Der Unbekannte – Teil 8

Es ist Nacht, etwa gegen 22 Uhr Ortszeit. Ein Lagerfeuer brennt irgendwo in einem Gebirge in China.
An dem Feuer saß ein junger Mann. Wahrscheinlich 20 Jahre alt. Neben ihm lagen Teile einer leichten Rüstung:
Schienbeinschützer, Brust- und Schulterpanzer. Sein Gesicht zeigte, dass er Schmerzen hatte.
An seinem Oberkörper konnte man den Grund erkennen: Er war fast vollständig bandagiert und die rote Färbung
verdeutlichte, dass er an vielen Stellen blutete. Plötzlich drehte er seinen Kopf nach links und starte in die
Dunkelheit.

Londin: „Na endlich, das wurde aber auch Zeit."

Aus der Dunkelheit traten plötzlich zwei weitere Personen in den Schein des Feuers. Beider trugen die gleiche
Rüstung die neben Londin lag. Sie waren jünger als er. Ihre Namen waren: Bermonn und Tanges.
Während Bermonn fast schon ein Berg von einem Mann war, hatte Tanges einen eher schmächtigen Körper. Im
Gegensatz zu Londin waren sie bewaffnet: Bermonn benutzte einen metallenen Kampfstab und Tanges hatte
zwei Katanas auf den Rücken geschnallt. Beide schlugen mit ihrer rechten Faust auf ihre linke Brust und nickten
dabei kurz, aber kräftig.

Bermonn&Tanges: „Auftrag erfüllt, Sir!"

Londin: „Bericht!"

Bermonn: „Wir konnten keinerlei neue Informationen sammeln. Das Zielobjekt hat diesen Ort nicht passiert."

Londin: „Eingesetzte Mittel?"

Tanges: „Sämtliche befragten Personen gaben bereitwillig Auskunft. Einsatz von besonderen Mitteln war
deshalb nicht notwendig."

Londin: „Wessen Idee war das?"

Bermonn: „Tanges', Sir!"

Londin: „Du Idiot! Wenn er hier vorbeigekommen ist und gesagt hat, dass sie es niemanden verraten sollen,
haben wir ein Problem!"

Tanges: „Aber, Sir. Er weiß doch gar nicht, dass wir nach ihm suchen. Warum sollte er so etwas tun?"

Londin: „Weil er vorsichtig ist, deshalb! Wegen dir haben wir wieder seine Spur verloren. Und das wird dem
Boss gar nicht gefallen."

Furcht zeichnete sich auf Tanges' jungem Gesicht ab.

Londin: „Du hast dir schon ein paar Fehler geleistet. Die Geduld von Brutus ist schnell am Ende. Das nächste
mal solltest du besser aufpassen. Du weißt was sonst passiert?!"

Tanges: „I-ich...Es wird nicht wieder vorkommen."

Londin: „Das hoffe ich...für dich."

Bermonn: „Sir?"

Londin: „Was gibt es Bermonn?

Bermonn: „Wir konnten neue Bandagen und etwas Medizin für deine Wunden besorgen."

Londin: „Gut gemacht!"

Im nächsten Moment tauchte eine vierte Person auf. Sie blieb außerhalb des Lichtscheins stehen, so dass man
das Gesicht nicht erkennen konnte. Seine Stimme verriet aber, dass er schon älter war.

Brutus: „Ihr seid also wieder da."

Die drei anderen salutierten wieder.

Londin&Bermonn&Tanges: „Meister!"

Brutus: „Bericht!"

Tanges: „Ich...ähm, also..."

Londin: „Ziel verloren. Seine Spur ist verschwunden."

Brutus: „Das ist schlecht. Ich hoffe für euch das ihr nichts unversucht gelassen habt!"

Tanges: „Nun, Meister...Es ist so dass..."

Londin: „...er hier nicht vorbeigekommen ist. Wir sind auf der falschen Fährte."

Brutus: „Verdammt! Diese Amazonen haben uns reingelegt! Wir müssen wohl noch mal zurück!"
Die drei anderen erschraken bei den Worten Brutus'.

