Disclaimer: Harry Potter und die darin vorkommenden Charaktere gehören lazycrazykitten und mir in keiner Weise.

TN: Danke an enlya fürs betalesen.


Asylum

By lazycrazykitten

Kapitel Acht

15ter August – 2 Wochen später

Harry jauchzte. „Du lässt mich einen eigenen Zauberstab kaufen?" Seine Stimme war hoch und kindlich.

Dumbledores Augen funkelten und er nickte. „In der Tat, mein Junge."

Harry jauchzte ein weiteres Mal, was dazu führte, dass Severus zusammenzuckte und stöhnte. Ein begeisterter 17jähriger, der sich wie ein sechsjähriger verhielt, war für Severus nie eine gute Sache.

„In Ordnung. Lass mich meine Schuhe holen und dann können wir gehen." Harry rannte die Stufen hinauf und rief die ganze Zeit in einer Singsang-Stimme: „ICH BEKOMME MEINEN ZAUBERSTAB, ICH BEKOMME MEINEN ZAUBERSTAB."

Dumbledore hörte ein Lachen aus dem Flur und wandte sich um, um Sirius zu sehen.

„Ich nehme an, dass Harry endlich in die Winkelgasse darf, um seine Sachen zu kaufen?" Sie hatten mit Harry einige magische Theorien besprochen und ihm auch die Beschwörungen und Bewegungen für die Zauber beigebracht, aber er musste sich erst noch einen Zauberstab kaufen, um besagte Zauber auszuführen.

Harry war überraschenderweise mit allen im Haus zurechtgekommen und hatte in der kurzen Zeit schnell eine enge Beziehung mit ihnen geformt, selbst mit Snape. Wenn er nicht im Unterricht mit Sirius, Remus, Dumbledore oder Snape war, konnte man ihn entweder in der Bibliothek finden, wo er sich leise mit Hermine unterhielt oder im Garten, wo er mit Ron auf einem alten Sauberwisch flog. Harry war sogar ziemlich gut auf dem Besen, besonders für jemanden, der gerade erst gelernt hatte zu fliegen. Ein wahres Naturtalent. Dieser Besen behinderte ihn jedoch.

Sirius grinste. Er musste ihm einfach nur einen neuen kaufen, während sie in der Winkelgasse waren.

„Was lässt dich zu dieser erstaunlichen Schlussfolgerung kommen, Black? Könnte es vielleicht der sehr laute und störende Gesang sein; „Ich bekomme meinen Zauberstab", immer und immer wieder?", dröhnte Severus.

Trotz Severus Behauptung, hasste er den lauten 17jährigen nicht. Es stimmte, der Junge konnte ein wenig nervig werden, wenn er in seinem kindlichen Zustand war, aber er war eigentlich ziemlich still und problemlos, wenn er in seiner normalen, alltäglichen Persönlichkeit war. Das Kind war auch schlau. Er saugte alles auf, was Magie betraf, und war mit dem kompletten Lehrplan des ersten Jahres schon fast fertig. Bisher war er an noch keinem Zaubertrank gescheitert. Auf der anderen Seite war es ja nur Stoff aus dem ersten Jahr.

Das war erst das dritte Mal, dass er ihn in seiner kindlichen Persönlichkeit gesehen hatte. Das erste Mal war im Institut gewesen und das zweite Mal zwei Tage nachdem er in das Hauptquartier gekommen war. Er schien in die Rolle zu driften, wenn er begeistert war, zum Beispiel, wenn er ein Tier fand (er fand die Eulen im Haus, genauso, wie Hermines Katze Krummbein)und jetzt verfiel er in diese Persönlichkeit, weil er herausfand, dass er seinen Zauberstab bekommen würde.

„Ich werde ihm alles zeigen. Zuerst holen wir ihm seinen Zauberstab, dann neue Klamotten, die ihm tatsächlich stehen. Wir kaufen seine Schulsachen und dann können wir zu Florean Fortescue's gehen und uns ein Eis holen. Dann können wir den Tag damit beenden, dass wir ihm einen neuen Besen kaufen! Er wird so viel Spaß haben!", sagte Sirius und ignorierte die Kommentare von Snape.

Dumbledore runzelte die Stirn. „Sirius, Harry wird nicht mit dir gehen."

Sirius erstarrte. „Was?"

„Es würde merkwürdig aussehen, wenn Severus' Lehrling mit dir gesehen werden würde. Die Leute könnten vielleicht die richtigen Schlüsse daraus ziehen und erkennen, dass es Harry ist. Wo wir gerade davon sprechen, wir müssen uns einen Namen für ihn überlegen, bevor wir gehen. Keiner darf wissen, dass Harry zurück ist."

„A-aber, ich möchte nicht, dass Harry mit dem alten Schleimball geht." Severus sah milde entrüstet aus. Er war nur zwei Monate älter als Black. „Er wird ihn in der Winkelgasse keinen Spaß haben lassen. Du willst Harry doch nicht aufregen, oder?"

Nun, das war unter der Gürtellinie, selbst Severus würde nicht so weit gehen. Sie alle erinnerten sich an das eine Mal, wo Harry in seinem zweiwöchigen Aufenthalt wahrhaft wütend geworden ist. Es hatte sie alle geängstigt.


-Flashback-

Harry war seit etwa einer Woche im Haus, sie alle saßen um den Tisch und genossen das Abendessen. Ein Treffen des Ordens war gerade vorbei und alle waren unten und aßen, von den Zwillingen einmal abgesehen, die hochgerannt waren um irgendetwas zu holen, keiner hatte wirklich fragen wollen was.

Plötzlich: „DRECK! IM ÄLTESTEN HAUS DER BLACKS! WIDERLICHE BLUTSVERRÄTER! IHR SEIT HIER NICHT WILLKOMMEN! RAUS HIER! RAUS AUS MEINEM HAUS! RAUS!"

