Hallöchen an alle! Hier bin ich wieder und komme auch sofort mit einem neuen Kapitelchen. Ich weiß, dass ich versprochen hatte, dass in diesem Kapitel eine Lemon kommt, aber ich habe beschlossen, diese erst in zirka zwei Kapiteln einzubauen. Außerdem ist sie ja auch noch gar nicht geschrieben. An dieser Stelle wollte ich mich schon mal bei Captainkaos bedanken, die mir versprochen hat, besagte Lemon zu schreiben.Dieses Kapitel geht hauptsächlich darum, das Harry wieder Quidditsch spielt, wie die Überschrift ja schon verrät. Ich bin ziemlich Quidditsch verrückt und deswegen konnte ich nicht anders, als ein ganzes Kapitel über dieses Thema zu verfassen Das ist das erste Quidditschkapitel, dass ich jemals geschrieben habe und ich hoffe, es gefällt euch, irgendwie.
So, jetzt möchte ich mich noch herzlich bei meinen Reviewern bedanken ganz dolle knuddl
allen Schwarzlesern einen bösen
Blick zuwirft
Kapitel 8 Endlich wieder Quidditch
Irgendwann war Harry dann wohl doch
eingeschlafen, denn er hörte nicht mehr, wie Severus spät
in der Nacht auf ihr Zimmer kam.
Als er am nächsten Morgen
aufwachte schlief sein Freund noch selig und Harry beschloss erst
einmal ausgiebig zu duschen.
Frisch geduscht und endlich wach
kam Harry eine Viertelstunde später aus dem Badezimmer, nur um
Severus immer noch schlafend vorzufinden. Lächelnd schüttelte
er den Kopf. Erst lange wach bleiben und dann am nächsten Morgen
verpennen, das sah man doch gerne.Überschwänglich ging
Harry zum Bett seines Liebsten und weckte ihn nicht gerade sanft.
"Feuer!", rief er in Sev's Ohr, "Steh auf, sonst
verbrennst du noch."Schnell schreckte Severus hoch und sah
sich panisch um. Als er Harry gewahr wurde, der sich inzwischen vor
Lachen auf dem Boden kugelte, blickte er diesen Böse an. "Was
sollte das?", knurrte er, "Du hast mich zu Tode erschreckt.
Und hör bloß auf zu lachen, das ist nicht lustig."
"Dein
Gesicht", brachte Harry erstickt hervor, "Du hättest
dein Gesicht sehen sollen." Und schon war er wieder in haltloses
Lachen ausgebrochen.
"Na toll", brummte Sev, "Wo
ich schon mal wach bin, kann ich ja jetzt auch aufstehen." Und
schon war er ohne ein weiteres Wort an Harry im Bad verschwunden.
Dieser wunderte sich indessen ein wenig über die seltsame Laune
seines Freundes. Hatte diese etwa was mit dem Brief von gestern Abend
zu tun? Nicht einmal einen guten morgen Kuss hatte er bekommen. Doch
dann viel ihm ein, dass ja auch noch andere Jungs in ihrem Zimmer
waren. Hatte er doch glatt vergessen. Außerdem bemerkte er in
diesem Moment, dass er immer noch auf dem Boden vor Severus' Bett saß
und nachdachte.
Schnell stand er auf und sah sich im Zimmer um. Seine
Zimmergenossen hatten einen gesunden Schlaf und dabei war doch heute
Montag. Also beschloss Harry, diese auch noch zu wecken, schließlich
hatten sie das bei ihm auch schon oft genug gemacht. Da sie bei
Harrys laut geschrienem 'Feuer!' nicht aufgewacht waren, beschloss
Harry, nun zu anderen Mitteln zu greifen. Er nahm sich seinen
Zauberstab, legte einen Stillezauber auf die Tür, schließlich
wollte er nur sein Zimmer aufwecken, hielt ihn an die Kehle und
Murmelte "Sonorus". "Aufstehen Leute", rief er
plötzlich laut und es schallte durch ihr komplettes Zimmer.
Sofort standen die Jungs senkrecht in ihren Betten und Harry hatte
mal wieder was zu lachen, was durch seinen Sonoruszauber magisch
verstärkt durch ihr Zimmer hallte.
Nachdem er den Zauber wieder
von sich genommen hatte sagte er: "Schön, dass ihr wach
seid, falls ihrs nicht vergessen habt, wir haben heute Schule",
grinste er in die Runde.
