Disclaimer: Harry Potter und das dazugehörige Imperium gehört nicht mir. Wenn es so wäre, wäre dies keine Fanfiction. ;-)
Warnung: In dieser Geschichte wird Harrys Welt gehörig auf den Kopf gestellt. Freunde werden zu Feinden, Feinde zu Verbündeten. Dumbledore ist nicht der gute Direktor, sondern hat seine eigenen, perfiden Pläne. Außerdem wird es Harry eine ganze Weile lang ziemlich schlecht gehen. Wer solche Geschichten nicht mag, sollte daher lieber Abstand nehmen.
Anmerkungen: Vielen lieben Dank für eure Kommentare und Favos ... und nun viel Spaß mit dem neuen Kapitel :-)
„Wir haben einen Notfall!" brüllte eine Heilerin in dunkelblauen Roben. „Macht Zimmer 10 fertig und ruft Heiler Arnold!"
Snape war mitten in die Notaufnahme des Krankenhauses geschickt worden. Harrys bleiches Gesicht und die Tatsache, wer er war, setzte jedes Mitglied der Abteilung in Bewegung.
Eine junge Schwester trat an ihn heran und wedelte ihren Zauberstab über Harry. „Was ist passiert?" fragte sie mit barscher Stimme. „Unfall im Unterricht? Verdorbene Lebensmittel?"
Snape hielt Harry aufrecht, dem es minütlich schlechter ging. „Er hat eben einen Erbschein unterschrieben und Schutzbanne übernommen. Die zehren schlimmer an ihm, als es normalerweise der Fall wäre."
Die Schwester nickte knapp. „Kommen Sie, Mr. Potter muss sich hinlegen."
Sie führte Snape und Harry ins Behandlungszimmer 10, half dem Tränkemeister, Harry auf die Liege zu hieven und verschwand dann, um den Heiler persönlich zu holen.
Als sie allein waren, strich Snape ein paar Haarsträhnen aus Harrys Stirn. „Machen Sie sich keine Sorgen, Potter. Lucius und ich haben Sie absichtlich in diese Lage gebracht, damit die Menschen aus erster Hand sehen, was man Ihnen angetan hat. Ich sorge dafür, dass Ihr Fall objektiv untersucht wird."
Harry verstand seinen Professor kaum, so sehr klingelten seine Ohren. Weiße, flimmernde Punkte tanzten vor seinen Augen und ihm war irgendwie flau im Magen.
Nur Augenblicke später stürmte ein massiger, vollbärtiger Heiler in weißen Roben ins Zimmer. Harry wusste genug über die Berufsbekleidung um zu wissen, dass der Mann ein Bannbrecher sein musste. Mehr erkannte er allerdings kaum noch, seine Sicht verschwamm immer mehr.
„Ist das der Patient?" herrschte der Mann, während er schon seinen Zauberstab über Harrys schlaffen Körper schwenkte. „Schwester Helen, Protokoll!"
Die Schwester von eben zückte ein Protokollpergament und eine Schreibfeder und ließ mit einem Zauber aufzeichnen, was der Heiler diagnostizierte.
„Merlins Bart", fluchte der, als die Diagnose beendet war, „ich hab noch nie jemanden behandelt, der so gebannt wurde! Helen, holen Sie Heilerin Radcliffe dazu, sie soll sich das unbedingt ansehen."
Schwester Helen rannte aus dem Zimmer, den Zauberstab in Anschlag. Das Pergament und die Feder blieben, wo sie waren und zeichneten weiter auf.
„Mein erster Eindruck wäre Morganas Bann, aber den würde nicht mal ein Schwarzmagier so ohne weiteres auf ein Kind sprechen", grollte Heiler Arnold. „Der Junge müsste verkrüppelt sein, so eng, wie diese Barriere sitzt."
„Lucius Malfoy und ich haben gestern schon die kleineren Barrieren von ihm genommen, die wir selbst brechen konnten", erklärte Snape. „Er sah aus wie der Kettenbaron aus dem Tower. Die Heiler Worms und Grant haben eine erste Diagnose erstellt."
Arnold sprach einen Enthüllungszauber, der alle sonst unsichtbaren Barrieren und Banne als glühende Lichtfesseln anzeigte.
„Das sehe ich mir gleich noch an. Ich hoffe, Sie haben vor, Anzeige zu erstatten", knurrte er, als er sich von dem Schock, so viele eng verwobene Banne auf einmal zu sehen, erholt hatte. „Denn wenn Sie es nicht tun, übernehme ich das."
Snapes Lippen verzogen sich zu einem unangenehmen kleinen Lächeln. „Keine Sorge. Lord Malfoy und ich haben vor, den Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Er wird uns nicht entkommen."
„Sie wissen, wer es ist?" fragte der Heiler, während er begann, an der ersten Barriere zu arbeiten.
„Ich habe eine Vermutung, aber noch keinen Beweis."
