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LATO dürfte einige von euch etwas an meine Story 'Tear me apart' erinnern. Im Moment ist mir einfach danach.

houseghost

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Love against the odds

Kapitel 7

Von schnarchenden Fledermäusen

Seine Worte hallen noch immer in meinem Kopf nach. Mein Herz schlägt wie wild. Trotzdem wage ich es, mich wieder den Knöpfen auf seiner Brust zu widmen. Doch weit komme ich nicht, denn Snape greift nach meiner Hand und hält sie fest.

„Was tun Sie da, Granger?", fragt er mit ernstem Blick.

Ich werfe ihm ein unschuldiges Lächeln zu. „Ich möchte Sie ausziehen."

Er sieht beinahe so aus, als würden ihm die Augen aus dem Kopf fallen und legt fragend die Stirn in Falten. „Das werden Sie schön bleibenlassen. Nur weil ich Ihnen erlaubt habe, hier zu sein, bedeutet das noch lange nicht, dass Sie so etwas tun dürfen."

Für einen Moment fühle ich mich wie geohrfeigt, dann gebe ich mich geschlagen und kuschle mich kurzentschlossen an ihn, meinen Kopf innig an seine Schulter geschmiegt, die Hände zwischen unseren Körpern ruhend.

Ich kann spüren, dass er sich kurz versteift, doch immerhin lässt er mich gewähren.

„Gute Nacht, Professor", murmle ich leise in den schwarzen Stoff seiner Kleidung hinein. Dass er noch immer seinen Umhang und seine Schuhe trägt, ignoriere ich einfach, schließlich ist es nicht meine Schuld, wenn er so stur ist, sich nicht von mir ausziehen zu lassen.

In dem Bewusstsein, dass es ihm auch so schon schwer genug fallen dürfte, aufgrund meiner Nähe auch nur eine ruhige Minute zu finden, muss ich mir ein Lächeln verkneifen. Vermutlich hat er nicht damit gerechnet, dass dieser Abend mal so enden würde.

Nachdem ich es mir im Schutz seines warmen Körpers so richtig schön bequem gemacht habe, höre ich seinerseits ein tiefes Brummen aus seiner Kehle entströmen, dann legt er den Kopf auf seinem Arm ab und es wird still. Abgesehen vom Knistern des Feuers im Kamin und dem sanften Geräusch seiner Atmung ist nichts mehr zu hören, womit auch ich zur Ruhe komme, schließlich war es eine aufwühlende Woche, die ich hinter mich gebracht habe.

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Erst mitten in der Nacht wache ich auf, vom leisen Schnarchen meines Professors geweckt, das fast schon melancholisch an mein Ohr dringt.

Es ist ungewöhnlich, dass er noch immer so daliegt wie zuvor, als ich eingeschlafen bin, doch andererseits ist es Snape, um den es hier geht, also sollte es mich nicht sonderlich überraschen, denn er ist so still, so sonderbar, zugleich aber auch von einer faszinierenden Selbstbeherrschung geprägt, wie ich sie noch nie zuvor bei jemandem beobachten konnte.

Vorsichtig richte ich mich auf und streiche ihm die langen Strähnen aus dem Gesicht, die mir die Sicht auf ihn nehmen, um ihn besser betrachten zu können.

Meine Finger gleiten kaum merklich über seine Wangen, dennoch schlägt er die Augen auf und blinzelt mich an.

Für etwa zwei Sekunden denke ich, mir bleibt das Herz stehen, so unleserlich ist der Ausdruck, den er mir entgegen wirft.

Dann schluckt er. „Miss Granger ..."

Ich beuge mich zu ihm hinab, bis ich ihm ganz nahe bin.

„Hi."

Er hebt eine seiner Brauen und sieht mich an.

Als er nichts erwidert, räuspere ich mich. „Sie schnarchen, Professor. Wussten Sie das?"

Schon ziehen sich seine Brauen zusammen, doch noch ehe er etwas erwidern kann, lege ich ihm meinen Zeigefinger auf den Mund.

„Das ist nicht ungewöhnlich, wissen Sie", erkläre ich schnell. „Ich hätte nur nicht gedacht, dass Sie so etwas stinknormales tun. Ich meine ...", fast kommt mir ein Lachen aus, „… schließlich sollen Sie ja die Fähigkeit haben, sich des Nachts in eine Fledermaus zu verwandeln, also ist es schon etwas ungewöhnlich – wenn Sie verstehen, was ich meine."

