21.7.2004 Colorado Springs (am selben Tag)
Spencer schaute auf den Cheyenne Mountain. Darin arbeitete Jack also. Nachdem er bei dem Mann Zuhause kein Glück hatte, versuchte er es schließlich auf seiner Arbeit. Er wurde am Eingang abgefangen. "Uhm hallo. Ich bin Doktor Spencer Reid und ich muss unbedingt mit Jack O'Neill sprechen, es ist wichtig" verkündete der junge Mann dem Sicherheitsmann an der Schranke aufmerksam musternd. Dieser tat das Selbe bei ihm. "Fahren Sie rechts ran, ich werde den Colonel informieren" sagte der Mann und Spencer tat genau das.
Der Wachmann nahm ein Telefon und rief im Berg an.
"Colonel, Bob möchte mit Ihnen reden" verkündete Walter als er in den Konferenzraum ging, in dem SG-1 gerade eine Missionsbesprechung beendeten. "Bob? Vom Eingang?" fragte der Colonel überrascht. "Ja, Sir" antwortete Harriman. Jack schaute zu Hammond, dieser nickte. Aufstehend ging er zu dem Telefon an der Wand. "Ich stelle Sie durch, Sir" sagte Walter wieder in den Kontrollraum verschwindend.
"Was kann ich für Sie tun, Bob?" fragte Jack als er den Hörer abnahm. "Sir, hier ist soeben ein junger Mann eingetroffen, der seiner Aussage nach, unbedingt mit Ihnen reden muss" informierte der Wachmann. "Ach wirklich? Wie heißt er?" fragte Jack als seine Augenbrauen überrascht anstiegen. Er sah, wie Hammond und sein Team ihn interessiert beobachteten. "Dr. Spencer Reid" antwortete Bob und Jacks Augen weiteten sich als er erstarrte.
Die Anwesenden bemerkten die Reaktion auf der Stelle. "Lassen Sie ihn hinein. Ich bin auf dem Weg nach oben" orderte Jack entschlossen als er auflegte. "Ich muss nach oben Sir" verkündete er mit einer ungewohnten Eile. "Jack?" fragte Hammond besorgt. "Mein... mein Junge ist hier um mich zu sehen" sagte er schließlich geschockt. "Ihr Junge?" wiederholte George besorgt, wissend, wie alle anderen Anwesenden auch, dass Jacks Junge tot war. "Ja... nein... ja... Er ist... ist Charlies bester Freund, er hat praktisch bei uns gelebt, Sir. Und er... er ist hier um mit mir zu reden" erklärte Jack in Eile. "Worauf warten Sie dann noch?" fragte George verstehend.
Der Colonel salutierte schnell bevor er hinaus eilte. Der General schaute auf den Rest von SG-1. "Worauf warten wir noch?" fragte er selbst unglaublich neugierig. Sam und Jackson grinsten ihn triumphierend an als sie sich gemeinsam in aller Ruhe auf den Weg an die Oberfläche machten.
Jacks Herz schlug schneller als er sich austrug und auf den Parkplatz ging. An einem schwarzen SUV stand ein großer, schlanker junger Mann und schaute mit einem schüchternen Lächeln zu dem geschockten Colonel. Der Anblick war wie ein Schlag in den Magen, er hatte so viel von seinem Leben verpasst. "Spencer" sagte er atemlos. "Hallo Onkel Jack" gab der junge Mann schüchtern zurück. "Lass dich ansehen" sagte der Colonel ihn aufmerksam musternd.
Ein Lächeln huschte über seine Lippen als er ein Schachset in den Händen des jungen Mannes sah. "Hast du etwas Zeit?" fragte der junge Mann unsicher. "Aber natürlich. Komm, wir können uns auf meinem Truck ausbreiten" es war wundervolles Wetter. Jack machte die Ladefläche frei und Spencer breitete das Brett aus. "Was machst du hier?" fragte der Colonel seine Augen nicht von dem jungen Mann lassen könnend. "Wir haben ihn geschnappt" antwortete Spencer mit strahlenden Augen und einem breiten Grinsen. "Was?" fragte Jack erschrocken.
"Wir haben ihn geschnappt. Charlies Mörder, wir haben ihn eben verhaftet" erklärte das Genie und Jack fehlte der Atem. "W-was? Wer ist wir? Wer war es?" fragte der ältere Mann als sein Herz schneller schlug. Sie standen beide auf Augenhöhe zueinander neben dem Truck. "Wir haben Charlies Mörder geschnappt, die BAU und Scott Davenport... in der Reihenfolge" antwortete Spencer lächelnd.
Der Colonel sah ihn sprachlos an. Er hatte es tatsächlich getan. Der Junge von damals hatte sein Versprechen gehalten. Überkommen mit Emotionen, packte er den jungen Mann und presste ihn fest an sich. "Danke" sagte er plötzlich heiser als er versuchte den Kloß in seinem Hals zu schlucken. "Ich habe es dir und Charlie schließlich versprochen" versicherte der Doktor sanft lächelnd. "Das hast du wirklich" brummte der Colonel, er konnte sich einfach nicht von ihm lösen. Es war, als hätte er ein fehlendes Stück zurück erhalten. Ein Sohn war nach Hause gekehrt.
