Hallo meine Lieben,

Hier gibt es endlich das nächste Kapitel, ich glaube ich habe aber meine Reihenfolge durcheinander gebracht. Ist aber auch egal, als nächstes kommt AD dran. Beta war wieder corwyn.

Nick fühlte sich äußerst unwohl, sehr unwohl.

Er wollte hier weg. WECK.

Madam Pomfrey hatte tatsächlich alles aus ihm herausgekitzelt, was es herauszukitzeln gab, und starrte ihn nun mit einem eiskalten Blick an. Sie hatte durchaus Verständnis für ihn, aber Mitleid konnte er nicht erwarten. Die Behandlung würde sie natürlich durchführen, immerhin wird er in wenigen Tagen offiziell Schüler in Hogwarts sein, aber er hätte sich alles ersparen können, wenn er vorsichtiger gewesen wäre. Ungeschützten Geschlechtverkehr sollte man aber vermeiden, gerade wenn man einen solchen „Beruf" ausübte und Zauberer war, es gab immer wieder magische Nebenwirkungen. Harry und allen anderen Schülern hatte sie den Spruch eingebläut und dutzende Male vorführen lassen, der junge Mann vor ihr hätte sich vieles ersparen können.

„Ich kann problemlos deinen Tripper heilen, aber es ist nicht gerade angenehm und dauert. Sobald ich die Tränke habe geht es los, und bis dahin geben ich dir erstmal einen Aufbautrank, du brauchst etwas mehr auf den Rippen." Madam Pomfrey dachte sich zwar der junge Mann könne noch etwas leiden, dass es endlich in seinen Schädel hinein ging, etwas vorsichtiger zu sein. Sie hatte aber einen Eid geschworen zu helfen, und so tat sie es halt, wenn auch etwas widerwillig.

„Wie lange dauert es denn, bis der Trank fertig ist?" Nicks Stimme war alles andere als sicher und zu seinem Entsetzen auch recht hoch und piepsig.

„Da Severus hier ist nicht allzulange, ich setze ihn morgen früh darauf an."

„Ich möchte aber nicht, dass es alle erfahren. Es Harry zu sagen reicht schon, und der wird mir eine Standpauke halten, dass ich die Tripper schon wieder habe."

„Die haben sie sich auch verdient, und ich kann ihnen versichern, dass Severus schweigen wird." Wenn der Mann eins konnte dann das, wenn sie speziellere Tränke für ihre Schützlinge bestellen musste.

„Wie lange wird es denn dauern, was die Muggelärzte mir verschrieben hatten half erst nach anderthalb Wochen." Für Nick war das keine schöne Zeit gewesen, klar er hatte weiter gemacht wie bisher, aber mit einem schlechten Gefühl. Er wusste ja natürlich nicht, von wem er es hatte und ob er die nächste Packung gleich drauf bekam.

„Du wirst schon früher eine Verbesserung feststellen, keine Sorge, aber es wird dennoch etwas unangenehm sein. Gleichzeitig wirkt es wie eine Impfung und du wirst bleibenden Schutz gegen die Gonokokken haben."

„Wieso hat mir der Arzt keine Impfung gegeben?"

„Die Muggel haben keinen Impfstoff gegen Bakterien, wir aber schon. Es wäre aber nicht gerade leicht zu erklären, warum Froschmolchaugen in Verbindung mit Einhornhaar als Universal-Impstoff gegen Bakterien wirkt." Nick stimmte der Krankenschwester zu, die meisten Muggel würden sich erschrecken, wenn sie eins von beiden essen müssten. Ganz davon abgesehen würde es scheußlich schmecken.

„Am besten du gehst jetzt ins Bett, morgen Abend dürfte ich den Trank haben, ich sag dir dann schon Bescheid."

„Ja, ist gut. Danke," Nick folgte den Worten ohne groß darüber nachzudenken, er war müde. Er war eigentlich immer müde, meist schon sobald er aufstand. Er hatte einfach zu viel Stress.

