Lead the Crowd

Nobodyshould ever tell you what to do
Nobody should ever play you like a fool
Nobody should ever make you cut your hair
Nobody, nobody owns you

It's been a long time coming
So keep your feet running
Don't ever let them get you down
'Cos it's your time coming
So stop all your fumbling
And be the lad to lead the crowd
Lead the crowd, uh

Nobody should ever tell how how to sing along
Nobody is never always never wrong
Nobody should take the pink from what you wear
Nobody, nobody owns you

Somebody will always try to put you down
Somebody, yeah, will push your face into the ground
But you told me get up and stand on your two feet
'Cos nobody, nobody owns you

-Joe Brooks-


„Unter Mannschaftskollegen?!", Amber kann sich vor Lachen kaum halten. „Alter Schwede, was ist das denn für einer?"

„Ich weiß auch nicht", lächelt Tanya schwach. Sie hat sich die restliche Nacht, bevor Amber mit Lucy und einem leeren Pergamentfetzen ins Zimmer gestürzt kam, den Kopf über Jeremy und seine Worte zerbrochen.

„Glaubst du das ist so eine Art Date?", fragt sie dann doch vorsichtig, da sie sich kaum den Gedanken erlaubt, dass ein Junge jemals etwas von ihr wissen will.

„Na, was denn sonst?!", sagt Lucy fast empört.

„Ach, Tany- wann begreifst du endlich mal, dass du nicht das hässliche Entlein bist, für das du dich hälst?" Delilah rollt genervt mit den Augen. „Guck mal, Mick ist doch schon seit Ewigkeiten hinter dir her und was war den letztens mit diesen schnuckeligem Waliser aus den Weihnachtsferien von dem du uns erzählt hast?"

Tanya wird rot. „Wenn ihr meint… aber…"

Delilah pickst Tanya in die Seite. „Ja, das meinen wir so- kein Aber!"

Plötzlich fällt sich ein dunkler Schatten über die vier und als sie ihren Blick heben, sehen sie eine weniger amüsierte Crowley über sich stehen.

„Die Stunde hat schon seit über fünf Minuten angefangen. Sollten Sie sich nicht lieber in ihrem Unterricht befinden?", sagt sie kalt.

„Aber hallo! Schaut doch mal auf die Uhr!", ruft Amber laut und hält ihre Armbanduhr den anderen unter die Nase. „Manchmal darf man sich eben nicht zu viel über Zaubertränke unterhalten, sonst vergisst man die Zeit vooollkommen!"

So schnell sie können, machen sie dass sie fort kommen.

„Du meine Güte, die hat uns dieses Jahr aber besonders auf dem Kicker!", stellt Delilah fest, als sie um die Ecke verschwunden sind.

„Ich glaube sie ist einfach nur endtraurig, dass sie bald niemanden mehr hat, den sie mobben kann", schlussfolgert Amber in aller Logik.

„Auf Leute, wir sollten uns echt mal ein wenig ranhalten! Das wegen der Karte können wir ja heute Nachmittag in der Bibliothek nachforschen!", scheucht Lucy die anderen verantwortungsvoll auf.

„Na dann. Verwandlung bei McGonagall", seufzt Tanya.


McGonagall hebt ihre Augenbraue als die üblichen Verdächtigen in ihren Unterricht geschlichen kommen.

„Prince, Seller, Turner, Burnes- was für eine Geschichte wollen Sie mir heute für Ihre Verspätung auftischen?"

Doch bevor sie antworten können, keucht ihre Lehrerin entsetzt auf.

„Seller und Turner- wollen Sie nicht lieber in den Krankenflügel?"

Amber guckt Lucy verwirrt an, die aber zeigt nur auf ihre Beule mit der hässlich grün, blauen Färbung an der Stirn. Amber grinst und greift sich an ihre eigene.

„Achso, das. Nein, Professor, wir werden das schon überleben."

Die vier setzen sich zu ihren schon fleißig schreibenden Mitschülern.

„Wenn die wüsste wie wir zu unseren Kriegsverletzungen gekommen sind", kichert Lucy leise.

„Was musst du dich nachts auch so verirren?"

„Das sagt die Richtige!"

„Ruhe!", herrscht McGonnagal und Lucy und Amber senken die Köpfe über ihren Bücher.

„Nichts!"

