So…endlich bin ich mit meiner Diplomarbeit fertig und jetzt hab ich wieder etwas mehr Zeit zum Schreiben…/hoff/

At Dax/g zurück/

At Annuket/g/ Jaja die Leiden der Autoren mit ihren Betas…ich hab auch so eine zu Hause, die standing an allem rummeckert…/seufz/ Aber sie macht ihre Arbeit fantastisch, da kann man nich meckern…/hihi/ Remi/Snape/pfeif/ wie kommst du denn daaaaa drauf…./pfeif/bg/

At Tolotos/grübel/ Nö da hab ich noch gar nicht drüber nachgedacht…die Degenaration der Mischwesen Schattenkreatur/Menschenweltkreatur ist wohl eher natürlich…es ist allerdings ne Überlegung wert, da n bissl Beteiligung der Zauberer reinzubringen /grübelgrübel/. Bill…/noch mehr grübel/ Ich glaub so eng sieht das mein Yami nicht, immerhin waren sie ja selber bei Ausgrabungen dabei – machen also auch nix anderes…und ich weiß noch gar nicht, ob Bill ne so große Rolle kriegt…mal schauen.

At Magician: Was studierst du eigentlich, wenn du soviel Stress hast? Stimmt, das ganze ist mehr oder weniger durch Annukets Story inspiriert worden, aber bei mir haben sich sich nur vermischt, als das Tor zum Schattenreich noch offen war und es ist keiner da geblieben, so wie Mysta…Mutag…Myrtago…/grübel/ DAS waren eindeutig die Franzosen /bg/ Hab am WE Fluch der Karibik 1 gekuckt…/kicher/

So genug gelabert: Lest schön und genießt das kalte, stürmische Wetter vom Fenster aus…/Glühwein reich/

8. Hogwarts

Yami trank gerade seine zweite Tasse Kaffee als ein Klopfen ertönte. Yuugi blickte Yami fragend an, doch als dieser keine Anstalten machte, sich zu erheben, legte der Junge seufzend sein angebissenes Brötchen zur Seite und erhob sich. Als er das Porträtloch erreichte, fragte er sich kurz, wie er das denn öffnen sollte, denn so etwas wie eine Klinke hatte er nicht gesehen. Und Yuugi erinnerte sich auch nicht mehr daran, wie Dumbledore am Abend gegangen war und ob dieser ein weiteres Passwort benutzt hatte, denn da war der Duellant schon zu abgelenkt von einem gewissen Jemand gewesen. Yuugi errötete leicht, als er an die vergangene Nacht dachte und schickte Yami ein Lächeln durch ihre Verbindung.

„Probier's mit aufschieben, Aibou. Es ist sicher nur von außen mit einem Passwort gesichert."

Yuugi nickte und legte eine Hand auf den Holzrahmen des Bildes und tatsächlich ließ es sich ganz leicht aufschieben. Dennoch musste er etwas verblüfft ausgesehen haben, denn der Mann vor ihm lächelte ihn amüsiert an.

„Albus hatte wohl vergessen zu erwähnen, wie Sie wieder heraus kommen." Sein Blick fiel auf den Tisch im Wohnzimmer. „Ich hoffe, ich störe nicht. Ich bin Remus Lupin, Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste."

Yuugi lächelte den Besucher in dem braunen Umhang verlegen an. „Wir sind eben erst mit Frühstücken fertig und hatten noch keine Gelegenheit zum Probieren, wie hier die Türen funktionieren. Ich hoffe, Sie haben nicht zu lange gewartet, Lupin-san."

Yuugi spürte, wie Yami hinter ihn trat und den Lehrer musterte. Das war also Remus Lupin. Die hellbraunen Haare und die tiefblauen Augen ließen sein Gesicht trotz der drei Narben über der linken Seite freundlich und vertrauensvoll wirken. Seine Gestalt war in die seltsame Kleidung der Zauberer gehüllt, doch unter dem braunen Umhang schien er ein wenig mager und abgezehrt zu wirken. Überhaupt waren seine Augen von Sorgenfalten gezeichnet und Yuugi spürte deutlich, dass dieser Mann nie ein leichtes Leben gehabt hatte. Doch trotz der scheinbaren körperlichen Schwäche musste er stark sein, denn sie erinnerten sich beide daran, dass sie diesen Mann beim Ritual in der ersten Reihe hatten stehen sehen. Er musste also viel Macht besitzen und Dumbledore musste ihm vertrauen. Bei ihrem Gespräch gestern hatte der Schulleiter die Krankenschwester ja auch nach ihm und dieser Minerva geschickt und sie waren wohl nur wegen wichtigerer Angelegenheiten fortgeblieben. Aber diese beiden und Severus Snape gehörten augenscheinlich zu den engsten Vertrauten des Leiters von Hogwarts. Doch Yuugi erinnerte sich auch an die ungewöhnliche Aura aus verschiedensten Graustufen, die er bei diesem Mann zum ersten Mal gesehen hatte. Er und auch Yami hatten gar nicht gewusst, dass Grau überhaupt in Auren als Farbe vorkam, denn sie war ohne Aussage und Wertung. Bei Gold, Rot, Braun und Weiß konnte man genau einschätzen, dass der Träger gut und dem Beobachter wohl gesonnen war, während Silber, Blau, Grün und Schwarz kalte und feindliche Farben waren. Doch Grau konnte nicht eingeschätzt werden, weil es zwischendrin lag und Yami und Yuugi wussten einfach nicht, wie sie das bewerten sollten. Niemand konnte in der Mitte sein. Jeder hatte irgendeine dominierende Farbe, die seinen Charakter widerspiegelte. Nur eben Remus Lupin nicht. Das war sehr seltsam