"Danke" sagte er heiser als er ihn schließlich gehen ließ. "Ich wollte es tun" gab Spencer lächelnd zurück bevor er die Figuren auf dem Brett verteilte. Jack nickte nur, verwundert über die innere Stärke und den unglaublichen Willen des jungen Mannes. Er hatte ein Versprechen gehalten, was er vor 14 Jahren im Alter von 9 Jahren gegeben hatte. Wo war die Zeit nur geblieben? Er war nun schon im fünften Jahr des Stargate Programms.
Er schüttelte sich aus seinen Gedanken als Spencer auf den Truck stieg und es sich bequem machte, während er das Brett so drehte, dass der junge Mann die schwarzen Figuren vor sich stehen hatte. Jack selbst setzte sich auf die Ladefläche, seine Beine baumeln lassend als er seinen ersten Zug machte. Es noch immer nicht glauben könnend. "Du bist also bei der BAU? FBI?" fragte er schließlich mit den gegebenen Informationen aufholte. "Ja, man hat sogar die Altersgrenze für mich herunter gesetzt" antwortete der junge Agent stolz.
"Also bist du Profiler?" fragte Jack wieder zu dem jungen Mann aufsehend. "Jep" antwortete Spencer seinen Zug machend. "Kannst du mich lesen?" fragte der Mann etwas unbehaglich. "Mache ich nicht, das ist ein Grundsatz bei uns. Wir profilen weder uns gegenseitig noch unsere Freunde und Verwandte" antwortete Spencer und lächelte als Jack sichtlich ausatmete. Er versuchte sich auf das Spiel einzulassen, scheiterte jedoch kläglich.
Hammond und der Rest von SG-1 schaute überrascht zu den beiden Männern auf Jacks Truck. "Habe mich schon gefragt, wann sie hier sind" murmelte er unter seinem Atem. "Hm?" fragte Spencer überrascht aufsehend. "Mein Team und unser CO" erklärte Jack etwas lauter als er sah wie sie auf sie zukamen. "Uhm... Jack, willst du uns nicht vorstellen?" fragte Daniel als sie vor dem Truck stehen blieben. "Nein" antwortete der Mann abwesend als er einen weiteren Zug machte. "Ja~ack" sagte der Mann den Namen lang ziehend.
Der Colonel seufzte tief und schaute auf den amüsierten jungen Mann bei sich. "Muss ich wirklich?" fragte er und ein Grinsen huschte über seine Lippen als der junge Mann amüsiert nickte. "Aber nur weil du es bist" murrte er finster. "Spencer, mein CO General George Hammond und mein Team Major Doktor Sam Carter, Doktor Daniel Jackson und Teal'C" stellte er schließlich vor, bei Teal'C nicht lügen wollend. "Leute, das ist... nun ja... mein Sohn von anderen Eltern, Spencer Reid" erklärte er und sah wie sich Daniels und Carters Augen überrascht weiteten als sie zu dem jungen Mann schauten, der sie ebenfalls überrascht ansah.
"Spencer Reid? Der Spencer Reid?" fragte Carter verblüfft. "Sie haben von ihm gehört?" fragte Jack verblüfft. "Ja natürlich. Er ist ein Genie mit 3 Doktortitel und zwei Bachelor. Wir haben ihn schon eine Weile im Auge für das Programm" erklärte die blonde Frau. "Drei Doktortitel? Zwei Bachelor? Du bist doch gerade erst 23... Moment... 22" fragte der Colonel beeindruckt. "Genie" antwortete der junge Mann komplett ungeniert. Jack schaute ihn amüsiert an.
"Major Carter, Ihr Buch über Quantenphysik war faszinierend" verkündete Spencer begeistert. Jack sah amüsiert zu wie sich sein Junge und sein 2IC in ein Gespräch verstrickten, das ihm ab den ersten Worten bereits zu viel war. Vielleicht war das seine Chance zu gewinnen. Er schaute wieder auf das Schachbrett und machte seinen Zug. Spencer zögerte nicht als er seinen machte, den Colonel etwas überraschend. "Also, Dr. Reid, ich will nicht unhöflich erscheinen, aber was führt Sie hier her?" fragte General Hammond schließlich amüsiert darüber, dass der junge Mann ein intensives Gespräch halten konnte und dabei nebenbei Jack beim Schach besiegte.
Spencer schaute fragend zu Jack, als dieser nickte schaute er wieder zum General. "Wir haben Charlies Fall gelöst" antwortete er schließlich. "Bitte was?" fragte Daniel verblüfft. "Ich arbeite für die BAU. Supervisory Special Agent Doktor Spencer Reid, Profiler" stellte sich der junge Mann vor. "Das ist ein Mordstitel" sagte Jack beeindruckt. Mit 22 Jahren schon SSA? Wer konnte das schon von sich behaupten? Dann auch wieder seine ganzen Titel, wer hatte das schon? "Ja, Colonel" gab Spencer grinsend zurück.
