Der
Flieger meines Vaters ging um sechs Uhr abends, am Sonntag, denn er
hatte am Montagmorgen einen wichtigen Termin.
Ich wollte natürlich
nicht, das er so bald wieder abreiste, aber natürlich führte
kein Weg daran vorbei.
"Wir sehen uns am Freitag ja wieder",
hatte er lächelnd gesagt und mich lange umarmt.
Natürlich-
und ich hatte die letzte Woche ja auch überstanden. Warum sollte
ich also die nächste und alle folgenden nicht überleben?
Hier
war ich sicher.
Es war so lieb von ihm gewesen. Mike einzuladen.
Ich hatte mich unendlich gefreut- auch wenn es mir durchaus klar gemacht hatte das draußen- außerhalb des Institutes- das Leben ganz normal weiter ging.
Auch
ohne mich.
Hanks Taxi fuhr davon und er winkte mir ein letztes Mal
durch die Seitenscheibe zu, dann knöchelte ich langsam ins Haus
zurück.
So in Gedanken wie ich war achtete ich nicht auf die Beine, die mir entgegen kamen. Auch der Besitzer eben jener Beine, die zu einem schnellen Spurt angesetzt hatten, dachte wohl gerade nicht daran, dass es ja auch Leute gab, die sich auf der Erde bewegten.
Er
stolperte über mich und landete mit einem dumpfen Schlag auf dem
Fußboden hinter mir.
Es war Bobby.
Schnell war er wieder
in der Hocke und so auf normaler Ebene zu mir.
Obwohl er sich wohl
selbst mehr verletzt hatte, als ich mich und sich das Kinn rieb,
fragte er besorgt, ob es mir gut ginge.
"Außer das du
mir beinah auf die Hand getreten bist, geht es mir fantastisch!",
knurrte ich.
"Es tut mir so leid" sagte er und sah mich
bittend an. Ich war mir nicht so sicher ob er sich für den Sturz
oder Freitag entschuldigte.
"Schon gut."
"Ich...du
bist kein Gorilla Jeanna- ich bin ein Idiot, OK?"
Ich
musterte ihn, wie er vor mir hockte und möglicherweise hatte er
damit sogar recht.
"Stimmt, wenn du so dasitzt irgendwie
schon-" antwortete ich und grinste.
Dann
ließ ich ihn auf dem Flur sitzen.
Soso, Mr. Drake wollte
sich doch tatsächlich bei mir entschuldigen, dachte ich
erstaunt.
Offensichtlich tat es ihm sogar außerordentlich
leid- Quatsch. Niemals- Der hatte das bestimmt nur gemacht, weil mein
Vater ihn am Freitag ordentlich zusammengefaltet hatte...
Rahne
sah auf, als ich ins Zimmer kam.
Sie büffelte offenbar über
einer Übersetzung, während sie auf ihrem Bett saß und
kaute auf einem Bleistift. Kein Wunder, die Abschlussprüfungen
waren ja nicht mehr allzu fern. Ich hatte noch nie geübt und in
diesem Jahr würde ich wohl auch ganz locker darum vorbeikommen,
weil ich sie nicht mit schreiben musste.
Besonders motiviert sah
Sinclair aber auch nicht aus.
"Homo homini deus aut lupus.",
las sie laut vor, "Was für Mist ist das denn?"
"Der
Mensch ist dem Menschen ein Gott oder Wolf", antwortete ich
grinsend.
"Ja, das weiß ich auch", sagte sie
missmutig."Ich frag mich echt, was die alle gegen Wölfe
haben.
Ich meine- immer sind die Wölfe die Bösen. Im
Märchen, in irgendwelchen schlauen Lateinarbeits-
Sprüchen.."
"Naja nicht immer- Denk nur an Romulus
und Remus, die wurden doch von einer Wölfin aufgezogen
worden..." sagte ich und hüpfte an die Decke um zu Rahnes
Bett herüber zu laufen und ihr über die Schulter zu
schauen.
"Aber du hast schon recht, die Menschen hatten wohl
ziemlich viel Angst vor Wölfen. Wohl, weil der eine oder andere
Verwandte von dir, ihnen ihre Nahrungsgrundlage gerissen hat. Das war
damals ziemlich schlimm. Deswegen haben sie die Wölfe ja auch
fast ausgerottet."
"Leider..." Rahne
seufzte.