Tanges: „Zu-zurück zu den Amazonen? Aber Meister, das ist gefährlich. Denken sie doch nur daran was mit
Londin geschehen ist? Die sind stark."

Brutus: „Willst du meine Anordnung in Frage stellen?!"

Londin: „Natürlich nicht, Sir! Aber seien sie nachsichtig mit Tanges, er macht sich nur Sorgen um mich."

Bermonn klopfte Tanges mit der Hand auf die Schulter.

Bermonn: „Nun mach dir mal keinen Kopf, Kleiner! Die Amazonen sind kein Hindernis für uns, die fegen wir
einfach weg. Londin wurde doch nur verletzt, weil er sich mit 10 Amazonen gleichzeitig eingelassen
hatte."

Londin: „Aber auch nur weil ihr euch mit den kleinen Mädchen aufgehalten habt. Der Plan war schließlich die
älteren Amazonen aufzuteilen. Aber weil die beiden Herren ja mit den Kindern ‚spielen' mussten, durfte
ich mich mit den ganzen erfahrenen Kriegerinnen rumschlagen. Wenn wir das nächste mal dort sind
wird der Plan ausgeführt!""

Tanges: „A-aber was ist mit den beiden Alten?"

Brutus: „Um die werde ich mich kümmern."

Bermonn: „Siehst du? Solange unser Meister die beiden alten Schachteln in Schach hält, machen wir die anderen
platt. Du siehst: Wir brauchen uns vor nichts zu fürchten."

Brutus: „In Schach halten? Was glaubst du eigentlich wer ich bin? Ich werde diese beiden eliminieren! Sie
werden erleben was es heißt, mich zu belügen! Wir werden dieses Dorf von der Landkarte fegen,
verstanden!?"

Londin&Bermonn: „Jawohl!"

Tanges: „Aber wenn wir sie alle töten, wer sagt uns dann wo wir lang müssen?"

Brutus: „Der Kleine kann ja denken! Hör mir mal zu Junge: Überlass das Denken besser jemanden der es kann!
Ich weiß schon wie ich an meine Informationen komme."

Tanges: „Jawohl...Sir."

Brutus: „Noch etwas: Wage es nie wieder meine Kompetenz in Frage zu stellen! Du gehörst mir, und ich werde
nicht zögern dich zu vernichten wenn es sein muss!"

Tanges: „Ich...verstehe."

Brutus: „Wie war das?!"

Tanges: „Ich verstehe, SIR!"

Brutus: „Gut. Und jetzt schlaft! Wir brechen morgen Früh auf."


Sidney: „Gut so!"

Sidney: „Noch ein bisschen schneller!"

Sidney: „Genau!"

Akane schwitzte wie ein Wasserfall, aber sie hatte es geschafft: Sie war jetzt endlich mit Gewichten genauso
schnell wie vorher ohne.

Sidney: „Na also, geht doch!"

Akane war so erschöpft, dass sie sich einfach rücklings auf den Boden fallen ließ.

Akane: „Ich...kann...ein...fach...nicht...mehr."

Sidney: „Wir sind noch nicht fertig."

Akane: „Doch...das...sind...wir."

Sidney: „Na gut. Ich wollte dir zwar eine neue Technik zeigen, aber wenn du nicht willst..."

Mit einem mal stand Akane wieder auf beiden Beinen.

Akane: „Genug ausgeruht, weiter geht's!"

Sidney: Wusst' ich's doch!

Sidney: „Ok, aber vorher brauche ich ein Testobjekt. Und deshalb:..."

Sidney: „RRAAAAANNMMAAAAAA!!!"

Wenige Augenblick später stand bereits Ranma-chan in der Tür.

Ranma-chan: „Ich war's nicht!"

Sidney: „Aber nicht doch. Komm her, ich will dir was zeigen."

Im nächsten Moment stand Ranma-chan bereits neben Sidney.

Ranma-chan: „Zeigen? Was denn?"

Sidney: „Nun..."

