Malfoy Manor, Todessertreffen:
Mit zwei leisen Plops erschienen die zwei in dunkle Kutten gehüllten Gestalten vor dem Tor von Malfoy Manor. Bellatrix hob ihren linken Arm und das Tor vor ihnen machte den Todessern Platz. Lautlos näherten sich die dunklen Gestalten dem geöffneten Haupttor und trafen in der Eingangshalle bereits auf die ersten anderen Todesser.
Bellatrix steuerte sofort eine Sechser Gruppe in der Nähe der weiten Treppe.
Antea erkannte sofort Draco Malfoy, der keine Maske trug und sehr nervös von einem Fuß auf den anderen trat. Die vermummte Gestalt neben ihm war kleiner als die Verbliebenen und murmelte dem Jungen beruhigende Worte zu. Eindeutig Narcissa. Der Mann neben ihr war an seinem Spazierstock sehr leicht als Lucius zu identifizieren. Blieben nur noch zwei, deren Masken Antea aber nur zu gut kannte, die Lestrange Brüder. Dann blieb nur noch einen sehr kleine und korpulenten Todesser übrig, der etwas abseits stand.
Die Gruppe bemerkte die sich nähernden Frauen und öffneten ihren Kreis um ihnen Platz zu machen.
„Sieh einer an, wer sich da wieder zu uns begibt, hattest wohl Sehnsucht, Antea", begrüßte die raue Stimme von Rodolphus sie. Und er trat so zur Seite, dass sie nicht umhin kam sich zwischen ihn und seinen Bruder zu stellen.
Sie bemerkte die kühlen Augen des jüngeren Lestrange auf sich und wandte sich, nachdem sie tief Luft geholt hatte ihm zu. Er hob die Hand und legte sie ihr in den Nacken und drückte ihr Kinn nach oben, sodass sie gezwungen war ihm in die Augen zu sehen, so gut das durch die Schlitze der beiden Masken möglich war.
„Ich hoffe du weißt, dass ich erwarte das du nun endlich deinen Platz als meine Frau einnimmst und dieses kindische Rungezicke lässt, Antea, denn Askaban hat meiner Geduld nicht sehr gut getan."
„Dessen bin ich mir bewusst. Ich werde tun, was du von mir verlangst, Rabastan."
Sie konnte sein selbstzufriedenes Grinsen beinahe durch die Maske hindurch sehen, als er antwortet „Gut, ich werde dich nach dem Treffen zu dir nach Hause begleiten. Mir ist bewusst, dass unser Kind bereits schlafen wir, aber morgen will ich sie kennen lernen. Du hast sie lange genug vor mir versteckt, ist das klar."
„Das ist es, könntest du mich jetzt freundlicherweise loslassen.", erwiderte Antea, deren Hals allmählich zu schmerzen begann. Rabastans Augen blitzten kurz auf und er drückte ihr den Kopf noch weiter in den Nacken, bevor er los ließ.
„Es wäre gut für dich, wenn du tust was ich sage, dann lege ich vielleicht ein gutes Wort für dich bei unserem Lord ein. Du kannst dir vorstellen, dass er nicht sonderlich erfreut ist."
Antea schluckte nervös, hoffentlich war der Dunkle Lord nicht allzu wütend, er würde sie zwar wahrscheinlich nicht umbringen, aber sie konnte auch auf ein paar Runden Crucio gut verzichten.
„Was hast du unserer Tochter alles erzählt, Antea", verlangte Rabastan zu erfahren.
„Ich habe ihr gesagt wer ihre Familie ist, warum ich in die Muggelwelt gegangen bin und warum ich mich entschieden habe zurückzukehren.", antwortete Antea, sie hasste es Rechenschaft ablegen zu müssen, besonders ihm gegenüber, aber da musste sie wohl oder übel die nächste Zeit durch.
„Das habe ich auch noch nicht ganz verstanden, warum gibst du dein schönes Versteck auf wo du doch wusstest, dass du dann mir gehörst?", fragte Rabastan grinsend.
„Wie Antonin meine, nein unsere Tochter beinahe zu Brei verarbeitet hätte. Ich kann nicht riskieren, dass sie von Todessern umgebracht wird, nur weil diese glauben ihre Eltern wären dreckige Muggel."
„So dreckig können die Muggel ja gar nicht sein, schließlich hast du fast 17 Jahre dein Bett mit einem geteilt", spottete Rodolphus und sein Bruder grummelte.
„Was bringt dich bitte sehr auf den Gedanken, ich würde mein Bett mit einem Muggel teilen?", erkundigte sich Antea angewidert „Das war eine reine Zweckehe, er brauchte jemanden, der seine Frau spielte und ich brauchte eine Deckung. Mehr gibt es dabei nicht."
„Muggel sind absolute Memmen, wenn sie sich noch nicht einmal ihre Frauen im Bett halten können", feixte Rodolphus und Rabastan fügte hinzu: „Dir ist hoffentlich klar, dass jetzt ein anderer Wind weht, meine Liebe." Antea grummelte etwas Unverständliches nickte aber nichtsdestotrotz.
