A/N.: Ich weiß dass Scully keinen Zucker im Kaffee nimmt aber man kann ja mal ne Ausnahme machen
Danke an martina für das Feedback! Dadurch kann ich mich dazu aufraffen, de nächsten Kapitel zu posten (Die Geschichte ist schon fertig. Nur für ffnet editiert ist sie noch nicht.)
Kapitel 8:
Samstag, 27. September, 07:30 Uhr, Firefox Memorial Hospital, Washington DC
Als sie das Gebäude betraten, beeilte sich Scully, schnell an den Türen der Kapelle vorbeizukommen. Sie wollte aus einem Grund, den sie selbst nicht verstand, nicht, dass Mulder erfuhr, wo sie sich die ganze Zeit aufhielt. Er jedoch bemerkte die geschnitzten Holztüren sofort, die rechts von ihnen in die Kapelle führten.
Er drehte leicht den Kopf als sie daran vorbeifuhren und las das Schild neben dem Portal: ‚Katholischer Gebetsraum'. Das war es also. Einen Augenblick später waren sie daran vorbei und alles, was er nun an seiner Seite sah, war weiße Wand.
Er fragte sich, wie es wohl im Inneren des Raumes aussah, an dessen Außenwand er gerade vorbei geschoben wurde. Wenn Scully sich so viel dort aufhielt, musste es ein schöner Raum sein, wahrscheinlich mit hoher Decke und bemalten Wänden. Vielleicht stand sogar ein Kerzenständer darin. Er stellte sich vor, wie Scully die tanzenden Flammen beobachtete, wie deren warmes Licht sich in ihren Augen spiegelte und Schatten auf ihr hübsches Gesicht zeichnete.
Mulder konnte sich gut vorstellen, dass die Kerzen der Grund waren, warum Scully hier her kam. Hier hatte sie die Macht über das Feuer, konnte es kontrollieren. Er wusste ebenso wenig wie Scully, wie richtig seine Vermutung war, dass genau das der Grund war, warum sie dieser Ort so anzog.
Das war eines der wenigen Dinge, die sie noch entscheiden konnte: ob sie der Kerze erlaubte, zu brennen, oder sie einfach in ihrer kalten Schachtel liegen ließ, beeinflusst durch die Wut, die sie insgeheim gegen das Element Feuer empfand.
Zurück im Krankenzimmer half sie Mulder schweigend wieder zurück ins Bett. Danach verabreichte sie ihm nochmals Morphium um ihm die Schmerzen zu nehmen woraufhin er in einen leichten Dämmerschlaf glitt, der Scully Zeit gab, über einige Dinge nachzudenken.
Hauptsächlich beschäftigte sie der Gedanke, wie lange sie diese Tortur noch durchstehen würden, durchstehen mussten. Mulder war bereits so schwach, dass er nicht mehr alleine aufrecht sitzen oder auch nur selbstständig aus einem Glas trinken konnte.
Obwohl Scully ihm kontinuierlich Nährstoffe und Flüssigkeit zuführte, musste sie mit ansehen, wie er langsam austrocknete weil er einfach zu viel Flüssigkeit über die offenen Brandwunden verlor.
Sein Lungenödem bereitete ihm beim Atmen und Sprechen große Schwierigkeiten. Wenn er wieder aufwachte, würde sie ihm eine Atemmaske anlegen müssen, überlegte sie, damit seine Lungen den zusätzlichen Sauerstoff besser nutzen konnten.
Inzwischen würde sie sich eine Tasse Kaffee vom Automaten gegenüber der Rezeption holen, beschloss sie. Auch wenn sie nur selten etwas anderes als grünen Tee oder Wasser trank, würde das Coffein ihre müden Glieder etwas beleben und der in dem Getränk enthaltene Zucker das leichte Schwindelgefühl nehmen. Denn trotz ihres frühmorgentlichen Ausflugs spürte sie dennoch keinerlei Hungergefühl.
