Am nächsten Tag war alles ziemlich hektisch. Sie hatten nicht lange Zeit, bis zum Treffen. Dieses fand in einem kleinen Vorstädtchen statt. Albus sagte ihr nur, dass es bei einem Mitglied zu Hause war, mehr wollte er selbst ihr nicht sagen. Albus, Minerva, Severus und sie apparierten gegen Mittag dort hin. Albus klingelte und die Tür wurde aufgemacht. Ein Mann stand im Rahmen und musterte sie lange. Albus und Minerva schien er zu kennen, auch Severus, doch ihn schaute er voller Abscheu an. Dana blickte zu Severus und sah in seinen Augen die gleichen Gefühle aufflammen, wie bei ihrem Gastgeber. Dann erblickte er sie und schaute sie lange an. Bis er sie endlich einliess.

„Es sind bereits alle da. Ihr seid spät dran. Wir dachten schon, dass euch was zugestossen ist, nicht, dass es mich bei Snivelli gestört hätte..."

„Sirius bitte. Wir haben viel zu besprechen."

„Natürlich, Sir."

Er brachte sie in einen Saal, indem nur ein grosser, langer Tisch stand. Alle, bis auf fünf, Stühle waren bereits besetzt. Hier schienen sie ebenfalls alle an zu starren, als sei sie ein Ausstellungsobjekt. Dumbledore setzte sich an den Kopf des Tisches, Minerva direkt neben ihn, dann Severus und sie neben ihm. Dieser Sirius setzte sich nicht weit von ihr entfernt neben einen schwarzhaarigen Mann hin. Er schien ihm etwas zu zuflüstern, doch sie waren knapp zu weit von ihr entfernt, so dass sie etwas verstehen könnte. Albus räusperte sich und er war sich der Aufmerksamkeit aller sicher.

„Endlich ist es soweit, liebe Mitstreiter. Das erste Mal, seit Beginn dieses fürchterlichen Krieges, sind wir in der Lage einen Gegenschlag einleiten zu können. Wir brauchen nur noch die richtige Gelegenheit dazu. Severus?"

„Die wird es frühestens im Sommer geben, wenn er neue Todesser rekrutiert. Er wird sich sicher fühlen, mit allen Untertanen um sich."

„Danke Severus, auch wenn ich mir einen früheren Zeitpunkt wünsche. Sind bis jetzt Fragen?"

Sirius machte eine leise Bemerkung an seinen Tischnachbarn, so leise, dass es Albus nicht verstehen konnte, doch Dana verstand es.

„Seit wann vertrauen wir den Worten eines Slytherin."

Dabei sprach er das letzte Wort so aus, als wäre es bitter auf der Zunge. Das machte Dana wütend, sie versuchte das auch nicht zu verstecken und blickte die Zwei voller Hass an. Das Glas in Sirius Hand zersprang und er blickte erschrocken auf.

„Sirius willst du etwas sagen?"

Albus hatte seinen Blick wohl falsch verstanden. Der Angesprochene sammelte seine Gedanken kurz bevor er sprach. Anscheinend musste er seine Worte sehr gut auswählen.

„Wie sicher können wir dieser Information sein?"

In Albus Blick merkte sie, dass ihn dieser Misstrauen nervte und er es leid war, dass es immer noch Streit zwischen den zweien gab. Doch bevor er etwas sagen konnte erfasste Severus das Wort.

„Willst du mir nicht direkt ins Gesicht sagen, dass du mir nicht vertraust und du nichts von mir hältst."

„Damit bin ich wohl nicht alleine. Nenn mir nur eine Person ausser Professor Dumbledore, die dir vertraut."

„Ich."

Alle Blicke lagen nun auf ihr.

„Und wer ist ich?"

„Geht dich nichts an."

Sie hatte alle Kälte, die sie aufbringen konnte in ihre Worte gelegt.

„Danieska."

Albus sprach sie tadelnd an.

„Danieska und wie noch?"

Nun wandte sie sich an Sirius.

„Mein Name ist Dana Kurkov."

„Sie ist doch viel zu jung für den Orden."