Sidney legte seine Hand auf Ranma-chans Schulter und sie fiel bewusstlos zu Boden.

Sidney: „Siehst du?"

Akane: „Un...glaublich!"

Sidney: „Das Prinzip ist ganz einfach. Also..."

Ranma-chan wurde von einem Schwall kaltem Wassers wachgerüttelt.

Ranma-chan: „Wa-wa...was ist passiert?"

Sidney: „Sie ist wieder wach."

Ranma-chan: „War ich ohnmächtig?"

Akane: „Wirklich erstaunlich."

Ranma-chan: „Warum?"

Sidney: „Ja, sie ist sehr nützlich."

Ranma-chan: „Bin ich das?"

Sidney&Akane: „Nicht du!"

Sidney: „Und jetzt bist du dran."

Akane: „OK!"

Sie legte ihre Hand auf Ranma-chans Schulter, aber nichts passierte.

Ranma-chan: „Was soll das?"

Akane: „Es hat nicht funktioniert."

Sidney: „Das sehe ich. Du wirst noch ein bisschen üben müssen."

Ranma-chan: „Was ist hier überhaupt los?"

Akane: „Das wird wohl so sein. Aber für heute möchte ich lieber Schluss machen, ich bin hundemüde."

Sidney: „Aber natürlich."

Ranma-chan: „ICH WILL WISSEN WAS HIER GESPIELT WIRD!"

Bereits im nächsten Moment lag Ranma-chan wieder bewusstlos auf dem Boden.

Akane: „Uaahh...noch ein heißes Bad und dann leg ich mich ins Bett."

Sidney: „Hier nimm das!"

Eine kleine Tube kam auf Akane zugeflogen. Dem Aussehen nach war sie schon etwas älter und nur noch halb
voll. Was darauf stand konnte sie nicht entziffern."

Akane: „Was ist das?"

Sidney: „Eine Tube."

Akane: „Nein, ich meine welche Sprache ist das?"

Sidney: „Finnisch."

Akane: „Und was ist da drin?"

Sidney: „Eine Creme."

Akane: „Was sie bewirkt meine ich!"

Sidney: „Na, dann sag' das doch gleich!"

Akane: „Männer!"

Sidney: „Es ist ein Mittel zur Muskelentspannung. Damit bekommst du keine Krämpfe."

Akane: „Warum sollte ich Krämpfe bekommen?"

Sidney: „Du hast dich heute ein wenig überanstrengt. Ohne die Creme wirst du heute Nacht wahrscheinlich
Krämpfe bekommen. Sie ist zwar schon etwas älter und stinkt ein wenig, aber lieber das, als Krämpfe."

Akane: „Na gut. Wenn du meinst."

Sidney: „Schlaf gut."

Akane: „Gleichfalls."

***********Traumszene***********

Absolute Dunkelheit.

Sidney-j: „Guten Abend!"

Sidney: „Du schon wieder!"

Sidney-j: „Was ist, bist du nicht froh mich zu sehen? Dein ‚wahres' Ich."

Sidney: „Ich habe dir bereits letztes mal erklärt was du bist, also lass mich in Ruhe!"

Sidney-j: „Und habe ich nicht dir bewiesen, dass du nicht der bist, der du vorgibst zu sein?"

Sidney: „Bewiesen? Kann mich nicht erinnern."

Sidney-j: „Sei nicht so arrogant!"

Sidney: „Wer von uns beiden ist denn arrogant? Gerade mal ein Jahr hier und glaubt schon dieser Körper gehört
ihm."

Sidney-j: „Aber so ist es nun mal."

Sidney: „Ok, nehmen wir mal an ich bin nicht mein wahres Ich, wer beweist mir das du es bist? Allein dein
Erscheinungsbild beweist es: Du bist einfach nur die Persönlichkeit meines Fluches."

Sidney-j: „Dieses Aussehen habe ich nur gewählt damit es einfacher für dich ist, es zu verstehen."

Sidney: „Ach wirklich?"