„Lassen Sie mir was übrig, ich würde ihm gerne meine Meinung zu dieser Schweinerei sagen!"
„Stellen Sie sich hinten an", entgegnete Snape kühl. Noch immer streichelte er sachte durch Harrys Haar, den dunklen Blick fest auf den Heiler gerichtet.
Der durchtrennte immer mehr der starken, stützenden Barrieren. Mit jedem Bann, der fiel, atmete Harry etwas freier, doch der Druck auf seinem Körper war immer noch groß. Immerhin schienen die Auren, die er im Zimmer wahrnehmen konnte, allesamt freundlich gesinnt zu sein, wenn auch feurig und wütend.
Nach einer Weile kam eine weitere Aura hinzu. Harry blinzelte und konnte eine walkürenhafte Frau mit blonden, geflochtenen Zöpfen erkennen, die ebenfalls weiße Roben trug.
„Heilerin Radcliffe, wenn Sie so freundlich wären, den Patienten zu untersuchen und eine Diagnose zu erstellen?" sagte Heiler Arnold, ohne sich mit einer Begrüßung aufzuhalten.
Die Frau hob ohne zu zögern ihren Zauberstab und sprach einen endlos langen Zauberspruch, der kribbelnd an Harrys Körper auf- und abwärts wanderte und alles zutage förderte, das auch schon Heiler Arnold sichtbar gemacht hatte.
„Nun, ich würde sagen, auf dem Jungen liegt Morganas Bann. Hatten wir erst letzte Woche als Fallbeispiel in der Fortbildung." Sie trat näher und stupste mit dem Zauberstab gegen den mächtigsten Magiestrang, der Harry wie eine riesige Schlange umwickelte. „Ich hätte nie gedacht, dass es jemand schaffen würde, diesen Bann zu sprechen, geschweige denn Harry Potter damit zu belegen."
„Wir vermuten, dass Mr. Potter diesen Bann schon sehr lange trägt", mischte Snape sich unwirsch ein. „Er ist immer noch ein Kind, er hätte sich damals wohl kaum wehren können. Egal wer er ist, er muss davon befreit werden."
„Da haben Sie Recht", stimmte Heilerin Radcliffe brüsk zu. „Na, dann wollen wir uns mal ans Werk machen! Helen, holen Sie bitte noch mindestens zwei weitere Heiler, die brauchen wir als Stützen. Und machen Sie schnell, dem Jungen geht es nicht gut."
Schwester Helen verließ also wieder eilends das Zimmer. Durch die geöffnete Tür konnte man sie mit einem Sonorus-Zauber die nächstbesten Heiler rufen hören.
„Professor Snape, Ihre Hilfe werden wir auch benötigen", sagte Heilerin Radcliffe. „Wir brauchen einen sehr potenten Zaubertrank, um diesen Bann zu brechen. Den haben wir natürlich nicht auf Lager. Wenn Sie so freundlich wären?"
„Haben Sie das Rezept?" schoss Snape giftig zurück. „Bauen Sie mir hier einen Arbeitstisch auf, um den Rest kümmere ich mich schon."
Beide Heiler störten sich nicht im Geringsten an seinem barschen Tonfall. Sie waren das gewöhnt, da im Krankenhausalltag selten Zeit für Höflichkeiten war. Heilerin Radcliffe verließ das Zimmer, um die entsprechenden Anweisungen zu erteilen. Heiler Arnold informierte unterdessen die eintretenden Heiler, die Schwester Helen draußen abgefangen hatte.
„Professor, was passiert jetzt?" fragte Harry schwach. Er fühlte sich wirklich gar nicht gut. Irgendetwas Angenehmes, Vertrautes versuchte, von ihm Besitz zu ergreifen, wurde aber von etwas Bösartigem immer wieder zurückgedrängt. Sein Körper fühlte sich an, als würde eine grässliche Schlacht darin geschlagen.
„Halten Sie durch, bald ist alles vorbei", versprach Snape. „Die Heiler nehmen jetzt die letzte Barriere von Ihnen und zerstören sie. Dazu brauchen sie einen Zaubertrank, den ich gleich brauen werde."
„Wenn ich es nicht schaffe …" Harry hasste es, sich so schwach zu fühlen, aber er musste es sagen, bevor wieder alles schiefging. „Geben Sie bitte alles, was ich habe, an Hermine, Neville, Luna und Remus weiter."
„Sie reden Unsinn, Potter, aber wenn Sie das wünschen …" Snape seufzte. Einen Moment später sagte er sanft: „Dummer Junge. Sie werden nicht sterben."
Harry lächelte beinahe. „Das werden wir sehen, nicht wahr?"
Snapes Mundwinkel hoben sich zu einem arroganten Lächeln. „Sie werden sehen, Mr. Potter."
Nur Sekunden später stürmte Heilerin Radcliffe wieder ins Zimmer. „Bringt den Tisch an diese Seite des Zimmers", herrschte sie.
