Consequences of Meddling With Time

by beaweasley2

Chapter 9

SUMMARY: SSHG; DH-compliant. EWE? Hermione Granger wird ein Zeitumkehrer in die Hand gedrückt und die Anweisung erteilt, diesen zu benutzen. Lediglich – die Nutzung eines Zeitumkehrers kann ein klein wenig heikel sein, falls man ihn nicht korrekt verwendet: Ein Fehler, der beim Zählen unterläuft, oder ein Abrutschen der Finger können den Benutzer außerplanmäßig springen lassen, und folglich könnte sie ihre Zeitachse versehentlich verändern. Und als ein solcher Unfall geschieht, verwendet Severus Snape Hermiones Zeitumkehrer, um ein entsetzliches Unrecht wiedergutzumachen. Allerdings ist es sein jüngeres Selbst, der zu der Person wird, die sicherstellen muss, dass der Lauf der Geschichte nicht verändert wird.

DISCLAIMER: Nicht meins. Ich borge sie mir nur für eine Weile aus. Und ich verspreche, sie zurückzustellen, wenn ich fertig bin. Oh, nee, auch keine Knete – nur aus Spaß an der Freud'.

RATED: NC17

GENRES: Romance, Time Turner

WARNINGS: Character Death, Violence

TRANSLATION: AleaThoron

A/A: Ich möchte gern EverMystique eine dicke fette Umarmung als Dankeschön schenken, dafür, dass sie das hier durchkämmt hat, um auf meine zahlreichen Fehler hinzuweisen und mir zu helfen, diese Story für die Leser präsentabel zu machen. Du bist die Beste! Danke!

beaweasley2


Kapitel 9

Hermione traf in dem kleinen Klassenraum ein und bemerkte unvermittelt, dass sie nicht allein war. „Schulleiter!", rief sie aus, während sie schockiert einen Schritt zurücktrat und sich herumdrehte, um verwirrt den Blick auf den unbekannten Mann, der am Schreibtisch saß, zu richten. „Wer? Was? Hallo."

„Hallo, Miss Granger", sagte Dumbledore, in einem bequemen Chintz-Sessel mit seinen Ellbogen auf den Armlehnen und mit seinen Händen miteinander verflochten am Ende genau desselben Tisches sitzend, den sie und Severus benutzt hatten. Es überstieg ihr Vorstellungsvermögen; es schien so, als wäre dies erst gestern gewesen, doch in Wirklichkeit war es vor zwanzig Jahren gewesen. „Um Ihnen eine Antwort zu geben … dies ist Mr. Cronus Latimer, der Erfinder des Zeit-Apparates, den Sie gegenwärtig benutzen." Der Mann, der ihr gegenüber am Tisch saß, nickte höflich, während Dumbledore fortfuhr. „Hinsichtlich dieser Angelegenheit – ich bin darauf aufmerksam geworden, dass es irgendein Problem mit dem Gerät zu geben scheint oder Sie Ihre Instruktionen dahingehend vergessen haben, wie man es ordnungsgemäß verwendet, da Sie anscheinend die Erfahrung einiger Fehlkalkulationen gemacht und ein paar waghalsige Abenteuer in der Zeit erlebt haben."

Hermione bemerkte, dass seine blauen Augen nicht das übliche schalkhafte Funkeln besaßen, und er sie eher streng betrachtete. „Setzen Sie sich", sagte er und deutete auf den hölzernen Sessel gegenüber von Mr. Latimer. „Wir warten darauf, dass Professor Snape seinen Unterricht beendet, damit er sich uns anschließen kann."

Hermione schluckte nervös, als sie ihre Tasche fallenließ und sich in den angebotenen Sessel setzte. Mr. Latimer hatte ein geöffnetes Journal vor sich, sowie ein kleines Tintenfass und einen Federkiel.

„Darf ich den Zeitumkehrer sehen, Miss Granger?", fragte Mr. Latimer, während er seine Hand in ihre Richtung ausstreckte. Er hatte einen eigentümlichen Stoff über seine Hand drapiert, der aussah, als wäre er aus Wasser gemacht, jedoch so schwarz wie die Nacht war.

Hermione nickte, während sie den Zeitumkehrer abnahm und ihn auf den Stoff legte. Das Gewebe schien beim Kontakt mit dem Gerät mit Ringen aus sich kräuselnden kleinen Wellen zu schimmern. Mr. Latimer untersuchte das Gerät sorgfältig. „Es ist dasselbe wie vorher, Albus. Es wurde übermäßig beansprucht – oder sollte ich sagen – bis an den Rand seines Leistungsvermögens strapaziert."

„Glaubst du, dass damit der Umfang seiner Leistungsfähigkeit erreicht ist, Cronus?", fragte Dumbledore, während er sich nach vorn lehnte, um das Gerät ebenfalls zu begutachten.

„Wie weit sind Sie in der Zeit zurückgegangen, junge Dame?", fragte Mr. Latimer.

„Ich bin mir nicht genau sicher, Sir", gestand Hermione ein. „Ich habe keine wirkliche Vergleichsbasis."