"Davenport... hm?" murmelte Jack als seine Gedanken wieder zu dem Täter gingen. "Ja, Scott Davenport" sagte das Genie. "War er nicht...?" fing der Colonel mit gerunzelter Stirn an. "Ja, einer unserer alten Nachbarn. Ich habe ihn verhört, er ist fast geplatzt als er mich endlich wiedererkannt hat" informierte das Genie mit gerunzelter Stirn. "Hat er?" fragte Jack plötzlich besorgt als er seinen Sohn musterte. "Nein, Morgan, mein Kollege, war bei mir im Raum" antwortete der junge Mann. "Er hat in etwa so die Statur von Teal'C... faszinierender Name übrigens" fügte er nachdenklich hinzu. Der imposante Mann neigte nur seinen Kopf in Respekt, das war der Sohn seines Bruders. Die Tatsache alleine verlangte bereits Respekt.
"Wie seid ihr auf ihn gekommen?" fragte Jack, endlich Details wissen wollend. "Wir sind zu einem Fall hier her gerufen worden. Drei tote 9-jährige Jungen und einer vermisst, ich musste auf der Stelle an Charlie denken. Ich habe am geographischen Profil gearbeitet, während der Rest des Teams sich um andere Informationen gekümmert hat. Naja, irgendwann kamen wir schließlich zu Davenport. Da ich am harmlosesten wirke bin ich zu ihm hinein und habe ihn überführt" erklärte das Genie.
"Wie?" fragte Daniel fasziniert. Spencer zuckte mit den Achseln. "Ich habe darauf gebaut, dass er mich irgendwann im Verhör wiedererkennt. Was er schlussendlich auch hat, als ich das Bild von Charlie und mir hervor gezogen habe, dann ging alles ganz schnell. Die Anderen haben den vermissten Jungen gerettet und ich habe mit Tante Sarah geredet. Sie hat mir übrigens deine Adresse gegeben" erklärte er von Daniel zu Jack schauend. "Sarah war auf dem Revier?" fragte dieser überrascht. "Ja, ihre Aussage war wichtig für unsere Beweisführung, trotz des gelungenen Verhörs" antwortete Spencer mit einem Achselzucken.
"Schach Matt, Onkel Jack" sagte er zum Kill ansetzend. "Verdammt" brummte der Colonel als er aufs Schachbrett schaute. "Colonel, nehmen Sie sich den Rest des Tages frei" verkündete der General amüsiert, er musste wieder in den Berg. "Danke Sir" gab der angesprochene Mann dankbar zurück. "Es war schön Sie endlich mal persönlich kennenzulernen und nicht nur durch Ihre schriftlichen Absagen" sagte der Mann zu dem Agent schauend. "Sie auch, General" gab das Genie nickend zurück, ein kleines Lächeln auf den Lippen.
"Vielleicht überlegen Sie es sich ja jetzt mal zumindest Teilzeit für uns zu arbeiten" verkündete der ältere Mann mit einem Lächeln, er hatte Jack noch nie so... zufrieden gesehen. Der junge Mann würde, außer seinen unglaublichen Fähigkeiten, noch eine ganz andere Atmosphäre in das Programm bringen, es wäre nur von Vorteil. "Das werde ich, danke Sir" gab der junge Doktor begeistert zurück. Er würde fast alles tun um mit Jack zusammen arbeiten zu können, selbst wenn es nur in seiner Freizeit war.
"Wie wäre es mit einem Barbeque heute Abend?" fragte Jack als er zu seinem Team und dem General schaute. "Beim nächsten Mal, Colonel" antwortete Hammond und Jack nickte jedoch. "Gerne" antwortete Carter. "Klar" gab Daniel mit einem Lächeln zurück. Teal'C nickte nur. "Ich werde Major Carter alle nötigen Papiere mitgeben, Sie können es sich dann in Ruhe durchlesen und darüber entscheiden ob Sie dem Programm beitreten möchten" informierte der General als sie wieder hinein gingen. "Ich gehe mich schnell umziehen, wartest du hier oder willst du vorfahren?" fragte Jack als er aufstand und zu seinem Sohn schaute. "Ich warte, ich wollte eh noch einen Freund anrufen" antwortete Spencer mit einem Lächeln als er sich zurück lehnte.
Jack nickte, musterte ihn ein weiteres Mal bevor er kehrt machte und selbst wieder in dem Berg verschwand. Spencer atmete tief durch, wow, jetzt musste er nur noch John erreichen. Er zückte sein Handy und wählte die Nummer des Stützpunkts, auf dem John stationiert war. Hoffentlich hatte er wieder Glück. Durch Zufall geriet er direkt an seinen Freund. "Telefondienst? Was hast du nun wieder angestellt?" fragte Spencer überrascht die Stimme zu hören. "Baby?" fragte der Lieutenant Colonel überrascht. "Der einzig wahre, außer es gibt noch Andere, die du so nennst" antwortete Spencer und runzelte die Stirn.
