Nach kurzer Zeit standen alle Schüler zusammen mit Hagrid vor dem großen Tor. Plötzlich öffnete sich dieses und eine große, ältere Hexe mit schwarzen Haaren und einem ernsten Blick erschien.

„Die Erstklässler, Professor McGonagall. Alle sind Anwesend."

„Sehr gut, Hagrid. Folgt mir, Erstklässler!"

Sofort folgten alle Erstklässler still der Professorin durch die Gänge, während Harry diese aufmerksam begutachtete und sich den Weg einprägte. An den Wänden standen mittelalterliche Rüstungen und überall hingen Bilder von Personen, die sich bewegten. Zudem waren die Gänge mehrere Meter groß, sodass selbst ein Troll in ihnen Platz finden konnte.

Ob es früher hier Trolle gab? Oder weshalb sind die Gänge alle sieben Meter hoch? Oh, und ich darf nicht vergessen die Verwandten von Miss Nightshadòw zu suchen.

„Ich hole euch gleich ab, wenn alles vorbereitet ist.", sagte McGonagall in einer Befehlsgewohnten Stimme und verschwand durch eine große Tür aus dem kleinen Raum, nachdem sie ihnen das Häusersystem erklärt hatte. Langsam aber sicher verbreitete sich Panik unter den Erstklässler. In einigen Ecken wurden darüber geredet wie man wohl einsortiert werden würde.

„Ich habe gehört, dass wir gegen einen Riesen kämpfen müssen. Wenn wir ihn durch unser Wissen besiegen, sind wir Ravenclaws, stellen wir uns ihm jedoch im offenen Kampf, dann Gryffindors. Bilden wir Gruppe mit Freunden, Hufflepuffs, oder töten wir ihn durch eine List, ein Slytherin."

„Was für einen Mist, Weasley. Scheint als habe die Probleme deiner Eltern auf dich abgefärbt… zu wenig zu essen bekommen um dein Gehirn richtig zu entwickeln?", entgegnete ein blondhaariger Junge.

„Malfoy, halt deine Schnauze! Du wirst sowieso in Slytherin landen!", er spuckte das vorletzte Wort regelrecht aus. „Und eine bessere Idee hast du sowie so nicht, oder?"

„Doch, wahrscheinlich ist es irgendein Artefakt, welches uns nach unseren Erfahrungen und Ziele sortiert."

„Wer hat dir diese bescheuerte Idee in den Kopf gesessen, dein Vater?", verteidigte jetzt Rose Ron. Er wollte dies nicht. Er war es, der Rose verteidigen sollte. Er musste sie beeindrucken, nicht sie ihn. Er wusste bereits, wie toll sie war…

In diesem Moment öffnete Professor McGonagall die Tür. Mit einem ermahnenden Blick brachte sie sofort das Mädchen das Überlebte zu schweigen. „Folgt mir!" Sofort schritten langsam alle Erstklässler durch die Tür in den Großen Saal, genau in dem Moment schwebten Geister hoch über ihnen durch die Wand in den Raum. Leise konnte man Einen fluchen hören. „Mist, wir sind zu spät! Verdammt sei Peeves!

Alle Fünf Tische begutachteten die neuen Schüler. Die meisten Augen lagen natürlich auf dem Mädchen und auf dem Jungen, die überlebten. Trotzdem klatschten bereits alle vier Tische für die Schüler. Leise konnte man auch verschiedenes Gemurmel wahrnehmen wie: „Wusstet ihr, dieses Jahr kommen alle vier Potters nach Hogwarts!"

Die Einzigen, die sich für diesen Fakt nicht zu interessieren schienen, waren die Reinblüter von Slytherin und Fred und George Weasley. Jeder andere wurde regelrecht von Ihnen angezogen.

Vorne auf einer Podest ähnelnden Erhebung verwandelte McGonagall ein Glas, welches sie vom Lehrer Tisch entwendete, in einen Stuhl und setzte einen alten Hut darauf nieder.