Snape beobachtete mit Argusaugen, wie eine kleine Garnison an Krankenhauselfen eine komplette Arbeitsstation aufbaute und Zutaten in rauen Mengen darauf platzierten. Das Rezept für den Trank reichte Heilerin Radcliffe direkt an ihn weiter. Es war mehr als vier Fuß lang, doch das schreckte Snape nicht ab.
„Ich werde dafür einen halben Tag brauchen", sagte er finster. „Wir können von Glück reden, dass wir nicht auf bestimmte Mondphasen warten müssen." Er zog seine Robe aus und hängte sie über den Besucherstuhl. Dann ging er zum Arbeitstisch und betrachtete die Zutaten. „Einige davon sind minderwertig. Bringen Sie mir eine Eule, ich bestelle die Sachen, die ich brauche."
„Nehmen Sie doch Dobby", schlug Harry müde vor. „Geht … schneller."
„Eine Hauselfe?" fragte Heilerin Radcliffe. „Sie soll herkommen, ich erteile ihr eine temporäre Autorisation für St. Mungos."
„Dobby", rief Harry, „Dobby, kannst du mich hören?"
Mit einem Krachen landete der Hauself auf Harrys Bett. „Dobby ist da. Was kann Dobby für Harry Potter Sir tun?"
Doch Harry fühlte sich zu elend, um noch irgendetwas zu sagen, daher übernahm Snape das.
„Mr. Potter und ich brauchen deine Hilfe, Elf", sagte Snape kurz angebunden. „Ich muss einen Zaubertrank brauen und brauche dafür noch einige Zutaten."
„Braucht Harry Potter Sir den Trank, Professor Snape Sir?" quiekte Dobby. Sein ängstlicher Blick ruhte auf Harry, der immer mehr in einen Dämmerzustand abglitt.
„Ganz genau. Heilerin Radcliffe wird dir den freien Zugang zu St. Mungos ermöglichen."
„Dobby tut, was Dobby kann um Harry Potter Sir zu helfen. Was soll Dobby tun?"
Snape zog seinen Zauberstab, schwang ihn und beobachtete zufrieden, wie sich ein Stück Pergament mit schwarzen Buchstaben füllte. „Hier ist eine Liste mit den Dingen, die ich brauche. Schaff sie her, so schnell es geht. Die Kosten übernehme ich. Falls du ein Malaclaw-Herz siehst, versuch es zu kaufen, aber vergeude keine Zeit mit der Suche."
Heilerin Radcliffe murmelte unterdessen mehr oder weniger unbemerkt den Autorisierungszauber.
Dobby nahm die Liste an sich, studierte sie und steckte sie dann in seinen Kissenbezug. „Dobby wird schnell wieder da sein!" Mit dem Schnippen seiner Finger verschwand er aus dem Zimmer.
„Scheint ein guter Elf zu sein", bemerkte die Heilerin anerkennend. „Mr. Potter kann sich über so einen Helfer wirklich freuen."
Snape ignorierte sie. Methodisch fing er an, die Flaschen, Phiolen, Säckchen und Tiegel zu ordnen, die auf dem Tisch standen. Danach entzündete er das Feuer unter dem Kessel und las sich das Rezept noch einmal genau durch. Einige Zutaten konnte er schon anmischen und vorbereiten, doch um richtig loszulegen brauchte er die Sachen, die Dobby gerade holen war.
Ab und zu warf er einen Blick auf Harry, doch davon bekam der mittlerweile schlafende Junge nichts mit. Die Heiler, die sich um ihn aufgestellt hatten, bildeten einen magischen Kreis und übernahmen einen Teil der Last des Bannes, der Harrys magischen Kern so einschnürte. Es war bei weitem noch nicht erträglich, was sich deutlich darin zeigte, dass er nicht wach bleiben konnte, aber immerhin atmete er ruhig und verzog das Gesicht nicht mehr allzu sehr vor Schmerz.
Heiler Arnold unterdessen bereitete das Ritual vor, mit dem die Blockade endgültig gebrochen werden sollte. Er platzierte ein paar Kerzen, verstreute Salz um den Kreis der Magier und malte mit Fingerfarben Runen auf den Boden.
Die Minuten verstrichen. Snape gab sich alle Mühe, nicht ungeduldig zu werden. Er wusste, dass Dobby nichts dafür konnte; manche Ladenbesitzer waren unnachgiebige, gierige Monster, die eine Notsituation schamlos ausnutzten, und leider waren einige Zutaten auf der Liste auch noch sehr selten. Doch er vertraute darauf, dass der Hauself rechtzeitig wiederkommen würde. Harry war stabil und es ging ihm den Umständen entsprechend gut.
Trotzdem wünschte er sich, dass Lucius hier wäre. Sogar für Hermine Grangers Gesellschaft wäre er dankbar gewesen, sie war immerhin kompetent und stellte keine unnützen Fragen.
