Ein riesengroßes Dankeschön an alle Reviewer, das schon mal vorweg! Macht immer weiter so! -smile-

Als erstes mal ein paar Infos zu meiner Zeitrechnung bei Harry Potter:

(Ich gehe von unserem heutigen Jahr aus, da mir dass zu kompliziert ist, so weit zurück zu rechnen. Muss sonst technische Erfindungen und so weiter beachten! Bitte nicht hauen!)

Geburt von James, Sirius, Lil, usw. : 1969

Einschulung der Marauders: 1980

Hochzeit von Lily und James: 1987 (sagen wir mal Ende Oktober, dann passt es mit Harrys Geburt) 'grins'

Geburt von Harry: 31.07.1988

Fall Voldemorts: 31.10.1989

Einschulung von Harry: 01.09.1999

Sirius' Ausbruch aus Askaban: Juli 2001

Wiederauferstehung Voldemorts: Sommer 2003

Aktuelles Datum: 31.07.2004

Alles klar?

Und nun lasst die Party beginnen!


Life in the Beginning of the War

Kapitel 8
„SIRIUS!"

Er kniff kurz die Augen zusammen und sah dann mit einem erschöpften und müden Lächeln in die entsetzten Gesichter seiner Freunde.

„Aber, wie, was, wann, warum?", setzte Tonks an, wurde aber von Harry unterbrochen, der nun angefangen hatte zu schreien.

„Sag mal, werde ich hier nur noch verarscht? Was zum Teufel soll der Mist! Voldemort, du elendes Schwein, ich danke dir für die Geburtstagsüberraschung!"

„Könntest du mir einen Gefallen tun und nur halb so laut rumbrüllen? Mein Schädel dröhnt noch ziemlich heftig!", murmelte Sirius, der den ganzen Aufriss nicht verstand.

„Ich glaub das einfach nicht! Du bist wirklich wieder da!", schluchzte Tonks, deren Gesicht schon von Tränen überzogen war.

„Nun mal nicht so schnell. Ich glaube wir sollten erstmal überprüfen, ob du wirklich der bist, für den du dich ausgibst!", sagte Dumbledore mit fester Stimme.

„Wer soll ich denn sonst sein?", meinte der Angesprochene sichtlich verwirrt.

„Das werden wir gleich herausfinden! Minerva, in meinem Büro steht noch eine kleine Flasche Veritaserum, würdest du mir den Gefallen tun?", wandte Albus sich an seine Kollegin.

Bevor noch irgendeiner zu einer Aussage fähig war, hatte sich Sirius auf einen Stuhl fallen gelassen und wartete nun, die Gesichter der anderen angespannt musternd.

„Was denn, keine Fluchtversuche? Der heckt was aus!", murrte Moody Sirius konzentriert beobachtend.

„Warum sollte ich versuchen abzuhauen, Mad Eye? Sicher, ich kann Veritaserum auf den Tod nicht ausstehen, aber wenn es nun mal die einzigste Möglichkeit ist, euch zu beweisen, dass ich es bin, warum auch immer ihr was anderes behauptet, werde ich wohl oder übel hier bleiben müssen.", seufzte er und wandte seinen Blick zu Minerva, die eben aus dem Schlosstor heraustrat, zu Dumbledore ging, ihm eine Flasche gab und sich nun zu den anderen stellte.

Der Schuldirektor nahm ein Glas, gab ein paar Tropfen in ein Glas mit Wasser und übereichte es nun Sirius, mit der Drohung auch anders an die Wahrheit zu kommen, sollte er sich weigern. Dieser nahm das nur mit einem giftigen Blick und einem Augenrollen zur Kenntnis und schüttete sich den gesamten Inhalt des Glases hinter. Danach gab er es Dumbledore zurück und sah ihn mit einem fragenden Blick an.

„Nun gut, dann können wir ja beginnen! Wie lautet dein Name?"

„Sirius Patrick Black"

Einige stießen hörbar Luft aus, lauschten aber weiterhin der Befragung und sahen zu Dumbledore.

„Geburtsdatum?"

„14. Oktober 1969."

„Namen der Eltern?"

„Patrick Black und Anastasia Black, geb. Smith"

Je mehr richtige Antworten er gab, umso erleichterter, aber auch ungläubiger wurden alle Anwesenden.

„Geschwister?"

„Regulus Black, geb. 1971 und Julia Black, geb. 1978"

„Haus auf Hogwarts?"

„Gryffindor"

„Albus, ich glaube das genügt!", mischte sich nun Andy ein, während sie von den meisten Anwesenden mit Nicken unterstützt wurde.

„Nun gut, dass Gegenmittel, Minerva.", seufzte Albus, während Minerva es ihm gab und er Sirius wiederum ein Glas mit diesem gab.

„Und warum zum Teufel habt ihr mir nicht gleich geglaubt?", fragte er nun in die Runde.

„Nun ja, wir haben dich alle für tot gehalten und es ist nicht gerade üblich, dass Tote wiederauferstehen, oder?", murmelte Harry, worauf er nur ein beruhigendes Lächeln von Sirius bekam, sie sich noch einen Moment lang unschlüssig ansahen und Sirius sein Patenkind, dann endlich in die Arme schloss. Er bemerkte, wie Harry anfing zu zittern und versuchte ihn zu beruhigen.

