Hallo :) Hier bin ich wieder - und das sogar halbwegs pünktlich, obwohl morgen Silvester ist. Ich dachte mir, jetzt bin ich noch nüchtern, da klappt das Schreiben besser. Aber kennt ihr diese Situation: ihr seid ein wenig angetrunken und habt auf einmal das Bedürfnis zu schreiben. Da kommen die besten Sachen dabei raus! Auch wenn sie meistens sehr wirr sind. Das ist also das vor-vorletzte Kapitel und ich bin schon richtig in Endzeitstimmung. Die liebe Tanea hat mich auch bei diesem Kapitel wieder tatkräftig als Beta unterstützt, hierfür ein großes Dankeschön. Nun viel Spaß...


Ich konnte mir keinen Reim auf seinen plötzlichen Hass machen. Seine Abneigung war mir unverständlich. Hatte ich etwas falsch gemacht? Meine anfängliche Verwirrung wandelte sich langsam in Verzweiflung. Da war etwas, das ihn mich hassen ließ, doch mir fiel nicht ein, was ich falsch gemacht haben könnte. Vielleicht war es die Tatsache, dass ich eine Gryffindor war. Ich biss mir auf die Lippen und versuchte erneut, seinen Blick auf mich zu ziehen, doch diesen Gefallen tat er mir nicht. Stattdessen frühstückte er gelassen weiter.

Vielleicht sah Draco mit Absicht nicht mehr auf, weil ihm das zwischen uns möglicherweise egal war. Er sah gut aus, konnte jede haben, wenn er wollte. Er brauchte mich nicht. Mir Gefühle vorzuspielen und mich dann fallen zu lassen, das passte zu ihm. War ich wirklich Opfer der Rache des Slytherin geworden? Ich konnte es kaum glauben, dass alles, was er getan hatte, für ihn nur ein Spiel gewesen sein sollte. Wir hatten uns geküsst und es war verdammt gut gewesen!

Auf einmal war mir Dracos Nähe unangenehm. Ich spürte, dass ich kaum noch meine Tränen zurückhalten konnte. Heftig sprang ich auf, murmelte ‚Toilette' und ‚dringend' in Georges Richtung und verließ die Große Halle so schnell wie ich konnte. Kaum hatte ich ein paar Treppen hinter mir gelassen, ließ ich mich auf den Sockel einer Rüstung fallen und weinte. Wenn er die ganze Zeit nur mit mir gespielt hatte, würde ich ihm das nie verzeihen können. Er war wirklich der kalte Slytherin, den er vorgab zu sein. Ich war so naiv gewesen, zu glauben, dass sein Verhalten nur eine Fassade war. Wie konnte ich nur so dumm sein, in ihm so etwas wie Gefühle zu vermuten?

Ich war so leichtgläubig gewesen und hatte mich in ihn verliebt. Jetzt hatte er mich voll und ganz in der Hand. Ich war sein Spielball geworden, wie er es wahrscheinlich beabsichtigt hatte. Nichts hatte ich gelernt aus dem Schicksal der Mädchen, die ihm schon jahrelang hinterherliefen. Dabei war die Hälfte von ihnen viel passender für ihn, außerdem hatte ich ja noch nicht einmal reines Blut! Mit einem Mal fielen mir so viele Gründe dafür ein, dass Draco mich nicht mochte. Auch nur anzunehmen, dass er sich eine Beziehung zu mir vorstellen konnte, war unvorstellbar blöd von mir gewesen.

Plötzlich hörte ich Stimmen, die langsam näher kamen. Ich wischte meine Tränen weg und stand auf. Ein paar Mal atmete ich tief durch, bis ich sicher war, dass ich klar sprechen konnte. Langsam aber sicher wurde ich so kalt und emotionslos, wie Draco Malfoy selbst. Auch ich konnte inzwischen eine Maske nach außen hin tragen, die meine Gefühle verbarg. Wenigstens das hatte mir Draco beigebracht, wenn auch ohne es zu wollen. Ob diese Eigenschaft nun gut oder schlecht war, konnte ich nicht entscheiden. In diesem Fall jedoch war sie zumindest nützlich.

