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The Fullmoon Syndrome
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by Toyo Malloy
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Chapter Eight: Caged
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Die Tage nach Remus' Besuch bei seinen Freunden vergingen schnell und der erste Vollmond näherte sich. Remus brauchte nicht an den Himmel zu sehen um sich bewusst zu machen, dass der Mond voller wurde. Er spürte sein Erstarken mit jeder Faser seines Körpers. Sein sowieso exzellenter Geruchsinn wurde schärfer, die Dunkelheit wich der Nachtsicht und sein sechster Sinn erwachte zu voller Stärke. Windwood schien vom herannahenden Mond wenig beeindruckt. Er wies Remus drei Tage vorher an, sich mit genügenden Heiltränken, Wundsalben und Schlaftränken einzudecken. Remus war dankbar, dass Mr. Windwood in einigen Läden für Zaubertränke in der Nocturn- Gasse Rabatte bekam, andernfalls hätte er sich wegen seiner Medizin verschuldet.
Remus begann einige der verbotenen Werwolf- Kompendien zu lesen. Hier fand er ein paar Tipps zu entspannender Meditation, Nutzung der Stärke und Informationen zu Werwolfmagie. Alles in allem war Remus recht gut auf seine erste Verwandlung außerhalb der Schule vorbereitet. Trotzdem hing der Befehl des Ministeriums über seinen Gedanken und die alte Angst kam in ihm hoch. Was würde das Ministerium mit ihm machen?
Als es Abend wurde und die Sonne begann hinter den Häusern zu verschwinden, wurde Remus zusehends unruhiger.
„Mach dir keine Sorgen, mein Junge," versuchte Windwood ihn zu beruhigen. „Es wird schon nicht so schlimm sein."
„Ich vertraue dem Ministerium nicht. Was werden die mit mir machen, wenn ich mich verwandelt habe?" Remus ließ die Kopf hängen. „Ich habe Angst."
Windwood schwieg. Er verstand langsam das Worte Remus nicht beruhigen würden. „Na, dann geh jetzt. Es ist besser wenn du nicht zu spät kommst." Remus nickte. Er holte seinen Ausgehumhang aus der Küche. Er musste sich regelrecht zwingen zu gehen. „Hast du die Adresse?" fragte Windwood.
„Ich habe mir das Gebäude gestern angesehen. Da ist eine Gasse, in die ich apparieren kann... Ich wollte nicht in das Gebäude... es wird ausreichen." Windwood nickte.
Ihre Blicke trafen sich und Remus versuchte zu lächeln. Außerhalb des Geschäftes desapparierte er.
XxxxXxxxXDas Gebäude sah von außen aus wie eine alte Lagerhalle. Muggel gingen daran vorbei und beachteten das seltsame Gebäude gar nicht. Remus trat aus der Gasse, in die er appariert war. Das Gebäude war mit einem Anti-Apparierungskreis gesichert. Remus vermutete, dass es im Inneren wohl einen Apparier-Raum geben musste, aber ohne ihn vorher gesehen zu haben wollte er es einfach nicht riskieren. Er ging mit schweren Schritten auf den Eingang zu. Mit jedem Schritt schien seine Beine und seine Füße schwerer zu werden. Als er die letzten Stufen hinaufstieg hatte er das Gefühl, als würden seine Füße eine Tonne wiegen. Das Quietschen der sich öffnenden Tür tat seinen Ohren weh. .Als sich die Tür hinter ihm schloss konnte Remus sein Gefühl nur mit einem Wort beschreiben: Eingesperrt.
„Sie wünschen bitte?" fragte eine Frau hinter dem Empfangstresen. Remus erschrak. Er hatte die Frau nicht bemerkt. Die Frau in brauner Robe mit einem locker gebunden Haarknoten ließ gerade mehrere Kisten schweben und transportierte sie so in einen kleinen Raum den Remus nicht mehr sehen konnte. Die Kisten schwebten durch die Tür und die Dame setzte sich, nach dem sie mit einem Schlenker ihres Zauberstabes die Tür wieder geschlossen hatte. Noch einmal sagte sie: „Sie wünschen bitte?"
„Ähm… ich bin wegen meiner Verwandlung hier," meinte Remus, der sich nicht sicher war was die Frau von ihm hören wollte.
