Anmerkung: So, das nächste Kapitel steht in den Startlöchern! Hat zwar lang gedauert, aber ich hoffe, ihr seid noch da! Viele von euch werden wohl „The Order Of The Phoenix" bereits gelesen haben... MEIN GOTT! Für die anderen möchte ich ja nichts verraten, aber jene, die ihn schon gelesen haben... ICH MUSSTE WEINEN! NIEDER MIT BELLATRIX UND UMBRIDGE!
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hi1810: Ich? Ich tu mich doch NIE um den Verstand trinken! räusper Nein, das mit dem in-Snape-verlieben war kein Unfall, das war von Malfoy so geplant. Die Wahl nach dem nächsten Traumpaar läuft noch, auch wenn Seepferd und mein Pairing exakt genau auf Gleichstand stehen!
Severin: Wer will denn nicht von ihm getragen werden lol! Tja, da weiß ich keine Antwort drauf!
Tsumi: zurückknuddel Hehe... Immer her mit den Musen...
Mystical Selena: Uff, könnte es sein, dass ich immer noch nicht gereviewt habe? Sorry, sorry! Tja, Tekanas Trinkverhalten ist wohl mit mir vergleichbar…
Seepferd-Chan: AAARGH! HALT DIE FRESSE!
Nienchen: Mein Gott, ich habe ja über einen Monat für dieses Kapitel gebraucht! schäm
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8. Kapitel
Professor Snape trug mich zurück in den Krankenflügel, löste den Fluch, der auf mir lag und machte dann Malfoy, der so tat als schliefe er, mit einem leisen „Petrificus Totalus" unfähig, sich zu rühren. Ich musste hämisch grinsen, doch mein Grinsen verflog, als Professor Snape sich der Tür zum Ausgang näherte. „Sie können jetzt ganz beruhigt schlafen, Malfoy wird sie sicher in dieser Nacht nicht mehr ansprechen, Miss Tekana!" Damit ging er und ich fühlte mich einsamer, als je zuvor. Die Worte von Draco jagten mir immer noch durch den Kopf. Ich hätte so gern mit Sjina darüber geredet, doch ich traute mich nicht noch einmal aufzustehen, weil Professor Snape es mir ausdrücklich verboten hatte. Ich beschloss, dass es wohl das Beste war, jetzt einfach zu schlafen, denn langsam hielt die Müdigkeit in meinem Hirn den Vormarsch. Ich fragte mich, ob ich morgen im Unterricht Malfoy ins Gesicht sehen können würde, geschweige denn Professor Snape. Aber vor allen Dingen brauchte ich Gewissheit über meine Gefühle.
Ich wachte früh auf, doch Madame Pomfrey stand schon neben meinem Bett und stellte neue Medizin auf meinen Nachttisch. „Oh, guten Morgen, Miss Tekana! Dies ist ihre letzte Dosis, danach können sie meinetwegen gehen!", flötete sie gut gelaunt. Ich lächelte sie gequält dankbar an. „Danke, Madame Pomfrey!", sagte ich und schluckte das gelbe Zeug hinunter. Jetzt konnte ich endlich hier raus. Ich zog meine Uniform an. Einen letzten Blick auf den starren Malfoy werfend verließ ich den Krankenflügel und hastete hinunter zum Gemeinschaftsraum der Slytherins. Da noch niemand in den Sesseln vor dem Feuer saß, ging ich hinauf zum Mädchenschlafsaal. Mir war, als sähe ich einen kleinen Schatten mit großen Fledermausohren im Gemeinschaftsraum herumhuschen und Müll einsammeln, als ich hindurch lief.
Ich öffnete die Tür zum Schlafraum und schlich hinein. Ich wollte ja niemanden aufwecken. Sjina schlief noch tief und fest, aber ich brauchte jetzt ihre Dienste als meine beste Freundin. Ich setzte mich an den Rand ihres Bettes mit den grünen Samtvorhängen, wie sie in Slytherin üblich waren. „Sjina! Hey, Sjina! Ich bin aus dem Krankenflügel raus! He, wach doch mal auf!" Mit einem leisen abgeneigten Murren öffnete Sjina kurz ihre Augen und schloss sie gleich wieder. Doch nach einem kurzen Augenblick des Überlegens richtete sie sich blitzschnell auf. „Zaretha! Du bist ja wieder gesund! Toll!"
Ich deutete ihr, leise zu sein. "Ich muss mit dir reden, Sjina! Ganz wichtig!", flüsterte ich. Sie nickte und rückte zur Seite, damit ich mich zu ihr unter die Decke legen konnte. (Tja, Jungs, solche Sachen dürfen eben nur Mädchen machen, wenn sie ein süßes Mädchengespräch führen wollen! Hehe...)