„Ich glaube, dass Professor Snape mir zu verstehen gab, dass sie bis ins Jahr 1976 zurücksprang", sagte Dumbledore. Er drehte sich herum, um seinen Blick auf Hermione zu richten. „Sie werden mir gegenüber offen und ehrlich sein, junge Dame. Ich erwarte von Ihnen, dass Sie mir die Wahrheit sagen und nichts zurückhalten. Wie hat Severus Sie behandelt? Was haben Sie gemacht?"

Mr. Latimer betrachtete den Schulleiter erstaunt, dann Hermione. Er nahm seinen Federkiel auf und begann, eine arithmantische Gleichung aufzuschreiben.

„Er war nett zu mir", antwortete sie dem Schulleiter unverzüglich, während sie Mr. Latimer mit großem Interesse beobachtete.

„Führen Sie das weiter aus. Wurden Sie gesehen? Worüber haben Sie diskutiert? Was taten Sie, und war er in irgendeiner Hinsicht ungehörig Ihnen gegenüber?"

„Niemals!" Hermione schaute auf und rang bei den Fragen, die der Schulleiter stellte, nach Luft. „Ich meine, nein, Sir, er war nicht ungehörig. Er brachte mir Bücher aus der Bibliothek, und manchmal haben wir darüber diskutiert. Wir brauten Zaubertränke – Heiltränke und einige von seinen eigenen. Wir übten Zaubersprüche, größtenteils solche, von denen Severus sagte, sie entsprächen meiner Jahrgangsstufe." Eine von Dumbledores Augenbrauen wölbte sich bei dieser Bemerkung. „Okay, nicht alle vielleicht, aber nichts, wozu ich nicht in der Lage war."

„Das ist nicht sehr beruhigend, da ich mir nur allzu bewusst bin, dass Sie zu Zaubersprüchen weit über Ihrem Altersniveau fähig sind. Sie werden durch Madam Pomfrey auf Auszehrung Ihres magischen Kerns untersucht werden, oder Anzeichen von magischen Stress", sagte Dumbledore in einem glatten, flachen Ton, während er sie aufmerksam hinsichtlich Anzeichen von Täuschung beobachtete. „Wurden Sie gesehen?"

„Nein, das glaube ich nicht. Es gab eine Situation, als ich beinahe gesehen wurde, wie ich das Badezimmer der Jungen verlassen habe", gab sie zu, verspürte dann jedoch rasch das Bedürfnis, genauere Einzelheiten auszuführen. „Aber ich bin mir sicher, dass der Kerl mich nicht sah – Severus hatte mich Desillusioniert. Severus würde mich wirklich spät nachts hereinschmuggeln, damit ich duschen könnte. Er hat immer einen Beachte-Mich-Nicht-Zauber verwendet und mich Desillusioniert, wenn er dies tat. Es gab nur dieses eine Mal, dass Avery in den Duschraum kam, bevor ich fertig war, aber Severus sagte ihm, dass ich die Maulende Myrte wäre, und das schien seine Neugier zufriedenzustellen. Aber das ist alles, woran ich mich erinnern kann."

Mr. Latimer legte das auf dem Stoff liegende Gerät von Hermione behutsam auf den Tisch. „Dies hier ist mein Prototyp", sagte er, als er ein kleines Kästchen aus seinen Roben zog und es öffnete. Er zog einen weiteren Zeitumkehrer aus dem Kästchen heraus. „Es ist ein unfertiges Stück, aber die Ringe sind komplett. Wenn Sie bitte für mich demonstrieren würden, wie Sie die Ringe für Ihren Sprung zurück in der Zeit eingestellt haben", sagte er, während er das Gerät in ihre Richtung schob.

„Ich bin mir nicht sicher, dass ich das kann. Ich meine, ich kann approximieren", sagte sie, nahm das Teil entgegen und musterte es.

„Versuchen Sie es, Miss Granger", sagte der Schulleiter nachdrücklich.

Als ein Mensch, der niemals jemand gewesen war, der die Erwartungen anderer enttäuschen wollte, versuchte Hermione, die Ringe derartig zu justieren, wie sie sich daran erinnerte, sie eingestellt zu haben, wobei sie sich damit abquälte, die Runen ganz akkurat auszurichten. „Ich kann mir nicht sicher sein, aber ich denke, dass dies so richtig ist", sagte sie, als sie das Gerät zurückgab. „Ich war nach Alten Runen im Korridor in der Nähe des Fensters mit der Weide, und ich habe versucht zu vermeiden, von hinten angerempelt zu werden – das ist, was dieses Mal geschah."

„Und das ist also der Umstand, wie Sie Severus Snape begegnet sind, als er hier Schüler war?", fragte Dumbledore.

Sie spürte, wie ihr Gesicht vor Verlegenheit brannte. „Na ja, nein, bei meinem ersten Sprung sah ich einen Professor Snape, der mich nicht wiedererkannte. Er nahm mich mit zu seinem Büro, um mich ins Verhör zu nehmen, aber es gab eine Störung, und er warnte mich, mich nicht vom Fleck rühren. Ich war verängstigt und versuchte, in meine Zeit zurückzukehren, aber stattdessen sprang ich weiter in der Zeit zurück. Das war der Zeitpunkt, an dem ich den jüngeren Severus Snape traf. Er wusste, wer ich war und versteckte mich – beide Male."

