Kapitel 9: Das behinderte Training. (Die Überschrift gibts nur, da wir diesmal im Voraus wissen, worum es in dem Kapitel geht.)

[Author's Note: der Leser wird angewiesen dieses Kapitel mindestens 10 mal zu lesen, um Eragons Qual und die Entwicklung seiner Kräfte zu maximieren, ohne dass ich als Autor zu viel zu tun habe. Sonst geht euer Protagonist drauf.]

Eragon befand sich schon im Flug. Ohne Ruby zwar, denn er wurde mehr oder weniger von der letzten Szene durch Rubys absoluten Zauber rausgezerrt, um so schnell wie möglich zum Training zu kommen. Er hoffe bloß, dass der Zauber sicherstellte, dass er überlebte, um das Training ausführen zu können. Mit anderen Worten: dass er seinen Flug vorm Aufschlag bremste. Leider Gottes tat er das nicht, sondern der Schlammteich, in den er wie ein Komet reinraste. Platsch! Als er an die Luft paddelte, sah er, wie die ganzen Leute wie mit Schlamm übergossen aussahen.

„Eragon!", rief ein dicker, aber dennoch fantastischer Elf aus der Mitte. „Du bist eine Schande für die gesamte Story! Komm her, du Weichhirn, ich werde dir Manieren beibringen und dir für deine atemberaubende Dummheit furchtbar den Hintern versohlen!"

Der fantastische Elf wackelte auf seinen zwei unterschiedlichen Schuhen zu ihm rüber. Ein Schuh war eine pinke, alte, an allen Ecken und Enden abgerissene Pantoffel eines Schweinchens, der andere ein metallverstärkter Springerstiefel mit einem Loch für seinen stinkenden Zeh. Er zog Eragon mit seinem kleinen Finger aus dem Schlamm, denn er war so furchtbar stark, wie all die anderen wunderschönen Elfos. Keuchend und strampelnd hing Eragon herum und betrachtete von oben seinen Gegner.

„Ich soll dich am Leben lassen, deswegen nehme ich meine ungefährliche Waffe." Er zog seine Pantoffel aus und schlug Eragon damit 20 Meter in die Luft. Whamm! Als er wieder im Schlamm landete, erklärte der fantastische Elf:

„Das ist eine Lektion unserer Kultur. Wir sind stärker, schneller, klüger, schöner, reicher, mächtiger, intelligenter und besser, als all die anderen Spezien zusammen. Alle auf dieser Welt und im ganzen Universum. Wir sind die Rasse, die ein jeder Rollenspieler als erstes wählt, weil er der Beste sein will. Wir sind der erfundene Perfektionismus, den die Menschen immer erreichen wollen und mit dem sie sich so häufig, wie es nur geht, identifizieren. Wir haben die schwulsten Haare und die längsten Genitalien der Welt. Und wir sind unsterblich. Hast du das begriffen?"

„Ja, aber…" Eragon erhob sich keuchend aus dem Schlamm. „Das interessiert doch keine Sau! Ich lass mich lieber totschlagen, als mir deinen Müll anzuhören! Ich dachte, wir sind zum trainieren hier?"

Die Augen des fantastischen Elfes glühten feuerrot vor Wut. Er zog die Pantoffel wieder ans Bein und vollführte mit ihr einen Roundhousekick, mit dem er Eragon 50 Meter in die Luft kickte. Kapow! Als er wieder im Schlamm landete, stellte sich der dicke Elf vor ihn und plapperte weiter sein uninteressantes Zeug: „Wir sind die mega superduper ultra Version eines Menschen. Wir sind wie diese Konzernbosse. Wir können tun und lassen, was wir wollen, so viele Adjektive benutzen, sogar den Markt so oft mit Inflation fluten, wie wir wollen. Alles nur, weil wir die Nasen höher haben, als ihr! Kapiert?"

„Oh ja, kapiert." Eragon grinste schelmisch und erhob sich. „Dir ist hoffentlich klar, dass diese Frage nun einen Absatz gekostet hat?"

Der dicke Elf explodierte vor Wut. Badaboom! Der dümmliche unperfekte Mensch hatte ihn, einen fantastischen Elfen, verarscht! Dicke verarscht! Und um einen Absatz betrogen! Bei seiner Explosion traf der fantastische Elf mit seinen Extremitäten Eragon und jede Menge Zuschauer. Viele von ihnen starben, zum Beispiel der arme Zwerg zwischen den zwei Mülleimern, den eigentlich keiner kannte. Er wurde vom Springerstiefel getroffen und erleidete einen grausamen Tod durch Loch in Brust und nachfolgender Explosion seines Kopfes. Eragon überlebte, da er ja der Protagonist war, und genauso der unsterbliche Elf, da niemand ihn sterben sehen will, da er ja so toll ist. Also wurden seine Extremitäten durch kosmische Energien wieder zusammengefügt und er stand wieder vor Eragon, der im Matsch lag.

