Kapitel 8

Nachdem Narzissa sie zwei weitere Stunden durch die Winkelgasse geschleift hatte, hatte sie endlich ein Einsehen mit den beiden Jugendlichen und ließ ihnen die Möglichkeit sich etwas von ihr zu erholen.

„In einer Stunde treffen wir uns im Tropfenden Kessel. Wir müssen nämlich noch etwas Muggelkleidung für dich finden", sagte sie an Hermine gewand und war gleich darauf auch schon verschwunden.

„Wie? Das war immer noch nicht alles?", keuchte Hermine erschrocken auf.

Draco schüttelte traurig den Kopf. „Leider nein. Und jetzt komm!" Er ging in die entgegengesetzte Richtung wie seine Mutter davon.

Hermine hatte Probleme mit ihm Schritt zu halten. „Wohin willst du?"

„Zu Fortescues Eissalon. Ich will mich wenigstens etwas ausruhen, bevor ich meiner Mutter wieder durch sämtliche Geschäfte folgen muss."

Hermine nickte zustimmend und folgte ihm weiter durch die Menschenmenge, wobei sie immer größere Probleme hatte, mit ihm Schritt zu halten.

„Kannst du etwas langsamer gehen?", fragte sie ihn deshalb auch wenig später.

Draco sah sie mit seinem typischen Malfoyblick an. „Hat Madame zu kurze Beine um mein langsames Tempo mitzuhalten? Wenn dem so ist, werde ich natürlich Madames Wunsch entsprechen."

„Haha, sehr witzig. Ich möchte dich mal sehen, wenn du eines Morgens aufwachst und nur noch 1.55 groß bist. Das ist nicht wirklich toll", schoss Hermine zurück.

„Ach, dann warst du das, die da heute Morgen so geschrieen hast?", fragte er neugierig.

„Jepp. Mein Vater hat einen ganz schönen Schrecken bekommen, das kann ich dir sagen."

Draco musste sich bei dieser Vorstellung ein Grinsen verkeifen. „Ich glaube, da war er nicht der einzige", sagte er mit einem wissenden Grinsen. „Wohin willst du dich setzten?", fügte er hinzu, da sie bei Fortescues Eissalon angekommen waren.

Als Hermine mit den Schultern zuckte, steuerte er einfach auf den nächstbesten Tisch, der nicht direkt an der belebten Straße stand, sich aber dennoch noch im Blickbereich der Bedienung befand.

„Endlich sitzen!", stöhnte Hermine erleichtert, als sie sich auf ihren Stuhl niederließ. „Deine Mutter ist wirklich schlimm, wenn es ums Einkaufen geht!"

Draco nickte nur zustimmend und griff nach der Eiskarte. „Und sie wundert sich immer, warum niemand mit ihr einkaufen gehen will!"

„Nicht wirklich, oder?", fragte Hermine kichernd.

Bevor Draco jedoch antworten konnte, kam die Bedienung und nahm ihre Bestellungen auf.

Kaum war diese wieder gegangen, stöhnte Draco auf einmal gequält auf. „Kann ich nicht einmal hier meine wohlverdiente Ruhe haben?", fragte er, während er sein Gesicht in den Händen vergrub.

Bevor Hermine auch nur den Mund öffnen konnte, um zu fragen, was denn los sei, ertönte hinter ihr eine schrecklich schrille Stimme.

„DRACOOO!", kreischte irgendjemand und Hermine hatte eine böse Vorahnung, um wen es sich handelte.

„Nein, oder? Das ist jetzt nicht wahr!", murmelte sie leise, doch die Spiegelung in einer der Glastüren der Eisdiele bestätigte es ihr. Pansy. Und nicht irgendeine. Nein, es musste ja Pansy Parkinson sein.

Zu Hermines Glück schien diese sie zuerst nicht zu bemerken und stürzte sich deshalb einmal zuerst auf Draco, der mit seinem Schicksal überhaupt nicht zufrieden zu sein schien. Doch erst einmal hatte er genügend damit zu tun, sich aus ihrer Umarmung zu befreien, mit der sie ihm die Luft abschnürte.

