Huhu!

Bevor das Kapitel auf meinem PC langsam aber sicher vergammelt enthalte ich euch es jetzt nicht länger vor. Ich bin immoment ziemlich schnell und hab schon ein paar Chaps fertig (das heißt noch eines und ein halbes nach diesem hier :-P ), an denen aber noch ein bisschen gefeilt werden muss, hier und da. Ich bin nämlich schnell aber dafür unzufrieden. Aber eure Meinung will ich natürlich uuuunbedingt trotzdem hören!

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Viel Spaß! LG

Selbstbeherrschung

Ich lächelte und sah mir meinen Ehering (EHEring!) wie so oft in den letzten Stunden noch einmal an. Mehr und mehr wurde mir bewusst, dass ich nun tatsächlich verheiratet war. Aber das war nur ein beängstigend kleiner Teil meines neuen Lebens. Letzte Nacht hatte ich noch einmal über den Zeitpunkt meiner Verwandlung nachgedacht. Ich war mir so sicher dass ich dieses Leben aufgeben wollte, um jeden Preis und hatte vor der Hochzeit schon beschlossen dass ich nicht zu lange warten wollte, wenn Edward und ich erst einmal Mann und Frau waren.

Edward hatte versprochen es selbst zu tun. Ich wollte dass mein Mann auch mein Erzeuger als Vampir sein würde. Der Zweifel darüber war der Angst gewichen die sich immer mehr in meiner Brust breit machte. Diesesmal keiner Angst die mit irgendwelchen Feinden oder Gefahren zu tun hatte, sondern welcher die mich über die Schmerzen nachdenken ließ die eine Verwandlung mit sich trugen.

„War es wirklich so schlimm?", flüsterte ich leise und strich über die Gravur in meinem Ring.

„Was? Unsere Hochzeit?", erwiderte Edward überrascht und küsste mir die Stirn. Er hatte anscheinend bemerkt dass ich meinen Ring betrachtete.

„Doch nicht die Hochzeit. Als du ein Vampir wurdest.", murmelte ich und schloss die Augen um Edwards Duft noch einmal einzusaugen.

„Bella!", stöhnte er und strich mir über das Haar.

„Ich habe gedacht das wir es jetzt, nach der Hochzeit, angehen sollten, vielleicht eine knappe Woche noch. Ich werde mit Carlisle reden."

„Schon so bald, Liebes?", flüsterte Edward und ich beobachtete erstaunt sein zweifelndes Gesicht und wie er sich mit seinen Fingern gedankenverloren über die Lippen strich. „Es werden harte Tage, so wie ich es dir erzählt habe."

„Wie hart?"

Er setzte sich auf und malte die Konturen meines Gesichtes mit den Fingerspitzen nach. „Dein ganzer Körper wird sich verändern. Haut, Muskeln und Knochen. Ich habe dir ja nicht verheimlicht das es schmerzhaft ist. Ein hoher Preis für eine Ewigkeit."

„Wenn du bei mir bleibst schaffe ich das schon. Ich bin bereit dafür." Und ich war es tatsächlich. Ich war mir noch nie so sicher wie jetzt. Ich hatte ein Bild vor Augen wie ich aussehen könnte. Mir fiel auf das es ein Mix aus Alice und Rosalie war, ihre Schönheit in meinem Körper.

Ein durchdringendes Piepen erfüllte die Stille um uns herum und Edward zog sein Mobiltelefon aus der Tasche. „Carlisle?", murmelte er und drückte auf den Annahmeknopf.

„Was ist geschehen?", fragte Edward misstrauisch.

„Alice hat etwas gesehen. Ihr müsst nach Hause kommen."

Edward nickte als könne Carlisle es sehen und ließ sein Handy zuschnappen. „Komm Bella, wir müssen sofort zu Alice."

Bevor ich einen Ton sagen konnte hatte er mich in seine Arme genommen und spurtete los. Ich schloss die Augen und legte meinen Kopf an seine Schulter. Irgendetwas Schlimmes musste passiert sein, ich hatte meinen Engel selten so aufgeregt erlebt. Hoffentlich ging es Alice gut. „Edward was ist passiert?", keuchte ich und klammerte mich an seinen Hals.

„Alice hat die Zukunft gesehen. Es muss wichtig sein. Tut mir Leid, Bella. Du hattest dir den Abend auf der Lichtung so gewünscht."

„Für was entschuldigst du dich? Die Familie ist das Wichtigste!"

In Rekordzeit erreichten wir das Haus der Cullens und Edward stürmte, immer noch mit mir im Arm, in das Esszimmer, wo alle auf uns warteten. Im Grunde ein komisches Bild, denn jeder von ihnen trug noch sein Outfit der Hochzeit. Mit einem flauen Gefühl im Magen setzte ich mich neben Edward und drückte seine Hand. Die Gesichter der Anderen gefielen mir überhaupt nicht.

„Was ist denn nun?", drängte Edward und strich mir über meine roten Wangen, die von der kühlen Luft draußen noch immer wie gefroren waren.