Seufzend stand sie auf, kramte etwas Kleingeld hervor und wankte auf den Flur hinaus. Überrascht streckte sie eine Hand nach der Wand aus um sich abzustützen, als sie eine Woge von Schwindel überkam. Für einen Augenblick wurde ihr schwarz vor Augen. Zu niedriger Blutdruck, dachte sie, es wird wirklich Zeit, dass ich etwas trinke.
***
Um 8.15 Uhr war sie wieder zurück im Zimmer, einen Becher dampfenden Kaffees in der einen Hand und ein Glas Wasser in der anderen. Beides stellte sie auf den Nachttisch und anschließend beobachtete sie eine Weile abwesend, wie winzige Bläschen auf der Oberfläche der dunklen Flüssigkeit in der Tasse gemächlich ihre Runden drehten und sich letztendlich an den Tassenwänden absetzten.
Kleine Dampfschwaden stiegen aus dem Becher auf. Das Glas daneben mit dem kalten Wasser beschlug auf der ihm zugewandten Seite.
Als sie sich endlich entschließen konnte, einen Schluck davon zu trinken, war der Kaffee nur noch lauwarm. Außerdem war das Gebräu für ihren Geschmack zu bitter. Nachdem sie einige Male daran genippt hatte, kippte sie den Inhalt der Tasse schließlich in das im Zimmer befindliche Waschbecken und trank stattdessen nur das Wasser. Seltsamerweise fühlte sie sich auch durch dieses Getränk erfrischt und gestärkt. Noch einmal verließ sie den Raum um die Atemmaske für Mulder zu besorgen und den Kaffeebecher wegzuwerfen.
***
09:28 Uhr
Mulder war inzwischen wieder wach und hatte Scully mit erstickter Stimme zu erklären versucht, dass er die Atemmaske nicht brauchte. Sein keuchender Atem strafte ihn Lügen und zuletzt gewann doch Scully das Wortgefecht und ersetzte den Plastikschlauch vor Mulders Nase durch die durchsichtige Maske. Behutsam strich sie den Gummizug hinter seine Ohren und nützte die Gelegenheit, als sie ihm das Band über den Kopf zog, ihm durch das dunkle Haar zu streichen. Traurig bemerkte sie, wie stumpf es geworden war.
„Du solltest ohnehin nicht so viel sprechen." Sagte sie. Er funkelte sie mit gespielter Wut an und war überglücklich als sie ihm zumindest ein kleines, wenn auch müdes Lächeln schenkte.
„Hast du Hunger?" Er schüttelte den Kopf.
„Brauchst du sonst irgendetwas?"
„Mein… Damke" Seine Worte klangen dumpf hinter dem Plastik hervor.
„Gut." Sie ließ sich auf seiner Bettkante nieder und nahm eine seiner Hände in ihre. Der Verband war an manchen Stellen verfärbt, wo Wundsekrete sich durch den Stoff gesogen hatten. Sie musste einen seltsamen Anblick geboten haben wie sie so dasaß, über Mulders Arm gebeugt und seine Hand anstarrend, dann Mulder meldete sich plötzlich noch einmal zu Wort: „Du kammft den Verbamd germe abmehmen."
Sein Atem beschlug von innen die Höhlung der Plastikmaske. Scully wusste, dass es unklug war, aber sie nahm seinen Vorschlag an. Langsam und vorsichtig wickelte sie Mulders Finger aus. Als die Binde ganz gelöst war, stellte sie erleichtert fest, dass sich über den Wunden bereits stabile Krusten gebildet hatten. Seine Haut war an dieser Stelle offenbar nicht so schwer verletzt wie das zum Beispiel an seinem Rücken oder den Oberschenkeln der Fall war.
Sie ließ das Verbandsmull einfach auf den Boden fallen und genoss es, seine Fingerspitzen warm und trocken in ihrer Hand zu spüren, wenn auch er nicht wirklich fühlen konnte, wie feucht ihre Haut vor Aufregung wurde.
