So, der erste Teil wäre geschafft und ab jetzt sind die Kapitel etwas länger als bisher.
Ich hoffe doch das stört niemanden!
Viel Spaß mit den Beiden!
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Dean ging dann gleich in sein Zimmer, warf sich ins Bett und wartete auf Sam. Der kam ein paar Minuten später ins Zimmer und wusste nicht so recht wohin mit sich. Schmunzelnd rutschte Dean ein Stück zur Seite. „Komm her, ich möchte dich ganz bei mir haben", meinte er.
Das ließ sich der Jüngere nicht zweimal sagen und kroch unter die Decke. Die beiden sahen sich in die Augen und kuschelten sich eng aneinander. „Lass mich bloß nicht einschlafen", murmelte Sam an Deans Brust.
„Wieso nicht? Mir würde das gefallen", antwortet dieser. Der Größere richtete sich etwas auf und erklärte: „Ich muss noch Cas anrufen, dass er mich morgen mit nimmt."
„Was? Warum?" fragte Dean und runzelte die Stirn.
„Naja, da er nach der Schule gleich zu dir will, passt das und ich will echt nicht mit dem Bus fahren."
„Nichts da, du nimmst meinen Wagen", bestimmte Dean gleich.
„Ist das dein Ernst? Ich darf deine Kleine fahren?"
„Du darfst alles Baby."
„Dean! Bitte nicht Baby!"
„Oooh doch, Baby, Baby, Baby", und bevor Sam wieder protestieren konnte, zog er ihn zu sich und küsste ihn.
Sie schmusten noch eine Weile herum, bis sich der Jüngere zurückzog.
„Bleib bei mir, ich will nicht alleine schlafen", schmollte Dean gleich.
„Hey Babe, ich würde auch nichts lieber tun als heute Nacht hier zu bleiben, aber wir wollten es langsam angehen lassen und ich muss das alles auch erst sacken lassen. Bevor ich morgen früh gehe, schau ich noch mal bei dir rein, okay?"
Dean runzelte die Stirn und sah auf. „Babe?"
„Ja Babe, und jetzt mach deine hübschen Augen zu und erhol dich."
Nach einem langen Gutenachtkuss ging Sam in sein Zimmer und machte sich bettfertig.
Am nächsten Morgen wurde Dean wach, weil ihm etwas übers Gesicht fuhr. Erst als er wacher wurde, merkte er, dass es viele kleine Küsse waren. Zufrieden seufzte er auf und legte blind seine Hände um Sam, der sich über ihn beugte, um ihn zu sich hinunter zu ziehen.
„Hmm, wie viel Zeit hast du?" fragte er leise. Sam lächelte an Deans Lippen und nuschelte: „Ein bisschen, hab meinen Wecker früher gestellt."
„Gut gemacht", sagte Dean noch, dann war für lange Minuten nichts außer ein paar Seufzern zu hören. Sie drücken sich aneinander und küssten sich immer wieder. Keiner wollte den anderen loslassen.
„Deeaann, ich muss los. Ich will nicht, aber ich muss", jammerte Sam nach einiger Zeit. Dean seufzte laut und meinte: „Ich hätte nicht gedacht, dass ich das jemals sagen würde, aber ich will mit zur Schule."
Sam lachte und kuschelte sich noch mal an den Blonden. „Also ich würde lieber mit dir hier im Bett bleiben, als in die Schule zu gehen. Leider bekommen wir beide nicht das, was wir wollen."
„Hmm ja, mit dir hier bleiben wäre natürlich noch besser", grinste Dean verliebt. „Schaffst du es nach Hause, bevor Cas hier auftaucht?"
„Ja, ich lass die Musikprobe heut ausfallen und er muss zum Training. Also bin ich fast zwei Stunden vor ihm da."
Dean strahlte. „Gut, Mum geht heut Nachmittag auch arbeiten, dann haben wir etwas Zeit für uns."
„Aber nur wenn ich jetzt geh und nicht zu spät komme. Bis später, schlaf noch etwas, dann vergeht die Zeit schneller."
Nach einem langen Abschiedskuss stieg Sam schweren Herzens aus dem Bett und ging. An der Tür drehte er sich noch mal um und sagte: „Bis später, Babe."
„Ja, bis dann, beeil dich", antwortete Dean.