"Nein, nur dich" antwortete John ohne zu zögern. "Was gibt's? Oder wolltest du nur meine Stimme hören?" fragte er sein typisches charmantes Auftreten zeigend. Er wusste, dass Spencer ihn nur äußerst selten und in wichtigen Angelegenheiten auf einer Basis anrief. "Wir haben es geschafft" sagte der junge Mann schließlich als ein breites Grinsen über seine Lippen huschte. Er konnte sich vorstellen wie John stockte und sich anschließend seine Augen weiteten als er verstand, was er sagen wollte. So war es zwischen ihnen, sie dachten im selben Schema.
"Wirklich?" fragte der Mann atemlos. "Wirklich" grinste Spencer. "Meinen Glückwunsch, Baby. Ich habe doch gesagt, dass du es schaffst" sagte der Lt. Colonel in einer tieferen Stimmlage, die der Doktor so mochte. "Danke" gab Spencer seine Augen schließend zurück. "Das werden wir feiern, wenn ich Urlaub bekomme" grinste John und Spencer biss ein Lachen hervor. "Du hast doch meinen Haustürschlüssel hoffentlich noch" grinste er, gut gelaunt. "Natürlich" antwortete der ältere Mann. Er hatte ihm schließlich bei der Wohnungssuche und beim Umzug geholfen.
Spencers Wohnung war Johns offizieller Wohnsitz, wenn er Urlaub hatte. "Wo bist du gerade?" fragte der schwarzhaarige Mann. "Ich warte auf Onkel Jack. Wir wollen ein wenig Zeit zusammen nachholen" antwortete der Doktor. "Das ist wundervoll, mein Junge. Viel Spaß" sagte der Mann sanft und Spencer lächelte als er mit dem Versprechen einer baldigen E-Mail auflegte.
"Hey, was gibt's da zu lächeln?" fragte Jack amüsiert als er umgezogen auf den jungen Mann zu kam. "Ich habe mit einem Freund telefoniert" antwortete Spencer nun grinsend. "Einem Freund?" wiederholte der Colonel interessiert. "Ja, er hat während meiner Studienzeit auf mich aufgepasst" antwortete Spencer vom Truck steigend. "Dann mag ich ihn jetzt schon" sagte der ältere Mann erleichtert. Der Doktor schenkte ihm ein Lächeln. "Wie lange bleibst du hier?" fragte Jack den jungen Mann ein weiteres Mal musternd.
Spencer zuckte mit den Achseln. "Wie lange willst du mich hier haben? Ich habe etwas an Urlaub zusammen gespart und Hotch meinte, ich soll mich melden, wenn ich zurück will" erklärte er. "Wie wäre es mit für immer?" scherzte Jack und Spencer schenkte ihm einen trockenen Blick. "Sorry, Dad, aber ich habe hart gearbeitet um in das Team zu gelangen" entgegnete der junge Mann und Jacks Augen weiteten sich als sein Herz bei der Aussage schneller schlug.
"Sag das nochmal" forderte er atemlos. "Was?" fragte Spencer mit gerunzelter Stirn. "Sag es nochmal" wiederholte Jack und der junge Mann verstand. "Dad" grinste er und umarmte ihn fest als sein Herz ein weiteres Stück heilte. Sein Team hatte ihn wieder zusammen geflickt, als er am Ende war. Carter hatte sein totes Herz wieder schlagen lassen, doch nur dieser Junge konnte es vervollständigen. "In welchem Hotel bist du untergekommen?" fragte Jack ihn wieder gehen lassend. "Wieso?" fragte Spencer überrascht.
"Ich kann doch meinen Jungen nicht in irgendeinem Hotel absteigen lassen. Wir holen dein Zeug und du kannst den Mietwagen abgeben, ich habe ein perfekt funktionelles Gästezimmer" grinste Jack und Spencer nickte amüsiert. "Dann fahr hinter mir her" grinste er zu seinem SUV gehend. Gemeinsam fuhren sie davon.
Spencer parkte den SUV und war überrascht, dass seine Kollegen noch immer da waren. "Ich warte hier" verkündete Jack als er keinen Parkplatz fand und in zweiter Reihe stehen blieb. "Alles klar" gab Spencer zurück als er in das Hotel verschwand. "Hey Spence da bist du ja" verkündete JJ als sie gerade mit ihrer Tasche aus ihrem Zimmer kam. "Hey JJ" grinste der junge Mann in das Zimmer gehend, das er mit Morgan geteilt hatte. "Einstein, ich dachte, du bist unterwegs?" fragte der farbige Mann als er überrascht aufsah.
"Ich will nur kurz mein Zeug holen" antwortete das Genie grinsend. "So, wo willst du hin?" fragte Derek erstaunt. "Naja, Onkel Jack und ich haben einiges nachzuholen, also bleibe ich erst mal bei ihm" antwortete Spencer seine Tasche schließend. Es war eine Angewohnheit durch das viele Reisen, dass er jeden Abend seine Tasche packte. Gemeinsam mit Morgan checkte er aus dem Zimmer. Auch der Rest war mittlerweile in der Lobby. "Reid, was machst du denn hier?" fragte Hotch überrascht. "Ich habe nur mein Zeug geholt" antwortete der junge Mann grinsend als er dem Teamleiter seine Zimmerkarte gab.