Der Professor riss die beiden jedoch schnell wieder aus ihren Überlegungen, als er sagte: „Der Schulleiter bat mich, Ihnen Hogwarts zu zeigen. Wenn Sie also mit dem Essen fertig sind, können wir losgehen. Ich habe nämlich nur 2 Stunden Zeit bis zu meiner ersten Stunde." Yuugi nickte dem Mann fröhlich zu und trat durch das Porträtloch. Yami blickte kurz sehnsüchtig zu seiner Kaffeetasse zurück, wurde aber von einem aufgeregten Yuugi zur Eile angetrieben.

‚Kaffee kannst du dann wieder trinken. Komm schon, ich will endlich das Schloss sehen. Die Magie, die ich spüre, verspricht viele interessante neue Dinge.'

Yami zuckte die Achseln und folgte den beiden dann durch das Loch. Hinter ihnen schloss sich das Porträt wieder und der Eingang war nicht mehr zu erkennen. Doch Yami folgte Yuugi und dem Professor nicht sofort. War die Figurstellung auf dem Schachbrett gestern Abend nicht anders gewesen? Der ehemalige Pharao blickte suchend auf dem Feld hin und her und beugte sich dabei näher zu dem Bild. Doch bevor er ein Ergebnis erhalten konnte, drangen amüsierte Gedanken in seinen Geist und eine warme Hand legte sich auf seine Schulter.

„Ganz der Spieler. Planst du den nächsten Zug?" Yuugis Stimme hatte einen amüsierten Unterton.

Yami schüttelte leicht den Kopf: „Ich hab mich nur gewundert, das ist alles. Die Figuren stehen irgendwie anders." In Gedanken fügte er jedoch hinzu/Oder ich habe schon Wahnvorstellungen, nach nur einer Nacht mit dir./

Yami drehte sich zu Yuugi und blickte diesen anzüglich an. Der Jüngere wurde darauf hin ziemlich rot und murmelte undeutliche Worte, bevor er Yami mit sich zog um Remus Lupin zu erreichen, der an der nächsten Gangbiegung geduldig auf die beiden wartete.

„Du hast doch selbst gesehen, dass sich die Bilder hier bewegen. Das Schachspiel ist wohl auch keine Ausnahme." Yuugi machte eine kurze Pause, lächelte Yami dann jedoch rot vor Verlegenheit zaghaft an und fuhr in Gedanken fort: ‚Aber das Kompliment kann ich nur zurückgeben.' Jetzt musste Yami grinsen.

Als sie den Professor erreicht hatten, begann dieser ein wenig von der Geschichte Hogwarts zu erzählen und Yuugi nutzte die Gelegenheit, sich ganz auf die Worte zu konzentrieren und seine Gedanken bezüglich ihrer gemeinsam verbrachten Nacht in den hintersten Winkel zu verdrängen. Wenn er weiter daran dachte, was zwischen Yami und ihm passiert war, konnte er für nichts mehr garantieren und würde nicht widerstehen können, den Pharao hier und jetzt hemmungslos zu verführen... Stopp!! ‚Denk an was anderes!'

Yami grinste nur wieder amüsiert in sich hinein, auch wenn ihm die Distanz, die sie nun in Anwesenheit einer dritten Person wahren mussten, ganz und gar nicht gefiel. Also schloss er ein wenig auf und ging nun neben Yuugi. Ihre Finger berührten sich leicht und Wärme durchlief ihre beiden Körper.

Angestrengt lauschten sie Lupins Ausführungen und dachten an etwas anderes.

