Ich kämpfte gegen die Strömung und das Schwemmgut wie der einzig Nüchterne in einem Pulk Besoffener, die unbeirrt auf die nächste Kneipe zusteuerten und andere Passanten dabei mit sich rissen. Ein greller Blitz und der darauf direkt folgende explosionsartige Donner ließen mich zusammenzucken. Das Trommeln des Regens auf dem Hüttendach, das ich irgendwann nicht mehr bewusst wahrgenommen hatte, musste das Donnern übertönt haben. Ich hatte von dem Gewitter nichts mitbekommen. Ein weiterer Blitz schoss vom Himmel herab - so verdammt nah, dass ich meinte, das Ozon riechen zu können. Ich sollte schleunigst zusehen, dass ich aus dem Wasser kam!

Etwas berührte mein Bein, ich trat es automatisch weg und stieß gleichzeitig mit den Armen einen Ast von mir, dessen Zweige mir ein Auge auszustechen drohten.

Von weiter vorne hörte ich über das Rauschen des Regens und Flusses hinweg das Knattern eines Traktormotors. Es wurde dunkel und der Regen endete abrupt, als ich unter eine Brücke getrieben wurde. Es war eine simple Konstruktion aus halbierten Stämmen, gerade breit genug für ein Lastfahrzeug. Direkt hinter der Brücke war das Ufer auf einer Länge von etwa zwanzig Metern mit Beton eingefasst. Wohl eine Pferdeschwemme oder so etwas. An beiden Wänden waren metallene Pool-Leitern befestigt. Na bitte.

Als ich auf die nächstgelegene zukraulte, schoss plötzlich ein scharfer Schmerz durch meinen linken Unterschenkel. Ich schrie und schluckte Wasser, als ich mit einem Ruck nach unten gezogen wurde.

Gegen den Instinkt ankämpfend, der mich drängte einfach nur irgendwie wieder an die Oberfläche zu kommen, krümmte ich mich zusammen und griff nach dem Ding an meinem Bein. Meine Finger berührten etwas Haariges. Ich riss die Augen auf. Hunger, Schmerz und Sauerstoffmangel schienen meinem Gehirn nachhaltig geschadet zu haben. Was da seine Klaue in mein Bein geschlagen hatte, war ein gottverdammtes Pferd! Ich hämmerte mit beiden Händen gegen seinen Schädel ohne etwas auszurichten. Der letzte Rest Vernunft riet mir schließlich, mit den Fingern nach den Augen zu stechen. Es half. Das Vieh zuckte zurück, der Griff lockerte sich. In einer Blutwolke kam mein Bein frei, einige Schwimmzüge brachten mich an die Oberfläche und ich rang japsend nach Luft.

"Ein Kelpie," vermeinte ich Bobs Stimme dozieren zu hören: " - bei den Gälen auch als Each uisge, den Slawen als Vodyanoy und den Skandinaviern als Bäckhästen bekannt - gehört zum Feenvolk des Winters. Er ist ein Gestaltenwandler, der meist die Form eines Pferdes annimmt. Kelpies lebt in Flüssen und Seen, und wer dumm genug ist, sich in ihre Nähe zu begeben, den ziehen sie in die Tiefe. Dort verspeisen sie ihn dann oder verfüttern ihn an ihre Brut."

Das Vieh schnappte nach mir. Ich packte mit einer Hand in die lange Mähne, griff mit der anderen nach dem Halfter aus Seetang und versuchte das Maul von all meinen lebensnotwendigen Körperteilen fort zu halten.

Das Biest hatte nicht etwa stumpfe Pferdezähne, sondern lange, gebogene, nadelspitze Hauer wie die eines Tiefseefischs. Seine Lefzen zogen sich zu einem Grinsen nach oben und entblößten noch mehr davon.

Ich schwöre, das war keine Einbildung, der Kelpie grinste tatsächlich.

