Kapitel 8 - Der Krieger aus dem Jenseits
„Was glaubt ihr, wie sie sich schlagen?", fragte Bulma nervös und lief das Zimmer auf und ab. Sie war in der Capsule Corp.-Zentrale, wo sie sich mit Muten Roshi, Lunch, Chi-Chi und dem Rinderteufel getroffen hat.
„Es ist schwer zu sagen...", murmelte Muten Roshi. Er konnte Energien spüren, aber die anderen trugen alle Nachbildungen von Scoutern, die Bulma ihnen gegeben hatte. „Die Nachrichtencrews sind immer noch an der Landestelle und der zerstörten Stadt–sie haben die Saiyajins noch nicht bis zum Kame Haus verfolgt, daher können wir nicht sehen, was geschieht..."
„Nun, ich glaube nicht, dass jemand von ihnen getötet wurde, das ist schon mal etwas." Bulma fummelte an ihrem Scouter rum. „Ich meine, ich habe die Kampfkräfte von allen gemessen, als sie trainiert haben, also ist Goku die 6000, und Radditz die 12.000. Die zwei kleineren sind Krillin und Yamchu und die Saiyajins sind die 4000 und die 18.000, weil sie aus der Richtung der zerstörten Stadt kamen..." Sie kratzte sich am Kopf. „Ich schätze, der andere Wert von 4000 muss Piccolo sein. Ich hatte nie die Chance bekommen, ihn zu messen–es war viel zu schwer ihn aufzuspüren."
„Das erklärt noch nicht alles." Lunch, die noch immer in ihrer blonden/aggressiven Form war, runzelte die Stirn. „Ich meine, gerade als der Kampf anfing, sind sechs kleine Kampfkräfte aufgetaucht, und dann wieder verschwunden. Dann ist eine andere aufgetaucht, und sie springt von einer Stelle zur anderen."
Chi-Chi biss sich auf die Lippe. „Ich weiß nicht...dieser eine Saiyajin ist so stark wie Goku und Radditz zusammen!" Sie legte ihren Kopf in ihre Hände. „Oh, Goku...komm sicher nach Hause..."
Nappa schwebte über dem Kame Haus und wartete darauf, dass Piccolo wieder auftauchte. „Namekianer...oh, Namekianer...komm schon, du großer Grünling, ich hab nicht den ganzen Tag Zeit..." Keine Antwort. „Auch gut. Ich werde erst einmal das hier beseitigen." Er zeigte mit einem Finger auf das Kame Haus, und es explodierte, wobei verkohlte Holzteile verteilte, die im Meer versanken. „Schon besser." Er landete auf dem Boden, seine Füße versanken leicht im Sand. Der riesige Saiyajin bemerkte Gohan, Yamchu und Krillin die am Stand kauerten und lächelte grausam. „Oh, zu euch komme ich noch–wartet nur dort. Aber zuerst muss ich...hm?" Sein Scouter fing an, wild zu piepen. „Das muss der Namekianer sein, aber...diese Kampfkraft ist riesig..."
Piccolo tauchte aus dem Meer auf, hielt zwei Finger an seiner Stirn und biss die Zähne zusammen, während Schweiß von seiner Stirn lief. „In Ordnung, Saiyajin, schauen wir mal, wie du hiermit klarkommst!" Kleine Blitze flimmerten an seinen Fingerspitzen auf. „Ich habe meine gesamte Energie in einem Punkt konzentriert!" Wellen von Macht strömten aus seinem Körper. Ganze Fischschwärme wurden geröstet, als das Wasser um sie herum kochte.
„Komm schon!" Nappa grinste. „Ich glaube nicht, dass du einen so starken Angriff aufrechterhalten kannst–bis er mich trifft, wird er den größten Teil seiner Energie verloren haben!"
„Wenn du das denkst..." Piccolo warf seinen Arm nach vorn und feuerte einen gelben Strahl sich drehender Energie ab. „HÖLLENSPIRALE!" Nappa bemerkte seinen Fehler zu spät, als der Angriff schneller auf ihn zuflog, als er ausweichen konnte.