Eine Gruppe Schüler bog fröhlich lachend um die Ecke. Wegen ihren grün-silbernen Accessoires stufte ich sie gleich als Slytherins ein. Ich unterdrückte einen Seufzer und versuchte mich möglichst unauffällig zu benehmen. Auf noch mehr Ärger heute Morgen konnte ich verzichten.

„Wen haben wir denn da?" Einer der Slytherin hatte mich entdeckt. Es war Goyle. „Eine einsame Gryffindor, bestimmt auf der Suche nach Ärger!"

Ich erwiderte nichts. Den Gefallen, auf seine Provokationen einzugehen, würde ich ihm nicht tun. Stattdessen erwiderte ich kalt seinen Blick und wartete ab, was passieren würde. Mir was klar, dass ich Ärger nun nicht mehr aus dem Weg gehen konnte.

Genüsslich langsam zog der Slytherin seinen Zauberstab und zielte auf mich, aber ich glaubte nicht, dass er mich angreifen würde. Ein Duell würde die Lehrer sofort anlocken und er würde großen Ärger bekommen. Außerdem war Goyle so schlecht im Zaubern, dass er mich sowieso nicht treffen würde. Ich lehnte mich bequem an die Wand hinter mir und musterte ihn so überheblich wie möglich - schon wieder tat ich etwas, das ich mir von Draco abgeschaut hatte. Wenn ich so weitermachen würde, könnte ich gleich das Haus wechseln und eine Slytherin werden.

„Die Zeiten, in denen du mich so beeindrucken konntest, sind schon lange vorbei. Du machst mir keine Angst mehr." Meine Erwiderung schien ihn zu ärgern, vielleicht reizte ihn auch nur die Tatsache, dass ich meinen Zauberstab nicht zog. Ich wusste es nicht, ehrlich gesagt interessierte es mich auch gar nicht.

„Das solltest es aber!", zischte mir plötzlich eine nur allzu vertraute Stimme zu. Draco Malfoy trat an Goyles Seite und zielte ebenfalls mit seinem Zauberstab auf mich. Sein plötzliches Auftauchen rief meine unterdrückten Emotionen wieder wach. Ich seufzte leise und wich seinem Blick aus.

Langsam machte sich ein mulmiges Gefühl in mir breit. Im Gegensatz zu Goyle war Draco sehr wohl ein ernstzunehmender Gegner. Außerdem war die Chance, dass er mich angriff, wesentlich höher. Ich sah mich nach einer Fluchtmöglichkeit um, doch überall waren Slytherins.

„Ich werde dir zeigen, was es heißt, einen Slytherin zu beleidigen." Er klang so hasserfüllt, dass ich unwillkürlich meine Arme vor der Brust verschränkte. Immer noch konnte ich mir nicht erklären, woher diese plötzliche Abneigung kam. Ein Kloß bildete sich in meinem Hals und erschwerte mir das Atmen. Ich wollte nicht, dass er mir diesen Hass entgegenbrachte.

„Ich regel das allein", knurrte Draco und die Slytherins verschwanden augenblicklich.

Langsam bekam ich Angst vor ihm. Ich konnte verstehen, warum ihm alle seine Hausgenossen gehorchten. Er konnte, wenn er wollte, sehr bedrohlich wirken. Trotzdem hatte ich meinen Zauberstab immer noch nicht gezogen. Ich hatte nicht vor, mich zu wehren, wenn er mich angriff. Es hatte alles keinen Sinn mehr. Mir fehlte einfach die Kraft für diesen ewigen Kampf gegen den Feind meiner Freunde. Sollte er mich doch krankenflügelreif hexen, mir war es in diesem Moment egal. Wenn ich Glück hatte, bekam er vielleicht ein schlechtes Gewissen. Er hätte es auf jeden Fall verdient. Draco Malfoy hatte meine Gefühle verletzt. Warum kam mir mein Leben auf einmal so verkorkst vor?

Die Slytherins waren verschwunden. Jetzt gab es nur noch Draco und mich. Seine Wut stand wie eine Mauer zwischen uns. Verzweiflung stieg in mir hoch und erschwerte mir das Atmen. Was war es nur, das ihn mir von einem Tag auf den anderen so fremd erschienen ließ? Ich konnte mir keinen Reim auf sein Verhalten machen. Gegen seinen Hass fühlte ich mich so machtlos, dabei hatte ich geglaubt, dass wenigstens ein paar Feindseligkeiten endlich beseitigt wären, damit wir wenigstens eine… eine Chance hätten. Ich hatte versucht, den wahren Draco hinter seiner Fassade aus Kälte und Oberflächlichkeit zu sehen, doch es hat mich nur verletzt.