„Verdammt. Ich hasse dieses dumme Portrait!" Sirius stand vom Tisch auf, nur um zu sehen, wie Harry sich ein scharfes Messer griff und mit einem mörderischen Gesichtsausdruck aus dem Raum und in den Flur rannte.

Alle erstarrten. „Meine Babys", und Molly rannte auch aus dem Raum, um ihre schelmischen Zwillinge zu retten. Die anderen folgten geschwind, nur um zu stoppen und zuzuschauen, wie Harry dem Portrait von Mrs Black Beleidigungen entgegenwarf.

„HALT DIE KLAPPE DU ALTE SCHACHTEL! DAS IST JETZT SIRIUS' HAUS. DU KANNST NICHT EINFACH JEDEN HERUMKOMMANDIEREN."

„WENN ICH GEWUSST HÄTTE, WAS FÜR EINE ENTTÄUSCHUNG MEIN ERSTGEBORENER WERDEN WÜRDE, DANN HÄTTE ICH DAS HAUS SEINER COUSINE BELLATRIX ODER NARCISSA GEGEBEN, DAMT SIE ES IHREN KINDERN VERMACHEN KÖNNEN: ICH HÄTTE ES JEMANDEN ÜBERLASSEN, AUF DEN ICH STOLZ BIN, ANSTATT DIESER SCHLECHTEN ENTSCHULDIGUNG EINES REINBLÜTERS. WAS FÜR EINE VERSCHWENDUNG!"

Harry wurde plötzlich leise und flüsterte: „Wage es nicht Sirius vor mir zu beleidigen, du altes Miststück." Er deutete drohend mit dem Messer auf das Portrait.

Sie lachte höhnisch. „Und was möchtest du damit tun? Du kannst kein Portrait umbringen, Schätzchen – du kannst mich noch nicht einmal verletzen. Und ich habe sichergestellt, dass du mich nicht von der Wand entfernen kannst. Das ist mein Haus und

ICH REDE ÜBER MEINEN WERTLOSEN SOHN SO, WIE ICH MÖCHTE!"

„Ich habe dich gewarnt." Harry nahm sich dann das Messer und schnitt innen in die Leinwand über Mrs Blacks Kopf. „Du hast gesagt, dass ich dich nicht von der Wand entfernen kann? Nun, rate Mal was? Ich bin vielleicht nicht fähig, den Rahmen von der Wand zu nehmen, aber ich kann dich entfernen." Harry schnitt mit einem sadistischen Lächeln auf dem Gesicht innen am Rahmen entlang.

Mrs Black schrie die gesamte Zeit. „STOP! STOP DU DUMMER BENGEL! DU HAST KEINE IDEE, WER ICH BIN! DIES IST MEIN HAUS UND ICH WEIGERE MICH SO BEHANDELT ZU WERDEN!"

Sie wurde gedämpft, als Harry endlich die Leinwand aus dem Rahmen bekam und zur Feuerstelle ging, sie anzündete und das schreiende Portrait hineinwarf. Mrs Blacks Schreie hörten endlich auf. Harry lächelte nur, summte leise, als er zuhörte, wie ihre schmerzhaften Schreie verklangen und wiegte sich auf seinen Fersen vor und zurück.

Alle standen glotzend da.

„Nun, warum haben wir nicht vorher daran gedacht, die Leinwand aus dem Rahmen zu entfernen?", sagte Sirius in dem fehlschlagenden Versuch die Anspannung zu brechen. Niemand war mehr hungrig, nachdem sie das brutale Schauspiel gesehen hatten und Ron war die ganze Nacht über wach und stellte sicher, dass sein Zimmerkamerad ihn nicht erstach.

-Ende des Flashbacks-


Dumbledore seufzte. „Sirius, stell dich nicht dumm an. Ich bin mir sicher, dass Severus und Harry eine schöne Zeit haben werden. Anders als ihr beiden kommen sie gut miteinander aus. Du kannst mit den Weasleys gehen und Harry und Severus nachher im Tropfenden Kessel treffen. Gut, irgendwelchen Ideen für Namen?"

Harry kam die Treppe hinuntergerannt, ein Lächeln auf dem Gesicht. „Ich bin zurück, können wir jetzt gehen?", fragte er und hüpfte fast vor Begeisterung.

Albus lächelte. „Noch nicht, Harry. Wir müssen uns noch einen Namen für dich ausdenken, bevor wir gehen können. Du musst den Namen mögen, da es derselbe sein wird wie der, den du in Hogwarts nutzen wirst."

„Wie wäre es mit Felix", sagte Sirius gespielt ernst und versuchte, sein Gelächter zu unterdrücken.

Harry trat einen Schritt von Sirius zurück und schaute ihn voller Horror an. Und in einer sehr kindischen Stimme fragte er: „Willst du, dass ich dich verhaue, Onkel Sirius?"

Sirius wollte sich gerade entschuldigen und seinen Pseudoneffen beruhigen, als er sah, wie Harry ihm ein Grinsen zuwarf. „Schlingel. Mach das nicht." Sirius verwuschelte Harrys Haar und machte es damit noch wirrer.

„Nun, wenn nicht Felix, wie wäre es mit dem großen Helden Achilles? Das ist ein starker, männlicher Name. Sicher wirst du mit dem nicht verprügelt werden."

Severus schnaubte. „Natürlich nicht. Niemand würde es je wagen, Achilles anzufassen, sie würden einfach nur auf ihn deuten und lachen."

„Nun, wenn du so toll bist, Schniefel-", Sirius beäugte Harry einen Moment und änderte seine Meinung, „Severus, dann denk dir was aus."

Severus schaute Sirius böse an und blickte dann zu Harry. Was würde zu diesem jungen Mann passen? „Wie wäre es mit Dorian?"

Sirius wollte gerade loslachen, als er sah, wie Harrys Augen bei dem Namen aufleuchteten.

Harry probierte den Namen ein paar Mal aus. „Dorian. Dorian. Ich mag es. Aber ich brauche immer noch einen Mittel- und einen Nachnamen." Er war offensichtlich über seine kindliche Persönlichkeit hinweg.