„Was hast du?"

„Du hast vergessen zu fragen, ob ich denn was hätte."

Harry verdrehte nur die abgeschminkten Augen, „du wärst schon früher gekommen, wenn nichts wäre." Er saß schon auf dem großen Bett, das sie sich zu dritt teilen würden, Nicky schlief schon, und man konnte unter der Decke das rhythmische Anheben sehen.

„Ja du hast natürlich recht, das Übliche."

„Ah." Harry setzte schon an weiter zureden, wurde aber unterbrochen.

„Kannst du dir den Vortrag bis morgen aufheben? Und sie hat anscheinend etwas, was mir endgültig Schutz geben wird."

„Du hättest den Zauber nutzen sollen." Diesmal bekam Harry den genervten Blick.

„Die würden es auch sicher nicht merken, wenn ich vor deren Nase mit meinem Zauberstab rumfuchtele. Abgesehen davon sind meine Zaubersprüche alles andere als gut."

„Du brauchst einfach etwas mehr Übung," Harry brachte das Argument ein, das er immer sagte, wenn es um Nicks Zauberkraft ging.

„Ach, hör doch auf, ich bin halt nicht so stark. Lass mich lieber schlafen, ich werde in den nächsten Tagen genug Probleme haben. Die Tränke werden schon schlimm genug werden. Ein Snape macht sie." Nick konnte nur hoffen, dass der Kerl sie einigermaßen ordentlich machte.
„Dein zukünftiger Tränkelehrer." genau die Worte die er hören wollte, wenn ein Lehrer es wusste, dann bald auch alle anderen.

„Wir werden sehen, ich mach mich jetzt im Bad fertig." Harry deutete zur zweiten Tür des Zimmers, und Nick verschwand für kurze Zeit im Bad und ging dann ohne große Worte zu verlieren ins Bett. Alle drei kuschelten sich enger aneinander. Nicky lag eingequetscht in der Mitte.

Endlich legte sich Stille über das Haus.

Am nächsten Morgen erlebten einige der kinderlosen Ordensmitglieder einen riesigen Schrecken.

Übermüdete Teenager.

Die meisten hatten anscheinend schon vergessen, wie es war, jung zu sein, die Nacht durchzumachen und am nächsten Morgen die Eltern an den Rand des Mordens zu bringen. Jetzt lernten sie es kennen. Hermine saß grummelnd am Tisch und hielt sich an einer Tasse Kaffee fest und sah dabei dem Tränkelehrer sehr ähnlich, der zwei Plätze weiter saß und den nur Lebensmüde in den nächsten drei Stunden ansprechen würde. Sirius versuchte vergeblich, wach zu werden, nickte mit seinem Kopf aber immer wieder weg. Harry und Nick hatten beide einen leichten Kater und hielten sich an Brot und Tee. Sobald irgendjemand ein Wort an die halbschlafenden Personen richtete wurde er mit einem Anschnauzer abgefertigt – wenn er Glück hatte. Man munkelte, Snape hatte schon regelmäßig andere morgens nach St. Mungos geflucht.

Die einzigen Personen, die man als munter bezeichnen konnte, waren Molly, Nicky und Dumbledore. Alle drei waren beschäftigt, Dumbledore las etwas, und Nicky „half" Molly beim Frühstück. Auch Poppy war schon wach und kam gleichzeitig mit Voldemort und Lucius Malfoy, die hergefloht waren, an.

„Guten Morgen!"

„Morg'n." Der einzige, der dem dunklen Lord antwortete war Snape.

„Morgen auch an alle anderen." Der dunkle Lord versuchte es noch einmal, die Teenager am Tisch ignorierten ihn aber. Lucius, der ja immerhin Draco zu Hause hatte, wusste, dass man mit jungen Hexen und Zauberern morgens keine intelligenten Gespräche führen konnte, wenn man überhaupt eine Antwort bekam. Seine Exfrau war morgens auch meist wenig vorzeigbar gewesen, entweder war sie griesgrämig gewesen, oder sie sprudelte nur so über vor Freude. Nachdem sie die Nacht mit einem ihrer Liebhaber verbracht hatte. Um ihn zu nerven.