Einiges hatte Dumbledore bei ihrem ersten Gespräch schon angedeutet, doch der Professor fügte Details hinzu, erzählte einige Dinge näher und brachte den Bezug zu der Schule und der heutigen Situation in seinen Bericht mit ein. Sowohl Yuugi als auch Yami staunten immer wieder über die magischen Vorrichtungen innerhalb des Schlosses und über jene, von denen ihnen Remus nur erzählte. Als sie ihn über den Sinn sich bewegender Treppen ausfragten, zeigte der Mann ein herzliches Lachen und begann dann von seiner eigenen Schulzeit zu erzählen, wie er und seine Freunde durch eben diese Treppen immer wieder in Schwierigkeiten geraten waren, aber manchmal auch nach Streichen nur deshalb fliehen konnten, weil die Treppen den Professoren die Verfolgung erschwerten.

Hogwarts war ein geheimnisvolles, magisches Schloss voller Geheimgänge, verwunschener Türen und Legenden und Yami und Yuugi freuten sich innerlich schon darauf, all das zu erkunden. Es erinnerte fast an die alten Pyramiden, nur dass die geheimen Gänge dort nicht als Spielplatz für Schüler oder als Fluchtmöglichkeit dienten, sondern Fallen für Grabräuber darstellten. Bakura hätte seine helle Freude an diesem Schloss.

Je länger sie durch die Gänge liefen, desto mehr mochte Yuugi den Professor, der sie führte. Er hatte eine schelmische Seite, die zwar durch Schicksalsschläge unterdrückt, aber nie ganz begraben worden war. Er war freundlich und antwortete gern auf ihre Fragen. Er liebte dieses Schloss und er genoss es hier zu unterrichten. Ihr Gespräch wandte sich schon bald dem Fach Verteidigung gegen die dunklen Künste zu und Yami und Yuugi konnten ihr Interesse nicht verhehlen.

/Er scheint kompetent zu sein, in dem was er unterrichtet. Was er erzählt, klingt wie die Vorbereitung auf einen Kampf und angesichts dessen, dass diese Welt schon seit Jahrzehnten im Krieg zu sein scheint, ist es das Beste, was den Schülern passieren kann./

‚Ja, früh übt sich. Solange sie es hier lernen, können sie es noch als Spiel betrachten. Und sobald sie tatsächlich angegriffen werden, haben sie zuminderst schon die Grundvorrausetzungen. Sie sind also nicht hilflos. Das beruhigt mich.'

Am Ende der Schlossführung traten sie gemeinsam mit Remus Lupin durch das große Schlossportal nach draußen und hatten einen herrlichen Blick über die Ländereien bis hin zu dem nahen Wald. Darauf deutete der Professor für Verteidigung gegen die dunklen Künste dann auch als erstes.

„Das ist der Verbotene Wald. Das Betreten ist strengstens untersagt und das sollten Sie als Muggel besonders beachten. Der Wald ist nicht so, wie Sie es aus Ihrer Welt kennen. Hier leben magische Geschöpfe und auch dunkle Wesen und viele gestatten nicht einmal Zauberern das Betreten ihres Reiches. Sie sollten also vorsichtig sein, denn Sie können sich nicht verteidigen."

Yuugi blickte Yami verstohlen an und spürte schon jetzt, wie es den Pharao in den Fingern kribbelte, die Geheimnisse dieses Waldes zu ergründen. Sie beide spürten die uralte Macht, die von diesem scheinbar undurchdringlichen Dickicht ausging und waren durch Lupins Worte umso neugieriger geworden. Doch Yuugi nickte nur zu den Worten des Professors. Sie mussten ihm ja nicht auf die Nase binden, dass sie durchaus auf sich allein achten konnten. Und als Yuugi genauer hinblickte, erkannte er, dass Remus Lupin ihnen diese Warnung nicht umsonst so eindringlich klargemacht hatte. Die blauen Augen blickten nachdenklich zu dem dichten Grün und der Mann wirkte, als wäre er weit weg und tief in Gedanken versunken. Er hatte wohl schon einige Erlebnisse in diesem Wald durchgestanden und davon war scheinbar keines besonders glücklich gewesen. Er hatte nicht nur die beiden Muggel warnen wollen, sondern vielmehr seiner eigenen schlechten Erfahrungen gedacht.

Plötzlich kam Yuugi ein Gedanke: „In diesem Wald hat das Ritual stattgefunden, weswegen wir nun hier sind? Gibt es denn dort keine Hinweise, warum das ganze so falsch abgelaufen ist?" Natürlich war nichts an diesem Ritual falsch gewesen, doch der Professor erwartete diese zweite Frage sicher von ihnen.