„Willkommen! Willkommen zu einem neuen Jahr in Hogwarts! Wie jedes Jahr davor, werden wir zuerst die Erstklässler den Häusern zuordnen. Dafür werdet ihr hier herauf treten, sobald ich euren Namen aufrufe und den Hut aufsetzen. Verstanden?"

„Hannah Abbott!", ein schüchtern schauendes Mädchen schritt langsam die Treppe hinauf, als ihr Namen aufgerufen wurde.

Nach ihrer Haltung her wird sie in Hufflepuff sein. Trotzdem stehen ihr ihre blonden Haaren ausgezeichnet gut…

Harry konnte seine Mutter lautstark in seinen Gedanken lachen hören und deshalb schaltete er ab und begutachtete die Lehrer.

In der Mitte sitzt also der gute alte DumblefuckWer hätte den erwartet, dass er die Potters rechts neben sich versammelt hätte… Besenflugstunde und Muggelkunde nach den Zwillingen, also muss ich mich mit ihnen fürs erste nicht herumärgern. Hoffentlich…

Weiter rechts neben Lily war ein Platz frei, also sitzt dort wahrscheinlich McGonagall. Mit ihr sollte ich mich besser wohl auch nicht anlegen. Darauf folgte anschließend der zuvor gesehen Halbriese. Hagrid, wenn ich mich richtig erinnere…

Auf der linken Seite von Dumbledore saß Professorin Sprout. Wie viel ich über sie schon lernen musste als zukünftige Leiterin meines Hauses. Einen Platz erneut weiter saß der Mann, denn ich unbedingt treffen wollte. Professor Flitwick, Meister Duellier zweithöchsten Grades! Mal hoffen das sein Unterricht genauso gut wird… vielleicht kann ich ja auch ein bisschen Training von ihm erhalten?

Plötzlich huschten seine Augen über die restlichen Lehrer und versuchte den schwarzhaarigen Professor auszumachen. Severus Snape. Unerwarteter Weise unterhielt sich dieser mit einem anderen Professor.

Auf den muss ich aufpassen nach meiner Mutter…

„Adam Potter!"

Sofort schritt der Junge, der überlebte, selbstsicher mit leicht erhöhtem Kinn dem Stuhl entgegen und setzte sich nieder. Im selben Moment wie der Hut seinen Kopf berührte schrie er „Gryffindor!"

Zu viel Mut fällt nah an Dummheit…

Sofort erklang lautes Geklatsche von allen drei Tischen, wobei die Slytherins jedoch wieder ruhig blieben. Anders war es aber auch nicht zu erwarten.

Dass die anderen Erstklässler und Zweitklässler nicht „Wir haben Potter!" singen… ich hätte es ihnen zugetraut.

„Rose Potter!"

Erneut verstummte die Halle. Das einzige hörbare Geräusch war das Klacken ihrer Schuhe. Stolz, mit einem Kinn bis zum Mond gereckt, näherte sie sich dem Stuhl und setzte sich den Hut selbst auf. Kurz darauf erklang unerwarteter Weise „Gryffindor!"

Man, kann man das nicht vorspulen oder so? DAS IST LANGWEILIG! Aber hier ist es offiziell. McGonagall steht unter Dumbledores Einfluss, weil sie Rose wirklich vor mir genannt hat. AbcdefgHHHHH

„Harry Potter!"

Erneut verstummte die Halle. Kein Mucks war zuhören bis plötzlich lautes Gemurmel durchbrach. „Hat sie Harry Potter gesagt?" „Es gibt noch einen weiteren?" „Hat er nur denselben Nachnamen?"

Harry näherte sich mit wahrer Reinbluteleganz dem Hut und überprüfte ein letztes Mal seine Okklumentiksschilde, bevor er sich den Hut aufsetzen ließ.

Es ist schon so lange her, dass ich so eine Pracht gesehen habe. Oh, oh, wer hat dich wohl trainiert? Diese Schilde… wie heißt du, junger Mann?

Mein Name ist Harry Petigrew Potter. Und ihrer, Herr Hut?