Amber lässt geräuschvoll einen Haufen fetter Bücher vor der dösenden Delilah auf den Tisch knallen.

„Was?" Delilah fährt verwirrt hoch.

„Man kann nirgends- nirgends!- etwas über irgendwelche „Rumtreiber" herausfinden!", seufzt Amber und lässt sich enttäuscht neben Delilah fallen. „Und Lucy hab ich auch irgendwo in den Tiefen der Bücherregale verloren…", setzt sie beinahe trotzig hinzu.

„Die findet sich schon wieder.", versucht Delilah ihre träge Freundin zu trösten.

Ein Gong lässt beide aufblicken.

„Wie viel Uhr haben wir nochmal?", fragt Delilah.

„Fünf.", sagt Amber.

„Oh fuck. Wo ist denn Lucy jetzt? Wir kommen noch zu spät!"


Vollkommen zerzaust und außer Atem kommen die drei endlich am Quidditschfeld an. Das Aufwärmen haben sie zwar ganz verpasst, aber zur Aufstellung des neuen Temas sind sie noch pünktlich. Hurtig suchen sie sich einen guten Platz auf den Tribünen.

„Wo ist Tanya?", fragt Lucy während sie die Menge der nervösen Neulinge absucht.

„Da, gleich neben Jeremy natürlich!", zeigt Delilah auf einen ungewissen Punkt in der Ferne.

Tanya, die sich schon die ganze Zeit ungeduldig nach ihren Freundinnen umschaut, hat sie jetzt auch endlich bemerkt.

Lucy lässt sofort einen anerkennenden Pfiff ertönen und Amber hält triumphierend die Daumen hoch. „Schnapp ihn dir!"

Mit hochrotem Kopf macht Tanya, dass sie so weit wie möglich von Jeremy wegkommt.

„Okay, Leute. Dieses Jahr müssen wir dafür sorgen, dass wir den Qudditschpokal wieder in den Händen halten! Ravenclaw hat uns schon die letzten drei Jahre in Zaum gehalten, es ist Zeit, dass Griffindor mal wieder gewinnt! Außerdem hat McGonagall mir versprochen, dass sie vor hat, selbst auf den Besen zu steigen, wenn wir das nicht auf die Reihe kriegen. Also reißt euch am Riemen, wir sind die Löwen, wir werden doch wohl mit ein paar Aasgeiern fertig!"

Nach Jeremys motivierender Rede stellen sich die Leute für die entsprechenden Positionen, für die sie sich aufstellen lassen wollen, auf.

Tanya geht schnurstracks zu den Jägern über, die nur aus alten Hasen besteht: Hugo Weasley und Meredith Glenn. Sie unterhalten sich schon fast gemütlich, als ob nichts weiter wäre, da sie schon seit Jahren Griffindors Jäger sind und niemand sonst für ihre Position konkurriert.

„Potter? Kann es sein, dass du falsch stehst?"

Sofort horchen die drei Tratschtanten auf.

„Nein, ich denke ich bin hier ganz richtig."

Nun beobachtet das ganze Stadion wie Jeremy und James sich gegenüber stehen.

„Ich glaube ich kann dir nicht ganz folgen", sagt Jeremy langsam, aber bewusst.

„Jeremy, ich will eine neue Position ausprobieren."

„Aber du bist schon seit 5 Jahren Sucher!", gibt Jeremy verzweifelt zurück, aber James redet unbeirrt weiter. „Ja, weil mein Großvater und mein Vater das waren und mir nun jeder versucht hat einzureden, dass ich das im Blut habe und das meine Bestimmung ist. Jeder erwartet von mir genauso zu sein wie sie. Aber ich habe den ganzen Sommer für einen neuen Posten trainiert! Ich habe das Zeug zum Treiber!"

Jeremy schaut nicht unbedingt glücklich, aber nach geraumer Zeit nickt er.

„Ich hoffe du weißt, was du da tust."

Ob sie es zugeben will oder nicht, Delilah konnte das ganze Aufnahmetraining ihre Augen nicht von James abwenden.

Natürlich redet sie sich ein, dass es an seinem spektakulären Auftritt liegt.

Jahrelanger Sucher entscheidet kurzerhand Treiber zu sein? Kein Wunder, das alle dem Training so gebannt folgen.