Lupin schüttelte den Kopf und drehte sich mit nachdenklichem Blick zu Yuugi um: „Albus – Professor Dumbledore – hat für den Tag des Rituals die Erlaubnis der magischen Wesen des Verbotenen Waldes erhalten, diesen zu durchqueren und darin eine Beschwörung durchzuführen. Die Lichtung, auf der das statt fand, war ein mächtiger magischer Platz, der das Gelingen eigentlich hätte garantieren sollen. Ein Auror hat alle Zauber noch einmal überprüft, bevor er die Formeln und magischen Kreise löschte und er fand keinen Fehler. Und da das Ritual ein Ergebnis gebracht hat, erhält Dumbledore nicht die Erlaubnis, die Lichtung erneut aufzusuchen. Selbst wenn es einen Hinweis gäbe, dürften wir nicht danach suchen."

„Der Schulleiter machte auf mich den Eindruck eines Mannes, der sehr mächtig ist und sich nicht so leicht Vorschriften machen lässt. Und wenn der Zweck wichtig ist..." Yami ließ den Satz in der Luft hängen, doch Lupin lächelte nur.

„Auch Albus muss sich an die Regeln halten. Die Zentauren beginnen in zwei Tagen mit einem ihrer wichtigsten Feste und gestatten nicht einmal Dumbledore, den Wald zu betreten. Es hat irgendetwas mit ihren Kindern zu tun, aber selbst Hagrid weiß darüber nichts Genaues und er kennt die Zentauren wohl besser als Albus. Nein, momentan führt kein Weg in den Verbotenen Wald und ich glaube auch nicht, dass es etwas nützen würde. Was bei dem Ritual wirklich geschehen ist, wird sich vielleicht nie erklären lassen."

Der Professor ging einige Schritte weiter zu zwei großen Findlingen und zeigte den Berg hinab. „Das ist die Hütte von Hagrid, dem Schlüsselbewahrer von Howarts und Wächter über den Wald und die Ländereien des Schlosses. Er ist eine gute Seele und Sie sollten ihn mal besuchen, wenn Sie Zeit haben. Er kann Ihnen alle Fragen zu Hogwarts, seinen Geheimnissen und zu den Kreaturen des Verbotenen Waldes beantworten."

‚Er hat dein Interesse am Wald wohl doch bemerkt, sonst würde er uns nicht so explizit auf diesen Hagrid hinweisen. Ihm scheinen nicht viele Dinge zu entgehen, selbst so versteckte Dinge wie deine Neugier. Der Mann gefällt mir immer mehr. Er versteht viel davon, Geheimnisse zu ergründen und Gefahren zu erahnen. Einen solchen Mann im Kampf an seiner Seite zu haben, ist sicher von Vorteil.' Yuugi musste zugeben, dass er diesen ruhigen Professor schon jetzt in sein Herz geschlossen hatte und gern mehr über ihn wissen wollte. Der Mann wirkte manchmal so traurig und er schien noch nicht wirklich viele gute Erlebnisse in seinem Leben erfahren zu haben. Irgendwie hatte Yuugi auch ein wenig Mitleid mit Remus Lupin, auch wenn er nicht sagen konnte, weshalb das so war. Er kannte den Mann ja erst wenige Stunden.

Yami lächelte Yuugi leicht an. Er bewunderte den Jungen immer wieder dafür, dass er die Menschen so schnell und sicher einschätzen konnte und staunte jedes Mal aufs Neue, wie groß Yuugis Herz doch war. Aber ganz konnte er diesem Professor noch nicht vertrauen. /Ich habe das dumpfe Gefühl, dass er uns nicht nur deshalb zu diesem Hagrid schickt, weil ich meine Neugier auf den Wald nicht so gut verborgen habe, wie ich dachte. Ich kann mir nicht helfen, aber ich vermute darin eine Falle. Nur wo kann sich eine solche verbergen, wenn wir zu diesem Mann hin gehen und uns mit ihm unterhalten?/

‚Das werden wir wohl erst erfahren, wenn wir diesen Wildhüter tatsächlich besuchen. Oder du siehst einfach nur Gespenster.'

Yami blickt nachdenklich auf die kleine Holzhütte, die bedrohlich nahe am Abgrund zu dem tiefdunklen See stand. /Vielleicht. Aber wenn nicht, sollten wir noch vorsichtiger sein. Denn das bedeutet, dass sie uns immer noch verdächtigen./

Yuugi lachte sarkastisch in ihrem gemeinsamen Seelenraum. ‚Alles andere hätte mich auch gewundert, ja sogar verunsichert. Menschen wie sie, die schon seit Jahren im Krieg sind, sollten zwei auf mysteriöse Weise aufgetauchten Jungs wie uns nicht einfach so vertrauen. Sie haben ja auch nur unser Wort, dass wir keine Magie besitzen. Sie werden uns sicher noch einige Zeit beobachten.'