„Hey, jetzt bin ich doch wieder da! Ganz ruhig.", er sah Harry an, als sich dieser wieder einigermaßen beruhigt hatte und sah, wie er ihn anlächelte. Er lächelte zurück.

„Happy Birthday. Tut mir ja echt leid, aber jetzt hab ich gar kein Geschenk für dich.", meinte er, worauf er nur ein noch breiteres Grinsen auf seinem Gesicht sehen konnte. Sie trennten sich voneinander und er hatte kaum Zeit zum Luftholen, als ihn auch schon die nächsten umarmten und wie im Falle der meisten weiblichen Belegschaft, mit Tränen in den Augen.Doch nun war es an der Zeit für Erklärungen, auf beiden Seiten und so wurde Sirius zum Tisch geschoben und auf einen Stuhl gedrückt. Alle setzten sich in nächster Nähe mit an den Tisch und sahen ihn nun mit fragenden, neugierigen Blicken an.

„Nun gut, also wie lange ich weg war, weiß ich ja nun, aber wie zum Teufel ist das eigentlich passiert?", fragte er.

„An was kannst du dich noch erinnern?", fragte Remus zurück.

„Ich weiß noch, dass ich mich mit Bella duelliert habe und sie mich mit einem Fluch getroffen hat und dann setzt es bei mir aus."

„Du bist durch den Torbogen gefallen, ich hab noch nach dir gerufen, aber da warst du anscheinend schon zu weit weg.", seufzte Harry.

„Und was war dann mit euch?", fragte er, die Beteiligten abwechselnd ansehend.

„Na ja, dann ist Voldemort ins Ministerium gekommen und hat sich mit Albus duelliert, der Minister hat seine Fehler zugegeben und die Verletzten wurden ins St. Mungo, bzw. in den Krankenflügel gebracht!", erklärte Remus in Kurzfassung, worauf Sirius langsam nickte.

„Und bei dir?", mischte sich nun Bill neugierig ein.

Nach einem langen Seufzen fing er an zu sprechen.

„Ich glaube, da konnte sich einer nicht entscheiden, ob er mich für tot erklären sollte oder ob ich noch lebe. Jedenfalls kann ich mich erinnern, als ich aufgewacht bin, dass ich in einem vollkommen schwarzen Raum war, wenn man das Raum nennen kann. Wie lange ich dort zugebracht habe, weiß ich nicht, weil egal wie weit ich gegangen bin, da einfach gar nichts kam, keine Tür, keine Wand. Dann nach einer Weile hat sich der Raum, ich nenne es einfach mal so, verändert. Es war so als ob du in einen Sog gezogen wurdest, der nicht enden wollte. Da wurde mir mein Leben noch einmal rückwärts gezeigt. Aber nicht alles, nur bestimmte Ereignisse, auch welche an die ich mich gar nicht mehr erinnern konnte. Das war schon ein echt merkwürdiges Gefühl. Da standest du als Beobachter, wortwörtlich, neben dir und hast dich gesehen, was du gesagt hast, was du getan hast, total bizarr. Ich wusste immer noch nicht, wo ich mich befand und wie viel Zeit genau vergangen ist. Du konntest dich ja auch nach nichts richten. Du spürst ja kein Hunger- oder Durstgefühl. Na ja, irgendwann war dann auch die Zeitreise vorbei und ich befand mich wieder in diesem schwarzen Raum. Das muss dann kurz vor meiner Rückkehr gewesen sein, ich habe dann so ein komisches Flimmern gesehen, befand mich dann in einem weißen Raum. Dann habe ich irgendwelche Stimmen gehört und auf einmal bin ich dann auf etwas Hartem aufgeschlagen, was sich als Boden des Raumes mit dem Torbogen erwiesen hatte. Na ja, dann bin ich in den Grimmauld Place appariert, hab den Kalender und den Zettel gelesen und bin dann hergekommen.", erklärte er den gespannt lauschenden Zuhörern. Er ließ den Teil in dem weißen Raum vorerst lieber aus.

„Und warum genau bist du wieder hier? Ich meine mal, der Torbogen spuckt ja nicht so einfach Leute aus, oder?", meinte dann Susan.

„Ach ja, da waren noch, anscheinend da, wo der Torbogen stand, komische rot- violette Lichter, ja und dann ging es draußen weiter."

„Merkwürdig. Warum sollten auf einmal davor rote und violette Lichter leuchten?", sprach Dumbledore mehr zu sich selbst, als zu den anderen.

„Vielleicht hat ja jemand eine Beschwörung ausgeführt, oder so.", meinte Neville leise und vorsichtig.

„Könnte möglich sein, müsste eigentlich auch so sein, aber wer, wenn nicht ihr?", stimmte Sirius Neville zu, der darauf einen leichten Rotschimmer auf den Wangen bekam.

„Na, Todesser werden es bestimmt nicht gewesen sein! Und ich glaube ja mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, dass es auch nicht die Ministeriumsangestellten waren. Vielleicht ein Schutzengel?", gab Tanja ihr Gedanken kund.

„Wir könnten mal einen Blick in die Bibliothek schmeißen.", warf Luna, und zu allgemeiner Überraschung nicht Hermine, ein.

"So jetzt haben wir den nächsten Schock hinter uns, ich krieg Hunger!", meinte Ron.

„Na wenigstens etwas hat sich nicht verändert.", murmelte Sirius grinsend, was Harry und Seamus hörten und ebenfalls wieder anfingen.