Dumbledore deutete mit seinem Finger auf die Kalkulationen, die Mr. Latimer niederschrieb. „Professor Snape begann im Jahre 1981, hier zu unterrichten", erzählte er Mr. Latimer. Er wandte seinen festen Blick auf Hermione. „Wie alt, würden Sie sagen, war Severus, Miss Granger?"

Hermione starrte auf die Wand, während sie versuchte, sich daran zu erinnern, an wie alt er gewirkt hatte. „Beim ersten Sprung sah er wie zwanzig oder möglicherweise ein wenig älter aus. Bei den anderen Malen befand er sich in seiner N.E.W.T.s-Lehrstufe – im sechsten oder siebten Jahr. Er war wirklich schlau und las immer die Bücher für Fortgeschrittene."

Mr. Latimer schrieb einige Worte in sein Journal nieder, kontrollierte das Gerät abermals und verfasste ein paar mehr Anmerkungen. „Also unternahmen Sie einen zweiten Sprung zurück in der Zeit, anstatt zu Ihrer eigenen Zeit zurückzukehren?"

„Nur beim ersten Mal. Das zweite Mal sprang ich direkt in die Zeit zurück, als Severus hier Schüler war", erklärte Hermione, musste dann jedoch akkurater darlegen, an welche Details sie sich erinnern konnte.

„Sehr interessant … siebzehn Jahre", sagte Mr. Latimer und nahm einige Berechnungen in seinem Journal vor. Er schaute mit einem nachdenklichen, jedoch geistesabwesenden Gesichtsausdruck zum Schulleiter auf. „Ich hätte gedacht, dass Miss Granger bei ihrem ersten Mal zwei Sprünge über jeweils zehn Jahre absolviert hätte, Albus, und einen Sprung über zwanzig Jahre beim zweiten Mal, nicht siebzehn. Allein – die Einstellungen, die sie mir gezeigt hat, stimmen nicht mit zwanzig Jahren überein, es sieht eher wie …" Er überprüfte seine Berechnungen. „Acht Jahre aus oder so. Achteinhalb." Er sah zu Hermione auf. „Wiederholen Sie schon mal Tage, Miss Granger?"

Hermione spürte, wie ihr Gesicht warm wurde, und sie senkte ihren Kopf. Sie schaute von unten durch ihre Ponyfransen hindurch zu ihm auf und nickte. „Hin und wieder, einmal oder zweimal, aber nur, wenn ich in all meinen Fächern gleichzeitig Aufsätze zu schreiben hatte."

„Als Sie die Sprünge zurück in der Zeit machten, in die siebziger Jahre zurückgingen – in welchem Zustand befand sich der Zeitumkehrer danach? Schaute er so aus, wie er jetzt aussieht?", fragte Mr. Latimer, während er das zweite Gerät auf den Schreibtisch legte und ihren Zeitumkehrer zwischen sie beide schob.

Hermione betrachtete die Sandkörner im Stundenglas und nickte. „Ja. Er war heiß und die Sandkörner sahen wie diese hier aus, eher wie Glasscherben, nicht unbedingt flüssig, aber flüssiger als der opaleszierende weiße Sand, wie er normalerweise aussieht. Als ich in der Zeit zurückging, legte Severus den Zeitumkehrer in ein blaues Kästchen, das mit irgendeiner Art Stoff ausgefüttert war, ähnlich dem, was Sie da haben", sagte sie mit einem kurzen Vorstrecken ihres Kinns.

Mr. Latimer lächelte und wandte sich Dumbledore zu. „Wenn dies unser Kästchen ist, dann sollte es in Ordnung sein." Er betrachtete sie beide und schaute dann auf seine Anmerkungen zurück. „Albus, wenn sie so weit zurücksprang, wie sie eingestanden und das Kästchen für eine Woche benutzt hat, bevor sie abermals sprang … das dürfte genügend Zeit sein."

„Miss Granger, wie lange waren Sie bei Master Snape in der Vergangenheit?", fragte Dumbledore, während Mr. Latimer seinem Journal ein paar Kommentare hinzufügte.

„Das erste Mal eine Woche; dieses letzte Mal – zwei Wochen oder so, Sir", erklärte sie. „Er ist schwer zu sagen, da ich die ganze Zeit in dem Raum einpfercht war."

„Ich verstehe nicht – wie lange setzte er Sie in seinem Büro fest, als Sie den jüngeren Professor Snape trafen?", fragte Mr. Latimer.

„Nur wenige Minuten. Ich aktivierte den Zeitumkehrer, sobald er sein Büro verließ", sagte Hermione, als sich bewusst wurde, dass er sie missverstand. „Bei dem damaligen Sprung blieb ich eine Woche bei Severus Snape – als er hier Schüler war. Dieses Mal blieb ich zwei Wochen bei ihm."

„Dieses Mal? Es gab ein anderes Mal?" Mr. Latimer blätterte durch sein Journal, mit einer voller Verwirrung in Falten gelegten Stirn. „Du sagtest, dass sie letztes Mal nur eine Woche gegangen war, als sie falsch kalkuliert hatte, und dieser Sprung – wann hat sich dieser andere Sprung zurück ereignet?"