Yami nickte nur. Das war gar nicht zu vermeiden. Aber sie hatten ja schon herausgefunden, dass die Zauberer ihre Schattenmagie nicht spüren konnten. Jedenfalls nicht die einfachen Zauber. Sie waren also relativ sicher, wenn sie ein wenig vorsichtig waren. Und darin hatten sie beide ja Übung.

Aus den Augenwinkeln nahm Yami plötzlich eine Bewegung auf dem See wahr und seine karmesinroten Augen konzentrierten sich auf die Stelle. Tatsächlich wiederholte sich die Bewegung und erneut wanderten kleine Wellen in Kreisen aus der Seemitte zum Ufer. Doch die Ursache für die unruhige Seeoberfläche konnte der Pharao nicht ausmachen. Gab es hier so große Fische?

Remus war schon einige Schritte weiter gegangen, doch als ihm der eine der beiden Muggel nicht folgte, blieb er stehen und blickte den Jungen in Leder nachdenklich an. Wie ähnlich sie sich waren. Und doch war ihr Wesen unterschiedlich. Dieser Yami Atemu war scheinbar der ruhigere, stärkere von beiden. Er strahlte eine Selbstsicherheit und Kraft aus, die Remus immer wieder verwirrte. Der andere, Yuugi Mutô wirkte jünger, verspielter, aber andererseits war auch er am Abend in der großen Halle die Ruhe in Person gewesen, was selbst Remus angesichts all der starrenden Blicke und geflüsterten Gerüchte nicht leicht gefallen wäre. Nein, Yuugi wirkte vielleicht schwächer, doch er war es nicht. Er zeigte nur offen seine Lust am Leben und die Freude, die er allem und jedem automatisch entgegen brachte, während sich Yami immer damit zurückhielt, seine Gefühle zu äußern. Aber Remus vermutete, dass die beiden Jungen sich durchaus ebenbürtig waren und auch wenn er nicht wusste, wie er auf den Gedanken kam, war er sich sicher, dass die beiden schon oft gekämpft und einander das Leben gerettet hatten und auch in Zukunft vor keiner Herausforderung zurück schrecken würden. Vielleicht war es ihr inniger, fast intimer Umgang miteinander und ihr bedingungsloses Vertrauen zueinander, was diesen Eindruck von großer Kraft und Erfahrung hervorrief. Die beiden erinnerten Remus an Harry und Draco, Lilly und James oder auch an ihn selbst und Sirius. Sie wirkten wie zwei Menschen, die alles von einander wussten, miteinander durch schwierigste Situationen gegangen waren und sich blindlings auf den anderen verlassen konnten. Remus fragte sich, wie das Leben dieser beiden wohl ausgesehen haben mochte, bevor sie hierher gekommen waren, wenn sie schon in so jungen Jahren so aufeinander abgestimmt waren. Und seine Neugier wuchs immer mehr, je öfter er diese beiden sah. Er bedauerte noch immer, nicht bei Dumbledores Gespräch mit den beiden dabei gewesen zu sein, denn dann hätte er vielleicht mehr über sie erfahren, einfach nur dadurch, wie sie sich verhielten oder ihre Fragen stellten. Doch schon ihr gemeinsamer Spaziergang durch das Schloss hatte ihm ein wenig mehr über Yami und Yuugi enthüllt und so bemerkte Remus nun mit Interesse, dass Yamis Blick zum See gewandert war und seine ganze Haltung Vorsicht und Neugier ausdrückte. Er schien zu ahnen, dass es sich bei den Bewegungen des Sees nicht nur um Fische handelte und er wollte einerseits sicher herausfinden, was die Ursache dafür war, fürchtete aber andererseits Gefahr. Remus hatte nicht erwartet, dass Muggel die Magie so schnell als Teil ihrer Welt akzeptierten, doch in der letzten Stunde hatten weder Yami noch Yuugi den Eindruck erweckt, dass sie sich vor den magischen Vorgängen im Schloss fürchteten. Warum wirkte Yami dann jetzt so ...alarmiert?

Doch dann erinnerte sich Remus an diese eine Szene im Wald, als Yami – er wusste jetzt, dass es nur Yami gewesen sein konnte, obwohl Remus die beiden damals noch nicht hatte unterscheiden können – sich schützend vor Yuugi gestellt hatte. Es sagte viel über die Gedanken und Gefühle des Jungen aus. Und hier war es der gleiche Grund. Remus wusste nicht, warum, aber Yami hatte die Bewegung im See als Bedrohung eingestuft und war – wahrscheinlich sogar ohne es selbst zu merken – automatisch in die Rolle des Beschützers gewechselt.