Fünf Minuten später suchte er den offizellen Floh-Flur auf, einen Gang im Krankenhaus, in dem den Patienten und Besuchern zwanzig Kamine zur Verfügung standen.
Es wurde allmählich Zeit, ein paar Gefallen einzulösen, die er noch offen hatte.
„Ich wusste es, man kann Potter nicht einmal alleine lassen", schnarrte Malfoy, als er die Eule seines Vaters bekommen und die Nachricht gelesen hatte.
„Was ist passiert?" fragte Hermine besorgt. Malfoy hatte sich geweigert, den Inhalt der Notiz laut vorzulesen – vielleicht nicht die schlechteste Idee, wenn man nachts in einem Café in der Winkelgasse saß, in dem noch andere Leute anwesend waren.
Malfoy reichte den kleinen Zettel herum. Luna und Neville sahen zwar betroffen, aber nicht übermäßig überrascht aus. Hermine hingegen, für die Harry wie ein Bruder war, wurde weiß wie ein Bettlaken.
„Ihm wird schon nichts passieren", sagte Pansy zuversichtlich. „Potter kommt doch aus allem ohne einen Kratzer raus."
Wütend funkelte Hermine das Mädchen an. „Hast du eine Ahnung! Er bekommt immer Kratzer ab!"
„Nicht hier, Miss Granger", warf Blaise beschwichtigend ein. „Besprechen wir das zu Hause. Wir haben einen wichtigen Auftrag bekommen, den wir gleich erledigen müssen. Wenn die Aufgabe erfüllt ist, reden wir."
Hermine wollte Pansy nur zu gerne anpflaumen, aber sie wusste, dass Blaise Recht hatte. Vor sich hinschimpfend wollte sie ein paar Münzen auf den Tisch werfen, doch Blaise hielt sie zurück.
„Die Runde geht auf mich", sagte er ruhig. Er legte ein paar Galleonen auf den Tisch und erhob sich. „Wir sollten keine Zeit verlieren."
Hermine funkelte auch ihn zornig an. Mit hocherhobenem Kopf rauschte sie aus dem Café. Sie dachte gar nicht daran, auf die anderen zu warten, sondern ging zielstrebig in die Richtung, in der Fred und Georges Laden lag.
„Merlin, die Frau regt mich auf", fluchte Malfoy und ging ihr zügig hinterher. „Wir haben wirklich Wichtigeres zu tun, als jetzt die Wiesel zu besuchen! Wenn Professor Snape das erfährt, bringt er uns erst alle um und legt uns dann übers Knie."
Blaise und Pansy sahen sich an, dann hoben beide ihre Zauberstäbe und sprachen ein paar Unauffälligkeitszauber. So spät waren kaum noch Leute unterwegs, aber sie wollten kein Risiko eingehen. Gerade zu dieser Tageszeit waren sie eine wandelnde Zielscheibe für umherwandernde Todesser; sollte sie jemand erkennen, hatten sie ein Problem.
Neville und Luna warteten nur, bis Pansy und Blaise fertig waren, dann folgten sie Hermine schweigend.
„Ist sie immer so?" fragte Pansy einige Minuten später. „Draco meinte es ja nicht böse."
„Sie macht sich große Sorgen", erwiderte Luna in ihrer üblichen, verträumten Stimme. „Harry hat ziemlich viel durchgemacht … aber das wisst ihr wohl schon. Und sie hat Angst, dass irgendein Bann sie dazu zwingt, zu vergessen was sie vorhatte."
„Nicht wirklich. Professor Snape hat uns nur gebeten, in diesem Jahr ein Auge auf euch zu haben und euch ansonsten aus dem Weg zu gehen. Warum genau wissen wir nicht." Ein kleines, wissendes Grinsen schlich sich auf Blaises Gesicht. „Obwohl ich es mir denken kann, und viele andere wohl auch. Sonst wären wir alle seiner Bitte nicht so klaglos nachgekommen."
„Was kannst du dir denn denken?" fragte Neville argwöhnisch.
„Oh, das erfahrt ihr wohl besser von Professor Snape selbst", wehrte Pansy ab. „Das ist nicht unsere Angelegenheit."
Neville seufzte frustriert, nahm diese Antwort aber hin.
Der Laden der Weasleyzwillinge kam nur wenig später in Sicht. Hermine stand schon davor und klingelte Sturm, während Malfoy verärgert auf sie einredete.
„Vergiss die doch, Granger! Wenn das Wiesel schon so blöd ist, wieso sollten ausgerechnet diese beiden dann besser sein?"
Mit einem Ruck flog die schwere Holztür auf. Fred und George betrachteten ihren Besuch interessiert.
„Was für eine nette Einschätzung, Malfoy-"
„-danke, dass du das so laut mitten in der Winkelgasse rausbrüllst."
„Fred, George, wir müssen reden", fauchte Hermine und drängte die beiden jungen Männer in ihren Flur zurück. „Und zwar jetzt."
George grinste. „Da wären wir nie drauf gekommen, Minchen."