"Du hast gut reden, Granger",
sagte Hookes, "Du hast auch nicht den ganzen Abend lang
Quidditch trainiert, wir sind voll alle."
"Oh, ihr seid
alle drei im Quidditchteam?", fragte Harry fast sehsüchtig.
Schon so lange hatte er nicht mehr auf einem Besen gesessen, seit
seinem Flugverbot von Dolores Umbridge."Ja, und nächste
Woche ist unser erstes Spiel, gegen Gryffindor. Wir müssen
unbedingt mal wieder gegen die gewinnen, aber seit Potter und Black
im Team sind, ist das fast unmöglich", erklärte Thomas Newt.
"Sag mal, spielst du eigentlich Quidditch?"
"Eigentlich
schon, aber ich saß schon lange nicht mehr auf einem Besen",
meinte Harry bedrückt.
"Und welche Position?" Nun
sahen auch die anderen beiden Jungs ihn interessiert an.
"Sucher.
Warum eigentlich?" Harry sah seine Zimmergenossen verwirrt
an.
"Das ist ja super!", rief Hookes aufgeregt, "Unser
Sucher hat sich nämlich gestern Abend unvorhergesehen
verabschiedet, weil sein Vater plötzlich beschlossen hat, dass
es für seine Karriere besser wäre mehr für die Schule
zu tun, als dauernd beim Quidditschtraining zu hängen. Also ist
diese Stelle noch frei. Hättest du vielleicht Interesse?"
"Ob
ich Interesse hätte? Natürlich! Und nächste Woche ist
schon das Spiel gegen Gryffindor? Dann mal los Leute, aufstehen, wir
haben heute nach dem Unterricht noch viel zu tun, ich brauche einen
Besen und wir müssen trainieren. Dieses Spiel will ich um jeden
Preis gewinnen."
"Das könnte schwer werden",
informierte Newt ihn, "Potter ist der beste Sucher, den ich je
gesehen habe."
'Na das werden wir sehen', dachte Harry
grinsend. Er freute sich schon, diese Chance nutzen zu können
und einmal gegen seinen Vater zu spielen. Und wenn nichts dagegen
sprach wollte er sogar gewinnen.
"Aber Potter ist bestimmt
nicht so motiviert wie unser Harry hier", mischte sich nun auch
Lukas Flint ein. Und die anderen nickten bekräftigend.
Während
des Frühstücks grinste Harry die ganze zeit glücklich
vor sich hin. "Was ist eigentlich heute mit dir los?",
fragte Severus neugierig. "Du bist die ganze zeit nur am grinsen
und kriegst nichts mehr mit. Ich hab dich jetzt bestimmt schon fünf
mal angesprochen.""Oh, tut mir leid, Sev. Aber ich war
ganz in Gedanken."
"Und wo warst du mit deinen
Gedanken?"
"Auf dem Quidditchfeld."
"Aha.
Und was hast du da gemacht?"
"Ich bin nackt durch die
Gegend gehüpft. Was denkst du denn? Ich hab Quidditch gespielt.
Oder eher: Ich werde Quidditch spielen und zwar heute Abend. Ich bin
euer neuer Sucher."
"Wirklich? Und ist das jetzt
gut?"
"Was ist das denn für eine Frage? Natürlich
ist das gut. Ich kann endlich wieder Quidditch spielen. Das ist der
beste Sport der Welt. Das Problem ist nur, dass ich keinen Besen
habe", sagte er nachdenklich.
"Wenn das dein einziges
Problem ist kann ich dir da weiterhelfen." Harry sah ihn fragend
an. "Ich hab von meinem Dad zu meinem letzten Geburtstag einen
Sauberwisch 9 bekommen. Der neuste auf dem Markt. Ich weiß nur
nicht, was ich damit soll, ich spiel gar kein Quidditch. Aber als ob
der alte Sack das wüsste", sagte er verbittert.
"Oh
Sev, das wäre ja super. Und du willst den Besen wirklich nicht
für dich? Ich mein, auch wenn dein Dad keine Ahnung von dir hat,
er hat immerhin ne ganze menge Geld für dich
ausgegeben."
"Natürlich hat er das, ich bin ja auch
sein einziger Sohn. Aber es ist schon okay, wenn du den Besen nimmst,
so hat er wenigstens einen Zweck. Außerdem hilft es euch
bestimmt zu gewinnen."
"Vielen, vielen Dank, mein
Schatz", flüsterte Harry dankbar, worauf Severus leicht
rötlich anlief.
