohne zusammen zu klappen. Gut, er war nicht zusammen geklappt. Aber so konnte man es am besten verkaufen und letzten Endes stimmte es auch. Irgendwie. Er hatte die Nerven verloren und unbedacht gehandelt, das war doch fast dasselbe, oder?

Augenscheinlich war es allen egal.

Er saß im großen Konferenzzimmer und sie alle starrten ihn an, ungläubig und erschüttert. Herrje, in was für einen melodramatischen Haufen war er geraten? Potter war der Schlimmste von allen, auch wenn er eher zornig aussah als irgendetwas anderes. Die Fluglehrerin war die Einzige im Raum, die ihn nicht wie eine Bestie anstarrte und das schob er auf die Tatsache, dass sie vermutlich nur die Hälfte verstanden hatte. Anastasia Anderson war gebürtige Russin, hatte einen Engländer geheiratet und die einzigen Worte, die er sie je hatte sprechen hören, waren in ihrem Flugunterricht gefallen. Sie beschränkten sich auf 'Hoch!' 'Runter!' und mehrere russische Schimpfworte, die er für seinen Teil sehr interessant gefunden, aber nie verstanden hatte.

„Mr. Eve", begann schließlich McGonnagall, die neben Dumbeldore saß, der ihn einfach nur hoch interessiert betrachtete. Wer konnte schon je sagen, was in diesem Mann vorging? Selbst sein Tod war letzten Endes nicht das gewesen, als das er erschienen war. „Sie haben die Aussage gehört, die ich eben verlesen habe. Möchten sie ihr irgendetwas hinzufügen? Stimmt es, was uns Miss Mayett und Mr. Gordon erzählt haben?"

Er spürte, dass sie wollte, dass er es anfocht, sagte, die Schüler wären in irgendeinen Topf gefallen und hätten etwas anderes gesehen, als sie gesagt hatten, dass sie nicht mitbekommen hatten, was geschehen war, obwohl die gesamte Klasse ihre Aussage bestätigen würde.

„Es stimmt.", antwortete er einfach und wartete ab, bis der Tumult, der losbrach, sich wieder gelegt hatte. Potter hatte das Gesicht in den Händen vergraben. Sein Nachbar versuchte ihn zu trösten, aber von dem, was Draco erkennen konnte, weinte sein 'Bruder' nicht, sondern hatte einen hysterischen Lachanfall, den er niemandem zeigen wollte.

„Können Sie uns ihre Gründe darlegen?", fragte McGonnagall betont kühl und sachlich, das Aufbrausen des restlichen Lehrkörpers ignorierend.

„Es gab keine."

„Das kann doch nicht Ihr Ernst sein!" Plötzlich schlug sie mit der Hand auf den Tisch, so heftig, dass selbst Dumbledore zusammen zuckte. „Sie haben einen Schüler in ein Frettchen verwandelt, ein FRETTCHEN und haben ihn dann zwischen Decke und Boden hin und her klatschen lassen, bis er sich nicht mehr rührte und seine Freunde ihn weggetragen haben und Sie wollen mir erzählen, dass es dafür nicht einmal einen Grund gab?"

„Welchen Grund fänden Sie denn akzeptabel, Professor?" Draco lächelte sie so genügsam an, wie er konnte, die Ruhe in Person. Er musste wie in Wahnsinniger auf alle im Raum wirken. „Ich hatte einen Nervenzusammenbruch, das ist alles. Ich kann Ihnen nicht einmal genau sagen, wieso ich ihn ausgerechnet in ein Frettchen verwandelt habe, es ist einfach passiert. Es gab eine Auseinandersetzung im Unterricht. Ich bewertete seine Arbeit als ungenügend. Möglicherweise in einem Tonfall den er beleidigend fand und möglicherweise so, dass die gesamte Klasse es hörte und er sich gedemütigt fühlte, wie Miss Mayett bereits so feinfühlig vermutet hat. Jedenfalls stand er von seinem Platz auf und kam mit erhobenen Fäusten auf mich zu. Ich befahl ihm sich hinzusetzen, aber er tat es nicht, kam näher, stieß Verwünschungen aus...und irgendetwas in meinem Kopf hat Klick gemacht. Die nächste wirklich aktive Handlung, die ich vollführt habe, war die, zwei seiner Freunde zu bitten, ihn auf die Krankenstation zu bringen."

McGonnagall lief rot an, einige Lehrer verließen den Saal, bevor sie sich noch vergaßen und andere machten ihrem Ärger immer neue Luft. Es konnte nicht nur daran liegen, dass er ein wenig unverschämt war. Bestimmt war es viel wichtiger dass er 'der Neue' war, der Depp, der mit dem Tatoo auf dem Arm. Der, von dem vermutlich alle dachten, dass er dem dunklen Lord nie gekündigt hatte (was stimmte, da dessen Ableben ein solches Unterfangen erschwerte. Man kam aus so was nicht mehr mit Anstand raus. Starb der Oberböse waren die ganzen kleinen Bösen für immer irgendwie immer noch dessen Anhänger, zumindest in den Augen von allen anderen. Ein Hoch auf Snape, der hatte gewusst, wie man es machte.) .