Sie warf einen schnellen Blick hoch in sein Gesicht und ihre Augen trafen sich. Scully war erstaunt und gerührt zugleich, in seinen Augen Mitleid für sie zu finden, wo sie ihn doch bemitleiden sollte. Doch Mulder wusste genau, wie schwer es Scully traf, seine raue Hand zu halten und zu wissen, dass die Haut nie wieder so glatt und makellos werden würde wie früher, die schlaffen Muskeln sich nicht mehr erholen würden.
Sie ließ ihren Blick wieder hinunter zu seiner Linken wandern. Es war wirklich eine Schande, dass seine geschickten Finger niemals mehr ihr Gefühl zurückerlangen würden. Wirklich traurig, denn die langen, schlanken Glieder waren perfekt für jene Aufgaben geschaffen, die Künstler normalerweise ihren Händen zuteilten: Sie könnten aus Farben Bilder erschaffen, Instrumente zum Klingen bringen… oder eine Frau zur Ekstase treiben.
Mulder hatte nie Zeit gehabt, sich irgendeiner dieser Kunstform zu widmen – zumindest nicht in ihrer Gegenwart.
Schließlich legte sie die Hand wieder behutsam zurück auf Mulders Brust. Er lächelte sie an. Keinerlei Sorge oder Unruhe war in seinen Augen zu lesen, welche noch am Tag zuvor sein Herz zerfressen hatten. Irgendetwas musste geschehen sein, dachte Scully, dass es nun so ruhig in seinem Innern war, während in ihr noch immer ein verborgener Sturm tobte. Doch dieser Kern wurde zusehends kleiner, je mehr sie sich nach außen öffnete…
***
Wenig später döste Mulder wieder vor sich hin während Scully eine weitere Plasmainfusion einhängte und den Katheterbeutel wechselte. Sie musste unbedingt dafür sorgen, dass sein Blut flüssig blieb und nicht noch weiter eindickte. Schon jetzt sah man ihm deutlich die Symptome der Austrocknung: eingefallene Wangen, aufgesprungene Lippen. Sie wusste, hätte sie jetzt ein Blutbild gemacht, wären schon erste krankhafte Veränderungen in Leukozytenanzahl und Serum-Sediment-Verhältnis sichtbar gewesen.
Gegen Mittag trat das ein, wovor Scully sich die ganzen Tage gefürchtet hatte: Mulder wurde septisch. Sie bemerkte gerade noch rechtzeitig, dass sein Blutdruck gefährlich abfiel und seine Körpertemperatur sprunghaft anstieg. Seine Atmung wurde flach und kam stoßweise während seine Stirn glühend heiß erschien als sie ihre Hand darauf legte.
Die zahlreichen kleineren Infektionen hatten sein Immunsystem also wie erwartet überlastet und in weiterer Folge lahm gelegt. Die Folge war ein intermittierendes Fieber, so hoch, dass es sogar zu Muskellähmungen und Krämpfen führen konnte, wenn es nicht behandelt wurde.
Scully hielt mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln dagegen und bekämpfte die übermächtigen Symptome der Infektion mit Medikamenten und Antibiotika.
Nach einer halben Stunde hatte sie ihn soweit stabilisiert, dass sie es wagen konnte, sich ein wenig zu entspannen. Sie hatte es sogar geschafft, ein Ekg-Gerät zu besorgen, das ihr Mulders Überwachung erleichtern sollte, und das leise Piepsen des Monitors erfüllte jetzt wieder den Raum. Ausgelaugt fiel sie in ihren Sessel und dankte Gott im Stillen dafür, dass Mulder nichts von alldem mitbekam. Scully konnte zwar nicht genau sagen, ob es von den hohen Morphiumdosen oder der Immunbelastung kam, doch Mulder verbrachte die ganze Zeit in einer Art Bewusstlosigkeit. Sie würde ihn nicht mehr aus den Augen lassen können, so lange er in diesem Zustand war.