Mit einem nachlässigen Schütteln seines massigen Kopfes sprengte er meine Griffe, schnappte zu und zerfetzte mein T-Shirt. Ein weiteres Vorstoßen und einer der fingerlangen Eckzähne glitt durch eine Gürtelschlaufe meiner Jeans, präzise wie der Faden durch ein Nadelöhr. Mir blieb gerade noch genug Zeit für einen tiefen Atemzug, bevor der Kelpie wieder untertauchte und mich mit sich riss.

Ich strampelte und trat in dem hoffnungslosen Versuch mich loszureißen. Die Vorderläufe des Kelpies - keine Hufe sondern mit vier Zoll langen Krallen und Schwimmhäuten versehene Pranken, paddelten träge durchs Wasser und hielten uns gegen den Sog der Strömung an Ort und Stelle.

Ansonsten tat er nichts.

Was auch nicht nötig war. In einer, allerhöchstes zwei Minuten musste ich Luft holen.

Er hielt mich nur an der Hose - alles was ich tun müsste, wäre meine Jeans ausziehen um freizukommen.

Ja, klar! Verdammt wollte ich sein, wenn ich mit heruntergelassener Hose einem Monsterpferd als Kauspielzeug dienen würde! Wut schnitt durch meine Panik wie ein Skalpell. Als ich die Hände zu meinen Hüften hob, verzogen sich wieder seine Lefzen in der Parodie eines triumphierenden Grinsens. Doch anstatt die Knöpfe meiner Levis zu öffnen, griff ich in die Hosentasche, zog den Nagel heraus und rammte ihn ins linke Ohr des Kelpies.

Was soll ich sagen? Kaltes Eisen und Feenfolk.

Eine grüne, phosphoreszierende Substanz spritzte aus der Wunde wie ein Miniaturgeysir. Der riesige Pferdekopf wand sich in Agonie und traf mich mit voller Wucht in Brust und Magen. Er schleuderte mich halb aus dem Wasser und gegen die Betonwand der Ufereinfassung. Ich rang nach Luft, der Aufprall hatte mir das letzte bisschen Atem aus den Lungen getrieben. Das Rauschen des Wassers schien seltsam gedämpft, alles war dunkler, undeutlicher. Instinktiv griff ich nach einem Halt und meine Finger schlossen sich um rundes, glattes Metall. Der Handlauf der Pool-Leiter. Das Monster hatte mich direkt zur Treppe geschleudert. Das Blei in meinen Muskeln und die Stahlwolle in meinem Schädel wurde durch einen Schwall Adrenalin fortgespült, als ein torpedogleicher Schatten unter der Oberfläche des Flusses verriet, dass der Kelpie sein Herumwerfen eingestellt hatte und mir nach kam.

Ich flog die Leiter geradezu hoch. Seine Klaue traf die Stufe, die mein Fuß einen Herzschlag zuvor verlassen hatte. Ein Geräusch wie ein Konzert aus quietschender Schulkreide und Kreissägen erklang. Die Krallen des Kelpies hatten das Aluminium zerfetzt wie Reispapier. Jetzt wusste ich, wer das O in die Gitterstäbe des Quellhauses gebogen hatte.

Ich rappelte mich keuchend auf und rannte, was das Zeug hielt. Dass ich aus dem Wasser war, hieß alles andere als Sicherheit. In ein paar hundert Metern Entfernung erkannte ich die Umrisse einer Scheune oder eines Stalls, dort gäbe es sicherlich Möglichkeiten, sich zu verteidigen. Ich legte einen Sprint auf den offen stehenden Torbogen hin. Das heißt, ich versuchte es. Der Dauerregen hatte fortgespült, womit auch immer der schlecht gemachte Paddock bedeckt gewesen war und einen Untergrund aus blanken Lehm freigelegt auf dem man so gut rennen konnte, wie auf frisch gebohnertem Parkett. Mein Ausrutscher ließ mich einen fast ballettreifen Spagat hinlegen und gab mir die Gelegenheit zu sehen, wie der Kelpie den Fluss verließ.