Aus den Augenwinkeln heraus beobachtete Draco, wie Mrs. Anderson aufstand und unauffällig zu Dumbledore hinüber schlich, um dem alten Mann etwas ins Ohr zu flüstern. Die Unauffälligkeit an sich war nicht sonderlich schwierig, bedachte man, dass Draco selbst sämtliche Augenpaare auf sich gerichtet hielt, Zentrum der Aufmerksamkeit, wie es kein anderer konnte.

Er allerdings fand es höchst eigenartig, was dort geschah. Das Mienenspiel Dumbledores – so wenig es auch verriet – störte ihn etwas. Es war verständnisvoll, wie immer, und nachdenklich, wie auch die meiste Zeit. Als wäre seine einzige Sorge, was die geheime Zutat von Zitronendrops sei, worüber er dafür Stunden um Stunden nach dächte, ohne zu einem Ergebnis zu kommen.

Der Direktor nickte und schickte die Lehrerin dann wieder an ihren Platz. Dann stand er auf und verschaffte sich Gehör.

„Meine Herrschaften, was soll das denn? Wir sind hier nicht bei eine Abstimmung im Ministerium." Niemand lachte, was ihm ein trauriges, enttäuschtes Lächeln auf das Gesicht zwang. „Herrje, und es sind auch gleich wieder alle so ernst!"

„Weil es eine ernste Sache ist, Direktor.", warf McGonnagall als Wortführerin der geknechteten und misshandelten Schüler ein.

Draco konnte sich irren, aber er glaubte, die ganze Veranstaltung nicht mit dem gebührenden Ernst zu betrachten. Zu viel Aufheiterungstrank, das war es bestimmt. Es war mittlerweile ein Morgenritual von ihm, einen Becher zu trinken. Ob Dumbledore es auch so hielt? Oder war es als kleiner Junge in den Kessel gefallen?

„Nun, ich denke, dass wir für heute alle genug gehabt haben. Mr. Eve, ich werde später mit Ihnen über die Konsequenzen ihres Tuns reden. Sie werden über einen Termin in Kenntnis gesetzt werden."

„Aber Professor!" McGonnagal schien einen Moment lang ernsthaft protestieren zu wollen. Draco beobachtete sie interessiert, aber als sie den Mund schließlich wieder schloss oder viel eher ihn zusammen kniff, erhob er sich und nickte dem Direktor zu.

„Danke, Professor Dumbledore. Meine Damen und Herren." Dann drehte er sich um und ging hinaus.

Sobald sich die Tür hinter ihm geschlossen hatte, versteckte er sich hinter einer Statue. Er wusste nicht, ob es ihn bekümmern sollte, dass er offensichtlich nicht so neurotisch war, wie er es sich selbst gerne glauben machte. Harry stürmte förmlich aus dem Raum, blicke einmal in alle Richtungen, fluchte und rannte dann einen Gang hinunter. Er sah...todbringend aus. Ein wenig wie zu dem Zeitpunkt, als er das Wiesel damals vor zwei Jahren zu Weinachten mit etwas explosivem überrascht hatte. Konnte er ahnen, dass auf einmal der Goldjunge wie die Person gewordene Rache vor seiner Tür stehen würde? Natürlich hatte er sich nicht entschuldigt, nicht dafür, einfach die alten Zeiten wieder aufleben lassen zu wollen. Gott, was war das für einen Heidenarbeit gewesen, das Haus wieder aufzubauen...Hatte zwei Stunden gedauert und danach war er magisch gesehen vollkommen am Ende gewesen.

Er wähnte sich fälschlicherweise in Sicherheit und begab sich aus seinem Versteck.

Neben ihm, dort, wo er sie nicht hatte sehen können, stand Anastasia Anderson und sah ihn an, als hätte er sich zu einer Verabredung verspätet.

„Gehen wir ein Stück?", fragte sie in fast akzentfreiem Englisch, nur dass es sich nicht wie eine Frage anhörte.

Er brauchte ein paar Sekunden, um sich wieder zu fassen. „Mrs. Anderson, Sie sollten es sich angwöhnen, die Menschen vor zu warnen. Jemand schreckhafteres als ich könnte sich einem Herzstillstand nahe sehen, wenn Sie so plötzlich neben ihm auftauchen." 'Vor allen Dingen dann, wenn dieser jemand halb illegale magische Helferlein in seinem Blut hat.'

Sie legte den Kopf schief. „Gehen wir ein Stück?", wiederholte sie. Vermutlich hatte sie kein Wort verstanden und sein erster Eindruck war doch richtig gewesen.