„Es geht um Angela.", flüsterte Alice und erst jetzt bemerkte ich das Emmet und Eleazar in der Runde fehlten. Katrina, Carmen, Irina und Tanya waren auch nicht da.

„Was ist mit ihr?", keuchte ich und ballte meine Hände zu Fäusten.

„Als alle langsam gegangen sind habe ich gesehen, dass sie von Vampiren angegriffen wird. Es waren Zwei.", erklärte Alice und Edward strich mir über die Arme.

Angela war vorhin auf der Feier noch gesund und fröhlich gewesen. Ich betete dass ihr nichts passiert war. „Geht es ihr gut?", fragte ich tonlos.

„Wir haben Emmet und Eleazar sofort losgeschickt. Sie haben eben angerufen das sie deine Freundin ins Krankenhaus gebracht haben. Es ist nichts Ernstes. Alice hat den Angriff früh genug gesehen, sonst wäre Angela jetzt wahrscheinlich tot."

Mir stockte der Atem und ich musste an die vielen Morde in den andere Städten denken. Jetzt passierten in Forks also auch so schreckliche Dinge.

„Wir müssen etwas unternehmen, Carlisle. Die Polizei hat doch keine Ahnung mit was sie es zu tun haben.", sagte Jasper und zog ein grimmiges Gesicht.

„Das werden wir auch."

„Wieso haben sie Angela angegriffen?", fragte ich und legte meinen Kopf erschöpft auf Edwards Schulter.

„Ich kann es dir nicht sagen, Bella. Wahrscheinlich hatten sie einfach Durst. Es muss nichts mit Angela selbst zu tun haben.". Carlisle legte seinen Kopf in die Hände. Ich hatte ihn selten so gesehen. Er schien einfach keine Ahnung zu haben was die Vampire in Forks wollten und das gab ihm keine Ruhe.

„Wir müssen sie jagen. Wir können nicht herumsitzen und warten bis die irgendwann halb Forks getötet haben.", knurrte Jasper und bleckte seine Zähne. Fast schon machte er mir Angst. Er sah mehr denn je aus wie ein Vampir.

„Ganz ruhig, Jasper. Wir können nicht einfach losstürmen.", sagte Edward und strich mir tröstend über den Kopf. „Sie scheinen irgendetwas zu suchen, als ob sie sich langsam zu einem Ziel vorarbeiten wollten. Sie waren ja nicht erst in Forks unterwegs.

„Was ist wenn ein paar von uns heute Nacht einfach mal die Gegend ein wenig absuchen. Quasi Streife gehen.", schlug Alice vor und in ihrem Gesicht konnte ich sehen das sie sich liebend gerne freiwillig melden würde. Manchmal fragte ich mich warum sie so gerne kämpften, Vampire freuten sich regelrecht. Ob ich wohl auch so sein würde?

„Eine gute Idee für den Anfang. Alice du begleitest Jasper heute Nacht und lasst euch nicht aus den Augen!", ermahnte Carlisle sie und warf Alice einen mahnenden Blick zu. Er wollte dass sie besonders auf Jasper Acht gab. „Ich werde nachkommen und mich auch umsehen."

„Ich kann auch helfen.", sagte Edward schnell und ich drückte mich automatisch noch fester an seinen Arm. Eigentlich hatte ich gehofft dass er das nicht vorschlagen würde, ich wollte nicht dass er mich heute Abend alleine ließ.

„Nichts da. Du bleibst bei Bella und ihr genießt den Rest des Abends. Wir werden deine Hilfe noch oft genug brauchen, nur nicht heute.", beschloss Esme und strich über meine Hand, die neben ihr auf dem Tisch lag. Ich lächelte sie dankbar an. Wenigstens heute Abend würde Edward bei mir bleiben. Ich wollte nicht alleine sein.

Die Runde löste sich auf und ich ließ mich von Edward aus dem Raum ziehen. Im Vorbeigehen packte ich Alice Arm. „Sei bitte vorsichtig.", flüsterte ich und runzelte die Stirn.

„Wir sehen uns nur um, keine Sorge Miss Swan Cullen.", kicherte Alice und folgte Jasper nach draußen.

Als wir in Edwards Zimmer angekommen waren, schälte ich mich erst einmal aus dem Kleid und schlüpfte in eine bequeme Leggins und in mein Lieblingsshirt.

„So ist es viel besser.", seufzte ich und legte mich zu Edward in das große Bett. Er zog mich zu sich und strich mir gedankenverloren über den Rücken.

„Machst du dir Sorgen?"

„Nicht um Alice oder Jasper. Die bekommen schon keine Schwierigkeiten. Ich würde nur gerne wissen was die Vampire plötzlich hier wollen. Du weißt doch, wenn man dich kurz aus den Augen lässt steckst du schon tief drinnen in einem Problem."

Ich boxte ihn unsanft in die Seite und bereute es im nächsten Augenblick wieder. Ich vergaß jedes Mal dass seine Haut steinhart war.

„Wir sind jetzt tatsächlich verheiratet.", stellte ich fest und lehnte mich auf seine Brust, so dass ich sein Gesicht sehen konnte.