„Dein wütender Gesichtsausdruck war wirklich schwer zu deuten." Fred grinste ebenfalls, führte aber Hermine und somit auch die anderen eintretenden Teenager tiefer in seinen Flur. „Aber es freut uns immer, euch und eure schlangigen … Freunde in unserem bescheidenen Heim willkommen zu heißen."
Neville schloss die Haustür und verhängte einen Stillezauber, als alle hereingekommen waren.
Hermine atmete tief durch. „Kommen wir gleich zu Sache. Wie ihr wisst, sitzt Ron im Gefängnis, weil er Neville und mich angegriffen hat. Wir wollen wissen, ob ihr was mit der Sache zu tun habt."
Fred hob die Hände. „Wow, das ist ganz schön starker Toback."
„Es ist wichtig für uns", sagte Neville mit fester Stimme.
„Kommt erst mal ins Wohnzimmer. Ich mache uns Tee", sagte George. Alle Spuren des üblichen Schalks waren aus seinem sonst so sonnigen Gesicht gewichen.
„Ich will keinen Tee, ich will Antworten." Hermine drehte drohend ihren Zauberstab zwischen den Fingern. Sie ignorierte Pansy, die amüsiert grinste und Blaise anstieß.
„Wir haben nicht sehr viel Zeit", erklärte Neville. „Es geht gerade alles drunter und drüber."
„Na schön, aber kommt trotzdem kurz rein. Hier draußen zieht's."
Fred führte die anderen trotz Hermines Protest ins Wohnzimmer und hieß sie, es sich auf dem Sofa und den Sesseln bequem zu machen. George schwenkte seinen Zauberstab und versorgte so alle mit einer Tasse Tee.
„Nun noch mal langsam. Was genau wollt ihr von uns wissen?" fragte Fred ernst.
Neville seufzte. „Ron hat Hermine und mich angegriffen und sitzt jetzt in Askaban, weil er versucht hat, sich an Hermine zu vergreifen."
„Wissen wir", sagte George stirnrunzelnd. „Was noch?"
Hermine sah schon wieder so aus, als wolle sie die Zwillinge anfahren, aber Neville hatte das Gespräch fest in der Hand. „Er benimmt schon sich seit Beginn des Jahres sehr seltsam. Feindselig. Er hat Mine, Harry und mich wie Aussätzige behandelt. Wisst ihr was darüber?"
Fred und George warfen sich einen langen, ernsten Blick zu. Schließlich wandte George sich seinem Besuch zu.
„Da ihr ein paar Schlangen mitgebracht habt, gehen wir davon aus, dass es wirklich ernst sein muss." George sah Hermine mitfühlend an. „Wir haben ja auch gemerkt, dass er komisch ist, aber dass er das versuchen würde, wäre uns im Traum nicht eingefallen. Wir finden es gut, dass er im Knast sitzt."
„Aber deswegen seid ihr doch nicht hier, oder?" bohrte Fred nach. „Was hat er noch gemacht?"
„Ron und seine … Lakaien haben uns mit einer ekelhaften Klebepampe beschossen und behauptet, dass er sie von euch hat. Stimmt das?" fragte Hermine brüsk.
„Was? Er hatte unseren Klebschleim?" fragte Fred. Ihm entgleisten alle Gesichtszüge. „Das Zeug ist noch in der Entwicklung, keiner weiß davon!"
„Er muss es geklaut haben, als er neulich hier war", meinte George. Er sah ziemlich wütend aus. „Es tut mir leid, Minchen. Er hätte da nie rankommen dürfen. Normalerweise sichern wir unsere Arbeitsräume, vor allem, wenn die bucklige Verwandtschaft da ist."
„Das kleine Wiesel ist leider nicht so blöd wie ihr Bruder", warf Malfoy verächtlich ein. „Wahrscheinlich hat sie geholfen."
George und Fred sahen aufrichtig zornig und betroffen aus. „Erklärt uns alles", forderten sie zusammen. „Die Zeitung schreibt doch ohnehin nur Blödsinn."
George stöhnte. „Wir haben echt nichts gemerkt, weil wir den Klebschleim erst mal verworfen haben. Von zu Hause hören wir auch nichts mehr. Mist!"
„Unsere Eltern haben uns rausgeworfen, deshalb wohnen wir jetzt über dem Laden", erklärte Fred. Er fuhr sich durch sein rotes Haar. „Es war nicht unsere erste Wahl, aber was sollen wir machen?"
„Wieso wurdet ihr denn rausgeworfen?" fragte Hermine verwirrt.
George nahm einen Schluck aus seiner Teetasse. „Ziemlich einfach. Wir hatten keine Lust, die Machenschaften unserer Eltern zu decken."
„Wisst ihr, der arme Harry war Teil unserer Familie, seit wir ihn im Hogwarts-Express kennen gelernt haben. Für uns ist er ein Bruder. Unsere Eltern haben in ihm aber wohl eher einen Goldesel gesehen."
