Titel: …and then rain starts falling (7/ ca.30 + Epilog)

Autor: KimRay

Kategorie: action/adventure

Unterkategorie: Drama

Inhalt: Der Krieg ist vorbei. Harry ist Auror und Todesserjäger und sein nächstes Ziel heißt Draco Malfoy.

Und wie immer: SLASH

DISCLAIMER: Alle urheberrechtlich geschützten Figuren in dieser Story gehören natürlich den jeweiligen Eigentümern. Ich habe sie mir nur ausgeliehen. Einzig die Idee und neue Charaktere sind komplett von mir.

Anmerkungen: Ich wollte nur sagen, dass das mit den chaps da oben beim letzten Mal überhaupt nicht hingehauen hat Da hat mir das Fragezeichen geklaut.

Des weiteren möchte ich ankündigen, dass ich diese Story als Adventskalender in Betracht ziehe. Das hieße dann, dass es ab dem 1. Dezember jeden Tag ein neues chap gibt. Das einzige Problem ist, dass ich noch nicht alle chaps für diesen Plan zusammenhabe. Ob es nun klappt oder nicht erfahrt Ihr nächste Woche.

Beta: fiZi – Wie immer. ;-)

Kapitel 7

Bestandsaufnahme

„Sauberer Auftritt, Harry!", begrüßte ihn Colin im Nebenraum, als Harry diesen nur einen Augenblick später betrat. Noch immer beobachtete er Malfoys Reaktionen durch die von ihrer Seite aus transparente Zwischenwand. Harry gesellte sich zu ihm.

„Hast du die Wachen eingeteilt?" Ein Nicken war die Antwort, während er Werte beobachtete, die sich auf dem Klemmbrett, das er in den Händen hielt hektisch änderten.

„Andrew und Mike lösen uns 2.00am ab…Er hat noch immer Panik!"

Harry nahm Colin das Klemmbrett aus der Hand und checkte die Werte, die alle Malfoys physiologischen Zustand beurteilten. Sie wendeten diese Methode auch in England an, doch es überraschte ihn, dass es seinen Leuten so schnell gelungen war, die Zelle entsprechend zu bearbeiten, vor allem, wenn man bedachte, dass sie in einem fremden Zaubereiministerium waren. „Mike und Mione!", erklärte Colin angesichts seiner verblüfften Miene. Die beiden hatten Malfoys Zelle in atemberaubendem Tempo präpariert.

„Wow…Mione hat mit Mike zusammengearbeitet?"

„Sie will ihn kriegen, Harry!"

„Ja…um ihm das noch schlagende Herz aus der Brust zu reißen! Ich weiß!"

„Sie hat sich im Moment wirklich nicht unter Kontrolle, Harry!", versuchte Colin Hermione zu verteidigen und Harry ignorierte das schwache Pink in seinen Wangen. „Die Sache mit Malfoy macht sie verrückt, dir müsste doch klar sein, warum!" Er wusste, dass Colin schon seit Jahren ein ganz besonderes Faible für Hermione hatte, ohne jemals den Mut aufgebracht zu haben, ihr das zu zeigen. Es lag an der Tatsache, dass Hermione nie den Versuch gemacht hatte, über Rons Tod hinwegzukommen.

„Das gibt ihr nicht das Recht ihn zu töten, ohne dass er eine ordentliche Verhandlung bekommen hat."

„Du kannst mir nicht weismachen, dass es dir nicht gerade eben genauso gegangen ist!" Harrys Gesichtsausdruck wurde hart und er lenkte hinterhältig vom Thema ab.

„Vielleicht solltest DU ja endlich mal versuchen, sie von diesem fanatischen Rachefeldzug abzulenken!", implizierte er und beobachtete mit Genugtuung, wie Colin nun dunkelrot wurde

„Das sagt der Meister der rein sexuellen Beziehungen!", schoss dieser zurück, doch die Farbe wich nicht so schnell wieder aus seinen Wangen. Etwas von der Härte wich aus Harrys Zügen und Colin konnte wieder grinsen: „Harry, Harry, Harry…der italienische Innensenator. Du machst Kapriolen. Hast du ihn wirklich sitzen lassen?...Selbst dir müsste klar sein, dass einem so etwas als Auror nur auf die Füße fallen kann."

„Ich kann nicht fassen, dass Salvatore sich so unprofessionell verhalten soll!", gab Harry unbedacht von sich.

„Du hast ihn WIRKLICH sitzen lassen?", platzte Colin mit schockiertem Blick heraus. „Na dann wundert mich nichts mehr!" Harry warf ihm einen düsteren Blick zu. „DAS war dann wirklich unprofessionell, Harry!"

„Genau…richtig unprofessionell, Darling!" Elea hielt es für an der Zeit sich einzumischen und zwinkerte Colin zu. Dieser warf der Elfe, die in diesem Moment in voller Schönheit auf der Tischkante erschien einen amüsierten Blick zu. Er war einer der wenigen, die die Quelle von Harrys erneuerter Kraft nach dem Ende des Krieges persönlich kannten. Er hatte ihn damals am Ufer des Sees gefunden und war mit Elea aneinander geraten, weil diese nicht wusste, ob er in guter oder böser Absicht kam.

„Hallo, Goldfisch!" Ein kalter Wasserstrahl war die Antwort, doch damit rechnete Colin schon, wenn er sie mit der Tatsache aufzog, dass sie in Harrys Wohnung in dem Goldfischglas auf seinem Nachttisch lebte. Das Wasser prallte an einem Schutzschild ab.