„Ihr erstes Mal hier?" fragte sie, wenig beeindruckt, während sie begann, einige Pergamente aus einer Schublade zu kramen. Remus nickte nur. „Den Pass bitte."
Remus gab der Frau seinen verhassten Werwolf-Pass. Sie begann seine Daten zu übertragen und wie es schien eine neue Akte für ihn anzulegen. Irgendwann gab sie ihm den Pass zurück, reichte ihm einen Fragebogen zum Ausfüllen sowie einige Unterlagen. Sie deutete auf mehrere Stellen, an denen er unterschreiben sollte. „Das ist zum Ausfüllen und unterschreiben Sie hier, hier und hier." Sie reichte ihm einen Federkiel und Tinte.
Der Fragebogen war rein medizinisch und beschränkte sich auf Fragen über frühere Verletzungen nach der Verwandlung. Er beantwortete die Fragen schnell und unterschrieb die Bögen, die ihm die Empfangsdame gegeben hatte. Die Dame, Remus las auf ihrem Namensschild Mrs. Pennyfeder, reichte ihm eine Besucherausweis auf dem stand: Remus J. Lupin, WÜV-Nutzer.
„Zweites Kellergeschoss. Da hinten sind die Aufzüge." Sie deutete auf einen der Gänge. Remus nahm den Ausweis entgegen bedankte sich steif und ging.
WÜV, so fand Remus heraus, als er im zweiten Kellergeschoss aus dem Aufzug stieg, war die Abkürzung für Werwolfüberwachungs-Verfahren. Das Kellergeschoss erinnerte ihn an die Kerker in Hogwarts. Wieder gab er bei einem weiteren Angestellten seinen Werwolf-Pass und seinen Besucherausweis ab. .
„WÜV-Nutzer?" fragte der Mann.
„Ja."
„Bitte geben Sie hier Zauberstab und Wertgegenstände ab." Remus trennte sich nur ungern von seinem Zauberstab. Würde man ihn auf eventuelle Flüche testen? Er legte alles zusammen mit seiner Uhr und dem Ehering seines Vaters, den er als Andenken trug, in ein Kästchen. Der Angestellte nahm das Kästchen an sich und verschwand in einem Nebenraum. Er kam mit einer Plakette zurück und schob sie Remus über dem Tisch.
„Nummer 14. Geben Sie diese Plakette ab, wenn Sie Ihre Sachen abholen wollen." Er füllte etwas auf einem Pergament aus und fügte an: „Gehen Sie jetzt bitte in Ihren Raum. Er hat dieselbe Nummer wie Ihr Schließfach. Dort finden Sie eine Nische, in der Sie Ihre Kleidung ablegen können. Abgeschlossen wird…" Der Mann blickte auf eine seltsame Uhr, die eine Art Countdown anzeigte. „… in einer halben Stunde."
Remus ging durch den Kellergang bis zu dem Zimmer mit der Nummer 14. Er betrat ein Gelass, das vielleicht 20 Quadratmeter groß war. In einer Ecke befand sich ein kleines Fenster. Es war so verzaubert, dass man den Himmel sehen konnte. Remus stellte sich auf die Zehnspitzen um hinauszusehen. Er konnte die Straße sehen, vielleicht die Illusion eines Fensters aus dem zweiten Stockwerk des Gebäudes. Der Sonnenuntergang war nahe.
Remus entdeckte die Nische in der Wand. Er zog sich aus und legte Kleidung und Schuhe zusammen mit seiner Abholmarke in die Nische. Nackt setzte er sich auf den alten Teppichboden. Dieser war das Einzige, was hier als Einrichtung gelten konnte.
Remus fühlte sich mehr als unwohl in diesem leeren Raum. Zwar hatte er die Tür hinter sich geschlossen, aber trotzdem konnte er das Gefühl nicht abschütteln beobachtet zu werden. Seine Nacktheit in dieser fremden Umgebung verschlimmerte es nur. Er fühlte sich verwundbar und hilflos. Remus hörte Schritte vom Korridor und seine Nackenhärchen stellten sich auf. Seine Tür wurde kurz geöffnet und wieder geschlossen. Remus drehte sich nicht um, konnte aber hören, wie der Schlüssel im Schloss umgedreht wurde. Er wurde eingesperrt!