Im letzten Moment flog Vegeta auf Nappa zu und bewegte sich mit Leichtigkeit wenigstens doppelt so schnell wie Piccolos Angriff. „Weich aus, du Idiot!" Er kickte seinen größeren Kameraden aus dem Weg des Strahls und er flog vorbei, wobei er einen Teil von Nappas Rüstung mitnahm. Vegeta drehte sich um und sah, wie Goku und Radditz auf ihn zuflogen. „Beeil sich und erledige diese Plagen!", fauchte er und flog wieder in den Himmel.
Nappa drehte sich wieder zu Piccolo–der Namekianer atmete schwer und war völlig erschöpft. „Nun...", sagte Nappa und grinste. „Du kannst deine Energie ziemlich gut kontrollieren. Wenn Vegeta nicht eingegriffen hätte, wäre ich jetzt einen Kopf kürzer. Zu schade für dich. Jetzt..." Blitze flammten an seinem Körper auf. „...bin ich dran. Raaaaah..." Die Erde bebte, als sich Nappas Kraft in ihm gesammelt hat. Piccolos Sinne waren noch immer scharf, trotzdem er ausgelaugt war, und er wusste, dass er angreifen musste, bevor sein Gegner seinen Angriff vorbereitet hatte. Piccolo sprang nach vorn und schlug nach der Kehle des Saiyajins, doch der Saiyajin fing die Faust mit einer Hand ab, und versetzte Piccolo mit der anderen einen verheerenden Schlag in die Seite seines Kopfes. Piccolo taumelte zurück und hielt sich seinen schmerzenden Schädel.
„Hey, Namekianer!" Nappa hob seinen Kopf und warf ihn nach vorn, wobei ein gelber Energiestrahl aus seinem Mund schoss. „YAAAH!" Piccolo schaute gerade rechtzeitig nach oben, um den Angrif zu sehen, der ihn mit voller Breitseite traf. Eine riesige Rauchwolke bildete sich, und als sie sich verzog, stand Piccolo noch immer. Es schien erst so, als hätte er überlebt.
„Ihr...verdammten...Saiyajins...", knurrte er, stolperte dann, fiel um und lag regungslos da. „Ich werde...mich rächen..." Er verstummte.
Nappa wischte sich den Mund ab. „Hey, nicht schlecht! Er hat länger durchgehalten, als ich gedacht habe. Nun dann..." Er wandte sich Yamchu, Krillin und Gohan zu, die ihn noch immer geschockt ansahen. „Wer ist jetzt dran?"
In der Luft wandte sich Vegeta wieder Radditz und Goku zu, und lächelte ein wenig. „Es tut mir wirklich leid. Ich glaube, bevor ich gegangen bin, habe ich gesagt, dass ich euch meine wahre Macht zeige, oder?"
„Hmph." Radditz verstand den Sinn dahinter nicht. „Wir haben's kapiert, du bist mächtig. Nun, wir sind auch stark–wie wäre es, wenn wir es dir zeigen?" Er war auf der Hut.
Vegeta grinste. „Oh, ich bin mir sicher, dass ihr das seid. Aber an das hier kommt ihr nicht heran!" Er breitete seine Arme und Beine aus und setzte eine gigantische Kraftwelle frei.
„Was zum..." Goku schützte sich. „Diese ganze Energie...Sie kam gerade aus dem Nichts!" Sturmwolken sammelten sich, und ein ein Wind, so stark wie ein Orkan, bildete sich. Wellen, so groß wie Tsunamis, schlugen hoch, und im Zentrum des Strudels schwebte der Prinz der Saiyajins und warf mit massiver Energie um sich, als wäre es nichts. Über dem gesamten Meer brachen Gebäude in sich zusammen, als Beben die Erde erschütterten. Urplötzlich nahm Vegeta die Hände nach unten und der Sturm beruhigte sich. Stille trat ein.