"Bist du sicher?" fragte der Mann auf der Stelle besorgt. "Ja" antwortete Spencer grinsend mit dem Rest hinaus gehend. "Hier Morgan" sagte er dem farbigen Mann den Wagenschlüssel gebend. Jack beobachtete die Interaktion interessiert. "Wenn etwas ist, kannst du dich jederzeit melden" verkündete Hotch als er ebenfalls aus dem Hotel kam und seine Tasche in den Kofferraum eines SUVs legte. "Das werde ich... meinst du ich könnte mir 2 Wochen freinehmen?" fragte der Doktor und nicht nur Hotch sah ihn überrascht an.
Der junge Mann hatte noch nie von sich aus Urlaub genommen. "Natürlich" antwortete er schließlich nickend und Spencer nickte dankend. "Also dann bis in zwei Wochen" grinste er als er zu dem in zweiter Reihe parkenden Truck ging. Er legte seine Tasche auf die Ladefläche und stieg anschließend ein. Das Team beobachtete ihn interessiert, den Mann am Steuer nicht richtig erkennen könnend. Die beiden Männer im Truck redeten miteinander und nickten schließlich bevor sie davon fuhren. Spencer winkte ihnen mit einem kleinen Grinsen zu. "Das war..." fing Morgan mit gemischten Gefühlen an. "...interessant" beendete Elle nickend. Sie konnten sich einfach nicht helfen und machten sich Gedanken um Spencer. Er war einfach so jung.
"...und der, dem ich den Schlüssel gegeben habe, war Derek Morgan. Er zieht mich immer auf, aber das ist nicht böswillig gemeint. Er gibt mir Spitznamen wie Einstein Junior oder Superhirn, aber das ist noch gar nichts gegenüber Penelope Garcia, unserer technischen Analystin. Sie nennt mich 'Herzchen' oder 'Vanillemuffin'" erklärte Spencer mit gerunzelter Stirn, Jack über sein Team informierend. Der Mann fing bei dem letzten Namen laut an zu lachen.
"Einmal hat sie mir gedroht mich in ihren 'Bunker', so nennt sie ihr Büro, einzuschließen und mich mit Süßigkeiten Zwangszufüttern" sagte der junge Mann Jacks Lachen aufs neue anfachend. "Das klingt nach einer Frau, die ich kennenlernen muss" lachte der Colonel, das erste Mal seit langem ohne Zynismus oder Sarkasmus. "Das solltest du, sie ist die Seele unseres Teams. Sie versucht uns aufzuheitern, eine positive Atmosphäre in den grausamen Alltag unseres Jobs zu schaffen und sie schafft es überwiegend" sagte der junge Mann achselzuckend.
"Wie schlimm ist dein Job wirklich, Spencer?" fragte Jack ihn ernst ansehend als sie an einer roten Ampel hielten. Dieser zuckte mit den Achseln. "Wir jagen den Abschaum der Gesellschaft. Serienmörder, Kinderschänder, Stalker und vieles mehr. Es ist gut jemanden wie Garcia zu haben, die uns abfängt" antwortete er und Jack ging in sich. "Dann ist es wirklich gut, dass ihr sie habt" sagte er schließlich weiter fahrend. Sie hielten an einem kleinen Laden und kauften alles für das Barbeque ein. Danach fuhren sie zu Jacks Haus.
Gemeinsam bereiteten sie das Barbeque vor. Auf den Weg in den Garten, wo sie beschlossen zu essen, blieb Spencer an Charlies Bild stehen. Ein Lächeln huschte über seine Lippen als er den Jungen betrachtete. "Ich kümmere mich jetzt wieder um ihn" sagte er leise, Jack meinend. "Hast du was gesagt?" fragte der Colonel als er mit einem Salat aus der Küche kam. "Nein" lächelte Spencer den Blick nicht vom Bild lassend. "Es fehlt eins von dir" sagte Jack sehend, wo der junge Mann hinschaute. "Ich hatte keins mehr" fügte er hinzu und Spencer nickte.
"Dann müssen wir wohl eins machen" sagte er und verzog sein Gesicht, er mochte es nicht fotografiert zu werden. "Vielleicht heute Abend" schlug Jack verständnisvoll vor. Er mochte ebenfalls keine Bilder von sich selbst. "Vielleicht" stimmte der junge Doktor grinsend zu. "Es ist wirklich schön dich zu sehen. Ich habe dich sehr vermisst" sagte er plötzlich ernst als er zu Jack schaute. "Warum hast du dich nicht gemeldet?" fragte der ältere Mann und Spencer zuckte mit den Achseln.
"Es ist so viel so schnell passiert. Dad hat sich von Mom getrennt, ich habe ihn schon 12 Jahre nicht mehr gesehen. Ich bin mit 12 aufs College nach Pasadena gezogen, war ein Semester Gastdozent in Yale, dann habe ich an meinen Doktoren und Bachelor gearbeitet, mit 18 habe ich meine Mom in ein Sanatorium einweisen lassen. Ehe ich es mich versah wurde die Altersgrenze des FBIs für mich gesenkt und ich war in der Ausbildung zum Agent, naja und jetzt bin ich hier und habe mein lang ersehntes Ziel erreicht. Charlies Mörder ist hinter Gittern" erklärte Spencer und Jack schaute ihn entsetzt und überrascht zugleich an.