Remus rutschte vor das Fenster und blickte auf aus die verzauberte Fenster. Er konnte sehen, wie am Horizont über London die Sonne unterging und das bekannte Gefühl der nahenden Verwandlung machte sich in ihm breit. Die Sonne verschwand schnell und Nacht ergriff von London Besitz. Der Himmel war klar, keine Wolke zog über die Stadt. Zehn Minuten vielleicht, und die Dämmerung würde der Nacht Platz machen. Remus versuchte sich abzulenken. Morgen würde Mister Windwood ihn das erste Mal mit gefährlichen Büchern arbeiten lassen. Ein seltenes russisches Fluchbuch aus dem 17. Jahrhundert sollte geöffnet werden. Windwood wollte ihn, unter Aufsicht natürlich, daran arbeiten lassen. Darauf freute er sich schon. Vielleicht würden auch Lily und James vorbei kommen…
Der erste Schmerz kam wie gewöhnlich schnell und stechend. Er schrie, wie er es immer tat, als der erste Knochen nachgab und sich in eine neue Position verschob. Er wusste, jetzt kam nur noch Schmerz und Dunkelheit.
XxxxXxxxXMoony richtete sich auf und heulte. Egal wo er hier war, es gefiel ihm nicht. Das war nicht das alte Haus, in dem er sonst immer erwachte. Hier roch es nach altem Stein. Wo waren der Hirsch, der große Hund und die Ratte, die sonst immer auf ihn warteten? Moony hielt seine Nase hoch. Nein, niemand war hier, auch keine Menschen. Der Wolf grollte und lief unruhig im Zimmer auf und ab. Dann unternahm er den ersten Versuch durch die Tür zu brechen. Draußen wartete die Freiheit, Beute und die Jagd. Aber die Tür gab nicht nach.
Plötzlich wurde er von etwas getroffen. Schwäche ergriff ihn und Moony ließ ein lautes Heulen los.
XxxxXxxxXRemus blinzelte. Ihm war kalt und sein ganzer Körper schmerzte. Er versuchte sich aufzurichten, langsam. Erst einmal in eine sitzende Position kommen… Er blickte an sich hinab. Hier und da hatte er eine Bisswunde und seine Schulter schmerze etwas stärker, aber alles in allem hatte er schon mal schlechter ausgesehen. Trotzdem fühlte er sich wie erschlagen und saß lange einfach nur auf dem Boden und atmete tief ein und aus, während er die Augen geschlossen hielt.
Langsam schaffte er es sich aufzurichten. Er ignorierte die rauen Papiertücher, die wohl zum Abtupfen der Wunden bereitlagen und schleppte sich zu der Nische, in der er seine Kleidung abgelegt hatte. Er zog sich an und ein kriechendes Gefühl der Einsamkeit machte sich in ihm breit. Der kalte und gefühllose Raum überwältigte ihn und nachdem er seinen Umhang übergeworfen hatte stürmte er aus dem Kerkerzimmer, so schnell sein müder Körper es zuließ. Sein Herz wurde leichter, als er die Tür öffnete und auf den künstlich beleuchteten Korridor trat.
Seine Schritte hallten durch den Korridor und er blieb mit einem Ruck am Tresen des Pseudoempfangsschalters stehen. Der neue Mitarbeiter hinter dem Tresen blickte zu ihm auf. In einem genervten Tonfall fragte er:
„Ja, bitte?" Remus sagte gar nichts. Er schob seine Marke mit der Nummer 14 zu dem Mann. Der Mitarbeiter sah ihn einen Moment lang mit herablassendem Blick an bevor er aufstand um Remus' Sachen zu holen. Remus quittierte ihm die Übergabe und stürmte in Richtung des Aufzuges. Als er endlich im Erdgeschoss war, ging er sofort zur Rezeption. Hier gab er seinen Besucherausweis ab, überhörte die nichtigen Floskeln der Rezeptionsdame und trat aus dem Gebäude. In der kleinen Sackgasse in der er gestern angekommen war desapparierte er.