„Nun...", fragte er sie. „Seht ihr jetzt, womit ihr es zu tun habt? Wird es euch jetzt klar, dass es unmöglich ist, so eine Kraft zu überwältigen?"
„Nun, äh..." Radditz war sichtlich erschüttert. „Das ist... wirklich unglaublich."
„Ja." Goku wurde von dem Druck von Vegetas Kraft zurückgedrängt, und ist gerade erst zu ihm zurückgeflogen. „Dieser Kerl ist unglaublich..."
„Natürlich." Vegeta ballte seine Fäuste. „Wenn ich wollte, könnte ich den ganzen Planeten vernichten. Und da ihr jetzt wisst, dass es nichts bringt, gegen mich zu kämpfen...lasst mich euch ein Angebot machen. Kommt mit mir. Schließt euch wieder den Saiyajins an! Denkt an die Welten, die wir zusammen erobern können! Die Kämpfe, die wir bestreiten können, den Ruhm, den wir erlangen können! Ihr würdet mir viel besser dienen können als Nappa..."
„Auf keinen Fall!" Goku zeigte auf den Planeten. „Radditz hat mir schon das gleiche Angebot gemacht–und ich habe alles, was ich brauche, genau hier! Was du machst, ist einfach nur falsch!"
„Hm... Das habe ich von dir erwartet–du bist inzwischen durch und durch ein Erdling. Einer von den 'Guten'." Vegeta hob eine Augenbraue. „Aber...was ist mit dir, Radditz? Ich wollte dich wegen deiner Inkompetenz töten, aber mit so einer hohen Kampfkraft wäre das inzwischen eine Verschwendung. Du hast dich nur aus der Not heraus mit diesen niederen Wesen verbündet. Schließ dich mir an! Zusammen können wir diesen Abschaum Kakarott beseitigen, diese Welt säubern und verkaufen, und ein Imperium errichten!"
„Ha...ha ha..." Radditz schien zu lachen.
„Hm? Was ist so komisch?!" Der Prinz knurrte.
„Weißt du..." Radditz schaute zu Vegeta. „Du hast mich fast rumgekriegt. Ich habe ernsthaft überlegt, dein Angebot anzunehmen. Aber..." Er verengte seine Augen. „Dieser 'Abschaum' von dem du da sprichst, ist mein Bruder! Du willst, dass ich ihn so betrüge?!" Er breitete seine Arme aus, sammelte Energie und lies seine Aura aufleuchten. „Fahr zur Hölle!"
Nappa ging langsam auf die zwei Erdenkämpfer zu, die vor Gohan standen, um ihn zu schützen. „Oh Mann...", stöhnte Krillin. „Der Kerl hat gerade Piccolo getötet! Wir sind verloren..."
„Nein, das sind wir noch nicht!" Yamchu trat nach vorn. „Wir haben gerade diese grünen Dinger erledigt, und die waren zu sechst! Ich weiß, dass wir es mit dem hier aufnehmen können! Nehmen wir gleich unsere stärksten Angriffe–wir wollen ja nichts riskieren."
„Ok." Krillin nickte Gohan zu. „Vielleicht solltest du hinter uns bleiben, Kleiner. Er nahm eine Hand in die Luft, mit der Handfläche nach oben, während Yamchu seine Hand vor sein Gesicht hielt.
„KIENZAN–HAA!"
„Kugelblitztorpedo!"
Die zwei Angriffe flogen auf Nappa zu, der nur grinste. Sein Scouter warnte ihn vor Krillins scharfkantiger Energiescheibe, deshalb sprang er über sie, aber er schnappte sich Yamchus Angriff mit beiden Händen, und–
„Hat er gerade meinen Kugelblitztorpedo gegessen?", fragte Yamchu ungläubig. Nappa landete vor ihnen.
„Hey, nicht schlecht! Wollt ihr noch etwas probieren, bevor ihr sterbt?" Er trat Krillin in die Brust und schleuderte den kleinen Kämpfer weg, der mit dem Gesicht am Boden neben Gohan landete. Yamchu verzog das Gesicht.
