Ich wusste ewig nicht wie ich fortfahren sollte und bin festgehangen... Aber jetzt habe ich den Faden ja wieder und kann zum Glück weiterschreiben.
Wie auch immer, viel Spaß beim Lesen.
blablabla - Normal (Amayas Sicht)
blablabla - Vergangenheit
blablabla - schwarzer Zetsu
Ende vom letzten Kapitel:
Ich konnte nicht aufgeben. Nicht jetzt.
Der Chakrastab war nur noch Zentimeter von meiner Brust entfernt.
„STOP!"
Kapitel 5: Deal(?)
Pain stoppte tatsächlich. Überrascht von meinem plötzlichen Ausbruch.
Mit leicht gehobenen Augenbrauen sah er mich fragend an. „Wieso sollte ich aufhören? Ich dachte du wolltest sterben."
Ich atmete heftig. Schloss und öffnete meine Augen. Biss die Zähne zusammen.
Ein Plan hatte sich in meinen Kopf geformt. Zuerst war es nur eine Idee, ein Gedanke nichts weiter, aber...
Was ich vorhatte, war Wahnsinn.
Wahnsinn Wahnsinn Wahnsinn.
Niemals konnte das gut gehen.
„Wenn du wirklich Unkraut zerstören willst, musst du dessen Wurzel finden und sie zerstören."
Fuck. Scheiße. Aber es war das einzige was ich im Moment tun konnte.
Meine Brust hob und senkte sich heftig, während ich auf den spitzen Chakrastab vor mir schielte. Erst jetzt realisierte ich es richtig: Ich war gerade nur haaresbreit dem Tod entkommen.
Pain hob wieder seinen Stab, deshalb sagte ich schnell: „Ich weiß du willst meine Kraft. Mein schwarzes Chakra."
Wieder stoppte Pain inmitten seiner Bewegung. Sein Gesichtsausdruck war so nichtssagend wie immer, doch er hörte mir zu. Er war interessiert.
Ich schluckte, leckte mir über meine trockenen Lippen, bevor ich ihm den Anfang meines verrückten Planes darlegte: „Ich will Akatsuki beitreten."
Pain senkte seinen Stab. Ließ ihn wieder in seinem Ärmel verschwinden. Überlegte.
Mein Herz raste.
Wahnsinn Wahnsinn Wahnsinn.
Wenn das schief ging, brachte ich meinen gesamten Clan in einer riesigen furchtbaren Gefahr. All die unschuldigen Menschen wären einer wütenden kriminellen Organisation ausgeliefert. Die all ihre Geheimnisse kannte.
Auf der anderen Seite jedoch konnte ich sowohl meinen Clan als vielleicht auch Naruto und sogar die Welt retten. Na gut, vielleicht nicht retten, aber verbessern. Ich konnte unzählige Leben beschützen. Wenn es gelang. Außerdem, wie waren meine Optionen? Pain wusste alle Geheimnisse über meinen Clan, der Grund warum ich mich bisher den Akatsuki verweigert hatte. Und er war kurz davor mich zu töten.
„Warum sollte ich dir trauen? Wie ich schon sagte, ich bezweifle, dass du mir jemals gehorchen wirst. Du hängst zu sehr an deinem Clan. Kannst du alle Bindungen zu ihm kappen und ein Nukenin werden?"
Ich sah ihn mit meinem entschlossensten und kältesten Blick den ich im Moment aufbringen konnte an und antwortete: „Ich habe gerade mehr oder weniger meine gesamten Clansgeheimnisse verraten. Meine Position als Anführerin bin ich los, sowie das Vertrauen meines Clans als auch das von meinem Vater. Sie werden mir sowieso niemals wieder trauen. Außerdem bekomme ich lieber ein Mitglied in Akatsuki als dass ich sterbe. Verflucht, ich bin schließlich erst 18!"
Ich sah förmlich wie Pain die Pros und Contras meines Angebots abwiegelte.
Bitte sag ja, bitte sag ja...
Er schüttelte den Kopf. „Du bist ein zu hohes Risiko. Du kannst kein Mitglied werden."
Für einen kurzen Moment hörte ich auf zu Atmen. Mein Herz setzte aus.
Nein!
„Allerdings könntest du dich durchaus noch als nützlich erweisen. Deine Fähigkeiten sind durchaus auf Akatsukiniveau, auch wenn sie noch Übung brauchen." Er seufzte. Warte, hieß das er würde mich doch nicht töten?
„Du wirst immer noch unsere Gefangene sein, jedoch unter anderen Umständen. Du wirst ständig unter Beobachtung stehen. Sobald du lügst, einen Befehl verweigerst oder versuchst zu fliehen wird dich sofortige Bestrafung erwarten. Solltest du zu einem zu hohen Risiko werden, werde ich dich töten."