Er verbeugte sich. „Bedaure, keine Zeit. Auf Wiedersehen." Ohne zurück zu sehen, drehte er sich um und ging davon.

„Mein Mann trägt das dunkle Mal."

Draco blieb stehen, tat aber sonst nichts weiter. In seinem Kopf war plötzlich eine gewisse Lehre.

„Ich habe damals einige Zeit gebraucht, bis ich Vorkehrungen getroffen hatte und von ihm fliehen konnte. Ich denke ich weiß, warum du es getan hast."

Er verbesserte sie nicht bei dem Du, blieb einfach stehen und tat gar nichts. Sie kam näher, beugte sich vor und flüsterte ihm ins Ohr, was sie dachte.

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Langsam verflog Harrys Wut wieder, was furchtbar war, denn er hatte Draco noch nicht gefunden, um sie an ihm auszulassen und das musste er, unbedingt. Was dachte sich der Kerl dabei? Und warum hatte er ihn dann so angesehen, als ob sie einen gemeinsamen Scherz teilen würden? Versuchte sich der Idiot jetzt an einer Mischung aus Snape und Moody? Oder wollte er schlicht und ergreifend ihren Rausschmiss provozieren, was Harry derzeit am Wahrscheinlichsten vor kam.

Warum ausgerechnet er... Die Frage drängte sich auf in Zeiten wie diesen, wobei die Antwort enttäuschend einfach war. Wer auch immer ihr Feind war, war nicht vollkommen blöd. Und er hatte eine ausgesprochen sadistische Ader. Was den Täterkreis nicht unbedingt einschränkte. Es entsprach so ziemlich sämtlichen Extodessern, Slytherins (Ausnahmen gab es, wie G&G, Punkt Intelligenz und auch weil sie das Malfoy nicht antun würden, obwohl...vielleicht steckte er mit drin?), rothaarigen Zwillingen etc. pp. .

Wenn er ihn erwürgte, wäre es aus. Mit ihnen beiden. Wäre eine friedliche Lösung. Nur dass er hier noch lange nicht soweit war, wie er eigentlich wollte und in seiner eigenen Zeit eine schwangere Frau zurück lassen würde.

Er bog um eine Ecke und erstarrte. Am anderen Ende des Korridors stand Malfoy, allerdings nicht allein. Mrs. Anderson stand bei ihm und sie unterhielten sich, so leise, dass er es nicht hören konnte. Es verstörte ihn, aber das konnte daran liegen, dass die Fluglehrerin bisher in der Regel stumm geblieben war und Malfoy noch nie mit einem Mitglied des Lehrkörpers gesprochen hatte, wenn es sich irgendwie vermeiden ließ.

Harry würde warten, bis sie fort war und dann seinen 'Bruder' zur Rede stellen. Auch wenn er nicht glaubte, dass dabei viel heraus kommen würde.

Das Gespräch zog sich allerdings hin und dann – er konnte seinen Augen nicht trauen – beugte sich diese impertinente Person vor und UMARMTE ihn. Es war eine sanfte Berührung, wie von zwei Verlorenen und unendlich vertraut. Sie standen einfach nur da und versanken darin, bis sie eine Explosion aufschreckte.

Harry stürmte auf sie zu und baute sich vor Malfoy auf, das Gesicht weiß vor Zorn. „Mrs. Anderson...hätten Sie bitte die Güte, meinen Bruder und mich zu entschuldigen." Es war keine Frage.

Sie löste sich von dem Blonden und nickte kurz, ein seltsames, halbes Lächeln auf dem Gesicht. Diese Frau wirkte nie vollkommen ganz, das war ihm schon vorher aufgefallen, sondern mehr wie ein Schatten. Eine Reflexion von dem, was eigentlich da sein sollte.

„Natürlich, Mr. Eve. Wir sehen uns beim Essen Draco."

„Auf Wiedersehen Anya." Ihre Finger streiften sich kurz, als sie ging und für einen winzigen Moment war auch auf seinem Gesicht dieses halbe Lächeln, dieses furchtbar schmerzliche Etwas.

Harry starrte ihn an und wusste erst nicht, was er sagen sollte.

„Was denkst du dir eigentlich?", brachte er schließlich heraus. „Denkst du überhaupt? Sollte das vielleicht ein schlechter Scherz sein, den nur wir beide verstehen können?"

Malfoy zuckte mit den Schultern und lehnte sich gegen die Wand. Es fehlte nur noch, dass er sich eine Zigarette anzündete. Er sah tatsächlich so aus, als würde er rauchen, als wäre er da und würde sich anhören, was Harry zu sagen hatte, ihm aber keinerlei Bedeutung bei messen.

Ohne zu wissen warum, fehlte ihm plötzlich die Luft. Harry sackte förmlich in sich zusammen und ließ sich neben Draco an der Wand hinab gleiten, bis er saß und sich in der Betrachtung des Bodens verlieren konnte. „Ich verstehe dich nicht, Malfoy. Ich verstehe dich wirklich nicht."