„Hmmm, gibt es welche, die du magst, Harry?", fragte Albus freundlich.

„Ja, ich mag Nathanail als Mittelnamen", sagte Harry. „Was glaubt ihr, ist ein gut für einen Nachnamen?"

„Wie wäre es mit Gray?", sagte Sirius kichernd. Harry warf ihm einen merkwürdigen Blick zu; offensichtlich verstand er es nicht. „Wie auch immer."

„Nun, es ist August. Wie wäre es mit Augustine? Es ist Latein und bedeutet adlig", sagte Albus.

Harry zuckte mit den Schultern. „Ich kann mir schlimmeres vorstellen. Dorian Nathanail Augustine. Ich mag, wie es sich anhört." Es rollte ihm leicht von der Zunge.

Dumbledore klatschte einmal in die Hände. „Fantastisch. Jetzt ist es Zeit zu gehen. Severus, du flohst zuerst und zeigst Harry, wie man es macht. Und Harry, erinnere dich daran Severus in der Öffentlichkeit von jetzt an Master Snape oder einfach Sir zu nennen, da er dein Master in Zaubertränke ist."

Severus trat in die Feuerstelle und griff sich eine Hand voll von etwas auf einem Teller, das aussah wie schwarzer Sand. „Winkelgasse", sagte er deutlich, während er den Sand auf die Feuerstelle warf und in einer Stichflamme grünen Feuers verschwand.

Harry hielt Maulaffen feil. „Das war sooo cool." Harry rannte zur Feuerstelle und griff sich das Flohpulver. „Winkelgasse." Und weg war er.

Harry schloss seine Augen, nachdem er ein paar Feuerstellen an ihm vorbeiwirbeln sah, was dazu führte, dass ihm ein wenig übel wurde, bis seine Füße auf festen Boden geschleudert wurden, was ihn stolpern ließ. „Umph."

Severus seufzte und zwickte seine Nasenrücken, als er sah, wie sein Lehrling auf den Boden fiel. „Von allen Leuten, die ich als Lehrling haben könnte, musste ich mit dem Tollpatschigen enden."

Severus ergriff Harry beim Arm und zog ihn auf seine Füße. „Wir holen dir zuerst vernünftige Zaubererkleidung, bevor wir irgendetwas anderes tun", sagte Snape und beäugte missbilligend die ziemlich farbenfrohe Robe, die Harry anhatte. Dumbledore hatte Harry mit ein paar Roben ausgestattet, die er in der Öffentlichkeit tragen sollte, da er annahm, dass Muggelkleidung zu viel Aufmerksamkeit auf ihn ziehen würde; unglücklicherweise trug Harry grade einen limettengrünen Umhang, der wahrscheinlich noch mehr Aufmerksamkeit auf sie ziehen würde, als besagte Muggelkleidung.

„Eigentlich, warum ziehst du diese klägliche Entschuldigung für eine Robe nicht einfach aus. Ich würde lieber mit einem Muggelstämmigen oder Muggelliebhaber gesehen werden, als mit jemanden, der dasselbe Modebewusstsein hat wie Dumbledore", sagte Snape.

Harry knöpfte die Robe auf und hielt sie dem Zaubertränkemaster hin, damit er mit ihr machen konnte, was er wollte. Er stand da und hielt sie ihm hin, während der Master ihn anstarrte. Harry schaute an sich hinab; er dachte nicht, dass die Kleidung, die er trug, so schlecht aussah, dass Severus ihn so kritisch anschauen musste. Er trug enge, passende Jeans und einen langärmliges, schwarzes Shirt mit rundem Ausschnitt. Er trug fast immer lange Ärmel, um einige Narben auf seinen Armen zu bedecken.

„Ähm, Master Snape?", fragte Harry und versuchte die Aufmerksamkeit des Mannes von seiner offensichtlich fehlplatzierten Muggelkleidung abzulenken.

Severus schüttelte seinen Kopf, räusperte sich und entfernte seinen Blick von dem jüngeren Mann. Jünger, wie in Teenager. Ein Teenager, der 20 Jahre jünger war als er. Ein Teenager, der jung genug war, sein Schüler zu sein. Zur Hölle, jung genug um SEIN Kind zu sein. Er sollte diesen jungen Mann nicht so anschauen, als sei er sein Lieblingsessen, das auf einem silbernen Tablett serviert wurde. Lily würde sich für ihn schämen! Solche Gedanken über ihren Sohn zu hegen.

Snape nahm sich die abstoßende grüne Robe von Harry und verbannte sie. „Komm, Dorian. Wir müssen weiter."

„Ja, Master Snape", sagte Harry, während sie aus dem überfüllten Pub gingen und er versuchte, so viel wie möglich anzuschauen.

„Hör auf damit. Du siehst wie ein Idiot aus", sagte Severus, als er sah, wie Harry seinen Kopf von der einen zur anderen Seite drehte und sich alles ansah.

Severus ging zu einer Backsteinmauer und tippte mit seinem Zauberstab auf ein paar der Steine, während Harry genau auf die Reihenfolge achtete. Er starrte, als die Wand magisch verschwand und die Winkelgasse enthüllte.

Severus begann in einem flotten Tempo loszulaufen und erwartete, dass Harry hinter ihm folgte. Sie gingen die Gasse entlang und stoppten erst, als sie Madam Malkins Roben für alle Gelegenheiten erreichten. Severus öffnete die Tür. „Rein", war alles, was er sagte.

Harry ging in den Laden und schaute sich um. Das Geschäft war voller Roben und Umhänge in allen Farben und Größen. Zwei Stühle standen in der Mitte des Ladens.

„Ah, Severus Snape. Es ist eine Weile her. Was kann ich heute für Sie tun?" Eine dicklich aussehende Frau kam zu ihnen, mit einem Maßband über ihrer Schulter und extra Nadeln, die in den Stoff ihrer Robe gesteckt waren. Es war offensichtlich Madame Malkin.

