Und wieder ein neuer Teil. Ich hoffe er gefällt euch, hier knallen nämlich zwei Fronten aneinander +hinterhältig grinst+
Und ich weise noch einmal darauf hin, dass ich die Vorgeschichte hierzu on gestellt habe. Ein paar von euch wollten sie so gerne lesen und ich möchte nicht so gerne, dass ich sie grundlos on gestellt habe.
Andy1991: Macht ja nix +lächel+ Tja, ob er die Zeichen übersetzen kann, wirst du gleich sehen +grins+
Ehestreit?
Die nächsten zwei Wochen schienen endlos für Harry. Es war unerträglich für ihn, so lange warten zu müssen und die Tatsache, dass er absolut nichts unternehmen konnte, machte ihn wahnsinnig.
Eher gegen seinen Willen hatte Harry bemerkt, dass sich Hermines Blicke mit jedem weiteren Tag, der verging und Harry hibbellicher machte, verdunkelten.
Er wusste, dass sie der Meinung war, dass Harry die Sache lieber vergessen und an die Zukunft denken sollte, doch Harry hatte die Hoffnung einfach noch nicht aufgegeben, auch nach den langen Jahren nicht. Und eigentlich hatte er fest damit gerechnet, dass Hermine zu ihm stehen würde, was den Bogen betraf...
Harrys Gedanken spielten Karussell, während er im Zimmer des Bogens, der immer noch halbiert auf der Seite lag, stets hin und her lief und auf Mr. Smith wartete. In letzter Zeit verhielt sich Hermine äußerst merkwürdig, wenn er darüber nachdachte. Doch eigentlich nur, wenn er selbst in der Nähe war.
Seit dem Tag, an dem sie das Bauchstechen bekommen hatte...
„Da sind sie ja, Mr. Potter!"
Harry hielt mit den hin und her gehen inne, und drehte sich verwundert um.
Dort stand er. Mr. Smith war endlich angekommen.
„Ich hab Sie gar nicht bemerkt, sind sie direkt hier her appariert?" fragte Harry und lief auf Mr. Smith zu, um ihm die Hand zur Begrüßung hinzuhalten.
„Nicht direkt hier her. Bei der Empfangsdame... wie auch immer sie heißen mag, habe ich gefragt, wo sie seien, und sie wies mich hierher." Sagte Mr. Smith, lächelte und schlug mit seiner Hand ein.
„Wenn ich ehrlich sein soll, konnte ich es kaum erwarten, dass sie kommen." Sagte Harry.
„Ja, für sie scheint diese Sache hier ziemlich wichtig zu sein, das merkte ich schon, als sie mich besuchen kamen. Aber ich will Sie hier jetzt nicht ausfragen. Zeigen Sie mir lieber diese Hieroglyphen." Sagte Mr. Smith mit einem lächeln auf den Lippen.
Harrys Erstaunung darüber, dass dieser, für ihn so wichtiger, Mann endlich eingetroffen war, verblasste langsam und er fand in die Gegenwart zurück.
Mit langsamen Schritten ging Harry auf den längs liegenden Teil des Podestes zu und hielt kurz davor an.
„Das Stück, dass dort vorne liegt, haben wir hier" – und Harry wies auf die Stelle – „abgespalten, und den Bogen mit dem wichtigerem Teil da runter hierher schweben lassen."
Mr. Smith nickte und stellte sich hinter den Bogen.
„Ich habe nie etwas von diesem Bogen gehört, obwohl er ja, wie mir gesagt wurde, schon so lange hier steht und trotzdem hat noch niemand etwas über ihn herausfinden können... ziemlich schade..." sagte er, ging um den Bogen rum, begutachtete ihn und blieb fassungslos vor den Hieroglyphen stehen.
Sekundenlang blieb er stumm und sah die Schriften mit großen Augen an.
Harry schmunzelte und stellte sich neben ihn hin.
„Ich weiß, es ist überwältigend."
„Das ist es nicht."
Harry sah Mr. Smith fragend an.
"Natürlich, es ist wunderschön und etwas so detailgenaues habe ich nie zuvor gesehen, was mir jedoch mehr zu schaffen macht, ist die Inschrift." Sagte er, bückte sich und sah sich die Hieroglyphen noch genauer an.
