Hallöchen an alle! Hier bin ich wieder und komme auch sofort mit einem neuen Kapitelchen. Ich weiß, dass ich versprochen hatte, dass in diesem Kapitel eine Lemon kommt, aber ich habe beschlossen, diese erst in zirka zwei Kapiteln einzubauen. Außerdem ist sie ja auch noch gar nicht geschrieben. An dieser Stelle wollte ich mich schon mal bei Captainkaos bedanken, die mir versprochen hat, besagte Lemon zu schreiben.Dieses Kapitel geht hauptsächlich darum, das Harry wieder Quidditsch spielt, wie die Überschrift ja schon verrät. Ich bin ziemlich Quidditsch verrückt und deswegen konnte ich nicht anders, als ein ganzes Kapitel über dieses Thema zu verfassen Das ist das erste Quidditschkapitel, dass ich jemals geschrieben habe und ich hoffe, es gefällt euch, irgendwie.

So, jetzt möchte ich mich noch herzlich bei meinen Reviewern bedanken ganz dolle knuddl

allen Schwarzlesern einen bösen Blick zuwirft

Kapitel 8 Endlich wieder Quidditch

Irgendwann war Harry dann wohl doch eingeschlafen, denn er hörte nicht mehr, wie Severus spät in der Nacht auf ihr Zimmer kam.
Als er am nächsten Morgen aufwachte schlief sein Freund noch selig und Harry beschloss erst einmal ausgiebig zu duschen.

Frisch geduscht und endlich wach kam Harry eine Viertelstunde später aus dem Badezimmer, nur um Severus immer noch schlafend vorzufinden. Lächelnd schüttelte er den Kopf. Erst lange wach bleiben und dann am nächsten Morgen verpennen, das sah man doch gerne.Überschwänglich ging Harry zum Bett seines Liebsten und weckte ihn nicht gerade sanft. "Feuer!", rief er in Sev's Ohr, "Steh auf, sonst verbrennst du noch."Schnell schreckte Severus hoch und sah sich panisch um. Als er Harry gewahr wurde, der sich inzwischen vor Lachen auf dem Boden kugelte, blickte er diesen Böse an. "Was sollte das?", knurrte er, "Du hast mich zu Tode erschreckt. Und hör bloß auf zu lachen, das ist nicht lustig."
"Dein Gesicht", brachte Harry erstickt hervor, "Du hättest dein Gesicht sehen sollen." Und schon war er wieder in haltloses Lachen ausgebrochen.
"Na toll", brummte Sev, "Wo ich schon mal wach bin, kann ich ja jetzt auch aufstehen." Und schon war er ohne ein weiteres Wort an Harry im Bad verschwunden. Dieser wunderte sich indessen ein wenig über die seltsame Laune seines Freundes. Hatte diese etwa was mit dem Brief von gestern Abend zu tun? Nicht einmal einen guten morgen Kuss hatte er bekommen. Doch dann viel ihm ein, dass ja auch noch andere Jungs in ihrem Zimmer waren. Hatte er doch glatt vergessen. Außerdem bemerkte er in diesem Moment, dass er immer noch auf dem Boden vor Severus' Bett saß und nachdachte.
Schnell stand er auf und sah sich im Zimmer um. Seine Zimmergenossen hatten einen gesunden Schlaf und dabei war doch heute Montag. Also beschloss Harry, diese auch noch zu wecken, schließlich hatten sie das bei ihm auch schon oft genug gemacht. Da sie bei Harrys laut geschrienem 'Feuer!' nicht aufgewacht waren, beschloss Harry, nun zu anderen Mitteln zu greifen. Er nahm sich seinen Zauberstab, legte einen Stillezauber auf die Tür, schließlich wollte er nur sein Zimmer aufwecken, hielt ihn an die Kehle und Murmelte "Sonorus". "Aufstehen Leute", rief er plötzlich laut und es schallte durch ihr komplettes Zimmer. Sofort standen die Jungs senkrecht in ihren Betten und Harry hatte mal wieder was zu lachen, was durch seinen Sonoruszauber magisch verstärkt durch ihr Zimmer hallte.
Nachdem er den Zauber wieder von sich genommen hatte sagte er: "Schön, dass ihr wach seid, falls ihrs nicht vergessen habt, wir haben heute Schule", grinste er in die Runde.
"Du hast gut reden, Granger", sagte Hookes, "Du hast auch nicht den ganzen Abend lang Quidditch trainiert, wir sind voll alle."
"Oh, ihr seid alle drei im Quidditchteam?", fragte Harry fast sehsüchtig. Schon so lange hatte er nicht mehr auf einem Besen gesessen, seit seinem Flugverbot von Dolores Umbridge."Ja, und nächste Woche ist unser erstes Spiel, gegen Gryffindor. Wir müssen unbedingt mal wieder gegen die gewinnen, aber seit Potter und Black im Team sind, ist das fast unmöglich", erklärte Thomas Newt. "Sag mal, spielst du eigentlich Quidditch?"
"Eigentlich schon, aber ich saß schon lange nicht mehr auf einem Besen", meinte Harry bedrückt.
"Und welche Position?" Nun sahen auch die anderen beiden Jungs ihn interessiert an.
"Sucher. Warum eigentlich?" Harry sah seine Zimmergenossen verwirrt an.
"Das ist ja super!", rief Hookes aufgeregt, "Unser Sucher hat sich nämlich gestern Abend unvorhergesehen verabschiedet, weil sein Vater plötzlich beschlossen hat, dass es für seine Karriere besser wäre mehr für die Schule zu tun, als dauernd beim Quidditschtraining zu hängen. Also ist diese Stelle noch frei. Hättest du vielleicht Interesse?"
"Ob ich Interesse hätte? Natürlich! Und nächste Woche ist schon das Spiel gegen Gryffindor? Dann mal los Leute, aufstehen, wir haben heute nach dem Unterricht noch viel zu tun, ich brauche einen Besen und wir müssen trainieren. Dieses Spiel will ich um jeden Preis gewinnen."
"Das könnte schwer werden", informierte Newt ihn, "Potter ist der beste Sucher, den ich je gesehen habe."
'Na das werden wir sehen', dachte Harry grinsend. Er freute sich schon, diese Chance nutzen zu können und einmal gegen seinen Vater zu spielen. Und wenn nichts dagegen sprach wollte er sogar gewinnen.
"Aber Potter ist bestimmt nicht so motiviert wie unser Harry hier", mischte sich nun auch Lukas Flint ein. Und die anderen nickten bekräftigend.