„Ok, jetzt reicht's! Du kannst uns nicht einfach so umherschmeißen, als wären wir nur Witzfiguren! Wolfszahn-Faust!" Er stürzte sich auf Nappa, doch der Saiyajin fing seine Hände, und ließ ihn mit einer Kopfnuss auf dem Boden neben Krillin landen.
„Anscheinend schon."
Die Menschen standen wieder auf. Au...hat sich jemand das Kennzeichen dieses Trucks gemerkt...?" Yamchu kratzte sich am Kopf. „Ok, wir sind noch nicht am Ende!"
„Genau!" Krillin schaute zu Gohan. „Hey Gohan, hat dir dein Vater je das Kamehameha beigebracht?" Gohan nickte unruhig. „In Ordnung–glaubst du, du kannst es jetzt versuchen? Wir werden es beide abfeuern, deshalb wollen wir unsere ganze Kraft vereinigen!"
„Ok!" Gohan drehte sich zu Nappa, und die drei Beschützer der Erde nahmen ihre Hände zur Seite und konzentrierten all ihre Energie in einem einzigen Punkt.
„KA...ME...HA...ME...", sagten sie alle gemeinsam.
„Oh, das könnte Spaß machen." Nappa streckte seine Schultermuskeln. „Dann zeigt mal!"
„HAAA!" Die drei blauen Stahlen rasten auf Nappa zu, vereinigten sich genau vor ihm und trafen den Saiyajin als einer. Für einen Moment blockte das Licht ihres Angriffs alles aus. Dann konnten sie eine Bewegung sehen. Nappa schritt nach vorn und drückte ihren Angriff zurück. Er lief immer weiter, vollkommen unbeeindruckt, bisher genau vor ihnen stand. Die drei standen einfach nur still da, bis sie keine Energie mehr hatte und ihre Strahlen verschwanden.
Nappa stand da, der Rauch verzog sich langsam von seiner Rüstung, sein Scouter war zerstört. „Hey, das hab ich schon fast gespürt." Er packte Krillin am Kopf und hob ihn in die Luft. „Aber jetzt wird mir langsam langweilig, daher ist es an der Zeit, dem hier ein Ende zu bereiten." Er drehte Krillins Kopf ohne Probleme um 180 Grad und brach sein Genick wie einen Zweig. Immer noch grinsend warf er die Leiche vor Yamchus Füße. „Du bist als nächstes dran, Narbengesicht, aber ich hab mir gedacht, dass ich dir einen Moment gebe, um es zu verarbeiten."
Yamchu stand bewegungslos da und versuchte, zu sprechen. „N...nein...Krillin...d...du..." Er wich aus Angst vor Nappa zurück. Gohan, der jetzt vor Yamchu stand, schaute auf Krillins leblosen Körper. Seine Schultern zitterten und Tränen liefen ihm übers Gesicht. Es war nicht so, das Krillin einer seiner besten Freunde war–er hat ihn nur zwei Mal in seinem Leben gesehen–aber Gohan hat einfach noch die jemanden sterben sehen. „Du...DU HAST IHN GETÖTET!" Das war vielleicht nicht der beste Kampfschrei, aber für ein fünfjähriges Kind war es genug. Gohan raste nach vorn und rammte seine Schulter in Nappas Magen. Der Halbsaiyajin sprang nach oben, während Nappa gekrümmt vor Schmerz keuchte, und schmetterte seine Fäuste in Nappas Gesicht. Als Nappa jaulte und zurücktaumelte, trat Gohan ihn direkt zurück ins Wasser.
„Was zum..." Yamchu schaute vollkommen ungläubig. „Gohan?!"
Radditz flog auf Vegeta zu und schlug dem Prinzen in den Kiefer. Während sich Vegeta drehte, packte ihn Radditz, noch immer voller Zorn, am Schopf, und rammte Vegetas Gesicht in sein Knie. Bevor er einen weiteren Treffer landen konnte, befreite sich Vegeta aus seinem Griff, schlug wiederholt auf Radditz ein und schleuderte ihn weg. Vegeta stand aufrecht in der Luft. „Nun, Radditz, ich hätte nicht gedacht, dass du es drauf hast..." Gerade als Radditz antworten wollte, unterbrach Goku ihn.