„Hallo Madame. Dies ist Dorian Augustine, mein neuer Lehrling. Wir benötigen drei Lehrlingsroben, drei Alltagsroben und zwei Reiseumhänge", Severus zählte alles auf, was Harry brauchte. „Die Lehrlingsroben müssen mit feuerabstoßenden [-wehrend], schmutzabweisenden und chemikalienresistenten Zaubern ausgestattet werden." Er überlegte einen Augenblick. „Eigentlich können Sie schmutzabweisende und Anti-Knitter Zauber auf alle Roben und Umhänge tun. Er ist ein wenig tollpatschig."

Ein entrüstetes „Hey" war von Harry zu hören.

Severus warf ihm nur einen Blick zu, der eindeutig sagte „was? Du bist tollpatschig."

„In Ordnung und in welchen Farben möchten Sie sie haben?", fragte Madame Malkin, während sie sich Notizen zur Bestellung machte.

„Schwarz für alle Lehrlingsroben und für die alltäglichen eine schwarz, eine dunkelgrün und eine marineblau. Für die Umhänge schwarz und dunkelgrau", sagte Severus und blickte nach Bestätigung suchend zu Harry.

„Warum schwarz für alle Lehrlingsroben?", fragte er neugierig.

Severus griente. „Wir können nicht zulassen, dass mein Stil zerstört wird, oder?", fragte er und bezog sich auf seine übermäßige Nutzung von schwarz in seiner Garderobe.

Harry schnaubte. „Sicher, was auch immer Sie sagen, Sir."

Malkin betrachtete die beiden mit einem kleinen Lächeln. Nicht viele hatten die Eier so mit Severus zu sprechen und es war sogar noch seltener, dass dieser es mit so viel Humor nahm. „In Ordnung. Auf den Schemel mit dir", sagte Madame Malkin. Dann nahm sie sich ihr Maßband und begann seine Maße aufzunehmen und Stoff abzupinnen. Nach einer halben Stunde war er fertig zu gehen.

„Du kannst diese Robe mit dir nehmen, Lieber, und ich schicke dir den Rest in ein paar Tagen zu", sagte Malkin, als sie sie rausgeleitete.

„Als nächstes gehen wir zu Gringotts und dann können wir deinen Zauberstab und andere Sachen kaufen." Der Trip zu Gringotts war kurz, ganz anders als der zu Ollivanders.

„Mr Potter, ich habe bereits begonnen mich zu fragen, ob ich eine Chance haben würde, Ihnen einen Zauberstab zu verkaufen", sagte Ollivander, nachdem er aus einer dunklen Ecke herausgetreten war.

Harry hüpfte und wirbelte herum. „Tu das nicht", er dachte einen Moment nach. „Wie haben Sie meinen Namen gewusst?", fragte Harry und stellte sicher, dass seine Narbe immer noch von Muggle Make-up bedeckt war. Einige Zauberer konnten durch Tarnzauber blicken, aber Make-up war etwas unerwartetes, also dachte keiner daran nachzuschauen, ob eine Narbe unter den Kosmetika lag, weil es natürlich aussah.

Ollivander warf ihm nur ein geheimnisvolles Lächeln zu und begann damit, durch die Boxen zu sortieren. „Ich erinnere mich daran, als Ihre Eltern ihren ersten Zauberstab gekauft haben", sagte er. Er überreichte Harry einen schlanken, schwarzen Stab. „Schwing ihn mal."

Harry zerbrach eine Lampe. Severus verdrehte die Augen. Das würde eine Weile dauern.

„Nicht der also." Nach fast zwanzig Zauberstäben begann Ollivander, begeistert zu werden.

„Schwieriger Kunde, Mr Potter. Sehr schwierig. Aber sorgen Sie sich nicht. Ich denke, ich habe den perfekten Zauberstab für Sie." Er wanderte zurück, nahm sich eine alte, staubbedeckte Box und zog einen Zauberstab aus Stechpalme hervor.

„11 Inch, Stechpalme und Phönixfeder, sehr biegsam."

Harry schwang den Zauberstab und goldene Funken flogen vorne raus.

Ollivander klatschte. „Interessant."

„Was ist interessant?", fragte Severus und trat zum alten Mann und Harry.

„Ich erinnere mich an jeden Zauberstab, den ich je verkauft habe. Dieser Phönix hat seine Feder nur einem anderen Stab gegeben. Es ist sehr interessant, dass dieser Zauberstab Mr Potter auswählt, wo doch sein Bruder ihm diese Narbe gab." Damit drehte sich Ollivander herum und ging in den hinteren Bereich seines Ladens.

„Das war merkwürdig", sage Harry. „Wohin jetzt?"

Nachdem er Harry zu Flourish and Blotts, Gambol and Japes und den Kesselladen geschleppt hatte, waren sie nun vor Severus' Lieblingsgeschäft. Der Apotheke.

Als Harry hineinging, bedeckte er sofort die Nase. Der Geruch von vielen Substanzen traf auf einmal seine Nase. Ein Gemisch aus eingelegten Kröten, gepulverter Schlange, Wolfram, verschiedenste Federn und Zähne sowie die Felle und Klauen verschiedenster Tiere herrschte hier im Laden.

„Ah, Severus, die neue Ladung von Jobberknollfedern ist da, wenn du immer noch Interesse hast", sagte der Besitzer der Apotheke, Arnold Leminski.

„Ja, würdest du die bitte mit einpacken. Ich befürchte, dass meine leer sind", sagte Snape geistesabwesend.

Leminski schaute rüber zu dem Teenager, der neben Snape stand. „Und wer ist das, Severus? Ist das dein Sohn?"

Snape erstickte beinahe. „Was? Mein Sohn? Nein, nein. Ich habe keine Kinder. Dies ist mein neuer Lehrling, Dorian Augustine."

Harry hielt ihm eine Hand zum Schütteln hin, die der andere Mann fest ergriff. „Arnold Leminski", sagte der Mann kurz.