Ah, es ist schon so lange her, dass jemand nach meinen Namen gefragt hat. Wenn ich mich recht ersinne, nannte man mich Gerard. Aber ich muss dich jetzt trotzdem bitten, mich hereinzulassen. Sonst wird es sehr schmerzhaft für dich werden.

Wo ist denn dein Kampfgeist? Keine Lust ein paar Schilde zu zerbrechen? Ich bezweifle, dass du das allzu oft darf.

Es käme komisch, wenn du plötzlich vor Schmerzen aufschreist, oder? Oder hast du was zu verstecken? Ich hoffe du weißt, dass ich nichts weitersagen darf und kann.

Wer nichts weiß, kann nichts sagen. Aber ich schlage dir einen Deal vor, Mr. Gerard.

Habe ich eine andere Wahl ohne Misstrauen bei dem alten Herrn zu wecken? Immerhin sitzt zu schon seit vier Minuten hier.

Ich lass dich herein, aber sobald du alles gesehen hast und wir über mein Haus diskutiert haben, lösche ich deine Erinnerungen daran.

Okay, lass deine Schilde runter, Harry.

Schwöre es auf dein Leben als Hut!

Ist das wirklich notwendig?

Ich wusste es…

Dann machen wir es eben auf diese Tour. Ich erkläre dir, warum ich in welches Haus gehe und wenn du dich weigerst, wirst du mir ein Haus geben müssen ohne meine Gedanken zu kennen. Oder wir sitzen bis morgen hier!

Also ich kann nicht nach Gryffindor, weil meine Dummheit meinen Mut nicht streift. Ravenclaw wäre eine Option, aber ich habe keinen Wissenszwang. Ich lerne um zu überleben, zu kämpfen, um reine Macht zu besitzen. Slytherin wäre eine sehr gute Option, weil ich listig bin und große Ziele habe. Aber WEIL ich so listig bin, dürfen die anderen nichts davon erfahren. Deshalb steckst du mich in Hufflepuff. Dort wird keiner eine Gefahr wittern und ich kann selbstständig in den Schatten agieren. Mitgekommen?

Halts Maul, Harry. Ich steck dich in Hufflepuff wie du willst, wenn du dafür sorgst, dass ich nicht mehr in dieses Büro bis nächstes Jahr muss. Deal?

Arbeitest du etwa doch nicht so gern für Dumbledore?

ER HAT VERDAMMTE CONFUNDUS CHARMS AUF MICH GESETZT! ICH WERDE IHM ES NOCH ZEIGEN!

Bleib, ruhig, der Deal steht. Ich, Harry James Potter, schwöre auf meine Magie und mein Leben dich aus den Fängen des Dumblegoats zu entreißen!

Ach so, nächstes Mal möchte ich meine Okklumentikschilde getestet sehen!

HUFFLEPUFF!"

Mit selbstsicheren Schritten lief Harry nicht zu schnell um eilig zu erscheinen und nicht zu langsam um traurig zu erscheinen zum Hufflepufftisch und setzte sich mit einem Grinsen neben Oliver Rivers.

Wer hätte gedacht, dass eine Halle voller Menschen so still sein konnte? Geschockt? Ein Potter in Hufflepuff? Nach sechs Minuten Gerede? Perfekter Auftritt um in den Schatten zu bleiben. Denk nächstes Mal mit, Vollidiot!

Wobei, wahrscheinlich denken die Menschen jetzt, dass ich nicht ins Haus Hufflepuff wollte, außer die Slytherins natürlich, und dass ich versucht habe, den sprechenden Hut davon zu überzeugen, dass ich nach Gryffindor muss.

„Lisa Turpin!", rief McGonagall aus, nachdem sie sich selbst wieder gefasst hatte.

„Ich soll euch von Mr. Filch ausrichten, dass die Liste mit Verbotenen Items in seinem Büro hängt und erweitert wurde. Ach so, und wenn niemand von einem grausamen Tod sterben möchte, würde ich mich vom dritten Stock fernhalten. Schwachkopf! Schwabbelspeck! Krimskrams! Quiek! Danke sehr!", beendete Dumbledore stolz seine Rede und das Essen erschien auf den Tischen. Jeder stürzte sich sofort darauf, währenddessen Harry nur in seinem Salat herumstocherte.