"Kennst du Julie von den Wölfen? (Julie of the
Wolves-nique)", fragte ich.
Sie schüttelte den
Kopf.
"Ein wirklich wundervolles Buch über ein Mädchen,
das in ein Wolfsrudel aufgenommen wird. Ich glaube, wir haben das in
unserer Biblothek- Wenn nicht, frage ich Mike, ob er es mir
schickt."
"Tatsächlich? Es hört sich ziemlich
spannend an."
"Ist es, darauf kannst du dich
verlassen...und wirklich Pro-Wolf."
Sie sah erschrocken auf
die Uhr.
"Mist! ich wollte doch noch Moira anrufen!"
Schnell
sprang sie auf und rannte aus dem Raum.
Ich
seufzte und sah den Computer an.
Sollte ich es wagen und mal
meine E-Mails checken?
Klar, warum nicht.
Irgendwann musste
ich mich ja wohl mal der ganzen Sache stellen.
Ich ging zu meinem
Gerüst herüber und schaltete den Rechner an. Auf meinem
Schreibtisch lag noch eine halbe Tüte Schockoriegel, die mir
mein Vater mitgebracht hatte..
Während der Computer
langsam hochbootete, riss ich einen auf und schob ihn in den
Mund.
Ich öffnete den Firefox und loggte mich in meinen
Account ein.
Es war übel, aber nicht ganz so schrecklich wie
ich erwartet hatte.
227 ungelesene E-Mails.
Etwa die Hälfte
war der übliche Spam.
Werbung für Penisverlängerungen
und Bettelbriefe.
Werden sie kahl?
Haarwuchsmittel-Werbung.
Sehr sinnig, dachte ich beinahe amüsiert.
Wohl
eher nicht. Ein Teil von mir überlegte, ob ich die E-Mail dezent
an Professor Xavier weiterleiten sollte.
Aber das wäre wohl
ziemlich gemein und dumm obendrein- Bestimmt würde ich dann mal
wieder so ein nettes Gespräch in seinem Büro führen
dürfen.
Etwa zehn E-Mails von Leah. Alle mit so sinnigen
Titeln wie: Wo steckst du nur? Was ist los? Lebst du noch?
Ich
klickte einige an und las- der Tenor war natürlich der
selbe.
Wir machen uns sorge, bitte melde dich.
Die letzte
E-Mail von ihr stammte vom 3 Mai 2005.
Ich ging auf den Antworten
Button und begann zu schreiben.
Liebe Leah, es tut mir leid,
dass ich mich nicht melden konnte...
Mein Kopf war eine
breiige Masse.
Mir fiel nicht ein, wie ich hätte schreiben
sollen, was mir passiert war.
Ich machte ungefähr zehn
Anläufe.
Alles klang seltsam, unglaubwürdig und völlig
blöd.
Hallo Leah, ich konnte mich leider nicht melden,
weil ich zu einen blauen, haarigen Monster mutiert bin, cool was?
So
ging das nicht.
Ein weiterer Schokoladenriegel musste dran
glauben.
Wenn Leah online wäre...vielleicht wäre es
leichter, sie über einen Messenger zu kontaktieren?
Die
Chancen standen nicht schlecht, immerhin spielte sie bestimmt gerade
ihr tolles Online-Rollenspiel. Es war ja schließlich
Sonntagabend.
Kurzerhand lud ich mir die neuste Version des MSN-
Messengers herunter.
Ganz sicher, ob das gegen die Schulordnung
verstieß, war ich zwar nicht- aber es funktionierte.
Ich
musste nicht einmal die Firewall manipulieren.
Ich loggte mich
ein.
Mein Display Name war noch der, den ich mir gegeben hatte,
als meine Mutter gestorben war.
In silent moments Imagine youd
be here.
Jetzt erschien er mir als wenig passend.
Ich
änderte den Namen in das erste was mir in den Sinn kam.
Cookie
Monster
Grinsend schob ich mir den nächsten Riegel in den
Mund.
Naja der Typ war ja auch blau.
Und zumindest war es ein
süßes blaues Monster.
Als ich klein war hatte ich die
Sesamstraße immer geliebt. Grover war zwar ganz niedlich aber
für meinen Geschmack zu nervig.
Zu meiner Enttäuschung
war niemand online, den ich kannte- oder vielleicht hatten sie mich
alle mittlerweile aus der Kontaktliste geworfen?
Möglich wäre es.