Tatsächlich stellte sich heraus, dass das das einzig Richtige war, was sie tun konnte, denn wenige Stunden später – er war dazwischen nicht aufgewacht - verfiel Mulder in einen hypovolämischen Schockzustand und als ob das noch nicht genug wäre, trat der Schock zusammen mit akutem Nierenversagen auf. Bald würden so viele Giftstoffe in Mulders Blutbahnen zirkulieren, dass sein Körper sich quasi selber umbrachte da er nicht mehr fähig war, das Blut in den Nieren zu filtrieren. Totales Multiorganversagen war fast immer die Folge.
Scullys einzige Möglichkeit, dem entgegen zu wirken, war, ihm so viel Flüssigkeit wie möglich zuzuführen. Sie wusste aus Erfahrung, dass den Dienst verweigernde Nieren auf diese Weise manchmal spontan wieder zu arbeiten begannen. Aber sie würde Hilfe brauchen.
Sie entschied sich, sich von einer Krankenschwester assistieren zu lassen. Dann musste sie den Raum wenigstens nicht auf der Suche nach den nötigen Materialien verlassen. Schnell drückte sie den Klingel-Knopf und Sekunden später stand die Hilfskraft in der Türe.
Scully hatte wirklich Glück, eine so verständige Schwester abbekommen zu haben: Sie stellte keine Fragen, sondern arbeitete genau und nach Scullys Anweisungen. Nach zwei Litern Kochsalzlösung im Schuss und zwei Beuteln Plasma aus dem eigens herangeschafften Druckinfusor hatten sie den Schock unter Kontrolle.
Mulder allerdings war aus dem Schlaf in einen komatösen Zustand gerutscht, der sich bald zu einem echten Koma auswachsen könnte - und würde, wenn Scully den richtigen Zeitpunkt zur Behandlung seiner Symptome verpasst haben sollte.
Nachdem sie ihm alles verabreicht hatte, was in so einer Situation normalerweise half, und die Schwester das Zimmer wieder verlassen hatte, fiel sie völlig erschöpft an Körper und Seele in ihren Stuhl in beobachtete nur noch, wie die verschiedenen Beutelinhalte in Mulders Venen verschwanden. Sie war den Tränen wieder nahe und zitterte am ganzen Körper. Es war als würden ihre vibrierenden Nerven sich direkt auf ihre Muskeln auswirken. Sie konnte nur dasitzen und abwarten. Es lag jetzt ganz an ihm ob er noch einmal zurückfand.
Wie oft war es schon so gewesen? Wie viele Tage und Nächte hatte sie schon an seinem Bett verbracht, er mehr tot als lebendig, sie nur noch ein einziges Nervenbündel, das nichts weiter tun konnte um ihm den Weg zurück zu zeigen als einfach nur da zu sein. Seit er sie auf diese Weise zurückgeführt hatte, war sie immer da gewesen, wenn es schien, als könnte er dieselbe Hilfe gebrauchen. Immer hatte er irgendwann die Augen geöffnet und sie angesehen mit diesem dankbaren Lächeln in den Augen, dass sie noch da war und über ihn wachte.
Jedes mal hatte sie sich die Fragen gestellt, die sie auch jetzt quälten: Würde er wieder aufwachen? Wann? Wieso war er überhaupt in diesem Zustand?
Die letzte Frage konnte sie eindeutig beantworten. Auch wenn die physikalischen Ursachen immer verschieden waren, der eigentliche Grund war fast immer gleich: es war wegen ihr und noch nie war diese Antwort so richtig gewesen wie dieses Mal.
Möglicherweise war es gerade das, was sie immer wieder zurückführte: dass sie die Tatsache nicht akzeptieren konnten, dass es vielleicht doch die Entscheidung des anderen war, die ihn dem Tod so nahe gebracht hatte.
***
15:56 Uhr
Das Warten lohnte sich.
Tatsächlich begann sich Mulder nach einer schier endlosen Weile doch wieder zu regen. Er stöhnte und schlug plötzlich die Augen auf während er entsetzt einatmete. Ein lodernder Schmerz durchfuhr seinen gesamten Körper und machte keine Anstalten, abzuflauen.
Scully war bei seinem Keuchen aufgesprungen. Die Freude über sein Erwachen wurde durch die Schmerzen, die er augenscheinlich litt, überschattet.