Sidney-j: „Ich werde versuchen es zu erklären: Dein Fluch nimmt dir alle deine Emotionen. So als würde man
die Farbe von einem Gemälde nehmen. Alles was bleibt ist ein Leinwand. Sagen wir einfach du und ich
sind zwei verschiedene Versionen des gleichen Bildes, aber es gibt nur eine Leinwand. Dich hat man an
meiner Stelle auf diese Leinwand gemalt. Aber als du in diese Quelle gefallen bist, wurde eine Hälfte
dieses Bildes wieder abgewaschen. Und jetzt kann ich dorthin. Aber dazu brauche ich einen Teil deiner
Farbe."

Sidney: „Deswegen sprichst du mit mir: damit ich etwas für dich erledige."

Sidney-j: „Nicht ganz. Sagen wir, dass zwischen deiner und meiner Seite des Bildes eine Grenze ist, die
verhindert, dass Farbe von deiner Seite auf meine kommt. Aber unter einer bestimmten Bedingung kann
sie durchbrochen werden."

Sidney: „Und was ist das für eine Bedingung?"

Sidney-j: „So. Du willst mir also helfen?"

Sidney: „Nein, ich will nur wissen was ich tun muss um es zu verhindern."

Sidney-j: „Nun gut, wenn du meinst. Erinnere dich was passiert ist als wir uns zum ersten mal begegnet sind."

Sidney: „Dieser Traum von letztens?"

Sidney-j: „Das war nicht unsere erste Begegnung."

Sidney: „Was?!"

Sidney-j: „Erinnere dich! Vor sechs Jahren..."

Sidney: „Ich verstehe nicht."

Sidney-j: „Das wirst du noch."

Sidney: „Das hoffe ich nicht."

Sidney-j: „Noch eine letzte Sache: Wenn Körper und Geist zur absoluten und perfekten Einheit gelangen,
gelangt gleichzeitig der Körper an die Spitze seiner Stärke. Das heißt: Ich werde um ein Vielfaches
stärker als du sein. Und damit werde ich dir gleichzeitig beweisen, dass dieser Körper mir gehört."

Sidney-js Lachen hallte eine ganze Zeit lang durch die Umgebung, bis der Traum endlich ein Ende fand.

*******Traumszene Ende********

Wie üblich war Sidney bereits kurz vor Sonnenaufgang wach.

Sidney: Vor fünf Jahren...?

Der weitere Morgen verlief in der üblichen Routine: waschen, Zähne putzen, rasieren (dazu die permanenten
Gedanken an Kasumi).
Er war gerade dabei sich den Schaum aufzutragen als Ranma herzhaft gähnend das Bad betrat.

Sidney: „Morgen, Ranma."

Ranma: „Wie kann man um diese Uhrzeit nur so wach sein?!"

Sidney: „Wann seid ihr zwei denn aufgestanden, als ihr noch auf Reisen wart?"

Ranma: „Je nach dem. Wenn mein Vater gute Laune hatte, konnte es schon mal passieren, dass wir bis Mittag
durchschliefen, wenn er schlechte Laune hatte, scheuchte er mich meistens ziemlich früh aus den
Federn."

Sidney: „Soso."

Ranma: „Was soll das denn bedeuten? Pass lieber auf das du dich nicht schneidest."

Sidney: „Ich hab das schon ein paar hundert mal gemacht, also mach dir darüber keine Gedanken. Und
überhaupt, wann rasierst du dich eigentlich?"

Ranma: „Gar nicht. Mir wächst kein Bart."

Sidney: „Ach so, liegt vielleicht an den weiblichen Hormonen."

Ranma: „Weibliche Hormone?!"

Sidney: „Nun ja, schließlich bist du zur Hälfte ein Mädchen."

Ranma: „Na und?"

Sidney: „Ich meine ja nur, dass vielleicht ein paar Dinge von einer Form zur anderen mit übergehen. Wer weiß,
vielleicht wachsen dir sogar noch Brüste."

Ein vor Schreck ohnmächtig gewordener Ranma lag plötzlich auf dem Boden.