Damit drehte sich Pain um und schritt aus der Zelle.
Ich atmete auf. Zumindest war ich ein halbes Mitglied. Auch gut.
In diesem Moment war ich so froh darüber, dass zumindest der Anfang meines Plans funktionierte, dass ich Pain nicht einmal böse dafür war dass er mich immer noch blutend, bewegungslos und angekettet in der Zelle zurückgelassen hatte.
Es dauerte allerdings nicht lange, und die Tür ging wieder auf. Eine hübsche blauhaarige Frau kam herein. Sie hatte einen Piercing in ihrer Unterlippe und in ihrem Haar steckte eine Blume aus Papier.
„Amaya, mein Name ist Konan", sagte sie mit sanfter Stimme, während sie auf mich zugeschritten kam. „Ich werde dich losbinden und deine Wunden versorgen. Bitte wehre dich nicht."
Ich würde nicht kämpfen. Stattdessen würde ich mich Pain und seiner Gruppe beugen. Für eine kurze Zeit.
Konan stand vor mir. Mit ein paar Handgriffen löste sie die Chakrafesseln und entfernte die Chakrastäbe aus meinem Körper. Ihr könnt euch nicht vorstellen was für eine Erleichterung es war nicht mehr von einem anderen Chakra kontrolliert zu werden, auch wenn die neuen Wunden sofort anfingen wie verrückt zu bluten.
Ich stand auf meinen Füßen. Versuchte einen Schritt zu gehen. Und fiel.
Zum Glück fing Konan mich auf. „Langsam", sagte sie nur, während ich halb zur Tür stolperte halb von Konan getragen wurde.
Wir betraten den Gang, auf dem ich vor kurzem noch als Wolf entlanggelaufen war, so sicher, dass ich entkommen würde.
Jetzt führte mich Konan in die andere Richtung des Ganges, durch eine Tür in der linken Seite, in ein Krankenzimmer. „Sasori, hilf mir sie zu heilen."
Ich hob meinen Kopf ein bisschen, sah den Rotschopf am anderen Ende des Zimmers stehen. Er war über eine bewegungslose Gestalt gebeugt, die in einem der Betten lag. Ich erkannte blonde Haare und wusste dass nur Deidara dort liegen konnte. Ich musste einfach grinsen, auch wenn es verflucht weh tat.
„Keine Sorge, du wirst wieder gesund." Vorsichtig legte mich Konan auf ein Bett. So weich. So warm.
Sofort spürte ich die Müdigkeit in mir aufkommen. Nur mit Mühe konnte ich meine Augen offen halten. Mein Atem wurde leiser. Alles verschwamm. Die Schmerzen verschwanden. Mein Körper wurde völlig taub.
Ich gab mich der Dunkelheit hin.
Ich wachte auf. Liegend. Auf einer weichen Matratze. In einem warmen Zimmer. Mit einer Decke auf meinem Körper, der nicht mehr schmerzte sondern nur noch leicht kribbelte.
Das war so viel besser als der Kerker.
„Du scheinst durchaus mehr zu sein als ich auf den ersten Blick dachte."
Ich zwang meine Augen regelrecht sich zu öffnen. Blinzelte wegen dem grellen Licht. Drehte meinen Kopf langsam nach rechts.
Auf einem Stuhl saß Itachi Uchiha, seine schwarzen Augen blickten genau in meine blauen, während er mich musterte.
„Man sollte nie so schnell über jemanden urteilen", sagte ich nur. Meine Stimme war unglaublich heiser. Mein Hals kratzte.
„Hn."
Der Uchiha stand auf, trat an das Bett heran.
Unter der Decke ballte ich meine Hände zu Fäuste, ich spannte meinen ganzen Körper an, doch ich bleib still. Ich konnte nichts tun. Durfte nichts tun, wenn mein Plan funktionieren sollte.
Itachi beugte sich zu mir herunter, um mir ins Ohr zu flüstern: „Allerdings glaube ich nicht, dass du dich so mir nichts dir nichts in einen Nukenin verwandelst. Nicht mit der starken Bindung die du zu deinem Dorf hast und dem Beschützerinstinkt gegenüber anderen Menschen."
Mir rannte es eiskalt den Rücken herunter. Mein Herz schlug schneller, ich schluckte.
Verdammt verdammt verdammt!
So emotionslos wie ich es aufbringen konnte flüsterte ich zurück: „Du weißt gar nichts von mir, Uchiha, also halt die Klappe."
„Hn. Du sollst nur wissen, dass ich dich immer beobachten werde. Sobald ich den wahren Grund für den Deal erfahre, bist du in sehr sehr großen Schwierigkeiten."
Für einen Moment hörte ich auf zu Atmen, als seine Worte langsam in meinen Kopf kamen.
