Kapitel 7

Nachdem ich meinen Wecker, wieder unsanft zum still stand brachte, merkte ich, das ich die Nacht nicht gut geschlafen hatte. Ich hatte einen komischen Traum aber ich konnte mich nur noch Wage, an ein paar Gestalten erinnern, aber mehr auch nicht. Ich hatte versucht, mich daran zu erinnern aber es funktionierte nicht. Vielleicht auch besser, weil gruselige Gestalten mochte ich nämlich überhaupt nicht.
Langsam stand ich auf, öffnete das Fenster und schnappte ein paar Züge frische Luft, so das meine Lebensgeister geweckt wurden. Auf dem Weg zum Kleiderschrank, schaute ich den Spiegel und ließ einen Schrei los! Mein Spiegelbild sah aus wie Zombie, ach ja, mir fiel wieder ein, das ich gestern vergessen hatte, mich ab zu schminken. Schnurstracks lief ich ins Bad und stellte mich unter die Dusche und ließ den warmen Regen auf mich nieder prasseln. Der Letzte Tag und die Nach war echt Haarsträubend gewesen aber all das vergaß ich, während das warme Wasser an mir runter lief. Nach einer ausgiebigen Waschorgie, zog ich mich rasch an, damit ich nicht zu spät kam.
In der Küche, setzte ich mich hin und trank meinen Kaffee, ja den brauchte ich jetzt als kleines Putching(Wachmacher). Während ich da so saß, kamen mir wieder die letzten Ereignisse des gestrigen Abends vor Augen. Die Reaktion der beiden, wenn sie sich sahen, beunruhigten mich zutiefst und ich weiß, beim bestem willen nicht, was das sollte, geschweige denn was ich darüber denken sollte. Wie Trance, da ich so in Gedanken versunken war, stieg ich ins Auto, startete den Motor und fuhr los. Ich achtete nur teilweise auf den Verkehr, naja Verkehr, konnte man das nicht nennen, war ja nie was los auf Forks Straßen. Kannten die beiden sich vielleicht schon und ich wusste davon nichts? Warum waren sie so schlecht aufeinander zu sprechen? Basti kannte ich mit der weile besser und ich mochte ihn schon nach kurzer Zeit. Edward hingegen kannte ich kaum, ja wenn ich es sogar genau nahm, kannte ich ihn gar nicht. Warum also machte ich mir so einen Kopf darum? Weil ich so verbissen nach Antworten suchte, nahm ich die Straßen gar nicht mehr wahr! Auch nicht, das der Wagen auf die andere Spur gerollt ist und das schlimmste, es kam ein großer Baumstamm Laster auf mich zu, ich wurde vom einem Hupen Sturm aus meinem Gedanken raus geholt und starrte dem Laster entgegen, der immer nähe kam. Panik brach in mir aus und diesmal hatte ich keinen Basti, der neben saß und mir half! Ich wusste nicht was ich machen sollte, der letzte Ausweg war, ich musste ausweichen. Reflexartig riss ich das Lenkrad herum und wie ich befürchtet hatte, fing das Auto an zu schleudern und ich bekam es nicht mehr unter Kontrolle, je mehr ich es drehte, desto schlimmer wurde es. Bella das hast du nun davon, verfluchte ich mich ehe.....

Auf einmal wurde es schwarz und ich fiel, fiel immer tiefer, ich wusste nicht wo ich war! Um mich herum war es Stock finster! War ich tot? Leise rannen mir Tränen über mein Gesicht. Soll es das schon gewesen? Was ist mit Basti? Und meinem Vater? Meinen Freunden? Das konnte doch nicht das Ende sein, ich hatte soviel Fragen!
'Und jetzt......?