Eragon krümmte sich vor Schmerzen. Das war also die Pein des Lernens. Ach, er war sich sicher, der Autor hatte es ihm schlimmer gemacht, als es eigentlich sein musste. Seine Rippen waren gebrochen, seine Arme und Beine auch, aus ihm triefte Blut, wie aus einer Gießkanne, welcher man den Boden abgerissen hatte. Aber eins bereitete ihm Freude: wie dämlich der arrogante Elf nun aussah, nachdem das kosmische Dingsda ihn wieder zusammengesetzt hatte. Alles war verdreht, statt seiner Nase guckte der Daumen aus seinem Gesicht, anstelle seiner Nippel waren nun die Augen und sein dicker Bauch war nun die linke Pobacke, was zur Folge hatte, dass sie gegenüber der anderen ziemlich weit hinunter hing. Das war die Schläge wert. Kaum stand Eragon, ging er kichernd wieder zu Boden.

Natürlich war der fantastische Elf noch empörter, als vorher. Also explodierte er gleich nochmal, so wie er vor Wut kochte. Bäm! Wieder starben Zuschauer und wieder setzte sich der fantastische Elf wieder zusammen, diesmal noch verdrehter, als vorher. Ich fasse das beste, nicht perverse hier kurz zusammen: seine verschiedengroßen Arschbacken waren nun seine Nippel. Etwas enttäuscht über so wenig Herausforderung stellte sich der fantastische Elf mit der einen langen Brust vor Eragon.

„Warum hast du eigentlich keine Waffe?"

„Ich wurde hier eigentlich hergeschickt, um von jeder Menge Leuten verprügelt zu werden. Hätt nicht gedacht, dass ich mich wehren soll…"

„Nun, die habe ich mittlerweile alle ermordet. Und gegen mich haste eh keine Chance, nicht einmal, wenn du aus diesem Gekritzel n Crossover mit Starwars machst und eine Laser-Schere kriegst. Dafür sind wir Elfen viel zu Imba. Also kannst du ruhig auch eine Waffe ziehen."

„Hm. Ich hab hier mal eine normale Schere geklaut." Eragon zog die Waffe. „En Garde!"

Innerhalb eines undefinierbar kurzen Augenblickes zog der fantastische Elf seinen Pantoffel vom Bein mit dem anderen Bein, welches aus seinem Ohr rausguckte, und schlug Eragons Schere aus seiner Hand. Zok! Dann schlug er Eragon 120 Meter in die Luft. Kapow! Halb weinend schlug Eragon nun neben dem Matsch auf einem Stein auf und fluchte, dass er der Protagonist war und nicht einmal davon starb. Natürlich war er dem Tode nahe, aber so super, wie die Elfen sind, konnten sie ihn mit einem lustigen Zauber innerhalb eines undefinierbar kurzen Augenblicks wieder auf die Beine zaubern.

„Don't break my heart", sang der dicke Elf. „So, steh auf. Du dürftest nur noch Schmerzen verspüren, aber sonst wieder verprügelbar sein."

Eragon zog sich zitternd auf die Beine. Er wäre so glücklich, wenn jeder seiner blauen Flecken einen Absatz benötigen würde. Das ganze Training war verdammt anstrengend. Aber es waren nur noch dieser und zwei weitere Absätze. Wenn er sich nicht verzählt hatte. Und vor allen Dingen wenn der Autor sich nicht verzählt hatte! Jedenfalls musste er den hässlichen Elf mit der langen Brust nur noch kurz in ein Gespräch verwickeln. „Sag mal, wieso bist du nochmal so stark?", fragte er hoffnungsvoll.

„Na, weil wir die besten und intelligentesten und…"

„Die intelligentesten seid ihr nicht", erklärte Eragon schelmisch. „Hast du nicht mitgezählt? Du Idiot hast gerade die letzten beiden Absätze verschwendet."

!"§$_% [lustige, kleineren Absatz markierende Zeichenfolge]

Im hohen Bogen flog Eragon los. Zzzzzwap! Der dumme Elf hatte ihm wutentbrannt einen letzten Hieb verpasst und ihn 370 Meter in die Luft befördert, von wo er plötzlich die Richtung änderte, einmal durch den Wattenberg flog (na die Höhle, wo die Watten leben!) und schnurstracks auf einen leeren Theatersaal zusteuerte. Er krachte durch die Decke und schlug auf der Bühne ein. Dummerweise überlebte er es. Die nächste Aufgabe war Humor lernen, und sein Tutor war die vollbusige Na-salada. Sie war immer noch beleidigt und angepisst und Eragon wusste immer noch nicht warum. Aber ihr schien es zu gefallen, dass Eragon kein Gefühl mehr in seinen gebrochenen Extremitäten hatte und nicht aufstehen konnte. Also stöhnte er vom Boden aus:

„Hey Süße."