„Ich weiß.", antwortete dieser ruhig. „Du verstehst niemanden Potter. Das war schon immer so. Selbst du selbst scheinst dir ein Buch mit sieben Siegeln zu sein. Das ist nun wirklich nichts neues."

„Wieder das alte Thema? Probleme die ich nicht sehe, von denen du mir aber nichts erzählen willst?"

Ein Schulterzucken, er konnte es aus den Augenwinkeln heraus gerade noch so erkennen. Und dann roch er Rauch. Draco musste sich tatsächlich eine Zigarette herbei gezaubert haben oder er hatte sie schon die ganze Zeit über in der Tasche gehabt.

„Hast du ihr davon erzählt?" Warum fragte er das? War es wichtig? Ja, irgendwie schon. Nur dass er nicht verstand, warum. Es sollte nicht wichtig sein.

„Das war nicht nötig. Sie versteht. Ich verstehe."

Harry schnaubte und dann war es eine Zeit lang still. Schließlich: „Anya. Du musst kurz davor sein, sie zu heiraten, wenn du einen Spitznamen benutzt. Nicht mal Parkinson hatte diese Ehre oder?"

„Man kann Pansy schlecht abkürzen, wohingegen Anastasia danach schreit. Und nebenbei bemerkt redest du Unsinn, Potter." Wieder Stille und dann, in einem amüsierten Tonfall. „Man könnte meinen, du seist eifersüchtig."

Schweigen.

Harry starrte die Wand an und wusste nicht, was sagen. Es war plötzlich so leer in seinem Kopf. Draco redete Unsinn, aber er selbst war nicht besser. Dann doch lieber schweigen oder? So lange, bis er wieder richtig denken konnte.

„Hm, die Frage ist jetzt nur, warum." Draco ging neben ihm in die Hocke und starrte ihm ins Gesicht. „Die Frage ist nur, warum."

Als wieder nur Schweigen folgte, legte er ihm eine Hand unters Kinn und zwang Harry, ihn an zu sehen. Blonde Strähnen fielen ihm ins Gesicht, über die unlesbaren grauen Augen. Er hatte den einen Mundwinkel hochgezogen, ein Grinsen über einen eigenen, geheimen Scherz. Zwischen den Lippen baumelte eine Zigarette, die er nun in die Finger seiner anderen Hand nahm.

„Also, so wie ich das sehe, gibt es zwei Möglichkeiten. Vielleicht vermisst du unsere Zeit ja doch mehr, als du zu gibst. Deine Frau, dein zukünftiges Kind, die Freunde, deinen Namen, die Tatsache dass Er-Dessen-Name-Nicht-Genannt-Werden-Darf besiegt worden und tot ist, anstatt, so wie hier, kurz vor dem Zenit seiner Macht zu stehen. Wir wissen beide, dass er noch nicht sonderlich aktiv ist, er dürfte erst vor ein paar Jahren die Schule verlassen haben und sucht im Moment wahrscheinlich noch Anhänger, baut auf, bereitet vor. Vielleicht vermisst du unsere Zeit so sehr, dass du dich an das einzige klammerst, was noch davon übrig ist und das dürfte ich sein. Dein Verlust muss wirklich groß sein, wenn du dich sogar an deinen Erzfeind hängst, eifersüchtig wirst, sobald er mit jemand anderem als dir eine etwas engere Bindung eingeht. Oder aber der kleine Goldjunge von Dumbledore steht auf andere kleine Jungen."

Einen Moment lang war Harry baff. Dann schlug er zu, mit aller Kraft und geballter Faust. Draco fing den Schlag ohne Probleme ab, drückte ihm dabei die glimmende Zigarette auf die Haut. Er lachte ihn aus. Laut und schallend war es etwas, dass Harry so noch nie gehört hatte und das ihm die Brust zusammen schnürte mit kaltem Zorn und heißer Wut.

Draco ließ sein Kinn los und...tätschelte seine Wange. Patt. Patt. Patt.

„Ich mach nur Spaß, Tiger. Reg dich nicht auf. Du solltest lieber mal Nachhilfe in Sachen Humor nehmen, scheint nicht deine Stärke zu sein, Potty-Boy."

Potty-Boy??

Draco lachte wieder und stand dann in einer einzigen, fließenden Bewegung auf, klopfte sich dann imaginären Staub von den Roben. „Wir sehen uns dann nachher zum Ball. Zieh dir wenigstens was hübsches an."

Harry konnte einfach nur dasitzen und nichts tun. In seinem Kopf sah es aus wie in einem riesigen, leeren Kinosaal. Auf der gigantischen, weißen Leinwand, stand in großen, blutroten Lettern POTTY-BOY.

POTTY-BOY.

POTTY-BOY.

WAS ZUM GEIER??

„AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAHHHHHHHRRRRRGGGGGG!"

Die Wand gegenüber von ihm explodierte, und im Fußboden tauchten Risse auf. Er begann zu hissen. Die Sprache, die Wut am besten ausdrückte, war Parsel. Auf Schlangensprache zu fluchen war unglaublich befriedigend.

Als einige der anderen Lehrer + Filch um die Ecke gerannt kamen, fluchte er noch ein bisschen weiter, bis er sich vollkommen beruhigt hatte und einigermaßen ein und aus atmen konnte. Es musste klingen, als wäre er so außer sich, dass er keine zusammen hängenden Worte mehr formen konnte und stattdessen nur noch vor sich hin zischte.

„Mr. Eve...was...geht es Ihnen gut?" McGonnagall betrachtet ihn äußerst vorsichtig und kam nur sehr langsam näher.

Er musste sich fassen. Was musste sie jetzt nur denken? Lange musste er sich keine Gedanken darum machen. Filch fasste es liebenswürdigerweise zusammen, indem er es sehr laut Professor McFallis (Kräuter) zu raunte. „Der Wahnsinn muss in der Familie liegen. Das ist doch nicht normal, so wie die beiden am selben Tag vollkommen austicken. Am Ende fallen die noch über uns her, Sie werden schon sehen."

Harry zwang sich zu lächeln. „Es tut mir Leid, Professor McGonnagall. Ich kann es selbst kaum fassen. Es ist nur...mein Bruder treibt mich förmlich in den Wahnsinn."

„Und das Schloss ganz offensichtlich in den Zustand eines schweizer Käses." McGonnagall zog ihre Augenbraue hoch, lächelte dann jedoch etwas zerstreut. „Nun ja...ich kann nicht sagen, dass ich Sie nicht verstehen würde. Auch wenn Sie lernen müssen, sich mehr unter Kontrolle zu haben, Mr. Eve. Es geht nicht an, dass wir bei jeder Familienstreitigkeit ihrerseits die Maurer kommen lassen müssen."

„Natürlich. Danke Professor."

„Ach, sagen Sie Minerva."

Sie sah im fest in die Augen, über den Rand ihrer Brille hinweg. Und für einen kurzen Moment fühlte er sich ihr sehr verbunden. In der Stille schlossen sie einen Pakt. Sie waren verbunden durch eine Wut und einen Unglauben über Draco. Vielleicht würde er später einen Brief von ihr erhalten. Vielleicht würden sie sich verbünden, um dem Blonden eine Lektion zu erteilen. Vielleicht würde er IHR einen Brief schreiben, wenn Dumbledore nichts unternahm, was nach Harrys Einschätzung nicht unwahrscheinlich war.

„Ich werde hier aufräumen, keine Sorge. Wir sehen uns dann heute Abend beim Ball."

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Remus und Sirius begannen langsam sich Sorgen zu machen. Der Ball hatte vor einer halben Stunde begonnen und James war immer noch nicht aufgetaucht.

Vor allem Moony wurde immer unruhiger, aber Sirius ahnte, dass das andere Gründe hatte. Es war schon dunkel, also würde – wie hatte er das genannt? - ihm der Wolf unter der Haut liegen. Ja, das war es gewesen. Nun, wo er darauf achtete, konnte er beobachten, wie sich die Nasenflügel des anderen Jungen weiteten und seine Ohre sachte zitterten, vibrierten. Sein Blick huschte unruhig umher.

Wie mochte das Fest auf ihn wirken, mit seinen Werwolfsinnen? Es musste eine vollkommene Reizüberflutung sein.

Zögernd legte er ihm eine Hand auf die Schulter. Es war beruhigend gemeint, aber Remus zucke zusammen und drehte sich ein wenig von ihm weg, um dem Kontakt zu entgehen. Sirius zog seine Hand zurück und starrte auf den Teller vor ihm. Er hatte keinen Appetit mehr und schob ihn schließlich angewidert von sich.

„Wo ist eigentlich Peter?" Remus klang sehr vorsichtig, als würde er sich auf jedes einzelne Wort konzentrieren, um es richtig auszusprechen.

Die Frage hing eine Zeit lang zwischen ihnen, ein Friedensangebot, dass Sirius nach einigen Momenten an nahm. „Er ist bei den Slytherins. Du weißt doch, dass da dieses Mädchen ist, das ihm so gefällt. Nicht, dass er eine Chance hätte, aber manchmal geschehen ja noch Zeichen und Wunder."

„Oh, so wie ich unseren kleinen Wurmschwanz einschätze, wird er ihr möglicherweise irgendwelche Gryffindorgeheimnisse verraten oder etwas über uns, um sie sich zu kaufen."