„Dorian, warum gehst du nicht und sammelst diese Zutaten ein, während ich mich mit Arnold unterhalte." Snape gab Harry ein Stück Papier, das ihm sagte, was es war und wie viel er brauchte. Zum Glück waren alle Zutaten entweder in Papier eingepackt oder in Gläsern aufbewahrt, so dass sie nicht miteinander reagieren würden.

Severus beobachtete, wie der junge Mann wegging, um die Ingredienzien zusammenzusammeln, ein weicher Blick in seinen Augen.

Arnold sah den Blick auf seinem Gesicht und riskierte es eine Frage zu stellen. „Business mit Genuss verbinden, Severus?", fragte Leminski. Er kannte Severus offensichtlich lang genug, um einen Ausbruch seiner Wut zu riskieren.

Severus schnappte seinen Kopf herum. „Bitte?", fragte er mit irritierter Stimme. „Was soll das bitte heißen?"

„Genau was ich gesagt habe. Ein Lehrling, Severus? Du hast noch nie zuvor einen genommen. Merlin weiß, dass du dein Gemüt nicht lange genug im Zaum halten kannst, um einen ein ganzes Schuljahr lang um dich zu haben. Es muss einen Grund geben, warum du einen attraktiven jungen Mann diese Rolle erlaubt hast, die du noch nie jemanden zuvor gegeben hast", fuhr Arnold fort.

Severus warf ihm einen bösen Blick zu. „Sei kein Idiot, Arnold. Er ist siebzehn!"

„Genau! Er ist gerade alt genug, um als Erwachsener angesehen zu werden. Und ich erkenne ihn nicht wieder, Severus, also kann er keiner deiner Schüler sein. Ich weiß, dass du dich niemals mit jemanden treffen würdest, den du unterrichtet hast."

„Wir sind nicht zusammen. Unsere Beziehung ist rein professionell", sagte Severus und seine Augen wanderten zurück zu dem jungen Mann, der Zutaten sammelte und seine Nase wegen manchen Zaubertrankzutaten rümpfte.

Arnold grinste. „Richtig. Und das ist der Grund, warum deine Augen an seinen Arsch geklebt sind, jedes Mal, wenn er sich über eine Zutat beugt."

Severus riss seine Augen von besagtem Arsch weg und richtete sie wieder auf Arnold. „Wir sind nicht zusammen", sagte er frostig.

„Aber möchtest du es sein?" Snape hatte keine Antwort, wie Arnold bereits wusste. Der Mann war aus irgendeinem oder anderen Grund von dem Teenager eingenommen.

In diesem Moment kam Harry auf sie zu.

„Ich habe alle Zutaten geholt, Master Snape."

Snape nickte und nahm den Korb mit den Zutaten und stellte ihn auf den Tresen. „Diese und die Federn, Arnold."

Arnold wusste, dass sie mit dem Gespräch fertig waren, besonders jetzt, da der junge Mann, Dorian, zurück war. Er hoffte nur, dass Severus alles auf die Reihe bekam. Sie verließen das Geschäft, fertig mit dem, was sie erledigen wollten.

„Gibt es einen bestimmten Ort, an den du gehen möchtest, bevor wir zurück zum Tropfenden Kessel gehen?", fragte Severus. Der Junge hatte heute nichts gemacht, was Spaß machte. Der Höhepunkt seines Tages war wohl gewesen, als er sich für selbst ein paar Bücher ausgewählt hatte. Sie waren noch nirgendwo hingegangen, wo Harry hinwollte.

Harry schaute sich um, seine Augen verweilten kurz auf Quidditch Qualitätsutensilien, bevor sie sich weiterbewegten. So gerne er auch Quidditch spielen wollte, er wusste, dass er in keines der Hausteams konnte. Er würde nur als Lehrling nach Hogwarts gehen und wenn er fliegen wollte, dann konnte er es immer auf einem Schulbesen tun, kein Sinn sein Geld zu verschwenden. Dann leuchteten seine Augen auf, als er die Magische Menagerie entdeckte. „Dort."

Severus sah den deutenden Finger und stöhnte. Natürlich würde er ein Haustier wollen. Der Junge liebte seiner Meinung nach Tiere viel zu sehr. „In Ordnung", sagte er und machte sich auf den Weg zum Geschäft mit einem fröhlichen Harry im Schlepptau.

Fast rannte Harry vor Severus her und in den Laden hinein, aber er nahm an, dass es keinen Respekt zeigen würde und so folgte er ihm. Als sie ankamen musste Harry ein weiteres Mal seine Nase bedecken. Es roch schrecklich, aber zumindest schwebten in diesem Geschäft keine Teile von toten Tieren in Gläsern umher. Stattdessen waren sie lebendig und rannten fröhlich herum, mit allen Teilen sicher am Körper befestigt.

Harry schaute sich um und entdeckte Katzen, Kneazles, Eulen, Greifvögel, Hunde, Echsen, Puffelmuffs, Fische und Schlangen aller Art in Terrarien, Aquarien und Käfigen überall im Geschäft.

Er ging zu einem Käfig, in dem Babykatzen miauten und am Rand des umzäunten Teils herumtapsten und versuchten, seine Aufmerksamkeit zu erlangen. Er lehnte sich rüber und hob eine flauschige, weiße hoch. Die Katze schnurrte und drehte ihren Kopf, damit Harry sie kraulte.

„Du magst das, nicht, Süße?", fragte Harry die Katze mit einer weichen Stimme und verwöhnte die süße, kleine Kreatur.

„Warum schaust du dir nicht etwas Praktischeres an? Wie eine Eule? Auf diese Weise kannst du mit Leuten in Kontakt bleiben", sagte Severus. Er wollte nicht, dass ein Tier in seinem Quartier lebte, das höchstwahrscheinlich seine Möbel zerkratzte oder irgendetwas anderes anstellte.

