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Viele Wege führen zum Mord
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Kapitel VIII
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Der letzte Rumtreiber
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Remus Lupin starrte durch schmutziges Fensterglas hinauf in den schwarzen Himmel. Er war in Nummer 12 Grimmauld Platz und stand in Sirius altem Schlafzimmer. Die wolkenlose Nacht war eine große Dunkelheit. Kleine Sterne waren auf der Dunkelheit verteilt und leuchteten hell von ihrer Position am Nachthimmel. Sie leuchteten wie Signalfeuer mit grellem Licht.
Remus' müde Augen überflogen den sternigen Himmel und blieben an einem der größten hängen, ein Stern, der die Nacht erhellte, der Stern Namens Sirius.
Es war eine Ironie, dass der hellste Stern am Himmel Sirius genannt wurde, denn vor kaum ein paar Wochen war jemand, der so hell wie dieser Stern war, Sirius Black, noch am Leben gewesen.
Seit Sirius gestorben ist, stand Remus jede Nacht an diesem Fenster in diesem kalten unbewohnten Raum sah stundenlang diesen einen Stern an, und er schien jedesmal ein bisschen heller zu leuchten. Vielleicht war es auch nur Remus' Einbildung, aber es schien ihm als wenn der Stern heller als jemals zuvor schien. Vielleicht war es Sirius' Weise, ihm zu sagen, das es ihm gut ging oder vielleicht war es ein Zeichen des Himmels das bedeutete, das mit Sirius alles in Ordnung war. Es klang warscheinlich ziemlich unglaubwürdig, aber Remus glaubte daran.
Immer wenn er die Sterne anschaute, wurde Remus daran erinnert, wieviele, die er liebgewonnen hatte, er schon an Mr. Tod verloren hatte. Jetzt mehr als jemals zuvor.
Der Schmerz vom Verlust seines Freundes stach immer noch frisch in seinem Herzen. Es war nur wenige Wochen her, da hatte er seinen einzig wahren Freund, der noch überlebt hatte, verloren: Sirius Black.
Die Szene von seinem Tod im Ministerium der Magie, als Sirius durch den Vorhang im Department der Mysterien gefallen ist, spielte sich immer noch immer und immer wieder in seinem Bewusstsein ab. Er konnte immer noch das Lachen sehen, das noch immer nicht aus seinem Gesicht entschwunden ist, als Bellatrix Lestrange ihm mit einem Fluch getroffen hatte. Er konnte immer noch den Ausdruck der Überraschung, gemischt mit Angst sehen, als er langsam durch den Vorhang fiel, um nie wieder wiederzukommen.
Remus fühlte sich vollkommen alleine, jetzt, wo sein letzter Freund gegangen ist. Er war der letzte noch lebende Rumtreiber. Und jetzt war er alleine. Ohne einem seiner Freunde neben ihn, schien Sirius' Tod unscheinbar unwirklich.
In diesem Augenblick erwartete Remus fast, dass Sirius durch die Tür kommen würde, ihn auslachen und sagen würde, dass das ganze nur ein großer Scherz war, dass es ihm gut gehen würde und es für immer so bleiben würde.
Aber keiner kam. Die Tür sprang nicht auf. Er hörte kein bellendes Lachen. Keine sanften Fußtritte. Nichts.
Remus wollte es nicht glauben. Aber es war wahr. Sirius war tot. Tatze war tot. Und er würde nicht wiederkommen. Nicht jetzt. Nie wieder. Stumme Tränen rannten Remus' Wangen herunter und Trauer umhüllte ihn.
Er sehnte sich nach seinem Freund. Sehnte sich sein sein Murren zu hören. Sehnte sich seine Stimme zu hören. Aber das wird niemals wieder vorkommen.
Er riss seine Augen von den Sternen weg. Er durfte jetzt nicht in Selbstmitleid verfallen. Es hatte keinen Sinn. Sirius war tot... tot... tot. Er konnte nichts dagegen tun und seine Misere würde ihm jetzt nicht weiterhelfen. Er musste vorwärtsschauen, ein neues Ziel anpeilen.
Remus stuzte. gab es denn noch etwas, wofür es sich zu leben lohnt? James war tot. Peter hatte sie verraten. Und jetzt war auch Sirius unter die Toten gegangen. Gab es noch jemanden, für den er sein miserables Leben fortfahren würde?
'Ja' sagte ein kleines Stimmchen in seinem Hinterkopf. 'Es gibt jemanden, der von Sirius' Tod genauso tief getroffen ist wie du. Und es steht nicht gerade gut um ihn. Dieser Jemand steht im Moment vor den Toren Askabans. Hilf ihm. Tu ihm nicht dasselbe an, was Sirius widerfahren ist. Er hat es genausowenig verdient. Askaban wird ihn zerstören. Tu etwas. Befrei ihm von der Last. Tu es für Sirius. Er würde es von dir verlangen. Warum zögerst du?'
"Harry, ich kann nicht..." Remus' Hände griffen krampfhaft nach der Fensterbank. Er schluchzte. "Ich weiß nicht wie..." wieder schluchzte er. "E-es tut mir leid..." er fiel auf die Knie, "Es tut mir so leid...Sirius...bitte verzeih mir...ich konnte deinem Patensohn nicht helfen..." Der Siriusstern versank im westlichen Horizont. 'Es ist wahr,' sagte er 'du kannst jetzt nichts tun. Aber gib die Hoffnung nicht auf, Remus, Harry wird es schaffen, ich bin mir sicher.'
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Der letzte Rumtreiber
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II
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Ende
Reviews:
laser-jet: Danke :o)
Lily13: Der Wärter hat die Wahrheit gesagt. Die Dementoren sind entweder zu Voldie übergetreten oder sie führen eine Art Unabhängigkeitskrieg. Mrs. Wieselbach ist ein harter Typ und sie bleibt auch nicht unnötig lange dort. Und Harry... nunja, wir wissen, dass er ein sehr besonderer Mensch ist... Erklärung im nächsten Chap (vielleicht)
Trang-Ouls-Avatar: Danke das nächste Chap ist auch schon halb fertig. (darauf musst du nicht so lange warten)
siriusfan: Danke ;o)