Die Tür öffnete sich und jedermann drehte sich herum, um Professor Snape hereinkommen zu sehen, dessen schwarze Roben hinter ihm her wogten, während er sich dem Tisch näherte, und sich die Tür eigenständig hinter ihm schloss. „Ah, Severus, gesellen Sie sich zu uns", sagte Dumbledore mit einem Wink seiner Hand. Professor Snape setzte sich auf den Stuhl am Schreibtisch gegenüber von Dumbledore. Er wurde mit Mr. Latimer bekannt gemacht. „Professor, bitte erzählen Sie uns über Ihren Ausflug zurück in der Zeit. Zuerst, auf welche Art sind Sie in den Besitz des Zeitumkehrers gekommen?"

„Ich kann Ihnen nur das erzählen, woran ich mich erinnere, Schulleiter. Als ich sechzehn war, hatte ich zwei außergewöhnliche Besuche von mir selbst – nun, von meinen älteren Selbst. Das erste Mal identifizierte er sich selber als mein Ich aus der Zukunft und berichtete mir Dinge, die nur ich wissen konnte. Er erklärte, dass Miss Granger in der Zeit zurückgesprungen war – in meine Zeit – und durch meine Hausgenossen brutal zusammengeschlagen worden war und starb. Er überzeugte mich dann, zu tun, was notwendig wäre, um Miss Granger vor Schaden zu behüten und sie zu verstecken, bis sie zurückkehren könnte", sagte Professor Snape in einem fließenden Tonfall, die Finger seine Hände miteinander verflochten, seine Ellbogen auf den Armlehnen, als er leger auf seiner Sitzfläche saß. Mr. Latimer war damit beschäftigt, Snapes Bemerkungen niederzuschreiben. „Das zweite Mal informierte er mich darüber, dass Miss Granger abermals falsch kalkuliert hatte und zurückspringen würde. Ich stellte sicher, an dem Ort zu sein, von dem er sagte, dass sie dort erscheinen würde, und versteckte sie."

„Wie kamen Sie an den Zeitumkehrer?", fragte Dumbledore nochmals.

„Ich bin nicht in der Lage, mir ins Gedächtnis zurückzurufen, wie mein älteres Selbst ihn erhalten hat, aber ich versichere Ihnen, dass er einen besaß. Er trug ihn beide Male um seinen Hals", antwortete Snape ruhig, seine Augen auf die beiden Männer gerichtet, als ob Hermione nicht einmal im Raum wäre.

„Und das Kästchen?", fragte Mr. Latimer, während er aufschaute, mit seinem Federkiel unbeweglich in seiner Hand verharrend.

„Mein älteres Selbst gab es mir – beim ersten Mal, als ich ihn sah", bekundete Snape. „Er erklärte, um was es sich handelte und sagte mir, dass ich es in meiner Tasche behalten solle, also tat ich das." Er drehte sich herum, um Hermione mit einem beiläufigen flüchtigen Blick zu betrachten, was sie aufrechter in ihrem Sitz sitzen ließ. „Ich nehme an, dass mein jüngeres Selbst es noch in seinem Besitz hat; ist das korrekt, Miss Granger?"

Hermione nickte, setzte zu sprechen an und wurde durch Mr. Latimer unterbrochen. „Sahen Sie zufällig die Konfiguration auf dem Gerät, Professor? Würden Sie in der Lage sein, mir zu erklären, wie die Runen justiert waren?"

Snape wandte sich dem Mann zu und schüttelte seinen Kopf. „Ja, ich untersuchte das Gerät, aber ich war mehr über den Sand im Stundenglas, als über die Konfiguration beunruhigt. Ich habe mich allerdings in Acht genommen, sie nicht zu verändern und benutzte das Kästchen, das mir gegeben worden war. Daher – nein, es tut mir leid, sagen zu müssen, dass ich mich nicht daran erinnern kann, wie Miss Granger das Gerät eingestellt hat, um solch einen Sprung zu machen."

Mr. Latimer schaute wiederum von seinen Aufzeichnungen auf. „Und haben Sie eine Erinnerung daran, in der Zeit zurückgegangen zu sein, Professor?", fragte er.

Snape seufzte. „Das habe ich nicht. Ich weiß, dass ich es zweimal tat und ich erinnere mich daran, was er zu mir sagte, aber ich erinnere mich nicht, beide Ausflüge unternommen zu haben. Ich kann lediglich vermuten, dass, da ich zurückging, um ein Unrecht wiedergutzumachen, diese Zeitachse nicht länger existiert." Snape erzählte den Männern, was sein älteres Selbst während seines zweiten Besuchs über Hermione erzählt hatte, darüber, dass Hermione von einem Querschläger während eines Duells verletzt wurde und dass sie für einen Monat im Gryffindor-Turm gelebt hat. „Selbstverständlich erinnere ich mich auch an keinen jener Sprünge, da diese in seiner Zeitachse geschahen, nicht in meiner eigenen."

Hermione rang schockiert nach Luft.

„Ach so?", sagte Mr. Latimer, während sich seine Finger bewegten, als würde er in die Luft schreiben. „Ein Monat? Warum ein Monat? Äußerst faszinierend. Miss Granger sagte, dass sie jedes Mal, wenn sie in der Zeit zurückging, länger bleiben musste, eine Woche, dann fast zwei Wochen … Faszinierend – gänzlich unerwartet. Aus welchem Grund war das so – was glauben Sie, Professor?"