„Was genau meinen Sie damit?" fragte Harry, obwohl er glaubte, die Antwort schon zu kennen. So wie Mr. Smith sprach, verhieß es nichts Gutes.
„Nun die Sache ist die... es kann sein, dass ich in meinen Aufzeichnungen trotzdem etwas ähnliches finde, keine Frage, aber so wie ich es jetzt sehe, kann ich diese Hieroglyphen nicht entziffern."
„Warum?" fragte Harry fassungslos. War er wieder so kurz vor den Ziel gescheitert, weiterzukommen?
„Ich kenne diese Sprache nicht. Entweder ist sie so alt, dass noch nicht mal ich sie kenne, oder es hat noch nie ein Mensch vor uns solche Inschriften gesehen, was bedeuten könnte, dass wir Jahrhunderte brauchen werden, bis wir auch nur eine Ahnung haben, was sie zu bedeuten haben, geschweige denn, sie in korrektes Englisch umwandeln zu können."
Harry stockte der Atem. Wenn das der Wahrheit entsprach, würde er nicht mehr miterleben, was dort stand und Sirius wäre dann garantiert schon...
„Nun, ich werde sie mir aufschreiben und sie mit meinen Unterlagen vergleichen. Wollen wir das beste hoffen." Sagte er, holte seinen Zauberstab heraus und zauberte sich ein Block und einen Stift in die Hände.
„Ich denke, sie können sich besser konzentrieren, wenn sie alleine sind... ich... habe noch zu tun. "sagte Harry resigniert und ging auf die Tür zu.
„Ja... ja, das ist sehr freundlich von ihnen, vielen Dank." Schickte ihm Mr. Smith noch auf den Weg.
Harry stand nun auf dem Menschenleeren Korridor und lehnte sich an die Wand.
Das konnte doch nicht wahr sein. Es kam ihm vor, als wenn jeden Mal, wenn er davor stand, etwas herausfinden, ihm etwas in die Quere kam.
So sehr hatte er sich gewünscht, etwas über den Schleier zu erfahren, so sehr hatte er sich gewünscht, nur noch einmal mit seinem Paten sprechen zu dürfen, doch so wie es momentan aussah würde er noch nicht einmal erleben, was die Inschrift bedeutete...
Ein leises Seufzen war das einzige, was er zurückließ, bevor er nach Hause apparierte.
Unerwartet roch Harry Essen, als er in Godris Hollow angekommen, und seine Jacke weggehängt hatte.
Hermine hatte sich schon lange keine Zeit mehr genommen, um etwas eigenes zu kochen, da sie durch die Arbeit genauso beschäftigt war, wie Harry selbst.
Um so überraschender war es für ihn, eine, mit einer Schürze bekleidet und mit dem Zauberstab Essen auf den Tisch schwebende Hermine vor sich zu sehen.
Harry wartete so lange, bis der Topf auf den Tisch stand, da er sie nicht erschrecken wollte, bis er „Ich bin wieder da." sagte.
Hermine drehte sich um, lächelte ihn an, kam auf ihn zu und gab ihm einen flüchtigen Kuss auf den Mund.
„Ich hatte mir schon gedacht, dass du heute wieder früher kommst! Schau! Ich hab uns mal wieder Essen gekocht!"
Nun wusste Harry, dass irgendetwas nicht in Ordnung war. In den letzten Wochen war Hermine immer abwesender zu ihm geworden, geschweige denn, dass sie ihm einen Kuss gegeben hatte.
Außerdem hatte sie gekocht, den langen Esstisch (den sie eigentlich nie gebrauchten, da sie in der Küche aßen) gedeckt und Kerzen aufgestellt.
Harry wusste nicht was los war, denn so weit er wusste, war weder ein Feiertag, noch ihr Hochzeitstag. Er fasste den Entschluss, erst mal abzuwarten, was sie tun würde.
Hermine, die schnell noch die restlichen Töpfe in das Esszimmer befördert und ihre Schürze abgelegt hatte, kam ins Esszimmer.
Harry hatte schon auf sie gewartet, und hielt ihr den Stuhl hin.