Ich wollte den Messenger gerade wieder
schliessen, als ein Name in der Liste aufleuchtete.
Ein kurzer
Blick auf die Email und ich war mir ziemlich sicher.
Es war
Leah.
Mein Herz klopfte
Rahne kam gerade wieder in den Raum.
Ich drehte mich nicht um, sondern öffnete ein Fenster zu meiner
alten Freundin.
cookie monster - sup?
Eowyn -Hu?
Wer bist denn du?
cookie monster- dreimal darfst du
raten...
Anscheindend checkte sie meine E-Mail Adresse
Eowyn
-Jeanna!?!
cookie monster -yupyup
Schrieb ich
möglichst lässig zurück.
Wie gut, dass sie nicht
sehen konnte, wie aufgeregt ich war.
Es war sowieso gut, dass sie mich nicht sehen konnte. Denn ich vermutete, dass sie es ziemlich irritierend finden würde, das ich Kopfüber über meiner Tastatur hing-davon ab, dass ich ja so blau und befellt wie mein Nick war.
Eowyn-Wo hast
du nur gesteckt, Jeanny? Seit Wochen versuchen wir herauszufinden, wo
du bist und wie es dir geht...was sag ich seit Monaten
cookie
monster-Ich weiß...:/Bei mir ist alles- naja in Ordnung
nicht so recht, aber ich konnte mich nicht melden, weil-
Vielleicht war es doch eine dumme Idee, es ausgerechnet mit ' nem Messenger zu machen. Andererseits alles war irgendwie blöd
Eowyn-Weil? Verdammt, wir wollten schon euren Garten von der Polizei umgraben lassen...
Der arme Mike. Da verlor er Frau und Stieftochter und meine Freunde vermuteten so was--jaja dachte ich bei mir, Mike ist ja auch der Typ der Kinder im Garten vergräbt. Er ist Psychologe verdammt- andererseits hatten Lea und ich gemeinsam heimlich das Schweigen der Lämmer und eine Millionen verbotene Filme ab sechzehn und achtzehn gesehen- vielleicht hatte sie an Hannibal Lector gedacht?
cookie monster-Naja weil, mir ist was ziemlich Verrücktes passiert weisst du-Ich habe quasi zwei Monate im Koma gelegen..Das war zwar wohl nicht ganz richtig, aber für mich hatte es sich so an gefühlt und es war wohl eine ziemlich gute Erklärung.
Eowyn-Mein Gott Jeanny, hattest du einen Unfall? Warum erzählt denn Dein blöder Stiefvater nicht, was los ist? Bist du jetzt wieder in Ordnung?
Ich schluckte. Wie sollte ich jetzt weiterschreiben?
Ihr sagen...?
cookie monster- Geht so...nein ich hatte
keinen Unfall, Ich bin einfach irgendwann umgefallen, sozusagen. Ich
bin deswegen jetzt in einem Internat, oben in Westchester.
Eowyn-Ich hab dir doch gesagt, dass irgendwas nicht mit dir stimmt. Mit deinen Kopfschmerzen und alles-Aber...aber du wirst wieder gesund oder?
Ich holte tief Luft und schrieb.
cookie monster-Ich bin nicht krank.
Ich konnte das nicht schreiben. Ich wusste
nicht wie.
Eowyn-Du sprichst mal wieder in Rätseln,
Jeanna. Ich begreif grad gar nichts mehr...
OK, wenn das nicht
ging vielleicht sollte ich es anders herum versuchen.
cookie
monster-Gib mir einfach Zeit, es ist ziemlich kompliziert.
Weißt
du was?Ich weiß jetzt endlich wer mein wirklicher, richtiger
Vater ist...
Wenn sie wusste, wer mein Vater war, würde sie sich vielleicht selbst zusammenreimen können...
Eowyn-Das
ist ja echt ne Bombe! Wie ist er denn so, dein Dad?
Ich dachte an
meinen Vater und musste unwillkürlich lächeln.
cookie
monster-Toll, der Beste den ich mir hätte wünschen
können, Lee.
Eowyn-Ok, und warum hat deine Mutter
daraus so einen Bahnhof gemacht, wenn er so nett ist? Ich blick das
nicht.
Tja, dachte ich traurig, wenn ich es nur verstehen
würde.
Jetzt, wo ich wusste, wie nett er war und alles, fiel
es mir schwer nachzuvollziehen, warum meine Mutter so gemein gewesen
war.