Den Tag verbrachten beide damit auf ihre Handys zu starren, denn sie schrieben sich eine Nachricht nach der anderen. Es waren nur Kleinigkeiten wie: ich ess grad ein Sandwich, Cas erzählt gerade Scheiße, du fehlst mir, Mum hat mich vom Fernseher verscheucht, freu mich auf heut Abend.
Als Sam nach dem Unterricht Richtung Parkplatz ging hörte er hinter sich seinen Namen rufen. Als er sich umdrehte, sah er Cas auf sich zulaufen. „Hey, fährst du dann mit mir mit?"
„Nein, ich hab den Impala und fahr schon vor."
„Dean lässt dich sein Auto fahren? Was musstest du denn bitte dafür tun?"
Sam wurde leicht rot, was Gott sei Dank unbemerkt blieb und meinte: „Er ist mein Bruder, da er nicht fahren kann, überlässt er ihn mir."
„Na dann, ich komm nach dem Training vorbei. Bis später."
„Ja, bis dann."
Sam stieg ein und fuhr auf dem schnellsten Weg zu Dean. Den Impala stellte er ordnungsgemäß an seinen Platz und stürmte ins Haus. Da sonst kein Auto draußen stand, wusste er dass sie alleine waren.
Er ging leise und vorsichtig ins Zimmer. Als er sah, dass Dean ihn ansah, schluckte er und ging zu ihm. „Hey Baby" sagte Dean leise ohne Sam aus den Augen zu lassen.
„Hey Babe" sagte auch Sam und setzte sich aufs Bett.
Langsam näherten sie sich an und küssten sich liebevoll, ohne Hast und mit viel Gefühl. Als sie sich lösten kuschelte sich Sam an den warmen Körper neben sich. „Ich hab dich vermisst. Der Tag ohne dich ist so unendlich lang", nuschelte Dean in Sams Haare.
„Hmm, die Schule ohne dich ist auch so leer. Ich mag gar nicht daran denken, dass du nächstes Jahr am College bist. Was mach ich da nur?"
„Na, ich such mir eines, dass hier in der Nähe ist und wohin du das Jahr darauf auch hin kannst."
Sam richtete sich etwas auf, dass er Dean anschauen konnte. „Du sollst keine Rücksicht auf mich nehmen. Das College ist deine Zukunft, ich bin mir sicher, wenn wir es bis dahin schaffen, schaffen wir das auch."
„Lass uns darüber reden wenn es so weit ist. Ein paar Monate haben wir noch bis zu den Beratungsterminen. Bis dahin will ich nicht an nächstes Jahr denken. Okay?"
Sam lächelte „Okay" sagte er nur und küsste ihn wieder innig. „Hast du Hunger?" fragte er dann noch.
„Ja, irgendwie schon. Gehen wir runter und schauen was wir finden."
Hand in Hand gingen sie in die Küche. Auf dem Weg dorthin küssten und berührten sie sich immer wieder. Da sie alleine im Haus waren ließen sie alle Vorsicht fallen und genossen einfach das Zusammensein.
Im Kühlschrank fanden sie ein paar verschiedene Sandwichs, die ihnen Mary vorbereitet hatte. Die nahmen sie mit was zu trinken mit aufs Zimmer. Sie saßen im Bett und fütterten sich gegenseitig. Erst als sie die Türklingel hörten trennten sie sich voneinander.
Sam ließ Castiel hinein und ließ die beiden alleine. Dean warf ihm noch einen sehnsüchtigen Blick hinterher, freute sich dann aber über den Besuch seines besten Freundes.
Der Jünger nutzte die Zeit um unter die Dusche zu springen und seine übrig gebliebenen Hausaufgaben zu machen. Dann ging er nach unten und setzte sich ans Klavier. Er hatte keine Lust auf was Klassisches und spielte daher was ihm gerade in den Sinn kam.
Als Mary nach Hause kam, half er ihr in der Küche. Cas verabschiedete sich gerade als John durch die Türe kam. „Hab ich ihn vertrieben?" fragte er leicht irritiert. „Nein Dad, er ist von der Schule direkt hierhergekommen, er wäre sowieso gefahren."
„Dann ist ja gut. Wo ist unser Patient?"
„Oben, soll ich ihn holen?" fragte Sam. „Nein, nein, ich mach schon. Bleib du hier und deck den Tisch."
Als John an Mary vorbeiging, klopfte sie ihn auf den Hintern. Sie hatte gleich durchschaut, dass er Sam ärgern wollte. Der hob im rausgehen die Schultern, drehte seinen Kopf und grinste sie an.