Während des Frühstücks grinste Harry die ganze zeit glücklich vor sich hin. "Was ist eigentlich heute mit dir los?", fragte Severus neugierig. "Du bist die ganze zeit nur am grinsen und kriegst nichts mehr mit. Ich hab dich jetzt bestimmt schon fünf mal angesprochen.""Oh, tut mir leid, Sev. Aber ich war ganz in Gedanken."
"Und wo warst du mit deinen Gedanken?"
"Auf dem Quidditchfeld."
"Aha. Und was hast du da gemacht?"
"Ich bin nackt durch die Gegend gehüpft. Was denkst du denn? Ich hab Quidditch gespielt. Oder eher: Ich werde Quidditch spielen und zwar heute Abend. Ich bin euer neuer Sucher."
"Wirklich? Und ist das jetzt gut?"
"Was ist das denn für eine Frage? Natürlich ist das gut. Ich kann endlich wieder Quidditch spielen. Das ist der beste Sport der Welt. Das Problem ist nur, dass ich keinen Besen habe", sagte er nachdenklich.
"Wenn das dein einziges Problem ist kann ich dir da weiterhelfen." Harry sah ihn fragend an. "Ich hab von meinem Dad zu meinem letzten Geburtstag einen Sauberwisch 9 bekommen. Der neuste auf dem Markt. Ich weiß nur nicht, was ich damit soll, ich spiel gar kein Quidditch. Aber als ob der alte Sack das wüsste", sagte er verbittert.
"Oh Sev, das wäre ja super. Und du willst den Besen wirklich nicht für dich? Ich mein, auch wenn dein Dad keine Ahnung von dir hat, er hat immerhin ne ganze menge Geld für dich ausgegeben."
"Natürlich hat er das, ich bin ja auch sein einziger Sohn. Aber es ist schon okay, wenn du den Besen nimmst, so hat er wenigstens einen Zweck. Außerdem hilft es euch bestimmt zu gewinnen."
"Vielen, vielen Dank, mein Schatz", flüsterte Harry dankbar, worauf Severus leicht rötlich anlief.
In diesem Moment kamen die Eulen mit der Post und Severus, der schon wieder einen schwarzen Brief bekam, wurde von diesem abgelenkt und Harry, der zu dieser frühen Stunde keinen Streit riskieren wollte, wandte sich wieder seinem Müsli zu und dachte mit freudiger Erregung an das bevorstehende Quidditchtraining.