Und so beschäftigten sie sich wieder mit dem, dass sie eigentlich gerade beendet hatten, was liebevoll von den Hauselfen zubereitet wurde. Das Essen verlief weitestgehend schweigend und dann standen die Zwillinge auf, um die nächste ihrer Mischungen fertig zu machen.

„So, nichts Originelles, aber dafür lecker!", meinten sie und verteilten die Gläser mit Hilfe eines Zaubers.

„Ihr wollt den Kindern doch nicht schon wieder Alkohol unterjubeln? Fred, George langsam reicht es!", meckerte Molly.

„Mum, heute ist ein Tag zum Feiern, also feiern auch! Logisch, oder?", grinste Fred, einen weiten Bogen um seine Mutter machend.

„Und außerdem kann man die Kinder, wie du sie nennst, nicht mehr als Kinder bezeichnen, sondern als Jugendliche oder Heranwachsende!", ergänzte George.

„Haltet ihr das für eine ausreichende Begründung?", murrte sie.

Ja!", riefen sie synchron.

„Molly, nimm es dir nicht so schwer! Und du müsstest eigentlich wissen, dass das in den kommenden Jahren noch schlimmer wird. Also, freu dich lieber über Harmloseres!", meinte Andy nüchtern.

Nach einigen unverständlichen Sätzen, die sie vor sich hingrummelte, gab sie sich anscheinend geschlagen und sagte nichts mehr.

„Was habt ihr eigentlich mit dem Grimmauld Place noch alles angestellt? Ich hab ja fast einen Schlag bekommen, als ich in der Küche war!", meinte Sirius.

„Na ja, wir haben unsere Pläne beendet oder besser gesagt weiter ausgeführt.", antwortete Remus.

„Du meinst wohl eher, wir haben eure Pläne ausgeführt, oder?", fuhr Tanja mit zuckersüßer Stimme dazwischen.

„Haben sie euch wenigstens diesmal erzählt, dass ihr Magie benutzen dürft?", grinste Sirius.

„Zwar etwas spät, aber trotzdem wurden wir drüber aufgeklärt.", grummelte Ginny.

„Ja, besser war es. Sonst hätten sie mit Ginnys Rache zu tun bekommen.", meinte Tanja mit einem Lächeln.

„Ja, wir haben alle schon vor Angst gezittert!", lachte Tonks, worauf Ginny ihr einen vernichtenden Blick zu warf.

„Wie gesagt, Naya, du machst dir damit irgendwann noch mal Feinde!", grinste Ginny, als sie sich unauffällig einen Muffin schnappte, wartete bis Tonks wegsah und ihr den gegen den Kopf warf.

„Ginny! Um Himmels Willen was machst du da?", rief Molly empört, als von Tonks auch schon der nächste zurückkam.

Sie lächelte ihre Mutter nur an und duckte sich vor dem ihr entgegen fliegenden Gebäck.

„Wer zielen kann, ist ganzklarim Vorteil, was meinst du?", rief sie Tonks zu, als sie einen gefüllten Teller zu sich hinzog.

„Hm, kriegen wir hier noch Unterstützung?", lachte Tonks und sah zu Seamus, der anscheinend nur darauf wartete Tonks zu helfen. Er grinste ebenfalls diabolisch und machte sich ran, Ginny ebenfalls zu bewerfen. Sein Wurf jedoch traf Harry, der es sich nicht nehmen konnte, Rache zu nehmen. Die meisten Umstehenden sahen zu, dass sie aus dem Schussfeld kamen und betrachteten nun lachend die Kuchenschlacht der Jugendlichen. Luna kam nicht schnell genug weg und wurde eiskalt von einem Muffin von Ginny erwischt, was sie dazu brachte sich auf die Seite von Tonks zu stellen und nun ebenfalls mitzumischen.

„Ach nee, guckt doch mal, der ganze Kuchen. Was sollen wir nachher noch essen?", meckerte Fred, als er sah, dass nicht mehr viel übrig geblieben war. Daraufhin erfolgte noch ein kurzer Blick zwischen Harry und Seamus, die nun ihrerseits auf die Zwillinge zielten, diese sich jedoch, hinter einen Tisch duckten und sich selbst Kuchenvorräte nahmen.

„Was meinst du, wie lange die noch so weiter machen?", wandte sich Tanja lachend an Sirius.

„Ich glaube lange nicht mehr, guck dir Molly an, da kommt gleich eine einwandfreie Moralpredigt.", antwortete er ihr mit Kennerblick.

Kaum hatte er das gesagt, erhob sich Molly, die daran anscheinend keinen Spaß fand und rief sie zur Ordnung, was dann auch mehr oder weniger schnell befolgt wurde. Immer noch lachend wischten sie sich noch vereinzelte Kuchenreste von ihrer Kleidung und ließen sich magisch von den anderen reinigen. Lachend setzten sie sich wieder mehr oder weniger an den Tisch und atmeten erstmal durch.

„So das tat gut! Was machen wir jetzt?", fragte Ginny voller Elan.

„Luft holen!", meinte Seamus, der sich erschöpft auf dem Tisch abstützte.

„Aber ich hab mal eine Frage, wer ist Julia?", meinte nun Harry nachdenklich an seinen Paten gewandt.

„Meine kleine Schwester, wieso fragst du?"

„Nur so, weil du sie noch nicht erwähnt hast.", meinte er mit den Schultern zuckend.