Keine andere Person konnte ihn so gut nerven, bis auf eine, und die saß gerade an diesem Küchentisch. Der junge Zauberer nervte ihn sogar gewaltig und spornte, sobald er seinen Namen nur hörte, die Wut an, die seit ihrem Auseinandergehen in ihm schwelte. Es war eine sehr starke Wut. Es waren nur die Zuschauer, die ihn davon abhielten, den Kleinen hier und jetzt zu bestrafen, und das würde auf seine ganz eigene Art und Weise geschehen. Bis es soweit war beschränkte er sich darauf, den Kleinen in den Boden zu starren. Der schien das allerdings in seinem Halbschlaf gar nicht zu bemerken, Lucius wurde dadurch noch wütender.

Der dunkle Lord neben ihm wurde durch die Nichtbeachtung auch immer wütender, wenn er da war sollte man ihn gefälligst beachten, er war gefährlich, Vertrag hin oder her.

„Hallo nochmal." Voldemorts Worte kamen sehr gedehnt und lauernd.

„H'lo" Nick reagierte jetzt und sah ihn fragend an. Er wusste noch nicht, was er mit dem Kerl anfangen sollte. Der Name jagte ihm keine allzugroßen Angstschauer über den Rücken, seine Mutter hatte ihm nie etwas über die magische Welt erzählt, und in der Schule hatte er wenig mitbekommen, die Kontaktstellen zum Rest der magischen Welt waren nur gering gewesen. Er war zu jung gewesen, um etwas vom ersten Krieg mitzubekommen. Die roten Augen waren aber schon etwas gruselig.

Nicky hatte weit weniger Hemmungen als sein Bruder und stürmte auf die Neuankömmlinge zu um sie zu begrüßen. Zwar warf er sich ihnen nicht in die Arme, sie wurden aber dennoch mit seiner übersprudelnden Lebensfreude überschüttet.

„Hallo, habt ihr schon was gegessen? Ich hab geholfen! Seid ihr gestern noch gut nach Hause gekommen? Können wir nochmal apparieren?"

„Setz dich mal lieber selbst erst mal hin und iss was, Nicky. Sorry, er ist anscheinend leicht auf Zucker." Nick kannte es schon von ihm, aber andere mochten es vielleicht nicht. Die beiden sahen auch recht streng aus.

Lucius winkte ab und heftete seinen Blick wieder auf Harry, der beinahe in seinem Teller lag. Er dachte nach, was er ihm sagen sollte, es sollte ihn aufrütteln, aber nicht verletzend sein, so gemein war er dann doch nicht. Der Junge war schließlich jünger als sein Sohn. Sein Lord und Dumbledore nahmen ihm aber alles ab. Sie wurden in das Wohnzimmer geführt, die Kinder natürlich nicht. Der Protest war aber schwach und verschlafen. Snape und Sirius folgten. Der Erste wurde sofort von Madam Pomfrey aufgehalten und warf einen ungläubigen Blick auf den Zettel, der ihm in die Hand gedrückt wurde. Lucius nahm sich vor, ihn gleich auszuhorchen, aber erstmal standen einige andere Dinge auf dem Programm der Versammlung beider Orden. Zuerst die drei neuesten Bewohner des Hauses.

„Harry wird hierbleiben müssen, sie wissen jetzt mit, wo sie ihn finden können. Die Verwandten von ihm sind aber weiterhin geschützt, er wird lange genug da gewesen sein. Sirius, du wolltest ja auch heute noch zu ihnen?" Es war eher eine Feststellung, als eine Frage, aber Sirius hielt sein Wort.

„Ja, ich möchte mich nach der Versammlung auf dem Weg machen, dann bin ich vor Mittag wieder zurück."