Aber sie kann ihn irgendwie verstehen… Wie viele Erwartungen hängen an ihr, Tochter des Ministers für Magiemissbrauch? Wenn sie so darüber nachdenkt, worin sie gut ist, dann fällt ihr nur eins ein- Zauberschach. Und irgendwie will das niemand so wirklich akzeptieren, manchmal nicht einmal sie selbst…

Aber anders als James kann sie nicht einfach Zauberschachprofi werden- zumal es das überhaupt gar nicht gibt.

Ihre Freundinnen bemerken nicht, wie ihr ein trauriger Seufzer zwischen den Lippen entwischt.


„Du warst genial- aber eigentlich weißt du das ja schon!"

„Ach was!", wehrt Tanya das Kompliment ihrer Freundinnen ab. „Aber habt ihr James gesehen?"

„Ja, wir haben alles mitgekriegt. Hat sich gar nicht mal so schlecht geschlagen! Wie stehts denn jetzt um unser Problemkind?", fragt Lucy.

„Keine Ahnung, ich glaube Jeremy redet nochmal mit ihm unter vier Augen", sagt Tanya vorsichtig.

„Also ich finde gut was er getan hat." Bevor Delilah weiß, was sie da sagt, ist es auch schon draußen.

„Ich dachte du hast die James-Sache abgeschlossen", gibt Lucy mit einem Stirnrunzeln zu bedenken.

„Hab ich auch!", sagt Delilah ärgerlich. „Kann ich es denn nicht trotzdem gut finden?"

„Ich finde du hast Recht. James macht vielleicht gar nicht so ein verkehrtes Ding. Wenn es das ist, was er wirklich will, dann soll er es tun.", stimmt Amber ihr zu.

„Tany! Hast du mal Zeit?", erschallt es über den ganzen Platz.

Tanya kann gar nicht sagen, wie peinlich berührt sie ist.

Sofort glucksen ihre Freundinnen los.

„Lasst das", zischt sie, aber ohne Erfolg.

„Geh ruhig.", bringt Amber hervor und scheucht sie mit einer Handbewegung in Richtung Jeremy.

„Was ist?", fragt sie Jeremy und versucht so unverkrampft wie möglich auszusehen.

„Ich werde mal mit Potter eine Runde drehen und reden. Ich denke es ist klar, wie die restliche Aufstellung aussieht, oder? Könntest du die Verkündung übernehmen?"

Damit hat sie nicht gerechnet. Mal wieder- der Kerl forderte Sachen von ihr…

Sie soll was?

Aber Jeremys Hundeblick spricht für sich und während sie eben diesen verflucht, quetscht sie ein „Ja klar" heraus.

Er legt seine Hand auf ihre Schulter. „Super- ich wusste ich kann auf dich zählen!", strahlt er sie an und schon ist er verschwunden.


„Okay, Leute! Leute? Hey? Hey! Hört mal zu!"

Es war sinnlos. Diese wilde Meute würde ihr nie ihr Gehör schenken.

Neben ihr ertönt ein ohrenbetäubend schriller Pfiff und mit einem Mal verstummt die ganze Gryffindor-Umkleide.

„Danke", erleichtert lächelt sie Delilah zu.

„Kein Problem."

„Ich glaube ihr müsst leider gehen…", flüstert sie ihren Freunden zu bevor sie schnell die neue Team-Aufstellung los wird.

Keine Sekunde nachdem sie fertig gesprochen hat kommt schon die Frage, die alle so brennend interessiert. „Und wer ist der neue Sucher?"

Ohne Worte steht Tanya da.

Jemand aus der Menge grunzt genervt auf. „War ja klar, dass Potter mal wieder seine große Show abziehen muss."

„Ich denke, wie werden alle darauf warten was Jeremy uns zu sagen hat."

Und mit diesen Worten ist sie aus diesem schrecklichen Zelt verschwunden.

Draußen holt sie erst einmal einen tiefen Atemzug.

Ja, wer wird jetzt ihr neuer Sucher sein?

Es hatte sich heute niemand dafür aufstellen lassen.


Wow, wir schreiben wie am fließband ^^ also dieses kapitel ist nicht ganz so aufregend wie sein vorläufer, aber man braucht auch übergänge :) ach ja, und danke für diese unglaublich konstruktive kritik, fremder -.- ich habe aufgefasst dass ein weihnachtsball warm empfangen wird? :D x