Sidney: „Der verträgt auch gar keinen Spaß."


Soun: „War ich eben nicht noch am gewinnen?"

Genma-Panda: {Du musst dich irren.}

Soun: „Nein, ich bin mir ganz sicher."

Genma-Panda: {Ich sagte doch:}{Du musst dich irren.}

Soun: „Gib's zu: Du hast die Steine verschluckt!"

Genma-Panda: {ICH!?}

Soun: „Los spuck' sie wieder aus!"

Genma-Panda: {röchel...raus aus meinem Maul!}

Soun: „Nicht bevor du die Steine ausspuckst!"


Sidney: „Nach was für Regeln spielen die eigentlich?"

Nabiki: „Nach den Regeln des Alles-ist-möglich-Shogis, glaub' ich."

Sidney: „Ach so. Hey Moment mal, solltest du nicht in der Schule sein?"

Nabiki: „Ich lass' die ersten beiden Stunden heute mal ausfallen."

Sidney: „Du kannst doch nicht einfach die Schule ausfallen lassen. Erstens gibt das einen Eintrag und zweitens
ist dann das Schulgelände geschlossen."

Nabiki: „Ich hab noch ein, zwei Gefallen die ich einlösen kann."

Sidney: „........Es ist dein Leben."

Nabiki: „Das denke ich auch. Macht dann 3000 Yen."

Sidney: „Wie bitte? 3000 Yen? Wieso das denn?"

Nabiki: „Drei Informationen á 1000 Yen macht 3000 Yen."

Sidney: „1000 Yen für eine poplige Information? Das ist Wucher!"

Nabiki: „Meine Preise sind nun mal pauschal."

Sidney: „Wenn ich Kasumi wäre würde ich jetzt sagen: Gute Güte! Aber ich bin es nicht. Deshalb sag' ich:
WAAAAS!?"


Sidney betrat den Dojo.

Sidney: „Ranma?"

Sidney: „Scheint nicht hier zu sein."

Er wollte wieder gehen, hatte aber plötzlich das Gefühl beobachtet zu werden. Als er nach oben schaute,
entdeckte er den Grund.

Sidney: „Was machst du da oben?"

Ranma: „Wie hast du mich gefunden?"

Sidney: „Nennen wir es männliche Intuition."

Ranma: „Schön für dich und jetzt geh'!"

Sidney: „Solltest du nicht das Essen deiner Verlobten zu dir nehmen? Allein der Anstand gebietet es schon."

Ranma: „Jetzt klingst du wie Kuno."

Sidney: „Wie wer?"

Ranma: „Nicht so wichtig. Auf jeden Fall werde ich nichts essen was Akane gekocht hat."

Sidney: „Warum nicht? So schlimm wird es ja wohl nicht sein."

Ranma: „Das sagst du. Ich will es mal so ausdrücken: Vergiftet werden steht nicht unbedingt ganz oben auf
meiner Liste."

Sidney: „Stell dich nicht so an und komm jetzt!"

Ranma: „Ganz bestimmt nicht."

Sidney: „Das ist ziemlich kindisch, findest du nicht."

Ranma: „Das ist mir im Moment ziemlich egal."

Dämonenkopf-Sidney: „KOMM JETZT DA RUNTER!"

Ranma: „OK"


Akane stellte ihr Kochergebnis auf den Esstisch (Jeder Chemiker würde an der Analyse der Inhaltsstoffe
wahrscheinlich verzweifeln).

Soun: „Äh....Akane, Schatz, findest du es nicht ein wenig spät für einen Kuchen?"

Akane: „Aber Paps, das ist ein Auflauf."

Herr Tendo brach wieder mal in Tränen aus.

Soun: „Kasumi...warum?"

Kasumi: „Sie war so fest entschlossen, da konnte ich ja nicht ablehnen."

Nabiki: „Du kannst einfach nicht nein sagen."

Genma-Panda: {Ich bin nur ein Panda}{Mir reicht Bambus}

Unsere Köchin wurde ziemlich wütend, Genau in dem Moment kam Sidney mit Ranma im Schlepptau in den
Raum.