„Die meisten Leute, die ich kenne, werden mit mir nach Hogwarts gehen, also brauche ich keine Eule. Und wenn ich eine brauche, dann nehme ich eine Schuleule", sagte Harry nüchtern und stellte die süße, pelzige Kreatur zurück in den Stall der Kätzchen, die alle versuchten seine Aufmerksamkeit auf sie zu lenken. Harry schaute sich noch ein wenig um, bis er eine Stimme hörte.

:Denk nicht einmal darüber nach, du widerliches Ding! Geh weg von mir.:

Harry schaute sich um, sah aber nur Severus, den Besitzer und einen blonden Mann in der Nähe der Schlangenterrarien. Wer zur Hölle hatte das gesagt? Er blickte hinüber und sah, wie der Blonde gegen das Glas von einem der Terrarien klopfte, in dem etwas, das aussah wie eine gefährliche Schlange mit glühend roten Augen, war.

:Steck deine Hand rein, ich warne dich!:

Harry wusste, dass die Stimme nicht von dem Jungen kam, also musste das bedeuten, dass es die Schlange war. Aber Schlangen sprachen nicht, aber vielleicht taten sie es in der Zaubererwelt?

„Ich würde das nicht tun, wenn ich du wäre", sagte Harry, als er zu dem Blonden schlenderte, der gerade in das Terrarium mit der Schlange greifen wollte.

:Komm. TU ES. Lass mich dich beißen, widerliche Kreatur der Sonne:, sagte die Schlange, anscheinend nahm sie an, dass die Haare des Jungen wie die Sonne waren. Es war sicherlich blond genug.

„Und warum nicht?", erwiderte der Junge schnippisch und schaute Harry an seiner Nase herab an.

„Weil sie dich beißen wird, wenn du das tust", sagte Harry und warf dem Jungen einen befremdeten Blick zu. Passte der Junge überhaupt nicht auf? Die Schlange hatte deutlich gesagt, dass sie ihn beißen würde, wenn er seine Hand reinsteckte.

Der Junge rollte seine grauen Augen. „Oh bitte, schau sie dir an. Sie ist komplett harmlos. Plus, das ist eine Ashwinder, die ist nicht giftig." Und damit begann er seine Hand reinzustecken.

„Gut. Werde gebissen. Was auch immer", sagte Harry und beobachtete ruhig, wie der Junge seine Hand hineintat.

:Näher. Näher … und … jetzt!:

Die Schlange schlug zu. Der Junge quiekte und der Besitzer rannte herüber.

„Kannst du das Schild nicht lesen? Da steht, dass ein Angestellter die Schlangen entfernen soll. Nur, weil sie nicht giftig ist, heißt das noch lange nicht, dass sie nicht beißt. Ashwinder sind leicht wütend, du Idiot", schnappte der Besitzer und presste einen Lappen auf die Wunde des Jungen.

Harry lachte. „Habe ich dir doch gesagt."

Der Junge grinste höhnisch und verließ das Geschäft; er sah nie, wie seinen Zaubertränkeprofessor ihm hinterhergrinste.

Harry schaute sich die anderen Terrarien an und lauschte jeder Schlange, an der er vorbeiging.

:Komm, meine Hübsche, komm her:, sagte eine Schwarze zu einer Maus, die quer über den Boden rannte.

:Ich liebe Wasser. Es ist so nett und kühl. So erfrischend:, sagte eine Grüne, deren Körper durch einen Pool voller Wasser in ihrem Terrarium glitt.

:Langweilig. Langweilig. Langweilig.: Die Schlange war schwarz, hatte aber eine rote Unterseite. Sie lag auf einem Stein, mit einer Lampe über ihr, die ihr auf die schwarzen Schuppen schien.

Harry las das Schild. Eine rotbäuchige Schwarzschlange. Huh, nun, das war einfach genug, um sich zu merken. Er las weiter. Heimisch in Australien, ihr Gift ist fähig großen Schaden anzurichten; es ist nicht unbedingt tödlich und weniger stark, als das von anderen australischen Schlangen. Sie jagt normalerweise Frösche, ernährt sich aber auch von Reptilien und kleinen Warmblütern. Sie essen auch andere Schlangen, auch die der eigenen Spezies.

:Hallo.: Harry zischte ohne es zu wissen.

Als sie Harry hörte, schnappte der Kopf der Schlange hoch.

:Du kannst sprechen?:, zischte die Schlange erstaunt.

:Natürlich kann ich sprechen! Ich bin ehrlich gesagt überrascht, dass du es kannst. In der Muggelwelt sprechen Schlangen nicht.: Harry schaute die Schlange fragend an.

Die Schlange zischelte ein Lachen hervor. :Nein, Sprecher. Du bist derjenige, der meine Sprache spricht, ich spreche deine nicht.:

Harry legte seinen Kopf verwirrt zur Seite und blickte zu Severus, der sich, während er sich unterhalten hatte, Harry angenähert hatte. Severus trug den erstauntesten Ausdruck auf seinem Gesicht, den Harry in den zwei Wochen, die er ihn kannte, je gesehen hatte. Seine Augen waren ein bisschen geweitet und sein Gesicht war bleicher als normal.

„Du bist ein Parselmund!" Es war eine Behauptung, keine Frage.

„Ein was?", fragte Harry.

„Ein Parselmund, du kannst mit Schlangen sprechen." Er verlor seinen weitäugigen Gesichtsausdruck und bekam ein wenig Farbe ins Gesicht.

„Oh. Aus deinem Gesicht schließe ich, dass das keine normale magische Fähigkeit ist?"

„Korrekt", sagte Snape, endlich wieder er selbst.

„Okay." Er wandte sich wieder zur Schlange um. :Wie heißt du?:

:Sie nennen mich Saami:, entgegnete die Schlange, schlitterte endlich von ihrem Felsen und bewegte sich näher an das Glas heran, um Harry eingehend zu betrachten.

:Ist das ein männlicher oder ein weiblicher Name?:, fragte Harry.