„Gut, tu das, Sirius, nun noch zu unseren beiden anderen Neuankömmlingen. Die beiden Brüder können leider auch nicht mehr zurück, der ältere Siebzehnjährige wird in diesem Jahr in Hogwarts beginnen, in der sechsten Klasse. Für den jüngeren müssen wir aber noch eine Lösung finden, nach den Aussagen seines Bruders ist er ebenfalls ein Zauberer." Einige im Raum begannen zu tuscheln, aber viele verneinten sofort. Immerhin hatten die meisten noch einen Vollzeitjob neben dem Orden. Einige weniger eingespannte Mitglieder konnten ihn aber aufnehmen. Dumbledore und Voldemort hofften, dass es nicht in einem Streit darüber enden würde, welche von beiden Seiten am besten ihre Kinder erzog.

„Wir würden ihn gerne aufnehmen!"

„Nymphadora, wirklich?" Dumbledore war doch recht erstaunt, er hätte eher mit einem älteren Paar gerechnet.

„Ja, und ich heiße Tonks." Sie hatte dieses Mal sogar ihre Haarfarbe unter Kontrolle. „Ich kann sowieso nicht mehr sehr viel machen und werde die nächsten Monate allein zu Hause sitzen. Ich wurde ja schon in die Schwangerschaftspause geschickt. Sein Bruder ist auch für ihn wohl eher eine Art Vater und Mutter, wie ich das sehe. Außerdem ist er schon volljährig und wird ihn, sobald er aus Hogwarts raus ist, zu sich nehmen wollen."

„Da hast du sicher Recht, meine Liebe. Bist du dir denn sicher, dass du es schaffen wirst, immerhin bist du schwanger."

„Also wirklich, ich bin schwanger nicht todkrank, a

Außerdem habe ich definitiv eher zu viel Energie. So wie ich ihn gestern kennengelernt habe ist er ein netter Junge und wird keine großen Probleme machen."

„Remus?" Der Werwolf hatte seiner Freundin bislang das Wort überlassen.

„Ich finde den Jungen auch ganz nett. Wenn Dora sich körperlich in der Lage fühlt, einen Achtjährigen aufzuziehen, werde ich sie unterstützen."

„Hat jemand noch etwas zu sagen?" Der alte Zauberer sah in die Runde, vor allem in Richtung Voldemorts, der seinen Kopf schüttelte. Der dunkle Lord wollte keine Querelen um den Jungen, abgesehen davon wird endgültig der ältere Bruder entscheiden, der war ein Freund von Harry Potter, und der wiederum mochte Tonks und den Werwolf sehr gerne, es war also schon entschieden. Der Kleine war auch besser in einer „weißen" Familie aufgehoben, er war viel zu quirlig. Er konnte sich ihn einfach nicht in einem Haus wie diesem oder bei den Malfoys vorstellen. Lucius wäre auch der einzige seiner Leute, dem er einfach so ein Kind anvertrauen würde, aber der hatte momentan genug Stress mit der Ex und einem neuen Lover.

„Nun, dann wollen wir zum nächsten Thema übergehen. Tom, du wolltest übernehmen?"

„Hmm?"

„Hmm."

„Hmm?"

„Jungs, soll das eine Unterhaltung sein?" Hermine, mittlerweile wach, war von den Jungen leicht genervt, ihr graute schon davor, dass es nach Rons Ankunft drei werden würden. Seine Mutter war zwar schon da, er würde aber mit seinem Vater später kommen.

„Was machen die jetzt eigentlich?"

„Sie werden wohl darüber diskutieren, was mit uns passieren wird."

„Hö?"

„Keine Sorge, du bist volljährig, daran können sie wenig rütteln. Sie werden aber darüber diskutieren, wohin dein Bruder kommt, wenn du noch in Hogwarts bist." Hermine hatte mal wieder den Durchblick und schaffte es sogar noch auf Nicky aufzupassen, der zum ersten Mal in seinem Leben mit magischen Spielzeug spielte. Sirius, der vorher mit nicky gespielt hatte war zu den Dursleys aufgebrochen.