"Du... whoa... einen Moment, das ging ein wenig schnell" sagte Jack mit gerunzelter Stirn als er abwehrend eine Hand hob. "Will hat dich bei deiner Mutter gelassen? Bei deiner Mutter, die sich nicht mal richtig um sich selbst kümmern konnte? Und hat sich nie wieder gemeldet?" fragte er innerliche Wut gegenüber den Mann aufbauend. Spencers Blick wurde traurig. "Ich kann mich daran erinnern, wie Mom ihn fast angefleht hat mich mitzunehmen, aber er ist schließlich alleine gegangen" sagte er leise, traurig.
Dann zuckte er mit den Achseln. "Ich habe mich also um meine Mom, so gut ich konnte, gekümmert und habe alles daran gesetzt die Highschool so schnell es ging zu beenden" erklärte er. Jack sah ihn innerlich fassungslos an. Wie konnte man sowas einem kleinen Kind nur antun? Wenn er Will in die Finger bekommen würde. Er hatte einen so liebevollen und aufgeweckten Sohn und hatte ihn verlassen, wo er selbst alles dafür getan hätte Charlie oder selbst Spencer bei sich zu behalten. "Es ist in Ordnung, Jack. Es ist vorbei" sagte Spencer sanft, ihn unwahrscheinlich gut lesen könnend, schließlich war er Profiler.
"Trotzdem" murrte der Mann stur. "Jack, es ist wirklich okay. Es war nicht leicht, aber ich habe so ziemlich alles, was ich wollte. Ich habe in der BAU eine Familie gefunden, wir passen aufeinander auf. Ich habe John, meinen besten Freund, der seit ich 12 war, auf mich aufgepasst hat und jetzt habe ich endlich wieder dich in meinem Leben. Was will ich mehr?" fragte Spencer wollend, dass der ältere Mann verstand, dass er nach Charlies Tod nichts an seinem Leben hätte ändern wollen. Jack musterte ihn eine Weile stumm und seufzte.
"Ich habe zwar keine Ahnung, was du mit mir willst, aber ich bin dankbar dafür" sagte er schließlich in seinem typischen Humor. "Du hast wirklich keine Ahnung, wie sehr die Menschen um dich herum dich brauchen, aber das ist okay, solange du keinen Unsinn anstellst" grinste der junge Mann schließlich hinaus gehend. Jack schüttelte den Kopf und folgte ihm. Kurz darauf hörten sie die Klingel. "Ah, die Kinder sind da" grinste er und Spencer schnaubte.
"Du bist dir bewusst, dass dein Team älter ist als ich" grinste er dem Mann ins Haus folgend um Besteck und Teller zu holen, die Jack heraus gestellt hatte. "Ja... aber ich habe so das Gefühl, dass ihr euch prima verstehen werdet" grinste der Colonel bevor er die Tür öffnete. "Willkommen in meinem bescheidenem Heim" verkündete er seine drei Teammitglieder hinein lassend. "Ja, ja, schön hier zu sein" murmelte Daniel als er an ihm vorbei ins Wohnzimmer ging. Spencer schaute amüsiert von dem anderen Doktor zu Jack und wieder zurück. Das schien öfter zu passieren.
"Dr. Reid, haben Sie sich schon Gedanken darüber gemacht, was General Hammond vorgeschlagen hat?" fragte Daniel vor innerlicher Begeisterung fast platzend. Er wollte den jungen Mann schon eine Weile kennenlernen, er versprach so viel Potenzial zu haben. "Daniel..." sagte Jack in einem ermahnenden Ton. "Ist schon gut, Jack. Ja, ich habe mir in der Tat schon Gedanken darüber gemacht" antwortete Spencer zu Jackson schauend.
"Wann?" fragte Jack mit gerunzelter Stirn. "Auf dem Weg zum Hotel" antwortete der junge Mann und tippte sich an die Stirn, er war ein Genie, das um einiges schneller dachte, als normale Menschen. "Und zu welchem Entschluss sind Sie gekommen?" fragte Carter interessiert. "Ja, ich möchte Ihnen bei Ihrer Arbeit behilflich sein. Ich bin fast überall dabei, wo ich was lernen kann" grinste er. "Auch wenn Sie keine Ahnung haben, was wir machen?" fragte Daniel verblüfft. Spencer zuckte mit den Achseln.
"Ganz ehrlich?" fragte er und der andere Doktor nickte. "Ich kann Sie gut genug lesen um zu wissen, dass Ihre Arbeit unglaublich wichtig für Sie ist und so geheim, dass man nichts davon erfahren darf, bis man die Verschwiegenheitsklausel in Ihren Händen unterschrieben hat. Außerdem würde ich so, wenn auch nur bedingt, mit Jack arbeiten also ja, egal was es ist, ich bin dabei" antwortete er, das Team verblüffend, auch wenn Teal'C es nicht zeigte, war auch er beeindruckt. "Woran haben Sie das alles sehen können?" fragte Daniel fasziniert.