Die Schlange Saami zischelte wütend. :Natürlich bin ich männlich! Welche Art von halbherziger Sprecher bist du denn?:

:Ich entschuldige mich, ich kannte den Namen nur nicht und ich gestehe, dass ich nicht viel über deine Rasse weiß:, entschuldigte sich Harry.

:Dir ist vergeben, Sprecher. Wie lautet dein Name?:, frage Saami.

:Ich bin Harry:, lächelte er.

:Und ist da ein männlicher oder ein weiblicher Name? Mir ist der Name nicht bekannt, und du siehst nach beidem aus:, neckte ihn die Schlange.

:Ich lasse dich wissen, dass ich sehr robust und männlich bin.: Harry sniffte gespielt beleidigt. Er wusste, dass er nicht das Abbild perfekter Männlichkeit war, aber es könnte schlimmer sein.

Die Schlange zischte einen weiteren Lacher hervor. :Ich mag dich, Sprecher. Nimm mich mit dir nach Hause.:

Harry war für eine Sekunde überrascht, bevor er sich an Severus wandte, der komplett verloren aussah.

„Nun? Was hat sie gesagt?", fragte er, wahrhaft neugierig.

„Sein Name ist Saami und er möchte, dass ich ihn hier raushole", sagte er.

„Sag mir nicht, dass du tatsächlich darüber nachdenkst. Das ist eine sehr giftige Schlange, Dorian. Und davon abgesehen dürfen Schüler nur eine Katze, Eule oder Kröte haben", ratterte Severus herunter.

Harry grinste. „Na, dann ist es ja gut, dass ich kein Schüler bin, nicht wahr?"

Severus öffnete seinen Mund um zu protestieren, schloss ihn dann aber wieder, um nachzudenken. Mit der Art, mit der er manchmal dachte, könnte Harry als Slytherin durchgehen. Er konnte offensichtlich mit der Schlange kommunizieren, um sicherzustellen, dass sie weder ihn noch die Schüler biss. Davon einmal abgesehen würde der Ausdruck auf den Gesichtern von Dumbledore und Black unbezahlbar sein. Der Junge-der-lebte würde eine Schlange besitzen. Und nicht nur eine besitzen, er wäre fähig mit ihr zu sprechen. Vielleicht sollte er den Jungen die Schlange einfach haben lassen.

„Du musst versprechen, dass du ihr nicht erlauben wirst, jemanden zu beißen", war alles, was er sagte.

Harry strahlte und winkte den Besitzer herüber.

„Sind Sie sich sicher, dass Sie diese haben möchten? Das ist nicht gerade sicher", fragte er.

„Ich bin mir sicher."

„In Ordnung, aber alle Verkäufe sind endgültig und sobald die Schlange bezahlt ist, ist die Magische Menagerie nicht mehr verantwortlich für all das, was auch immer das Tier tut", warnte er.

„Ich weiß." Und damit ging Harry mit seiner neuen Schlange rüber zum Tresen und bezahlte sie und ein paar Frösche für die Schlange zum Essen.

„Möchten Sie einen Eulenservice für neue Frösche alle zwei Wochen bestellen?", fragte der Besitzer.

„Ja, bitte." Harry schlang sich Saami um die Schultern und Severus führte sie zurück zum Tropfenden Kessel.

oOoOo

In der Zwischenzeit, während Harry mit Severus in der Winkelgasse einkaufte, war Sirius in Quidditch Qualitätsutensilien und starrte die Besen an. Er blickte auf ein dreistöckiges Podium. Dort waren die drei neusten und schnellsten Besen auf dem Markt ausgestellt.

In der Mitte und am höchsten war der Feuerblitz. Fähig 200 km/h in zehn Sekunden zu erreichen, war er der beste Besen für alle Gelegenheiten auf dem Markt. Er hatte diesen Besen schon zuvor gesehen, aber die zwei neben ihm waren neuere Modelle, die erst dieses Jahr erschienen waren.

Der Donnerblitz war zur Rechten des Feuerblitz'. Er war blau mit silberner Schrift und erreichte ebenfalls Spitzengeschwindigkeiten von 200 km/h, war aber aus härterem Holz und sein Schweif war buschiger und stabil, nicht schlank und geschmeidig, wie der des Feuerblitz'. Der Besen eines Torhüters.

Zuletzt war zur Linken des Feuerblitz' der Lichtblitz. Dieser war komplett schwarz mit goldener Schrift. Auch dieser erreichte die Geschwindigkeit des Feuerblitz', aber er war einen Hauch schlanker und geschmeidiger und der Plakette nach, die unter ihm befestigt war, war er leichter, was ausweichen und abtauchen einfacher machte. Dieser wäre perfekt für die Position des Suchers.

Sirius dachte einen Moment nach. Welchen würde Harry am meisten mögen? Er erinnerte sich daran, wie Harry und ein paar andere Spieler im Garten Quidditch gespielt hatten. Harry schien die Position des Suchers zu favorisieren, da es ihm erlaubte mehr umherzugleiten und seine Zeit in der Luft zu genießen.

Sirius entschied sich, ging zum nächsten Verkäufer und bat ihn darum einen Lichtblitz als Geschenk zu verpacken.

Sirius lächelte. Harry würde ihn lieben, selbst, wenn er in keinem Team spielen konnte.

oOoOo

Im Tropfenden Kessel blickte Harry voller Schrecken und Verwirrung in die Speisekarte. Er wusste nicht, was die Hälfte von diesem Zeug war! Er hatte Kürbissaft im Grimmauldplatz probiert, aber das war es. Was zur Hölle war Feuerwhisky oder Goldwasser? Würde es merkwürdig erscheinen, wenn er einfach Milch bestellte? Zumindest erkannte er das Essen auf der Karte, nun, zumindest das Meiste.

Dann kam Tom herüber, um ihre Bestellung aufzunehmen. „Was möchten Sie trinken?", fragte er und begann bei Harry.