Den ganzen Tag über konnte Harry sich nicht wirklich auf den unterricht konzentrieren, da er sich dermaßen darauf freute, endlich wieder fliegen zu können. Er war Severus wirklich dankbar dafür, dass dieser ihm seinen Besen leihen wollte, auch wenn es für Harry eine große Umstellung bedeuten würde, plötzlich auf einem Besen zu fliegen, der vom Niveau her so viel schlechter war, als sein heiß geliebter Feuerblitz. Doch diesen hatte er in seiner Zeit gelassen, also musste er sich wohl oder übel mit einem Sauberwisch 9 abgeben.
Immerhin war dieser, wie Severus schon gesagt hatte, zur Zeit der beste Besen auf dem Markt."Mr. Granger", sagte in diesem Moment die Stimme von Professor Wetch, die Kräuterkunde unterrichtete. Professor Sprout würde erst in zirka fünf Jahren nach Hogwarts kommen. "Könnten sie jetzt bitte meine Frage beantworten?" Harry wachte verstört aus seinen Tagträumen auf. "Verzeihen sie, Professor, aber können sie ihre Frage noch einmal wiederholen?"
"Natürlich, Mr. Granger", sagte Professor Wetch, säuerlich, "meine Frage lautete: was sind die Eigenarten von Primeln?"
"Die Eigenarten von Primeln sind", fing Harry an, dachte kurz nach und fuhr dann fort, "dass sie unsichtbares Sichtbar machen. Wer Primeln isst, der kann Gespenster, die sich versteckt halten sehen und auch ein Tarnumhang kann sein Auge nicht mehr trüben."
"Sehr gut, Mr. Granger. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber dies war die vollkommen korrekte Antwort. Scheinbar haben sie mit ihrer Schwester doch mehr gemein, als ich bisher dacht. Nun erstmal fünf Punkte an Slytherin für ihre Antwort."
Harry hörte nicht weiter zu, schon längst war er wieder in seinen Tagträumen versunken.