„Beim ersten Mal brauchten die Sandkörner nur eine Woche, um genug abzukühlen, um normal von einer Seite des Stundenglases zur anderen zu fließen. Ich war vorsichtig dabei, das Gerät zu bewegen, ohne irgendetwas zu verändern oder zu verdrehen, als ich es überprüfte. Das zweite Mal dauerte es länger, fast zwei volle Wochen – sie kehrte am Morgen des vierzehnten Tages zurück, um genau zu sein. Beim dritten Mal brauchte es vielleicht aufgrund des Umfangs an Zeit, den Miss Granger den Zeitumkehrer verwendet hatte, länger, aber dies ist eine Vermutung", sagte Snape in einem klinischen Ton, als Mr. Latimer Snapes Bewertung niederschrieb. Er schaute auf Hermione und für zwei kurze Sekunden – für die Zeitspanne von zwei Herzschlägen – dachte sie, dass sie in seiner Miene einen Anflug von Wehmut erkannte, bevor sein Gesicht in seine übliche Verachtung für sie geschult war.

Mr. Latimer lehnte sich hinüber, um sich mit Dumbledore zu unterhalten, und Snape drehte sich herum, um abermals Hermione zu betrachten. Sie sah ein sonderbares Aufflackern von Emotion auf Snapes Gesicht, beinahe wie die konspirativen, flüchtigen Blicke, die Harry und Ron gelegentlich erhielten, bevor er sich wieder herumdrehte, um das Wort an die anderen Männer zu richten. „Jene Zeitdauer betrug fast einen Monat, wenn ich mich korrekt erinnere. Mein älteres Selbst warnte mich, dass jedes Mal, wenn Miss Granger sich verkalkulierte und in meine Zeit zurücksprang, sich die Dauer des Aufenthalts verlängerte. Er war der Meinung, dass dies der Fall war, weil Miss Granger das Gerät jeden Tag benutzt."

„Ein drittes Mal?", sagte Dumbledore, während sich eine steile Falte zwischen seinen Augen bildete, als sich seine Augen misstrauisch verengten.

Mr. Latimers Augenbrauen wölbten sich und er grinste. „Sind Sie sicher?"

Ja", sagte Snape, während Mr. Latimer den Zeitumkehrer vorsichtig in seinen Händen umdrehte.

„Der Sand ist nach wie vor kristallisiert – gerade noch – und noch nicht flüssig. Mit genügend Zeit mag das Gerät sich möglicherweise selbst repariert haben, unter kühlen und trockenen Bedingungen … Wenn in dem Kästchen deponiert, kühlt es ausreichend schneller ab." Mr. Latimer legte das Gerät auf den Tisch und wickelte es sorgfältig in den Stoff. „Albus, ich werde selbstverständlich das Kästchen benötigen", sagte er, wobei ihm Dumbledores Kopfnicken der Beistimmung entging, da er sich zu Snape umwandte. „Es sei denn, dass Sie noch immer eins in Ihrem Besitz haben – oh, Augenblick, Mr. Snape hat es in der Vergangenheit."

„Es befindet sich in meinem Büro", erklärte Snape. „Da ich es noch als Teenager hatte, habe ich es all diese Jahre behalten. Ich werde es gern holen gehen."

Dumbledore hielt eine Hand hoch. „Nicht gerade jetzt, Severus, ich habe noch immer Fragen." Er wandte seinen Blick auf eine Weise, als wenn er in leeren Raum starren würde. „Ich befinde mich in der Zwangslage, eine Dienstleistung in Anspruch nehmen zu müssen", sagte er laut. Ein Hauself erschien mit einem Plopp und verbeugte sich. „Professor Snape besitzt ein kleines blaues Kästchen …" Dumbledore warf Severus einen spitzen Blick zu.

„In der äußersten rechten Schublade meines Schreibtisches in meinem Büro, ganz hinten an der Rückseite", sagte Professor Snape in einem fließenden Tonfall. „Du wirst sie auf die gleiche Weise öffnen müssen, in der ihr Lausbuben meine privaten Vorratslager öffnet, um Staub zu wischen." Der Elf lächelte nervös, nickte, verbeugte sich dann flugs und verschwand. „Ich hoffe, dass die Zauber noch wirksam sind." Der Elf erschien wieder und hielt zwei kleine Kästchen, das eine, das Hermione sofort wiedererkannte und ein langes, das wie eine Geschenkbox für einen Federkiel aussah. Snape nahm das quadratische Kästchen und bat darum, das andere zurückzubringen.

Mr. Latimer blätterte einige Seiten in seinem Journal zurück. „Also, was ich nicht verstehe, ist, warum ich eine Anmerkung hier stehen habe, dass Miss Granger am dreiundzwanzigsten September einen eine-Woche-Sprung in der Zeit zurück gemacht hat, danach diesen Sprung heute?", fragte er und schaute zu Hermione. „Wann haben Sie den zweiten Sprung gemacht, den Sie erwähnten?"