Er blickte zu Snape hinüber und warf ihm einen hilflosen Blick zu. Snape hob amüsiert eine Braue.

„Ich nehme ein Glas Sherry und für ihn ein Butterbier."

„Ich bin in einem Moment zurück, um Ihre Essensbestellung aufzunehmen", und Tom ging weg, um ihre Getränke zu holen.

Sobald Tom weg war, wandte sich Harry zu Severus. „Was ist Butterbier?"

„Es ist ein Getränk, das ein wenig wie Karamell schmeckt. Ich bin mir sicher, dass es deinen Standards entsprechen wird. Merlin weiß, dass alle Teenager furchtbar süße Sachen essen und trinken", er schaute höhnisch.

Harry grinste. „Oh, wirklich? Und wie gerne hast du Süßes gegessen, als du in meinem Alter warst?"

Severus warf ihm einen vernichtenden Blick zu. „Ich meinte, fast alle Teenager. Zum Glück war ich nie einer, der mit dem Strom schwamm."

In diesem Augenblick kam Tom zurück und nahm ihre Bestellung auf. Harry nahm einen Schluck von seinem kühlen Butterbier. Nach dem ersten Schluck trank er fast das halbe Glas in einem Zug.

„Du hast Recht. Es ist sehr gut." Und das war der Zeitpunkt, an dem Saami beschloss, dass er daran interessiert war.

:Was ist das?:, fragte Saami.

:Man nennt es Butterbier:, sagte Harry und schaute amüsiert zu, wie die Schlange von seinen Schultern glitt und er seine gespaltene Zunge in sein Glas tauchte, um die Flüssigkeit zu probieren.

Saami zuckte seinen Kopf zurück. :Das ist schrecklich. Warum würdest du das trinken? Nimm nächstes Mal Wasser. Saami mag Wasser.:

Harry lachte seine Schlange an, während Tom mit ihren Bestellungen herüberkam, auch wenn er schnell wieder wegging, nachdem er Harrys Schlange bemerkt hatte. Saami sagte nichts mehr, aber kostete das Essen auf Harrys Teller und entschied, ein wenig Roast Beef zu essen.

„Das ist abstoßend. Du solltest nicht vom selben Teller wie dein Tier essen. Du wirst dir etwas einfangen", sagte Snape.

„Was denn? Und es kann unmöglich schlimmer sein, als jemanden seine Zunge in den Mund zu stecken, während man sich küsst. Ich bin mir sicher, man kann sich dabei viel schlimmere Krankheiten einfangen, als wenn man sein Essen mit einem Tier teilt." Dann nahm sich Harry ein Stück von dem Roast Beef, auf dem Saami gerade seine Zunge gehabt hatte und steckte es sich in den Mund, während er seinen „Master" Snape anstarrte.

Severus sah bereit aus zu protestieren, aber er hielt sich zurück, als er Harrys Punkt überdachte und murmelte irgendetwas über unerträgliche Teenager.

Nachdem ihr Mittagessen weggeräumt wurde, wurde der Nachtisch serviert. Severus, der noch nie ein Mensch für süße Sachen gewesen war, bestellte sich lediglich einen Earl Grey, an dem er nippen konnte, während Harry sich ein Cupcake mit Schokolade bestellte. Severus beobachtete fasziniert, wie eine pinke Zunge hervorschoss, um die Creme abzulecken. Sie begann am Rand und arbeitete sich zur Mitte vor, kreisend und an der Schokolade leckend. Harry stöhnte wegen dem Geschmack leise und schaute auf, als er Augen auf sich spürte.

„Was? Habe ich Creme im Gesicht?", fragte Harry und wischte seinen Mund ab, um zu schauen, ob es das war, was Snape anstarrte.

Severus klärte den plötzlichen Klumpen in seinem Hals und entfernte einen weiteren, der unter seinen Roben versteckt war, durch bloße Willenskraft. „Nein. Aber es geziemt sich, den kompletten Cupcake zu essen und nicht nur die Creme abzulecken."

Harry schaute ihn komisch an. „Aber wo ist dann der Spaß? Die Creme ist der beste Teil", sagte Harry und schleckte ein weiteres Mal mit der Zunge über die Creme.

Snape schaute ostentativ zur Seite.

Plötzlich ertönte eine aufgedrehte Stimme hinter dem Duo. „Dorian! Wenn das nicht mein kleiner Lieblings-Zaubertränkemacher ist", sagte Sirius, setzte sich neben Harry und umarmte ihn.

„Ich habe dir ein verspätetes Geburtstagsgeschenk mitgebracht, da ich nicht da war, um ihn zu feiern", sagte Sirius, während er Harry die lange Box überreichte und Snapes bösen Blick ignorierte.

„Ich dachte, dass du mit den Weasleys unterwegs wärst", sagte Snape.

Sirius zuckte die Schultern. „Ich wollte, aber ich habe angefangen mich zu langweilen, also habe ich sie stehengelassen, um für dich einzukaufen", er schaute zu Harry hinüber. „Gut, worauf wartest du? Mach es auf."

Harry lächelte und riss das Geschenkpapier auf, in dem es eingepackt war. Langsam öffnete er die Box und keuchte. Er schaute zu Sirius auf. „Du hast mir einen Besen gekauft", flüsterte er.

Sirius nickte.

Harry quiekte und zog Sirius in eine Umarmung.

„Können wir jetzt gehen? Ich möchte meinen neuen Besen ausprobieren", Harry schaute Snape flehend an.

Er seufzte. „Nun, wir haben alles erledigt, was wir hier tun wollten. Ich sehe keinen Grund, warum wir nicht gehen könnten." Severus stand auf und bezahlte für ihr Essen.

Sie alle gingen zurück zum Grimmauldplatz.


TN: Und, was haltet ihr von der Länge? (Nicht, dass ich da irgendeinen Einfluss drauf hätte)

Danke für die lieben Reviews! Sowas macht mich glücklich. Und vergesst nicht Serpens zu lesen.