In diesem Moment kamen die Eulen mit der Post
und Severus, der schon wieder einen schwarzen Brief bekam, wurde von
diesem abgelenkt und Harry, der zu dieser frühen Stunde keinen
Streit riskieren wollte, wandte sich wieder seinem Müsli zu und
dachte mit freudiger Erregung an das bevorstehende
Quidditchtraining.
Den ganzen Tag über konnte Harry sich
nicht wirklich auf den unterricht konzentrieren, da er sich dermaßen
darauf freute, endlich wieder fliegen zu können. Er war Severus
wirklich dankbar dafür, dass dieser ihm seinen Besen leihen
wollte, auch wenn es für Harry eine große Umstellung
bedeuten würde, plötzlich auf einem Besen zu fliegen, der
vom Niveau her so viel schlechter war, als sein heiß geliebter
Feuerblitz. Doch diesen hatte er in seiner Zeit gelassen, also musste
er sich wohl oder übel mit einem Sauberwisch 9 abgeben.
Immerhin
war dieser, wie Severus schon gesagt hatte, zur Zeit der beste Besen
auf dem Markt."Mr. Granger", sagte in diesem Moment die
Stimme von Professor Wetch, die Kräuterkunde unterrichtete.
Professor Sprout würde erst in zirka fünf Jahren nach
Hogwarts kommen. "Könnten sie jetzt bitte meine Frage
beantworten?" Harry wachte verstört aus seinen
Tagträumen auf. "Verzeihen sie, Professor, aber können
sie ihre Frage noch einmal wiederholen?"
"Natürlich,
Mr. Granger", sagte Professor Wetch, säuerlich, "meine
Frage lautete: was sind die Eigenarten von Primeln?"
"Die
Eigenarten von Primeln sind", fing Harry an, dachte kurz nach
und fuhr dann fort, "dass sie unsichtbares Sichtbar machen. Wer
Primeln isst, der kann Gespenster, die sich versteckt halten sehen
und auch ein Tarnumhang kann sein Auge nicht mehr trüben."
"Sehr
gut, Mr. Granger. Ich hätte es nicht für möglich
gehalten, aber dies war die vollkommen korrekte Antwort. Scheinbar
haben sie mit ihrer Schwester doch mehr gemein, als ich bisher dacht.
Nun erstmal fünf Punkte an Slytherin für ihre
Antwort."
Harry hörte nicht weiter zu, schon längst
war er wieder in seinen Tagträumen versunken.
Am Abend
rannte er so schnell es ging zum Gemeinschaftsraum der Slytherins, wo
er sich mit Severus verabredet hatte, damit dieser ihm seinen Besen
geben konnte. Es tat ihm zwar leid, dass er jetzt, wo er endlich mit
dem Schwarzhaarigen zusammen war, nichts mit ihm unternahm, doch war
ihm das Quidditchtraining momentan sehr wichtig.Außerdem
hatte Sev ihm versprochen zuzugucken, was Harry sehr glücklich
machte, da der Slytherin beim Frühstück doch sehr deutlich
gemacht hatte, dass er Quidditch nicht leiden konnte. Die
Slytherins hatten beschlossen, vorerst geheim zu halten, dass Harry
ihr neuer Sucher war, da sie sich sicher waren, dass Hermine die
Mannschaft der Gryffindors sonst über Harrys Qualitäten
aufklären würde. Harry lächelte innerlich über
diese Maßnahme, hatten die Slytherins doch bisher noch gar
nicht gesehen, wie er spielte."Hey, Severus", keuchte
er, als er atemlos im Gemeinschaftsraum ankam, "wartest du schon
lange?"
"Nein, bin auch gerade erst gekommen. Hier, ich
hab meinen Besen schon geholt. Wenn du willst, können wir jetzt
zum Spielfeld gehen, die anderen haben gesagt, sie warten dort auf
uns."
Die Mannschaft hatte beschlossen, schon vor dem
Abendessen zu trainieren und wenn es nötig war, dieses sogar
ausfallen zu lassen. Harry hoffte, dass es nicht nötig sein
würde, da er beim Mittagessen vor Nervosität kaum einen
Bissen herunter bekommen hatte, was sich nun mittels einem lauten
Magenknurren rächte.
"Ah, da bist du ja, Harry",
grüßte Hookes ihn erfreut, "Und wie ich sehe hast du
sogar schon einen Besen aufgetrieben. Huch? Einen Sauberwisch 9
sogar? Welches Gringotts-Verlies hast du denn dafür
ausgeraubt?"
"Gar keins", grinste Harry, "Severus
hat mir seinen geliehen."