Nabiki: „Sieht so aus als hätte er Ranma gefunden."

Sidney: „Aber selbstverständlich."

Ranma: „Gib nicht so an, ohne deinen dämlichen Dämonenkopf wäre ich jetzt bestimmt nicht hier."

Der Kommentar von Ranma ließ allerdings Sidney ziemlich kalt. Das ‚Gebilde' auf dem Tisch interessierte ihn
viel mehr.

Sidney: „Das ist also unser Abendessen?"

Akane: „Ja, ich habe ihn ganz allein gemacht."

Sidney: „Und was...ist er?"

Akane: „Ein Auflauf natürlich!"

Sidney: „Ach so, ein süßer Auflauf."

Akane: „Nein, wie kommst du da drauf."

Sidney: „Na, die schwarzen Dinger da. Das sind doch Rosinen."

Nabiki: „Er hat Recht. Das sieht aus wie Rosinen."

Ranma: „Finde ich auch."

Genma-Panda: {Das geht mich nichts an}{Ich bin nur ein Panda}

Soun: „[heulend] Womit habe ich das nur verdient?"

Kasumi: „Gute Güte! Bist du sicher, dass du die Zutaten nicht verwechselt hast, Akane?"

Akane: „DAS SIND OLIVEN!"

Alle außer Genma: „......."

Genma-Panda: {.......}

Sidney: „Ich werd' mal eins probieren."

Er schnappte sich einen der Punkte und aß ihn.

Akane: „Siehst du, Oliven."

Ranma: „Rosinen."

Akane: „Oliven!"

Ranma: „Rosinen!"

Sidney: „Holzkohle."


Es war ein friedlicher Abend in Nerima. Wenn man mal von den Beiden Gestalten absah, die durch die Lüfte
segelten.

Ranma: „Warum hat sie mich auch getreten?"

Sidney: „Woher soll ich das wissen? Ich war doch schon lange weg."

Ranma: „Hättest du es nicht etwas sanfter ausdrücken können?"

Sidney: „Das musst gerade du sagen!"

Beide bereiteten sich auf die Landung vor.

Sidney: „Wir landen in dem großem Gebäude."

Ranma: „Sieht aus wie eine Sporthalle."

Sidney: „Wie fliegen direkt auf die Fensterreihe zu."

Ranma: „Scheint noch jemand drin zu sein. Das Licht ist an."

Sidney: „Irgend jemand klebt außen an der Scheibe. Ist das nicht Happosai?"

Ranma: „Oh oh!"


Im Bad der Tendos saßen ein Junge und ein junger Mann, beide übersät mit blauen Flecken.

Sidney: „Sind hier alle Frauen so?"

Ranma: „Nein."

Sidney: „Gut."

Ranma: „Die meisten sind noch schlimmer."


Sidney stand in einem Zimmer, in einem recht dunklen Zimmer. Es war recht einfach dekoriert, aber das fand er
weniger interessant. Er interessierte sich mehr für das Bett im Zimmer. Nein, eigentlich nur für die Person im
Bett.

Sidney: Kasumi...

Er konnte dem Drang nicht widerstehen sich neben ihr aus Bett zu setzen. Er betrachtete sehr genau ihr Gesicht,
die feinen Konturen und der Ausdruck, der genauso friedlich war wie immer. Ihr Haar war anders als sonst,
keine Schleife band es zusammen, weshalb es sich ein wenig ‚wild' an ihr Gesicht und ihren Körper schmiegte.
Ihre Atmung war nur schwer auszumachen, aber sie war sehr gleichmäßig und leise. Sidney konnte sich denken
wie der Rest der Familie Tendo schlief und Kasumi war das genaue Gegenteil davon. Er strich ihr sanft über die
Wangen und fühlte ihre warme und weiche Haut. Der Schein des Mondes verleite ihr einen silbrigen Glanz. Als
er seine eigenen Hände sah kamen sie ihm wie riesige Pranken vor, verglichen zu Kasumis feiner Art. Der Drang
wurde immer stärker, aber noch konnte er widerstehen. Im nächsten Moment atmete Kasumi etwas tiefer ein und
ihr Mund öffnete sich ein wenig. Das war zu viel für ihn. Er beugte sich über sie und sein Gesicht näherte sich
ihrem, seine Lippen näherten sich ihren.
Und schließlich...
Wurde Sidney auf sehr unangenehme Art und Weise von Ranma wachgerüttelt.