Mary schüttelte lächelnd den Kopf und sah zu Sam, der ganz in Gedanken versunken den Tisch herrichtete. „Hey mein Großer, alle in Ordnung?" fragte sie liebevoll.
„Ja klar Mum, alles klar. Brauchst du noch was?"
„Nein, alles fertig, sobald die zwei kommen können wir essen."
„Gut, hab schon mächtig Kohldampf."
„Habt ihr die Brote nicht gesehen?"
„Doch, alle weg", grinste Sam etwas verlegen.
In dem Moment kamen die restlichen Familienmitglieder hinein und alle setzten sich. Sam und Dean saßen so eng wie möglich beieinander, ohne dass sie auffielen. Immer wieder verirrte sich eine Hand des einen an den Körper des anderen.
John und Mary verkündeten nach dem Essen, dass sie noch eine Weile zu den Roberts, ihren Nachbarn, gehen würden. Da Dean noch krank geschrieben war, durfte er nicht weg, aber die Jungs hatten das Haus für sich und wollten gar nicht nach draußen.
Zufrieden kuschelten sie sich auf die Couch im Wohnzimmer und zappten durch das Fernsehprogramm. Dean hatte sämtliche Zierpölster hinter seinen Rücken gestopft und lehnte darauf während Sam zwischen seinen Beinen saß und sich an ihn kuschelte. Zwischendurch küssten sie sich immer wieder.
„Baby?" kam es leise von Dean.
„Hmm?"
„Ich will am Sonntag mit dir raus fahren. Irgendwohin wo wir alleine sind. Die kleine Lichtung im Wald, wo wir früher immer gespielt haben. Was meinst du?"
Sam drehte sich so, dass er in Deans Gesicht schauen konnte. „Klingt gut. Besonders das alleine sein", meinte er und grinste verschmitzt.
„Find ich auch. Ich will dich ganz für mich, da bin ich jetzt echt egoistisch."
„Dann haben wir schon was gemeinsam, ich teil dich nämlich auch nicht."
„Gut so, wird schon schwer genug mich nächste Woche in der Schule zurückzuhalten."
Sam sah weg und senkte den Blick. „Dean ich…"
„Nein Sam, so war das nicht gemeint. Auch wenn es alle wüssten könnte ich nicht immer das tun was ich wollte. Es ist okay das wir es erstmal für uns behalten. Ich muss mir dann einfach was einfallen lassen, wie ich zu dem komme was ich will."
„Dean!" rief Sam und wurde leicht rot. Der Blonde lachte fröhlich und zog den Jüngeren wieder zu sich zurück. Dann wurde er wieder ernst. „Sag mal, hast du schon mal, ich meine bist du noch…"
Sam hatte keine Ahnung was Dean ihn fragen wollte und sah ihn etwas verwirrt an.
Dean verfluchte sich gerade selbst, dass er damit angefangen hatte und versuchte aus der Sache wieder rauszukommen. „Ach was, nicht so wichtig, vergiss es."
„Was? Oh nein. Ich hab zwar keine Ahnung was du wissen willst, aber ich werd das jetzt ganz sicher nicht vergessen", antwortete Sam irritiert. Dann traf ihn plötzlich die Erkenntnis und er fing an zu lächeln.
„Du willst wissen ob ich noch Jungfrau bin!?"
Dean nickte.
„Und du willst nicht wissen, ob ich schon mit einer Frau geschlafen habe."
Jetzt schüttelte Dean einfach nur den Kopf.
„Du willst es wirklich wissen?" fragte er sicherheitshalber noch einmal nach.
„Ja Sam, ich muss es wissen. Es macht mich wahnsinnig es nicht zu wissen. Schon vorher wollt ich dich fragen, hatte aber keinen Grund dazu."
Der Große sah ihn in die Augen und sagte nur: „Ja, ich hab."
„Ja? Wann? Mit wem?" wollte Dean gleich noch wissen.
„Das ist doch egal. Ich hab mit einem Mann geschlafen, ich weiß wies geht und es ist schön. Wir haben uns ein paar Mal getroffen, von den Dates weißt du, es war aber für uns beide nichts Festes. Alles andere musst du doch nicht wissen. Ich will dich Babe, in nächster Zeit will ich dich auch ganz, mit allem drum und dran, aber noch nicht jetzt. Okay?"
Dean atmete tief durch und sah seinen Freund lange an. Dann nickte er zögernd.
Sam lächelte ihn aufmunternd an, zog ihn zu sich und sie küssten sich liebevoll.