Zum Glück hatte sich Itachi bereits umgedreht und ging Richtung Tür, während er emotionslos wie eh und je sagte: „Du bleibst in diesem Zimmer, solange bis dir erlaubt wird es zu verlassen."
Er hatte die Tür bereits aufgemacht, als ich ihn noch murmeln hörte: „Das könnte durchaus ein Spaß werden."
Sobald die Tür wieder ins Schloss fiel, ließ ich mich schwer atmend zurück in die Kissen fallen.
„Scheiß Uchiha", fluchte ich, während ich immer noch versuchte meinen Herzschlag sowie Atem zu kontrollieren. Es funktionierte nicht.
Du sollst nur wissen, dass ich dich immer beobachten werde.
Das war nicht gut. Gar nicht gut.
Wenn meine Tarnung, dass ich Akatsuki beigetreten bin weil mein Clan mich sowieso verbannt hätte, stand halten sollte, musste ich meine kompletten Gefühle und Emotionen wegsperren. Wie Itachi. Keiner durfte merken, dass ich in Wahrheit Akatsuki davon abhalten wollte Konoha, Naruto, meine Clan oder sonstigen Unschuldigen zu verletzten. Dass ich Informationen über sie sammeln wollte die helfen würden sie zu vernichten. Wie Unkraut.
Einigermaßen beruhigt schloss ich meine Augen. Das hier würde das Schwierigste werden was ich je auf mich genommen hatte. Doch ich musste erfolgreich sein, wenn ich diese Welt vor Akatsuki retten wollte. Ich durfte nicht versagen!
Ich hörte die Tür aufgehen.
Öffnete wieder meine Augen, während ich mich langsam im Bett aufsetzte. Im Zimmer standen Pain und Itachi. Beide starrten sie mich mit ihren kalten Augen an.
Ich unterdrückte ein Schaudern während ich zurück starrte.
Schließlich seufzte Pain. „Amaya, wie ich dir bereits erklärt habe, haben wir keinen Anlass dir zu vertrauen, weshalb du eher eine gut behandelte Gefangene bist als ein Mitglied. Aus diesem Grund wirst du dieses spezielle Chakraarmband tragen. Sobald du es anhast, wird ein Siegel verhindern dass du es wieder ablegen kannst." Misstrauisch beäugte ich das silberne, normal aussehende Armband. „Das Armband ist außerdem verbunden mit meinem Ring, das heißt ich kann mit dir durch Gedanken kommunizieren. Zusätzlich werde ich immer wissen wo du dich befindest."
Ich seufzte. Geez, war das nervend, wie Shikamaru jetzt sagen würde. Aber ich hatte keine andere Wahl. Deshalb streckte ich einfach nur meinen Arm aus. „Tu es einfach um", knurrte ich.
Pain kam zu mir und befestigte das Chakraarmband um mein Handgelenk. „Solltest du übrigens doch weglaufen wollen, oder dich jemals einem Befehl eines Akatsukimitglieds widersetzen, wird das hier passieren..."
Im nächsten Moment wurde ich von Pains mächtigem Chakra nieder gedrückt. Es füllte mein komplettes Chakrasystem aus, mein eigenes Chakra unterdrückend. Ich konnte keinen Muskel mehr bewegen. War vollständig paralysiert. Schaffte es kaum zu atmen. Wie in der Zelle, als seine Chakrastäbe in meinem Körper steckten.
Es dauerte nur zwei, drei Sekunden, doch es kam mir wie Minuten vor, bis sein Chakra schließlich aus mir verschwand. Stöhnend lehnte ich mich an das Kopfteil des Bettes. Schweißtropfen standen auf meiner Stirn.
„Ich hoffe diese Demonstration hat jeglichen deiner Fluchtgedanken verworfen."
Ts, ich wäre schön blöd wenn ich gerade jetzt versuchen würde abzuhauen. Jetzt, wo mir keiner vertraute und mich alle mit Argusaugen beobachteten. Nein, ich würde warten bis ich genügend Infos beisammen hatte und sie ihre Wachsamkeit nachließen. Dann, und erst dann, würde ich fliehen.
Als sich mein Atem wieder beruhigt hatte stellte ich die Frage die mir schon seit längerem auf der Zunge lag und vor dessen Antwort ich am meisten Angst hatte: „Was... was ist wenn irgendeiner der Akatsuki mich einfach so angreift? Ohne dass ich zuvor was getan habe?"
„Ich habe ihnen angewiesen dich in Ruhe zu lassen."
Ich sah ihn nur mit hochgezogenen Augenbrauen an. Die Akatsuki war eine Gruppe voll von herzlosen kalten Killern. Ich bezweifelte stark, dass sie mich einfach so in Ruhe lassen würden. Und wenn ich mich nicht einmal wehren durfte, sondern alles tun musste was sie befahlen...
Ich schluckte.
„Danach werden wir sie essen. Sie gehört uns."