„Ich weiß auch gar nicht, wie es ihr geht, wo sie ist, geschweige denn ob sie überhaupt noch lebt.", seufzte er.

„Na ja, also ich kann dir sagen, dass sie noch lebt und in den USA ist. Ich hab vor einer Weile einen Brief von ihr bekommen. Aber irgendwie ist der Kontakt dann verloren gegangen.", meinte Andy ebenfalls seufzend.

„Stopp mal! Mum, kann es sein, dass ich sie kenne?", schaltete sich auf einmal Tonks ein.

„Wie kommst du denn darauf? So viel, wie ich weiß, war sie noch nie bei uns."

„Nein nicht von zu Hause aus. Ich weiß, dass, als ich in Beauxbatons eingeschult wurde, da so ein Mädchen war, sie war 15 glaub ich und ich weiß noch, dass sie jemand mit Miss Black gerufen hat, aber ich bin mir nicht so sicher."

„Ja, sie wurde in Beauxbatons eingeschult, hast schon Recht.", murmelte Sirius.

„Aber warum hat sie dann die Schule gewechselt?", fragte Tonks.

„So viel ich weiß, ist sie in den USA auf eine erweiterte Aurorenschule gegangen. Konnte sie ja machen, weil an dem Zeitpunkt Voldemort ja weg war und die Amerikaner wieder englische Schüler aufgenommen haben.", meinte Andy.

„Warum ist sie eigentlich nie nach Hogwarts gegangen?", mischte sich nun Tanja ein.

„Aus demselben Grund, warum du nach Durmstrang gegangen bist.", antwortete Andy ihr.

„Was meinst du, könnte man an sie rankommen?", fragte Tanja weiter.

„Ich bezweifle es stark.", meinte Sirius, fügte aber nach den fragenden Blicken der anderen hinzu: „Sie hasste unsere Eltern aus demselben Grund, warum ich sie gehasst habe, meinst du sie würde ein Wort mit mir wechseln, jetzt wo die ganze Presse verbreitet hat, dass ich ein Todesser bin?"

„Meinst du wirklich, dass sie daran glaubt? Bei dem Stress den du dir gemacht hast, weil du keiner werden wolltest? Ich meine mal, selbst wenn du es deinen Freunden nur vorgespielt hättest, hättest du dann zu Hause nichts riskieren brauchen, oder?", meinte Andy nachdenklich.

„Da könnte was Wahres dran sein.", murmelte er.

„Dann werden Kingsley und ich uns auf Peter stürzen, anstatt nach dir zu „suchen"!", meinte Tonks voller Enthusiasmus.

„Und dann?", meinte Sirius.

„Wie jetzt und dann? Was meinst du?", fragte Harry verwirrt, weil er nicht wusste, was er tun würde, wenn er herausfinden würde, dass er wieder Kontakt mit seiner Schwester haben könnte.

„Ich weiß einfach nicht, wie ihr euch vorstellt, wie das dann ablaufen soll! Also, wenn sie einen Schritt in den Grimmauld Place setzt, dann nur mit 10 Pferden im Nacken und außerdem glaube ich nicht, dass sie sich am Phönixorden beteiligen würde. Versteht mich nicht falsch, ich würde mich freuen sie wieder zu sehen, aber ihr würdet dann wieder mit euren Sicherheitsvorkehrungen kommen, obwohl ihr sowieso nicht verhindern könnt, dass sie ins Haus kann und überhaupt, ich hab da so ein beschissenes Gefühl bei!", erklärte er.

„Hm, du könntest Recht haben, aber auf der anderen Seite wäre es auch möglich, dass sie sich breitschlagen lassen würde.", meinte Andy langsam.

„Müsste man irgendwie herausfinden, was meinst du, Andy?", fragte er.

„Ja, schon gut, ich schreib ihr!", antwortete sie ihm, womit das Thema vorerst gegessen war.

„Könnte ich dich nachher noch was fragen?", flüsterte Harry seinem Paten zu, der erst verwirrt guckte, dann aber nickte.

„Harry, könntest du mir mal den Gemeinschaftsraum der Gryffindors zeigen? Bin neugierig, wie der aussieht, hab ja schon viel von dem gehört!", meinte Tonks auf einmal.

„Ähm, ja klar, komm mit! Ähm Professor, welches Passwort?", fragte er an Minerva gewandt.

„Sahnetorte!", antwortete sie.

„Tanja kommst du mit? Dann kannst du dir dein zukünftiges zu Hause schon mal angucken!", fragte Harry, bei dem der Groschen gefallen war.

Sie guckte einen Moment lang verwirrt, verstand dann aber auch und begab sich mit ihrer Cousine, Harry und schließlich auch Sirius auf den Weg in das Schloss.


„Hm, ich hab keinen blassen Schimmer, wo es lang geht, helft mir mal!", meinte Tonks, sich suchend nach einem anderen Ausgang umsehend.

„Einfach gerade aus.", sagte Sirius und ging nun vor.

„Molly war heute schon wieder ziemlich gestresst, oder?", grinste Sirius.

„Ja war sie. Wir wurden heute um halb sieben aus dem Bett geschmissen, um mit ihr den Plan für die Feier noch zehnmal durchzukauen, was mich ziemlich genervt hat, da ich eigentlich noch bis um halb neun hatte schlafen können und dann wurden wir hier zu Sklaven ihres genialen Planes, der dann aber doch noch in letzter Sekunde geändert wurde!", murrte Tonks.