„Schön, dass dir das aufgefallen ist, Bella!", schmunzelte er und zog mich auf seinen Bauch. Er grinste und rückte seine Lippen sanft auf meine und mit einem genüsslichen Seufzer ließ ich mich in seine arme ziehen. Der Kuss wurde leidenschaftlicher und ich vergrub meine Hand in seinen Haaren.

Edwards Hand fuhr hinunter zu meiner Hüfte und ich knöpfte ihm langsam das weiße Hemd auf, was ihm so gut gestanden hatte. Mein Herz pochte wie wild und ich hatte das Gefühl in meinen Magen würde es brodeln.

Er ließ nicht von mir ab, was mich wunderte, da er mich sonst schon lange immer entschuldigend angesehen hatte und mich behutsam in dem Arm nahm.

Meine Atmung wurde schneller und er begann meine Halsbeuge zu küssen.

„Du hast dein Versprechen nicht vergessen?", flüsterte ich und mein Blick traf seine topasfarbenen Augen. Eigentlich war es der passendste Augenblick den es gab. Er hatte versprochen mit mir zu schlafen wenn er soweit war. Er wollte es zumindest probieren.

„Ich vergesse nichts.", versprach er und ich küsste ihn erneut. Sanft fuhr ich über seinen Bauch und empfand die Kälte sogar als angenehm auf meiner warmen Haut.

Dann plötzlich, als ich ihm auf seinen Hals küsste, bemerkte ich wie Edward sich verkrampfte. Ich ließ von ihm ab und sah ein kurzes schwarzes Flackern in seinen Augen. Er schob mich beiseite, stand hastig auf und lehnte seinen Kopf und die Arme gegen die Zimmerwand. Ich hatte ihn noch niemals so zittern sehen, er strengte sich furchtbar an seine Selbstbeherrschung aufrecht zu erhalten. Edward würde mir nie wirklich nahe kommen können wenn ich ein Mensch war. Ich war egoistisch gewesen als ich ihm dieses Versprechen abgenommen hatte.

„Edward? Geht es wieder?", fragte ich mit zitternder Stimme und zwang mich meine Tränen zurückzuhalten.

„Es tut mir leid, Bella. Ich wollte es versuchen. Aber dein Geruch und dein Körper, das rauschende Blut, das ist zu viel.", knurrte er und ich wusste das er sich verantwortlich dafür machte, das er sich nicht beherrschen konnte, zumindest nicht auf Dauer.

„Es ist okay, Edward. Beruhige dich. Das ist doch nicht deine Schuld."

Er nickte und zog mich in seine Arme. Er küsste meine Stirn und ich lehnte mich an ihn. Er entspannte sich wieder und ich schloss erleichtert die Augen.

„Du hast mir meinen Wunsch erfüllt und ich hätte gerne deinen ebenso wahr gemacht.". Bitterkeit lag in seiner Stimme und ich hasste es ihn so reden zu hören.

„Hör auf dir Vorwürfe zu machen. Es ist okay und ich bin weder böse noch enttäuscht. Und jetzt sag einfach das du mich liebst und halt die Klappe!", grinste ich und hob warnend den Finger.

Er lachte leise und küsste mich sanft. „Ich liebe dich, Bella."

Ich nickte nur und schmiegte mich an seine nackte Brust. Von mir aus konnte jeder Tag genauso anfangen und auch wieder enden, zumindest der Morgen und die Nacht wäre dann ein sehr gelungener Teil des Tages.

„Ist dir nicht kalt bei mir?", fragte er und rieb mir wärmend über den Arm. Als ob das bei seiner eiskalten Haut nutzen würde. Aber die Kälte spürte ich schon lange nicht mehr, ich genoss die Kühle seines Körpers.

„Nein ist es nicht. Es ist schön so."

„Wenn du meinst.", erwiderte ungläubig und zog die Decke trotzdem ein Stück weiter über meine Schultern.

Ich konnte nicht lange geschlafen, haben aber ich wurde jäh aus dem Schlaf gerissen, als ich im Halbschlaf mitbekam, das Edward mit seiner übernatürlichen Geschwindigkeit aus dem Bett sprang und das Zimmer verließ. Ich spürte nur das er meine Arme beiseite legte und sein Gewicht auf der Matratze fehlte. Ich blinzelte und zwang mich meine Augen zu öffnen. Es war sogar noch dunkel draußen. Verwirrt sah ich auf Edwards Armbanduhr, die auf dem Nachttisch lag. Es war kaum drei Uhr früh. So schnell ich konnte suchte ich meine Pantoffeln und versuchte mir nicht das Schlimmste auszumalen. Hastig torkelte ich in meinem benommenen Zustand die Treppe hinunter und als ich das Wohnzimmer betrat stockte mir augenblicklich der Atem. „Himmel! Was ist passiert?"

Bald bald geht's weiter!

Und denk bitte an die Reviews, war schon enttäuscht das beim letzten Kapitel keine kamen, ich hoffe mal auf die allgemeine Faulheit. Man hat ja nicht immer Lust zu reviewn…. DANKE ;-)