Sie rutschte nervös auf ihrem Sessel hin und her. „Am dreiundzwanzigsten September, das war erste Mal, dass ich zurücksprang – der Sprung, von dem ich Ihnen erzählt habe. Als ich zurückkam, sprang ich um eine Woche zurück und bat Professor McGonagall, mich zu verstecken …"

Mr. Latimer und Dumbledore schauten sie beide an, ganz offensichtlich verwirrt.

Professors Snapes Augen verengten sich, er setzte sich auf und legte seinen Unterarm auf den Tisch, als er sich in ihre Richtung lehnte, seine andere Hand zur Faust geballt auf seinem Schenkel. „Also machten Sie einen weiteren Sprung am selben Tag, an dem Sie zurückgekehrt sind – für eine Woche? Erklären Sie das", verlangte er leise.

Sie starrte auf ihre Hände, unfähig, ihm in die Augen zu schauen. „Ich war besorgt, dass ich an zu vielen Orten gleichzeitig gewesen bin. Ich hatte den Zeitumkehrer die ganze Woche dazu benutzt, um rechtzeitig zum Unterricht zu erscheinen, und hatte ein paar zusätzliche Drehungen vorgenommen, um Aufsätze fertigzustellen. Ich dachte, dass, wenn ich an einen Tag zurückgehen würde, an dem ich ihn nur einmal verwendet hatte, dies sicherer sein würde, und erinnerte mich dann daran, dass ich eine Woche mit Severus verbracht hatte, um das Gerät abkühlen zu lassen – also ging ich um eine Woche zurück … damit … ich keinen Unterricht versäumen würde", stammelte sie und fühlte sich unsicher, als sie zu Professor Snape aufsah und seinem scharfen, stechenden Blick begegnete. „Ich dachte, es wäre am besten so."

„Eine extrem unvernünftige und kindische Reaktion, Miss Granger", erklärte Snape spöttisch lächelnd, wobei er ihr gegenüber seine Stimme hob. „Sie gingen ein unnötiges Risiko ein, das Sie gefährdet haben könnte – und dauerhaft das Gerät beschädigt haben könnte."

„Severus, das ist nicht …", mahnte Dumbledore ihn, als Snape sich umdrehte, um seinen Blick in vollem Umfang auf sie zu richten.

„Ist es Ihnen nicht in den Sinn gekommen, Kind, dass dieses Gerät Sie zur richtigen Zeit für Ihren Unterricht zurückgebracht haben könnte, nachdem es abgekühlt war?"

Hermione ließ beschämt ihren Kopf hängen.

„Denken Sie jemals an die Risiken, die Sie eingehen, an die Gefahren, in die Sie sich regelmäßig begeben? Ich kann nicht immer da sein, um Sie zu retten – Sie zu schützen." Er schlug mit seiner Hand auf den Schreibtisch. „Sie können nicht durchs Leben gehen, indem Sie die erstbeste voreilige Schlussfolgerung ziehen, die Ihnen einfällt, ohne zuerst die Konsequenzen und andere Möglichkeiten in Erwägung zu ziehen. Sie sind ein brillantes Mädchen, aber Sie machen die idiotischsten Sachen! Ich erwarte solch schwachköpfige Entscheidungen von Potter, aber ich würde hoffen, dass Sie es besser wissen würden. Ich verbringe mehr Zeit damit, mich um Sie zu sorgen—"

„SEVERUS! Das reicht", blaffte Dumbledore. „Wir werden dies ein andermal besprechen." Er wandte sich zu Hermione um und lächelte, und sein Zwinkern funkelte einmal mehr in seinen blauen Augen. „Miss Granger, wenn Sie einen Federkiel und Pergament herausnehmen, denke ich, dass Sie von Mr. Latimer darüber instruiert werden sollten, wie man den Zeitumkehrer richtig verwendet."

„Ja, Sir, ich … verst—", sagte sie und erstarrte auf halbem Wege, als sie nach ihrer Tasche reichte – und schaute den Schulleiter schockiert an. „Sie meinen, dass ich ihn zurückbekomme, um ihn zu behalten?"

„Junge Dame, in einer Zeitspanne von gerade mal zwei Monaten haben Sie mir so viele Informationen über den Gebrauch von meiner Erfindung gegeben!", sagte Mr. Latimer, während er entzückt lächelte. „Albus versorgt mich mit wöchentlichen Berichten, genau wie Professor McGonagall dies tut. Diese Sprünge Jahrzehnte zurück in der Zeit sind dermaßen spannend! Kein anderer Zeitumkehrer hat dies getan. Das geht weit über meine wildesten Erwartungen hinaus!"

„Wollen Sie mich auf den Arm nehmen?", schnaubte Snape, während er fest die Armlehnen packte und sich nach vorn lehnte. „Sie lassen sie das Gerät weiterhin verwenden?"