Moony. In Lebensgröße und Farbe. Er grinste ihn an, nicht das typische, schüchterne Remuslächeln, sondern ein wölfisches, selbstsicheres Grinsen. „Oh bitte, schau mich nicht so an. Du weißt, dass es stimmt. Peter gehört zu den Menschen, die ewig am Handeln sind, weil sie glauben, sonst an nichts zu kommen. Wenn James sagen würde, er solle sich im Aufenthaltsraum die Hosen ausziehen, würde er es tun, weil er alles tun würde, da er nur so glaubt, Freunde haben zu können. Dem Mädchen wird er irgendetwas anbieten, weil er nicht glaubt, sonst je einen Kuss oder einen Tanz zu bekommen. Irgendwann wird er sich eine Frau kaufen. Und weil er nun einmal diese Einstellung hat, ist das auch die Art und Weise, wie ihm die Welt antwortet. Auch wir, bis zu einem gewissen Grad, mein lieber Padfoot."

„Ich verstehe langsam, warum wir dich in diesen VorVollmondNächten normalerweise nie zu Gesicht bekommen." Er war nicht wirklich brüskiert, nur ein wenig betäubt. Es stimmte, er wusste das, nur hatte es bisher immer den Eindruck gemacht, als hätten sie ein stillschweigendes Abkommen getroffen, nicht darüber zu reden. Nun, vielleicht hatte Remus dieses Abkommen im Geiste unterschrieben, diese Seite seines Wesens jedoch nicht.

Moony zuckte mit den Schultern. „Ja, ich tendiere dazu, meine gewohnten guten Manieren etwas fallen zu lassen. Ich bin offener, ehrlicher. Viel weniger ängstlich. Ein anderer, ich glaube, das erwähnte ich bereits."

„Ja, ja das hast du..." Es zuckte in seinem Mundwinkel. Er konnte Moonys Gesichtsausdruck nicht deuten, es gelang ihm einfach nicht, seine Gedanken zu lesen, während er die von Remus häufig in seinen Augen oder den Falten auf seiner Stirn geschrieben gefunden hatte. Moony hatte ein ewiges, siegessicheres Lächeln und einen entspannten, schelmischen Ausdruck in den kleinen Falten in seinen Augenwinkeln. Es war das Gesicht von jemandem, der beim Poker mit einem Pärchen alle anderen dazu brachte aus zu steigen, während er vollkommen ruhig Haus und Leben verwettete.

„Hi Leute."

Sirius war unendlich erleichtert, als James neben ihnen auftauchte und sich setzte. Allerdings hielt diese Stimmung nicht sehr lange vor, als er das Gesicht des Freundes sah. Krone hatte tiefe Ringe unter den Augen, seine Wangen wirkten eingefallen und der Mund war zusammengekniffen. Trotzdem versuchte er sich an einem Lächeln. Es misslang. „Wenn einer von euch beiden mir sagt, dass ich gut aussehe, schlage ich ihn."

„Keine Sorge." Remus tätschelte ihm gedankenverloren den Rücken. „Du siehst aus wie ein Hauself, der bei seiner Bestrafung besonders kreativ und ausdauernd war."

James starrte ihn einen Moment lang an und wandte sich dann Sirius zu, der eine unauffällige Geste Richtung Himmel machte und dann das Gesicht verzog. Krone schien zu verstehen. Moony auch.

Sein Lächeln vertiefte sich etwas, als er aufstand, an James vorbei ging und sich vorbeugte, um Sirius ins Ohr zu flüstern.

„Mein lieber Padfoot, du willst gar nicht wissen, was ich tun könnte, wenn du so etwas noch einmal machst. Man könnte meinen, dass dich etwas an meiner gegenwärtigen Person stört. Ich bin vielleicht etwas weniger der liebe kleine Remus, als normal, aber das sollte dir nur insofern zu denken geben, als dass du mir nicht alleine, in der Nacht, in irgendeiner einsamen Ecke begegnen möchtest. Was ich durchaus arrangieren könnte, wenn du verstehst, was ich meine."

Als Moony sich wieder richtig hinstellte, standen Sirius alle Haare zu Berge und begann sich unsicher im Nacken zu kratzen. Der Werwolf verbeugte sich und strich sich dabei eine Strähne aus dem Gesicht. „Wenn ihr mich entschuldigen würdet. Ich habe das Gefühl, dass ich morgen einiges bereuen würde, wenn ich den Ball nicht ein wenig frühzeitig verlasse. Außerdem braucht der Trank noch ein wenig Überwachung. Wir sehen uns Morgen."

„Ja...bis Morgen..." James hob eine Hand und winkte irritiert, bis Moony in einem der vielen Gänge des Schlosses verschwunden war. „Was. War. Das."

„Die Stimme, Krone, die Stimme. So wie du es ausgesprochen hast, war es keine Frage."

„Antworte trotzdem oder ich erzähle meiner Mutter, dass du unsern kleinen, unschuldigen Remus in ein Duplikat deiner selbst verwandelst."

„Aber das stimmt nicht! Er benimmt sich anders, aber noch nicht einmal wie ich!"

