„Wenn das Testament deiner Schwester diese Klausel enthält und du unterschrieben hast, dann werden Mama und ich uns dem nicht in den Weg stellen. Wir wissen ja, dass wir Bennett und Fenja jederzeit besuchen dürfen", schloss Rokkos Vater ein Gespräch, das allen Beteiligten sichtlich schwer gefallen war. „Wenn ihr zur Beisetzung nach Hamburg kommt, dann räumen wir gleich die Wohnung aus", plante der Mann weiter, um nicht unter seinem Schmerz zusammenzubrechen. „Rokko und ich haben sechs Wochen Urlaub", ergriff Lisa das Wort. „Es gibt keinen Grund, etwas zu überstürzen." – „Da hat sie Recht, Öhrchen", unterstützte Rokkos Mutter den Vorschlag ihrer Schwiegertochter. „Fenja, guck mal, die Pizza lächelt dich an", wandte Lisa sich an das Kind. „Der Koch hat dir extra ein Gesicht aus der Wurst gelegt. Iss doch wenigstens ein bisschen", lächelte sie Fenja an. Verführerisch ließ sie ein mundgerechtes Stück vor Fenjas Mund schweben. Diese beobachtete es mit den Augen und öffnete kurze Zeit später den Mund, um sich füttern zu lassen. „Ich habe nicht so viel Erfahrung mit Kindern", wandte Lisa sich entschuldigend an ihre Schwiegermutter. „Ich finde, du machst das toll. Unsere kleine Fenja gewöhnt sich ganz sicher schnell an die neue Situation."