Auch Yuugi war stehen geblieben und hatte sich nach Yami umgesehen. Automatisch war er dem Blick seines Geliebten gefolgt, als er dessen Anspannung gespürt hatte. Doch auf dem See war nichts.

‚Was ist los? Ist da irgendetwas?'

Yami riss sich mühsam von dem Anblick des Sees los. /Ich spüre etwas altes, mächtiges, aber es ist wohl keine Gefahr./ Damit wandte er sich endgültig um und wurde sich erst jetzt des Blicks bewusst, mit dem Lupin ihn beobachtete. Yami schalt sich in Gedanken einen Narren und überhörte Yuugis amüsiertes Kichern geflissentlich. Er hätte wissen müssen, dass das Wesen in diesem See keine Gefahr darstellen konnte, egal was es war, allein deshalb, weil es auf dem Gelände von Hogwarts existierte. Dumbledore untersagte den Schülern, den Verbotenen Wald zu betreten, da würde er schwerlich ein gefährliches Untier im See dulden, in dem die Schüler im Sommer sicher sogar badeten. Hoffentlich hatte er sich mit seiner Reaktion nicht verraten. Doch als Yami näher kam, blickte auch Lupin nachdenklich zum See.

„Es sind tatsächlich keine Fische, die diese Bewegungen verursachen. Im See lebt ein großer Krake, der über den Eingang zum Schloss wacht und das schon seit undenklichen Zeiten. Er existierte vielleicht sogar schon vor der Gründung der Schule, niemand weiß das so genau. Aber Sie brauchen sich nicht zu beunruhigen, Mr. Atemu, der Krake ist freundlich und hat noch nie jemanden angegriffen, der ihn nicht gereizt hat." Mit keinem Wort erwähnte der Professor Yamis lauernde, vorsichtige Haltung, sondern grinste eher zu Yuugis interessiertem Blick.

„Ich glaube ja, der Krake wird von Hagrid zu sehr verwöhnt und ist jetzt so verspielt, dass er die Aufmerksamkeit der Schüler sogar genießt. Sie werden ihn sicher auch mal richtig sehen. Aber er zeigt sich meist nur bei ausreichendem Publikum."

„Also tatsächlich ein eitler Krake." Yuugi blickte Yami amüsiert an und dieser verdrehte die Augen. Er hatte ja begriffen, dass er sich unnötig Sorgen gemacht hatte.

Ohne noch weiter darauf einzugehen setzte Remus seinen Weg um das Schloss fort, zeigte ihnen die Gewächshäuser von Madam Sprout und warnte die beiden auch vor der peitschenden Weide, als sie daran vorbei kamen.

„Wie kommt es eigentlich, dass ein so gefährlicher Baum auf einem Gelände steht, wo Kinder hinkommen. Ich halte das für ziemlich gefährlich." Aus Yuugi Stimme sprach echte Sorge und Remus seufzte leise in sich hinein. Das war ein Kapitel, über das er lieber nicht sprechen wollte, aber er hatte die beiden Muggel warnen müssen.

„Es gibt einige der wildesten Geschichten über diese Weide. Aber Tatsache ist, dass sie einen Geheimgang schützt, der aus dem Gelände von Hogwarts hinausgeht. Die Weide wurde unter anderem deshalb gepflanzt, damit niemand diesen Gang benutzen kann. Sie steht hier schon einige Zeit und bis jetzt wurden die Warnungen immer beachtet, also brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen, Mr. Mutô."

Yuugi runzelte leicht die Stirn und blickte dem Professor dann nachdenklich hinterher. Warum pflanzten die Zauberer einen gefährlichen Baum hin, anstatt den Gang einfach zuzuschütten oder mit Sprüchen zu schützen und zu verbergen. Doch wohl nur, damit er trotz allem noch zu benutzen war, wenn man wusste, wie. Die Weide war ja eigentlich auch eher ein Schutz auf dieser Seite und es gab sicher einen Trick oder Zauber um sie ruhig zu stellen. Vielleicht sollte sie eher verhindern, dass jemand dem Benutzer des Ganges folgen konnte?

‚Er sagt schon wieder nicht die volle Wahrheit. Irgendwie hab ich den Eindruck, dass Lupin einige Geheimnisse hat, die teilweise mit Hogwarts in Verbindung stehen. Die Weide ist auch so ein Beispiel.'