„Oh, allerdings", sagte Mr. Latimer, sein Gesicht mit gespannter Erwartung leuchtend. „Sie sagen, dass sie erneut springen wird. Sind Sie sich sicher?" Er drehte sich zu Hermione herum, nicht auf eine Antwort wartend. „Ich werde Sie nochmals zu instruieren haben, wie man den Zeitumkehrer für Ihre Rückkehr neu ausrichtet, und sicherstellen, dass Sie wissen, wie man die Zeitvarianz-Einrichtung abliest …"

„Schulleiter, das kann nicht Ihr Ernst sein!", sagte Snape verärgert. „Ich verlor sie einmal und musste in der Zeit zurückgehen, und jetzt lassen Sie sie experimentieren für diesen alten Narr—"

„Severus, dieses Gerät besitzt eine Schutzfunktion, die Miss Granger aus der Zeit zurückbringt, in welcher auch immer sie sich befindet", sagte Dumbledore geduldig, während seine Augen funkelten. „Es scheint ihr keinerlei körperlichen Schaden zuzufügen, und wir haben Ihnen dafür zu danken, dass Sie ihre Sicherheit überwachen." Er legte seine Hände auf den Schreibtisch, während er sich erhob, um hinter dem Schreibtisch stehenzubleiben. „Ich, für meinen Teil, bin zufrieden, dass sich um Miss Granger derartig gut gekümmert wird, aber sie wird sicherlich – mit der richtigen Anleitung – kein weiteres unbeabsichtigtes Missgeschick haben."

Snape ließ seine Hand durch sein Haar streichen und griff in seinen Nacken. „Verlassen Sie sich nicht darauf, alter Mann. Ich erinnere mich auch jetzt noch an daran, dass sie dort war."

„Wir werden sehen", sagte Dumbledore und lächelte ihn an, und wandte dann seine Aufmerksamkeit Hermione zu, wobei er beide Hände – die Finger miteinander verschränkt – auf dem Tisch abstützte. „Miss Granger, hören Sie aufmerksam zu und gehen Sie vorsichtig mit dem Gerät um. In Zukunft werden Sie bitte zu mir kommen, falls Sie irgendeinen Kalkulationsfehler fabrizieren, ganz gleich wie klein. Ich werde Mr. Latimer höchstpersönlich den Sachverhalt mitteilen. Und – falls Sie sich verstecken müssen – Professor McGonagall und ich werden an Vorkehrungen treffen, was auch immer notwendig sein sollte." Er lächelte, als er zu Mr. Latimer sah. „Cronus, Miss Granger wird dich zu meinem Büro bringen, sobald du hier fertig bist. Severus, würden Sie mit mir mitkommen?"

Hermione fing den sonderbaren Blick auf, den Professor Snape ihr schenkte, bevor er sich umdrehte, um dem Schulleiter aus Raum zu folgen. Mr. Latimer sprach, und zog damit ihre Aufmerksamkeit zurück auf das Gerät in seinen Händen, um ihm zuzuhören, während er den Gebrauch der Runen erklärte, wenn man das Gerät für Zeitreisen konfigurierte.

*'*'*'*'*


Severus wanderte zu seiner privaten Unterkunft hinunter, nachdem er den Schulleiter verlassen hatte, auch jetzt noch wütend darüber, dass Miss Granger nach wie vor der Gebrauch des Zeitumkehrers erlaubt wurde. Er ging in sein Schlafzimmer, öffnete den Kleiderschrank, zog eine Schublade auf und entnahm ihr ein kleines braunes Tagebuch. Er blätterte durch die Seiten, wobei er flüchtig auf die Einträge blickte, die mit Hermiones Besuchen zusammenhingen. Sie waren alle markiert – einer mit einem Stück des Pergaments, das sie benutzt hatte, um die Bücher zu notieren, die er ihr aus der Bibliothek hatte ausleihen sollen, ein weiterer mit einem Blatt vom ersten Tag, an dem sie Wandern gegangen waren. Er lächelte, als er das spröde Blatt mit dem Finger berührte, während er sich an den Tag mit Wärme und Zuneigung erinnerte. Es war ein derartiges Risiko gewesen, sie aus dem Schloss heraus- und wieder hineinzuschmuggeln. Sie waren beinahe erwischt worden, doch dies war eine der schönsten Erinnerungen, die er besaß. Zutaten im Wald zu sammeln und das Spielen im Schnee waren weitere. Er blätterte die Seiten um und nahm die Schokofrosch-Karte heraus, die sie ihm gegeben hatte, um die kurze Eintragung zu lesen.

Severus schloss seine Augen und atmete langsam ein. Sie war ein Anachronismus, dessen Gesellschaft sein jüngeres Selbst für eine kurze Zeitspanne genoss. In dieser – seiner heutigen – Zeit war sie seine Schülerin und gänzlich unerreichbar. Er sah keine Zukunft für sie beide; er selbst stellte dies sicher, jeden Tag. Jegliche Assoziierung, die er möglicherweise hätte, konnte derartig mühelos entdeckt und gegen ihn verwendet werden, oder schlimmer – gegen sie. Die Situation mit Professor Quirrell vor zwei Jahren war Beweis dafür; der Dunkle Lord war nach wie vor dort draußen, den rechten Augenblick für sich abwartend, bevor er an Stärke wiedergewann, um zurückzukehren. Er musste seine Persona aufrechterhalten.