XxxxXxxxXRemus schleppte sich die letzten Meter zur Haustür. In der Küche ließ er sich auf den erstbesten Stuhl fallen. Er sah auf die Uhr. Es war kurz nach neun Uhr morgens. Mr. Windwood war wahrscheinlich in diesem Moment dabei den Laden zu öffnen. Remus hätte ihm gerne geholfen, aber er fühlte sich unsagbar erschöpft. So als hätte er mehrere Tage nicht geschlafen. Er schaffte es sich mit meinem nützlichen Zauberspruch zu einer Tasse starken Kaffee zu verhelfen, doch selbst dieser half ihm nicht auf die Beine.
„Remus! Da bist du ja schon," sagte Mr. Windwood, als er die Küche betrat.
„Guten Morgen, Sir. Geben Sie mir noch 10 Minuten, dann bin ich fertig und kann Ihnen helfen." Remus versuchte aufzustehen, schaffte es aber nur sich auf den Beinen zu halten, weil er sich auf die Tischplatte stützte. Windwood beobachtete die Szene kritisch, dann machte er einen Schlenker mit seinem Zauberstab und Remus sah, wie er selbst kurz blau aufleuchtete. Er seufzte auf und Windwood bestätigte seine Vermutung mit einem Kopfnicken.
„Du wirst heute gar nichts machen. Du zeigst alle typischen Nachwirkungen von jemandem, der mit einem starken Schwächezauber belegt wurde." Windwood schnaubte kurz. „So etwas in der Art hatte ich schon erwartet."
„Es tut mit leid," flüsterte Remus.
„Red keinen Unsinn, Junge" erwiderte Windwood, bevor er seinen Zauberstab zurück in die Tasche steckte. „Besser, du ruhst dich heute aus und bist morgen wieder fähig zu arbeiten. Ich werde sehen, dass ich die Hälfte deiner Heiltränke gegen Aufpäppel-Tränke umtausche, sonst bist du die nächsten vier Tage K.O. gesetzt."
„Vielen Dank, Sir."
„Ja, ja… aber glaub nicht, dass ich dich morgen schonen werde."
XxxxXxxxXRemus verbrachte den Rest des Tages zwischen Schlaf und Wachsein. In seinen Träumen lief er durch die Kerkergänge des Ministeriumsgebäudes auf der Suche nach einem Ausgang. Doch hinter jeder Tür lag nur ein weiterer Gang. Die Freiheit schien unerreichbar. Viele Male wachte er auf, schweißgebadet. Jedes Mal versuchte er wach zu bleiben aus Angst, der Traum würde zurückkehren und er würde wieder durch die kalten Kerkergänge rennen, doch die Müdigkeit war stärker und übermannt ihn immer wieder.
Als er in der Nacht erneut von dem Traum aufwachte, griff er in die Schublade und zog die Taschenuhr hervor, die er nach der Begegnung mit dem unbekannten Fremden in der Gasse gefunden hatte. Er öffnete sie. 23 Uhr 05. Sein Blick fiel auf die Inschrift und er las sie mehrmals. Seine Finger fuhren über die Gravur.
Als ihn dieses Mal die Müdigkeit übermannte, fand er sich nicht in den Gängen des Gebäudes wieder. Er war in Dunkelheit eingehüllt und es war warm und angenehm, als würde er in einem sicheren Nest liegen, beschützt und bewacht. Aus der Dunkelheit flüsterte eine tiefe sanfte Stimme zu ihm. Unsichtbare Hände berührten und liebkosten ihn liebevoll. Er war umhüllt von einem Gefühl der Geborgenheit. Den Rest der Nacht schlief er ruhig und fest.
„Es wird alles wieder gut,
Lass dich fallen,
Ich fange dich auf,
Keiner wird dir schaden,
Ich beschütze dich,
Hier bist du sicher,
Ich bin bei dir…"
XxxxXxxxXtbc.
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Remus: Man das hat ja lange gedauert.
Toyo: seufz So viel zu tun... der Stress hat mich wieder...
Remus: Das wird schn wieder.
Toyo: Ehrlich?
Remus: nickt
Toyo: Na ja, wenn du das sagst. Ach übrigens, dein Chef hat dich vor 'ner halben Stunde gesucht.
Remus: Ups...