„Werden sie ihn zu jemandem schicken?" Nick bekam gerade Panik und er plante bereits, wohin er abhauen könnte.

„Ich habe keine Ahnung, wir sollten abwarten. Wie wird eigentlich das Zimmerproblem gelöst?"
„Keine Ahnung, wir Jungs werden uns wahrscheinlich eins teilen. Aber mal ganz ehrlich, warum ist jetzt eigentlich noch die Hälfte von Voldemorts Leuten hier? Malfoys Haus ist doch groß genug."
„Woher willst du denn das wissen?"

„Oh, äh, Draco hat doch immer damit angegeben." Harry rettete sich noch gerade so.

„Ich schätze du hast recht, diese alten Familien haben sicherlich große alte Häuser. Aber es gibt wohl ein Problem mit Narcissa, sie lassen sich scheiden, und es ist nicht klar, ob sie Geheimnisse weitergegeben hat." Hermine seufzte. „Die ganze Sache ist etwas dubios und undurchsichtig, damit meine ich auch die Gründe der Scheidung."

Harry hätte hier helfen können, es hätte aber sicherlich Fragen aufgeworfen, wenn er gesagt hätte, dass Lucius schwul sei. Der Nachfrage „woher willst du das wissen?" hätte er nicht standgehalten und sich etwas zusammengestottert. Er war sich aber sicher, dass er es ihr irgendwann erzählen würde, aber wohl zunächst Nick, der ging an die Sache ganz anders ran. Er hoffte nur, er würde Lucius nicht über den Weg laufen.

Das schaffte er auch bis zum Abend, der Malfoy flohte zurück in sein Haus und Ron kam nur wenige Minuten später an, die beiden Erwachsenen wollten sich aus dem Weg gehen. Das hatte erstmal einige Vorstellungsrunden zur Folge, und dann wollten Tonks und Remus sich erstmal mit ihrem neuen Familienzuwachs bekannt machen. Nicky mochte die beiden, Nick musste sich erstmal damit abfinden, Verantwortung abzugeben, nachdem er seit Nickys Geburt für diesen gesorgt hatte. Das Pärchen würde sich gerne auch um Nick kümmern, und er würde auch in den Ferien zu ihnen ziehen, das stand schon fest, aber er wollte die Kontrolle über sein Leben nicht einfach so abgeben. Man wollte sich aber erst langsam aneinender gewöhnen.

Ron und Nick näherten sich erst langsam an, beide wollten ihren Besitzanspruch über Harry nicht abgeben. Harry fand sich also zwischen den beiden gefangen und Hermine musste mal wieder klären. Es wird wohl aber nicht das letzte Mal gewesen sein, dass sie die beiden zurechtweisen musste. Das Bettproblem wurde dann noch schnell gelöst, indem zwei Hochbetten hineingestellt worden waren, was wiederum zur Eifersucht führte.

„Ich teile mir das Hochbett mit Nicky, und ihr beiden könnt euch darum kloppen, wer beim anderen oben schlafen kann." Hermine war stolz auf Harry, dass er das Problem ganz allein gelöst hatte. Der Rest des Tages war dann sehr lustig, das Essen war gut und laut. Die wenigen Zauberer des dunklen Ordens sahen dem ganzen Treiben eher skeptisch zu und hielten Abstand zu den Weasley-Zwillingen und ein Auge auf die beiden neu angekommenen Brüder. Es war zum einen ihre gesunde Vorsicht vor allem und jedem, aber auch eine Anweisung ihres Lords. Sie sollten vor allem den älteren beobachten, aber vorsichtig, sodass er nichts merkt. Wenn man unter einem Dach lebt würde das allerdings auch nicht allzu schwer werden.

