A/N:

Telepmauriel: Bin natürlich nicht böse wenn´s mal ein bischen dauert! Das Kapitel war genau so gut wie die vorherigen.

Vielen Dank. :)

chrissy9: die story ist echt genial! aber jetzt mal ganz ehrlich... ist das zufall, dass der dritte im bunde wilkinson heißt? ich meine gilette... wilkinson..

Hihi! Du hast es also bemerkt! Natürlich war das Absicht! Wir konnten einfach nicht widerstehen. lol

RavannaVen: Menschenskinder, was soll ich denn dazu sagen? Du updatest ja fast schon schneller, als ich meine Reviews schreiben kann. Und dann sind deine Kapitel auch noch so richtig klasse... Hier also meine Frage: WIE MACHST DU DAS?

lol Gar nicht! Wart's mal ab! Die Lücken werden größer, verla' Dich drauf. So weit hatten wir die Story schon. Zwar nicht abgetippt, aber immerhin geschrieben! Aber so langsam gehen uns die Kapitel aus und wir müßten uns doch malwieder zusammensetzen und uns was einfallen lassen, wie das ganze weiter geht – und das natürlich aufschreiben. Wenn es also demnächst "etwas" (bis viel) länger dauert, bitte nicht ungeduldig werden. ganz lieb guck

Megchen: Das finde ich gut, wenn die nächsten Kapitel länger werden, das finde ich sehr gut ;-).

Äh...ja. Das neunte wird länger. Versprochen.

Mich würde nur interessieren, was Governor Winter jetzt von alldem hält ;-)

Okay. Ehrlichgesagt, war ich mir nicht sicher, ob Jen und ich das überhaupt mal erwähnt hatten, aber wir sind nicht so schlechte Autoren wie ich befürchtet hatte! Richte Deine Augen doch bitte auf diesen Satz, geschrieben im aller ersten Kapitel, ziemlich weit oben, gesprochen von Jack Sparrow:

"...die süße Miss Swann hat ebenfalls geheiratet und ist mitsamt ihrem Ehegespons und Daddy zurück in die zivilisierte Welt Großbritanniens gezogen und Port Royal hat einen neuen Gouverneur: Mr. Edward Winter. Ein alberner Name, nicht wahr?"

Um Jack gleich nochmal zu zitieren: "Klar soweit?" :) I.


8. Kapitel

Edward Winter war verstimmt. Nein – er war viel mehr sehr verärgert, wenn nicht sogar kurz davor zu explodieren. Nur seine gute Erziehung hielt ihn davon ab, laut schreiend alle Dinge durch die Gegend zu werfen, die er in die Finger bekam, und Commodore Norrington so laut zu verfluchen, dass er es noch weit draußen auf dem Ozean hören konnte.

Die Wut in seinem Inneren brodelte und er brauchte dringend ein Ventil, über das er sie ablassen konnte. Irgendjemand musste für die Schmach, die ihm angetan worden war, bezahlen – ganz gleich, ob er etwas damit zu tun hatte oder nicht. Jemand musste sterben – am besten noch an diesem Tage.

Also hatte Winter den neuen Commodore – den ehemaligen Lieutenant Finch – rufen lassen und saß nun angespannt an seinem prunkvollen Schreibtisch in seinem bequemen Polstersessel und ließ seine Finger rhythmisch auf die Tischplatte trommeln.

Eigentlich hätte er Finch erst zum Captain machen müssen, bevor er Commodore hätte werden können, aber wozu? Er war der Gouverneur! Wenn er beschloss, dass irgendjemand Commodore werden sollte, hätte er einfach nur jemanden auswählen müssen. Er hatte Finch zum neuen Commodore ernannt, einfach weil er es konnte! Und beinahe bereute er es schon wieder...

Es dauerte viel zu lange, bis schließlich ein zaghaftes Klopfen an der Tür ertönte.

"Nun – herein, herein!" rief Winter ungeduldig und Commodore Finch betrat mit einem unsicheren Lächeln und einem grüßenden Nicken, das fast einer Verbeugung gleichkam, das Zimmer. Schweiß stand ihm auf der Stirn und er atmete etwas schneller als normal, sodass Winter davon ausgehen konnte, dass der Mann sich wohl ziemlich beeilt hatte.