Er brauchte keine Treppe. Der Schwerkraft zum Hohn katapultierte er sich aus dem Wasser wie ein Killerwal. Seine kräftige Schwanzflosse wandelte sich noch im Sprung zurück zum Hinterleib eines Pferdes, eines Hengstes, gegen den die beiden Clydesdale McCoys sich ausmachen würden wie putzige Shetlandponys.

Trotz aller Panik kam ich nicht umhin zu registrieren, wie verdammt schön der Kelpie trotz allem war. Kein Wunder, dass Menschen aller Epochen immer wieder auf seine Gattung hereinfielen. Seine Statur war fleischgewordene Eleganz und Anmut. Mähne und Schweif trotzten den Elementen, statt traurig nass herabzuhängen, wehten sie in unfühlbarem Wind wie das lange Haar einer orientalischen Schönheit in der Shampoowerbung. Seine Muskeln wurden von makellosem, jetschwarzem Fell bedeckt. Allein die Region um das Ohr, in das ich den Nagel gestoßen hatte, ähnelte den verfaulten Körperteilen auf diesen Dias, die man in Schulen zeigt, um Jugendliche vom Rauchen abzuschrecken. Das Ohr selbst war verschwunden.

Ich nahm den explosionsartigen Donner als Startschuss, rappelte mich auf und rannte erneut Richtung Scheune. Vielleicht hätte ich dank meiner langen Beine auf die kurze Entfernung eine Chance gegen ein echtes Pferd gehabt, das auf dem rutschigen Untergrund mit den selben Schwierigkeiten zu kämpfen gehabt hätte wie ich. Die Klauen des Kelpies jedoch waren besser als Spikes. Seine Galoppsprünge erschütterten den Boden und als ich mich umdrehte, starrte ich direkt in das weit aufgerissene Raubfischgebiss. Ich warf mich mit einem verzweifelten Hechtsprung nach vorne, verwandelte die Bewegung zu einer Rolle um nicht von einer der Pranken getroffen zu werden und prallte gegen ein Hindernis.

Regen, Gewitter und das Galoppieren meines Verfolgers hatten das Knattern des Traktormotors übertönt. Charles saß mit weit aufgerissenen Augen hinter dem Steuer und zielte mit seiner Winchester auf das Feenpferd. Ein Blitz illuminierte die Szene, es donnerte. Ich sah das doppelte Mündungsfeuer und das Herumwirbeln des Kelpies, den die Wucht des Treffers mitten im Sprung getroffen hatte, so dass er sich in einer korkenzieherartigen Bewegung auf den Hinterläufen drehte und zu Boden ging.

Mit welcher Munition auch immer Charles seine Flinte geladen hatte - sie konnte kein Eisen enthalten haben. Die Sauerei, die ein direkter Treffer aus dieser Entfernung angerichtet hatte, heilte wie in Zeitraffer. Faustgroße Löcher weggerissenen Fleisches wuchsen zu, wurden bedeckt von makellosem, schwarzschimmerndem Fell. Alles was die Schüsse erreicht hatten, war den Kelpie noch wütender zu machen, als er wegen des Nagels ohnehin schon war.

Er warf seinen Kopf zurück, bäumte sich auf und stieß ein langezogenes Brüllen aus, an dem nichts Pferdeähnliches war. Charles lud hektisch nach. Zu hektisch. Die Patrone landete neben mir im Schlamm.

"Bleiben Sie, wo Sie sind!", brüllte ich ihm zu und kroch zwischen Vorder- und Hinterrad hindurch unter den Traktor.

Sollte er mich verstanden haben, hörte er nicht auf meinen Rat. Natürlich nicht. Ich sah wie er zu Boden sprang und Richtung Scheune rannte.

Idiot! Die Blechkarosserie des Traktors hätte ihm vor den Angriffen des Feenpferds Schutz genug geboten, um dahin zu fahren.

Es waren wohl die Raubtierinstinkte des Kelpies, die dafür sorgten, dass er mir keine Beachtung schenkte, sondern seine Aufmerksamkeit auf die flüchtende Beute richtete. Seine Krallen hinterließen drei Zoll tiefe Furchen im Lehm, als er mit einem riesigen Satz über die Motorhaube sprang um seinem neuen Opfer mit einem herausfordernden Wiehern zu folgen.