Vielleicht hatte ich es geschafft und mich in den wahren Draco verliebt. Das hoffte ich zumindest, denn die Vorstellung, ein ausgedachtes Bild des Slytherin zu lieben, machte mit Angst. Ich schluckte, doch der Kloß saß fest in meinem Hals. Ich wollte mir nicht eingestehen müssen, dass ich mich in ihm getäuscht hatte. Draco war durch und durch ein echter Slytherin. Alle nötigen Eigenschaften hingen an ihm wie ein Dauerklebefluch. Er war kalt und unberechenbar. Dass er das komplette Gegenteil eines Gryffindor wie mir war, sollte ich eigentlich wissen.

Ich sah ihn traurig an. In seinen Augen konnte ich die kaum unterdrückte Wut erkennen.

„Wehr dich endlich! Zieh deinen Zauberstab!" In seiner Stimme schwang seine ganze Abneigung gegen mich mit.

Stumm schüttelte ich den Kopf und senkte den Blick. Ich konnte den Hass in seinen Augen nicht länger ertragen. Nur noch mühsam konnte ich meine Tränen zurückhalten. Ich wollte kein Duell mit ihm, ich wollte etwas ganz anderes.

„Ihr Gryffindors seid alle gleich. Blutsverräter, Schlammblüter, Feiglinge… Ihr habt nichts in der Zaubererwelt verloren. Verschwindet und nehmt eure geliebten Muggle mit."

Seine Beleidigungen versetzten mir einen Stich. Wut gesellte sich zu meiner Verzweiflung. Er verhielt sich ungerecht, doch ich schwieg aus Angst, dass meine Stimme versagen würde. Draco starrte mich an, genauso hasserfüllt, wie er manchmal Harry musterte. Er machte keinen Unterschied mehr zwischen den anderen Gryffindors und mir. Was war es nur, das mich ihm so entfremdet hatte?

„Warum bist du so wütend?", fragte ich leise und betrachtete immer noch meine Fußspitzen. Ich wollte nicht, dass meine Stimme so zitterte: die Verzweiflung machte sich immer mehr in mir breit. Ohne es zu wollen, bereute ich es, die Frage gestellt zu haben. Ich gestand mir ein, dass ich mich vor der Antwort fürchtete. Tausend Möglichkeiten fielen mir ein, aber am meisten fürchtete ich, dass er mich hasste, weil ich nicht so war wie er. Reines Blut zu haben kam mir plötzlich viel wichtiger vor als sonst, hielt er mich doch für wertlos wie so viele andere schon vor ihm. Schließlich hielt ich sein Schweigen nicht mehr aus und sah ihn an. Unsere Blicke trafen sich sofort, ich konnte mich nicht mehr abwenden. Was er fühlte, verwirrte mich, er musterte mich ungläubig, sprachlos und gleichzeitig enttäuscht. Ich verstand immer noch nicht, warum er sich so seltsam verhielt.

„Du fragst mich, warum ich wütend bin? Du?!" Seine Stimme war gefährlich leise, so hatte ich Draco noch nie erlebt. Der Slytherin hatte immer alles unter Kontrolle, ich hatte noch nie einen Gefühlsausbruch von ihm gesehen. Gefühle waren unter seiner Würde, er hatte es nicht nötig, sie zu zeigen.

Doch wie es schien, hatte ich ihn um seine Ruhe gebracht. Wieder hatte ich ohne es zu merken einen Fehler gemacht. Heute lief alles falsch. Alles, was ich tat, verschlechterte meine Situation noch mehr. Ich wollte Draco nicht verlieren, doch ich wusste nicht, was ich tun sollte, damit er mich nicht mehr hasste.

Abrupt drehte sich Draco um und ging, ohne ein weiteres Wort zu verlieren.

„Warte! Was ist los?", rief ich ihm verzweifelt hinterher, doch er hatte schon das Ende des Ganges erreicht. Langsam drehte er sich um und sah mir kalt in die Augen.

„Hab noch ein schönes Leben mit Weasley."