Ranma: „Hey, Aufwachen!"

Sidney: „Wawawawasis?"

Ranma: „Mach dich nich' so fett, Sid!"

Sidney: „Oooh Ranma! Hättest du nicht noch..."

Dämonenkopf-Sidney: „...EINE MINUTE WARTEN KÖNNEN!?"

Mit einem Schlag schlief Ranma wieder. Sidney aber hatte ganz und gar nicht das Bedürfnis weiter zu schlafen.

Sidney: „Wenn das real gewesen wäre, würde ich mir jetzt in den Arsch treten, aber es war ein Traum...
Er ist einfach unmöglich, wenn ich sie sehe bekomme ich Kopfschmerzen von ihrer Schönheit und
wenn ich sie nicht sehe, werde ich verrückt. Kasumi, was soll ich tun...?"

Die kleine schwarze Gestalt im Schrank blieb Sidney verborgen.


In der Schule hatte der Direktor wieder einmal eine Versammlung auf dem Schulhof einberufen.

Direktor Kuno: „Liebe Schülerinnen und Schüler, ich, der große Kahuna, hatte gestern eine großartige Idee wie
wir den Schulalltag verbessern könnten."

Daisuke: „Na prima, Das kann ja wieder was werden."

Ranma: „Keine Sorge, ich werde den schon wieder zur Vernunft bringen."

Daisuke: „Das hoffe ich."

Direktor Kuno: „Wir werden einfa..."

Der über seinen Kopf hüpfende Happosai hielt ihn jedoch davon ab weiter zu sprechen.

Happosai: „Fette Beute, fette Beute!"

Direktor Kunos Kopf wurde gleich noch einmal getreten, diesmal von Sidneys Fuß.

Sidney: „Wenn ich dich erwische, wirst du sterben, Perversling!"

Happosai: „Versuch's doch, versuch's doch!"

Daisuke: „Ist das nicht euer neuer Mitbewohner, Ranma?"

Ranma: „Sieht so aus."

Akane: „Willst du ihm nicht helfen."

Ranma: „Wozu? Er schafft das schon."

Sidney verfolgte Happosai quer über den ganzen Schulhof und gelangte schließlich wieder an der
Schülerversammlung an.

Sidney: „Wo ist dieser Perverse? Wenn ich ihn erwische, reiße ich ihm bei lebendigen Leibe das Herz raus und
stopfe es ihm in den Rachen damit er elendig daran erstickt."

Den meisten Schülern wurde bei diesem Gedanken recht unwohl.

Direktor Kuno: „An der Schule des großen Kahuna wird niemand umgebracht. Tadel!"

Sidney fing die Ananas die ihm der Direktor zuwarf.

Sidney: „Ananas? Nein danke. Daraus mache ich mir nichts."

Er warf die Ananas zurück zum Direktor und verließ den Schulhof wieder, um sich um Happosai zu kümmern.

Direktor Kuno: „Warum ist sie nicht explo..."

Weiter kam er nicht und die Explosion erwischte ihn. So ziemlich alle Schüler brachen in schallendes Gelächter
aus.


Zurück in China. Diesmal in den Bergen die sich in der Nähe des Amazonendorfes befinden. Bermonn und
Londin saßen an einer geschützten Stelle und beobachteten das Dorf, soweit sie etwas erkennen konnten.

Bermonn: „Wo bleibt der nur?"

Londin: „Nicht so ungeduldig. Er kommt schon noch."

Bermonn: „Wenn sie ihn entdeckt haben, sind wir geliefert."