„Bist du gerade auf Diät?", grinste Justin Finch-Fletchley, der ihm auf der anderen Seite des Tisches gegenübersaß, zu.

„Nur weil jemand weiß, wie er sich ernährt, heißt das nicht, dass er auf Diät ist.", erklärte Hannah, die sich zusammen mit Susan Bones und Megan Jones neben Harry niedergelassen hatten.

„Ja, aber ihr seid auch Mädchen! Das ist was anderes!", verteidigte Oliver Justin.

Mit einem verächtlichen Schnauben von Hannah, welche zuvor so schüchtern zum Stuhl lief, stürzte sie sich auf ihr Salat. Ihre zwei neu gefunden Freundinnen folgten ihrem Beispiel.

Man, die ist echt temperamentvoll… süß… HALT DEINEN MUND BELLATRIX! ICH HÖRE DICH LALALALALA!

„Ist doch jetzt auch egal.", fügte Wayne Hopkins, ein eher dünner braunhaariger Junge hinzu. „Was ist eigentlich eure Lieblingsmannschaft?"

Sofort sprang zwischen den vier Jungs ein Gespräch über Quidditch an, aus welchem sich Harry sowie die drei Mädchen heraushielten. Wer brauchte den schon über Quidditch zu reden, wenn er es selbst spielen konnte?

„Vertrauensschüler! Bitte führt jeweils eure Erstklässler in eure Gesellschaftsräume und erklärt alles Nötiges."

Ohne viele Worte reihten sich die Erstklässler in zweier Reihen ein und folgten den Vertrauensschüler durch die vielen verwirrenden Gänge. Kurze Zeit später erreichten sie ein Gemälde im Gewölbekeller mit einer roten Blume. „Oh, gibt es schon wieder Nachwuchs? Ich wusste gar nicht, dass das Jahr um ist… Herzlich willkommen bei den Hufflepuffs, meine Kleinen!"

Eine sprechende Blume? Erst ein sprechender Hut und nun eine sprechende Blume. WIRKLICH?

„Ja, lass uns herein, bitte. Aufgepasst zusammen. Falls euch die Blume trotz dem Passwort nicht hineinlassen möchte, klopfe einfach Helga Hufflepuff in diesem Rhythmus auf dieses Fach. Falscher Rhythmus bringt euch viel Spaß, also wartet dann lieber… Ich bin übrigens Tonks und wenn mich jemand anders nennt… ich bin nicht grundlos in der Siebten Klasse."

Sofort nach dem Wort Lucifer schwang die Blume auf die Seite und einen mit rotem Teppich gepolsterter Flur kam zum Vorschein. Dieser wurde an den Wänden von Fackeln erhellt und zudem folgte diesem am Ende ein großer Salon. In der Mitte des Raumes stand ein großer Runder Kamin mit einem Abzugsrohr, welches man alleine 10 Meter hinauf in die Decke folgen konnte. An den wie in einem Achteck angeordneten Wänden waren Sofas und Sessels aufgestellt, über welche jeweils ein Runder Durchgang zu einem Schlafsaal führte. In den Sitzgelegenheiten saßen bereits ältere Schüler, die geduldig auf die Erstklässler und Hausleiterin warteten.

Wo das Abzugsrohr wohl hinführt?

Plötzlich erklang hinter ihnen eine dunkle Frauenstimme.

„Ich bin Professorin Sprout, Kopf des Hauses Hufflepuffs! Wenn ihr jetzt denkt, dass ihr im Haus der Dummen und Nutzlosen festsitzt, dann seid ihr wirklich dumm. Wir sind eine Legion! Von außen werden wir als dumm und nutzlos angesehen. Wer braucht schon Loyalität? Wer? Wer braucht schon Freunde? Jeder verdammte Mensch und Zauberer braucht Freunde! Also zeigt diesen, was in euch steckt! Ich möchte 4/5 der ersten 10 Plätze in jedem Jahr an das Haus Hufflepuff gehen sehen! Also legt los! Wir sehen uns morgen früh beim Essen!", und damit stapfte Professorin Sprout aus dem Gesellschaftsraum und ließ viele gaffende Erstklässler zurück. Jeder hatte gewusst, dass Hufflepuff das Haus der Langweiler war. Niemand hätte von ihnen eine Kampfesrede von der Oberlangweilerin erwartet…

Man, das wird echt noch amüsant… ob meine Eltern davon wissen? Ich bezweifle es echt...