„Er spricht aus, was andere nicht tun würden. Möglicherweise aus einem anderen Grund, als du – du denkst schlicht und ergreifend nicht – aber das muss ich ihr nicht erzählen. Und er hat dieses seltsame Lächeln auf dem Gesicht. Und er wirkt gefährlich. Ich glaub, heute Abend wäre er es gewesen, der uns in Schwierigkeiten hätte bringen können, und nicht du. Ausnahmsweise."

„Normalerweise bringst du uns in Schwierigkeiten, mein lieber James."

„Nicht wahr."

„UND normalerweise liebst du Schwierikeiten."

„Normalerweise versuchst du nicht abzulenken. Erzähl, oder meine Mutter schickt dir in den nächsten Tagen einen Heuler. NUR einen, wenn du Glück hast."

Sirius setzte dazu an, etwas zu erwidern, ließ es dann aber und zuckte stattdessen resigniert mit den Schultern. Er war müde und das, obwohl er den Ball noch überhaupt nicht genossen hatte. Wo war eigentlich Cynthia Tallis? Er hatte sie doch auffordern wollen, gleich beim ersten Tanz.

„Es ist der Wolf, denke ich. Remus hat erzählt, dass er in den beiden Nächten vor Vollmond sehr stark ist."

„Hm."

„Und woher kommt dein Hauselfengesicht?"

Er erwartete eigentlich, dass sein bester Freund ausweichen würde, versuchen würde, die Frage nicht zu beantworten, aber James überraschte ihn, als er nur gen Decke schaute und in den Sterne nach den passenden Worten zu suchen schien.

„Erinnerst du dich, als ich mit dem Tarnumhang zurück gelaufen bin, um Snapes Bestrafung durch Eve anzusehen?", fragte er schließlich leise und stockend.

Sirius nickte. Ja, das tat er. Und er wusste auch noch, dass James danach so seltsam geworden war. Er und Remus hatten bereits einen Verdacht gehabt, als sie ihn danach so lange nicht mehr gesehen hatten.

„Ich nehme an, wir hatten Recht, so wie du das sagst?"

James lächelte. „Ja...es ist schon seltsam, aber er ist wirklich mein..." Anscheinend konnte er es nicht beenden und Sirius zwang ihn nicht.

„Wer ist seine Mutter?", fragte er stattdessen, nun ebenfalls an die Decke starrend.

„Evans." Es klang nicht so glücklich, wie es gesollt hätte. Eher im Gegenteil.

„Und warum tanzt du dann nicht ChaChaCha auf dem Tisch?"

„Es war keine Bestrafung, Sirius."

„Hm?"

Krone seufzte. „Weißt du, mit wem Eves heute Abend hier ist? Sie steht dahinten, du kannst es gut sehen."

Sirius starrte in die gewiesene Richtung. Lilly stand am Rande des Tanzfeldes an eine der Säulen gelehnt. Sie trug ein braunes, schlichtes Stoffkleid, das ihr bis zu den Knien ging und ließ sich die roten Locken offen über die Schultern fallen. Sie strahlte förmlich. Neben ihr stand Snape. Er schien sich unwohl zu fühlen, aber auch er hatte etwas...seltsames an sich. Das Verkniffene fehlte und einmal lächelte er auch kurz. Es war nicht das schmierige Grinsen oder dieses herablassende Halblächeln, das er von ihm kannte. Stattdessen wirkte es durchaus ernst gemeint.

Sie gaben ein seltsames Paar ab, die beiden. Evans schien schöner den je zu sein, während Snape...nun, halt Snape war. Knochig, dunkel und mit fettigen Haaren.

Es wirkte falsch und gleichzeitig auch nicht. Wie ein Bild, das man für eine Fälschung hält, aber man weiß nicht warum.

Er beschloss zu der Szene nichts zu sagen und als Lilly über etwas lachte, dass Snivelus zu ihr gesagt hatte, sah er wieder zu den Sternen an der Decke hinauf.

„Eve...eigentlich sollte ich eher Harry sagen oder? Oder Potter vielleicht. Er...hat Snape gesagt, dass er Lilly fragen soll. Und später hat ihn dieser angebliche Bruder zur Rede gestellt. Ich weiß nicht, was zwischen den beiden ist, ich kann es wirklich nicht sagen. Eve will, dass die beiden zusammen kommen. Wenn irgendjemand anders so etwas sagen würde, würde ich ihm ins Gesicht schlagen und ihn auslachen, aber..." Er brach ab und barg dann den Kopf in den Händen. Sirius stricht ihm über das Haar, sah ihn aber nicht an. Vermutlich wollte James so nicht gesehen werden, auch wenn sie mitten in der großen Halle saßen. Es waren immerhin alle mit sich selbst beschäftigt.

„Sirius, wenn mein eigener Sohn sagt, wenn UNSER Sohn sagt, dass es so besser ist...wie kann ich da widersprechen?"