Wie auch immer – er vermisste es, mit ihr zusammen den Unterrichtsstoff zu wiederholen, vermisste ihrer beider Diskussionen und ihre Hilfe zu haben, wenn er Zaubertränke braute. Sie war eine außergewöhnliche Laborpartnerin, sogar in diesem jungen Alter. Wenn sie in seinem Alter gewesen wäre oder wenn er es sich leisten könnte, seine Maske abzulegen und ihr hätte Privatunterricht geben können, würde sie eine außergewöhnliche Hexe sein. Aber jene Gedanken waren sinnlos. Sie war muggelgeboren und noch schlimmer – Potters Freundin. 'Sie wird zu einem Angriffsziel werden, und ich muss sie schützen.' Er legte das Tagebuch beiseite und starrte auf die Tür. Er hatte bei Lily versagt. Er würde nicht bei Hermione versagen.

Severus blätterte bis zum Eintrag von Hermiones drittem Kalkulationsfehler die Seiten durch und las die Eintragung. Datum, Zeit, Örtlichkeit, wer sich im Korridor befand und die Situation – alles klar ausformuliert. Er hatte sogar notiert, welche Bücher sie lesen würde und welche Zaubertränke sie gebraut hatten. Sein jüngeres Selbst hatte sie in einer solch kurzen Zeitspanne liebgewonnen.

Er klappte das Buch zu und legte es zurück in seine Schublade. 'Jenes war die Vergangenheit, dies hier ist die Gegenwart.' Sein Job war es, sie zu unterrichten, sie vor Schaden zu bewahren und – zur Hölle mit Merlin – er plante, sie und ihre Freunden im Auge zu behalten und genau dies zu tun.

*'*'*'*'*


Severus wusste, dass er ungerecht war, als er Hermione für eine Woche zu Nachsitzen verdonnerte, dafür, dass sie Longbottom im Unterricht behilflich gewesen war, doch sie gab ihm Widerworte, wobei sie ihre Aktionen verteidigte.

'„Aber, Sir, wenn ich es nicht getan hätte, dann hätte der Zaubertrank einen giftigen Dampf erzeugt und wäre explodiert – beides davon würde uns alle in den Kranken—"

„Genug!", knurrte er wütend, platzierte seine Hand auf ihrem Arbeitstisch und lehnte sich nach vorn. „Stellen Sie nie wieder meine Anweisungen oder meine Unterrichtsmethoden in meinem Klassenraum in Frage."

Ja, S—", hatte sie begonnen zu sagen, höchstwahrscheinlich eine Entschuldigung, doch erhatte ihr abermals das Wort abgeschnittenund ihre Strafstunden verdoppelt.'

Er hatte es nicht einmal in seinem Hauptbuch vermerkt. In Wirklichkeit war er wütend auf sie gewesen, weil sie Potter dazu ermutigt hatte, sich hinunter nach Hogsmeade zu schleichen, obwohl jeder, einschließlich ihm selbst, versuchte, den Jungen vor Sirius Black zu schützen. Und sie waren gesehen worden – vor der Heulenden Hütte – Blacks altem Schlupfwinkel aus seiner Schulzeit!

Hermione erschien rechtzeitig, gekleidet für Tätigkeiten, die Schinderei darstellten. Severus lächelte. „Miss Granger, ich setze voraus, dass Sie sich daran erinnern, wie man Brandsalbe richtig herstellt?", sagte er in einem fließenden Tonfall, während er auf den Arbeitstisch wies, der am nächsten zu seinem Schreibtisch befindlich war und den er für ihre Strafarbeiten aufgestellt hatte.

Hermione schaute konfus auf den Stapel Kessel im Waschbecken und zurück auf ihn, mit einer tiefen Falte zwischen ihren Brauen. „Ja, Sir. Selbstverständlich erinnere ich mich."

„Ich erwarte von Ihnen, den Zaubertrank für Verbrennungen ersten, zweiten und dritten Grades zu brauen, und ich möchte, dass sie von mustergültiger Qualität sind", gab er vor, während er auf die drei Kessel wies, die für sie in einer Reihe aufgestellt waren. Er lächelte, genau wissend, dass sie für die Aufgabe, die er ihr stellte, drei Abende brauchen würde, nicht einen. „Ihre Resultate werden an Madam Pomfrey gegeben werden, wenn sie adäquat sind."

„Und dies ist meine Aufgabe für meine Strafarbeit, Sir?", fragte sie, deutlich überrascht über seine Entscheidung.

„Ja", erklärte er und lächelte. „Es sei denn, dass Sie lieber den ganzen Abend lang Kessel scheuern würden?"

„Nein, Sir", sagte Hermione, wobei sie das Lächeln erwiderte und ihre Tasche auf den Schemel neben sich fallen ließ.

Severus bewegte sich näher an sie heran. „Sie erinnern sich an die Veränderungen zu den Anweisungen in Ihrem Buch?"

Hermione nickte. Sie biss auf ihre Lippe, während sie den Brenner unter ihrem Kessel entzündete und mit dem Regler das Brennmittel so abstimmte, dass die Flamme blau war.

Severus beobachtete sie, während sie arbeitete. Als Drittklässlerin wusste sie nicht, wie man alle drei gleichzeitig braute. Aber, wenn er seine Karten richtig ausspielte, würde er in der Lage sein, sie ihm nächste Woche dabei helfen zu lassen, den Wolfsbane zu brauen. Er duckte seinen Kopf über den Aufsatz, den er benotete, um sein Lächeln über diesen Gedanken zu verbergen.

Fortsetzung folgt