„Echt? Und ich hab mich bis um halb zehn total gelangweilt und wusste gar nicht, was ich machen sollte! Aber das ging mir heute früh auch echt etwas zu hektisch!", meinte Tanja.

„Mann, was ihr euch für einen Stress macht! Ich hab in aller Seelenruhe bis halb zehn gepennt und wurde dann von einem putzmunteren Ron empfangen, der anscheinend ziemlich auffällig versucht hat, Zeit zu schinden!", grinste Harry.

„Ja, nachdem du dann im Bad warst, kam er rüber hat geklopft und hat sich aufgeregt, weil du ca. zehn Minuten unbeschäftigt sein wirst!", lachte Tanja.

„Wie lange hattet ihr das eigentlich schon geplant?", fragte Harry.

„Na ja, Molly wollte schon am Anfang der Ferien anfangen Kuchen zu backen! Und dann ist so im Laufe der Wochen ein Plan draus geworden. Wie lange, weiß ich nicht genau!", antwortete Tonks mit einem breiten Grinsen.

„Sag mal, warum hast du Dumbledore eigentlich so giftig angeguckt, vorhin?"

„Weil in gewissen Punkten unsere Meinungen schon immer rational auseinander gingen und er anscheinend immer noch keine Einsicht gezeigt hat, was ich persönlich, als ziemlich naiv und dämlich abtun würde. Aber was der große Dumbledore sagt, muss geschehen!", seufzte er.

„Zum Beispiel?", fragte Harry.

„Schon alleine das Ding, dass er euch keine Informationen geben will, jetzt wo ihr eigentlich das Recht dazu habt, vor allem du! Und dann noch ein paar andere Sachen, aber die spielen im Moment noch keine große Rolle, hoffe ich."

„Du verheimlichst mir was, wobei ich glaube, dass du mir das gerne sagen würdest.", murmelte Harry, was nur von einem Nicken beantwortet wurde.

„Was wolltest du mich eigentlich vorhin fragen?", meinte Sirius nun.

„Na ja, es geht darum, dass Dumbledore mir einen Umschlag geschenkt hat, sozusagen. Mit meiner Geburtsurkunde,-"

„deinem verzeichneten Erbe und der Besitzurkunde für das Potteranwesen?", beendete er den Satz für sein Patenkind.

„Ja, woher weißt du das?", fragte er.

„Weil ich sozusagen dabei war, als der Umschlag gemacht wurde. Aber egal, was wolltest du fragen?"

„Ähm na ja, er hat mir angeboten dahin zu fahren und da wollte ich fragen, ob du mitkommen würdest, wenn du willst.", meinte er.

„Kann ich machen. Hatten wir das nicht sowieso irgendwann mal vor?"

„Genau, kann ja sein, dass du dir das anders überlegt hast.", murmelte Harry.

„Wo wir wieder beim Thema Bibliotheken der Zaubererfamilien wären!", lächelte Tanja.

„Wie kommt ihr denn darauf? Wartet, kann es sein, dass ihr in der Bibliothek im Grimmauld Place wart?", fragte Sirius.

„Woher weißt du?", kam es synchron von den beiden.

„Ich kenne die jugendliche Neugier.", lachte er.

„So, ich glaube wir sollten uns langsam wirklich den Gemeinschaftsraum angucken! Sonst wird da einer noch misstrauisch!", meinte Tonks und ließ sich mit Tanja von Harry und Sirius zum Gemeinschaftsraum von Gryffindor führen.


„Wow, also der Geburtstag ist echt was Besonderes geworden, oder?", meinte Charlie.

„Das kannst du laut sagen! Ich hätte beinahe einen Herzinfarkt bekommen!", sagte Remus.

„Ich weiß nicht, was ihr habt! Damit hat Harry doch echt das beste Geschenk bekommen!", warf Luna ein.

„Ich finde es nur irgendwie komisch mit ihm an einem Tisch zu sitzen.", murmelte Percy.

„Was meinst du, wie Mum gekreischt hat, als sie Sirius am Ende des vierten Jahres im Krankenflügel gesehen hat!", grinste Ron.

„Und was meinst du, wie du geguckt hast, als du herausgefunden hast, dass Krätze keine normale Ratte ist!", konterte Remus.

„Boah, wenn ich mir das vorstelle, dass der mal mein Haustier war, läuft es mir eiskalt den Rücken hinunter.", meinte Percy.

„Ich weiß, was du meinst. Das ist doch echt krank! Ey, Kingsley, strengt euch an, dass ihr das Mistvieh in die Finger bekommt!", antwortete Bill.

„Und ich hab immer gedacht, dass Sirius das war. Ich fühl mich echt elendig.", murmelte Minerva.

„Woher hättest du das denn wissen sollen? Ok, ich habe nie wirklich daran geglaubt, dass Sirius es war, aber Peter hätte ich echt überhaupt nicht verdächtigt!", meinte Andy.

„Trotzdem verstehe ich nicht, warum Crouch ihm keine Gerichtsverhandlung gegeben hat! Gerade er hätte doch wissen müssen, dass Sirius mit den anderen ziemlich viele Todesser nach Askaban gebracht hat!", wunderte sich Percy.

