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Hier das 8. Kapitel, viel Spaß damit!

Und tausend Dank an alle Reviewer!!

8. Das Pergament

Am nächsten Morgen setzte sich Ginny etwas verschlafen, aber mit strahlenden Augen an den Tisch und begann zu frühstücken.

Hermine setzte sich schweigend neben sie, aß jedoch nichts. Nach einer weile hob Ginny den Kopf. „Oh, Hermine! Hab' dich gar nicht kommen hören!

Guten Morgen auch!"

Sie widmete sich ihrem Tee und lies den Blick durch die Halle schweifen…Nein. Sie schüttelte seufzend den Kopf. So schnell würde er also nicht gesund werden.

„Wie ist es gestern Abend noch gelaufen? Gab es viel Ärger?", Hermines Stimme klang seltsam angespannt. „Aber nein! Ich habe mich entschuldigt, und das war dann schon o.k. McGonagall hat kein großes Theater gemacht." Hermine blickte sie weiterhin gespannt an. Ginny schaute sie verwirrt an. „Ja?", fragte sie, während sie ihr Geschirr zusammenstellte.

„Und sonst…ist nichts weiter passiert?" Ginny wurde misstrauisch. „Wieso?" Hermine zuckte mit den Schultern und stand auf. „Ich muss los, Arithmantik fängt gleich an, ich will nicht zu spät kommen." „He!", Ginny rannte hinter ihr her. „Was redest du da? Du hast jetzt frei, das hast du mir gestern noch erzählt!" „Schön." Sie blieb stehen, Ginny ebenfalls.

„Da du es unbedingt wissen musst…schön. Ich wollte nach dir sehen. Gestern. Und stand in der Tür, du warst zu beschäftigt. Mit anderen Dingen." Ginny wurde rot.

„Das-das geht dich nichts an!" „Doch, tut es. Ich weiß nämlich was, was du nicht weißt." Sie blickte triumphierend in die Runde. „Ach Hermine, das weiß ich doch, du bist die beste Schülerin hier-." „Das meine ich nicht.",schnappte sie wütend. „Draco hat das alles geplant. Er will überhaupt nichts von dir wissen, aber du bildest dir das dauernd ein. Zugegeben, der gestrige Abend mag dich überzeugt haben, aber er hatte nichts zu bedeuten."

„Du redest wirr…"

„Ich habe das hier-.", sie wedelte mit einem Pergamentstück umher. „gefunden, als ich dachte, ich werde verfolgt. An jenem Abend, als du Nachts draußen wegen Neville warst und danach Malfoy über den Weg gelaufen bist."

Ginny betrachtete skeptisch Hermines Pergamentstück. Sie reichte es ihr. Ohne länger auf Hermine zu achten faltete sie es auseinander und las es.

Der Text war kurz.

Du wirst sie niemals kriegen, sagtest du.

Sie wird dich hassen, meintest du.

Sie ist eine Weasly, riefst du.

. Sie ist nur was für mich, lachtest du.

Ich werde sie erobern, warst du dir sicher.

Jetzt sage ich dir, das ich sie vor dir kriege.

Du hast keine Chance, und du hattest nie eine.

Da siehst du, wie wenig du kannst.

Jede verfällt mir, wenn ich es will.

Jede.

Draco

Für zwei Sekunden lang sagte niemand etwas. Ginnys Hand schloss sich so fest um das Pergament, dass es bereits zu einer kleinen Kugel zusammengepresst war.

Sie war blass und presste die Lippen aufeinander, ihre Nasenfllügel bebten.

Hermines Blick wurde ein wenig sanfter. „Draco wollte dich nur für sich gewinnen weil er wusste, dass jemand anderers, der, an den er das geschrieben hat, sonst schneller sein würde.

Er wollte beweisen, dass er selbst besser ist und der andere nichts ist…", sie blickte prüfend zu Ginny.

„Du hast es im Schnee gefunden?", fragte Ginny, sich mühsam beherrschend. Hermine nickte. „Genau. Ich hatte das Gefühl, dass hinter mir jemand war, und da stand ja tatsächlich jemand, und dann bin ich eilig los, richtung Schloss gelaufen.

