Flown away – Kapitel 8

Disclaimer und Hinweise

Überarbeitete Story. Original von 2005/2006.

Inhalt:

Sequel zu Sie und So leer. Draco Malfoy glaubt, dass sie von seinem Vater ermordet wurde, doch dann steht er ihr plötzlich in Hogwarts gegenüber. Beginnt Draco allmählich, seinen Verstand zu verlieren oder ist das alles Realität?

Disclaimer:

Alle bekannten Personen, Orte etc. gehören JKR, ich werd ihr alles mehr oder weniger unbeschadet wieder zurückgeben. Viele Personen (naja, eigentlich fast alle^^) handeln nicht so, wie sie es in den bekannten Harry-Potter-Büchern tun würden, also bitte nicht alles auf die Goldwaage legen.

Ach so, Geld verdien ich auch nicht damit (würd mich wundern, wenn mir auch nur eine Person nen Cent dafür geben würde).

Rating:

Muss man ja (leider) angeben. Und damit es auch alle verstehen, verwende ich jetzt nichts mit T und M, sondern sage einfach, dass die Geschichte am Anfang eigentlich von allen gelesen werden kann. Sobald Gewalt etc. expliziter drin vorkommt, geb ich das noch extra zu Beginn des jeweiligen Kapitels an.

Hinweis:

Harry, Ron, Hermine, ihre ganzen Problemchen und der Schnickschnack mit Voldemort hab ich ganz beiseite geschoben. Wen interessiert schon das übliche Piepapo, wenn man einen Draco Malfoy in den Vordergrund stellen kann? ;)

Veröffentlichung:

Ich veröffentliche meine Fanfictions außer hier nur noch in Gina's Hogwarts.

Und nun viel Spaß beim Lesen.


Ein kleines bisschen Wahrheit

"Also, schieß los...", sagte Blaise, als er und Draco nach Ende des letzten Unterrichts in die Große Halle gingen und sich dort an ihrem Haustisch niederließen. Draco hatte diesen Ort wohlbedacht ausgewählt: Die anderen Schüler und Schülerinnen, die sich hier aufhielten, waren mit Hausaufgaben, Zauberschach spielen oder sonstigen anderen Sachen beschäftigt und niemand beachtete sie weiter. Im Gemeinschaftsraum dagegen tummelte sich alles dicht an dicht und jeder beobachtete ihn aufgrund der letzten Wochen, und Draco wollte keinesfalls riskieren, dass irgendjemand ihrem Gespräch lauschte, für dessen Ohren es nicht bestimmt war.

Blaise sah seinen Freund, der beharrlich schwieg und anscheinend nicht recht mit der Sprache herausrücken wollte, erwartungsvoll an. Zu sehr drängen wollte er Draco natürlich nicht, dennoch interessierte es ihn brennend, was den Slytherin schon seit Schuljahresbeginn so bedrückte, dass er sich immer mehr in sich zurückzog.

Draco holte tief Luft. Wie sollte er bloß beginnen? Das war alles so verdammt schwierig. Noch nie hatte er ein vergleichbares "Problem" gehabt und noch nie hatte er mit einem seiner Freunde über Mädchen gesprochen… Aber irgendwie musste er ja einen Anfang finden. Er seufzte einmal laut und begann: "Also, am 1. September bin ich bei King's Cross jemandem begegnet, der mir seitdem nicht mehr aus dem Kopf geht..."

Blaise grinste ihn an. "Ein Mädchen?", fragte er mit anzüglichem Unterton.

"Ja, ein Mädchen, stell dir vor! Naja, wir haben kein einziges Wort miteinander gesprochen, sondern uns einfach nur angesehen und... ich..." Draco stockte. Verdammt! Warum hatte er überhaupt damit begonnen? Das war wieder mal eine bemerkenswert dämliche Aktion von ihm gewesen! Wie sollte Blaise ihm schon helfen können? "Ich hab sie angefasst..."

Sein Gegenüber grinste noch immer. Draco seufzte erneut laut. Er kannte Blaise und seine schmutzigen Hintergedanken. Aber nicht jedes "anfassen" bedeutete das Eine... "Hör auf so dämlich zu grinsen! Ich kann auch aufhören, dir das zu erzählen!", meinte er grimmig und schlagartig wich das Grinsen aus Blaises Gesicht.

"Du hast sie angefasst, okay. Ich nehme mal an, du meinst mit anfassen, dass du sie umarmt hast?", fragte Blaise vorsichtig, gut darauf bedacht, seinen Freund nicht noch weiter zu provozieren (denn es interessierte ihn wirklich total, warum Draco so verschlossen war und wenn dann auch noch ein Mädchen im Spiel war… Uiuiui…).

"Nein, nicht einmal das", sagte Draco und sah sich hektisch um, ob auch niemand zu ihnen herüber sah. "Ich hab meine Hand gehoben und ihre Wange gestreichelt, das war alles."

Blaise schien enttäuscht. "Das war alles? Du kannst mir jetzt nicht erzählen, dass du deshalb so durch'n Wind bist und alles...", meinte er.

Draco sah ihn böse an. "Du verstehst das nicht. Sie war eine Muggel! Und mein Vater hat uns gesehen..."

"Oh Backe...", sagte Blaise, der Draco's Vater nur zu gut kannte. "Das hat bestimmt Ärger gegeben oder?"

"Nein, das ist es ja gerade. Sie und ich standen da und haben uns angestarrt, ich hab ihre Wange gestreichelt und mein Vater meinte einfach nur: Es ist genug! Dann sind wir zum Gleis Neundreiviertel. Mein Vater war so unglaublich ruhig und gefasst und gerade das ist es, was mir Angst macht. Er hasst die Muggel! Und dann hat er mich da mit einer stehen sehen. Verstehst du jetzt, was mit mir los ist?", fragte Draco.

Blaise starrte ihn verwirrt an. "Nein, ehrlich gesagt verstehe ich nicht so ganz. Vielleicht hat dein Vater das Ganze gar nicht so ernst genommen... Ich meine, du sagtest, er wäre ganz ruhig gewesen und so. Es war ja auch nur eine kleine Berührung...", meinte er.

"Das ist es doch gerade! Eine Berührung! Von einem Malfoy mit einer Muggel! Was Schlimmeres hätte ich nicht tun können. Mein Vater ist ziemlich gerissen, das weißt du! Er ist ruhig geblieben, weil er nicht mich bestrafen wollte, sondern sie! Kapierst du jetzt? Dieses Mädchen - wer immer sie war - hat eine Faszination auf mich aufgeübt und mein Vater bestraft mich für die verbotene Faszination auf einen Muggel, indem er ihr etwas antut!" Draco war hektisch aufgestanden. Nervös ging er auf und ab.


Nächstes Kapitel kommt...