Am Abend rannte er so schnell es ging zum Gemeinschaftsraum der Slytherins, wo er sich mit Severus verabredet hatte, damit dieser ihm seinen Besen geben konnte. Es tat ihm zwar leid, dass er jetzt, wo er endlich mit dem Schwarzhaarigen zusammen war, nichts mit ihm unternahm, doch war ihm das Quidditchtraining momentan sehr wichtig.Außerdem hatte Sev ihm versprochen zuzugucken, was Harry sehr glücklich machte, da der Slytherin beim Frühstück doch sehr deutlich gemacht hatte, dass er Quidditch nicht leiden konnte. Die Slytherins hatten beschlossen, vorerst geheim zu halten, dass Harry ihr neuer Sucher war, da sie sich sicher waren, dass Hermine die Mannschaft der Gryffindors sonst über Harrys Qualitäten aufklären würde. Harry lächelte innerlich über diese Maßnahme, hatten die Slytherins doch bisher noch gar nicht gesehen, wie er spielte."Hey, Severus", keuchte er, als er atemlos im Gemeinschaftsraum ankam, "wartest du schon lange?"
"Nein, bin auch gerade erst gekommen. Hier, ich hab meinen Besen schon geholt. Wenn du willst, können wir jetzt zum Spielfeld gehen, die anderen haben gesagt, sie warten dort auf uns."
Die Mannschaft hatte beschlossen, schon vor dem Abendessen zu trainieren und wenn es nötig war, dieses sogar ausfallen zu lassen. Harry hoffte, dass es nicht nötig sein würde, da er beim Mittagessen vor Nervosität kaum einen Bissen herunter bekommen hatte, was sich nun mittels einem lauten Magenknurren rächte.
"Ah, da bist du ja, Harry", grüßte Hookes ihn erfreut, "Und wie ich sehe hast du sogar schon einen Besen aufgetrieben. Huch? Einen Sauberwisch 9 sogar? Welches Gringotts-Verlies hast du denn dafür ausgeraubt?"
"Gar keins", grinste Harry, "Severus hat mir seinen geliehen."
"Ich wusste gar nicht, dass du einen Besen hast, Snape", sagt Flint überrascht.
"Ich bin ja auch noch nie drauf geflogen", meinte Severus schroff.
"Na ja, auch gut", meinte Hookes, "Harry, ich werde dir jetzt erst mal unsere Mannschaft Vorstellen." Und nun zeigte er nacheinander auf die einzelnen Teammitglieder und nannte ihren Namen und ihre Position, "Thomas Newt kennst du ja schon, er ist Jäger. Die anderen beiden Jäger sind Kate Bulstrode, das einzige Mädchen, dass wir in unser Team lassen, aber sie ist auch wirklich gut, und Jack Heuser. Unsere Treiber sind Dave Warrington und Lukas Flint. Ach ja und meine Position wirst du wohl schon erraten haben. Ich bin der Hüter.
Was hältst du davon, uns zuerst einmal zu zeigen, was du kannst? Ich würde sagen, wir lassen jetzt erst einmal den Schnatz los, geben ihm fünf Sekunden Vorsprung und dann versuchst du ihn so schnell wie möglich zu fangen. Okay? Also los!" er löste die Halterung des Schnatzes, woraufhin dieser aufgrund seiner plötzlichen Freiheit erfreut los flog und sofort im Nichts verschwand. Harry jedoch, der sich derweil auf seinen Besen geschwungen hatte, lies den kleinen goldenen Ball nicht eine Sekunde aus den Augen und als Hookes den Startpfiff abgab, stieß er sich geschwind vom Boden ab. Er hatte kaum zeit, das befreiende Gefühl, welches er sofort hatte, als er sich in die Lüfte erhob, zu genießen, da er auch sofort am anderen Ende des Feldes den Schnatz wieder entdeckt hatte und nun direkt auf diesen zuschoss, ihn mit der Hand umschloss und sanft wieder bei seiner Mannschaft auf dem Boden landete.
"Wow Harry", rief Hookes begeistert, "das wird wohl eine neuer Teamrekord gewesen sein. Nicht mal acht Sekunden." Auch der Rest der Mannschaft schien begeistert. 'Mit meinem Feuerblitz hätte ich es auch in fünf Sekunden geschafft', dachte Harry lächelnd, aber der Sauberwisch war für einen so alten Besen wirklich gut.
Bis zum Abendessen ließen sie Harry noch rund fünfzehn weitere Schnätze fangen und dann machten sie ein kleines Probespiel. Zu Harrys Erleichterung hörten sie kurz vor dem Abendessen mit dem Training auf und so ging er erschöpft, aber glücklich mit Severus hoch zum Schloss.
"Harry, das war phantastisch", lobte sein Liebster ihn, "ich wusste gar nicht, dass du so gut im Quidditch bist. Kein wunder, das du es so liebst. Leide kann ich diesem Spiel immer noch nichts abgewinnen", meinet er grinsend.
"Na ja, macht ja nichts", entgegnete Harry, "Hauptsache, du warst dabei und wirst auch am Samstag dabei sein, um mich anzufeuern. Außerdem hätte ich, wenn du selbst Quidditch spielen würdest, jetzt keinen Besen, auf dem ich fliegen könnte."
"Na wenn du das so siehst und natürlich bin ich Samstag dabei, versprochen."

Die zeit bis zum Wochenende verging wie im Flug. Harry war fast seine komplette freie Zeit auf dem Quidditchplatz und trainierte, wodurch er keine zeit mehr hatte, um sich über die täglichen schwarzen Briefe zu wundern, die Severus jeden Morgen erhielt. Er beschloss einfach, sich nach dem Spiel darum zu kümmern. Beim Abendessen am Freitag war Hermine zu ihm gekommen und hatte ihn gefragt, ob sie zusammen zum Spiel gehen wollten und Harry hatte diese Gelegenheit genutzt, seiner besten Freundin anzuvertrauen, dass er Teammitglied war und selbst Spielen würde.
"Oh Harry, das ist ja super", rief Hermine erfreut, "ich kann mir gut vorstellen, wie sehr dich das erbaut. Nach dem, was die Umbridge dir letztes Jahr angetan hat."
"Was für eine Umbridge?", fragte Severus neugierig und legte mal wieder einen schwarzen Brief beiseite.
"Oh, hat Harry es dir gar nicht erzählt? Er hat letztes Jahr von einer Lehrerin Spielverbot bekommen, weil er einen Gegenspieler verprügelt hat. Wobei er eigentlich ganz im Recht war", schloss sie überzeugt.
"Wenn du das sagst", sagte Severus grinsend, "dann muss es ja stimmen."
"Eben. Also Harry, ich muss dann jetzt wohl mal wieder zu meinem Tisch. Ich freu mich schon, dich morgen gegen James spielen zu sehen, er ist wirklich gut."
"Ich weiß, Mine, deswegen freue ich mich ja auch so darauf. Wäre er schlecht, wär's ja keine Herausforderung für mich."