„Oh ja, einmal eine kurze Befragung mit Veritaserum und alles hätte anders kommen können! Aber das „was wäre wenn?"könnten wir uns eigentlich auch klemmen, was meint ihr?", seufzte Remus.

Kaum hatte er ausgesprochen, kamen auch die anderen vier wieder zurück.

„Mann, ich kann mir doch niemals merken, wo da Trickstufen sind und wo nicht! Das ist ja echt grausam!", regte sich Tanja auf.

„Was war denn bei euch los?", erkundigte sich Susan.

„Ach, nichts weiter. Wir mussten Tanja und Tonks nur ein paar Mal vor Trickstufen retten und zwei Mal haben wir es zu spät gesehen, da sind sie hängen geblieben.", grinste Harry.

„Ach wenn es weiter nichts ist! Ach ja, Sirius wir haben morgen Abend noch eine Versammlung, nur mal zur Info.", bemerkte Molly.

„Super, dann kann ich ja Snape endlich wieder in meine Arme schließen!", sagte er mit vor Sarkasmus triefender Stimme, was den meisten ein Lächeln entlockte und Molly nur empört gucken ließ. Und so redeten sie noch eine ganze Weile über dies und jenes, bis es langsam dunkel wurde, sie mit Abendessen begangen und danach sichtlich erschöpft in den Grimmauld Place zurückkehrten, um sich schlafen zu legen.


„Morgen!", murmelte Percy, als er am nächsten Morgen die Küche des Grimmauld Place betrat, an deren Tisch sichdie Bewohner des Hauses eher unausgeschlafen jedoch relativ gut gelaunt schon zum Frühstück zusammengefunden hatten.

„Und?", fragte Arthur seinen Sohn noch ehe dieser die Chance hatte, sich hinzusetzen.

„Wenn es Fudge alleine entscheiden könnte, wäre die Legalisierung schon lange durch! Aber zum Glück bockt die Sicherheitsabteilung noch rum!", erklärte er seufzend.

„Aber bestimmt nicht mehr lange.", murmelte Sirius.

„Irgendwann demnächst lassen die sich sowieso wieder breitschlagen und die Mehrheit der Abteilungsleiter ist auch schon dafür. Bloß die Abteilungsleiterin für Magische Strafverfolgung ist nicht zu überzeugen.", stimmte er Sirius zu.

„Ist das dann nicht sinnlos? Ich meine mal, wenn sie nicht mitspielt, geht es doch nicht, oder?", warf Tanja ein.

„Kommt auf die Mehrheit drauf an. Wenn zu viele Abteilungsleiter zustimmen, muss sie sich wohl oder übel beugen.", erklärte Arthur ihr.

„Und wenn sie das nicht tut? Immerhin ist es doch ihre Abteilung, die betroffen ist. Und die Auroren haben da doch auch noch ein Wörtchen mitzureden, oder?", mischte sich jetzt auch Harry ein.

„Das Ding istja, dass wenn sie sich nicht beugt, die Abteilung einen neuen Abteilungsleiter bekommt.", antwortete Sirius ihm.

„Und ihr Stellvertreter hat es sich zum Ideal gemacht wie Crouch zu werden. Also läuft es auf dasselbe hinaus.", seufzte Arthur.

„Aber ich glaube eher, dass sie mehr oder weniger zustimmen wird, um den Auroren das arbeiten zu erleichtern.", gab Percy seine Gedanken kund.

„Warum sollte sie das machen, wenn sie damit nicht klar kommt?", fragte Neville.

„Weil sie ihren Stellvertreter genauso wenig wie Fudge und Umbridge ausstehen kann.", meinte Percy.

„Super. Das nennt man also Demokratie. Ich glaub es ja.", regte sich Tanja auf.

„Das einzigste, was daran noch was ändern könnte, wäre ein neuer Minister, aber ich glaube kaum, dass das passiert.", meinte Sirius.

„Hm, was müsste denn passieren, damit wir einen neuen Minister kriegen?", fragte Hermine.

„Die absolute Mehrheit der Abteilungsleiter und eine erkennbare Mehrheit der Ministeriumsangestellten müsste dafür sein, einen anderen zu wählen. Aber das würde zu lange dauern, weil erstmal eine Abstimmung stattfinden müsste, dann müssten sie neue Kandidaten suchen, dann wären die Wahlen ein paar Monate später und in der Zeit hat Fudge noch alle Rechte, die ein Minister hat. Klappt nicht.", erklärte Sirius.

„Wie lange hat ein Minister eigentlich sein Amt, bis zu den nächsten Wahlen?", fragte Seamus.

„Sechs Jahre. Das heißt also, dass die nächsten Wahlen erst in drei Jahren sind.", seufzte Charlie.

„Wieso in drei Jahren sind Wahlen? Dann wurde Fudge ja genau in dem Jahr gewählt, in dem Voldemort verschwunden ist, oder? Wenn ich jetzt mal richtig gerechnet habe.", fragte Tanja.

„Genau. Und in den drei Jahren davor gab es sozusagen einen Übergangsminister.", sagte Arthur.

„Warum ist der eigentlich nicht gleich im Amt geblieben?", fuhr Luna dazwischen.

„Weil es nur der Stellvertreter war und nicht richtig gewählt wurde. Da gab es viel zu viel Stress im Ministerium, als dass sie Zeit für richtige Wahlen gehabt hätten.", meinte Sirius.

„Der hat es aber wenigstens noch einigermaßen vernünftig gemacht.", grummelte Moody.