„Gohan! Was macht er da unten?" Er flog mit voller Geschwindigkeit auf die Insel zu. „Ich muss ihn da raus holen..." Vegeta fing ihn ab, tauchte vor Goku auf und trat ihn aus dem Weg. „Das lässt du schön bleiben." Vegeta lachte ein wenig und bemerkte Gohans Schwanz. „Du hast also einen Sohn auf diesem Planeten? Nun...schauen wir mal, wie er sich gegen Nappa schlägt, in Ordnung? Das gilt auch für deine Menschenfreunde." Sie schwebten still in der Luft und sahen zu, wie sich die Ereignisse abspielten. Aber die Spannung stieg, als Krillin gestorben ist. „KRILLIN!" Radditz flog seinem Bruder hinterher und trat dem brutalen Kampf bei. Für jeden Treffer, den sie landeten, kassierten sie zwei oder drei von Vegeta. Jedes Mal, wenn Goku versuchte, wegzufliegen, um seinem Sohn zu helfen, versperrte der Prinz ihm den Weg. „Verdammt!", schrie Goku. „Halte durch, Gohan!"
Gohan atmete schwer und konnte fast nicht glauben, dass er gerade so gekämpft hat. Aber bevor er sich wieder erholen konnte, tauchte Nappa wieder auf und schüttelt sich das Wasser wie ein Hund vom Körper. „Nun, der Junge zeigt Kampfgeist!" Er hob eine gewaltige Faust. „Vielleicht ein bisschen zu viel..." Gohan zitterte vor Angst.
„Gohan" Nein!" Goku versuchte, sie zu erreichen, doch Vegeta schleuderte ihn wieder davon, und wandte sich Radditz zu.
Nappa schlug zu, jedoch– „DODONPA!" Ein dünner Strahl gelben Lichten traf Nappa im Gesicht und warf ihn zu Boden. Alle schauten in die Richtung, aus der der Angriff kam. Ein glatzköpfiger, dreiäugiger Mann stand am Strand und hielt einen rauchenden Finger ausgestreckt.
„T-Tenshinhan?" Gokus Gesicht erhellte sich. „Tenshinhan! Du bist es! Ich kann dir nicht sagen, wie froh ich bin, dich zu sehen! Wow, du hast deine Energie wohl ziemlich gut unterdrückt. Keiner von und hat dich bemerkt."
Tenshinhans ernster Gesichtsausdruck wurde sanfter. „Es ist auch schön, euch alle zu sehen. Tut mir leid dass ich so lange gebraucht habe–es hätte noch länger dauern können, aber zum Glück habe ich mich daran erinnert, wie lange die Reise über den Schlangenpfad dauern würde und bin eher gegangen."
„Äh..." Goku blinzelte. „Der Schlangen-was jetzt?"
Vegeta starrte den Neuankömmlich an. Das kann nicht sein...der Mensch, der gestorben ist, um Radditz zu beschützen? Immerhin ein Beweis, dass die Dragonballs funktionieren...
Nappa stand langsam wieder auf. „Ich werde euch die ganze Geschichte später erzählen.", sagte Tenshinhan und nickte Goku zu.
„Du verdammter..." Nappa rieb seine Wange. „Ich weiß nicht, wo du herkamst, aber das wirst du bereuen!" Er versuchte, Tenshinhan zu packen, aber er griff nur nach dünner Luft und taumelte nach vorn. „Hey, was zur..." Tenshinhan stand nun hinter ihm. Er ignorierte Nappa und lief zu Yamchu und Gohan. Er bemerkte Krillins Körper.
„Verdammt!" Er ballte seine Fäuste. „Ich war trotzdem zu spät!"
Yamchu zeigte auf das Wasser, in dem Piccolos Körper trieb. „Er hat auch Piccolo erwischt..."