„Es war ein Risiko, Miss Granger bei diesem Einsatz mitzunehmen!", konstatierte sie nun. Mit Hermione hatte Elea nichts am Hut, obwohl sie genau wie Colin von ihrer Existenz wusste. Harry wusste, dass Elea Recht hatte, doch es wäre ein aussichtsloses Unterfangen gewesen sie zurück lassen zu wollen. Hermione wäre ihnen um jeden Preis gefolgt.

„Ich hätte sie festsetzen müssen und kann sie einerseits auch verstehen, aber das ist jetzt nebensächlich. Die Sache von heute Morgen kläre ich noch mit ihr, notfalls mit einem Rausschmiss und wehe du nimmst sie dann in dein Team, Colin!"

„Ganz bestimmt nicht!", hob dieser abwehrend die Hände. Er war sich absolut sicher, dass Elea Mione nicht leiden konnte, weil sie ganz genau wusste, wie viele Gedanken sich Harry um seine Freundin machte. Gedankenverloren streckte er die Hand nach ihr aus und wie erwartet hüpfte sie in seine Handfläche, machte es sich bequem und strahlte ihn an. Er hatte keine Ahnung, womit er sich diese Ehre verdient hatte, ihm gegenüber verhielt sie sich immer so. Die einzige die dieses Glück ebenfalls hatte, war interessanter Weise Angelina Johnson.

„Hör auf zu flirten, Lea! Colin ist in Mione verschossen!" Diesmal galt der Wasserstrahl Harry, doch auf diesen hatte er natürlich keinen Effekt. „Was hältst du von dieser Geschichte, Colin?", erneut hatte er das Klemmbrett in der Hand und stellte fest, dass die Panik indizierenden Werte noch immer nicht wieder im Lot waren, obwohl Malfoy inzwischen wirklich genug Zeit gehabt hatte, tief durchzuatmen. Draco Malfoy hatte offensichtlich noch immer Mühe, seine Emotionen unter Kontrolle zu bekommen. Untypischer ging es gar nicht mehr.

Colin wurde wieder sachlich und betrachtete ihren Gefangenen durch die Wand.

„Keine Ahnung! Es passt nicht zu dem Draco Malfoy, den wir beim letzten Mal ziehen lassen mussten, so…", er warf ebenfalls einen Blick auf die Daten, „…so instabil zu sein! Und dann haben wir da noch Lucius. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der einfach so zulässt, dass wir seinen Sohn erwischen! Ich hab wirklich keine Ahnung, was das alles bedeutet! Wenn ich es nicht selbst gecheckt hätte würde ich sagen er ist es nicht, aber der genetische Fingerabdruck lässt keine Zweifel zu."

„Und dann haben wir da noch Vivien!", warf Elea ein, die Harry nicht aus den Augen ließ.

„Du bist sicher, dass sie seine Tochter ist?", fragte er sie.

„Absolut! Sie haben dieselbe Chemie. Wenn ich ehrlich bin überrascht mich diese hohe Übereinstimmung sogar. Es gibt keinen Zweifel daran, dass er ihr Vater ist." Harry schwieg. Diese ganze Geschichte entpuppte sich langsam aber sicher als gewaltiges Rätsel. Der Malfoy, den er im Krieg kennen gelernt hatte, hätte niemals so viele Fehler gemacht. Er war eine Tötungsmaschine. Natürlich konnte all das mit dem Fehlen seiner Magie zusammen hängen - ein Fakt, der Harry beinahe noch mehr Rätsel aufgab, als alles andere.

Wieso war Draco Malfoy kein Zauberer mehr? Und wieso kannte ihn seine Tochter Vivien nur so – ohne Magie – so, als habe sie ihn niemals als Zauberer erlebt?

„Elea…weck Mike!" Elea schwirrte mit Begeisterung aus Colins Hand:

„Darf ich ihn klatschnass machen?" Mike gehörte in Eleas ‚ich-mag-dich-nicht'-Kategorie und in diesem Fall wusste Harry ausnahmsweise ganz genau warum. Sie tobte regelmäßig vor Wut, wenn sie mitbekam, wie sein gegenwärtiger Teilzeitlover sich gelegentlich aufführte, obwohl sie Harrys Beweggründe für dieses Verhältnis ganz genau kannte. Manchmal fragte er sich, ob sie sich nicht vielleicht gerade deshalb so aufführte. Er wusste ganz genau, was sie von seinem Liebesleben hielt, doch er würde ihr nicht sagen, dass sich das Thema Liebe für ihn schon vor langer Zeit erledigt hatte.

Es gab Dinge, da zog er eine strikte Grenze zwischen sich und seinem Wassergeist. Sie wusste schon viel zu viel über ihn. Das bewies ihm ihr Verhalten gegenüber Draco Malfoy und seiner Tochter überdeutlich. Draco war etwas, was er leider nicht vor ihre verbergen können hatte – damals, als sie ihr Leben mit seinem verbunden hatte und er keine Ahnung davon gehabt hatte, in wie weit er dieses Band beeinflussen konnte.

„Nein darfst du nicht. Du sollst ihn nur wecken!", beantwortete Harry Eleas freche Frage und sie zog ein Schmollgesicht, als sie verschwand.

„Was hast du vor?"

„Ich muss mit jemandem reden!", beantwortete Harry Colins Frage, bevor er in einer Wassersäule verschwand und dieser allein zurückblieb.

tbc