Verblüfft musterte ich ihn und schwieg. Draco dachte, George wäre mein Freund! Diese Vorstellung war so absurd, dass es mir die Sprache verschlug. George und ich waren befreundet, nicht mehr und nicht weniger. Das war doch offensichtlich, schließlich war er der große Bruder einer meiner besten Freunde!

Endlich verstand ich, woher sein Hass kam. Draco Malfoy war zum ersten Mal in seinem Leben eifersüchtig! Wahrscheinlich hatte er Georges Begrüßungskuss falsch gedeutet und dachte, ich würde ihn betrügen. Dass er wütend war, konnte ich mit einem Mal nachvollziehen.

„Ich bin nicht mit ihm zusammen, wir sind nur Freunde!", rief ich mit Nachdruck, doch Draco war schon längst verschwunden. Jetzt war er weg, irgendwo allein in Hogwarts mit seinem Hass auf mich. Ich lehnte mich gegen die Wand und schloss die Augen. Mein Leben war wahrlich nicht einfach. Ständig passierte irgendetwas Unvorhergesehenes. Alles Schöne brachte unlösbare Probleme mit sich. Ich wünschte mir nichts sehnlicher, als ein paar Tage, an denen keine Katastrophe eintraf. Verdammt noch mal, in diesem Moment wünschte ich mir statt diesen Problemen den stinkenden Troll aus dem Mädchenklo zurück! Der war wesentlich einfacher zu bewältigen. Ich hatte nicht registriert, was Draco dachte und hatte seine Gefühle verletzt. Was war ich nur für ein Dummkopf! Wie konnte ich das nur wieder geradebiegen? Hoffentlich hatte ich ihn nicht für immer verloren.

Seufzend ließ ich mich zu Boden sinken und wartete, an die kalte, felsige Wand hinter mir gelehnt, auf eine Lösung. Wut mischte sich in meine Verzweiflung und ließ keinen Platz mehr für klare Gedanken. Ich hatte eben Talent dazu, Draco, für den ich doch so besondere Gefühle empfand, immer wieder zu verletzen, ohne es zu wollen. Es lief wieder einmal alles schief, ich fühlte mich so hilflos und verloren, jedoch am meisten einsam. Langsam dämmerte es mir, dass ich Draco brauchte, mehr als ich je geahnt hatte. Sogar nur zu wissen, dass er mich hasste, bereitete mir beinahe physische Schmerzen. Vielleicht wäre es die beste Lösung, einfach wegzulaufen, sobald ich ihn sah, zumindest solange ich es noch konnte. Doch ich wusste, dass ich es nicht konnte, denn ich würde mein Leben aufgeben für einen Augenblick, in dem ich nur ihm gehörte, so wie damals in dem verlassenen Zimmer.

Schwerfällig erhob ich mich und setzte meinen Weg durch die Gänge von Hogwarts fort, einmal mehr ohne auf den Weg zu achten. Doch auch als ich rational blieb, fiel mir keinen Lösungsweg für meine verfahrene Situation ein, denn Draco wollte mich nicht, das stand fest. Er konnte mit einer kleinen, ewig wegrennenden Gryffindor, die noch nicht einmal mit sich selbst klar kam, nichts anfangen. Schließlich konnte er alle Slytherinmädels haben, die er wollte, wenn er nur mit dem Finger schnipste. Kein Wunder, bei diesem Aussehen! Wer konnte schon seinem seltenen Lächeln widerstehen, wenn er es erst einmal zeigte? Seine Lippen waren so weich, seine Haut ohne Unebenheiten, sein Haar so leicht und glatt, wie es aussah. Ich erinnerte mich an seinen Geruch und bekam eine Gänsehaut, niemals würde ich ihn vergessen können.

Außerdem war es nicht nur sein Äußeres, das ihn davon abhalten würde, mich auch nur anzusehen, schließlich war er auch noch überall akzeptiert und anerkannt. Er brauchte mich eben nicht, das musste ich endlich akzeptieren, denn es war unabänderlich. Eine Beziehung zu mir würde seinen Ruf zerstören und ihm eine Menge Probleme einbringen, von seinem eigenen Haus wie auch von Gryffindor. Dieses Risiko und Ärgernis würde er nie für mich eingehen.