Ich erzählte Sjina von meinen Gefühlen, die ich seit gestern für Professor Snape hegte und dass Malfoy etwas damit zu tun hatte. Dass er einen Trank gebraut haben musste, um sich an mir zu rächen. Und dass ich plötzlich für Harry Potter gar nichts mehr empfand. Und dass ich keine Ahnung hatte, ob ich meinem Herzen überhaupt noch trauen konnte, und ob nicht alles durcheinandergeschmissen war. Sjina hörte zu. Sie hörte einfach zu. Das war genau das, was ich mir gewünscht hatte. Ich fühlte, wie ich innerlich ruhiger wurde. Als ich geendet hatte, lächelte mich Sjina verständnisvoll an. „Zaretha, jetzt verstehe ich erst alles, war du gestern über den Tag verteilt angestellt hast! Was machst du denn auch für Sachen! Ich hätte nicht gedacht, dass Malfoy so empfindlich ist! Unglaublich. Aber... was machen wir denn jetzt? Wir müssen dafür sorgen, dass die Wirkung des Trankes nachlässt, damit du deinen eigenen Gefühlen wieder trauen kannst!"
Ich sah sie verzweifelt an. „Aber wie denn?" Sie legte tröstend einen Arm um mich. „Wir werden in der Bücherei sämtliche Zaubertrankbücher durchwälzen, bis wir diesen vermaledeiten Liebestrank finden. Da wird doch wohl ein Gegenmittel bei stehen!" Ich schöpfte Hoffnung. Ja. Diese Freundin war das Großartigste, das mir jemals passiert war! Ich schloss sie in die Arme. „Ohh... Danke, Sjina! Du bist so lieb!"
Wir standen auf, langsam war es auch für die anderen Schüler Zeit aus den Betten zu kriechen, und machten uns auf den Weg zur Bücherei, um gleich mit der Arbeit anzufangen. Wir mussten noch fünf Minuten warten, bevor die Bücherei überhaupt geöffnet wurde, doch dann stürmten wir sofort hinein und griffen uns die ersten Bücher. Wir durchblätterten die Register der riesigen Bände nach Liebestränken und studierten deren Wirkung, ob sie mit meinen Symptomen übereinstimmten. Wir hatten gerade einmal zwei Bücher durchsucht, als uns quälender Hunger zum Frühstück trieb. Dann würden wir wohl in der Mittagspause weitermachen müssen. Ich sah auf unseren Stundenplan und stellte fest, dass wir vor der Mittagspause eine Doppelstunde Zaubertränke hatten. Bei dem Gedanken wurde mir schummrig in der Magengegend. Ich hoffte inständig, dass Professor Snape nichts zu mir sagen würde.
Nach dem Frühstück begaben wir uns auf die Ländereien von Hogwarts, für eine Stunde Pflege magischer Geschöpfe. Professor Hagrid hatte zur Freude der meisten Mädchen einige Feen mitgebracht, die wirklich äußert putzig anzuschauen waren. Sie summten mit hohen Stimmchen vor sich hin, während Professor Hagrid uns erklärte, dass Feen nicht besonders intelligent und eigentlich nur zu Dekorationszwecken nützlich seien. Das war glaubhaft, denn ständig taten sich die kleinen Tierwesen irgendwo weh oder flogen gegen die Gitterstäbe ihres Käfigs. Es war nicht normal, dass Professor Hagrid solch ungefährliche Tierwesen mit in den Unterricht brachte. Normalerweise schafften es nur bissige oder giftige Tierchen, als Anschauungsmaterial durchzugehen. Vielleicht hatte er schlechte Laune. Oder er war mal wieder von Malfoys Vater zurechtgewiesen worden.
Egal, wie ich mich querstellte. Die Doppelstunde Zaubertränke rückte unaufhörlich näher. Ich hatte Malfoy noch nicht wieder gesehen. Er schien noch im Krankenflügel zu sein. Vielleicht war er ja immer noch von Professor Snapes Fluch unbeweglich. Hähä... Hoffentlich...
Sjina musste mir gut zureden, damit ich mich von ihr in die Kerker schleifen ließ. Ich setzte mich an meinen Platz in Professor Snapes Klassenraum und versuchte, mich hinter meinem Ranzen zu verstecken. Aber es funktionierte nicht so richtig. Professor Snape wirbelte in den Raum und wieder kam in mir die Welle der uneingeschränkten Bewunderung hoch. Ich musste diese Gefühle unterdrücken... Ich musste sie u n t e r d r ü c k e n ! Nicht auf sie achten! Zwanghaft blickte ich die Steinmauer an, während er die Namensliste herausnahm und begann, sie vorzulesen. Diese Stimme... So wohlklingend... Ich dachte daran, wie er mich gestern durch Hogwarts getragen hatte... Ich trat mir selbst auf den Fuß. Ich tat es ja schon wieder!