Und nun war er Samstagmorgen da und Harry brachte vor Aufregung keinen Bissen herunter. Es war fast wie vor seinem allerersten Spiel.
"Iss doch wenigstens eine Scheibe Toast", versuchte Severus ihn zum Essen zu bringen. "Wenn du heute vom Besen fällst, weil du zu ausgehungert bist, hab ich doch gar nichts mehr von dir." Das brachte Harry dazu, die ihm angebotene Scheibe Toast zu nehmen und schweigend zu essen, was Severus erfreut beobachtete.

Nach dem Frühstück ging die Mannschaft der Slytherins geschlossen zu den Umkleiden, wo Hookes noch mal ihre Strategie erläuterte. Er erinnerte Harry sehr stark an Oliver Wood, seinen ehemaligen Mannschaftskapitän aus Gryffindor.Danach zogen sie sich gut gelaunt um, da sich alle sicher sein würden, dass sie durch Harrys Verstärkung den Sieg schon so gut wie in der Tasche hatten. Doch dieser war sich da nicht so sicher. Er hatte sein Talent von seinem Vater geerbt, was also sollte ihn so sicher machen, dass er diesen so einfach schlagen konnte? Mit Sicherheit war James viel besser als er, vor allem, da er bereits mit Quidditch aufgewachsen war, wohingegen Harry erst in seinem ersten Jahr angefangen hatte, zu spielen.
"Komm schon, Harry, wir müssen raus", wurde er plötzlich von Newt angesprochen.
"Oh, na klar." Harry schulterte seinen Besen und folgte seiner Mannschaft auf das Quidditchfeld.
Dort war bereits die ganze Schule versammelt. Wie Harry es aus seiner zeit bereits kannte, wurde die Mannschaft der Gryffindor bei ihrem Heraustreten aus den umkleiden mit freudigen Willkommenrufen von fast allen Schülern begrüßt, wohingegen die Slytherins nur von ihrem eigenen Haus Applaus bekamen plus Hermine, Remus und noch ein paar anderen Freunden Harrys. Zum ersten mal merkte dieser, wie sich Malfoy und seine Mannschaft immer fühlen mussten, wenn sie gegeneinander spielten.
Die beiden Mannschaften trafen sich in der Mitte des Feldes und die Kapitäne reichten sich die Hand. Hookes drückte James' Hand Harrys Meinung nach zwar etwas zu fest, aber wie er sich lächelnd erinnerte war das in seiner zeit nicht anders. Danach stiegen die Spieler auf ihre Besen und auf einen Pfiff vom Madam Hooch, die auch in dieser zeit schon Schiedsrichterin war, ging das Spiel los.
Wie jedes Mal, wenn Harry sich in die Lüfte erhob machte er erst einmal einen Salto vor Freude. Die ganze Aufregung, die er bisher noch verspürt hatte, war wie weggeblasen. Nachdem er seinen Standartsalto gedreht hatte, bemerkte er James, der soeben genau das gleiche getan hatte. Sein Freund kam mit einem breiten Grinsen auf ihn zugeschossen. "Na Harry", grinste er ihn an, "bereit für eine Niederlage?"
"Natürlich, und zwar für deine", gab Harry zurück. James lachte. "Kann ich mir vorstellen, Hermine sagt, dass du wirklich gut bist. Ich werde mich wohl ziemlich anstrengen müssen, aber freu dich nicht zu früh." In diesem Moment hörte Harry die Durchsage: "Oh, das war hart, aber Hookes hatte keine Chance. Das gibt zehn Punkte für Gryffindor." Das ganze Stadion fing an zu feiern. "Siehst du?", fragte James und mit diesen Worten verließ er Harry wieder, um ein Paar Runden über das Quidditschfeld zu fliegen.
Das Spiel dauerte schon eine ganze weile und die beiden Mannschaften standen sich in nichts nach. Inzwischen stand es Unentschieden denn beide Mannschaften hatten unterdessen sechzig Punkte erspielt. Dieser Umstand bedeutete für Harry, dass er den Schnatz unbedingt vor James fangen musste, doch leider hatte der kleine goldene Ball sich bisher noch nicht blicken lassen.