Dafür hatte sie nun gar kein Verständnis. Sie zog ihn am Kragen auf die Beine: „Du bist hier, um zu lernen, und nicht, um mich mit deinem schwulen Getue zu verführen! Du hast sowieso einen viel zu kleinen… Verstand! Verdammt, bist du dämlich! Also hör zu", fuhr sie fort, während er den Kopf senkte. So konnte er wunderbar ihrem Blick ausweichen und ihr währenddessen in ihre Augen sehen. „Ich werde dir jetzt einen Witz erzählen und du plapperst ihn nach, ok? Und dann in jedem Kapitel bei jeder Gelegenheit, damit du nicht so sterbenslangweilig bist. Und vielleicht wächst dann ja… dein Verstand."

„Der sicherlich nicht."

„OMG! Also. Hier der Witz: Liegen zwei Pizzen im Ofen. Sagt die eine: ‚Hilfe, ich verbrenne.' Sagt die andere: ‚Hilfe, eine sprechende Pizza.'"

Eragon lachte sich schlapp. Er kugelte über den Boden, halb lachend, halb sich vor Schmerzen krümmend, und konnte nicht aufhören. Total witzig! Hahahahaha! Da half es auch nicht, dass ihm Na-salada in den Bauch trat.

„Steh auf!", rief sie genervt und zog ihn erneut am Kragen hoch. „Und nun sprich ihn nach: Liegen zwei Pizzen im Ofen…"

„Liegen zwei… wie geht's weiter?"

„Zwei Pizzen."

„Zwei Pizzen", wiederholte er.

„Nochmal im ganzen Satz!"

„L… L… wie war das erste Wort?"

„Liegen!"

„Liegen vier Kisten-"

„Pizzen! Zwei Stück!"

„Liegen Pizzen zwei Stück… und wie geht's weiter?"

Na-salada schaute ihn mit offenem Mund an. „Bist du wirklich soooo blöd?"

„Oh ja, das bin ich", sagte Eragon charismatisch grinsend. „In meiner Charakterbeschreibung steht: ‚kurz vorm Start der Geschichte wurde ihm aus einem noch nicht ausgedachten Grund das Hirn durch das linke Ohr ausgesaugt.' Cool, nicht wahr?"

„Wir werden alle sterben", sagte Na-salada traurig. „Alle dachten, du wärest ein Ausnahme-Eragon. Denn all die anderen Eragons waren schon so seltendämlich. Dachten nur mit ihrem Genital. Aber waren auch alles Elfos, und da du keiner bist und nur ein kleines… wir dachten, du wärest klüger."

„Nix da."

„Versuchen wir es nochmal. Gehen zwei Skelette in eine Bar. Bestellt der eine: ‚Zwei Bier und einen Lappen zum Aufwischen.'"

Eragon kugelte sich vor Lachen über den Boden. Als er 3 Sekunden später den Witz wieder vergessen hatte, stand er erwartungsvoll vor Na-salada.

„Gehen zwei Skelette", sprach sie vor.

„Gehen fünf… äh… so Dinger…"

„Vergiss es! Du bist zu dämlich! Ah, warum muss ich ihn unterrichten?"

„Genau, warum denn überhaupt? Wenn du mich eh für schwul hälst…"

„Weil ich die witzigste Person im ganzen Wattenberg bin. Ist dir noch nicht aufgefallen, dass seitdem ich da bin, in jedem Kapitel mindestens ein Witz erzählt wird? Das ist, weil meine Familie mit komischen Krankheiten überhäuft ist. Mein Vater mit seinen Smileys und ich…"

„Ich dachte, weil der Autor keinen eigenen Humor mehr hat."

He, was soll denn das? Ich zeig euch, wie viel Humor ich hab: geht ne Frau zum Arzt… „Wie viele verdammte Absätze haben wir noch vor uns?", unterbrach mich ein Zwerg, der gerade um die Ecke sprang. „Ruby hat das absichtlich extra lang gemacht!"

„Na klar, weil ich total witzlos bin", erklärte Eragon. „Aber das ist schon der 30.. Tschüss!"

!"§$_% [lustige, kleineren Absatz markierende Zeichenfolge]

Eragon flog! Er winkte noch Na-saladas Augen zum Abschied, und Na-saladas.. hm. Ohren? ...winkten zurück. Dann sah er Ruby. Der Drache hing schon bereit in der Luft rum und Eragon kam seinem Rücken immer näher.

Oh nein, dachte er sich. Neeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeiiiin!

Eragon kam Rubys dekorativen Stachel am Rücken immer näher! Er wand sich in der Luft, um seinen Hintern zu retten, wedelte mit den Armen, um abzubremsen, aber nichts half. Und dann … Pflitsch. Bis zum Anschlag! Matt sank er auf Rubys Rücken zusammen.