"Ich wusste gar nicht, dass du
einen Besen hast, Snape", sagt Flint überrascht.
"Ich
bin ja auch noch nie drauf geflogen", meinte Severus
schroff.
"Na ja, auch gut", meinte Hookes, "Harry,
ich werde dir jetzt erst mal unsere Mannschaft Vorstellen." Und
nun zeigte er nacheinander auf die einzelnen Teammitglieder und
nannte ihren Namen und ihre Position, "Thomas Newt kennst du ja
schon, er ist Jäger. Die anderen beiden Jäger sind Kate
Bulstrode, das einzige Mädchen, dass wir in unser Team lassen,
aber sie ist auch wirklich gut, und Jack Heuser. Unsere Treiber sind
Dave Warrington und Lukas Flint. Ach ja und meine Position wirst du
wohl schon erraten haben. Ich bin der Hüter.
Was hältst
du davon, uns zuerst einmal zu zeigen, was du kannst? Ich würde
sagen, wir lassen jetzt erst einmal den Schnatz los, geben ihm fünf
Sekunden Vorsprung und dann versuchst du ihn so schnell wie möglich
zu fangen. Okay? Also los!" er löste die Halterung des
Schnatzes, woraufhin dieser aufgrund seiner plötzlichen Freiheit
erfreut los flog und sofort im Nichts verschwand. Harry jedoch, der
sich derweil auf seinen Besen geschwungen hatte, lies den kleinen
goldenen Ball nicht eine Sekunde aus den Augen und als Hookes den
Startpfiff abgab, stieß er sich geschwind vom Boden ab. Er
hatte kaum zeit, das befreiende Gefühl, welches er sofort hatte,
als er sich in die Lüfte erhob, zu genießen, da er auch
sofort am anderen Ende des Feldes den Schnatz wieder entdeckt hatte
und nun direkt auf diesen zuschoss, ihn mit der Hand umschloss und
sanft wieder bei seiner Mannschaft auf dem Boden landete.
"Wow
Harry", rief Hookes begeistert, "das wird wohl eine neuer
Teamrekord gewesen sein. Nicht mal acht Sekunden." Auch der Rest
der Mannschaft schien begeistert. 'Mit meinem Feuerblitz hätte
ich es auch in fünf Sekunden geschafft', dachte Harry lächelnd,
aber der Sauberwisch war für einen so alten Besen wirklich
gut.
Bis zum Abendessen ließen sie Harry noch rund fünfzehn
weitere Schnätze fangen und dann machten sie ein kleines
Probespiel. Zu Harrys Erleichterung hörten sie kurz vor dem
Abendessen mit dem Training auf und so ging er erschöpft, aber
glücklich mit Severus hoch zum Schloss.
"Harry, das war
phantastisch", lobte sein Liebster ihn, "ich wusste gar
nicht, dass du so gut im Quidditch bist. Kein wunder, das du es so
liebst. Leide kann ich diesem Spiel immer noch nichts abgewinnen",
meinet er grinsend.
"Na ja, macht ja nichts", entgegnete
Harry, "Hauptsache, du warst dabei und wirst auch am Samstag
dabei sein, um mich anzufeuern. Außerdem hätte ich, wenn
du selbst Quidditch spielen würdest, jetzt keinen Besen, auf
dem ich fliegen könnte."
"Na wenn du das so siehst
und natürlich bin ich Samstag dabei, versprochen."
Die
zeit bis zum Wochenende verging wie im Flug. Harry war fast seine
komplette freie Zeit auf dem Quidditchplatz und trainierte, wodurch
er keine zeit mehr hatte, um sich über die täglichen
schwarzen Briefe zu wundern, die Severus jeden Morgen erhielt. Er
beschloss einfach, sich nach dem Spiel darum zu kümmern. Beim
Abendessen am Freitag war Hermine zu ihm gekommen und hatte ihn
gefragt, ob sie zusammen zum Spiel gehen wollten und Harry hatte
diese Gelegenheit genutzt, seiner besten Freundin anzuvertrauen, dass
er Teammitglied war und selbst Spielen würde.
"Oh
Harry, das ist ja super", rief Hermine erfreut, "ich kann
mir gut vorstellen, wie sehr dich das erbaut. Nach dem, was die
Umbridge dir letztes Jahr angetan hat."
"Was für
eine Umbridge?", fragte Severus neugierig und legte mal wieder
einen schwarzen Brief beiseite.