Das Gefühl, dass über mir ein Eimer eiskaltes Wasser ausgeleert worden war, traf mich plötzlich und unerwartet, erschrocken sprang ich zur Seite und zog meinen Zauberstab zur Verteidigung.

„Oh, Entschuldigung, Nick, ich habe dich nicht gesehen", seufzte ich, als ich den Geist entdeckte. Ich war so in Gedanken gewesen, dass ich durch ihn hindurchgelaufen war. Wieder einmal musste ich feststellen, dass es nichts Unangenehmeres gab, als durch einen Geist zu laufen. Diese Kälte wurden man so schnell nicht mehr los. Sie setzte sich im Körper fest, wie eine unangenehme Erinnerung.

Der fast kopflose Nick sah reichlich beleidigt aus, doch meine Entschuldigung schien ihn zumindest etwas zu besänftigen. „Dass ihr Sterblichen immer so unvorsichtig sein müsst. Es verletzt meine Gefühle, wenn ich daran erinnert werde, dass ich keinen Körper mehr habe… Im Grunde genommen meint ihr es ja nicht böse, aber für uns Geister ist es immer wieder eine traurige Erfahrung zu sehen, wie ihr von euch selbst und eurem kurzen Leben eingenommen seid. Dabei wisst ihr dieses Leben noch nicht einmal zu schätzen, stattdessen rennt ihr in Gedanken versunken lieber durch unschuldige Geister und leidet still vor euch hin…" Belustigt hörte ich Nick bei seinem Selbstgespräch zu, er schien vergessen zu haben, dass ich noch bei ihm stand.

Erbost sah er mich an, wie als würde er mich persönlich für alle unglücklichen Menschen auf der Welt verantwortlich machen, doch ich ahnte, dass er keine Antwort wollte. „Typisch Menschen! Miss Granger, selbst wenn du in deinem Leben Fehler machst, nach dem Tod sind sie vergessen. Also halte dich an meine Worte und genieße dein Leben und gehe jedes Risiko ein! Werde doch glücklich mit deinem kurzen Leben, sonst ärgerst du dich nur…" Leise murmelnd schwebte er durch eine Wand davon. Ich lächelte traurig, denn ich begriff, dass man als Geist ein genauso schweres Leben hatte wie als Mensch.

„Er ist weise", bemerkte das Gemälde neben mir sanft, „Du weißt, dass Trübsal nichts bringt." Es war eine schöne, blonde Frau mit langen Locken, die an einem Turmfenster saß und Wolle spann. Ihr Kleid und das goldene Diadem, das in ihren Haaren funkelte, zeigten, dass die Szene im Mittelalter spielte. Nachdenklich nickte ich und sah sie an, ohne sie wirklich wahrzunehmen. Sie hatte vollkommen recht mit ihren Worten, schließlich konnte ich nicht ewig vor meinen Gefühlen davonlaufen. Nur weil ich Angst davor hatte, alles zu zerstören, was zwischen uns war, hatte ich es mir einfach gemacht und lieber mich selbst bemitleidet.

Eine Entscheidung stand bevor, doch ich ahnte, dass ich durch den fast kopflosen Nick schon wusste, was zu tun war. Es war an der Zeit, selbst die Initiative zu ergreifen, um Dracos Standpunkt zu erfahren und endlich nicht mehr so schmerzhaft in der Luft zu hängen. Was sollte nur aus mir werden, wenn dieser Schmerz zur Liebe dazugehörte? Ich konnte es einfach nicht mehr ertragen, dass er so nah, aber dennoch unerreichbar war. Es musste einfach irgendetwas geschehen. Zielstrebig lief ich zurück zum Gemeinschaftsraum, mein Plan stand fest…


Soo, das war's. Lasst mir bitte ein Review da :)

und wenn ihr ein bisschen Musik mit mir hören wollt: "Gone forever" von Three Days Grace ist toll :)

Vielen Dank an diejenigen, die ihr Review, ohne sich einzuloggen, gegeben haben. Alle anderen bekommen ja persönliche Nachrichen...
und Queen B: irgendwie haben wir einen verdammt ähnlichen Musikgeschmack :D ich mag Snow Patrol fast so gerne wie Blink.

Zuletzt wünsche ich euch allen noch einen guten Rutsch ins neue Jahr!