Professor Snape erreichte meinen Namen. „Tekana, Zaretha" Er sah kurz auf und erblickte mich. Ich schrumpfte auf meinem Stuhl zusammen. Sein Blick ruhte auf mir. „Ah, ja. Ihnen geht es offensichtlich besser. Das ist gut zu wissen. Sehr schön."
Er prüfte die Anwesenheit der letzten Personen auf der Liste und ich vergrub meinen hochroten Kopf im Ranzen. Sjina tätschelte mir sanft den Rücken. „Ganz ruhig! Gaaanz ruhig!", wisperte sie und ich versuchte, meinen Atem zu verlangsamen.
Professor Snape fragte bereits die Hausaufgaben ab, als Draco Malfoy den Kerker betrat. Professor Snape verengte fast unmerklich die Augen. „Sie sind fünfzehn Minuten zu spät, Mister Malfoy. Fünf Punkte Abzug für Slytherin." Malfoys Augen weiteten sich. „Aber Professor! Ich war im Krankenflügel, bis gerade eben! Ich..." Professor Snape unterbrach ihn einfach. „Das ist mir egal, Mister Malfoy. In meinem Unterricht wird sich nicht verspätet! Setzen sie sich!" Malfoy senkte den Blick und schlurfte zu seinem Platz. Die ganze Klasse starrte Professor Snape und Draco an. Professor Snape zog Punkte von seinem eigenen Haus ab? Und dann auch noch von MALFOY? Waren denn alle Lehrer heute durchgeknallt? Erst Professor Hagrid mit den Feen und jetzt das!
Ich verspürte ein wenig Freude in mir aufkeimen. Ich sah Sjina an, die mich angrinste und ich lächelte zurück. Ja. Das geschah Malfoy recht. Auch wenn es mein eigenes Haus war, dem die Punkte abgezogen worden waren.
Mit einem Schwenk seines Zauberstabs ließ Professor Snape Zutaten auf der Tafel erscheinen. „Das ist ein starkes Mittel gegen alle Arten von Glieder- oder Kopfschmerzen. Ihr habt eine Stunde Zeit. Los geht's!"
Ich spürte den Eifer der letzten Stunde in mir hochkommen. Mit höchster Sorgfalt mixte ich die Zutaten, schnitt und rührte, zerrieb- schnell und ordentlich. Schon bald stand Professor Snape vor mir. Ich bemerkte ihn erst gar nicht. Er hatte wohl schon drei Minuten vor mir gestanden, bis ich ihn bemerkte und erschrocken zusammenzuckte. Wieder rot anlaufend konzentrierte ich mich auf den Zaubertrank und hörte wie von ferne: „Sehr gut, Miss Tekana. Sehr vorbildlich. Zehn Punkte für Slytherin." Mein Magen tanzte wild umher und drehte sich wie ein Kreisel.
Nach fünfzig Minuten hatte ich mein Werk vollendet. Ein herrlicher Zaubertrank. Er war perfekt. Genau, wie er laut Vorgabe sein sollte. Glücklich löschte ich das Feuer unter dem Kessel, damit der Trank abkühlen konnte.
Jemand aus der Klasse rief nach Professor Snape: „Professor, ich brauche noch mehr getrocknete Billywig-Stacheln! Kann ich noch welche haben?" „Ich muss in meinem Büro welche holen gehen. Warte solange. Macht bloß keinen Ärger, ich brauche keine zehn Sekunden!" Kaum hatte er die Tür zu seinem Büro durchschritten, da brach schon ein monotoner Murmelton über der Klasse herein. Sjina beglückwünschte mich zu meinem gelungenen Schmerzmittel-
In diesem Augenblick explodierte mein Zaubertrank. Er spritzte nach allen Seiten. Im Bruchteil einer Sekunde stand Professor Snape wieder im Klassenraum. „WAS IST PASSIERT?", bellte er und ließ den Blick über die Schüler schweifen. Ich stand da, entsetzt, verständnislos. Was war passiert? Entsetzen schwoll in mir an, Tränen stiegen in meine Augen und meine Hände zitterten. „Es... Es tut mir Leid...", wisperte ich. Mehr brachte ich nicht heraus. Ich rannte aus dem Raum. Ich hörte noch Sjinas entsetztes „ZARETHA!" und Professor Snapes „MISS TEKANA!", bevor ich nur noch das Hallen meiner Schritte in den Gängen des Kerkers hörte.
-Fortsetzung folgt-