Als Anthropologe und Archäologe war die Fähigkeit Details aus Artefakten und Aufzeichnungen zu lesen eine Notwendigkeit, jedoch hatte er teilweise Probleme die Menschen um sich herum richtig lesen zu können. Der junge Mann vor ihm konnte nicht nur das, er zog die richtigen Schlussfolgerungen daraus. "Wollen Sie das wirklich wissen?" fragte Spencer und Daniel nickte eifrig. "Darf ich?" fragte der junge Mann auch zu Sam, Teal'C und Jack schauend. Alle drei nickten ihre Zustimmung, nun gespannt darauf, wie akurat der junge Mann in seinem Profiling war.
Dann fixierte Spencer Daniel. "Ich will, das Sie wissen, dass ich Sie in keinster Weise angreifen will" fing er an und das Team nickte. "Sie sind ein Mann, der immer das Gute in einem Menschen oder in Situationen sehen will. Sie haben Ihre Eltern früh verloren und geben sich allem Anschein nach dafür die Schuld. Sie studieren, ähnlich wie ich, andere Menschen und haben ein Auge für Details entwickelt. Außerdem haben Sie einen unglaublichen Willen und lieben es zu lernen. Sie lieben ihre Freunde und würden alles dafür tun sie sicher zu wissen, selbst wenn Sie dadurch Regeln brechen müssten. Sie haben vor kurzem einen großen Verlust erlitten, den Sie noch immer nicht überwunden haben, jedoch bemühen Sie sich und haben eine neue Aufgabe gefunden, die Sie anspurnt weiterzumachen" erklärte Spencer und das Team, einschließlich Teal'C sah ihn verblüfft und perplex an, als dieser sich Sam widmete.
"Sie sind bei der Air Force und beziehen den Rang eines Majors, worauf sie sehr stolz sind und sehr hart für gearbeitet haben. Sie sind die perfekte Offizierin, ohne Markel in Ihrer Akte und verlangen, dass Frauen Männern gegenüber gleich behandelt werden, womit Sie vollkommen Recht haben. Sie sind in militärischen Verhältnissen aufgewachsen, wahrscheinlich in der Air Force. Sie lieben schnelle Dinge, rasen grundsetzlich und werden nur selten angehalten. Wahrscheinlich schrauben Sie selbst an Autos, Motorrädern oder ähnliches. Sie waren ein typischer Tomboy um wohl die Aufmerksamkeit Ihres Vaters, der wegen seiner Arbeit und seines wahrscheinlich hohen Ranges viel unterwegs war, auf sich zu ziehen" Spencer schaute die überraschte Frau etwas genauer an.
"Sie haben vor einigen Jahren ein schweres Trauma erlitten, das Sie noch heute beschäftigt, jedoch sind Sie dadurch stärker geworden und haben gelernt damit zu leben. Sie lieben Ihre Arbeit und würden ununterbrochen arbeiten, wenn Sie nicht daran erinnert werden würden Pausen einzulegen. Sie sind unglaublich intelligent, ich würde mich nicht wundern, wenn Ihr IQ sehr nahe an meinem ist, und sind es gewohnt Probleme zu lösen oder sogar 'Wunder' zu vollbringen. Auch Sie lieben Ihre Freunde, die mit der Zeit zu Ihrer Familie geworden sind und würden alles für sie tun. Sie, wie auch der Rest Ihres Teams, haben viel Erfahrung im Feld und Kampf. Sie lesen gerne Wissenschaftsmagazine oder schauen Sendungen über gewisse wissenschaftliche Themen, was Sie einerseits sehr amüsiert und andereseits zugleich frustriert, da Sie viele Details besser verstehen und wahrscheinlich auch wissen als diejenigen, die diese Phänomene erforschen. Sie dürfen jedoch dank der Verschwiegenheit Ihres Projekts nichts offen zugeben" beendete der Profiler und schaute zu Teal'C.
"Motorräder, Carter?" fragte Jack amüsiert. Diese zuckte mit den Achseln, innerlich unglaublich aufgewühlt. "Ich restauriere im Moment eine Vintage Indian" antwortete sie und atmete tief durch, gespannt auf den Profiler sehend. Was hatte er wohl über Teal'C zu sagen. "Sie sind schon etwas schwieriger zu lesen. Sie sind militärisch ausgebildet, beziehen jedoch keinen Rang und auch wenn Jack so tut, als sei er der Älteste in diesem Raum, sind Sie älter als er. Ihre Augen zeigen eine Erfahrung, die weit über alles geht, was Jack, so schlimm es auch war, erlebt hat. Sie..." Spencer verengte seine Augen als er den großen Mann musterte.