Yami stimmte ihm zu. /Nicht nur wir scheinen Dinge vor anderen zu verbergen. Aber je mehr wir erfahren, desto mehr Fragen und Rätsel tun sich auf. Das ist verwirrend./ Doch Yamis begeisterter Unterton entging Yuugi durchaus nicht. Der Junge knuffte den anderen spielerisch in die Seite, als sie Remus mit einem respektvollen Abstand zu der scheinbar unschuldigen Weide weiter folgten. ‚Gib's doch zu, du genießt es. Du wartest doch nur darauf, bis das Labyrinth aus Rätseln und Fragen um uns herum noch ein bisschen mehr gewachsen ist, damit du dich dann an das Lösen des Puzzles machen kannst.'

Yami grinste seinen Partner fröhlich an und meinte dann gutgelaunt/Ich kenn da noch jemanden./ Dann beeilte er sich gespielt furchtsam, an Lupins Seite zu kommen, blieb aber Sekunden später abrupt stehen und blickte sich staunend um. Yuugi, der zwei Meter hinter seiner dunklen Hälfte war, wunderte sich über das ehrfürchtige Gefühl, welches er durch Yamis Seelenband empfing, doch als auch er vollständig hinter der Schlossmauer hervorgekommen war, sah er, was sein Geliebter so bewunderte.

Vor ihnen befand sich ein riesiges Stadion mit hohen Tribünen und Zuschauerrängen. Das es sich um ein gigantisches Spielfeld handelte, war nicht zu übersehen und die drei unterschiedlich hohen Ringtore auf beiden Seiten bewiesen Yuugi, dass er dieses Spiel definitiv nicht kannte. Doch auch ohne zu wissen, wie dieses Spiel funktionierte, spürten beide, dass dieses Feld der Ausgangspunkt von mächtigen Gefühlswellen war. Hier war oft und mit Leidenschaft gespielt worden und die Erregung der Zuschauer und Spieler, das Tempo und die Faszination hielten sich in dem ganzen Gebiet. Die Luft war noch immer aufgeladen vor Spannung und Yami und Yuugi konnten das Rufen und Jubeln beinahe hören. Auf sie beide, die Spiele in jeder Form liebten und bewunderten, wirkte allein schon das Stadion faszinierend. Andächtig lauschten beide Lupins kurzer Erklärung, wie Quidditch gespielt wurde und begriffen, dass dies ein Spiel war, was jeden in seinen Bann ziehen musste.

„Ein dreidimensionales Spiel. Es muss unglaublich spannend sein, das zu spielen." Yami hatte unwillkürlich laut gesprochen und Yuugi sah Professor Lupin versonnen lächeln.

„Es ist eines der interessantesten Spiele, die ich kenne. Es verlangt großes Können und großes Vertrauen in sich selbst. Man braucht Geschick um gleichzeitig Fliegen, Werfen, Fangen und auf die gegnerische Mannschaft achten zu können. Ich hab es nie besonders gut gespielt, aber zwei meiner Freunde waren leidenschaftliche und gute Quidditchspieler und Harry ist einer der besten, die ich je gesehen habe."

„Harry Potter? Der Junge, von dem Dumbledore-sama uns berichtet hat?"

Yuugis Worte rissen den Professor aus seinen Gedanken, doch er blickte weiterhin auf das Stadion, welches sich am Grund des Tals vor ihnen in den Himmel reckte. Dann nickte er und meinte mit einem stolzen Lächeln:

„Sie werden ja nun länger hier bleiben und kommen somit in den Genuss des Auftaktspiels in zwei Wochen. Gryffindor gegen Ravenclaw. Dann werden Sie mit eigenen Augen erleben können, wie atemberaubend dieses Spiel ist."

Plötzlich hob Lupin den rechten Arm und blickte auf etwas Ähnliches wie eine Armbanduhr. Erschrocken wandte er sich um.

„Ich hab über unser Gespräch ganz die Zeit vergessen. Meine Stunde hat schon vor 10 Minuten angefangen. Ich hoffe es hat Ihnen gefallen. Sehen Sie sich ruhig noch etwas um, wenn Sie wollen. Finden Sie den Weg allein zurück?" Yami nickte leicht und Yuugi lächelte den Professor dankbar an.

„Es hat Spaß gemacht, von Ihnen so viel über das Schloss zu erfahren, Lupin-san. Entschuldigen Sie, dass wir Sie solange abgehalten haben. Wir finden uns alleine zurück."