„Danke!" sagte sie nochmals oberfreundlich und setzte sich, während Harry ihren Stuhl zum Tisch schob und sich kurz darauf selbst hinsetzte.
Sie saßen sich gegenüber, sodass Harry bemerkte, dass Hermine ihm während des Essens fortwährend Blicke zuwarf und stetig lächelte.
Nach dem Harry seinen halben Teller geleert hatte, hielt er es aber nicht länger aus.
„Ist etwas passiert, von dem ich noch nichts weiß?" fragte er.
„Was meinst du?" fragte sie mit einem lächeln und nun war Harry sich endgültig sicher, dass sie etwas im Schilde führte.
„Also... du kochst wieder, bist fröhlich wie seit Wochen nicht mehr, Kerzenschein überall..."
Hermine ließ sich sichtlich mit ihrer Antwort Zeit.
„Nun ja... weißt du, es könnte tatsächlich etwas sein..." sagte sie, hielt mit dem essen inne und legte ihr größtes Lächeln auf.
„Ich bin wieder schwanger!"
„Seit wann weißt du es?"
„Ich fühlte mich schon vor einer Woche leicht komisch, und da habe ich mich in der Schule vom Madam Mendes (Madam Promfrey war kürzlich verstorben) untersuchen lassen, die dann meine Vermutung bestätigte." sagte Hermine, immer noch ununterbrochen lächelnd.
„Und du hieltest es nicht für Nötig, mir vorher davon zu erzählen?"
Kaum hatte Harry diese Worte ausgesprochen, bereute er sie schon und fragte sich, was ihn da bloß geritten hatte.
Hermines lächeln gefror auf der Stelle.
„Tut... tut mir Leid, vergiss was ich gerade –"
Hermine knallte wütend ihre Serviette auf den Tisch und stand auf.
„Nein, nein. Entschuldige dich nicht. Schon gut." Sagte sie und schritt mit großen Schritten zur Treppe.
„Nein, Hermine-"
Wütend schwang Hermine ihren Kopf zurück. Harry verspürte einen Stich in seiner Magengegend. In Hermines Augen hatten sich Tränen gebildet. Auch er stand auf.
„Du brauchst dich nicht entschuldigen! Es ist meine Schuld. Ich hätte es wissen müssen. Weißt du, genau das war nämlich der Grund, warum ich es dir nicht gesagt habe: Du bist so aufgebracht wegen der Geschichte mit Sirius, dass dir alles andere egal ist! Obwohl du genauso gut wie ich weißt, dass es für Sirius sowieso keine Hoffnung mehr gibt!" schrie Hermine ihn an.
Ihre Stimme war gebrochen und unaufhaltsam traten Tränen aus ihre Augenwinkel.
Einen Augenblick lang schien es Hermine leid zu tun, die Sache mit Sirius angesprochen zu haben, denn sie stand stumm da und sagte nichts.
Doch dann drehte sie sich um und stürzte zur Treppe.
Harry schritt schnell hervor und hielt sie am Ärmel fest.
„Hermine, bitte! Warte doch!"
„FASS MICH NICHT AN!" war das letzte, was Harry hörte, bevor Hermine die Schlafzimmertür vor Wut zuknallen ließ und sie von innen abschloss.
Noch zu verwirrt über das Geschehene, blieb Harry erst stehen, dachte nach, rannte dann ebenfalls auf die Schlafzimmertür zu und blieb vor ihr stehen.
Vorsichtig klopfte er an.
„Hermine, bitte, mach auf! Das hab ich nicht so gemeint! Ich war nicht ich selbst!"
Fast zehn Minuten stand er so da und versuchte, Hermine zum herauskommen zu bewegen. Doch das einzige, was er hören konnte, waren stumme Schluchze.
Schließlich gab er es auf, ging hinunter ins Wohnzimmer und zauberte noch schnell das Geschirr und das Essen in die Küche, bevor er sich eine Decke und Kissen zusammensuchte und sich auf das Sofa legte.
Was zum Teufel hatte ihn da geritten? Wie hatte er so etwas nur fragen können? Er hätte sich mit ihr freuen sollen, anstatt sie anzuschreien.
Nach einem letzten Blick zur Treppe schlief er schließlich ein.
Ach ja und seid so lieb, und klickt hier auf ‚GO'