Ich versuchte diplomatisch zu bleiben.
cookie
monster-Naja, er steht ziemlich in der Öffentlichkeit. Ich
glaube ihr war sein Äußeres ein bisschen
peinlich...
Eowyn-Meinst du er ist sowas wie ein
Filmstar?Berühmt?Mann, du Socke, warum drückst du dich
immer so gestelzt aus?
Liebe Gute Leah. Ich merkte, wie sehr
ich sie vermisste.
Wir kannten uns seit dem Kindergarten.
Die
verträumte, sportliche Leah und die altkluge Jeanna.
Die
letzten Sommerferien hatten wir fast ausschließlich mit Skates
an den Füßen verbracht und zusammen mit Sue die ganzen
Animefilmchen angesehen, die sie so liebte.
Solange bis mir die
Augen brannten und ich in japanisch träumte.
Wir hatten das
Baumhaus von Sues Brüdern, die nun aufs College gingen zu
unserem Clubhaus umgebaut.
Nachts waren wir zum See gefahren
und hatten zu dritt im Mondschein gebadet. Der See war wie verzaubert
gewesen und auch wir dachten, wir seien kleine Hexen. Bis die großen
Jungs auf der anderen Seite des Sees herumgebrüllt hatten und
ihren Ghettoblaster auf volle Lautstärke gestellt hatten.
Wir,
das heißt eigentlich ich, hatte Joshis Computer vervirt und ihn
über Leahs Rechner gesteuert, was den armen Joshua fast in den
Wahnsinn getrieben hatte und Leah dazu, sich vor Lachen beinah in die
Hose zu machen.
Leah hatte mich gedeckt, als ich in der fünften
meinen Direktor fast umgebracht hätte, weil ich ihm beinahe
einen Kreisel auf den Kopf geschmissen hatte.
Zugegeben, es war
eine ziemlich dämliche Idee gewesen, einen Brummkreisel aus dem
zweiten Stock zu werfen, nur um zu sehen ob man die Geschwindigkeit
noch erhöhen konnte.
Im Winter hatten wir an den Stricknadeln
meiner Mutter-und in ihrem guten Foduetopf- versucht Marshmellos zu
rösten.Leider waren wir nicht auf die Idee gekommen zu prüfen
ob sie hitzeresistent waren.
Und Feuer machen war natürlich
auch strengstens verboten.
Wir schrieben seid letztem Jahr ein
Briefetagebuch...eigentlich drei, die wir untereinander austauschten.
Die beide hatten mich so lieb unterstützt, als es meiner
Mutter so schlecht gegangen war und meine Tränen getrocknet,
wenn es sonst keiner tat.
Sie hatte es verdient die Wahrheit
zu erfahren.
Eowyn-sag schon...ich sterbe vor
Neugierde.
cookie monster-naja auf diese Weise ist er nicht berühmt, jedenfalls kein Filmstar...
Eowyn-Ist
er etwa Sänger? Lass mich raten- Alice Cooper...ne das wär
bestimmt nichts für deine Mom...LOL sag jetzt nicht, das Elton
John oderso dein Dad ist.
cookie monster-Spinnbacke!
wie kommst du denn gerade auf Elton?Ausserdem ist der schwul-du bist
doch die Expertin für sowas..Nein Kein Sänger, er ist
Politiker..
Eowyn- :( son oller Sack von der Regierung etwa?EEEK!
cookie monster-Er ist kein alter Sack! Aber ja, er ist bei der Regierung. Sagt dir der Name Hank McCoy was?
Ich hielt buchstäblich den Atem an. Jetzt sollte der Groschen doch fallen, oder?
Eowyn-Hmmm das sagt mir garnix, die sehn doch sowieso alle gleich aus...wasn mit dem, das deine Mutter deswegen son Aufriss gemacht hat?
„OH NEIN!" Ich stöhnte
und schlug mir mit der Flachen Hand so heftig ins Gesicht, das ich
mir fast meine Brille zerlegte.Wie konnte man so politisch ungebildet
sein?
Sie kannte die Charts auswendig und jedes halbwegs berühmte
Hollywoodsternchen. Sie konnte sogar den halben Herrn der Ringe
zitieren, aber so etwas? Das ging an ihr total vorbei.
Verdammt,
mein Vater war ja nicht irgend ein armseeliger Wurm aus der letzten
Bank, den keiner kannte, sondern Minister!