Dabei habe ich den Zettel gefunden.Wahrscheihnlich hat ihn Malfoy verloren, und dann hat er auf jemanden gewartet, um ihm den Zettel zu geben, ohne zu wissen, dass er im Schnee liegt…?"

Ginny überlegte. „Das ergibt keinen Sinn. Wenn er sich mit dem Empfänger getroffen hätte, braucht Draco überhaupt keinen Zettel, er hat einen Mund zum reden. Außerdem ist das ein dämlicher Grund, um sich nachts aus dem Schloss zu schleichen."

„Ja, nun…",Hermine lief verwirrt die Treppe hinab, Ginny hinterher. „Vielleicht ist das so sein Stil, keine Ahnung…",ihre Stimme wurde immer leiser. „Es kann aber auch sein, dass das im Schnee überhaupt nicht Draco war. Du hast ihn ja gar nicht erkannt." „Aber hinterher tauchte er im Schloss auf. Das ist schon sehr verdächtig. Außerdem-." Hermine seufzte tief. „Wer sollte es sonst sein?"

Darauf wussten sie beide keine Antwort.

Im Gemeinschaftsraum setzten sie sich in eine stille Ecke und starrten in die prasselnden Flammen des Feuers.

„Ich werde ihn einfach fragen…", meinte Ginny nach einer Weile langsam. „Was?", fragte Hermine überrascht, aus ihrem Dämmerschlaf gerissen.

„Ich frag Draco, wo er an jenem Abend war. Das klingt unverfänglich. Leider habe ich ihn schon beschuldigt, dass er dich zu verfolgen scheint, aber möglicherweise hat er das schon wieder vergesse.

Vielleicht ist die Antwort ja ganz einfach."

„Selbst wenn," Hermine wiegte bedächtig ihren Kopf hin und her. „Dann ist da immer noch dieser Zettel, und der stammt ja wohl eindeutig von ihnm. Der verschwindet nicht durch bloßes Wunschdenken."

„Aber im Grunde ist er harmlos. Er sagt nur-." „Er sagt nur, dass er dich erobern wollte, um zu zeigen, dass er jede haben kann, genau. Wenn du das harmlos findest-gut. Allerdings zeigt das, dass er eindeutig nicht in dich verliebt ist.."

Ginny schwieg wieder, doch ihre Augen funkelten zornig. „Und,", fuhr Hermine eifrig fort. „Ich habe den seltsamen Blick in seinen Augen gesehen, als du die Krankenstation verlassen hast. Er wirkte…grimmig, aber irgendwie triumphierend."

„Natürlich!", spöttelte Ginny. „Plötzlich fällt es dir wieder ein, und du interpretierst jeden harmlosen Blick so, wie es dir passt.

Du hast was gegen Draco,das ist allgemein bekannt. Du kannst es nicht leiden, das ich eigentlich mit ihm zusammen bin, und versuchst alles Mgliche, um das zu verhindern!

Denk, was du willst, ich gehe in fragen, und dann sehen wir ja, wer Recht hat. Solange kannst du mir deinen düsteren

Gedanken fortfahren, und am Ende heißt es dann, er ist ein wilder Amokläufer, der mich als Geisel haben will!"

Ginny stand zornig auf und verließ den Saal. Manchmal war Hermine richtig nervig. Konnte sie nicht mal ein Wort des Trostes sagten? Nein, sie machte alles nur noch schlimmer! Diese ewige Besserwisserei…!

Sie marschierte nach unten, in Richtung Kerker. Doch erst, als sie vor dem Gemeinschaftsraum der Slytherins stand viel ihr ein, dass sie das Passwort nicht kannte. Fluchend wendete sie sich um

und sah, wie der Vertrauensschüler aus Slytherin in ihr Richtung blickte und dann stirnrunzeln auf sie zu kam.

Das wurde mal wieder lustig, sie würde improvisieren müssen.

So, das war's erst mal, hoffe, euch hat es gefallen …

Schreibt doch bitte, was ihr denkt! Dann geht's nächstes mal auch schneller, he he…fiesgrins

Bis bald, eure

Mermaid