„Hallo Pansy", presste er zwischen aufeinandergepressten Zähen hervor, was sie nicht im geringsten zu stören schien.

„Ach, Draco", schnurrte diese, während sie sich an ihn schmiegte (er hatte mehr als nur große Mühe nicht angeekelt das Gesicht zu verziehen). „Warum hast du mir eigentlich nie auf einen meiner Briefe geantwortet?"

Hermine konnte ein Lachen nicht länger zurückhalten. Der Gesichtsausdruck von Draco war einfach unbezahlbar. Doch leider lenkte dieses Lachen auch die Aufmerksamkeit von Pansy auf sie.

„Draco, wer ist das?", fragte sie mit ihrer schrillen Stimme, die einfach nur verboten gehörte.

„Das ist Hermine Katerina McKiran. Sie wird dieses Jahr Hogwarts besuchen", antwortete Draco und nutzte die Gunst der Stunde, indem er Pansy von seinem Schoß hinunter schob und setzte sie (Notgedrungenerweise) auf den nächsten Stuhl.

„Und in welche Klasse geht sie? Vierte oder fünfte?"

„Ich gehe in die siebte Klasse und es wäre höflicher, wenn du die fragen an mich richtest", wies Hermine sie zurecht.

Pansy bedachte Hermine mit einem Blick, der wohl angsteinflößend wirken sollte aber nichts in dieser Richtung bei Hermine bewirkte.

Doch Hermine ließ sich nicht beirren und fuhr einfach fort. „Und mit wem habe ich das Vergnügen?"

„Pansy Parkinson", antwortete sie eingebildet, wie sie war und wandte sich dann wieder an Draco.

„Dracyyyyyy", sagte sie mit so hoher Stimme, dass Hermine die Nackenhaare zu Berge standen. „Können wir nicht wo anders hingehen? Dieses Kind da stört!"

Hermine sah deutlich das Entsetzten in Dracos Augen, als er sie hilfesuchend ansah.

„Pansy, ich glaube, du bist hier diejenige, die stört. Und außerdem bin ich keinesfalls ein Kind, ich habe nur das Pech etwas klein geraten zu sein. Wenn du dich bitte vom Acker machen würdest? Du würdest mir damit einen riesigen Gefallen tun!", wies sie die Personifikation der Unhöflichkeit zurecht.

Draco beobachtete die Situation mit gemischten Gefühlen. Er kannte Pansy gut genug um zu wissen, dass sie nahe am Ausrasten war. Andererseits war er gespannt, ob Hermine sie wirklich loswerden konnte.

„Und wie kommst du darauf?", schrillte Pansy, die sich einfach weigerte, das eben gesagte zu verstehen.

Hermine stöhnte. „Mädchen, dir fehlt der Blick für das Offensichtliche!", meinte sie nur, in der Hoffnung, bei Pansy würde endlich ein Licht angehen, doch leider, leider, war dem nicht so.

„Was meinst du?", fragte Pansy und sah sie an, wie eine Kuh wenn es donnert oder heißt es blitzt? Leute helft mir mal!

Nun war es an Hermine Draco hilflos anzusehen, aber dieser war genau wie sie in einer tiefen Kreaschlucht gefangen.

Dann hatte Hermine eine Idee, wie sie Pansy wirklich wirkungsvoll loswerden konnte, doch sie brauchte die Einverständnis von Draco.

Draco, der ihre vorrübergehend aufgehellte Mine gesehen hatte, deutete ihren fragenden Blick richtig. Was auch immer du vor hast, mach es schnell, gab er ihr zu verstehen und sie grinste.

Langsam beugte sie sich vor und...

Ende Kapitel 8

So, was genau sie vorhat, erfahrt ihr im nächsten Kapitel!

Und denkt dran: viele Reviews schnelles Update!