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„Na, zufrieden Harry?"

Draco erhielt keine Antwort. Auch gut. Er konnte immer noch sehr gut Alleinunterhalter spielen. Dass sein Sitznachbar es jedoch spannender fand, in seinem Essen herum zu stochern, als mit ihm zu reden, war doch...unbefriedigend. Das schmollende Gesicht entschädigte ihn dafür nur halb. Er vermisste es, Leute um sich zu haben, mit denen er sprechen konnte.

„Kein Kommentar dazu, dass Snape und Evans sich prächtig zu amüsieren scheinen – soweit Snape in der Lage ist, sich zu amüsieren, heißt das und dein Vater da drüben hockt, als habe ihn jemand gezwungen eine Badewanne voll Flubberwürmer zu essen?"

Es war eine Anspielung auf den Versuch, den er selbst einmal dem Wiesel gegenüber gestartet hatte. Leider war das Vorhaben damals vereitelt worden. Obwohl Filch sichtbar einen Moment am Überlegen war, wem er lieber eins rein würgen wollte.

Harry schob sich lustlos ein Stück Braten in den Mund und griff dann nach dem Kürbissaft.

„Nichts stärkeres? Komm schon Potter, ein wenig Feuerwhiskey wird dich nicht töten."

Weder rechnete er mit einer Antwort, noch erhielt er eine.

Es war beinahe erniedrigend, wie er hier versuchte Konversation zu machen.

„Beinahe beschämend, wie sehr wir immer noch an den alten Clichées hängen, nicht wahr?", versuchte er es noch einmal und zupfte an seinem Gehrock. Es war vorgeschrieben worden, dass die männlichen Lehrer in Gehröcken und die weiblichen in langen Abendkleidern kamen, was dazu führte, dass der Lehrertisch aussah, wie einem französischen Kostümfilm entnommen. Der Graf von Monte Christo vielleicht.

Die Farben hatten sie sich aussuchen können und es war wirklich amüsant wie vorhersehbar sie waren. Harrys Gehrock war rot mit goldenen Verzierungen und Knöpfe, während Draco selbst in grün und silber ging. Es war so typisch. Die alte Feindschaft, symbolisiert durch Slytherin und Gryffindor.

Es herrschte Schweigen zwischen ihnen, während um sie herum das Fest brandete und lärmte und toste. Sie waren eine kleine Insel der Stille und des Schweigens und das machte es förmlich noch leiser, als es eigentlich schon war. Und schlimmer.

Draco stöhnte und schob seinen Teller von sich. Er konnte sich nicht daran erinnern, jemals weniger Hunger gehabt zu haben. „Weißt du, Potter, das Schlimmste an diesem ganzen verschissenen Fluch ist, dass du die einzige Person bist, mit der ich reden kann. Ausgerechnet du. Und dann fängst du an, dich wegen jeder Kleinigkeit wie die letzte Diva aufzuführen. Ich hab vorhin nur Spaß gemacht und das weißt du."

Harry sah ihn nun endlich an, allerdings tat er das auf diese stechende Art und Weise, als überlegte er sich die grausamste Todesart. „Sicher weiß ich das, Dray. Es ist ja auch nichts schlimmes dabei ohne den geringsten Grund einen Schüler in ein Wiesel zu verwandeln, Dracolein."

„Nimmst du mir den Spitznamen ärger, als die Tatsache, dass ich dich faktisch schwul genannt habe?" Draco konnte sich das Grinsen nicht verkneifen.

„Sag mir deinen Grund, Draco. Sag mir endlich deine elenden Probleme, wenn sie denn überhaupt existieren."

„Oh, sie existieren. Du bist nur eine alte Blindschleiche, Harry. Ein Basilisk sobald es um das Gefühlsleben der anderen geht. Eine Blindschleiche mit einem Basilisken gekreuzt, wenn man bedenkt was für ein Chaos du öfters hinterlässt. Der Elefant im Porzelanladen."

„Seit wann benutzt du denn Muggelsprichwörter, Dracolein?"

„Seit ich darauf Rücksicht nehme, dass du den Vergleich 'Ein Kobold mit Rock' nicht verstehen würdest. Und wenn du mich jetzt entschuldigen würdest, ich sehe gerade, dass Anya frei geworden ist." Er verbeuge sich spöttisch und verschwand, um die Fluglehrerin aufzufordern, die sich mit einem eleganten, vermutlich russischem Kleid von der restlichen Lehrerschaft abhob.

Harry beobachtete, wie sie tanzten, einen langsamen Walzer und dann einen schnellen, ausgelassenen QuickStep. Er wünschte Hermine hätte ihn nicht gezwungen all diese Tanzsendungen anzusehen.

Als die ersten Takte einer Rumba anklangen, sah er weg und nahm sich den Krug mit dem Feuerwhiskey.