Charles' Gummistiefel schienen für einen Spurt über den Lehm besser geeignet zu sein als meine nackten Füße - er jedenfalls legte sich erst nach etwa fünfzig Metern Sprint flach. Sein Gewehr schlitterte kreiselnd davon.

Auch wenn der Mann mich gekidnappt hatte, konnte ich nicht einfach zusehen wie der Kelpie ihn filetierte!

Ich kroch hastig wieder unter dem Fahrzeug hervor, riss die andere Tür auf und kletterte in die Kabine. Der Schlüssel steckte im Zündschloss. Ich zog ihn ab und warf, gerade als der Kelpie über dem schreienden Mann zu stehen kam.

Der Schlüsselbund traf die breite Kruppe, hüpfte wie ein flacher Stein auf Wasser und tippte noch einmal weiter vorne gegen den Rücken des Biestes. Der Kelpie bäumte sich mit so einem schmerzerfüllten Wiehern auf, als hätte ihn eine Pferdebremse in Bussardgröße gestochen. Er fuhr herum, stürmte wieder auf den Traktor zu. Ich zog hastig die Tür zu und zwang mich, ihm keine Beachtung zu schenken.

Zeug! In jedem Gefährt mit Fahrerkabine gab es Zeug! In der Hast fegte ich Sachen von der schmalen Ablage über dem Armaturenbrett: Einen angebrochenen Karton irgendeines Pulvers, ein Knäuel Schnur, eine Plastikbox mit diesen Marken, die Rinder in den Ohren haben. Mehrere dreckige Putzlappen. Unter einem Klemmbrett im Fußraum fand ich endlich was ich suchte: Einen rostigen Schraubenzieher.

Gerade als ich mich aufrichtete, wurde der Traktor mit der Wucht eines Kleinwagens unter Vollgas getroffen. Das massige Ackerfahrzeug rutschte einige Zoll über den Lehm und wackelte so heftig, dass ich rückwärts aus der Tür geschleudert worden wäre, wenn ich nicht noch rechtzeitig einen Halt an Sitz und Lenkrad gefunden hätte. Dass ich in die Knie ging, rettete mir im wahrsten Sinne des Wortes den Skalp: Eine Pranke des Kelpies durchstieß die Plexiglasscheibe der anderen Tür. Die Krallen des Monsterpferdes fuhren so dicht über meinen Kopf, dass sie sich in meinen Haaren verfingen. Ich stach mit dem Schraubenzieher nach der zottigen Fessel. Kreischend riss der Kelpie sein Bein zurück. Es steckte in der Scheibe fest und er zerrte bei der Rückwärtsbewegung die gesamte Tür aus den Angeln.

"Mach' dich vom Acker, bevor ich dir ein drittes Nasenloch verpasse, Fury!", brüllte ich.

Der Kelpie trampelte mit dem freien Vorderlauf auf der Tür herum, trotz seiner Raserei darauf bedacht, nicht mit dem Metallrahmen in Berührung zu kommen. Dann war sein Bein frei. Hellgrüner Schleim sickerte aus der Wunde. Aber es sah nicht so aus, als würde ihn das weiter belasten. Die Krallen aller vier Pranken gruben sich in den Untergrund, der fassgleiche Brustkorb hob sich unter tiefen, schnellen Atemzügen und aus den Nüstern schien wahrhaftiger Dampf aufzusteigen.

O-oh. Mist. Ich packte den Schraubenzieher fester und klammerte mich mit der freien Hand ans Lenkrad neben mir. Doch anstatt blind loszustürmen, wandte der Kelpie den Kopf langsam von einer Seite zur anderen, als wolle er die Lage genauer sondieren.

Doppelmist! Ich hatte vergessen, dass ich es nicht mit einem instinktgesteuerten Tier zu tun hatte, sondern mit einem intelligenten Wesen.