„Musste der Legalisierung aber auch zustimmen, da er nicht rechtsmäßig in das Amt aufgenommen wurde.", seufzte Arthur.

„Ach, geht ihr jetzt alle in die Politik?", fragte Tonks, die soeben mit Kingsley im Hauptquartier angekommen war.

„Nein, wir beschweren uns nur über unseren Lieblingsminister.", meinte Charlie.

„Na wenn es weiter nichts ist. Ach ja, kann sein, dass wir beide das heute nicht zur Versammlung schaffen. Müssen mal wieder Nachtschicht einlegen.", meinte Kingsley.

„Wie ich Nachtschichten liebe!", meinte Tonks sarkastisch, „Da hast du kaum was zu tun, sitzt eigentlich die ganze Zeit am Schreibtisch und schreibst Berichte. Elendig."

„Kommen heute eigentlich noch irgendwelchen neuen Gesichter zur Versammlung?", fragte Charlie.

„Na soweit ich weiß nicht. Wer sollte denn kommen? Erwartest du jemanden?", grinste Bill.

„Ha, ha, du sprühst heute förmlich wieder vor Humor, oder?", giftete Charlie zurück.

„Sagt mal, habt ihr alle schlecht geschlafen? Das hält man ja im Kopf nicht aus!", meckerte Molly ihre Söhne und die anderen Anwesenden an.

„Sag mal, müsstet ihr nicht eigentlich auch los?", fragte Tonks, an Arthur, Bill und Susan gewandt.

„Oh, stimmt. Naja, dann bis später!", seufzte Susan und machte sich ebenfalls auf den Weg, dicht gefolgt von Arthur und Bill.

„Wo abreitet deine Mum eigentlich?", fragte Ginny.

„Im St. Mungo. Sie macht jetzt sozusagen einen Auffrischkurs, weil sie ja ewig schon nicht mehr gearbeitet hat und nach dem Kurs wird sie als Heilerin in der Abteilung für Fluchschäden unter Vertrag genommen. So ist es jedenfalls abgesprochen.", antwortete er ihr.

„Wieso hat sie ewig nicht gearbeitet?", kam es von Luna.

„Weil mein Dad total altmodisch ist, im Bezug darauf, dass Frauen arbeiten und außerdem wollte er in einem reinen Muggelhaushalt wohnen, da ist es nicht sehr praktisch, wenn meine Mum Heilerin ist, oder?"

„Haben die beiden sich deswegen getrennt?", fragte Ginny vorsichtig.

„Nicht nur, als nächstes kam hinzu, dass sie eigentlich das ganze Jahr über streiten nur halt nicht wenn ich da bin, dann spielen sie heile Welt. Na ja, dann kommt noch, dass sie für den Orden arbeiten wollte und er überhaupt nicht mit klarkommt, dann dass er mich das ganze Jahr wegen ‚dieser Schule' nicht sieht und auch einen Teil, dass sie nicht eingesehen hat, warum sie liebe, nette Hausfrau spielen soll. Sie wollte sich auch verwirklichen und Heilerin werden, war schon immer ihr Traum.", erklärte er freimütig.

„Hätte mich gewundert, wenn das nicht irgendwann mal gekommen wäre.", murmelte Sirius.

„Was meinen Sie damit?", fragte Seamus verwirrt.

„Susan war schon immer einer der Menschen, die sich nichts von anderen haben sagen lassen und ihren eigenen Weg gegangen sind. Sicher, man ändert sich mit der Zeit, aber ich habe nie geglaubt, dass diese Eigenschaft bei ihr ganz weggegangen ist, trotz Familie.", erklärte er.

„Manches ändert sich halt nie, aber in dem Punkt bin ich froh darüber. Sie waren mit meiner Mum im selben Jahrgang, oder?", fragte Seamus weiter.

"Ja war ich. Mit eurem ehrwürdigen, ehemaligen Verteidigungslehrer.", grinste er Richtung Remus, der sich eben auch verabschiedet hatte, weil er noch was nachschlagen musste.

„Ah, krieg ich jetzt ein paar peinliche Storys zu hören, die ich ihr unter die Nase reiben kann?", freute sich Seamus.

„Ach doch nicht von der lieben, jetzt, Mrs Finnigan. Sie war doch so eine liebe Schülerin, da gibt es doch gar nichts zu erzählen!", meinte er mit vor Sarkasmus triefender Stimme.

„Das sie in Gryffindor war, wusste ich ja, aber sonst eigentlich nichts weiter.", meinte er nachdenkend.

„Sie war die beste Freundin von Lily, und später hast du die beiden mit Al nur noch zu dritt gesehen.", meinte Sirius in Richtung Harry und Neville.

„Echt? Also die zweite unzertrennliche Gruppe nach euch vieren, oder was?", fragte Harry.

„So ungefähr. Aber sie hatte einen ziemlich guten Riecher.", nach verwirrten Blicken sprach er weiter: „In Sachen Beziehungen. Als Al und Frank das erste Mal miteinander geredet haben, meinte sie, dass die beiden irgendwann mal heiraten. Hat ihr damals aber keiner geglaubt. Und sie war eine der einzigen, die daran geglaubt haben, dass aus James und Lily doch noch mal was wird. Sie hat sämtliche Wetten gewonnen."

„Gibt es bei uns so 'ne Wetten eigentlich?", fragte Ron in die Runde.