„Was ist passiert?" fragte Malfoy barsch.
„Wir haben ein Gespräch belauscht, das sie mit Ginny und Dumbledore geführt haben. Dumbledore hat irgendwas darüber erzählt, dass Ginny sein Schlüssel zu beinahe unerschöpflichen Geldquellen sei."
George nickte. „Und unsere Mom war ganz begeistert von der Idee, unsere kleine Schwester mit Harry zu verloben."
Fred seufzte, als er die ungläubigen und entsetzten Gesichter der Slytherins sah. „Ich weiß, ich weiß. Es ist ätzend. Aber bitte glaubt uns, dass wir nicht wie die sind."
„Nicht mal wir sind so kaltblütig", schnaubte Malfoy. Er verschränkte die Arme. „Unsere Eltern sind klug genug, uns nicht mit Leuten zu verloben, die wir hassen."
„Du bist doch sowieso außen vor", neckte Blaise gutmütig.
„Leider", schmollte Pansy, doch dann zwinkerte sie.
„Von Ron wissen wir, dass Harry ein kleines Vermögen in Gringotts liegen hat", fuhr George mit dem Bericht fort. „Es war nicht schwer zu erraten, dass Dumbledore offenbar über Ginny an Harrys Gold will."
„Als ob Harry so dumm wäre", schimpfte Hermine. „So, wie sie ihn in den letzten Monaten behandelt hat, kann Dumbledore das vergessen!"
Blaise räusperte sich. „Nun ja, aber es ist anzunehmen, dass die Weasleys und unser geschätzter Direktor das eine oder andere As im Ärmel haben. Es ist in unserer Welt leider durchaus möglich, ein unmündiges Kind gegen seinen Willen bindend zu verloben. So ein Schwur ist nur sehr schwer zu brechen. Man kann nur hoffen, dass es noch nicht dazu gekommen ist."
„Wieso sollte das möglich sein?" fragte Hermine entrüstet. „Braucht man dazu nicht die Eltern oder einen gesetzlichen Vertreter?"
„Normalerweise schon", mischte Malfoy sich ein, „aber da Potters Eltern bekanntermaßen tot sind und auch Sirius Black nicht mehr lebt, ist fraglich, wer gerade die Vormundschaft über Potter hat. Im Zweifel ist es der Minister selbst, und wie der tickt, wissen wir alle, oder?"
„Mir wird ganz schlecht", murmelte Hermine. „Wir müssen irgendwas tun!"
Fred grinste. „Keine Panik, Minchen. Da wir ja unsagbar clever und toll sind, haben wir bereits alles in Bewegung gesetzt und Professor Lupin über diese Pläne informiert. Der war doch so eng mit Sirius befreundet. Ich bin sicher, dass er getan hat, was er konnte."
„Wie lange ist es eigentlich her, dass ihr das Gespräch belauscht habt?" fragte Neville.
„Fast zwei Monate", gab George zu, „aber wir wussten, dass wir nichts überstürzen dürfen. Wir haben wegen einer anderen Sache Streit angefangen-"
„-wegen Ron, weil er sich schon in den Ferien wie der letzte Troll benommen hat-"
„-und sind dann rausgeflogen. Unsere Mutter lässt ja nichts auf ihre zwei Jüngsten kommen. Es war einfach. Wir wollten nicht, dass sie Verdacht schöpfen und uns vielleicht noch aus dem Weg räumen."
„Gar nicht mal so dumm", gab Malfoy zu. „Habt ihr danach was von Lupin gehört?"
„Ja, einen Brief haben wir bekommen. Er war ziemlich vage, aber es klang so, als wüsste er, was zu tun ist", erwiderte Fred. „Bitte vertrau uns, Minchen, wir haben mit der ganzen Sache nichts zu tun. Wir haben auch Ron nicht geholfen, dich und Neville zu überfallen."
Hermine sank regelrecht in sich zusammen. „Ich bin mir ziemlich sicher, dass das noch nicht alles war." Sie sah die Zwillinge bittend an. „Schwört ihr, dass ihr Harry wirklich nichts Böses wollt?"
Ohne zu zögern zogen Fred und George ihre Zauberstäbe.
„Wir schwören-", begann Fred.
„-bei unserer Magie-", fuhr George fort.
„-dass wir Harry Potter nichts Böses wollen."
„Wir schwören auch-"
„-euch zu helfen, wo wir können-"
„-damit Harry und wir endlich unsere Ruhe haben."
Goldene Funken sprühten aus ihren Zauberstäben. Die Funken fielen auf Fred und Georges Hände und verschmolzen zu einem eigenwilligen, golden glänzenden Rankenmuster.
„Schick!" sagte George mit einem breiten Grinsen, während er die Lichtreflexe bewunderte. „Fast so gut wie ein Tattoo."
„Damit können wir locker mit Charlie mithalten", ergänzte Fred.
Verblüfft sahen die anderen die beiden an.