Wortlos schnappte sie sich die Morphiumspritze, die sie bereits vorbereitete hatte, wohl wissend, dass er es brauchen würde, wenn er jemals wieder zu sich kam, und verabreichte ihm die Droge. Er entspannte sich etwas und musterte sie mit glasigem Blick. Sie las die Frage in seinen Augen und antwortete darauf.
„Du hast mit einen ganz schönen Schrecken eingejagt, weißt du. Erst Sepsis, dann hypovolämischer Schock und Nierenversagen. Ich habe befürchtet, dass du…" Ihre Stimme brach und sie schluckte bevor sie fort fuhr. „Sieht so aus, als hätte ich es unter Kontrolle bekommen, aber ich musste alles aufbieten, was ich je gelernt habe. Ich musste sogar eine Schwester zu Hilfe rufen, als du dann fast…" Sie schluckte noch einmal als hätte die Erinnerung einen bitteren Geschmack „… du bist uns fast ins Koma gefallen."
Mulder leckte über seine trockenen Lippen. „Ich… ich fühle mich, als… wäre… ich von einem Laster überfahren worden… ahh." Flüsterte er. Es tat ihm weh zu sprechen. Eigentlich tat ihm alles weh. Jede einzelne Faser seiner Muskeln, jeder Nervenstrang. Das Morphium schien den Schmerz nicht mehr zu nehmen, sondere nur noch zu dämpfen - auf ein Maß, das nahe an der Grenze des Erträglichen lag und je nachdem, was Mulder tat, überschritten wurde… Und er wusste, dass sie ihm nicht mehr geben konnte. Seine Medikation lief bereits mit der Höchstdosis.
„Hauptsache, du bist wieder da." Sie setzte sich zu ihm an den Bettrand und nahm wieder seine Hand.
Sie hatte ungeheure Angst gehabt, dass er jetzt starb ohne sich richtig von ihr verabschiedet zu haben. Diese Vorkommnisse hatten ihr schon einen Vorgeschmack auf spätere Ereignisse geliefert. Mulder hingegen schien gelassen. Das Morphium vergrößerte trotz der dumpfen Schmerzen in seinen Gliedern seine Müdigkeit noch zusätzlich und eigentlich wollte er nichts als Schlafen oder zumindest die Augen schließen und seine Gedanken wandern lassen.
Seine Zeit wurde langsam knapp, wurde ihm bewusst, und die Zeitspanne, die ihm noch blieb, würde ihm durch die Folgen seiner Verwundung unerträglich quälend in die Länge gezogen erscheinen. Der Schmerz würde von nun an sein ständiger Begleiter sein, das wusste er, so sicher er wusste, dass früher oder später allein der Tod sein Leiden beenden könnte.
Das war nicht das Leben, das er sich wünschte.
Eher ein Dahinvegetieren.
Bevor die Schmerzen sein gesamtes Denken ausfüllen würden, war es also unbedingt notwendig, dass er ein paar Entscheidungen traf, und es war unerlässlich, dass er das alleine tat.
Seine Erinnerung kehrte an einen Weihnachtsabend zurück, den ersten, den er zusammen mit Scully verbracht hatte. Es war eher ein Halloween gewesen. In dem Spukhaus, das er mit ihrer eher unfreiwilligen Zustimmung besucht hatte, hatte es wirklich Gespenster gegeben, die Seelen zweier Liebender, die sich durch einen geplanten Mord und Selbstmord für immer vereint hatten obwohl ihr Leben noch nicht zu Ende gewesen war. Dennoch waren sie zu ihrer Meinung gestanden und hatten versucht, diese Form der Ewigkeit auch Scully und ihm aufzuzwingen. Sie hatten erkannt, dass Liebe auch fähig war zu töten, dass man aus Liebe heraus jemanden töten konnte.
Und vielleicht hatten die beiden Geister ja Recht, vielleicht war das wirklich der größte aller Liebesbeweise…
"You know if I leave you now / It doesn't mean that I love you any less. / It's just the state I'm in.", "Wait", Sarah McLachlan
