Die Königin sitzt an der Spitze eines langen Tisches im Ratszimmer. Zu ihrer linken sitzt Sir Leon, zu ihrer rechten Seite sitzt Gaius. Sir Gwaine steht hinter der Königin, auf alles gefasst und gewappnet notfalls seine Königin zu verteidigen. Ihre Blicke sind entschlossen und der Raum gefüllt mit Adligen und Rittern des Reiches. Alle sehen zu Gwen auf, alle Augen sind auf die junge Frau gerichtet.

Die Tür zum Ratszimmer öffnet sich und König Alined tritt ein. Er wird gefolgt von seinem Neffen. Eine sehr selbstsichere Königin sieht ihn direkt an: "König Alined. Welch nette Überraschung. Willkommen,ihr seid gerade rechtzeitig eingetroffen um meiner Krönung beizuwohnen. Heute nachmittag werde ich Arthurs Platz auf dem Thron einnehmen." König Alined zeigt sich davon wenig beeindruckt, er macht ein paar Schritt auf Gwen zu. Er lächelt boshaft: "MyLady. Mir scheint, ich bin tatsächlich genau zur rechten Zeit in Camelot eingetroffen. Genau zur rechten zeit um Euch aufzuhalten. Vergebt mir meine Offenheit, Ihr sein wahrhaftig eine Schönheit, eine wundervolle Ehefrau und Königin eures Gatten. Aber Ihr seid nicht adlig und von Arthur nicht offiziell als Thronfolgerin bestätigt worden. Ihr könnt seinen Platz nicht einnehmen. Im Namen meines Neffen verlange ich, dass die Zeremonie nicht vollzogen wird, um die Folgen noch einmal zu überdenken. Ich verlange, dass es im Einklang mit den Gesetzen Camelots zu einer Wahl eines neuen Königs kommt. Es muss eine Wahl aller Adligen diese Königreiches stattfinden, die einen Adligen aus ihrer Mitte bestimmen. Ich schlage daher meinen Neffen vor. Er ist ein Sohn einer Adligen Familie dieses Königreiches. Er erfüllt alle Voraussetzungen."

Augenblicklich schwillt der Lautstärkepegel in dem Zimmer an. Alle sind aus dem Häuschen, sie diskutieren und schreinen einander an. Sie machen sich gegenseitig Vorwürfe. Alles geht drunter und drüber. König Alined sieht zufrieden in die Runde, leise raunt er seinem Neffen zu: "Sieh mein Junge, Runde 1 haben wir bereits gewonnen. Schon bald werden alle erkennen, wie hilflos diese Dienstmagd wirklich ist." Der junge Mann erschreckt sich, als er in die Augen seines Onkels sieht. Er fürchtet sich. Sein Onkel nimmt davon aber keine Notiz. Er fügt stattdessen hinzu: "Dann wird unsere Stunde schlagen, du besteigst den Thron und Camelot gehört endlich mir."

Die Königin erhebt sich, augenblicklich kehrt wieder Ruhe ein. Sie sieht in die Runde, sie sieht in die verunsicherten Gesichter der Ritter und Adligen: "Morgana hat letztendlich doch gewonnen. Der König ist verloren, das Königreich gespalten. Die Grundfesten Camelots, Loyalität, Freundschaft und Vertrauen liegen danieder." Sie dreht sich um und verlässt das Ratszimmer. Gaius, Sir Leon und Sie Gwaine folgen ihrer Königin.