Heute Abend würden sie dann mit Lucius weitere Anweisungen absprechen, der dunkle Lord hatte für solche Sachen keine Zeit. Dieser wiederum saß gegen zehn Uhr seinen Untergebenen gegenüber, obwohl es keine klare Hierarchie gab, wenn man mal von der diktatorischen Herrschaft des Lords absah. Die anderen Anhänger hörten aber alle auf Lucius, es war um einiges gesünder, er war immerhin einer der wenigen Zauberer, die das komplette Leben zusammenbrechen lassen konnten, wenn sie wollten. Also gab er die Anweisungen weiter, Potter und den älteren der beiden Brüder im Auge zu behalten. Snape kam etwas zu spät, er hatte gerade einem widerstrebenden Nick die erste Dosis des übelriechenden Trankes verabreicht. Er hielt aber dicht, als Lucius sein Bestes tat um ihn über den Trank auszuquetschen.

Als Lucius am Abend dann in die Küche ging musste er sich mit dem nächsten Problem beschäftigen. Harry Potter, der Junge stahl gerade aus dem Kühlschrank etwas, was sehr nach Eis aussah, und hatte ihn noch nicht bemerkt. Die perfekte Gelegenheit, ihn zu erschrecken.
„Hallo, mein kleiner Gärtner…" Lucius blies Harry in den Nacken. Harrys Reaktion ließ nicht lange auf sich warten – der Junge drehte sich herum und fiel beinahe hin.

„Ich muss weg."

„Nein, musst du nicht, das Eis kann gerade noch einen Moment warten, mein Lieber, aber du scheinst ja bei allem recht schnell zu sein." Der abfällige Kommentar wurde von Harry korrekt verstanden und übersetzt.

„Ich bin nicht bei allem schnell."

„Das habe ich aber ganz anders in Erinnerung, ich habe es jetzt aber etwas eilig, da ich noch Besuch erwarte. Also viel Spaß mit deinen Freunden." Harry war nicht doof und konnte sofort eins und eins zusammenzählen, um neun Uhr Nachts bekam man keinen Besuch mehr, der Blonde hatte einfach sehr schnell Ersatz für ihn besorgt. Wahrscheinlich eine alte Liebschaft; das machte die Sache für Harry aber auch nicht leichter, musste er sich eingestehen. Das Eis aß er dann mit wenig Enthusiasmus und unter Nicks und Hermines fragenden Blicken.

Sirius nervte ihn gleichzeitig, schon seit er zurückgekommen war, benahm sich der „Erwachsene" komisch. Der wollte Harry aber nicht kränken, indem er ihm den Grund für seine Heiterkeit erklärte. Der Rumtreiber fand es aber äußerst komisch, dass Petunia Harry mittlerweile so gern mochte, weil der wie ein Mädchen aussah. Harrys Sachen waren verstaut worden, nachdem Molly aus dem Zimmer getrieben wurde, sie sollte schließlich nicht einen all zu großen Blick auf seine Kleidung werfen. Hermine hatte sich nur schwer zurückhalten können, während eins ums andere freizügige Teil seinen Weg in den Schrank fand. Ron hatte nur mit großen Augen zugesehen, während Nick schon mal fragte, ob er sich das ein oder andere Teil ausleihen dürfte. Sirius hatte nur zugesehen, aber keinen Kommentar gegeben, der Junge sollte seiner Meinung nach eh etwas Spaß haben. Die Nacht durchzumachen und schockierende Kleidung zu tragen gehörte dazu. Ein all zu später Zapfenstreich war mit dem kleinen Nicky sowieso nicht drin, und so fanden sich schon bald alle in ihren Betten. Ron und Nicky waren sehr schnell eingeschlafen, ein leerer Kopf kannte halt keine Sorgen. Wobei das eher auf Ron zu traf. Nick und Harry kämpften aber noch etwas mit ihren inneren Dämonben, bevor auch sie einschliefen. Harry waren die Nähe zu Voldemort und die Worte des Blonden an die Nieren gegangen und Nick spürte die Wirkungen des Trankes mittlerweile zu genau für seinen Geschmack.

Lg mogeta