Kapitel 8: Verzweiflung…Trauer…
Mana öffnete vorsichtig die Augen, als ein monotones Piepen ihn aus seinem Schlaf holte . Er hatte gehofft das dies bloss ein nerviger Wecker war, doch seine Hoffnungen wurden wie jeden Morgen vernichtet. Er lag immer noch in diesem weissen Raum, um ihn herum Kabel und Geräte.
„Mana-chan… bist du wach?" Mana blickte in Gackts Gesicht. Er hatte ein leichtes Lächeln aufgesetzt, doch seine Augen verrieten seinen Kummer.
„ Soll ich dir was bringen?" Mana war froh das sein Koi sich so intensiv um ihn kümmerte, alleine hätte er wohl keine 5 Minuten durchgestanden. „ Ich hab etwas Durst… Danke…"
Gackt verliess den kleinen Raum langsam. Mana schossen die Tränen in die Augen. Vor etwa einem Monat war er während einer Tour zusammen gebrochen, im Krankenhaus hatten sie eine Blutprobe genommen… Wenn Mana jetzt daran zurück dachte, wie dieser junge Arzt kreidebleich ins Zimmer kam, schämte er sich dafür, ihm diese schlimmen Dinge an den Kopf geworfen zu haben… er hatte nicht nur Manas Leben ruiniert, sondern auch das der Malice Mitglieder. Gackt schlief jeden Abend in diesem grässlichen Raum indem immer nur dieses piepen zu hören war, und die anderen Members kamen täglich für ein paar Stunden, Juka hatte Blumen geschickt und sogar Klaha kam zu besuch… eigentlich alles Sachen worüber Mana sich freuen sollte, doch jeder wusste bescheid. In ihren Augen spiegelte sich Trauer, Angst und Verzweiflung.
Mana setzte sich etwas auf, so gut dies jetzt noch alleine möglich war. Er war mager und schwach, mittlerweile war es so schlimm, das er nichtmehr alleine Essen konnte, so schwach war er geworden. Der einzige Grund warum er bis jetzt durchgehalten hatte, war Gackt. Er gab ihm Hoffnung und redete ihm immer wieder ein, das alles gut werden würde, obwohl er selbst wohl kaum daran glaubte.
Als Gackt zurück kam standen Kami, Közi und Sayuri, Manas Schwester, vor der Tür und unterhielten sich mit dem Arzt. Gackt wusste genau was Sache war, obwohl er nichts mithörte. Hätte der Arzt eine gute Nachricht würden die anderen sicher jubeln. Sayuri brach in Tränen aus nachdem der Arzt weitergegangen war, und Gackt trat zu der kleinen Gruppe. „ Wie lange noch… und verschont mich bitte nicht. " Közi schaute Gackt verzweifelt an. „ Wenn wir Glück haben übersteht er die nächsten 48 Stunden… VERDAMMT… es kann doch nicht so schwer sein ein passendes Rückenmark zu finden. " Jetzt fing Közi an zu weinen, was ihm niemand verübelte, er war von allen am Tapfersten gewesen. „ Ich werde es tun, egal was Mana sagt, ich bin seine Schwester, wir sind Blutsverwandt. " Alle Augen ruhten auf Sayuri. Sie war wohl wirklich Manas letzte Chance, doch Mana hatte es ihr ausdrücklich verboten. Sie war Schwanger und eine solche Operation war nicht nur für sie, sondern auch für das Kind extrem gefährlich. Mana hatte seine Chancen gleich am ersten Tag zunichte gemacht. Seiner Schwester hatte er es verboten, über seine Eltern meinte er nur ironisch „ Wenn die Nachricht sie nicht tötet dann die OP." und mit seinen Verwandten hatte er keinen Kontakt mehr und er war zu Stolz um sie anzuflehen. Közi hatte danach alles öffentlich gemacht, ohne Manas Erlaubnis, und es kamen sogar Leute auch Deutschland oder Amerika, die davon gehört hatten (und Mana Anhänger waren), doch alles ohne Erfolg und nun hatten sie noch 48 Stunden. Stunden in denen sie alle samt Verzweifeln würden, oder im schlimmsten Fall anfangen würden die Sekunden zu Zählen, nur um durchzudrehen.
Als plötzlich Krankenschwestern und Ärzte mit einer Trage ankamen brach für Gackt alles zusammen. In einem kurzen Augen blick sah er sein Leben an sich vorbei eilen, dann wurde alles Schwarz.
Gackt Schreckte auf und saß Kerzengrade im Bett. Als er sich umsah dachte er für einen Moment er hätte das alles nur geträumt, aber er kannte diesen Raum nicht. „ Wieder unter den Lebenden? Du hast uns vielleicht erschreckt, wir dachten du hättest einen Herzentfacht gehabt. " Jetzt fiel es Gackt wieder ein… „ MANA… Közi… wie kannst du so seelenruhig Eis essen? " Gackt war der Meinung er würde Durchdrehen.
" Mana kommt durch, wir haben einen Spender. Ein junges Mädchen. Sie werden grade Operiert. Es ist wie ein Wunder." Zum ersten mal seit einer Ewigkeit spürte Gackt, das sein Herz vor Freude schneller schlug und Közis Augen strahlten fast schon. Közi erzählte Gackt alles, was passiert war, als auch schon der Arzt den Raum betrat, gefolgt von einer liege, auf der Mana lag. Wieder wurde er an Geräte angeschlossen, doch als der Arzt kurz lächelte und nickte, war es fast schon okey. Gackt rutschte von seinem Bett und ging zu Mana. Er nahm seine Hand in die Eigene und streichelte kurz darüber.
„ Er wird sicherlich bald aufwachen. Ab jetzt kann es nur Bergauf gehen."
