Nun nach langer Zeit, wieder einmal ein Kapitel. Ich hoffe doch, dass einige Leser mir noch treu geblieben sind.
Bis zum nächsten Mal.
7. Kapitel: Rasende Gedanken
Das Rascheln der Bäume lies Hermione aufsehen. Draco Malfoy kam auf sie zu. Das blonde Haar zerzaust und seinen undurchdringlichen Blick auf sie fixiert. Die Hände in den Hosentaschen vergraben blieb er stehen und blickte sie an. Hermione hatte die Arme vor der Brust verschränkt und rührte sich nicht, außer ihre Augen die ihn nun direkt ansahen. Sie schwiegen.
Es dämmerte, eine Priese Wind wehte durch ihr Haar und lies einige Strähnen um ihr Gesicht tanzen. Kein Laut war zuhören, außer das Zwitschern einiger Herbstvögeln aus der Ferne.
Draco setze zum Sprechen an. Sein Blick war neutral, nichts verächtliches war zu sehen, wie beim letzten mal, vielleicht so gar etwas flehendes. Als er zum Sprechen begann, kam nur ein einziges Wort über seine Lippen. Die vier Silben waren nur ein Flüstern, das im Winde unterging und doch – Hermione hatte es gehört – „Entschuldige".
Obwohl diese Art von Entschuldigung nicht gerade tiefgehend wirkte oder so als würde sie vom Herzen kommen, wusste Hermione dass dieser primitive Weg, Dracos Weg war um Abbitte zu leisten.
Hermione nickte nur kurz, als Zeichen ihres Verstehens und als Aufforderung weiter zu sprechen, doch Draco fügte nichts hinzu. Es schien so alles wäre alles gesagt, doch dies war nur der Anfang, dies musste nur der Anfang gewesen sein. Doch es kamen keine weiteren Silben, keine Erklärung, kein Grund, kein kleinster Versuch der es verständlich machen würde, weshalb ihr letztes Treffen mit solch einer schlimmen und grauenhaften Tat enden musste. Wesalb Draco den Andrang verspürt hatte Hermione zu beweisen, dass er glaubte ihre sexuell überlegen zu sein.
All diese Gedanken machten Hermione rasend. Was bildete sich diese Person eigentlich ein? Glaubte Draco wirklich, dass sie ihm so leicht vergeben würde, nachdem er sie – man kann es gar nicht andere nennen als – vergewaltigt hat. Obwohl sie verstand, dass das Eingestehen eines Fehlers seinerseits, nicht gerade Dracos Stärke war, wird sie es ihm trotzdem nicht so leicht machen.
„Nun Draco, ist dies alles?", zischte Hermione ihm entgegen. „Ein Wort? Wau ich bin wirklich stolz auf dich. Der große Draco Malfoy schafft es nur ein einziges Wort der Entschuldigung zu verlauten. Ein scheiß Wort!!"
Sarkastisch fügte sie hinzu: „Wirklich großartig gemacht. Ich habe auch nichts anderes von dir erwartet. Ach und bevor du fragst – ich verzeihe dir nicht, dass du mir deinen Schwanz aufgedrungen hast. Es ist ja nicht so als würdest du etwas davon verstehen, eine Frau nur in geringster Weise zu befriedigen. Nein, du hast immer nur dich selbst im Kopf. Deine Bedürfnisse. Dein Wille. Deine Stärke. Deine sogenannte Courage. Und natürlich deine Andrang dich dir Selbst zu beweisen."
Der Wind zerzauste weiter Hermiones braune Locken. Sie strich sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht und warf Draco noch einen letzten hasserfühlten Blick zu, bevor sie auf den Absätzen kehrt machte.
Draco, der wehrend ihren Vorwürfen nur gelassen dagestanden ist, ohne nur eines kleinen Anzeichen von Verständnis oder Akzeptierung beobachtete nun, wie sich Hermione umdrehte und davon ging.
Ein innere Instinkt erwachte in ihm und rief ihr nach: „Warte". Dies veranlasste Hermione kurz stehen zubleiben, doch sie drehte sich nicht um. Und als er nach einigen Momenten nicht fortfuhr ging sie weiter in Richtung Schloss.
Nach einigen Sekunden raffte sich Draco auf und lief ihr nach. Viele Möglichkeiten einer Entschuldigung gingen ihm durch den Kopf von Erklärungen bis Wiedergutmachungen, doch keine war gut genug. Keine könnte dies erklären oder wieder gut machen, was er ihr angetan hatte. Doch trotzdem musste er es versuchen.
„Warte Hermione, bitte"
Hermione war stehen geblieben und drehte sich um. Als Draco bei ihr angelangt war wusste er genau war er zu ihr sagen musste, genau so als hätte sich all dies gut überlegt und zurechtgelegt.
Im Schatten einiger Bäume stand ein dunkel gekleideter Mann und sah zu den beide hinüber. Auf seinen Lippen bildete sich eine Lächeln.