Tenshinhan starrte Nappa wütend an. „Das bedeutet, dass die Dragonballs nutzlos sind! Selbst wenn sie es nicht wären, Krillin wurd schon einmal wiederbelebt–es wird nicht wieder funktionieren!" Er schritt auf den massiven Saiyajin zu. „Dafür wirst du bezahlen!"
„Schnauze! Du bist nichts im Vergleich zu uns!" Nappa schlug um sich, doch Tenshinhan hielt seine Faust mit einer Hand auf.
„Nun, deine Geschwindigkeit überzeugt nicht gerade..." Er lächelte. „Du siehst jedoch ziemlich widerstandsfähig aus, deshalb glaube ich, dass ich die ganze Sache beschleunigen werde."
Er ging in einer tiefere Haltung und konzentrierte seine gesamte Kraft auf einmal. Eine flammenrote Aura erschien um seinen Körper. „KAIOKEN!" Er bewegte sich sogar noch schneller als vorher und fing an, auf Nappa einzuprügeln. Er konterte ohne Probleme jeden Gegenangriff und ließ Druckpunktangriffe auf Nappas Körper regnen. Nach ein paar Sekunden hielt es der Saiyajin nicht mehr aus und feuerte Energiewellen in alle Richtungen, wodurch Tenshinhan zurückgedrängt wurde. Tenshinhan sprang über Nappa und landete hinter ihm. „In Ordnung, ich muss dem hier ein Ende setzen–ZWEIFACHE KAIOKEN!" Er wurde zum Schatten und verschwand. Nappa schaute wild um sich, und den Bruchteil einer Sekunde später schlug etwas in seinem Rücken ein. Ein lautes Krachen war zu hören, als seine Wirbelsäule nachgab, und Nappa stolperte mit schmerzverzerrtem Gesicht zu Boden. Tenshinhan tauchte vor ihm wieder auf, seine rote Aura verschwand.
„Was zum–was war das?", fragte Radditz ungläubig. „Für eine Sekunde war er fast so schnell wie ich–und das von einem Menschen..." Tenshinhan flog zu Goku und Radditz.
„Es ist eine Technik, die mir Meister Kaio im Jenseits beigebracht hat. Die Kaioken–sie vervielfältigt meine Kraft, jedoch muss ich vorsichtig sein, sonst könnte sie meinem Körper schaden, wenn ich sie zu oft einsetze. Er hat mir gesagt, dass ich die das doppelte meiner eigenen Kraft verwenden soll."
„Aber das ist unglaublich!" Goku lachte. „Mit diesem Kaio-Dingens hast du mich übertroffen! Zusammen haben wir vielleicht eine Chance, Vegeta zu besiegen!"
Vegeta war sprachlos. Eine Kraft, die stark genug war, um Nappa zu besiegen...in einem Menschen...was war er? Tenshinhans dreiäugiger Blick wanderte zu dem Prinzen. „Vegeta, nicht wahr? Hey, Goku, Radditz–warum lasst ihr mich nicht mal an ihn ran?" Er stellte sich vor die Saiyajinbrüder, bevor er sich kurz noch einmal umdrehte. „Oh, und Radditz–schön, dich auf unserer Seite zu sehen. Du musst nicht wie sie sein." Er konzentrierte sich wieder auf Vegeta. „Na dann...lass mich die die wahre Kraft der Menschheit zeigen." Tenshinhan war ein Realist. Er hat Vegetas Kraft schon auf dem Palast Gottes gespürt, und er hat gesehen, wie er mit Goku und Radditz gespielt hat, als wären sie Anfänger. Und durch seine Kiku-Kanone hatte er Erfahrung darin, seinen Körper bis an seine Grenzen zu bringen, deshalb hat er gehofft, dass er damit klarkommt. Tut mir Leid, Meister Kaio...dachte er bitter. „DREIFACHE KAIOKEN!" Kraft explodierte in seinem Körper und Tenshinhan flog auf Vegeta zu, der von dem plötzlichen Geschwindigkeitsanstieg überrascht war. Durch einen Angriffsschauer wurde er davongeschleudert, und Tenschinhan flog hinter seinen Gegner
„Unglaublich..." Radditz konnte seinen Augen nicht trauen. „Er ist sogar noch stärker als ich!"