Vielleicht würde
es helfen, wenn sie ein Foto sehen würde, überlegte ich.
Dann hätte dieser Eiertanz zumindest endlich ein Ende.
Also
googelte ich nach einem Foto von Hank.
Ich hatte anscheinend recht
gehabt die meisten waren im Nachhinein gehübscht worden.
Auf
nahezu allen Foto hatte er einen geschlossenen Mund und die Krallen
waren dezent retuschiert.
Aber jetzt war es ja eigentlich
irrelevant. Ich wollte sie ja auch gar nicht zusätzlich
schocken. Nur klar machen, was sie erwarte würde.
Ich fand
schließlich ein- in meinen Augen-schönes Foto von ihm.
Es
stammte wohl aus einer Illlustrierten. Auf alle Fälle war es
ziemlich hochglanz-mäßig und professionell.
Er sah
stark und würdevoll aus, trug einen dunkel bordauxfarbenden
Maßanzug und lehnte gegen einen antiken Schreibtisch. Im
Hintergrund ein großes Sprossenfenster.
Das Foto sah beinah
so aus, als wäre es im Institut aufgenommen.
Ich merkte in
diesem Moment das sich meine Wahrnehmung verändert hatte.
Ich
fand ihn wirklich hübsch auf dem Foto.
Wie hatte ich mich
jemals fürchten können?
Oder war es, weil ich ihn jetzt
so gut kannte.?.
Weil ich selbst nun so war und wusste, dass er
ja eigentlich ein ganz normaler Mann war?
Um so mehr war ich
geschockt von Leahs Antwort.
Eowyn-Wasndas?o.O
Ich
schluckte.
cookie monster-Du meinst wohl wer, Lee. Das ist
mein Vater!
Eowyn-Na, das erklärt zumindest warum deine Ma
nicht wollte, das du es weißt!!!Aber das ist jetzt ein
schlechter Scherz oder?
cookie monster-Nein, es ist kein Scherz.
Eowyn-Outch, das ist ja echt Krass.
Ziemlich überraschend.
Ich meine, deine Mom und dieses
Tier...Das ist ja wie Linda Hamilton und Ron Perlman in-
cookie monster-Pardon, du hast sie wohl nicht mehr alle! Er ist definitiv kein Tier!
Wie sollte ich je klar kommen, wenn alle so dachten?
Eowyn-Echt jetzt, dein Dad ist wirklich in
den Po gekniffen oder?
cookie monster - Ohne Menschen mit
ihren blöden Vorurteilen, wäre es einfacher...
Eowyn-Naja, du kannst ja eigentlich nur froh sein, das es nicht erblich ist LOL!
Das
war zu viel. Definitv
Ich schaltete den Rechner im laufendem
Zustand aus, holte Schwung und ließ mich auf mein Bett
fallen.
Verzweifelt versteckte ich meinen Kopf unter meinem
Kopfkissen heulte hemmungslos.
Warum hatte ausgerechnet mir
sowas passieren müssen? Konnte nicht Leah sowas passieren?
Sie
hätte es echt verdient, in eine matschige Kröte zu
mutieren.
Warum war ich nicht wenigstens Telepatin, wie diese
andere Jean?
Sie würde Morgen früh aufwachen und
denken, sie sei ein rosafarbender Elefant oderso.
Irgendwas super
gemeines.
Nur für den dämmlichen Text.
Jemand
streichelte sanft meinen Nacken.
Aggressiv fuhr ich herum und
umfasste Rahnes Handgelenke.
Erschrocken wurde sie ebenfalls
fellig.
"Was soll das?", schrie ich sie an.
"Ich
dachte nur...ich dachte du könntest das gebrauchen..." Sie
sah mich mit großen grünen Augen an und wurde wieder ein
zerbrechliches rothaariges Mädchen.
"Mach so etwas
lieber nicht noch mal, ich kann für meine Reflexe nicht
garantieren!", knurrte ich sie an.
"Was ist denn
passiert?"
Ich umklammerte mein Kissen und nahm eine
Embryohaltung ein.
"Ich habe gerade versucht, meiner ältesten
und besten Freundin zu erklären, was mit mir passiert ist- Sie
hat nichts verstanden!", schluchzte ich.
"Es ist ja auch nicht so leicht, so etwas zu begreifen..", antwortete Rahne leise und sah verstohlen auf meine Familienfotos