Londin: „Mach dir nicht ins Hemd! Die sind doch viel zu hohl um ihn zu entdecken."

Bermonn: „Ja, stimmt. Hahahaha!"

Londin: Er hat auch nicht gerade die Weisheit mit Löffeln gegessen.

In dem Moment bemerkten die beiden das jemand gerade den Abhang hinaufkletterte. Bermonn beugte sich über
den Rand und zog Tanges in Sicherheit.

Tanges: „Danke, Mann!"

Bermonn: „Klar doch."

Londin: „Und, wie sieht's aus?"

Tanges: „Das Dorf ist fast verlassen."

Londin: „Wie, fast verlassen?"

Tanges: „Im gesamten Dorf konnte ich nur 30 Personen entdecken. Allesamt patrouillieren das Dorf in
fünfer Gruppen."

Bermonn: „Moment, das sind 30 durch fünf...macht sechs Gruppen."

Londin: „[ironisch] Toll, Bermonn. Gut gemacht."

Londin: „Wie auch immer. Bist du sicher, dass es nur 30 sind."

Tanges: „Ja, ich habe es extra drei mal überprüft. Es sind wirklich nur 30."

Londin: „Nur sechs Gruppen...seltsam."

Bermonn: „Wieso? Für das Dorf reicht das doch."

Londin: „Für das Dorf vielleicht, aber nicht um das Umland zu bewachen."

Tanges: „Das ist noch nicht das einzig seltsame."

Londin: „Was noch?"

Tanges: „Es gibt keine Wachen die auf das Umland aufpassen. Alle Patrouillen sind so ausgerichtet, dass sie nur
das Dorf bewachen. Außerdem bewegen sich sämtliche Gruppen so, dass es kein Problem ist sie alle
einzeln auszuschalten."

Bermonn: „Das finde ich dann doch schon verdächtig."

Londin: „[ironisch] Nein! Wie kommst du denn da drauf? [ernst] Das ganze stinkt förmlich nach Falle. Aus was
für Leuten bestehen die Patrouillen?"

Tanges: „Alles Frauen zwischen 20 und 40. Ich habe weder Minderjährige noch Männer gesehen und die beiden
alten Schachteln sind auch nicht da."

Londin: „Jetzt stinkt es aber wirklich nach Falle. Die beiden würden nie das Dorf verlassen. Sie sind ihre stärkste
Verteidigung."

Tanges: „Ich finde es irgendwie seltsam, dass es so offensichtlich ist. Die hätten auch gleich ein Schild mit der
Aufschrift ‚Achtung Falle!' hinstellen können."

Londin: „Entweder halten die uns für total beschränkt oder es ist eine Falle in einer Falle. Hoffen wir auf das
erste."

Bermonn: „Sollen wir dennoch angreifen?"

Londin: „Wenn sie sich schon die Mühe gemacht haben eine Falle für uns aufzustellen, dann wollen wir sie mal
nicht enttäuschen. Es sind garantiert mehr als 30 Kriegerinnen im Dorf und die beiden alten Schachteln
sind auch irgendwo."

Tanges: „Also ich mach mir ein wenig Sorgen. Auch wenn man weiß das es eine Falle ist, kann man immer noch
darauf hereinfallen."

Londin: „Jetzt hör schon auf. Solange wir immer alle schön voneinander trennen, dürfte es kein Problem sein.
Und wenn uns der Boss noch die beiden Schachteln vom Leib hält, steigen unsere Chancen noch mehr."

Tanges: „Glaubst du wirklich, dass er beide alleine schafft?"

Londin: „Um ehrlich zu sein: Nein! Gegen eine von ihnen würde er sicherlich gewinnen, aber gegen beide?
Nicht ohne unsere Hilfe."

Bermonn: „Meinst du das wirklich ernst?"

Londin: „Ja. Und jetzt: Genug geredet! Bereitet euch vor! Überprüft noch mal eure Waffen und eure Rüstung!
Alles muss perfekt sein!"

Bermonn&Tanges: „Jawohl, Sir!"