Na, macht das nicht Spaß?, fragte Ruby. So fest, wie du drauf sitzt, kann ich die wildesten Manöver fliegen und du fällst nicht.

Eragon stöhnte. „Mein Hintern tut so weh... Kein Wunder, dass ich bisher kein Bock hatte auf dir zu Reiten."

Jaja. Wegen den Schürfwunden und so. Aber hey, jetzt da du fest montiert bist, wollen wir nicht bisschen fliegen?

„Ich hab Angst", weinte Eragon. „Tiefenangst nennt sich das. Du weißt doch, wenn die Gravitation zu stark ist und ich zu fest auf dir Sitze…"

Halt die Klappe. Ich fliege jetzt ein bisschen umher. Am besten ins All.

Eragon zuckte mit den Schultern. Ruby flog los durch das kleine Luftloch im Wattenberg und höher und höher. Durch Wolkendecke und Atmosphäre. Als die Luft dünner wurde, kam der Drache kaum noch hoch, egal, wie sehr er mit den Flügeln schlug oder wie toll er aussah.

Eragon, du musst jetzt einen Gang runter schalten.

„Was wohin schalten? Womit?"

Mit dem Schalthebel. Man, fährst du kein Auto? Schalt nen Gang runter, dass ich leichter hoch komme!

„Auto, heh? Denkst du, ich habe Geld für etwas, dass es auf dieser Welt nicht mal gibt? Wo ist der Schalthebel?"

Du sitzt auf ihm.

Eragon grummelte und schaute behindert aus der Wäsche. Das war so klar! Allmählich konnte er eine Struktur in seinem, wie er fand, nicht so lustigen Schicksal erkennen, zu dem er schon wieder gezwungen wurde. Er wackelte mit seinem Hintern hin und her. „Aaah. Oooh. Ist er drin? Uuh. Und jetzt?"

Jetzt hammas. Hey, fandest du das nicht angenehm?

„Ganz und gar nicht! Warum muss ich das ganze schwule Getue eigentlich mitmachen?"

Na, das hatten wir doch. Du bist der arme, vergewaltigte Protagonist. Das Ziel allen Spotts. Aber hey, ich habe etwas, dass dich aufheitert. Das findest du sicher angenehm! Riech!

Und Ruby furzte los. Prrrrt, prrt prrt prrrrrt. Fast wie ein Auto. Und dabei stieg er noch höher. Das war der Turbo-Gang. PrrrRRRrrrRRRrrrrT! Eragon wurde grün, so schlecht war ihm. Er kotzte links und rechts von Ruby alles, was er jemals gegessen hatte, wieder aus. Rubys Furz hatte etwas eigenartiges. Es stank nicht bloß nach Scheiße und faulen Eiern. Es hatte alles schlechte vereint: Mist aller Lebewesen, Kotze aller Lebewesen, ein paar gammelnden Leichen und ein Hauch verbannten Schimmeleiern. Immerhin war Ruby ein krasser megasuperduper Drache. Da musste alles besonders an ihm sein, sogar sein Furz. Noch nie zuvor in diesem Kapitel wollte Eragon so dringend sterben, wie jetzt gerade. Er wurde braun, gelb und weiß. Seine Knochen waren gebrochen und seine Nase wurde gerade weggeätzt. Zu allem Überfluss konnte er kaum noch atmen. Oh ja, wie kam das eigentlich?

Oh, hier im All gibt's wohl keine Luft! Was für eine Erkenntnis! Findest du nicht auch? Beeindruckend, was wir heute alles lernen, hm? Könnte uns nützlich sein, falls wir jemals gegen einen anderen Drachen kämpfen müssen. Also… niemals. Vielleicht ganz am Ende der Story, wenn wir es längst vergessen haben.

„Weißt du, was ich gelernt habe? Dass der Trottel doch ziemlich dämlich ist! Schau mal, er hat sich nun doch endlich verzählt! 21 Absätze! So ein Idiot! Mein Training ist vorbei! Zu Ende ist die Flugstuuuu…"

Eragon fiel mit irritiertem, offenem Mund aus dem All wieder Richtung Erde. Ruby schaute ihm von oben hinterher, wie er fiel. Im 1. Gang hatte der Drache keine Chance den Tölpel einzuholen. Als der Tölpel wiederum runter schaute, sah er eine Wolke. Sie war noch klitzeklein, wurde aber dafür schneller und schneller größer. Sehr viel schneller. Eragon raste schon gut auf sie zu. Er schluckte. Direkt unter der Wolke war der Wattenberg. Er schluckte tief. Tja, wer ist denn nun der Idiot? Aber du wolltest ja sterben. Also dann: frohes platschen!