"Oh, hat Harry es dir gar
nicht erzählt? Er hat letztes Jahr von einer Lehrerin
Spielverbot bekommen, weil er einen Gegenspieler verprügelt hat.
Wobei er eigentlich ganz im Recht war", schloss sie
überzeugt.
"Wenn du das sagst", sagte Severus
grinsend, "dann muss es ja stimmen."
"Eben. Also
Harry, ich muss dann jetzt wohl mal wieder zu meinem Tisch. Ich freu
mich schon, dich morgen gegen James spielen zu sehen, er ist wirklich
gut."
"Ich weiß, Mine, deswegen freue ich mich ja
auch so darauf. Wäre er schlecht, wär's ja keine
Herausforderung für mich."
Und nun war er Samstagmorgen
da und Harry brachte vor Aufregung keinen Bissen herunter. Es war
fast wie vor seinem allerersten Spiel.
"Iss doch wenigstens
eine Scheibe Toast", versuchte Severus ihn zum Essen zu bringen.
"Wenn du heute vom Besen fällst, weil du zu ausgehungert
bist, hab ich doch gar nichts mehr von dir." Das brachte Harry
dazu, die ihm angebotene Scheibe Toast zu nehmen und schweigend zu
essen, was Severus erfreut beobachtete.
Nach dem Frühstück
ging die Mannschaft der Slytherins geschlossen zu den Umkleiden, wo
Hookes noch mal ihre Strategie erläuterte. Er erinnerte Harry
sehr stark an Oliver Wood, seinen ehemaligen Mannschaftskapitän
aus Gryffindor.Danach zogen sie sich gut gelaunt um, da sich alle
sicher sein würden, dass sie durch Harrys Verstärkung den
Sieg schon so gut wie in der Tasche hatten. Doch dieser war sich da
nicht so sicher. Er hatte sein Talent von seinem Vater geerbt, was
also sollte ihn so sicher machen, dass er diesen so einfach schlagen
konnte? Mit Sicherheit war James viel besser als er, vor allem, da er
bereits mit Quidditch aufgewachsen war, wohingegen Harry erst in
seinem ersten Jahr angefangen hatte, zu spielen.
"Komm schon,
Harry, wir müssen raus", wurde er plötzlich von Newt
angesprochen.
"Oh, na klar." Harry schulterte seinen
Besen und folgte seiner Mannschaft auf das Quidditchfeld.
Dort
war bereits die ganze Schule versammelt. Wie Harry es aus seiner zeit
bereits kannte, wurde die Mannschaft der Gryffindor bei ihrem
Heraustreten aus den umkleiden mit freudigen Willkommenrufen von fast
allen Schülern begrüßt, wohingegen die Slytherins nur
von ihrem eigenen Haus Applaus bekamen plus Hermine, Remus und noch
ein paar anderen Freunden Harrys. Zum ersten mal merkte dieser, wie
sich Malfoy und seine Mannschaft immer fühlen mussten, wenn sie
gegeneinander spielten.
Die beiden Mannschaften trafen sich in der
Mitte des Feldes und die Kapitäne reichten sich die Hand. Hookes
drückte James' Hand Harrys Meinung nach zwar etwas zu fest, aber
wie er sich lächelnd erinnerte war das in seiner zeit nicht
anders. Danach stiegen die Spieler auf ihre Besen und auf einen Pfiff
vom Madam Hooch, die auch in dieser zeit schon Schiedsrichterin war,
ging das Spiel los.
Wie jedes Mal, wenn Harry sich in die Lüfte
erhob machte er erst einmal einen Salto vor Freude. Die ganze
Aufregung, die er bisher noch verspürt hatte, war wie
weggeblasen. Nachdem er seinen Standartsalto gedreht hatte, bemerkte
er James, der soeben genau das gleiche getan hatte. Sein Freund kam
mit einem breiten Grinsen auf ihn zugeschossen. "Na Harry",
grinste er ihn an, "bereit für eine
Niederlage?"
"Natürlich, und zwar für deine",
gab Harry zurück. James lachte. "Kann ich mir vorstellen,
Hermine sagt, dass du wirklich gut bist. Ich werde mich wohl ziemlich
anstrengen müssen, aber freu dich nicht zu früh." In
diesem Moment hörte Harry die Durchsage: "Oh, das war hart,
aber Hookes hatte keine Chance. Das gibt zehn Punkte für
Gryffindor." Das ganze Stadion fing an zu feiern. "Siehst
du?", fragte James und mit diesen Worten verließ er Harry
wieder, um ein Paar Runden über das Quidditschfeld zu
fliegen.