Nach einem Tritt in den Magen wurde Vegeta erneut davongeschleudert und Tenshinhan flog hinterher und nutzte seinen Vorteil. Vegeta verschwand jedoch bevor Tenshinhans nächster Angriff traf. Er tauchte über Tenshinhan auf, trat ihn mit beiden Füßen und schleuderte ihn davon. Tenshinhan drehte sich aufrecht und seine Aura verschwand.
Der Prinz wischte sich Blut vom Gesicht. „Dafür wirst du bezahlen, Mensch!" Er nahm wieder seine Haltung ein. „Wenn du jetzt mit deiner Prahlerei fertig bist, lass mich dir sagen, dass ich meine Überraschung überwunden habe, und selbst mit diesem Kraftschub ist es immer noch ein Leichtes, euch drei zu eliminieren!" Er flog auf seine drei Gegner zu und der Kampf ging weiter.
Gohan und Yamchu schauten sich den Hochgeschwindigkeitskampf an. „Wow...", murmelte Yamchu. „Schau sie dir an."
„Können wir gewinnen?", fragte Gohan mit großen Augen.
„Ich weiß es nicht." Yamchu kniff die Augen zusammen und versuchte, mitzuhalten. „Was auch immer das für ein Angriff von Tenshinhan war, er muss ihn ziemlich ausgelaugt haben, denn er hat ihn nicht mehr eingesetzt. Und selbst mit allen dreien, nimmt dieser Vegeta sie auseinander. Sie können einfach nicht mit seiner Geschwindigkeit mithalten..."
Bei der Capsule Corp. waren alle verwirrt. „Äh..." Bulma zögerte. „Beide Viertausender-Kampfkräfte sind verschwunden, also schätze ich, dass einer der Saiyajins besiegt wurde, aber auch Piccolo..."
„Das könnte gut sein, weißt du?", sagte Lunch. „Ich meine, Piccolo war auch ziemlich böse–er hat nur für uns gekämpft, weil er es musste."
„Ja...ich schätze schon. Was mir Sorgen bereitet, ist, dass ich Krillins Kampfkraft nicht mehr erfasse, und es auf einmal eine neue große gibt, die immer wieder steigt und fällt–manchmal ist sie fast so hoch wie die des anderen Saiyajins!"
„Oh..." Der Rinderteufel war sichtlich nervös. „Ihr glaubt doch nicht, dass Krillin...dass er..."
„Ich weiß es einfach nicht", seufzte Bulma. „Wenn er ohnmächtig geworden ist oder einfach nur sehr erschöpft ist, würde er ihn aus dieser Entfernung nicht erfassen–also ist es unmöglich, irgendwas zu sagen, bis der Kampf vorbei ist."
Chi-Chi verschränkte ihre Arme. „Nun, ich bin nur froh, dass ich sie davon abgehalten habe, meinen Gohan dorthin zu schicken! Könnt ihr euch meinen kleinen Jungen vorstellen, wie er in seinem Alter gegen Außerirdische kämpft? Nein, es ist besser, wenn er einfach nur weiterlernt. Es gibt noch andere Möglichkeiten, die Welt zu einem besseren Ort zu machen, als nur zu kämpfen, wisst ihr?"
„Ja...schätze schon...", antwortete Bulma. Nicht wirklich relevant...
Vegeta packte Gokus Bein, schleuderte ihn Radditz entgegen, und ließ beide Saiyajins in einem Wirrwarr aus Gliedmaßen davonfliegen. Tenshinhan hing in der Luft vor Vegeta und versuchte, den Schmerz, den er nach der Tracht Prügel von Vegeta erlitten hat, zu ignorieren. „Nun, das war ja ein sehr dramatischer Auftritt.", sagte ihm Vegeta. „Aber ich glaube, man kann schon sagen, dass du dem Hype nicht ganz gerecht geworden bist. Nach dem, was du mit Nappa angestellt hast, habe ich einen besseren Kampf erwartet...nun, am Ende bist du halt doch nur ein Mensch."