"Sie sind äußerst fit und erfahren im Feld, was jedoch nur eine Kleinigkeit ist, gegenüber Ihres unglaublichen Willen. Sie kämpfen für Ihre Ziele und es macht Ihnen nichts aus, wenn Sie dafür Dinge einstecken müssen, solange es Ihrer Familie besser ergeht. Sie folgen Jacks Kommando und schätzen seinen Rat, wie auch anders herum. Sie haben großen Respekt vor Major Carter, die ihren Wert als Soldatin, in Ihren Augen schon vor langer Zeit, verdient hat. Dr. Jackson, ist in Ihren Augen wie ein Junge, dessen Enthusiasmus Sie immer wieder aufs neue und teilweise angenehm überrascht. Er ist für Sie ein geschätzter Freund, den Sie um jeden Preis schützen wollen. Sie sind sehr kompetent, was Entscheidungen betrifft und ein Mann weniger Worte, wenn Sie sich jedoch entscheiden etwas zu sagen, ist es meist etwas bedeutendes. Ansonsten kommunizieren Sie hauptsächlich mit subtiler Körpersprache. Sie haben ein unglaublich ernstes Wesen, was jedoch durch Ihr Team etwas gelockert wurde" beendete der junge Mann und schaute zu Jack.
"Über dich werde ich nichts sagen, Jack. Unsere Profilerregeln lauten, dass wir unsere Familien nicht profilen" sagte er und der Mann nickte nur stumm. Vollkommen perplex über Spencers unglaubliche Einsicht. "Ich hoffe, ich habe Sie jetzt nicht abgeschreckt und verspreche Ihnen, dass dies das einzige Mal war, dass ich Sie profile" fügte er mit einem entschuldigenden Blick. Teal'C nickte anerkennend, Carter schenkte ihm ein kleines Lächeln und Dr. Jackson schaute ihn fasziniert an. "Jack, wir brauchen ihn im Team" verkündete er und der Colonel seufzte.
"Wir könnten uns mit Dr. Reids Fähigkeiten wirklich so einiges an Ärger ersparen" stimmte der Major zu und Teal'C nickte ein weiteres Mal stumm, wissend, dass es an O'Neill lag, ob er dies zuließ. "Nachdem du all das aufgezählt hast, willst du wirklich wissen, was wir machen?" fragte der Mann besorgt. Spencer nickte. "Egal, was ihr macht, es ist ebenso wichtig wie gefährlich, aber da du dabei bist, weiß ich mich sicher" antwortete er und Jack nickte zu Daniel, dass dieser ihm die Unterlagen geben sollte.
"Wie lange brauchst du das zu lesen?" fragte Jack den dicken Stapel betrachtend. Spencer sah den Stapel abschätzend an. "Sollten wir das nicht nach dem Essen machen? Es dauert doch sicherlich etwas länger..." warf Daniel ein. "Keine 10 Minuten" antwortete der junge Mann schließlich und Jack ging ihm die Teller abnehmend hinaus. "Dann werde ich den Grill schon mal anheizen" verkündete er. Spencer setzte sich auf die Couch und nahm sich die erste Akte mit der Verschwiegenheitsklausel. "Sie sollten das lesen und nicht überfliegen..." sagte Daniel mit gerunzelter Stirn als er sah, wie der junge Doktor innerhalb von wenigen Sekunden die gut 20 Seiten umfassende Klausel durchblätterte.
"Oh, er liest es, Daniel" sagte Jack wieder in den Raum kommend um die Steaks zu holen. "Was?" fragte der Archäologe überrascht. "Wieviele Wörter pro Minute, Spence?" fragte der Colonel unglaublich amüsiert und stolz zugleich. "20.000" murmelte dieser abwesend. "Zwa...zwa...zwanzigtausend?" stotterte Daniel erstaunt. "Na also dann braucht er wirklich nur wenige Minuten" fügte er trocken hinzu. Der Agent unterschrieb und erhielt von Carter die restlichen Akten über das Projekt. "Ich helfe den Tisch zu decken" verkündete die Frau. "Ich werde O'Neill assistieren" sagte Teal'C und folgte den beiden Militärs hinaus. Daniel und Spencer alleine im Wohnzimmer hinterlassend.
"Sehen Sie bitte zu, dass er die Steaks nicht anbrennen lässt" rief ihm Spencer hinterher. "Hey!" protestierte Jack als Teal'C, insgeheim amüsiert, nickte. "Wow" murmelte er die Akten über die Ausgrabung und erste Mission in windeseile durchlesend. Daniel konnte nur mit Staunen zusehen, wie der jüngere Mann Akte für Akte innerhalb von Sekunden zur Seite legte. 8 Minuten später war er fertig und schaute fasziniert zu Daniel auf. "Wahnsinn" sagte er und der ältere Mann nickte mit einem Lächeln.
Den Rest des Abends verbrachten sie damit sich besser kennenzulernen und Spencer in dem Programm willkommen zu heißen. Er war nun offiziell wissenschaftlicher Berater für das SGC, der hier und da sogar durch das 'Gate gehen durfte. Natürlich nur auf Routinemissionen und mit besonderer Genehmigung. Jack lehnte sich zurück und schaute stolz zu wie sein Sohn mit seinen beiden Wissenschaftlern zurecht kam. Er fing Teal'Cs Blick. Dieser nickte zufrieden, Dr. Reid schien so außergewöhnlich wie O'Neill selbst, er würde ohne Probleme zum Programm passen.