Mit einem bösartigen Funkeln in den Augen kam der Kelpie auf den Traktor zu. Seine Hinterläufe knickten ein und es sah kurz so aus, als würde er sich wie ein Zirkuspferd auf den Hintern setzen. Dann verformte sich seine Gestalt zu etwas, was Kermits schlimmsten Albträumen entsprungen sein mochte. Neben dem Traktor hockte eine sicherlich zwei Tonnen schwere, froschähnliche Kreatur. Das einzige, was noch an das Feenpferd erinnerte war das schwarze Fell, ein mähnenähnlicher Haarstreifen auf dem Rücken und dieses gruselige Tiefseefisch-Gebiss.

Eine Zunge, lang und dick wie ein Löschschlauch zuckte zwischen den Zähnen hervor.

Ha! Ich hatte nur darauf gewartet und stach mit dem Schraubenzieher danach. Aber das klebrige Organ kam nicht einmal in das Innere der Kabine. Moment mal - Hatte das Vieh mir allen Ernstes gerade höhnisch die Zunge rausgestreckt? Der Kelpie streckte die Vorderbeine aus, drehte sie mit den Innenflächen nach oben und grub sie in den Lehm unter die Räder des Traktors.

Außerhalb der Reichweite meiner primitiven Waffe würde er mich hier raus schütteln wie eine Erbse aus der Schote: Während ich mich mit beiden Händen festklammern müsste um nicht rauszufallen und unter dem umkippenden Fahrzeug eingequetscht oder erschlagen zu werden, könnte der Kelpie mich mit seiner langen Froschzunge bequem aus dem Führerhaus pflücken. Kaum dass mir diese Erkenntnis durch den Kopf geschossen war, riss der Gestaltenwandler auch schon mit einem einzigen Ruck den Traktor mehr als einen Meter hoch. Ich warf mich genau in dem Moment nach vorne und über die Kante des Trittbretts, als der höchste Schwung erreicht war und der Kelpie dabei war, seine Last wieder fallen zu lassen.

Das Vieh sah zwar aus wie ein großer, fellbedeckter Haufen Wackelpudding, war aber in Wirklichkeit steinhart vor Muskelmasse. Mein verletztes Bein schrie Zeter und Mordio, als ich auf seinem Rücken aufkam. An die Mähne der Bestie geklammert, stach ich mit dem Schraubenzieher in seinen Nacken. Der Kelpie fuhr empor. Er brüllte, Schleim spritzte mir ins Gesicht. Als ob das nicht reichte, brannte sich das Abbild eines verästelten Blitzes in meine Netzhäute und nahm mir kurzzeitig den Rest meiner Sicht. Dem Donnern folgte ein Echo und heftiger Schmerz an Schulter und Schlüsselbein. Ich fühlte wie die Masse unter mir fiel, stieß mich ab so gut es ging um nicht zerquetscht zu werden und rollte über den Boden.

Charles feuerte die zweite Ladung Schrot nach dem Schädel des Monsters, das zu seiner ursprünglichen Pferdegestalt geschrumpft war.

Diesmal ließ es sich nicht von dem Schuss ablenken. Sein Blick des Kelpies hing weiter an mir als er unter der Wucht des Treffers zu Boden ging. Er hieb nach meinem verletzten Bein, das ich nicht so schnell fortbekam wie ich wollte. Der Schmerz blieb aus. Der Kelpie hatte lediglich den Stoff meiner zerfetzten Jeans erwischt, doch damit nagelte er mich am Boden fest.

Ich packte den Schraubenzieher mit beiden Händen, als das Vieh sich halb über mich zog, noch während seine Wunden wieder zuwuchsen. Er stieß sich mit den Vorderläufen ab, bäumte sich auf und riss das Maul so weit auf, dass sein Schlund und seine Zähne fast mein ganzes Gesichtsfeld einnahmen.

Dann wuchs ein fingerdicker Stahldorn aus der Brust des Monsters. Der Kelpie bäumte sich auf und fiel mit einem erderschütternden Ruumms auf die Seite.