Tenshinhan schaute ihn finster an. Wie kann jemand so Starkes überhaupt existieren. Selbst eine dreifache Kaioken hat ihm nichts ausgemacht...nun, ich schätze, es gibt nur eine Möglichkeit. Er schloss seine Augen, und sammelte seine Kräfte. Sein drittes Auge blieb jedoch immer offen und schaute Vegeta an. Goku und Radditz trennten sich und schauten zu Tenshinhan, als Dampf aus seinem Körper stieg. Das Meer fing an, um ihn herum zu verdampfen und erschuf einen Strudel kochenden Wassers. Bitte, mein Körper!, dachte er. Versag jetzt bloß nicht! „Haaaah...VIERFACHE...KAIOKEN!"
Auf Meister Kaios Planeten sprangen die Antennen des Gottes nach oben. „WIE BITTE?!"
Goku und Radditz sahen nur einen roten Blitz, als Tenshinhan in Vegeta reinrammte. Der menschliche Krieger schleuderte Vegeta vor und zurück, in eine Richtung und dann in die andere, immer wieder an ihnen vorbei, viel schneller als ihre Sinne folgen konnten. Die Krieger tauchte nur ein paar Meter vor ihnen wieder auf. Tenshinhan trat Vegeta in die Luft. Er entspannte sich, seine Aura verschwand. Adern waren an seinem ganzen Körper zu sehen. Schweiß lief ihm überall herab. Er rang nach Atem. „Nimm...das...du zu groß geratener Affe..." Goku stützte seinen Freund ab.
„Ganz ruhig, Tenshinhan! Das war großartig..."
„Einen Moment." Radditz tippte Goku auf die Schulter und zeigte auf Vegeta, der gerade anfing, sich von Tenshinhans heftigem Angriff zu erholen. Er schwebte unsicher in der Luft, ein Auge war halb geschlossen, da er einen heftigen Schlag mit dem Ellbogen ins Gesicht bekommen hatte. Kratzer, Risse in der Rüstung und tropfendes Blut zierten seinen Körper.
„Das...lasse ich nicht zu!", schrie er. „Ich lasse mich nicht besiegen...von dir...MENSCH!" Er flog in die Luft und hielt ein paar hundert Meter über der Erde an.
„Weicht diesem Angriff ruhig aus! Wenn er den Boden trifft, wird er euren ganzen Planeten vernichten!"
„Was?!", keuchte Radditz. „Vegeta, bist du wahnsinnig?! Du wirst mit uns sterben!"
„Das...ist der Unterschied zwischen uns!" Vegeta fing an, mit lila Energie zu leuchten. „Ich bin ein wahrer Saiyajin! Ich würde alles für meinen Stolz opfern! Was wisst ihr schon von Stolz?" Er hob beide Hände neben seinen Kopf. „GALICK GUN..."
„Kakarott!" Radditz sammelte Energie in seinen Händen. „Mensch! Macht euch bereit, seinen Angriff abzuwehren!"
„Das brauchst du mir nicht sagen!" Goku konzentrierte seine Kraft. „KA...ME...HA...ME..."
Tenshinhan hob seine Hände. „Ich habe nicht viel Energie übrig–aber ich werde alles einsetzen, was ich habe! KIKU-KANONE..."
Die drei Krieger feuerten ihre Angriffe gleichzeitig ab. „HAAAAH!"
Vegeta, der den kommenden Strahl sah, warf seine Hände nach vorn. „FEUER!"
Tja, nach einer gefühlten Ewigkeit gibt es endlich mal wieder ein neues Kapitel dieser Story. Ich hab ganz vergessen, wie viel Spaß so eine Übersetzung machen kann. Ich versuche diesmal wirklich, in nächster Zeit mehr Kapitel rauszuhauen.