„Ihr habt sie gehört! Ihr müsst morgen früh beim Essen sein, also geht schlafen! Die Zimmer müssen bei uns Loyalen nicht Geschlechtlich getrennt sein, denn wir erwarten von euch, dass ihr euch unter Kontrolle habt! Also los! Hob! Hob!"

Geschockt stellte die Acht neuen Erstklässler Hufflepuffs fest, dass es nur zwei vierer Zimmer gab.

„Was nun?", fragte Oliver verwirrt.

„Was was nun?", entgegnete Hannah entschlossen und zog ihre zwei Freundinnen zusammen mit Harry hinter sich in das linke Zimmer.

Verdattert schaute Harry die drei Mädchen vor sich an und schaute anschließend sich im Raum um ohne jedoch irgendetwas zu sagen um. Auf beiden Seiten standen jeweils zwei Schränke neben den Hochbetten, welche direkt vor den Fenstern endete. Die drei Koffer der Mädchen waren bereits von den Hauselfen in die Schränke eingeräumt worden, wobei sie den alten Koffer von Harrys Vater nicht öffnen konnten.

Da war nur ein schwaches Passwort drauf… in Parselmouth.

Hinten führte zudem eine weitere Tür wahrscheinlich ins Badezimmer.

„Sollten hier nicht irgendwo Leiter stehen, die den Zugang zum Hochbett ermöglichen?", fragte Susan verwirrt.

Wie konnte mir so ein Detail entfallen? Was aber noch schlimmer ist, was wird Bella sagen, wenn sie dies alles hier erfährt... schließlich muss ich einen Brief bald schreiben…

„Mmh, eigentlich schon, aber ich bezweifle, dass dies irgendetwas ausmacht. Wahrscheinlich ein Streich der Älteren. Immerhin haben wir Harry hier. Du hilfst mir dann doch hoch, oder?", fragte Hannah freundlich mit einem drohenden Unterton in der Stimme.

„Sicher doch!", entkam es einem aufstöhnenden Harry. Er war es aber auch nicht anders von den Vampiren und Selina gewöhnt… „Sag mir dann einfach Bescheid."

Nachdem sich alle Geschlechtergetrennt umgezogen habe, wurde es langsam ruhiger. Megan ließ sich erschöpft in das untere rechte Bett fallen, währenddessen Susan sich weniger schüchtern als zuvor von Harry mit einer Räuberleiter in das Hochbett helfen ließ. Beide schliefen relativ schnell ein, während Hannah noch im Badezimmer sich die Zähne putzte.

„Auch endlich mal fertig?", fragte Harry mit offensichtlich gespielter Empörung über ihre benötigte Zeit.

„Ja, schließlich muss ich irgendwann auch schlafen. Außerdem gehört morgen das Badezimmer ab Sechs Uhr uns! Andere Regel werden wir morgen früh klären!"

„Weshalb kommt es mir so vor als hättest du vorhin das Schüchterne nur gespielt um einen guten Eindruck zu machen? Weshalb bist du nicht in Slytherin gelandet?"

„Das hättest du wohl gern. Und jetzt hilf mir hoch! Wir habe schließlich noch mindesten 7 Jahre zum Reden!"

„Ja, Mom!", antwortete Harry und wollte ihr mit einer Räuberleiter hochhelfen.

„Das kannst du vergessen! Schau mich an! Ich habe ein NACHTHEMD an! Du könntest… du könntest runter linsen!", brachte sie aufgebracht hervor.