Vor meinen Augen begann es leicht zu flackern. Ich hörte eine vertraute Stimme, doch sie war soweit weg. „Bella?Bella? Komm zu dir? Bella?",hörte ich die Stimme, doch sie war nicht wie sonst, sondern voller Kummer und Sorgen, doch das durfte nicht sein, das war nicht richtig! Träumte ich etwa immer noch?
Ich versuchte die Augen zu öffnen, ganz langsam aber ich sah nur grelles Licht. War ich vielleicht doch noch am Leben. In der Ferne hörte ich ein regelmäßige Piepsen. Wo war ich ? Im Himmel oder doch in der Hölle? War ich denn so grausam gewesen, das ich das verdient hätte?
„Bella? Kannst du die Augen öffnen? Hörst du mich?",vernahm ich die leise und schöne Stimme.
Allmählich, wurde ich ungeduldig, wem gehörte diese Stimme? Mit aller Kraft, riss ich die Augen auf und sah mich in um, ich lag in einem weißen Raum, alles war grell und mir blieb fast das Herz stehen, ich war an Geräten angeschlossen. In mir stieg erneut diese Panik hoch, ich versuchte auf zustehen, doch ich wurde sanft wieder zurück gedrückt. Vorsichtig drehte ich meinen Kopf zur Seite, erblickte aber nicht meine Vater, sondern es war...ich konnte es kaum glauben... es war Basti. Verwirrt schaute ich ihn an und als meine Sicht wieder klarer wurde, da sah bemerkte ich, das noch einer im Raum. Das Piepsen wurde lauter, denn mein Herz war am rasen! In der Ecke auf einem Stuhl saß kein anderer als Edward Cullen. Rasch wollte ich mich aufrichten, weil mir die Situation gar nicht passte! Die beiden Jungs standen munter vor mir und ich lag in einem Bett. Doch als ich mich hin setzten wollte, durch fuhr mich ein stechender Schmerz in der Brust, keuchend ließ ich mich wieder ins Bett fallen. Indem Moment hörte ich die Tür auf und zu gehen und eine Schwester kam herein. Sie lächelte mich an und sprach: „ Wie geht's dir denn? Dein Vater wurde eben benachrichtigt und ist auf dem Weg hierhin." Jetzt erst sah ich die Spritze, die sie in ihrer Hand hielt aber bevor ich was sagen konnte, hielt mich Basti sanft fest und die Schwester gab mir die Spritze. „ Was soll das denn? Was...passiert...ist?Wo...bin...?", ehe ich zu ende gesprochen hatte, fiel ich wieder in einen tiefen Schlaf und die schmerzen merkte ich schon gar nicht mehr.

Ich wusste nicht, wie lange ich geschlafen hatte, doch als ich aufwachte, sah ich meinen Vater rechts von meinem Bett im Stuhl dösen, Basti saß an meiner linken und hielt meine Hand aber auch er war am schlafen. War da nicht noch jemand gewesen? Ja Edward! Doch wo war er?
Kurz darauf wurde die Türe geöffnet und Edward betrat das Zimmer, in den Händen hielt er ein kleines Tablett mir drei Kaffee Bechern. Als er mich erblickte und bemerkte, das ich die Augen auf hatte, lächelte er mir zu und kam auf mich zu. „ Wie geht es dir? Tuts sehr weh?",fragte er besorgt.
„Ähm..ich weiß nicht, ich denke mal gut oder?" Fragen schaute ich ihn an und wartete auf eine Antwort. Mit einem besorgten Blick, sah er mich und erwiderte dann „ Du hattest einen Unfall. Basti fuhr mit seiner Mutter hinter dir und hat die ganze Zeit gehupt und ich fuhr hinter dem Laster. Mir ist fast das Herz stehen geblieben, als ich sah, das es dein Auto war, das so am herum schleudern war!", flüsterte er leise, damit er keinen weckte. Auch der zweite Versuch mich aufzurichten, war nicht sehr erfolgreich, als ich den Schmerz spürte, ließ ich mich wieder ins Bett plumpsen, wobei ich die beiden weckte, was ich nicht wollte.

Als beide sahen, das ich wieder wach war, lächelten sie mich an doch ihr blick war voller Besorgnis und Unsicherheit. „ Edward war gerade dabei, mir zu erzählen, was passiert ist.".brachte ich mühsam hervor und jedes Wort tat mir in der Brust weh, wodurch ich anfing zu husten, dadurch bekam ich einen Regelrechten Hustenanfall und der Schmerz in meiner Brust wurde so stechend, das mir Schwarz vor Augen wurde. Jemand klopfte mir sanft auf den Rücken, als ich mich beruhigt hatte, sah ich das Edward war, denn mein Dad und Basti waren vor Schreck ganz erstarrt. Nachdem er sich vergewissert hatte, das es mir wieder "Gut" ging, reichte er den beiden erstmal ihre Kaffee, den sie dankend Annahmen. Die Türe öffnete sich erneut und ein hübscher, blonder Mann, ich schätze ihn Mitte dreißig kam herein und stellte sich als Dr. Cullen vor, erstaunt blickte ich zu Edward und als ob er wusste was ich dachte, nickte er mir zu, worauf meine Frage beantwortet war.
„Tja Bella, da hattest du nochmal Glück im Unglück. Du musst wohl einen guten Schutzengel gehabt haben, denn außer einer Gehirnerschütterung, drei gebrochenen Rippen und einem verstauchen Handgelenk, kannst du beruhigt sein, denn du hast weder Frakturen noch irgendwelche inneren Verletzungen. Ich schätze du kannst in zwei bis drei Tagen wieder nach hause!", erklärte er mir und ich war heilfroh, das ich nicht länger hier bleiben musste.
Das Gerede machte mich müde und langsam fing ich an wieder in einen Dämmerschlaf zufallen.