„Ich meinte das eher theoretisch", stammelte Hermine schließlich. „Aber danke … denke ich."
„Gern geschehen, Minchen. Das hätten wir ohnehin schon längst tun sollen." George wurde wieder ernst. „Es muss endlich Schluss damit sein, dass die Leute glauben, Harry ausnutzen zu können. Wenn es irgendetwas gibt, womit wir euch helfen können, dann zögert nicht, uns zu fragen. Wir haben nämlich Kontakte, wisst ihr?"
„Ausgezeichnet", schnarrte Malfoy wenig beeindruckt. „Ich habe da schon was."
„Spucks nur aus", sagte Fred betont freundlich. „Wir werden tun, was in unseren schwachen Kräften steht."
„Wir brauchen ein Malaclaw-Herz", erklärte der Slytherin. „Auf Potter liegt eine mächtige Barriere. In St. Munogs soll sie gerade gebrochen werden und Professor Snape braucht das Herz für den dazugehörigen Zaubertrank. Mein Vater hat mir eben geschrieben, falls ihr mir nicht glaubt."
„Wir haben nicht viel Zeit, Harry geht es ziemlich mies", fügte Neville an.
Fred seufzte. „Als hätte ich es geahnt, Bruderherz."
George strich sich theatralisch eine falsche Träne aus dem Auge. „Wir hätten wissen müssen, dass das Angebot zu gut war."
„Wovon redet ihr bitte?" fauchte Pansy genervt.
Fred grinste. „Ach, wisst ihr, wir haben just gestern ein frisches Malaclaw-Herz in der dunklen Gasse gefunden, wo niemals ein respektabler Zauberer hingehen würde."
„Der Preis war super und wir hatten schon Angst, dass es Ware ist, die vom Besen gefallen ist, wenn ihr versteht, was ich meine … aber alles war in Ordnung. Wir hatten einfach Glück." George lächelte schief. „Schon merkwürdig, wenn man bedenkt, dass ein Mackeliger Malaclaw eigentlich so viel Pech bringt, wie es nur geht."
„Aber, wie wir uns immer sagen: Wer weiß, wofür es gut ist?" Fred stand auf. „Jetzt wissen wir es. Ihr könnt es haben, ich gehe es nur schnell holen."
„Wow, das ging schnell", meinte Blaise erstaunt. „Ich hätte nicht gedacht, dass diese beiden einen ehrbaren Knochen im Körper haben, geschweige denn so etwas im Haus."
George zuckte mit den Schultern. „Betrachtet es als Familienbeistand."
„Was wolltet ihr mit dem Herz eigentlich?" fragte Neville argwöhnisch.
Ertappt lächelte George ihn an. „Experimentieren natürlich. Wir haben mal wieder viele neue Ideen, aber alles muss erst mal getestet werden."
„Ich glaube, ich möchte es gar nicht so genau wissen", murmelte Hermine. „Wobei … sagt mal ihr beiden, wenn ich euch ersatzweise ein bisschen Malaclawgift besorgen könnte, würdet ihr dann etwas für mich probieren?"
„Aber immer, liebstes Minchen", tönte Fred, der mit dem Glas, in dem das schwarze, schleimig glänzende Herz lag, zurück kam. „Was immer du willst."
Ein bösartiges Grinsen schlich sich auf Hermines Gesicht. „Nun, dann sucht doch schon mal ein gutes Rezept für Zitronendrops …"
Snape war eine halbe Stunde später von seinen Flohanrufen zurück ins Krankenzimmer gekommen und hatte seitdem Harry beobachtet, ohne sich zu rühren. Die Heiler, die um den Jungen herum standen, ächzten unter der Macht der Magiebarriere, aber alle hielten tapfer durch.
Als Dobby zwei Stunden später endlich wiederkam, schien ein kollektiver Seufzer der Erleichterung durch den Raum zu gehen.
„Dobby hat alles bekommen, Professor Snape Sir", quiekte der Elf stolz. „Alles, bis auf das Malaclaw-Herz."
„Das hast du sehr gut gemacht, Dobby." Snape nahm dem Hauselfen seine kostbare Last ab und verteilte sie auf seinem Arbeitstisch. „Das Malaclaw-Herz werden Harrys Freunde besorgen. Ich habe schon geahnt, dass du es nicht bekommen würdest."
„Dobby ist ein böser Elf, dass er es nicht bekommen hat", sagte Dobby mit fester Stimme. „Dobby hat alles versucht."
Snape lächelte leicht. „Ich weiß, Elf. Mach dir keine Vorwürfe. Die meisten Händler würden so etwas Wertvolles nicht einfach einem Hauselfen überlassen. Sie wollen das Gold gleich sehen."
„Dobby wird sich bestrafen, wenn es Harry Potter Sir wieder gut geht", quiekte Dobby entschlossen. „Harry Potter Sir hat sich auf Dobby verlassen und Dobby konnte nicht helfen."