Schlau, und wie soll ich ihr sonst hochhelfen? Vielleicht sie hoch zaubern? Wie konnte sie aber in Hufflepuff landen? Ich sollte wohl aber auch nichts sagen… höchstens der Hut weiß von dem allem hier.

„Und wie stellt Ihr euer Weltwunder vor?"

„Geh auf alle Viere und Strecke deinen Rücken nach oben. Starre dazu starr nach unten auf den Boden. Verstanden?"

„Ja…"

Das kann sie aber nicht jeden Abend erwarten…

Einen kurzen Moment später lag Hannah glücklich in ihrem Hochbett und Harry in seinem und ordnete seine heutigen Erfahrungen neu in seiner Bibliothek.

„Du Hannah? Weshalb durfte ich noch einmal gleich nicht oben schlafen?", fragte Harry plötzlich hellwach.

„Frag nicht und schlaf!"

Am nächsten Morgen

Verwirrte starrte Harry an die Decke und versuchte sich zu orientieren, bis ihm plötzlich einfiel wo er war. Echt scheiß Rhythmus, welchen er seit den Vampiren hatte.

Man, im ernst? Jetzt wache ich selbst in Hogwarts um Punkt 3:30 auf? Dann fang ich wohl an mit meinem täglichen Workout.

Mit einem gekonnten Blick überprüfte Harry, der an solche Dunkelheit wegen seinem Aufenthalt bei den Vampiren gewöhnt war, ob seine Zimmerkameradinnen noch schliefen. Schließlich konnte man nie wissen.

Wortlos zauberte Harry einen Silencio, sodass er heimlich aus dem Zimmer entkam und startete mit einem Sprint durch Hogwarts.

2 ½ Stunden später stand Harry frisch geduscht in seinem Kleid und fing an zu lesen. Langsam aber sicher wurden auch die anderen Mädchen wach, die sich einer nach der Anderen frisch machten. Kurz vor Sieben setzten sich die vier Zimmerkameraden zusammen in die leere, große Halle, wobei Harry und Megan auf der gegenüber liegende Seite von Hannah und Susan saßen. Man konnte ihre jedoch regelrecht ansehen, wie unangenehm es ihr war.

„Man, kann es nicht was anderes als Brot und Müsli als Frühstück geben? Wollen die Leute hier uns fett machen?", fragte Hannah genervt in Runde, nachdem sie das langweilige, einseitige Buffet auf dem Tisch begutachtet hatte.

„Ich weiß, dass kann man so doch nicht lassen… wie soll ich so meine Form aufrechterhalten?", beschwerte sich Harry, damit endlich ein kleines Gespräch zustande kam.

Sofort erschien ein kleines Lächeln bei dem Gedanken auf Susans Gesicht. Ohne zu zögern stupste Hannah sie leicht an.

„Als ob du irgendetwas machen würdest…"

„Das wäre doch unvorstellbar, nicht wahr? Auf jeden Fall werde ich bis morgen was wegen diesem Problem unternehmen müssen…"

„Was willst du denn dagegen machen? Du kannst ja schlecht dein eigenes Essen kochen…", fragte nun Megan neugierig mit einer schüchternen Stimme.

„Ihr werdet schon sehen!", entgegnete Harry grinsend und überflog die immer noch fast leere Halle nach zwei Rotschöpfen. „Das Essen musste ja immerhin irgendwo herkommen, nicht wahr?"

Vielleicht sollte ich in Zukunft darauf achten, was die Zwillinge unter GUT verstehen.

Aus dem Augenwinkel erkannte Harry einen Schatten, den er sofort als seinen leiblichen Vater identifizierte.

„Ah, Harry. Schön, dass du so früh am Morgen bereits hier bist. Ich und deine Mutter haben mit dem Schulleiter geredet über das aufgetretene Missverständnis bei der Häuservergabe."

„Genau! Deshalb werden wir dich einfach später neu einsortieren lassen.", unterbrach Dumbledore ihn in seiner großväterlichen Stimme. Es war eindeutig klar, wer das Steuer in den Händen hielt.

„Ihr wisst, dass dies Verboten ist?", antwortete Harry ohne jegliche Emotionen.