„Lass das doch bitte mein Problem sein. Es geht dich nichts an und damit Basta."

Ihre Stimme hatte wieder den gewohnten gleichgültigen Ton angenommen und damit verfehlte sie die erwünschte Reaktion nicht. Denn das machte diesen Sirius wohl nur noch wütender. Sie liebte es, wenn ihre Kontrahenten ein wildes Temperament hatten, man konnte sie somit viel besser aus dem Konzept bringen.

„Hört auf! Ich kann hier keinen Streit dulden. Wir stehen alle auf der selben Seite..."

„...und deswegen vertrauen wir uns alle?"

Sie schaute Albus provozierend an. Sie wusste, dass er sie verstand und dass sie Severus nur verteidigen wollte. Albus seufzte und ordnete seine Gedanken neu.

„Also werden wir im Sommer zuschlagen. Bis dahin bleibt uns genug Zeit zu planen und zu trainieren."

Nun ergriff eine älterer Mann das Wort. Er hatte nur ein Auge, das andere war durch ein glasiges ersetzt worden. Sein Anblick liess Dana kurz zusammen zucken, doch das merkte nur Severus neben ihr.

„Was ist denn diese neue Waffe, gegen den Namenlosen?"

„Keine Waffe. Ein Plan und neue alte Verbündete. Erkennen du sie etwa nicht wieder, Alastor?"

Darauf blickten sie alle noch interessierter an, als zuvor. Dana konnte erkennen, dass er sie erkannte, doch auch bemerkte sie die Verwirrung, die durch diese Tatsache hervor gerufen wurde. Sie zwinkerte ihm kurz zu, so dass es nur er von einem normalen Blinzeln unterscheiden konnte. Darauf nickte er anerkennend.

„Wann werden sie uns über den Plan informieren?"

„In ein paar Monaten sollte er so ausgereift sein, dass ihn alle verstehen werden. Nun lasst uns was essen gehen."

Der letzte Satz war an seine drei Begleiter gerichtet. Die Frau neben Dana stand auf und ging zu Albus. Dana wunderte sich, dass ein normales Mitglied sich an ihn wandte. Sie sprach kurz mit ihm sehr leise. Darauf lächelte er und nickte. Sie bekam keine Gelegenheit, sich diese Frau genauer anzuschauen, denn diese wandte sich ab und eilte aus dem Zimmer. Noch ehe sie Albus fragen konnte stand Moody neben ihr.

„Kleine Lady. Wie geht es ihnen? Ich habe schon befürchtet, dass sie es nicht überlebt hätten."

„Unkraut vergeht nicht, Alastor. Ich bin froh, sie wieder mal zu sehen, auch wenn man ihnen den Kampf härter ansieht als mir. Wie ist das geschehen?"

Sein Blick vertrübte sich leicht.

„Ein Unverzeihlicher hat mich getroffen. Es sieht schlimmer aus, als es ist. Ich habe mich schon fast daran gewöhnt."

„Das sollten sie aber nicht."

Er schaute sie verwirrt an. Doch sie fischte nur etwas aus ihrem Umhang heraus. Sie reichte ihm das kleine Samtsäcklein, welches er misstrauisch musterte. Sie lachte und zog damit erneut die Aufmerksamkeit derjenigen, welche noch nicht abgereist waren, auf sich. Sie verstummte, als ihr das bewusst wurde.

„Keine Angst. Es beisst nicht."

Er wollte es öffnen. Doch sie legte eine Hand auf die seinige.

„Noch nicht. Es ist ein kleines Willkommensgeschenk. Mein Grossvater hatte es vor ihnen besitzt und gebraucht. Ich hoffe es ist auch ihnen eine Hilfe. Das Leben ist mit zwei Augen schon hart genug...Sie entschuldigen mich."

Er nickte ihr zu und disapparierte sofort. Sie konnte seine Neugierde nur zu gut verstehen. Es ist nicht schön aus der Menge negativ heraus zu stechen. Diese Erfahrung hatte auch sie schon gemacht. Sie ging zu Albus.

„Können wir gehen?"


Da hab ich lange daran gearbeitet, dafür gibt's doch ein kleinen Kommi? nicht!