Der Professor nickte und eilte dann den Weg zurück, den sie gekommen waren. Doch nach wenigen Metern drehte er sich noch einmal um und rief den beiden zu: „Professor McGonagall wollte Sie nach dem Mittag noch sehen. Ihr Büro ist im Westturm. Sie kommen am besten über den Gang mit den Räumen zu Verwandlung und Geschichte der Zauberei zu ihr. Fragen Sie sich einfach durch." Yuugi nickte, doch der Professor hatte das schon gar nicht mehr gesehen, denn er eilte weiter Richtung Hauptportal.

„Komischer Kauz!" Doch Yamis Stimme klang amüsiert und Yuugi stimmte in das Lachen

ein. Sie wanderten noch ein wenig über die Grounds, sahen sich das Quidditchfeld in seiner ganzen imposanten Pracht von innen an und näherten sich äußerst vorsichtig der peitschenden Weide. Als dann nach mehr als einer Stunde mehrere junge Schüler schnatternd aus den Gewächshäusern auftauchten und Richtung Schlossportal wanderten, erkannten Yuugi und Yami das als Ende der zweiten Unterrichtsstunde am Vormittag. Das bedeutete, dass es nun Mittagszeit war. Professor Lupin hatte ihnen zu Beginn ihrer Führung die Stundenzeiten und Essenspausen mitgeteilt. Wie in jeder Ganztagsschule oder jedem Internat aßen die Schüler alle gemeinsam Mittag und hatten insgesamt fast zwei Stunden bis zum Unterrichtsbeginn am Nachmittag.

„Bist du hungrig, Aibou?" Yamis Stimme hatte einen seltsamen Unterton und Yuugi blickte verwundert zu dem ehemaligen Pharao. Sie saßen gerade auf einem großen Stein am Ufer des Sees und verfolgten die sich kräuselnden Wellen auf der Oberfläche. Noch waren sie allein, doch das Wetter war warm und sonnig und es war nur noch eine Frage der Zeit, bis die ersten Schüler ihre Pause an angenehmere Orte als ein dunkles Schloss verlagerten.

„Ich brauch nicht unbedingt was zu essen, das Frühstück war reichlich. Wieso fragst du?" Doch die Frage war rein rhetorisch gewesen. Schon als Yuugi in Yamis purpurrote Augen blickte, die vor Lust noch dunkler erschienen, musste er leise lächeln. Und er spürte sein eigenes Verlangen umso deutlicher.

„Wir werden hier aber nicht mehr lange ungestört bleiben." Yuugi ignorierte seine eigenen Worte jedoch und drückte seine dunkle Hälfte ins Gras. Geschmeidig schob er sich auf den Pharao und presste ihre Körper aneinander. Ihre Lippen trafen sich zu einem leidenschaftlichen Kuss und ihre Hände verschränkten sich über Yamis Kopf ineinander.

„Ich habe aber nicht die Geduld, zu warten, bis wir im Schloss sind." Yami winkelte sein Bein an und rieb sein Knie an Yuugis Mitte. Dieser stöhnte in den Kuss.

„Geht mir ähnlich." Yuugis Lippen wanderten weiter, knabberten an Yamis Hals und dem Lederhalsband, welches sie beide trugen. ‚Ich liebe dich, mein Pharao.'

Yami lächelte leicht und ließ seine Hände unter Yuugis Ledertop fahren. Während er leicht die Muskeln nachfuhr und noch immer mit seinem Knie Yuugis Männlichkeit rieb, beschwor er die Schatten und aktivierte die Karte ‚Magischer Spiegel'. Normalerweise wehrte sie feindliche Attacken ab, aber das galt auch für feindliche Blicke. Sie lagen schon etwas abseits und wenn nicht gerade jemand über sie stolperte, wurden sie nun auch nicht mehr gesehen. Nun mussten sie nur noch ihre beiden Puzzle im Schattenreich verwahren, denn für das, was sie nun vorhatten, waren die beiden Pyramiden nur hinderlich.

Zufrieden rollte Yami über Yuugi und pinnte diesen nun seinerseits fest. Atemlos küssten sie sich erneut und Yami fragte mit einem verschmitzten Lächeln/Was hältst du von einem Rückkampf von gestern Nacht./

Gespielt empört meinte der andere Duellant: ‚Den hattest du doch schon heut früh!' Doch er hatte nicht wirklich etwas gegen die Behandlung, die Yami ihm gerade zuteil werden ließ. Also protestierte er auch nicht weiter. Eigentlich sagte er die nächsten Minuten gar nichts mehr und genoss nur stumm und begeistert.


Irgendwie hören die Kapitel immer mit Sex auf…/kopfkratz/ Schreibt Reviews und dann kommt das nächste Pitel schon bald…mein Beta war diesmal nämlich gaaanz fix…/g/

/Knuddel/ CU Fly