Nach einer langen und schmerzvollen Nacht, wachte ich morgens wieder auf und musste feststellen, das ich alleine war, doch ich konnte das natürlich verstehen, denn sie brauchte auch ihren Schlaf und eine frisch dusche.
Jetzt wo ich so alleine war, ließ ich alles nochmal Revue passieren und als mir wieder einfiel, warum es dazu gekommen ist, fasste mich die Wut. Wut, darüber das ich wegen den beiden Doofen doch fast gestorben war, naja ok gestorben ist vielleicht übertrieben, doch es hätte noch schlimmer kommen können. So hatte es Dr. Cullen ja auch gesagt.
Je länger ich aber darüber nachdachte, wurde mir klar, das die Jungs, gar keine Schuld traf und die anfängliche Wut, die ich gegen die beiden gehegt habe, verblasste und richtete sich gegen mich selber! Wieso auch, dachte ich über solche Themen, beim Auto fahren nach? Es war eine ziemlich gewagte Aktion gewesen.
Wenn nachher Basti und Edward kommen, musste ich mich auf jedenfall noch bei ihnen bedanken. Hatte Edward nicht so was erwähnt wie: „ Basti war mit seiner Mutter hinter dir und haben ein Hutkonzert veranstalten, damit du wieder auf die Richtige Spur kommst" War ich wirklich so in Gedanken versunken gewesen? Oh man das was so peinlich, was sollte ich denen denn sagen, warum das passiert ist? Bis sie kamen, musste ich mir noch etwas ausdenken.

Kaum hatte ich zu ende Gedacht, ging auch schon die Türe auf und mein Dad kam mit Basti zusammen hinein aber von Edward keine Spur. „ Hallo Kleines, wie geht es dir denn heute? Schon etwas besser?", hörte ich meinen Vater fragen und ich gleichen Moment, erwähnte Basti, das was ich wissen wollte, denn er sollte Edward entschuldigen, das er nicht mitgekommen ist, weil er übers Wochenende mit seiner Schwester zu Verwandten eingeladen ist. Damit mein Vater nicht sauer wurde oder sich überflüssig fühlte, beantwortete ich seine frage hastig: „ Mir geht's soweit ganz gut, nur ich würde mich gerne was bewegen aber Dr. Cullen meinte, das ich damit bis morgen warten solle, wegen den Gehirnerschütterung." Mit der Antwort, war er zufrieden, fügte aber noch hinzu: „ Ich habe eben auch mit Dr. Cullen gesprochen und sowie es aussieht, wenn die Nacht über keine Komplikationen auftreten, kannst du morgen Mittag nach der letzten Untersuchung nach hause kommen. Doch zur Schule darfst du noch nicht, deine Rippen und dein Handgelenk, müssen erst wieder verheilen." Endlich kam ich hier raus, lieber zu hause langweilen als hier, das war tausend mal besser!
„ Ach ja Basti vielen Dank nochmal, das du hier bist bzw. warst und dafür das du den Krankenwagen gerufen hast, dafür hast du was gut bei mir!", beichtete ich ihm ehrlich und mit einem guten Gewissen, konnten sie dann auch fahren, nachdem wir uns noch ca. eine Stunde unterhalten hatte.