„Tu das, Dobby." Abwesend begann Snape, den Zaubertrank aufzusetzen. Ruhig und routiniert bereitete er seine Zutaten vor und warf ab und an einen Blick in den Kessel, in dem schon eine Basis aus Granatapfelsaft und Kerbel köchelte. „In der Zwischenzeit möchte ich dich bitten, Harrys Freunde zu suchen und wenn möglich sofort hierher zu bringen, wenn sie ein Malaclaw-Herz gefunden haben."
„Jawohl, Professor Snape Sir!"
Snape seufzte lautlos, als der Hauself mit einem leisen Plop das Zimmer verließ.
„Zitronendrops will sie", sagte Fred. Nachdenklich rieb er sich das Kinn.
George nickte. „Und dann auch noch welche, nach denen man ganz verrückt ist."
„Und in denen man das Gift nicht schmeckt." Fred grinste. „Das sind ja gleich drei Wünsche auf einmal!"
Hermine rollte mit den Augen. „Schafft ihr das? Wenn wir die einer bestimmten Person unterjubeln, wendet sich vielleicht endlich mal das Blatt."
„Die Frage ist nicht ob, sondern wann. Wir werden unser Bestes geben, versprochen", sagte George mit einem Zwinkern. „Da wir ja einen äußerst fähigen Bruder in Ägypten haben, sollte es nicht schwer sein, ein exotisches Rezept zu finden. Überlasst das nur uns. Ihr-wisst-schon-wer wird seine Drops schon bekommen."
„Jaja, wunderbar. Können wir dann bitte das Herz haben?" fragte Draco ungeduldig. „So spannend es auch ist, wir haben eigentlich keine Zeit zu verlieren." Er sah Hermine böse an.
„Schon gut, schon gut", erwiderte diese. „Ich bin hier sowieso fertig."
In diesem Moment teleportierte Dobby in das Wohnzimmer und erschreckte alle beinahe zu Tode.
„Haben Harry Potter Sirs Freunde ein Malaclaw-Herz gefunden?" quiekte er in die vor Erstaunen stumme Runde.
„Äh, ja", stotterte Neville. „Aber warum fra-"
PLOP!
„-gst du?"
Mit tellergroßen Augen sahen die sechs Schüler sich um. Dobby hatte sie irgendwohin gebracht, wo sie noch nie zuvor gewesen waren.
„Weil mein Zaubertrank fertig werden muss, bevor Potter die gesamte Krankenhausbelegschaft platt macht", kam es trocken aus der dunkelsten Ecke des Raumes.
„Professor Snape!" Hermine löste sich aus ihrer Starre und trat an seinen Tisch heran. „Haben Sie Dobby geschickt?"
„In der Tat, und keine Minute zu früh, wie es aussieht." Snapes Blick wanderte zum Bett, auf dem Harry lag. Einige Heiler saßen erschöpft auf Stühlen, während drei weitere damit beschäftigt waren, die Barriere in Schach zu halten. „Potters Magieblockade erschöpft das Personal schneller als gedacht."
„Kein Wunder, dass er nie besonders gut beim Zaubern war, obwohl er Talent hat", murmelte Hermine wütend. Steif blieb sie am Arbeitstisch stehen; sie wusste, dass sie niemandem helfen würde, wenn sie jetzt auf Harry zustürmte.
„Ähm, wir hatten eigentlich nicht vor, heute noch mal auszugehen", sagte Fred von ganz hinten.
„Aber für unseren Lieblingsprofessor tun wir doch alles", schnurrte George.
„Du liebes bisschen", seufzte Snape. „Habt ihr das Herz etwa von denen bekommen?"
„Sie hatten es zufällig da", verteidigte Malfoy sich. „Und es sieht sehr frisch aus."
Snape streckte seine Hand aus. Das Glas mit dem Malaclaw-Herz segelte gehorsam aus Freds Händen auf ihn zu. „Was bekommt ihr dafür?"
Fred lächelte gewinnend. „Malaclaw-Gift und Ihre Assistenz für zwanzig Stunden."
„Zehn", erwiderte Snape gelassen.
„Fünfzehn, unser letztes Angebot", hielt George dagegen.
„Abgemacht." Snape öffnete das Glas und ließ das Herz auf einen Schneideplatz aus Marmor gleiten. „Aber ich will wissen, wofür ihr das Gift braucht."
Hermine schnaubte, während die anderen dem Gespräch mit offenen Mündern folgten. Sogar die Heiler konnten ihren Unglauben kaum verbergen.
„Es wird Ihnen gefallen, Professor", sagte George mit einem Zwinkern. „Aber nun entschuldigt uns, wir haben noch einige Flohanrufe zu tätigen. Passt gut auf Harry auf und meldet euch, wenn ihr was braucht. Ihr müsst uns immer noch alles genau erzählen. Also, bis demnächst!"
Sprachs, und schon waren die Zwillinge aus dem Zimmer appariert.
Ende Teil 8