„Ja, gibt sogar ein paar Verrückte, die auf Dumbledore und McGonagall tippen!", grinste Luna.

„Das ist doch nicht wahr, oder?", lachte Seamus.

„Die Wetten gibt es aber schon seit mindestens dreißig Jahren!", meinte Sirius ebenfalls lachend.

„Echt jetzt? Obwohl, die beiden abreiten ja schon lange genug zusammen!", kam es von Luna, die immer noch vor sich hin lachte.

„Auf was für dumme Gedanken Schüler, die sich langweilen, doch nicht kommen! Aber wie stehen die bei uns eigentlich?", fragte nun Neville.

„Na ja, gibt welche über Justin Finch-Fletchley und Hannah Abbott. Also mir sind keine bekannt, die uns was angehen müssten.", meinte Luna Schulter zuckend.

„Sirius, kannst du mir mal helfen? Da ist irgendwas im ersten Stock.", rief Molly von der Treppe runter.

„Ist in Ordnung!", und so verließ auch er die Küche.

„Das ist doch total absurd! Wir sitzen hier mit einem verurteilten Massenmörder am Küchentisch und führen Gespräche!", kam es von Seamus, der Kopf schüttelnd aufstand und sich etwas zu trinken holte.

„Einem unschuldigen, verurteilten Massenmörder.", korrigierten Harry und Hermine wie automatisch.

„Hätte mir einer das vor ein paar Monaten erzählt, hätte ich denjenigen einweisen lassen!", sagte er.

„Mir ging es letzten Sommer nicht anders.", murmelte Ginny.

„Wie gesagt, er ist unschuldig, das heißt, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis sie Pettigrew schnappen, jetzt wo Voldemort sich offen gezeigt hat.", meinte Luna.

„Wollen wir mal hoffen! Noch einen Sommer halte ich bei den Dursleys nicht aus!", grummelte Harry.

„Echt so schlimm?", fragte Tanja.

„Nein, noch viel schlimmer.", lächelte er bitter.

„Das versteh ich nicht. Du bist doch der Neffe deiner Tante, oder? Die müssen doch wissen, was du für eine Rolle in der Zaubererwelt hast. Da müssten die dich doch in den Himmel loben!", meinte Luna nachdenklich.

„Sie verachten die Zaubererwelt und alles was da zugehört. Also auch mich. Für die bin ich nur ein hirnverbrannter Freak.", seufzte er.

„Die sind also das genaue Gegenteil zu Voldemort! Ist irgendwie Ironie des Schicksals, oder?", warf Tanja ein.

„Irgendwie ist das merkwürdig.", fing Neville plötzlichan.

„Was ist merkwürdig?", hinterfragte Hermine, mit einem Seitenblick zu Harry.

„Na habt ihr das noch nicht gemerkt? Bevor Sirius zurückgekommen ist, konnte man hier die Uhr nach Wutausbrüchen und so was stellen, aber jetzt hab ich irgendwie das Gefühl, dass der Alltag jetzt wieder einkehren kann, obwohl er ja nicht viel mit dem zu tun hat.", setzte er seine Überlegungen langsam fort.

„Also ich sehe das so: Sirius war das erste Opfer in diesem Krieg und das hat uns alle ziemlich heruntergezogen, aber jetzt, wo er wieder da ist, könnte man meinen, ist die Hoffnung wieder da, also, weil er wieder auferstanden ist, sozusagen. Vielleicht sehen wir das ja als Ansporn, dafür, dass die Todesser und Voldemort unser Leben nicht so sehr beeinflussen können, wie sie es gerne hätten. Konntet ihr mir einigermaßen folgen?", meinte Harry.

„Ich glaube da hast du Recht.", stimmte ihm Tanja zu.

„Ja, aber ich glaube wir sollten die Umstände so hinnehmen, wie sie sind, was meint ihr?", grinste Seamus.

„So, wollen wir das schöne Wetter nutzen und uns in dem von uns liebevoll wieder hergerichteten Garten breit machen? Ich hätte mal wieder Bock ein bisschen Sonne zu tanken!", meinte Tanja auf einmal.

„Ja, du hast gestern ja auch überhaupt keine abbekommen, oder?", fuhr Harry sarkastisch dazwischen.

Und so schnappten sie sich noch Getränke und bewegten sich nach draußen.

„Hermine? Da ist gerade ein Brief von deinen Eltern angekommen! Ich hab ihn oben hingelegt!", kam es auf einmal von Sirius, der am Absatz der Treppe stand.

„Ja, danke! Ich glaub ich werde den mal gleich beantworten gehen.", seufzte sie.

Sie wusste nicht, ob da nun wirklich ein Brief gekommen war oder er ihn nur als Vorwand benutzt hatte, um mit ihr zu reden, wobei sie eher auf letzteres tippte und seufzend und sich innerlich für das Kommende wappnend nach oben ging.


TBC


Joar, DANKE an BlackRoseLily und SweetChrisi, es gibt also doch welche, die einem treu bleiben!

Ein nochmaliger Aufruf: Ich will wissen, wie ihr meine Story findet! So zart besaitet bin ich nicht, dass ihr euch zurückhalte müsst, mir eure Meinung zu geigen! Wenn ihr die Story nicht gut findet, dann sagt mir warum! Nur dann kann ich mich verbessern!

Euch noch schöne Pfingsten!

Lovely Greetz, Liz!