Edward betrachtete ihn kritisch und musste feststellen, dass die Uniform Norringtons dem kleineren und etwas schmaleren Mann wohl nicht so recht passte. Die Ärmel waren zu lang und überhaupt saß die Uniform nicht stramm genug. Norrington war immer eine beeindruckende Erscheinung gewesen – Finch sah momentan viel mehr so aus wie ein Kind, das mit der Uniform seines Vaters spielte.... Nun, das würde sich wahrscheinlich ändern, wenn dieser dämliche Idiot von einem Schneider endlich wieder gesund war. Der Trottel hatte sich doch tatsächlich Skorbut eingefangen! Und das an Land!...

Schlimmer war allerdings, dass Finchs Augen vor Aufregung aus den Höhlen zu treten schienen und somit, gepaart mit dem immer noch unsicheren, fast debilen Lächeln auf den Lippen, dieser kindliche Eindruck noch verstärkt wurde – und das würde sich trotz Schneider nicht ändern!

"Sir, was kann ich für Euch tun, Sir?" fragte Finch noch eine Tonlage höher als seine Stimme ohnehin schon war.

Winter stieß einen resignierten Seufzer aus und fuhr sich mit einer Hand über das Gesicht, um den Anblick dieses Mannes wenigstens für einen Augenblick zu vergessen.

"Sind die Piraten noch unsere 'Gäste' ?" erkundigte er sich schließlich und musste sich innerlich dazu zwingen, seinen Commodore doch wieder anzusehen.

"Ihr...äh...Ihr meint unsere Informanten, Sir?" hakte Finch verunsichert nach.

Winter antwortete nicht, sondern hob nur nachdrücklich eine seiner Brauen.

"Äh...ja, natürlich," fuhr Finch sogleich fort. "Ich habe sie in einen separaten Kerker werfen lassen, wie Ihr befohlen habt."

"Gut," sagte Winter nur und lehnte sich in seinem Sessel zurück. Er genoss es wirklich, die nächsten Worte auszusprechen.

"Sie werden heute Abend hängen. Lasst zwei Galgen herrichten! Und...macht die Knoten nicht zu fest! Ich will nicht, dass wir ihnen versehentlich das Genick brechen. Dann wäre ja alles so schnell vorbei."

Finchs Augen schienen bei diesen Worten noch mehr herauszuquellen und er schluckte hörbar.

"Sir,...sollten wir nicht erst versuchen, noch ein paar Informationen aus ihnen herauszuquetschen? Vielleicht wissen sie ja, wo die "Black Pearl" liegt und wo Jack Sparrow..."

Winter hob Einhalt gebietend die Hand. Er musste für einen Moment die Augen schließen und tief durchatmen, um nicht seine Fassung zu verlieren.

"Es gibt zwei Namen, die in meiner Gegenwart nie mehr fallen werden, Finch!" stieß er leise hervor und sah seinem Gegenüber fest in die Augen. "Von jetzt an werden dieser Pirat und der ehemalige Commodore nur noch 'die Geächteten' genannt! Ich möchte ihre Namen nie wieder vernehmen – nie wieder!"

Finch nickte stumm und sah ihn weiterhin mit großen Augen an. Winter runzelte irritiert die Stirn.

"Habe ich mich nicht klar ausgedrückt? Aufhängen!"

"Ja, Sir. Aber..."

"Finch, bis zum Abend bleiben Euch noch etliche Stunden, oder werdet Ihr eigenhändig mit dem Aufbau des Galgens beschäftigt sein?"

"Nein, Sir, natürlich nicht, Sir", stotterte Finch und lächelte verlegen. "Dann...dann werde ich jetzt die Gefangenen aufsuchen..."

"Ja, ja", brummte Winter und wedelte ungeduldig mit der Hand. "Husch, husch!"

Er stieß ein leises Lachen aus, als sich die Tür hinter Finch schloss. Dieser Mann sah wohl nicht nur so aus wie ein Kind in zu großen Kleidern – er wollte auch so behandelt werden.


A/N: Wie gesagt, das nächste Kapitel wird länger. I.