Bevor sei weitersprechen konnte erschien der Dunkle Lord und trat durch die Tür in einen großen Saal. Die Todesser folgten ihm und Antea blieb dicht bei Rabastan und Bellatrix. Der Innere Kreis des Dunklen Lords schloss sich und sie nahm ihren alten Platz zwischen Rabastan und Rodolphus ein, neben dem Bellatrix, Lucius, Narcissa und bei dieser auch Draco standen. Die anderen Todesser hatten sich im Raum verteilt und beobachteten den inneren Kreis, dem Getuschel nach schien ihnen ihre Anwesenheit aufgefallen zu sein.
Der Dunkel Lord stand im Kreise seiner engsten Anhänger und sah sie alle der Reihe nach an, als er jedoch zu Antea kam, blieb sein Blick etwas länger auf ihr ruhen bevor er weiter wanderte. Schließlich hob er eine Hand und das Geflüster erstarb sofort.
„Nun, meine Todesser, ich habe euch heute hier zusammengerufen, damit wir ein neues Mitglied in unsere Mitte aufnehmen können. Aber bevor wir uns dieser erfreulichen Angelegenheit zuwenden, dürfen wir ein altes Mitglied wieder in unseren Reihen begrüßen, ein Mitglied, dass sich eine etwas überzogene Babypause gegönnt hat. Tritt vor Antea."
Am liebsten hätte Antea in diesem Augenblick ihre Beine in die Hand genommen und wäre geflohen, so jedoch trat sie vor den Dunklen Lord und kniete sich hin, den Kopf zu Boden gesenkt.
„Nun, Antea, auch wenn ich dein Verschwinden nicht gutheißen kann, noch weniger die Tatsache, dass du dich zu den Muggeln gestohlen hast, doch der Dunkle Lord versteht deine Gründe und er kann deine Loyalität und deinen Mut nicht anzweifeln, die dich heute in meine Kreise zurück gebracht haben. Auch weiß er, dass du dich nie von mir abwenden wolltest, sondern lediglich von deinem Verlobten. Also wird dir der Dunkle Lord vergeben, denn er ist gnädig, aber sei gewarnt ich werde wachsam sein, übertritt meine Gebote, und du wirst bestraft werden. Verstanden?"
„Ja, mein Lord"
„Gut, Rabastan, habt ihr eure Differenzen ausgeräumt?"
„Ja, mein Lord, das haben wir"
„Sehr gut, nun Antea nach 17 Jahren ohne Magie hoffe ich, dass deine Fähigkeiten nicht gelitten haben, denn ich habe keine Verwendung für inkompetente Schwachköpfe."
„Mein Lord, ich habe mich heute mit ihr duelliert, sie ist so gut wie eh und je", bestätigte Bellatrix mit einem treuseligen Blick.
„Das ist sehr gut, meine liebe Bella, dann sparst du mir meine wertvolle Zeit und ich muss es nicht selber testen. Geh auf deinen Platz zurück", befahl er und Antea rappelte sich hastig vom Fußboden hoch und trat zurück in den Kreis.
„Dann können wir uns jetzt der Aufnahme von Draco Malfoy in unsere Mitte widmen. Tritt vor mein Junge.", forderte er und Draco trat beinahe slytheringrün im Gesicht und zitternd auf den Dunklen Lord zu und musterte höchst interessiert die Knöpfe an der Robe des schwarzen Magiers.
„Knie nieder und entblöße deinen linken Arm.", der zitternde Draco kniete hastig nieder und schob sich den Ärmel hoch, bevor der Dunkle Lord nach seinem Arm griff und ihm den Zauberstab in den makellosen Arm drückte.
„Morsmordre", zischte der Dunkle Lord und Antea konnte sehen, wie sich das weiße Fleisch seines Armes dunkel färbte, als das Totenkopf und die Schlange hineingebrannt wurden. Draco wimmerte etwas und als der Dunkle Lord seine Zauberstab wegnahm lief ein schwacher Rinnsal roten Blutes Dracos Arm hinunter.
„Du bist jetzt ein Todesser Draco", sagte der Dunkle Lord und beschwor mit einem Schwenk seines Zauberstabes Robe und Maske herbei. „Steh auf und nimm deinen Platz zwischen deinen Eltern ein."
Womöglich noch schneller als Antea schoss Draco vom Boden hoch und ging bei seinen Eltern in Deckung.
„Damit ist die Versammlung beendet, kehrt wieder dahin zurück, wo ihr hergekommen seid.", verkündete der Dunkle Lord mit einer unwirschen Handbewegung. Eilends machten die Todesser sich aus dem Staub, nur der Innerste Kreis blieb zurück.