„Die Hure gehört mir."
„...Du wirst dafür meine Versuchsperson sein."
Ich wusste nicht ob ich es aushalten würde, sollten sie tatsächlich alles mit mir machen dürfen was sie wollten. Ganz zu schweigen davon, ob ich es überhaupt überleben würde.
Pain seufzte. „Na schön. Sollte es zu diesem Fall kommen, erlaube ich dir dich zu wehren." Erleichtert atmete ich auf. Nickte.
„Allerdings ist es dir untersagt dein schwarzes Chakra ohne Erlaubnis freizusetzen, aber du darfst dein normales Chakra für kleinere Angelegenheiten benutzen wie zum Beispiel deine Wunden heilen. Du wirst dich außerdem für unsere Organisation nützlich machen indem du kochst oder einzelnen Mitgliedern bei ihrer Arbeit ?"
Wieder nickte ich.
„Gut. Du wirst fürs Erste bei Itachi bleiben. Er wird dich im Auge behalten und mir alles berichten. Wenn du Fragen hast, Itachi wird sie dir beantworten."
„Okay."
Damit verließ Pain das Zimmer und ließ mich mit meinem neuem Wachhund zurück.
Seufzend schob ich die Decke zur Seite und betrachtete meinen völlig dünn gewordenen Körper. Wann ich wohl das letzte Mal was gegessen hatte?
Ich sah Itachi an, der sich keinen Zentimeter von der Stelle bewegt hatte. „Kann ich mich duschen? Und mich heilen?"
Für einen kurzen Moment zeigte er keine Reaktion, doch dann nickte er zu einer anderen Tür, die ich bisher nicht bemerkt hatte. Überhaupt hatte ich mich noch nicht richtig im Zimmer umgesehen. Es war recht einfach, beige Wände, ein Fenster mit mittelroten Vorhängen, ein Kleiderschrank, ein gut befülltes Bücherregal, ein aufgeräumter Schreibtisch auf dem Papiere und Schriftrollen lagen, das breite Bett, ein schwarzer Teppich und die Tür, die auf den Gang führte sowie die Tür auf der gegenüberliegenden Seite, die, so vermutete ich, zum Badezimmer gehörte.
Ich stand auf und lief, nur in Unterwäsche und mit einem knielangen Mantel bedeckt, da der Rest von mir in Bandagen gewickelt war, durch die Tür ins, ich lag richtig, Badezimmer.
Sobald ich die Tür hinter mir geschlossen hatte stellte ich fest, dass man sie nicht abschließen konnte. Super. Ich hoffte nur Itachi war kein Perversling.
Vorsichtig legte ich den Mantel ab und löste eine Binde nach der anderen, bis ich das ganze Ausmaß meiner mehrtägigen Gefangennahme und Folter vor mir im Spiegel sehen konnte.
Ich war spindeldürr. Konnte meine Knochen unter der Haut sehen. Es war erschreckend.
Das meiste von Blut, Schweiß und Dreck war mit Wasser bereits abgewaschen worden. Die größeren Wunden, die mein schwarzes Chakra nicht vollständig geheilt hatte, waren genäht. Der Rest hatte man notdürftig mit Heilcremen und Binden versorgt. Wer auch immer mich zusammen geflickt hatte, war kein Medizinninja gewesen. Aber ich lebte noch. War nicht an Blutverlust gestorben. Keine der Wunden hatte sich entzündet. Und sie hatten mir ein Schmerzmittel gegeben. Was wollte man mehr?
Trotzdem würde ich die verbleibenden Wunden heilen. Natürlich nicht mit meinem schwarzen Chakra, von dem hatte ich eh nichts mehr übrig.
Als meine Hand anfing grün zu glühen, hielt ich sie über eine Wunde nach der anderen und sah zu wie meine Haut darüber wieder zusammen wuchs. Es zog ein wenig und kribbelte fürchterlich, aber am Ende waren nur noch weiße Narben zu sehen. Und die Fäden, mit denen ich genäht wurde.
Seufzend stieg ich schließlich in die Duschkabine und drehte den Wasserhahn auf.
Es war... göttlich.
Als das heiße Wasser über meine Haut lief und den ganzen Schmutz, Schweiß und das Blut den Abfluss herunter spülte war es als ob auch die Angst, Panik, Verzweiflung und der Schmerz mitflossen. Alles fiel plötzlich von mir ab und das einzige das blieb war Erschöpfung.
So, das wars wieder fürs Erste. Hoffe es hat euch gefallen.
Da ich jetzt wieder einen ungefähren Plan davon habe wie die Geschichte weiter geht, hoffe ich dass die nächsten Kapitel schneller kommen werden. Kann aber nichts versprechen.
Falls ihr Fragen, Wünsche oder Kritiken habt, einfach mich anschreiben.
Eure evil mastermind