Das Spiel dauerte schon eine ganze weile und die beiden
Mannschaften standen sich in nichts nach. Inzwischen stand es
Unentschieden denn beide Mannschaften hatten unterdessen sechzig
Punkte erspielt. Dieser Umstand bedeutete für Harry, dass er den
Schnatz unbedingt vor James fangen musste, doch leider hatte der
kleine goldene Ball sich bisher noch nicht blicken lassen.
Plötzlich
hallte eine lauter Pfiff von Madam Hooch durch die Menge und der
Kommentator, dessen Namen Harry nicht kannte, rief laut aus: "Das
war ein glattes Foul vom Hüter der Gryffindors Pierce Doms. Wie
oft soll ich ihm denn noch sagen, dass Flacken (1) nicht erlaubt ist?
Das Tor soll von vorne bewacht werden! Oh, Madam Hooch spricht
Slytherin soeben einen Strafwurf zu, welcher von Kate Bulstrode
ausgeführt wird. Uuuund sie trifft!" Die Slytherins brachen
in tobenden Applaus aus und Harry wandte sich wieder seiner Suche
nach dem Schnatz zu.
Diesen entdeckte er etwa eine Minute später
auf der gegenüberliegenden Seite des Spielfeldes und zu seinem
Entsetzen befand sich James viel näher an ihrem gemeinsamen
Ziel, auch wenn er den Schnatz noch nicht zu bemerken schien. So
schnell, wie er konnte, wendete Harry seinen Besen und schoss auf den
Goldenen Schnatz zu. Inzwischen hatte auch James bemerkt, wo ich der
Ball befand und raste mit großer Geschwindigkeit auf diesen
zu.
Es war ein Kopf an Kopf rennen, denn Harry erreichte James
etwa zehn Meter vor dem Schnatz. Harry lehnte sich noch weiter in
seinen Besen, um diesem noch das letzte bisschen Geschwindigkeit
herauszuverlangen. Und langsam aber sicher gewann er die Vorderhand.
Fast zeitgleich streckten die beiden Freunde ihre Hände aus und
Harry spürte noch, wie James' Hand von der seinen abprallte, als
der Slytherin glücklich den Goldenen Schnatz umfasste. Er riss
aufgeregt die Hand nach oben und das Publikum brach in tosenden
Applaus aus. So einen Kampf hatten sie schon lange nicht mehr
gesehen.
James schlug Harry freundschaftlich auf den Rücken
und gratulierte ihm, während sie zu Boden flogen.
"Harry,
das war fantastisch!" Mit diesem Ausruf kamen Hookes und der
Rest der Mannschaft auf den siegreichen Sucher zugestürmt und
umarmten ihn. Als Harry sich aus der Gruppenumarmung loseisen konnte
sah er Severus, der auf ihn zugerannt kam. Auch er viel ihm um den Hals. "Du warst ganz toll, Harry", sagte er aufgeregt.
"Bisher hab ich noch nie bei einem Quidditchspiel zugesehen,
aber ich denke, ich habe da einiges verpasst", grinste er, "aber
denk jetzt nicht, ich würde ein Fan oder so."
"Das
habe ich auch nicht erwartet."
Plötzlich merkte Harry,
dass Hermine weder bei ihm war, um ihn zu beglückwünschen,
noch bei James um diesen zu trösten, wobei dieser seine
Niederlage ziemlich gut wegsteckte. Er feixte schon wieder mit Sirius
rum und Harry war sich sicher, dass dieses Spiel ihrer Freundschaft
nicht geschadet hatte. Suchend sah er sich nach Hermine um und
entdeckte sie unerwarteterweise zusammengekauert am Spielfeldrand.
Sofort rannte er durch die Menge auf sie zu und erreichte sie gerade,
als sie auf den Boden sank. "Hermine!", rief er
erschrocken, "Was ist mit dir?"
"Ich weiß
nicht, Harry", stieß sie erstickt, auf dem Boden kauernd,
hervor. "Könntest du mich bitte in die Krankenstation
bringen?" Dann wurde sie
ohnmächtig.
Tbc Geneviere auf Kommianzeige schiel
(1) Flacken ist, wenn der Hüter irgendeinen Teil seines eigenen Körpers durch den Torreifen steckt, um den Quaffel herauszuschlagen. Es ist verboten, da der Torring von vorne und nicht von hinten zu bewachen ist. (Nachzulesen in Quidditsch im Wandel der Zeiten.)