Zu meinem Erstaunen rollt er ziemlich gelassen mit den Augen, obwohl ich nun wirklich nicht damit gerechnet hätte, dass er so locker darauf reagiert, nachdem er vorhin derart wütend war, als er dachte, ich würde mich aus purer Neugierde in seine Nähe begeben, um im Anschluss die Gerüchteküche in Hogwarts anzuheizen.

„Davon habe ich gehört, Granger", sagt er mit rauer Stimme. „Und? Können Sie diese Theorie bestätigen?"

Entschieden schüttle ich den Kopf. „Nein. Definitiv nicht."

Er nickt abwesend und schließt von einem tiefen Seufzer begleitet die Augen.

Ich beiße mir auf die Lippe, als ich sehe, wie es in seinem Kopf arbeitet. Auch dann, wenn er sich bemüht, in meiner Gegenwart nicht so verschlossen wie sonst zu sein, merke ich doch deutlich, dass es ihn verletzt, was man über ihn erzählt.

Fast tut es mir leid, dass ich ihn geweckt habe. Er sieht so aus, als hätte er seinen Schlaf bitter nötig, woraufhin ich mich dazu entschließe, mich wieder an ihn zu kuscheln.

Tief in meine Gedanken versunken lasse ich meine Finger im Schein des Feuers über seine Brust gleiten.

Ich spüre, dass er noch wach ist und gegen den Schlaf ankämpft. Meinetwegen.

Doch ich kann nicht anders. Ich bin so überwältigt, bei ihm zu sein, dass ich ernsthaft beginne, mich zu fragen, wie das alles nur binnen weniger Tage geschehen konnte. Nie zuvor wäre ich auf den Gedanken gekommen, dass ich mich einmal so nach seiner Nähe sehnen könnte. Es ist absurd. Aber auch wunderschön.

Als hätte er gespürt, was in mir vorgeht, nimmt er seine Hand und legt seine Finger unter mein Kinn. Dann hebt er langsam und beständig meinen Kopf, bis ich ihn ansehe.

„Schlafen Sie jetzt, Granger", sagt er leise und eindringlich zugleich.

Ich klemme meine Lippe zwischen die Zähne und schüttle den Kopf. „Ich glaube, ich kann nicht."

„Doch, Sie können."

Ein Schauder durchfährt mich, als ich ihn so höre. Es ist die Stimme des Lehrers, mit der er zu mir spricht. Sie ist mir vertraut, obwohl sie im Moment gar nicht hierher zu gehören scheint.

Ich stütze mich auf meinen Ellenbogen und nähere mich seinem Gesicht.

Snape sieht mich ungebrochen an. Lauernd, als würde er schon längst damit rechnen, dass ich jeden Augenblick eine Dummheit begehen könnte, was ich offengestanden sofort zu tun bereit wäre, denn als ich sein Gesicht so innig vor mir habe, fühle ich, wie mein Körper voller Verlangen auf ihn reagiert.

„Ich möchte es", sage ich ernst. „Sie wissen es, nicht wahr?"

Er schluckt. Dann nickt er.

„Ja."

Unbewusst benetze ich meine Lippen. „Und? Würden Sie es tun?"

„Ja."

Kaum hat er ausgesprochen, kommen seine Hände auf mich hinab und ziehen mich zu ihm auf seinen Körper.

Überrascht blinzle ich zu ihm hinunter. „Warum haben Sie es vorhin verweigert, Snape?"

„Manchmal ist es nicht der richtige Zeitpunkt, um gewisse Dinge zu tun, Granger. Ich bin keine Maschine, die einfach alles andere ausblenden kann."

Das überrascht mich nur zum Teil, denn bis vor nicht allzu langer Zeit hätte ich nicht gedacht, dass er überhaupt imstande wäre, irgendetwas zu fühlen.

„Und jetzt ist er da?", frage ich vorsichtig, obwohl ich deutlich seine fordernde Erregung spüren kann, die sich gegen mich drückt. „Der richtige Zeitpunkt, meine ich?"

„Nein. Aber ich denke, andererseits werden wir nie zur Ruhe kommen."