„Nun zu dir Draco, ich habe eine Mission für dich, die zu vollenden es gilt. Ich hatte lange Zweifel, ob das der beste Weg ist, doch ich denke, jetzt, nachdem du die nötige Hilfe bekommen kannst, wird es gelingen", er wandte seinen Blick bei diesen Worten an Rabastan und Antea bevor er wieder zu Draco zurückkehrte. „Ich möchte, dass du einen Weg findest meine Todesser nach Hogwarts zu bringen und …", er machte eine lange Atempause „… meine alten Feind Albus Dumbledore tötest."
Draco, Lucius und Narcissa schnappten synchron nach Luft. „Ich weiß, dass ist keine leichte Aufgabe, umso mehr hat es mich gefreut, dass wir im Schloss Hilfe für dich haben. Antea ich bin mir sicher, deine Tochter wird sich geehrt fühlen, denkst du nicht auch."
Anteas Augen weiteten sich und sie keuchte „Mein Lord, meine Tochter war mit Harry Potter befreundet, ich denke kaum, dass ich sie dazu bewegen kann, gegen Dumbledore vorzugehen."
„Sie war mit Potter befreundet?", erkundigte sich der Dunkle Lord mit einem amüsierten Grinsen.
„Ja, mein Lord, ich glaube Potter und die Weasley-Familie haben Hermines Verwandtschaft nicht sonderlich gut aufgenommen."
„Oh ja", quietschte Bella vergnügt „der Heuler, den die kleine Weasley bekommen hat, war wirklich klasse."
„Wann bist du in Kontakt mit dem Weasley-Mädchen gekommen, Bella?", erkundigte sich der Dunkle Lord neugierig.
Antea antwortete für Bellatrix: „Es schein, mein Lord, als hätte Miss Weasley für Hermine Partei ergriffen bei der Auseinandersetzung im Haus der Weasley, jedenfalls hat der alte Weasley seine Tochter rausgeschmissen. Sie wohnt vorübergehend bei uns."
„Artur Weasley hat seien Tochter aus dem Haus gejagt", erkundigte sich Lucius mit einem amüsierten Unterton.
„Es scheint so", erwiderte Bellatrix „Auch wenn ich glaube, dass Mummy Weasley die Entscheidung gar nicht gut findet."
„Das sind sehr interessante Neuigkeiten, wenn wir die kleine Weasley von ihrer Familie fernhalten können, dann wird das die Familie entzweien und Dumbledores Basis wird bröckeln. Das müssen wir zu unserem Vorteil nutzen. Antea behalte das Mädchen bei dir und kümmere dich gut um sie. Wir müssen vorsichtig sein, damit wir beide auf unsere Seite ziehen können und das noch so rechtzeitig, dass die Draco noch helfen können. Hm, aber wie?", grübelte der Dunkle Lord und sah seine Todesser an.
„Ich weiß wie, mein Lord", rief Bellatrix „ Antea deine Tochter lernt doch unheimlich gerne oder?", Antea nickte und so fuhr Bellatrix fort. „Und heute als ich bei euch war haben die beiden und duellieren sehen und festgestellt, dass sie keine Chance hätten, oder?" Wieder nickte Antea, dann hielt sie mitten im Nicken inne und sprach „Du willst sie in den Dunklen Künsten unterrichten, oder?"
Bellatrix nickte heftig, „So können wir unseren Einfluss aufbauen und der Orden wird einen weiten Bogen um sie machen, wenn er merkt, dass sie sich mit uns eingelassen haben. Das erste Misstrauen ist ja bereits gesät."
Der Dunkle Lord nickt. „Das könnte funktionieren und Draco könnt ihr gleich mitnehmen, vielleicht kann er sich mit den beiden anfreunden, außerdem muss er auch noch einiges lernen. Was meinst du, Antea?"
„Eine freundschaftliche Beziehung aufzubauen müsste gelingen, wenn sich Draco etwas zusammen nimmt und die Beleidigungen minimiert. Hermine verzeiht schnell. Allerdings ist sie auch ein unverbesserlicher Idealist, ich glaube wir brauchen einiges an Fingerspitzengefühl, um ihr die Dunklen Künste beizubringen."
„Darum werdet ihr euch kümmern, glaubst du, Draco, du bekommst das hin?", fragte der Dunkle Lord an Narcissas Jungen gewandt. Dieser nickte.
„Gut", der Dunkle Lord nickte zufrieden und verschwand mit einem Knall.
Die verbliebenen Todesser sahen sich einen Moment an, bevor Rabastan seien Maske abnahm und auf Antea zutrat. „So, dann sollten wir jetzt gehen, schließlich haben wir morgen einiges zu tun, man sieht sich", sagte er an die anderen gewandt und schob Antea auf die Tür zu.
So das war es fürs Erste, ich hoffe es hat euch gefallen, lasst mir doch ein paar Ideen da, auch wenn ich schon einen Großteil der Geschichte habe vielleicht habt ihr was Besseres.
Supi liebe Grüße,
eure justreaderr