Er wusste genau, was sie planten. Heute Nacht erst hatte er den sprechenden Hut aus den Fängen Dumbledores befreit und da kam halt ein oder ein anderes Gespräch zu Stande. Der Hut sollte schließlich noch eine große Überraschung vollziehen.

„Da musst du dich irren, mein Junge. Schließlich kenne ich als Schulleiter alle Regeln, die die Schule betreffen."

„Wenn das so ist, dann bitte lesen Sie doch das eher dunklere Buch von Salazar Slytherin „Die Gesetze Hogwarts"."

Sofort schoss ein besorgter Blick von Dumbledore zu James. Er habe ihn wohl doch nicht lesen lassen, oder? Dieser schaute ihn jedoch nur verwirrt an.

„Wenn ihr mich erneut durch den sprechenden Hut einsortieren lassen wollt, solltet ihr ihn vielleicht zuerst finden, nicht wahr? Aber dann bin ich natürlich bereit! Und ich glaube, dass ist ein Tisch für die Schüler und nicht für Lehrer. Als würdet ihr Bitte?"

„Ja, natürlich, mein Junge.", antwortete Dumbledore, der seinen Augen nicht glauben wollte, und zog James davon, dessen Blick von reiner Verwirrung sprach.

Langsam schritten die beiden Professoren zum Lehrertisch und ließen sich nieder. Trotzdem spürte Harry ihre Augen sich für eine lange Zeit in seinen Rücken bohren.

Dass sie noch nicht versucht haben in mein Gedächtnis einzudringen. Ich habe doch extra so eine tolle falsche Existenz in meinem Gehirn heute Morgen erschaffen…

„Salazar Slytherin. Dunkle Bücher… Möchtest du uns irgendwas sagen, Potter?", fragte Hannah zuckersüß bedrohlich.

Weshalb ist sie so mörderisch? Ich muss echt den Namen Abbott mal durchsuchen

„Schau doch, wir bekommen unsere Stundenpläne!", fiel Megan Harry ins Wort, als dieser irgendeine Antwort entgegnen wollte. Mit einem dankbaren Blick zu Megan nahm er seinen Stundenplan von Professorin Sprout entgegen, die ihrerseits jedoch die schneidbare Stimmung ahnungslos ignorierte. Harry glaubte nicht mehr, sie würde es nicht spüren…

Montag: 9:00 – 12:00: Verwandlung (Theorie) (Ravenclaw)13:30 - 16:00:Geschichte der Zauberer (Gryffindor)

Dienstag: 9:00 – 12:00:Verteidigung gegen die Dunklen Künste (Grynffindor)13:30 – 16:00:Verwandlung (praktisch) ((Ravenclaw)

Mittwoch: 9:00 – 12:00:Kräuterkunde (Slytherin)frei

Donnerstag: 9:00 – 12:00:Zauberkunst (Slytherin)13:30 – 16:00:Verteidigung gegen die Dunklen Künste (Gryffindor)

Freitag: 9:00 – 12:00:Zaubertränke (Gryffindor)13:30 – 16:00:Zauberkunst (Slytherin)20:30 – 24:00:Astronomie

Man, erst am Freitag Zaubertränke? Ich will endlich Severus Life erleben! Bella hat so gestrahlt als sie von seinem wundervollen Umgang mit Kinder erzählt hat…

Plötzlich wurde Harry aus seinen Gedanken gerissen, als Hannah seinen Stundenplan ihm aus den Händen riss. „Mist, alles Gleich… Ich dachte zumindest irgendetwas sei anders, dann sind wohl wir alle immer zusammen."

Sofort gaben sich die drei Mädchen ein High Five und zogen Harry, der gerade sich fast überwunden hatte, Müsli zu essen, auf. „Los, wir wollen doch nicht zu spät zu Verwandlung komme!"

„Ihr wisst schon, dass es erst acht Uhr ist?", fragte Harry verwirrt, fügte sich jedoch deren Willen.

„Umso mehr Zeit zum Erkunden!", antwortete Susan enthusiastisch.