Zustimmend senke ich meinen Kopf auf seine Lippen nieder, doch Snape dreht sich zur Seite.

„Nein."

Verwundert nicke ich, da fällt mir ein, was er mir gesagt hat, als er mir dieses Zimmer zeigen wollte.

Ich spüre einen Stich in meinem Inneren, doch ich werde es respektieren. Vielleicht ist er auch einfach noch nicht bereit dazu, mich zu küssen, denn für manche Menschen kann ein Kuss weitaus bedeutsamer sein, als alles andere.

„In Ordnung", sage ich leise und begnüge mich damit, mit meinen Lippen seinen Hals zu erkunden, sofern es mir aufgrund seiner hochgeschlossenen Kleidung möglich ist.

Vorsichtig lasse ich meine Zunge über seine Haut gleiten und spüre sein Schaudern. Dann legt er die Arme um mich und rollt mich herum, sodass er auf mir liegt.

Schwer atmend, das Gesicht von seinen langen Haaren verhangen, sieht er auf mich hinab und streicht mir eine Strähne zur Seite.

Ich kann mich nicht länger zurückhalten und lasse meine Hand zwischen unseren Körpern abwärts gleiten, bis ich seine Männlichkeit durch seine Hose hindurch spüren kann.

Snape stöhnt auf, als ich meine Finger fest um seinen Penis schließe. Diesmal lässt er sich weitaus mehr gehen, als zuletzt.

Es ist aufregend, ihn so zu beobachten, vor allem aber, ihn so voller Leben zu spüren.

Instinktiv beginne ich damit, ihn zu streicheln. Zuerst bin ich vorsichtig, doch als er sich immer mehr meinen Bewegungen hingibt, gewinne ich sichtlich an Vertrauen. Und das, obwohl er noch immer in seiner Hose steckt. Eine ganze Weile widme ich mich ihm voller Aufmerksamkeit und Wohlwollen, seine neuartigen Gesichtszüge stets aus den Augenwinkeln betrachtend, bis er plötzlich nach meiner Hand greift und mich zurückhält.

Im ersten Moment denke ich, dass ich etwas falsch gemacht habe, doch er schüttelt verhältnismäßig sanft den Kopf und ich begreife, dass er mich nur aufgehalten hat, weil er es nicht länger ausgehalten hätte.

Dann geht es schnell. Ungestüm will ich ihm die Klamotten vom Leib reißen, Snape aber kommt mir zuvor. Er setzt sich auf und legt seinen Umhang ab. Dann klettert er von mir, schält sich aus seinen Schuhen und seiner Hose und wirft alles auf den Boden, noch ehe ich meine Jeans und mein Höschen ausgezogen habe. Seine Ungeduld ist ein deutliches Zeichen dafür, wie sehr er sich bisher zurückgehalten hat.

Als er seinen Unterleib gänzlich befreit hat, legt er sich auf mich und wir sehen uns an. Es ist das erste Mal, dass ich abwärts seines Intimbereichs mehr als nur seine fordernde Männlichkeit zu Gesicht bekommen habe, wenn auch nur kurz. Wir brennen ohnehin so sehr darauf, es miteinander zu tun, dass wir keine Zeit mehr damit vergeuden, uns vollständig zu entkleiden.

Trotz allem muss ich zugeben, dass ich aufgeregt bin, obwohl wir schon einmal miteinander geschlafen haben. Diesmal aber wird es anders werden. Ich fühle es. Und selbst Snape scheint es zu spüren, denn auch er wirkt verunsichert.

Zielgerichtet greift er mit der Hand zwischen uns und dringt mit seinem Penis in mich ein.

Er stöhnt auf, zeitgleich spüre ich einen Schmerz. Ich beiße mir auf die Lippe und grabe meine Nägel in seinen Rücken, um seine Kraft abzufedern, woraufhin er für einen Moment innehält und mich ansieht.

Das Feuer in seinen schwarzen Augen ist erwacht. Es ist schwer für ihn, sich zurückzuhalten. Und so schiebt er sich mit verhaltener Begierde immer weiter in mich hinein, ehe er sich Stück für Stück gehen lässt und sich auf mir bewegt.

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Die Story kann auf meinem anderen Account bis inklusive Kapitel 16 fertig gelesen werden.

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