Plötzlich hallte eine lauter Pfiff von Madam Hooch durch die Menge und der Kommentator, dessen Namen Harry nicht kannte, rief laut aus: "Das war ein glattes Foul vom Hüter der Gryffindors Pierce Doms. Wie oft soll ich ihm denn noch sagen, dass Flacken (1) nicht erlaubt ist? Das Tor soll von vorne bewacht werden! Oh, Madam Hooch spricht Slytherin soeben einen Strafwurf zu, welcher von Kate Bulstrode ausgeführt wird. Uuuund sie trifft!" Die Slytherins brachen in tobenden Applaus aus und Harry wandte sich wieder seiner Suche nach dem Schnatz zu.
Diesen entdeckte er etwa eine Minute später auf der gegenüberliegenden Seite des Spielfeldes und zu seinem Entsetzen befand sich James viel näher an ihrem gemeinsamen Ziel, auch wenn er den Schnatz noch nicht zu bemerken schien. So schnell, wie er konnte, wendete Harry seinen Besen und schoss auf den Goldenen Schnatz zu. Inzwischen hatte auch James bemerkt, wo ich der Ball befand und raste mit großer Geschwindigkeit auf diesen zu.
Es war ein Kopf an Kopf rennen, denn Harry erreichte James etwa zehn Meter vor dem Schnatz. Harry lehnte sich noch weiter in seinen Besen, um diesem noch das letzte bisschen Geschwindigkeit herauszuverlangen. Und langsam aber sicher gewann er die Vorderhand. Fast zeitgleich streckten die beiden Freunde ihre Hände aus und Harry spürte noch, wie James' Hand von der seinen abprallte, als der Slytherin glücklich den Goldenen Schnatz umfasste. Er riss aufgeregt die Hand nach oben und das Publikum brach in tosenden Applaus aus. So einen Kampf hatten sie schon lange nicht mehr gesehen.
James schlug Harry freundschaftlich auf den Rücken und gratulierte ihm, während sie zu Boden flogen.
"Harry, das war fantastisch!" Mit diesem Ausruf kamen Hookes und der Rest der Mannschaft auf den siegreichen Sucher zugestürmt und umarmten ihn. Als Harry sich aus der Gruppenumarmung loseisen konnte sah er Severus, der auf ihn zugerannt kam. Auch er viel ihm um den Hals. "Du warst ganz toll, Harry", sagte er aufgeregt. "Bisher hab ich noch nie bei einem Quidditchspiel zugesehen, aber ich denke, ich habe da einiges verpasst", grinste er, "aber denk jetzt nicht, ich würde ein Fan oder so."
"Das habe ich auch nicht erwartet."
Plötzlich merkte Harry, dass Hermine weder bei ihm war, um ihn zu beglückwünschen, noch bei James um diesen zu trösten, wobei dieser seine Niederlage ziemlich gut wegsteckte. Er feixte schon wieder mit Sirius rum und Harry war sich sicher, dass dieses Spiel ihrer Freundschaft nicht geschadet hatte. Suchend sah er sich nach Hermine um und entdeckte sie unerwarteterweise zusammengekauert am Spielfeldrand. Sofort rannte er durch die Menge auf sie zu und erreichte sie gerade, als sie auf den Boden sank. "Hermine!", rief er erschrocken, "Was ist mit dir?"
"Ich weiß nicht, Harry", stieß sie erstickt, auf dem Boden kauernd, hervor. "Könntest du mich bitte in die Krankenstation bringen?" Dann wurde sie ohnmächtig.

Tbc Geneviere auf Kommianzeige schiel

(1) Flacken ist, wenn der Hüter irgendeinen Teil seines eigenen Körpers durch den Torreifen steckt, um den Quaffel herauszuschlagen. Es ist verboten, da der Torring von vorne und nicht von hinten zu bewachen ist. (Nachzulesen in Quidditsch im Wandel der Zeiten.)