Die Nacht verlief zum Glück reibungslos, zwar hatte ich morgens, wo ich wach wurde noch Schmerzen aber was sollte ich erwarten, gebrochen ist gebrochen, egal ob Bein oder Rippe!
Das Frühstück, schmeckte heute doppelt so gut, als sonst, vielleicht lag es auch daran, das ich heute endlich nach hause kam, auch wenn es nur 4 Tage waren, die hier bleiben musste. In einem Film hat man mal gesagt, Nirgends ist es besser als daheim, nur woher ich das hatte, das wusste ich nicht mehr.
Die Tür ging auf und Dr. Cullen kam herein, um die letzte Untersuchung zu machen, bevor ich dann das Krankenhaus verlassen durfte.
Er tastete meinen Kopf ab was noch nicht mal ein ziehen verursachte, doch als er dann meine Rippen entlang fuhr, zuckte ich zusammen. Er erledigte noch einige andere Untersuchungen an mir, bis er dann endlich die befreienden Worte aussprach: „ So Bella, was deinen Kopf angeht, das scheint alles soweit in Ordnung zu sein aber deine Rippen, die werden noch eine weile brauchen, bis sie ganz verheilt sind. Was das Handgelenk anbelangt, in ein paar Tagen, wirst du davon nichts mehr merken. Eine Sache, gäbe es da noch, in zwei Wochen, kommst du bitte nochmal zur Kontrolle. Das wars auch Bella, wenn dein Vater da ist, kannst du gerne gehen. Ich wünsche dir eine gute Besserung!" Mit einem lächeln verabschiedete er sich, ging zur Tür und verließ das Zimmer.

Ungeduldig tippte ich mit den Füßen auf dem Boden, bis dann endlich die Tür auf gemacht wurde und ich fasst umkippte, als ich sah wer da alles gekommen war, um mich ab zu holen. Es waren Jess, Angi, Mike, Seth, Basti und mein Vater natürlich die ins Zimmer gestürmt kamen. Bevor mir eine Armader von Umarmungen die nächste Rippe brach, erinnerte ich sie noch schnell daran und alle umarmten mich ganz vorsichtig. Seit langem war ich mal wieder froh Jess Gesicht zusehen, sie hatte mir schon sehr gefehlt, auch wenn ich es nicht gerne zugab. Mädchen halt. Grinsend blickte ich in jedes Gesicht und endlich übernahm mein Vater das Wort: „ Na gut, also los Bella samt Brigade auf geht's."
Langsam und vorsichtig, erhob ich mich von meinem Bett, was ich ganz sicher nicht vermissen würde, denn meines war dagegen ein Himmelbett. Das musste bestimmt lustig aussehen, eine Gruppe von Jugendlichen die durch die Gänge ging und sich ausgelassen unterhielten. Von einigen Schwestern ernteten wir vernichtende Blicke, doch um ehrlich zu sein das störte und nicht weiter. An der frischen Luft angekommen, fühlte ich mich gleich wie neu geboren und meine Rippen spürte ich kaum noch. Am Auto angekommen teilte sich die Gruppe und wir fuhren getrennt, zu mir nach hause.
Nachdem alle dann im Wohnzimmer platz genommen hatte, fing das Gespräch erst richtig an, ich wurde ausgefragt ohne Ende, bis dann die Frage kam, die ich nicht hören wollte, sie kam von Angi: „ Wo warste denn mit deinen Gedanken? Du bist doch die Vorsicht in Person, was Auto fahren angeht!" Ihr Ton klang vorwurfsvoll. Hastig überlegte ich, was ich sagen sollte bis mir dann die passende Antwort einfiel: „ Ihr werdet mich jetzt sicherlich für verrückt halten aber es war wegen einer schwarzen Spinne, die an mir hoch gekrabbelt ist. In den paar Sekunden , war ich wie gelähmt und naja, was dann passiert ist, wisst ihr ja!" Erst dachte ich die nehmen mir das nie ab, obwohl sie wusste das ich panische Angst hatte vor spinnen habe, doch stattdessen, fingen sie laut an zu lachen, weil der Grund für das Dilemma eine kleine Spinne war und so fingen wieder mit der Quatscherei an. Puhh, das war ja nochmal gut gegangen, ich entspannte mich wieder und ließ mich behutsam wieder ins Kissen zurück. Da ich so beschäftigt war, mich hin zulegen und aufpassen musste damit ich nicht wieder stechende Schmerzen spürte, entging mir auch Bastis Blick, der die Stirn runzelte und mir anscheinend nicht glaubte.

Gegen acht Uhr schmiss mein Vater alle raus, nachdem ich mich bei allen fürs abholen und kommen bedankt hatte.
Total erschöpft wie ich war, musste mir mein Vater die Treppen hoch helfen bis in mein Zimmer und lieb wie er war half er mir auch noch ins Bett, so dass ich bequem lag.
Eindeutig mein Bett ist ein Himmelbett, bequem, warm und heimisch.
Noch bevor mein Vater das Zimmer verließ war ich auch schon eingeschlafen

Ein ruhiger und Traum loser Schlaf....